Zinsentwicklung

Hallo,
wie werden sich - nach den Turbulenzen am Finanzmarkt und der Zinssenkung in den USA - die Zinsen für Tagesgeld / Festgeld und für Baukredite im Euroraum in den kommenden Monaten entwickeln?
Sollte man schnell noch die hohen Zinsen ausnutzen und das Geld für 1-2 Jahre festlegen? Oder doch ein Bausparvertrag abschließen?
Ich habe vor, in etwa 4-5 Jahren zu bauen.

Ich weiß, dass das niemand vorhersagen kann, aber vielleicht kennt jemand Tendenzen…

Danke,
tommyboy

Hallo,

Ich weiß, dass das niemand vorhersagen kann, aber vielleicht
kennt jemand Tendenzen…

Stimmt, sicher kann sich da niemand sein. Ich denke, dass die Zinsen wieder steigen werden. Das tun sie ja schon seit zwei oder drei Jahren.

Von daher könnte ein Bausparvertrag nicht das Schlechteste sein, weil du dir so sozusagen die (derzeit noch niedrigen) Sollzinsen sichern könntest, wenn du ja jetzt schon weißt, dass du in 4-5 Jahren bauen willst und dazu wahrscheinlich ein Darlehen brauchst. So war es doch gedacht, oder?

Und was die USA angeht … wer weiß, vielleicht fällt der Dollar noch weiter, auf $1,80 für EUR 1,- oder so, bis dann nächstes Jahr Wahlen sind. Dann wird sich die U.S.-Wirtschaft erholen, denke ich.

Wenn die Zinsen wirklich noch weiter fallen, dann zwingt dich ja niemand, den Kredit über den Bausparvertrag wirklich in Anspruch zu nehmen, oder? Dann hast du halt 2% Rendite verschenkt - aber nur über einen Zeitraum von 1-2 Jahren. Wenn du bei der Finanzierung 2% mehr an Kreditzinsen zahlen musst, ist das sehr viel gravierender, weil du diese 2% mehr ja für 10 oder 20 Jahre zahlen musst!

Von daher denke ich, dass es am wichtigsten ist, dass du dir möglichst geringe Kreditzinsen sicherst. Daher würde ich einen Bausparvertrag über die gesamte von dir zum Bau benötigte Summe abschließen.

Schöne Grüße

Petra

Hallo,

Und was die USA angeht … wer weiß, vielleicht fällt der
Dollar noch weiter, auf $1,80 für EUR 1,- oder so,

und bei derartigen Erwartungen kaufst Du Rohstoffe, die in US-$ gehandelt werden? Seltsame Idee.

Aber mal was anderes: Gibt es für irgendeine Deiner Erwartungen und Mutmaßungen eine Begründung oder kommt das alles aus dem Bauch?

Interessiert,
Christian

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Und was die USA angeht … wer weiß, vielleicht fällt der
Dollar noch weiter, auf $1,80 für EUR 1,- oder so,

und bei derartigen Erwartungen kaufst Du Rohstoffe, die in
US-$ gehandelt werden? Seltsame Idee.

Momentan kaufe ich nicht. Momentan frage ich nur.
Ganz abgesehen davon ist es nicht mehr so lange hin bis zu den Wahlen.

Aber mal was anderes: Gibt es für irgendeine Deiner
Erwartungen und Mutmaßungen eine Begründung oder kommt das
alles aus dem Bauch?

Nun, seit Bush im Amt ist, sinkt der Dollar und steigt die Arbeitslosigkeit etc. in den USA. Ich habe zwar eine Meinung, woran das liegen könnte, aber die schreibe ich jetzt nicht, weil ich nicht will, dass sie mich dann übermorgen wieder zurück nach Hause schicken.

Von daher ist meine Meinung, dass es nach der Wahl praktisch nur besser werden kann.

Schöne Grüße

Petra

Hallo,

Und was die USA angeht … wer weiß, vielleicht fällt der
Dollar noch weiter, auf $1,80 für EUR 1,- oder so,

und bei derartigen Erwartungen kaufst Du Rohstoffe, die in
US-$ gehandelt werden? Seltsame Idee.

Das habe ich noch nie verstanden… Ein Rohstoff ist doch ein physisches Gut. Wenn der Dollar fällt, sollte einfach der Rohstoffpreis zum Dollar hin steigen und zu anderen Währungen in der Summe gleichbleiben, oder? Warum ist das nicht so?

Aber mal was anderes: Gibt es für irgendeine Deiner
Erwartungen und Mutmaßungen eine Begründung oder kommt das
alles aus dem Bauch?

