Zum Thema Bibel nochmal

Hallo Allerseits,

in den Artikeln unter der Überschrift „Die Bibel hat doch unrecht“ wurde eine lange und teilweise sehr emotionale Diskussion geführt. Die Spanne reichte von der Beschreibung der Bibel als einer Sammlung bewußter Lügen bis zur einer Sammlung wichtiger Erkenntnisse ohne historische Genauigkeit.

Ich möchte kurz erläutern, warum es möglich ist, dass ein vernünftig denkender Mensch, die Bibel für ein wahrheitsgemäßes Buch halten kann.

1.) Die Archäologie ist eine Wissenschaft, eher eine Geisteswissenschaft als eine Naturwissenschaft. Genauso wie die Geschichtswissenschaft, die Paläontologie oder die Soziologie liefert sie viele Erkenntnisse.
Sie aber nicht ein Hort letzer Weisheiten. Es gibt unter den Gelehrten unterschiedliche Ansichten und Theorien. Insbesondere, wenn es mehr als ein paar Jahunderte in die Vergangenheit geht, haben Lehrmeinungen häufig einen mehr oder weniger spekulativen Charakter.
Einen religiösen Glauben von den wandelbaren Thesen einiger Wissenschaftler abhängig zu machen, wäre nicht sehr sinnvoll.

2.) Die Bibel behandelt religiöse Themen nicht wissenschaftliche. Sie steht nicht im Widerspruch zu heutigen Wissenschaft sondern daneben.

3.) Die in der Bibel beschrieben Wunder werden häufig als Beweis der Falschheit der Bibel angeführt. Die logische Kette sieht dann so ähnlich aus:
es gibt keine Wunder -> die Bibel erzählt unwahre Geschichten über Wunder -> die Bibel ist nicht von Gott inspiriert -> es gibt keinen biblischen Gott -> es gab keine Wunder.
Wenn es einen Gott gibt, dann sind Wunder auch kein Problem und ein zwanghaftes Suchen nach „natürlichen“ Erklärungen wäre Nonsens… Wie gesagt, wenn es einen Gott gibt.

4.) Die Bibel beschreibt viele historische Begebenheiten. Ein großer Teil konnte von der Archäologie bestätigt werden, einige Punkte scheinen im Widerspruch zu bestehenden Thesen zu stehen und vieles wird wahrscheinlich nie bestätigt oder falsifiziert werden.
Welches Bild gibt die Bibel ab, wenn man sie insgesamt betrachtet?

Ich denke es ist nicht schwieriger an die Bibel zu glauben, als daran, dass Menschen den Mond betreten haben. (Ich glaube beides.)

Gruß
Carlos

Ach, weißt du…
Lieber Carlos,

bitte, in aller Freundlichkeit… aber was meinst du denn mit der Wendung „an die Bibel glauben“? Niemand bezweifelt, dass in der Bibel i r g e n d e t w a s Wahres steht. Wie sollte es bei einem so dicken Buch und bei so vielen Sinnfindungsmöglichkeiten anders sein? Das stimmt sogar dann noch, wenn man, wie deine Analogie vom Mensch auf dem Mond nahelegt, ausschließlich die historische Wahrheit als sinnvolle Wahrheit anerkennt. Womit man allerdings bereits weit, weit weg ist von dem, was die Christen in der Bibel sehen…

Die Schwäche der Argumente, die du teilweise zu Recht kritisierst, rechtfertigt doch noch lange nicht einen so katastrophal schwammigen und verallgemeinernden Satz wie „es ist nicht schwierig, an die Bibel zu glauben“. Als ob die Legion von Einzelschwierigkeiten und semantischen Fallstricken gar nicht existierte…

Aber ich kann noch nicht recht glauben, dass dein Posting wirklich ernst gemeint war und aus reinem Expertenherzen kam…

Juliane

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Alle geistig hochstehenden Schriften
Hallo Carlos,

Ich möchte kurz erläutern, warum es möglich ist, dass ein
vernünftig denkender Mensch, die Bibel für ein
wahrheitsgemäßes Buch halten kann.

Weil die Biebel ÜBERDAUERT (unabhängig von Zeit und Raum).

Der „liebe“ Bohlen hat ein Buch heraus gebracht, das ein Bestseller geworden ist. Aber JETZT!
In 2000 Jahren, wird kein Hahn mehr nach dem Buch von Bohlen rufen.
Nichtmal in 20 Jahren!!! Nichtmal in 2 Jahren!!!

