Hallo Sylvia,
- wie ich einer Unterzuckerung vorbeugen kann, insbesondere,
wenn ich nicht alle 3-4 Std. etwas essen kann, weil ich zum
Beispiel eine 5-stündige Klausur schreibe
Ich würde dir Vollkornprodukte empfehlen. Die werden auch Diabetikern angeraten, weil der Körper länger braucht, den Zucker umzuwandeln, demzufolge der Blutzuckergehalt nicht so schnell ansteigt, dafür aber über längere auf einem „normalen“ Niveau ist, um es mal so zu formulieren. Normales Weißbrot wird zum Beispiel wesentlich schneller verarbeitet. Übrigens verzögert Fett auch die Umwandlung des Blutzuckers.
- was im schlimmsten Fall passieren kann, wenn ich als
Nichtdiabetikerin trotz Symptomen einer Unterzuckerung einige
Zeit lang nichts esse
Eine Unterzuckerung hat nicht notwendigerweise etwas mit Diabetes zu tun, das haben viele Menschen ab und zu. Gerade nach anstrengendem, langandauerndem Sport oder bei sehr unregelmäßigen Eßgewohnheiten können solche Symptome auftreten.
Ob es, wie bei einem Typ-1-Diabetiker bis zum Tod führen kann, weiß ich nicht, Bewußtlosigkeit halte ich aber für durchaus möglich. Allerdings hat der Körper normalerweise auch die Möglichkeit, auf eigene Zuckerreserven zurückzugreifen. Beim Diabetiker reicht das aber normalerweise nicht, wenn er sich zu viel Insulin gespritzt hat, deswegen kommt es des öfteren vor, daß die Leute sich dann im Krankenhaus wiederfinden.
Ach ja noch was. Man sollte dabei bedenken, daß die Symptome ja daher rühren, daß das Gehirn zuwenig Energie hat. Und je nach Situation (z. B. beim Autofahren) kann ein zeitweiliger Blackout recht unangenehm sein…Traubenzucker oder ähnliches dabeizuhaben, wenn man solche Sympthome hat ist also nicht verkehrt
- ob diese häufig auftretende Unterzuckerung ein Frühsymptom
vn Diabetes sein kann. Andere Symptome (extremer Durst,
Gewichtsabnahme) habe ich nämlich nicht.
Eher unwahrscheinlich, zumal sich die Symptome sowieso gegenseitig ausschließen würden. Extremer Durst kommt dadurch zustande, daß der Körper versucht, zuviel Zucker über den Urin auszuscheiden, also läge dann quasi das Gegenteil einer Unterzuckerung vor.
Und die Gewichtsabnahme liegt darin begründet, daß dem Körper Insulin fehlt, welches er benötigt um den Zucker in die Zellen zu bringen. Das heißt, Zucker wird möglicherweise zwar aufgenommen, kann aber nicht verarbeitet werden. Ergebenis: ebenfalls zu hoher Blutzucker.
Ich versuche natürlich, wann immer es geht, regelmäßig
Zwischenmahlzeiten einzunehmen und notfalls Traubenzucker zu
essen, aber es gibt ja Situationen, in denen das nur
schwerlich geht.
Warum? Ich habe als Diabetiker die Erfahrung gemacht, daß die meisten Leute keine Probleme damit haben. Ich führe die Messungen und Insulingaben jedenfalls immer durch, wenn es nötig ist, egal wo ich bin.
Oder ist es in Examensklausuren an der Uni i.d.R. erlaubt,
Traubenzucker/Bananen und ein Getränk mit in den Prüfungsraum
zu nehmen? Das wäre nämlich die ideale Lösung.
Hast du schon mal danach gefragt? Notfalls würde ich die Situation beschreiben und falls die sich immer noch stur stellen vielleicht ein ärztliches Attest besorgen, das dir bescheinigt, daß du etwas dabei haben mußt.
Ich habe nämlich jetzt bald Examen und bin etwas besorgt,
evtl. während der Klausur (die bis 14 Uhr geht) so zwischen 11
und 12 Uhr gesundheitliche Probleme wegen einer Unterzuckerung
zu bekommen.
Wie gesagt, einfach mal fragen. Ich kann mir nicht vorstellen, daß die damit Probleme haben. Die werden ja wohl kaum annehmen, daß du einen Spickzettel in einer Banane mitnimmst 
Schönen Tag noch,
Stephan