Ohne für den Vorposter sprechen zu wollen: es gibt eine Menge Argumente, warum langfristig der Dollar fallen müsste. Man weiss nur nicht so genau, wann. Ich habe kürzlich einen Artikel von einem Princetonprof (Paul Krugman) gelesen, der sich damit beschäftigt hat, ob es dabei einen schockartigen „Wile E. Coyote“-Moment geben wird – den Moment, in dem die Zeichentrickfigur schon über die Klippe gelaufen ist, noch in der Luft steht und erst, wenn sie mit Schrecken nach unten blickt, fällt. Was passieren könnte, wenn die volkwissenschaftlich zu erwartende Dollarabwertung von den Investoren zu lange ignoriert wird. Die VWL in dem Aufsatz war mir allerdings ein bisschen zu hoch…

Grüße,
Sebastian

volkwissenschaftlich zu erwartende Dollarabwertung

Ups. volksWIRTSCHAFTLICH

Hallo Tommyboy,

da alle Antworten auf Deine Frage eher spekulativer Natur sind, hier ein Praxisvorschlag:

Warum „oder“ und nicht „und“?
Wie wärs, wenn Du einen Teil Deines Geldes anlegst, zu den als hoch empfundenen Zinsen, und mit dem anderen Teil die Bausparstrategie verfolgst?
Professionelle Kreditnehmer streuen ihre Portfoilien auch… .

Viel Erfolg vom Money-Schorsch

Hallo Sebastian,

und bei derartigen Erwartungen kaufst Du Rohstoffe, die in
US-$ gehandelt werden? Seltsame Idee.

Das habe ich noch nie verstanden… Ein Rohstoff ist doch ein
physisches Gut. Wenn der Dollar fällt, sollte einfach der
Rohstoffpreis zum Dollar hin steigen und zu anderen Währungen
in der Summe gleichbleiben, oder? Warum ist das nicht so?

Jetzt verwirr mich doch nicht :wink:

Also für mich ist das logisch, dass die Rohstoffpreise tendenziell sinken, wenn der Dollar fällt. Denn der Rohstoff notiert ja in Dollar. Stell dir einfach einen Goldbarren vor, auf dem ein Preisschild in Dollar klebt. Der Einfachheit halber kostet der Goldbarren $50,-. Und diesen Goldbarren, mit dem Preisschild $50,- hast du nun im Depot. Du hast dafür bei einem Kurs von EUR 1,40 = $1 knapp EUR 36,- gezahlt.

Jetzt steigt der Goldpreis, und das Preisschild an deinem Barren wird ausgetauscht. Da steht nun $55,-. Das ist zwar erst einmal erfreulich für dich - bis du den Barren dann verkaufst. Du stellst nämlich fest, dass dir die Bank nicht wie erwartet EUR 40,- dafür zahlt (55 / 1,40) sondern nur noch gut EUR 30,- (55 / 1,80). Du hast also Verlust gemacht, obwohl der Goldpreis gestiegen ist.

Schöne Grüße

Petra

Und was die USA angeht … wer weiß, vielleicht fällt der
Dollar noch weiter, auf $1,80 für EUR 1,- oder so,

und bei derartigen Erwartungen kaufst Du Rohstoffe, die in
US-$ gehandelt werden? Seltsame Idee.

Momentan kaufe ich nicht. Momentan frage ich nur.

Das las sich am 8.9. aber anders.

Ganz abgesehen davon ist es nicht mehr so lange hin bis zu den
Wahlen.

Stimmt, was ist schon ein Jahr.

Aber mal was anderes: Gibt es für irgendeine Deiner
Erwartungen und Mutmaßungen eine Begründung oder kommt das
alles aus dem Bauch?

Nun, seit Bush im Amt ist, sinkt der Dollar und steigt die
Arbeitslosigkeit etc. in den USA.

Das ist die Basis Deiner Prognose?

Ich habe zwar eine Meinung,
woran das liegen könnte, aber die schreibe ich jetzt nicht,
weil ich nicht will, dass sie mich dann übermorgen wieder
zurück nach Hause schicken.

Von wo nach wo?

Von daher ist meine Meinung, dass es nach der Wahl praktisch
nur besser werden kann.

Aha.

Mal ernsthaft: Die Ungenauigkeit von Prognosen über zukünftige Ereignisse ist ja nun nicht wegzudiskutieren, aber zu einer ernstzunehmenden Prognose gehören Annahmen und Techniken.

Gruß
Christian

Hallo,

Also für mich ist das logisch, dass die Rohstoffpreise
tendenziell sinken, wenn der Dollar fällt. Denn der Rohstoff
notiert ja in Dollar.