DAS ist der Unterschied. Und dafür braucht man keine Beweise. Das müßte eigentlich JEDEM denkenden Menschen einleuchten (LICHT IM KOPF - was ist das - Fremdwort?).

Was 2000 Jahre und mehr überdauert (sprich überliefert wird), MUSS etwas IN sich haben, das dieses bewirkt.

Je mehr WAHRHEIT in einer Schrift enthalten ist (mit Wahrheit meine ich natürlich höhere geistige Wahrheiten), um so länger überdauert sie.

Anders ausgedrückt, je höher der Bewußtseinszustand des Menschen ist, der diese Schriften verfasst hat, um so länger überdauern sie in der Zeit. (und sag mir bitte keiner, daß ein GOTT die Bibel geschrieben hat).

Womit auch klar sein sollte, daß nicht nur die Bibel Wahrheiten enthält, sondern da gibt es auch noch andere Schriften, die genau so alt, oder noch älter sind. (Buddhismus, Hinduismus, Daoismus).

Es dürfte doch wohl einleuchtend sein, wenn sich diese besagten Schriftzen auch über 2000 Jahre und mehr erhalten haben, daß sie dann auch GLEICHWERTIG sind.

Also, hebt nicht die Bibel über alles, sondern nimmt sie als das, was sie ist - eine geistig hochstehende Schrift.
Genau wie jede andere geistig hochstehende Schrift, die über Jahrtausende erhalten blieb.

MfG,

Demetrius

Hi Carlos,

einer meiner Profs hat uns immer einen Satz um die Ohren gehauen, wenn wir in einer Prüfung mit ‚Ich glaube‘ kamen

‚Glauben heißt --> nicht wissen‘

Wenn Du also an die Bibel glaubst, kann Dir doch alles(!) was ‚Ungläubige‘ dazu sagen ziemlich am Gesäß vorbeigehen.

Wenn Du aber nach ‚Beweisen‘ suchst, machst Du Dich lächerlich.

Das die Bibel für einen rational denkenden Menschen günsteigstenfalls als symbolische Schilderung gelten kann, möchte ich nur noch mal anmerken, ‚wissenschaftliche‘ Belege sollte man außen vor lassen.

Gandalf

Hi Carlos,

einer meiner Profs hat uns immer einen Satz um die Ohren
gehauen, wenn wir in einer Prüfung mit ‚Ich glaube‘ kamen

‚Glauben heißt --> nicht wissen‘

Glauben heißt nicht „Wissen“

Glauben hat im Deutschen zweierlei Bedeutung, nämlich die religiöse und die im Sinne von „annehmen, vermuten“. Ich glaube, ich hab vergessen, den WC-Deckel runterzuklappen.

Wenn Du also an die Bibel glaubst, kann Dir doch alles(!) was
‚Ungläubige‘ dazu sagen ziemlich am Gesäß vorbeigehen.

Wenn Du aber nach ‚Beweisen‘ suchst, machst Du Dich
lächerlich.

Nun ja, nee. Viele biblische „Wunder“ lassen sich durchaus wissenschaftlich erklären.

Das die Bibel für einen rational denkenden Menschen
günsteigstenfalls als symbolische Schilderung gelten kann,
möchte ich nur noch mal anmerken, ‚wissenschaftliche‘ Belege
sollte man außen vor lassen.

Das ist teils klar, dass manche Schilderungen nicht tatsächlich das wiedergeben, was wirklich gelaufen ist !

HM

Gandalf

Hi Gandalf,

‚Glauben heißt --> nicht wissen‘

Wenn Du also an die Bibel glaubst, kann Dir doch alles(!) was
‚Ungläubige‘ dazu sagen ziemlich am Gesäß vorbeigehen.

