Zukunft des Religionsunterrichts

hallo Heidi,
auch ich bin aus Bayern, und auch noch (so behaupten wir) vom Nabel Bayerns: München).
das Problem ist: wenn Du zur christlichen Kirche gehörst (und auch noch Zwangsabgaben bezahlst), dann muss Du deine Kinder in den Religionsunterricht geben. Außerdem gibt es Schulen, bei denen eine Befreihung von R-Unterricht gar nicht möglich ist: Dein Kind wird dann von der Schule gewiesen. Zumindest hat es dann enorme Probleme. Also schwimmt man mit dem Strom

Grüße
Raimund

hallo Demetrius
wie ich schon erwähnte, habe ich nichts gegen einen Religionsunterricht: wenn er freiwillig ist, keine Noten vergeben werden und sich nicht auf das Weiterkommen auswirkt.
Dies alles ist z.Zt. nicht gegeben.
.

Weiter gibt es auch fundamentale Moral - oder Ethik -
Prinzipien, die nicht abzustreiten sind. Wenn diese nicht mehr
vermittelt werden (wie es ja fast schon ist), dann wird nichts
gescheites mehr aus unserer Jugend hervor gehen.

werden im R-Unterricht nicht vermittelt. Sie wwerden vom Elternhaus mitgegeben. Wenn das nicht in Ordnung ist, hilft der R-Untericht überhaupt nichts. Eine der Gründe des ethisch-moralische Tieffluges eines Großteils der Jugend liegt in der Zerrütung der Famlienverhältnisse.

Und mit der Kirchenabgabe, bin ich Deiner Meinung. Bin schon
längst ausgetreten (steht ja auch jeden FREI - oder) Wenn es
DIR nicht paßt, geh raus!!!

Würde ich gerne. darf ich aus bestimmten Gründen nicht.

Was aber nichts daran ändert, daß der Jugend gewisse
Moralprinzipien vermittelt werden MÜSSEN!!!

Das ist richtig… nur nicht vom R-Lehrer. Die meisten dieser lehrer (oder doch zumindest einen gro0en Teil) werden doch von den Schülern gar nicht mehr ernst genommen.

Die Schule ist kein Wissenschaftsinstitut. Die Schule ist
VORBEREITUNG für das LEBEN!!! Und dazu gehört natürlich
Wissen, aber auch eine gewisse MORAL, Anstand, Zucht und
Ethik.

Leider ist es das nicht mehr.

Von mir aus UNGEACHTET einer Glaubensrichtung. Oder besser:
ALLE Glaubensrichtungen.

Das Schlimme ist, daß die Lehrer SELBST von Religion keine
Ahnung haben. BEGRÜNDE mal, warum nicht getötet werden darf???
In unserer EGOISTISCHEN Gesellschaft, in der NUR das EGO
zählt???
Wir müsse LOGISCHE Begründungen für RELIGIÖSE Prinzipien
finden.
Dazu gehört aber ein echtes VERSTÄNDNIS von Religion.

Und das fehlt den meisten R-Lehrern.
Grüße
Raimund

Hallo Reimund,

wie ich schon erwähnte, habe ich nichts gegen einen
Religionsunterricht: wenn er freiwillig ist, keine Noten
vergeben werden und sich nicht auf das Weiterkommen auswirkt.
Dies alles ist z.Zt. nicht gegeben.

Da kann ich Dir gerne zustimmen.

Weiter gibt es auch fundamentale Moral - oder Ethik -
Prinzipien, die nicht abzustreiten sind. Wenn diese nicht mehr
vermittelt werden (wie es ja fast schon ist), dann wird nichts
gescheites mehr aus unserer Jugend hervor gehen.

werden im R-Unterricht nicht vermittelt. Sie wwerden vom
Elternhaus mitgegeben. Wenn das nicht in Ordnung ist, hilft
der R-Untericht überhaupt nichts. Eine der Gründe des
ethisch-moralische Tieffluges eines Großteils der Jugend liegt
in der Zerrütung der Famlienverhältnisse.

Auch ZUSTIMMUNG! Das ist ja das Traurige.

Und mit der Kirchenabgabe, bin ich Deiner Meinung. Bin schon
längst ausgetreten (steht ja auch jeden FREI - oder) Wenn es
DIR nicht paßt, geh raus!!!

Würde ich gerne. darf ich aus bestimmten Gründen nicht.

Traurig, daß es so etwas noch imer gibt.