Na ja, nicht ganz. Denn wenn der Dollar sinkt, können die Importeure solcher Güter mehr davon einkaufen. In Folge wird also die Nachfrage nach den Rohstoffen steigen, was wiederum einen Preisanstieg bei den Rohstoffen bedingt.
Man muss hier ja trennen zwischen Währung auf der einen Seite und dem Preis auf der anderen Seite. Das der Preis in einer Währung ausgedrückt ist, um es mal etwas salopp zu formulieren, muss ja nicht heissen, das er sich 1:1 zur Währung entwickelt.

VG
TraderS

Hallo,

Das habe ich noch nie verstanden… Ein Rohstoff ist doch ein
physisches Gut. Wenn der Dollar fällt, sollte einfach der
Rohstoffpreis zum Dollar hin steigen und zu anderen Währungen
in der Summe gleichbleiben, oder? Warum ist das nicht so?

das wäre vielleicht so, wenn das Öl - aus welchen Gründen auch immer - in Fidschi Dollar gehandelt werden würde. Tatsächlich wird es jedoch in US-Dollar gehandelt - der Währung der stärksten Wirtschaftsmacht und des größten Ölimporteurs der Welt. Nicht zuletzt aus diesem Grunde ist der Preis in US-$ das Maß aller Dinge.

Aber mal was anderes: Gibt es für irgendeine Deiner
Erwartungen und Mutmaßungen eine Begründung oder kommt das
alles aus dem Bauch?

Ohne für den Vorposter sprechen zu wollen: es gibt eine Menge
Argumente, warum langfristig der Dollar fallen müsste.

Und es gibt eine Menge Gründe, warum der Dollar fallen müßte. Der aktuelle Dollarkurs ist das Ergebnis von Spekulationen und kurzfristigen wirtschaftlichen und politischen Einflüssen. Die Frage ist nur, wann sich der „richtige“ Kurs einfindet und wo der liegen wird.

Gruß
Christian

Hallo,

Das habe ich noch nie verstanden… Ein Rohstoff ist doch ein
physisches Gut. Wenn der Dollar fällt, sollte einfach der
Rohstoffpreis zum Dollar hin steigen und zu anderen Währungen
in der Summe gleichbleiben, oder? Warum ist das nicht so?

das wäre vielleicht so, wenn das Öl - aus welchen Gründen auch
immer - in Fidschi Dollar gehandelt werden würde. Tatsächlich
wird es jedoch in US-Dollar gehandelt - der Währung der
stärksten Wirtschaftsmacht und des größten Ölimporteurs der
Welt. Nicht zuletzt aus diesem Grunde ist der Preis in US-$
das Maß aller Dinge.

Naja, trotzdem – wenn der Dollar für den Ölscheich nur noch halb soviele Dinar wert ist, wird er doch wohl so bald wie möglich mehr Dollar verlangen, um wieder genausoviele Dinar zu bekommen, oder? Öl wird zwar in Dollar notiert, aber nur zu einem geringen Teil in den USA gefördert. Und die Ölpreise sind vermutlich auch nicht alleine von der amerikanischen Nachfrage gesteuert, i.A. besteht hier doch eher Nachfrageüberschuss als Angebotsüberschuss. Wenn die Nicht-USA-Staaten bereit sind, für Öl so viel zu zahlen, wie sie vor dem Dollarverfall gezahlt haben, wird wohl der Dollarpreis steigen und die USA notgedrungen mehr bezahlen… oder? Was seh ich da falsch?

Und es gibt eine Menge Gründe, warum der Dollar fallen müßte.
Der aktuelle Dollarkurs ist das Ergebnis von Spekulationen und
kurzfristigen wirtschaftlichen und politischen Einflüssen. Die
Frage ist nur, wann sich der „richtige“ Kurs einfindet und wo
der liegen wird.

Das „wann“ ist die große Frage, und das „wo“ ist immerhin in der Tendenz bekannt - viel weiter unten.

Grüße,
Sebastian

das wäre vielleicht so, wenn das Öl - aus welchen Gründen auch
immer - in Fidschi Dollar gehandelt werden würde. Tatsächlich
wird es jedoch in US-Dollar gehandelt - der Währung der
stärksten Wirtschaftsmacht und des größten Ölimporteurs der
Welt. Nicht zuletzt aus diesem Grunde ist der Preis in US-$
das Maß aller Dinge.