Wenn Du aber nach ‚Beweisen‘ suchst, machst Du Dich
lächerlich.

wobei interessanterweise auch die Naturwissenschaften IMHO in letzter Konsequenz nicht beweisbar sind, da sie auf empirischen Annahmen (sprich Beobachtungen) beruhen, von denen Kausalketten abgeleitet wurden. Nicht umsonst ist ja letztlich vieles eine Theorie, mit der unsere (sehr lokalen!) Beobachtungen gut übereinstimmen, mehr aber eben nicht. Wenn wir aber wüßten, wären wir Götter:smile:

Ich versteige mich ja manchmal dahingehend, dass ich ein rein naturwissenschaftliches Weltbild (dem ich ja eigentlich auch anhänge:smile:) ebenfalls als Glauben bezeichne…

Grüße
Jürgen

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Unreine Beweggründe?
Hallo Juliane

Aber ich kann noch nicht recht glauben, dass dein Posting
wirklich ernst gemeint war und aus reinem Expertenherzen
kam…

Jetzt bin ich doch etwas bestürzt. Ich habe mit Argumenten dargelegt, dass es Menschen gibt, die ihr Denkvermögen noch besitzen, dennoch den Inhalten der Bibel glauben. Welche unreinen Beweggründen unterstellst du mir?

bitte, in aller Freundlichkeit… aber was meinst du denn mit
der Wendung „an die Bibel glauben“? Niemand bezweifelt, dass
in der Bibel i r g e n d e t w a s Wahres steht. Wie sollte
es bei einem so dicken Buch und bei so vielen
Sinnfindungsmöglichkeiten anders sein? Das stimmt sogar dann
noch, wenn man, wie deine Analogie vom Mensch auf dem Mond
nahelegt, ausschließlich die historische Wahrheit als
sinnvolle Wahrheit anerkennt. Womit man allerdings bereits
weit, weit weg ist von dem, was die Christen in der Bibel
sehen…

DIE Christen gibt es nicht. Die Spanne bewegt sich von Fundamentalisten, für die ausnahmslos alles in wortwörtlich zu vestehen ist bis hin zu Menschen, die nicht an einen persönlichen Gott glauben und das Christum sich auf das Prinzp der Nächstenliebe beschränkt. Vor allem unterscheiden sich die Ansichten weltweit von den hier in Deutschland vetretenen.
Nehmen wir mal als Beispiel die jungfräuliche Geburt von Jesus. Die meisten Menschen in diesem Land, auch Katholiken, glauben nicht, dass Jesus von einer Jungfrau geboren wurde. Aber stell diese Frage einem durchschnittlichen südamerikanischen Katholiken.
Frage doch mal einen durchschnittlichen Methodisten in den USA, ob Moses wirklich das rote geteilt hat und ein Millionenvolk durchgeführt hat.
In diesem Sinne solltest du deine Aussage überdenken, ob die Betrachtung der Bibel als historische Authentizität wirklich weit weit weg ist, von dem, was Christen in der Bibel sehen.

Die Schwäche der Argumente, die du teilweise zu Recht
kritisierst, rechtfertigt doch noch lange nicht einen so
katastrophal schwammigen und verallgemeinernden Satz wie „es
ist nicht schwierig, an die Bibel zu glauben“. Als ob die
Legion von Einzelschwierigkeiten und semantischen Fallstricken
gar nicht existierte…

Wenn man sich ernsthaft mit der Bibel auseinandersetzt, beschäftigt man sich natürlich auch mit (scheinbaren) Widersprüchlichkeiten und Übersetzungsproblemen.
Das Hauptproblem besteht aber darin, dass die Bibel völlig unglaubwürdig wird, wenn man nicht an einen Gott glaubt, der hier auf der Erde eingegriffen hat. Dann endstehen die Widersprüche von allein.
Wenn du von einer Legion (5000 :wink: ) von Einzelschwierigkeiten sprichst, versuche doch mal 5 Stück aufzuführen.

Gruß
Carlos

Hallo Gandalf,

Wenn Du also an die Bibel glaubst, kann Dir doch alles(!) was
‚Ungläubige‘ dazu sagen ziemlich am Gesäß vorbeigehen.

Das hast du schön gesagt. Aber hier das ist ein Forum. Und ein Forum lebt von einer breiten Spanne an Ansichten und Argumenten.

Das die Bibel für einen rational denkenden Menschen
günsteigstenfalls als symbolische Schilderung gelten kann,
möchte ich nur noch mal anmerken, ‚wissenschaftliche‘ Belege
sollte man außen vor lassen.

Du setzt hier wahrscheinlich stillschweigend ein Dogma voraus, das wie folgt lautet: „Ein rational denkender Mensch glaubt nicht an einen Gott, der auf der Erde eingegriffen hat.“
Von dieser Voraussetzung ausgehend kann man die Bibel nur als eine Sammlung von symbolischen Geschichten, Mythen und einigen verfremdeden historischen Schilderungen betrachten.