Was aber nichts daran ändert, daß der Jugend gewisse
Moralprinzipien vermittelt werden MÜSSEN!!!

Das ist richtig… nur nicht vom R-Lehrer. Die meisten dieser
lehrer (oder doch zumindest einen gro0en Teil) werden doch von
den Schülern gar nicht mehr ernst genommen.

Weil sie SELBST von Religion kein Ahnung haben. Nur auswendig gelernte tandartsätze. :- (((

Die Schule ist kein Wissenschaftsinstitut. Die Schule ist
VORBEREITUNG für das LEBEN!!! Und dazu gehört natürlich
Wissen, aber auch eine gewisse MORAL, Anstand, Zucht und
Ethik.

Leider ist es das nicht mehr.

Dann machen wir halt einen Fehler in unserer Gesellschaft.
Ich weiß schon - Marktwirtschaft, und steigerun des Bruttosozialprodukts. Ein NÜTZLICHES Mitglied unserer Gesellschaft soll die Jugend werden. Nützlich von Ausnutzen.

Das Ergebnis dieser EINSEITIG erzogenen Jugen sehen wir ja.
Aber es gibt immer noch Ausnamn.

MfG,

Demetrius

Nein, Raimund, ich überbewerte sicherlich nicht den Rel.-Unterricht. Ich bin mir selbst nicht sicher, wie ich dazu stehe; dazu muss ich mir erst mal ne tiefere Meinung bilden und in der Praxis sehen, wie sich das Ganze in Realität bewährt (studiere selbst auf Lehramt Grundschule mit Religion als Hauptfach).

Ich versuche, die Argumente zusammenzusuchen, die die Religionspädagogik anführt und daraus das für mich Gültige/Ungültige herauszufiltern, indem ich mir momentan Gedanken darüber mache.

Wenn es Dich so sehr stört und vor allem: Deinen Sohn - wieso nimmst Du ihn dann nicht raus aus dem Rel-Unterricht? Er hat die Glaubensfreiheit und also die Möglichkeit, den Unterricht NICHT besuchen zu müssen.

Ach, Raimund, weißt Du, ich kann ja ohnehin noch keine eigene Meinung dazu bilden, solange ich noch nicht eigene Kinder zur Schule zu schicken hab. Ich hab mir aus Gründen dieses Fach halt ausgewählt, ohne jedoch jetzt krampfhafte Verfechterin zu sein.

Es ist halt so, dass die Kinder so viel Schrott und unnützes Zeug in der Schule lernen (als was Du Religion auch zu empfinden scheinst) - wo soll man anfangen, Abstriche zu machen? Meinst Du, ich hätte jemals in meinem Leben irgendwelche Informationen über die „Hinterganglien der Fliege“ (oder sonstwas) gebraucht? Man könnte jetzt argumentieren, das sei ja Wissenschaft - mag ja sein. Aber sinnlos war’s trotzdem.

hallo Heidi

Wenn es Dich so sehr stört und vor allem: Deinen Sohn - wieso
nimmst Du ihn dann nicht raus aus dem Rel-Unterricht? Er hat
die Glaubensfreiheit und also die Möglichkeit, den Unterricht
NICHT besuchen zu müssen.

leider aus bestimmten Gründen nicht möglich. Aber er wirds schon überstehen. wird ihm kein Bein abbrechen.
Grüße
Raimund

hallo Heidi,
ich halte ja unseren Lehrstoff sowieso für überlastet.
Nach meinem Verständnis ist die Volksschule da, um ein Grundwissen zu vermitteln, auf das dann die Berufsschule aufbaut,
das Gymansium soll zwar wissen vermitteln, doch nicht so spezialisiert, wie z.Zt… Die Hauptaufgabe sollte sein, die Schüler für ein Studium vorzubereiten, das methodische Denken zu lehren, doch nicht ein halbes Studium vorwegzunehmen.
Und für den, der nach dem Abi in den Beruf geht, reicht das Wissen allemal. Doch auch hier sollte dann das methodische Lernen gut angebracht sein.
Natürlich darf ein Gymnasium nicht nur Wissen vermitteln, sonder sollte auch musisch bilden. Kurz: er sollte auf dem gymnasium eine gutes Allgeneinwissen vermittelt bekommen. Um es in der Fernsehwährung zu sagen: ein Gymnasiast sollte beim Jauch (wer wird Millionär) zumindest bis 125.000,- DM kommen.:smile:)
Grüße
Raimund

hi nochmal

siehst Du so schön ist das Internet: gerade habe ich eine
kleine Diskussion mit Saudi Arabien gehabt und jetzt mit
Israel.

tatsaechlich. ja, mit dem internet ging ein traum erfuellung, der traum jedes menschen, den es in die ferne zieht… :smile:

Bei Euch ist jetzt wohl tiefste Nacht, oder? Bei uns gerade
20.15 Uhr.

falls ihr noch nicht auf winterzeit umgestellt habt, haben wir dieselbe zeit. hier ist greenwich +2 (osteuropa), winterzeit.

gruss!

