Hallo Lehi!
ein super thema haben wir da
bin gespannt wohin es uns führt.
zum beispiel die opferungsgeschichte mit avraham und jizchak
(isaak). damals waren menschenopfer üblich. die geschichte
beschreibt einen skandal: avraham fand nichts dabei, daß er
seinen sohn opfern sollte, schließlich war das üblich in
seiner umgebung. aber dann kam es nicht dazu. sein gott war
anders als die anderen. keine menschenopfer bitte! ist die
aussage dieser story. (*eine* aussage, sie hat sicher noch
mehr)
Diese Auslegung gefällt mir.
Aber es war doch sicher auch eine Frage des Vertrauens.
Jizchak war doch der Erbe. Und Avraham war schon alt.
Und wenn der Erbe jetzt stirbt, wie verhält es sich dann mit der Verheissung, dass er Stammvater eines grossen Volkes werden würde?
oder die eigenartige geschlechtertrennung im jüdischen
gottesdienst rührt daher, um von vornherein die in grauer
vorzeit üblichen sexrituale auszuschließen.
Das war mir neu. Danke 
auch das koschere essen hat so seinen ursprung. oder das
verbot nichtjüdischer weine usw usf.
Ja, da weiss ich Bescheid.
diese ganze religion ist ein skandal.
Das hast Du gesagt *g*
sie ist neu und anders
als die anderen. im größten wiegt der skandal des
unsichtbaren, abstrakten, einzigen gottes. ich sehe darin den
ersten schritt zur abstrahierung des menschlichen denkens. es
gipfelte in der naturwissenschaft, wo nur mehr von ewigen
prinzipien (naturgesetzen) die rede ist, und somit auch das
personale an gott aufgegeben wurde. somit ist
naturwissenschaft kein feind der religion, sondern ein teil
von ihr, und religion war ihr ursprung.
Ich seh auch einen ganz realen Aspekt:
Kein Bild könnte an die Grösse haSchem`s herankommen. Also wäre jedes Bild eine Beleidigung.
Da aber dieser Name nicht ausgesprochen (nicht einmal
ausgeschrieben) wird, kann es durchaus zu Verwechslungen
kommen.geschrieben wird er natürlich! das wort hat 4 buchstaben, j,
h, w und h. keiner weiß mehr, wie man es ausspricht, weil das
hebräische keine vokale schreibt.
Ich habe auch schon gelesen, dass das Schreiben dieser 4 Buchstaben verboten sei.
(aus diesem zusammenhang
erklärt sich auch die verballhornung dieses namens durch
bekannte türklopfende zeugen.)
Da siehst Du, wie schnell es zu Missverständnissen kommen kann.
Das erklär bitte jemandem, der behauptet „Wenn es einen Gott
gäbe,…“. Und da geht es nicht um die Menge der Götter. Da
wird verallgemeinert, dass es keinen Gott geben kann, weil es
einen Gott nach dem Vorstellungsvermögen des Diskutanten nicht
gibt.ehm *räusper* das hab ich nicht verstanden. ich denke, daß in
den üblichen debatten um gottes existenz stillschweigend davon
ausgegengen wird, daß es sich um den gewissen gott der bibel
handelt und nicht im wotan oder zeus.
Tja, durch stillschweigende Ausgangspunkte gibt es auch jede Menge Irrtümer. Es ist manchmal sehr mühsam, Menschen von vorgefertigten Gottesbildern wegzubringen, um eine gemeinsame Diskussionsgrundlage zu haben.
Genau hier sollte das Nachdenken beginnen.
Vergleiche die Eigenschaften Adonais mit den Eigenschaften Allahs.(man schreibt haschem übrigens, „Mein herr“ sagt man nur, wenn
man beim beten den namen liest.)
Danke, wieder was gelernt.
Luther hat das IMHO recht elegant gelöst.
HErr schreibt er, oder? ist so wie g"tt oder g-d, wie es
manche juden schreiben (halte ich für blödsinn, weil diese
buchstaben eben nicht der hebräische name sind.)
Im Original schreibt Luther „HERR“ wo andere Übersetzungen „Jehova“ einsetzen.
Übrigens: Martin Buber schreibt „ER“ und Naftali Herz Tur-Sinai schreibt „der Ewige“.
dann ist religionswissenschaft eine meta-theologie?
Kann ich nicht beurteilen.
Ich bin weder Theologe noch Religionswissenschafter.
Was man
theoretisch über Gott aussagen kann, muss sich in der Praxis
beweisen.schwierig. beispiel voll von liebe. es sind schon sachen
passiert, die nicht von liebe begleitet waren. anscheinend hat
gott noch andere, vielleicht dunkle seiten.
Vielleicht seh ich das viel zu praktisch 
Annahme: Gott ist Liebe
Frage: Merke ich das?
Antwort: Ja! Weil … (da lassen sich seitenweise Erfahrungen schreiben)
Die angeblich dunklen Seiten von Gott habe ich noch nicht gefunden.
Aber manchmal sind die Dinge nicht so, wie sie auf den ersten Blick aussehen.
(Auch dazu kenne ich interessante Geschichten)
Gruss Harald