Wenn man dieses Dogma weglässt und einfach mal so tut, als ob es wirklich einen Gott gibt, der den Israeliten damals geholfen hat, besteht die Möglichkeit die beschriebenen Ereignisse archäologisch zu verifizieren oder zu falsifizieren.

Gruß
Carlos

Hallo Carlos

Wenn es einen Gott gibt, dann sind Wunder auch kein Problem
und ein zwanghaftes Suchen nach „natürlichen“ Erklärungen wäre
Nonsens… Wie gesagt, wenn es einen Gott gibt.

Ich denke, hier ist ein ganz wichtiger Punkt.
WENN es den Gott der Christen gibt und Du an ihn glaubst, DANN wird die Bibel zu einem zentralen Buch für Dich.

WENN Du nicht an den Gott der Christen glaubst, DANN ist die Bibel - je nach Deinem Glauben - irgendetwas zwischen Lehrbuch und Märchenbuch.

Aber die Bibel dazu zu benutzen, um einem Glauben an Gott zu erzeugen, das wird nicht gelingen. Das Ziel von Christen sollte also nicht sein, die Bibel in den Vordergrund zu rücken, sondern die Realität Gottes. Erfahre ich Gott am eigenen Leib, dann ist der Schritt zur Bibel nur noch ein ganz kleiner.

Das ist übrigens ein Standpunkt, den man auch in der Bibel wiederfindet. Nirgendwo wird der versuch gemacht zu argumentieren, dass es Gott gibt. Vielmehr wird überall einfach davon ausgegangen, dass es ihn gibt.

Gruss
Thomas

Hallo Thomas,

Das ist übrigens ein Standpunkt, den man auch in der Bibel
wiederfindet. Nirgendwo wird der versuch gemacht zu
argumentieren, dass es Gott gibt. Vielmehr wird überall
einfach davon ausgegangen, dass es ihn gibt.

Das sehe ich anders. Der Sinn der Wunder, war es unter anderem auch das Volk Israel und andere Völker davon zu überzeugen das Gott JHWH existiert (2. Mose 5:5). Es wird auch immer wieder darauf hingewiesen, dass er der lebendige Gott ist und sich von toten Götzen unterscheidet (Jesaja 44:14-17).

Du hast natürlich recht, insofern dass sich das Altertum von der Neuzeit unterscheidet. Damals war der Glaube an übernatürliche Wesen noch Allgemeingut. Es mußte also gezeigt werden, dass JHWH der wahre Gott ist.
In der Neuzeit wird die Existenz von übernatürlichen Wesen eher bezweifelt (zumindest in diesem Kulturkreis). Es muss also eher gezeigt werden, dass es überhaupt so etwas wie den wahren Gott gibt.

Gruß
Carlos

Hallo,

Du hast natürlich recht, insofern dass sich das Altertum von
der Neuzeit unterscheidet. Damals war der Glaube an
übernatürliche Wesen noch Allgemeingut. Es mußte also gezeigt
werden, dass JHWH der wahre Gott ist.
In der Neuzeit wird die Existenz von übernatürlichen Wesen
eher bezweifelt (zumindest in diesem Kulturkreis). Es muss
also eher gezeigt werden, dass es überhaupt so etwas wie den
wahren Gott gibt.

Jain,

ich finde, dass die Leute heute mehr als sonst wann an „übernatürliche Wesen“ glauben (wollen) (siehe Ufos etc.). Aber: da durch die Kirche (besonders die katholische) ein total falsches Gottesbild gezeigt wurde (Kirche nicht gleich Bibel!!!), haben viele Angst, den wahren Gott kennenzulernen. Würde mir vielleicht auch so gehen, wenn ich nicht schon von Kindheit an Gott als solches kennengelernt hätte. Also ist es vielmehr unsere Aufgabe, Gott in ein richtiges und auch verständliches Licht zu rücken. Meine Kollegin sagt manchmal wenn ich so Dinge erzähle, dass das bei mir immer so logisch und einfach klingt. Und das ist es, was ich will: nicht die Leute überreden sondern überzeugen. Das ich nur „Vorarbeit“ leisten kann ist eine andere Geschichte. Nur wenn Gott sich selber den Leuten zeigt, dann ist auch Gnade da.