Die zwangsweise Eintreibung der Kollekte ist einmalig auf der
Welt. So viel ich weiß gibt es das nur in D.

nope, auch in der ostmark, sprich oesterreich. und jetzt ratet mal, wem das zu verdanken ist… stichwort ostmark. bis jetzt hat die kirche bei allem meaculpageraunze des papstes es nicht geschafft, davon wieder runterzukommen. ist ja auch zu praktisch.

*cynism off*

gruss!

1 „Gefällt mir“

hi. ich misch mich mal hier rein …

Okay. Dann stell Dir mal vor, Religion würde beispielsweise
von Gemeindearbeitern in religiösen Sondersitzungen gelehrt.\

wird sie. so what? hat keinem geschadet. wer es fuer sein kind will, tut es, wer nicht, nicht.

DANN hättest Du noch viel eher das Problem, dass diese
Unterrichtungen nicht staatlich „kontrolliert“ wären.

frage: warum muessen sie das? haben wir vor irgendetwas angst?

stichwort nachwuchs: dass theologie auf staatlichen universitaeten gelehrt wird, halte ich fuer eine frechheit. wie kommen die steuerzahler dazu, den angestellten einer *religionsgemeinschaft* die ausbildung zu bezahlen? die sollen ihre eigenen schulen unterhalten!

soll im Religionsunterricht den SchülerInnen die Gelegenheit
gegeben werden, Antworten zu finden auf Sinnfragen.

zuerst gehoert geklaert, was eine sinnfrage ueberhaupt ist. daher philosophie-unterricht statt religionsunterricht. alles weitere zum sinn des lebens ist privatsache und unterliegt dem freien markt. jeder soll glauben, was er will, und seinen kindern lehren, was er will. die schule soll grundwissen geben, nicht sinnfragen klaeren.

einige wissensfelder fehlen voellig im schulsystem, wie ich es kannte, zb. politische bildung, ethik, rechtskunde, staatsbuergerkunde, betriebswirtschaftslehre usw usf. alles wichtige dinge, die einem helfen, die welt in der wir leben zu verstehen. erst dann kommt die sinnfrage. und erste hilfe nicht zu vergessen - die kunst, ein leben zu retten, war niemals gegenstand in der schule!

Das gibt die Philosophie auch, in begrenztem Maße.

nein die philosophie gibt keine antworten auf sinnfragen. sie klaert hoechstens, was sinnfragen sind, was nicht, und warum.

In jeder
Epoche würden wir da andere Antworten finden.

es waere aufgabe der schule, diese epochen zu vergleichen!

ABER der Religionsunterricht will nicht nur Theorien und
Gedanken großer Philosophen weitergeben,

das tut er mit sicherheit nicht!

sondern einen Schritt
weitergeben. Wer christlich ist, kann die im Unterricht (falls
er gut gestaltet ist) finden, wenn er will. Muss er ja aber
nicht.

doch muss er. bis er 16 ist, das ist das alter der religioesen muendigkeit. oder wars 14? spielt keine rolle.

aber dann musst Du ja das „Angebot“ des
Religionsunterrichts auch nicht annehmen, das ist Dir ja frei.

wieder falsch. es ist ein pflichtfach, es sei denn du bist ohne bekenntnis, dann hast du eine freistunde. (ok, ich spreche fuer oesterreich, mag sein, dass es in .de nicht so ist) das fach gilt uebrigens fuer alle konfessionen. alle nichtchristen erhalten ihre stunden ausserhalb der schule von geprueften lehrern.

gruss!

1 „Gefällt mir“

hallo lehitraot,
…aber einen Unterschied gibt es bestimmt: bei Euch ist immer noch (für unsere deutschen verhältnisse) eine Bullenhitze.