Naja, trotzdem – wenn der Dollar für den Ölscheich nur noch
halb soviele Dinar wert ist, wird er doch wohl so bald wie
möglich mehr Dollar verlangen, um wieder genausoviele Dinar zu
bekommen, oder? Öl wird zwar in Dollar notiert, aber nur zu
einem geringen Teil in den USA gefördert. Und die Ölpreise
sind vermutlich auch nicht alleine von der amerikanischen
Nachfrage gesteuert, i.A. besteht hier doch eher
Nachfrageüberschuss als Angebotsüberschuss. Wenn die
Nicht-USA-Staaten bereit sind, für Öl so viel zu zahlen, wie
sie vor dem Dollarverfall gezahlt haben, wird wohl der
Dollarpreis steigen und die USA notgedrungen mehr bezahlen…
oder?

Kann sein, kann aber auch sein, daß genau das schon passiert ist.

Und es gibt eine Menge Gründe, warum der Dollar fallen müßte.
Der aktuelle Dollarkurs ist das Ergebnis von Spekulationen und
kurzfristigen wirtschaftlichen und politischen Einflüssen. Die
Frage ist nur, wann sich der „richtige“ Kurs einfindet und wo
der liegen wird.

Das „wann“ ist die große Frage, und das „wo“ ist immerhin in
der Tendenz bekannt - viel weiter unten.

Woher nimmst Du diese Sicherheit? Der aktuelle Dollarkurs ist getrieben von der hohen und zunehmenden Staatsverschuldung, von den Zinsunterschieden, politischen Aspekten, der chronisch negativen Leistungsbilanz und Spekulationen.

Interessanterweise spricht die Kaufkraft eine andere Sprache. Danach läge der „richtige“ Kurs um 1,10 $/€. Die Frage ist nur, wer am Ende gewinnt.

Gruß
Christian

Und was die USA angeht … wer weiß, vielleicht fällt der
Dollar noch weiter, auf $1,80 für EUR 1,- oder so,

und bei derartigen Erwartungen kaufst Du Rohstoffe, die in
US-$ gehandelt werden? Seltsame Idee.

Momentan kaufe ich nicht. Momentan frage ich nur.

Das las sich am 8.9. aber anders.

Ich glaube, damals ging es um dieses Werbegeschenk von Cortal Consors (kleiner Goldbarren). Außerdem ist ja immer noch ein Unterschied zwischen „laut nachdenken“ und kaufen.

Ganz abgesehen davon ist es nicht mehr so lange hin bis zu den
Wahlen.

Stimmt, was ist schon ein Jahr.

Eben.

Aber mal was anderes: Gibt es für irgendeine Deiner
Erwartungen und Mutmaßungen eine Begründung oder kommt das
alles aus dem Bauch?

Nun, seit Bush im Amt ist, sinkt der Dollar und steigt die
Arbeitslosigkeit etc. in den USA.

Das ist die Basis Deiner Prognose?

Vielleicht ist es eine vereinfachte Annahme, aber wenn es ein Problem gibt, das beispielsweise zu einem Wertverfall der Währung führt, dann könnte man annehmen, dass dieser Wertverfall sich wieder umkehrt, nachdem das Problem beseitigt ist.

Ich habe zwar eine Meinung,
woran das liegen könnte, aber die schreibe ich jetzt nicht,
weil ich nicht will, dass sie mich dann übermorgen wieder
zurück nach Hause schicken.

Von wo nach wo?

Von hier aus nach Washington.

Mal ernsthaft: Die Ungenauigkeit von Prognosen über zukünftige
Ereignisse ist ja nun nicht wegzudiskutieren, aber zu einer
ernstzunehmenden Prognose gehören Annahmen und Techniken.

Was für eine Techniken gibt es denn deiner Meinung nach für eine Prognose, die sich auf politische Ereignisse stützt? Das ist ja hier keine Charttechnik.

Schöne Grüße

Petra

Naja, trotzdem – wenn der Dollar für den Ölscheich nur noch
halb soviele Dinar wert ist, wird er doch wohl so bald wie
möglich mehr Dollar verlangen, um wieder genausoviele Dinar zu
bekommen, oder?

Wenn es die Nachfragesituation zulässt, dann ist das in der volkswirtschaftlichen Theorie in der Tat so „vorgesehen“.

Öl wird zwar in Dollar notiert, aber nur zu
einem geringen Teil in den USA gefördert. Und die Ölpreise
sind vermutlich auch nicht alleine von der amerikanischen
Nachfrage gesteuert, […]

Ganz richtig. Es besteht heute ein breiter Konsens darüber, dass die Nachfrage nach Öl in einem immer stärker werndenden Maße durch die wirtschaftliche Entwicklung in (ehemaligen) Transformationsländern und vor allem eben durch die Chinesen getrieben wird.