Apropos Wunder: warum muss man immer Wunder und Wissenschaft trennen und behaupten, nur weil es wissenschaftlich zu beweisen geht kann es kein Wunder sein. Jedoch genau das Gegenteil ist der Fall: dadurch dass ich beweisen kann, wie kompliziert manchmal ein Zusammenspiel von bestimmten Dingen (zb Naturereignissen) ist, kann man doch sehen, wie groß Gottes Weitsicht ist. Die Menschen von damals konnten ja (logischerweise) einige Dinge nicht erklären und einordnen.
Auch heute finden wir noch viele Wunder - wenn man mal genau hinschaut. Oder ist es kein Wunder, wenn man zb eine Geldbörse irgendwo verliert und durch „Zufall“ bekommt man sie doch (mit Inhalt!!!) irgendwie zurück. Gerade in der heutigen Zeit wäre das doch ein Wunder, oder?

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Apropos Wunder: warum muss man immer Wunder und Wissenschaft
trennen und behaupten, nur weil es wissenschaftlich zu
beweisen geht kann es kein Wunder sein. Jedoch genau das
Gegenteil ist der Fall: dadurch dass ich beweisen kann, wie
kompliziert manchmal ein Zusammenspiel von bestimmten Dingen
(zb Naturereignissen) ist, kann man doch sehen, wie groß
Gottes Weitsicht ist. Die Menschen von damals konnten ja
(logischerweise) einige Dinge nicht erklären und einordnen.
Auch heute finden wir noch viele Wunder - wenn man mal genau
hinschaut. Oder ist es kein Wunder, wenn man zb eine Geldbörse
irgendwo verliert und durch „Zufall“ bekommt man sie doch (mit
Inhalt!!!) irgendwie zurück. Gerade in der heutigen Zeit wäre
das doch ein Wunder, oder?

Wenn ich etwas wissenschaftlich beweisen kann, dann ist ess ganz bestimmt kein
Wunder sondern ein ganz normales, recht leicht erklärbares Phänomen. Wenn du
deine geldbörse wiederbekommst, so einzig und allein deshalb, weil es noch einen ehrlichen Finder gibt und dein name oder deine kreditkarte drinn war. warum sollte dies gottes wunder sein? ein wunder, daß du am selben tag gebutstag hast wie ich? nein, bloß zufall, die wahrscheinlichkeit ist 1/365 (etwa).

Und GLAUBE heißt doch, daß man darauf verzichtet, etwas erklären zu wollen, oder?

Warum glaubst du/ nimmst du an, daß GOTT Komplexität in der Natur liebt? Soetwas steht nicht einmal in der Bibel. Ein kompliziertes Zusammenspiel von Naturereignissen (wie du es ausdrücktest) könnte somit auch auf eine Nichtexistenz Gottes hinweisen.
Wohl einer der größten Gegner eines Gottes ist der Begründer der Evolutionstheorie, Charles Darwin, der meinte, Evolution sei nicht einmal zielgerichtet. daß bedeutet, daß im ggsatz der bibel, der mensch keinesfalls ein endprodukt sei. bloß ein weiterer genetischer code, nicht einmal der allerneueste.

Wurde früher unerklärliche Begebenheiten dem Wirken eines Gottes zuugeschrieben und somit der glaube gefestigt, so ist (zumindes in der westl. kultur) nunmehr der Glaube als Lebenssinngeber da.
ps.: und falls die begebenheiten dann noch immer unerklärlich bleiben, so hieß es „Gottes wege sind unergründlich!“

Servus Carlos! Servus … (sorry Text schon gelöscht…)

Mein erster Eintrag in diesem Forum und gleich muss ich „brüderlich“ austeilen.

DIE Christen gibt es nicht. Die Spanne bewegt sich von
Fundamentalisten, für die ausnahmslos alles in wortwörtlich zu
vestehen ist bis hin zu Menschen, die nicht an einen
persönlichen Gott glauben und das Christum sich auf das Prinzp
der Nächstenliebe beschränkt.