Ahhh…Bullenhitze: weißt Du, wen ich immer bemitleide: die Soldaten, die in voller Montur bei dieser Hitze (im Sommer) Wache schieben müssen, Zäune patrollieren, „Wehrertüchtigung“ machen müssen. Wenn ich in Griechenland, Kroatien… die „armen Schweine“ sehe, die in der prallen Sonne stehen…
Grüße
Raimund

hallo lehitraot,
tja, so ist das mit Politikern: das, was Geld bringt, das behält man bei. Das, was kostet oder nichts bringt, dem kann man das Kainsmal „Nazierfindung“ aufdrücken. Sehr bequem.
Wenn ich richtig informiert bin, ist der Muttertag als Feiertag auch aus der Zeit.

Da du sagst, Ihr habt z.Zt. die gleiche Uhrzeit:
Guten Appetit
Raimund

Hallo Raimund

ich halte gar nichts vom Unterricht auf Schulen. Da hat das
überhaupt nichts zu suchen.
Religion hat mit Glauben zu tun, es wird etwas vermittelt das
so sein kann …oder auch nicht. Hat mit Wissenschaft nichts
zu tun. Es ist jedem sein eigenes Bier, ob er sein Kind in die
„Sonntagsschule“ schickt.

Ich bin Deiner Meinung - mit völlig entgegengesetzter Begründung. Christliche Religion beruht auf der Wahrheit Gottes, eine Wahrheit, die nicht offensichtlich ist und oft schwer zu begreifen. Diese Wahrheit kann nur durch Vorleben und innere Überzeugung in persönlicher Beziehung vermittelt werden. Dafür ist die Schule der ungeeignetste Ort, den man sich denken kann. Die Form der Wissensvermitlung in der Schule und im Konfirmationsunterricht führt nur dazu, daß den Kindern der Glaube aberzogen wird oder bestenfalls Karteileichen produziert werden.
Dagegen halte ich Deine postulierte Unwissenschaftlichkeit der Religion für völlig daneben. Sogar im Rahmen des naturwissenschaftlichen Wissenschaftsbegriffes (den Du hier wohl nur meinst), lässt sich Religion eindeutig einordnen.

Diese Stunden sollten
gewinnbringender mit Mathematik oder meinetwegen Grundzüge der
Philosophie verwendet werden.

Nein, die Kinder müssen sich mit Ethik im allgemeinen und Religion im besonderen auseinandersetzen, deshalb bin ich für einen allgemein verbindlichen Ethikunterricht.

Zu diesem Thema gehört auch,
dass die mittelalterliche Zwangsabgabe (Kirchensteuer) einem
modernen Staat, der sich Demokratie nennt sehr schlecht zu
Gesicht steht.

Auch hier bin ich Deiner Meinung mit anderer Begründung. Kirchensteuer tötet die Kirche! Ich kenne die evangelische Kirche und Freikirchen aus eigenem Erleben und muß sagen, daß die Bürokratisierung und die Laschheit in sehr vielen evangelischen Gemeinden nur traurig ist. Statt der Kirchensteuer wäre ich für eine allgemein verbindliche Sozialabgabe, mit der die Trägerschaft in Kindergärten, Krankenhäuser etc. finanziert wird.

Gruß
Thomas

Hallo Raimund

ich halte gar nichts vom Unterricht auf Schulen. Da hat das
überhaupt nichts zu suchen.
Religion hat mit Glauben zu tun, es wird etwas vermittelt das
so sein kann …oder auch nicht. Hat mit Wissenschaft nichts
zu tun. Es ist jedem sein eigenes Bier, ob er sein Kind in die
„Sonntagsschule“ schickt.

Ich bin Deiner Meinung - mit völlig entgegengesetzter
Begründung. Christliche Religion beruht auf der Wahrheit
Gottes, eine Wahrheit, die nicht offensichtlich ist und oft
schwer zu begreifen. Diese Wahrheit kann nur durch Vorleben
und innere Überzeugung in persönlicher Beziehung vermittelt
werden. Dafür ist die Schule der ungeeignetste Ort, den man
sich denken kann. Die Form der Wissensvermitlung in der Schule
und im Konfirmationsunterricht führt nur dazu, daß den Kindern
der Glaube aberzogen wird oder bestenfalls Karteileichen
produziert werden.