Dabei kommt es nicht nur auf die „direkte“ sondern vor allem auch auf die „indirekte“ NAchfrage an. Indirekt deshalb, weil den Chinesen gerade durch die Spekulanten eine erhöhte Nachfrage „unterstellt“ wird und somit der Öl-Preis sowohl „real als auch spekulativ“ getrieben wird. Die Nachfragesituation der USA hat sich dazu in den letzten 5 Jahren relativ gesehen kaum verändert. Die Ausbrüche sind eindeutig in der Chinesischen Nachfrage zu erkennen.

Nachfrageüberschuss als Angebotsüberschuss. Wenn die
Nicht-USA-Staaten bereit sind, für Öl so viel zu zahlen, wie
sie vor dem Dollarverfall gezahlt haben, wird wohl der
Dollarpreis steigen und die USA notgedrungen mehr bezahlen…
oder? Was seh ich da falsch?

Kannst Du das vielleicht nochmal „anders“ forumlieren !?

VG
TraderS

Ich habe zwar eine Meinung,
woran das liegen könnte, aber die schreibe ich jetzt nicht,
weil ich nicht will, dass sie mich dann übermorgen wieder
zurück nach Hause schicken.

Von wo nach wo?

Von hier aus nach Washington.

Verstehe ich immer noch nicht, aber seis drum.

Mal ernsthaft: Die Ungenauigkeit von Prognosen über zukünftige
Ereignisse ist ja nun nicht wegzudiskutieren, aber zu einer
ernstzunehmenden Prognose gehören Annahmen und Techniken.

Was für eine Techniken gibt es denn deiner Meinung nach für
eine Prognose, die sich auf politische Ereignisse stützt?

Davon war nicht die Rede, aber es gibt jenseits des Bauchgefühls durchaus Instrumente, um Wechselkurse zu prognostizieren.

Gruß
Christian

[Ölpreisanstieg mit Dollarfall]

Kann sein, kann aber auch sein, daß genau das schon passiert
ist.

Wenn ich mir die Charts von EUR/USD und vom Ölpreis anschaue, passiert das gerade im Moment – beide steigen parallel, in anderen
Worten, der Ölpreis in Dollar steigt während der Dollar fällt. Im letzten Jahr korrelieren EUR/USD und der Ölpreis ganz gut, wenn ich mir den Chart so anschaue.

Woher nimmst Du diese Sicherheit? Der aktuelle Dollarkurs ist
getrieben von der hohen und zunehmenden Staatsverschuldung,
von den Zinsunterschieden, politischen Aspekten, der chronisch
negativen Leistungsbilanz und Spekulationen.

Naja, sicher ist man sich nie ganz. Es ist nur sehr sehr wahrscheinlich, dass der Dollarkurs fallen muss, da das Leistungsbilanzdefizit so nicht dauerhaft aufrechterhalten werden kann.

Interessanterweise spricht die Kaufkraft eine andere Sprache.
Danach läge der „richtige“ Kurs um 1,10 $/€. Die Frage ist
nur, wer am Ende gewinnt.

Wie ist das gemeint? Dass im Moment 110$ den gleichen Warenkorb kaufen können wie 100€? Hm, der Dollarwarenkorb wird natürlich auch teurer, wenn der Wechselkurs fällt, weil ein amerikanischer Warenkorb wohl viel Importware umfasst… d.h. die 1,10 wären eine Art Gleichgewicht, bei dem der gleiche Warenkorb inklusive Import-/Exportanteile in beiden Währungen fair gepreist wäre? Oder was meinst du mit Kaufkraft?

Grüße,
Sebastian

hallo petra,

du vergisst den faktor der erwartung. rohstoffe werden über futures gehandelt und stellen den erwarteten preis für eine menge rohstoff zu einem bestimmten zeitpunkt dar. es gibt ja nicht nur das gold, das klammern wir mal aus.

strubbel
$:open_mouth:)

hallo tommy,

weder genaue vorhersagen, noch tendenzen sind seriös vorhersagbar. heerscharen von volkswirten leigen regelmäßig schief mit den prognosen, verspekulieren sich die gewieftesten hedgefondsmanager. aber: wenn alle nur auf erstarken des euros setzen, dann passiert das gegenteil.

strubbel
€:open_mouth:)

zwei Linktips:

http://www.finance-blog.de/2007/09/24/zinsverbesseru…

und

http://dynamisch.vergleich.de/bg/scms/baugeld/zinsen… bzw.

http://dynamisch.vergleich.de/bg/scms/baugeld/zinspr…

Da es sich bei der künftigen Zinsentwicklungum um reine Spekulationen handelt hilft Dir das vielleicht nicht endgültig, aber vielleicht bekommst Du beim Nachdenken ein paar neue Anregungen.