Genau das ist der Fall. ich weiß noch gut, kaum dass ich meine Konfirmation (also evangelisch) hinter mir hatte, nicht mehr in die Kirche ging. Alle zukünftigen Kirchengänge waren entweder aus Freundschaftgründen (Hochzeiten), Beerdigungen oder meine eigene Hochzeit. Ach, ja, die Taufe meines Sohnes natürlich auch.
Also im Prinzip mehr oder weniger Zwang, nicht aus Gläubigkeit.
Hier in meinem Ort war ich zweimal in der Kirche: beim alten Pfarrer: war bei dem das erste und letzte mal (Politunterricht in der Kirche) und beim neuen: Gottesdienst wie in einer Farbigenkirche in den USA. Das passt zum Europäer wie der Sattel auf die Kuh.

Dagegen halte ich Deine postulierte Unwissenschaftlichkeit der
Religion für völlig daneben. Sogar im Rahmen des
naturwissenschaftlichen Wissenschaftsbegriffes (den Du hier
wohl nur meinst), lässt sich Religion eindeutig einordnen.

Wissenschaft hat mit nachweisbarkeit zu tun, nichts mit Glauben. Dass die Kirche als Wissenschaft anerkannt wird, hat mit Geschichte zu tun. Es wagte kein Herrscher zu sagen, dass der Glaube an irgendwelche Götter das Gleiche ist wie der Glaube an Magie oder Astrologié. Also ein Glaube. Glauben hat mit wissen nichts zu tun. Du kannst auch nicht sagen: „ich glaube 2 + 2 = 4“ Dieses ergebnis lässt sich nachprüfen, beweisen. Dass es einen allmächtigen, allwissenden Gott gibt, lässt sich nicht beweisen.
Aber das thema hatten wir schon mal.
Noch zu erwähnen: ich respektiere jeden Glauben und werde jeden Glauben verteidigen. Ich finde es äußerst rücksichtslos, geschmacklos und dumm, wenn jemand über eine andere Religion herzieht.

Zu diesem Thema gehört auch,
dass die mittelalterliche Zwangsabgabe (Kirchensteuer) einem
modernen Staat, der sich Demokratie nennt sehr schlecht zu
Gesicht steht.

Auch hier bin ich Deiner Meinung mit anderer Begründung.
Kirchensteuer tötet die Kirche! Ich kenne die evangelische
Kirche und Freikirchen aus eigenem Erleben und muß sagen, daß
die Bürokratisierung und die Laschheit in sehr vielen
evangelischen Gemeinden nur traurig ist. Statt der
Kirchensteuer wäre ich für eine allgemein verbindliche
Sozialabgabe, mit der die Trägerschaft in Kindergärten,
Krankenhäuser etc. finanziert wird.

Nein, keine wie auch immer bezeichnete Zwangsabgabe. Wir zahlen wahrlich genug Steuern. So viel, dass wir uns eine Regierung leisten können, die 3-fach so groß ist, wie die der USA. Wenn man bedenkt, dass an jedem Minister xx andere Hilfskräfte dranhängen und xx Autos zur Verfügung stehen, und… Ein Wahnsinn. Wieviel Kindergärten, Schulen samt Lehrer wir uns dafür leisten könnten!
Grüße
Raimund

Hallo Demetrius,

Weiter gibt es auch fundamentale Moral - oder Ethik -
Prinzipien, die nicht abzustreiten sind.

Interessant.

Kannst Du mir erklären woher diese fundamentalen Dinge kommen? Ich steh’ da echt auf dem Schlauch.

Moralansichten, Ethiken, Werte usw. sind gedankliche Konstrukte. Sie setzen HIRNE voraus, die diese gedanklich repräsentieren können. Erst die Hirne dann die Moral.

Alles aber was gedacht werden kann ist innerhalb der Grenzen des Vorstellungsvermögens frei veränderbar. Es ist nicht fest und schon gar nicht fundamental. Jedes Hirn ist einzigartig. Keine zwei arbeiten wirklich gleich. Von der Persönlichkeit zu der das Gehirn gehört mal ganz zu schweigen …

Es sei den Du hast etwas wirklich Neues entdeckt, dass die Annahmen der Neurologie, Psychologie und Kognitionswissenschaften ganz neu aufrollt.

Gruß,

Guido Strunck

Hallo Aaron,

es ist ein weitverbreiteter Irrglauben, dass die Kichensteuer für soziale Zwecke verwendet wird. Zutreffend ist vielmehr, dass die Kirche (ähnlich wie auch Stiftungen oder private Firmen) soziale Dienstleistungen erbringt und dafür vom Staat bzw. den Sozialversicherungen bezahlt wird.

s.a. http://www.kirchensteuer.de/

Darüber hinaus werden auch kircheninterne Funktionen, deren der Staat an sich nicht bedarf aus Steuermitteln bestritten. Die finanziellen Verflechtungen zwischen Staat und Kirche sind dabei so komplex, dass sie eher an Firmenkonstrukte zum Zwecke der Steuerhinterziehung erinnern als an Träger der Wohlfahrtspflege.

s.a. http://www.kirchensteuer.de/rundfunk_geld.html

Gruß,

Guido Strunck

da fällt mir ein: gibt es im Judentum inzwischen auch
weibliche Rabbis?

ja, bei den reformern gibt es die.

Nicht nur bei den Reformern, sondern auch im konservativen und im rekonstruktionistischen Judentum sowie bei der Jewish-Renewal-Bewegung.

Im Oktober 2000 wurde in Israel die erste weibliche orthodoxe Rabbinerin ordiniert. Sie arbeitet derzeit in Wien - in einer liberalen Gemeinde.

Weltweit gibt es insgesamt 400 Rabbinerinnen.
Mehr zu Frauen im Rabbinat auf:

http://www.bet-debora.de
Konferenz europäischer Rabbinerinnen …

oder auf der englischsprachigen Seite von „Women`s rabbinic network“ - URL weiß ich nicht auswendig.

Viele Grüße

Iris

da fällt mir ein: gibt es im Judentum inzwischen auch
weibliche Rabbis? ich glaube es wurde mal hier darüber
diskutiert. doch gefunden habe ich es nicht.

Hallo Raimund,

„inzwischen“ ja! Die erste Rabbinerin gab es weltweit 1935 und zwar in Berlin: Regina Jonas
Mehr dazu auf der Seite „Rabbiner in Berlin“
http://www.berlin-judentum.de/rabbiner/jonas.htm

Viele Grüße

Iris

Die Artikel im Archiv findest Du unter dem Schlagwort „Rabbinerin“ bzw. „Rabbinerinnen“

Hallo Demetrius,

Weiter gibt es auch fundamentale Moral - oder Ethik -
Prinzipien, die nicht abzustreiten sind.

Interessant.

Kannst Du mir erklären woher diese fundamentalen Dinge kommen?
Ich steh’ da echt auf dem Schlauch.

Aus einer HÖHEREN Erkenntnis der Dinge - wie sie SIND.

Moralansichten, Ethiken, Werte usw. sind gedankliche
Konstrukte. Sie setzen HIRNE voraus, die diese gedanklich
repräsentieren können. Erst die Hirne dann die Moral.

Und, WER denkt denn mit dem Hirn??? Oder bist Du auch der Meinung, daß das Hirn von SICH aus denkt??? Dan WIRST Du gedacht. :- )))

Alles aber was gedacht werden kann ist innerhalb der Grenzen
des Vorstellungsvermögens frei veränderbar. Es ist nicht fest
und schon gar nicht fundamental. Jedes Hirn ist einzigartig.
Keine zwei arbeiten wirklich gleich. Von der Persönlichkeit zu
der das Gehirn gehört mal ganz zu schweigen …

Letzteres ist richtig. Doch das HIRN als solches, ist so ziemlich gleich bei den meisten Menschen. Es kommt auf den BENUTZER an.
So wie viele ein Auto haben, aber eben nicht jeder gleich gut fährt. :- )))

Es sei den Du hast etwas wirklich Neues entdeckt, dass die
Annahmen der Neurologie, Psychologie und
Kognitionswissenschaften ganz neu aufrollt.

Dann mach das mal. :- ))) ROLL mal AUF. :- )))

MfG,

Demetrius

Gruß,

Guido Strunck

hallo Iris,
wow, und das auch noch in Deutschland und um es auf die Spitze zu treiben, in der braunen Reichshauptadt.
Du siehst wieder wie fortschrittlich die Deutschen sind!:smile:)
Ja, ich weiß, es war die jüdische Gemeinde.
Aber, und das ist kein Witz, so mancher Jude in Deutschland war deutscher als die Deutschen! Ich weiß von einem in München, Dr. Müller hieß er, der wurde im 1. Weltkrieg schwer verletzt und trug das EK1 mit Stolz. Ein überzeugter Deutscher soll er gewesen sein.
Na, ja, das ist aber eine andere Geschichte.
Grüße
Raimund