An dieser Stelle muss ich Dir, wenn auch nicht vehement, sondern nur grundsätzlich widersprechen. DIE Christen gibt es sehr wohl, allerdings und da hast Du recht, in den unterschiedlichsten Ausprägungen. Ich nenne das gerne „individuelle Gottes-Erkenntnis“. Paulus schreibt ja auch „alles ist Stückwerk“ und sinngemäß weiter, das wir erst am Ende der Welt die kleinen Teile zu einem großen Flickenteppich zusammenführen und dann das große ganze erkennen. Trotzdem sind wir schon jetzt alle Glieder des großen Ganzen. (Ende der Austeilung)
Zur „Definition“ von „Christ-sein“ möchte ich mal meine eigene Vorstellung zur Diskussion stellen: Christ ist, wer sich in der Erkenntnis der Gottesebenbildlichkeit des Menschen und der Anerkenntnis der Gottes-Sohnschaft Jesu Christi mit Blick und Berufung auf denselben und seine Taten und sein Vorbild in Liebe dem Nächsten zuwendet und diesen Dienst immer wieder in der heiligen Schrift, vornehmlichen dem „christlichen“ Teil, begründet und bestärkt findet. Dazu gehört auch die Zwiesprache mit Gott, das Gebet und die „Gemeinschaft der Heiligen“, heisst aller Christen.

Sich „Christ“ zu nennen und dies „nur“ auf die eigene praktizierte Nächstenliebe zu gründen ist doch etwas dürftig. Solche Menschen (wie Du sie oben ja beschreibst) sind wahrscheinlich nette Menschen aber keine Christen. Das eine geht ohne das andere und umgekehrt (leider).

Frage doch mal einen durchschnittlichen Methodisten in den
USA, ob Moses wirklich das rote geteilt hat und ein
Millionenvolk durchgeführt hat.

Das ist, ums mal so fränkisch wie mir möglich auszudrücken, doch bumbelersworschd, ob der Mose das gemacht hat oder nicht - jedenfalls für uns Christen, oder?
Sicher, das „erste“ Testament erzählt von der Geschichte des Gottesvolkes und ohne diese Grundlage wäre das zweite/Neue Testament an vielen Stellen nicht verständlich.
Allerdings weiss man doch unter kritischer Betrachtung der Schrift, und die ist einem Gläubigen durchaus gestattet, von der Erzähltradition zur Zeit Mose und von Erzähltradition zur Zeit Jesu. Beide unterscheiden sich massiv und von der historischen Authenzität ist das Neue Testament von den geschichtlichen Details das weitaus glaubwürdige, führt doch z.B. Lukas in seiner Einleitung Zeugen an, die er befragt hat. Er hat die Geschichte Jesu zum größten Teil aus „erster Hand“ erfahren, auch von Matthäus und noch einer anderen Quelle hat er abgeschrieben, und genau das ist der Punkt -> er hat geschrieben! Die Vätertradition hat über Generationen hinweg „nur“ erzählt. Dabei ist auch viel wahres und tröstliches rumgekommen und ich glaube, das die Message der Erlebnisse trotz Ausschmückungen nicht verloren gegangen ist!

In diesem Sinne solltest du deine Aussage überdenken, ob die
Betrachtung der Bibel als historische Authentizität wirklich
weit weit weg ist, von dem, was Christen in der Bibel sehen.

Ich hoffe doch, dass Christen in der Bibel nicht nur ein „Geschichtsbuch“ oder einen netten Roman sehen. Sie ist m.E. zwar spannend wie ein Thriller, manchmal zieht sichs auch ein wenig, aber deshalb noch lange keine simple Bettlektüre.

Die Schwäche der Argumente, die du teilweise zu Recht
kritisierst, rechtfertigt doch noch lange nicht einen so
katastrophal schwammigen und verallgemeinernden Satz wie „es
ist nicht schwierig, an die Bibel zu glauben“. Als ob die
Legion von Einzelschwierigkeiten und semantischen Fallstricken
gar nicht existierte…

Ich glaube NICHT an die Bibel! Ich glaube an Gott, Jesus Christus seinen Sohn und den Heiligen Geist, den Tröster. Es ist schwierig, wie Du unten noch erwähnst, an die Bibel zu glauben, respektive DER BIBEL ZU GLAUBEN (ich schreie nicht, unterstreiche aber gerne…), wenn man Gott in all seinen Facetten und Wesenszügen ausser Acht lässt. Allerdings ist es mir hilfreich, auch in einem Gegenüber, das zumindest behauptet, es kenne Gott nicht und sei ihm fern, ein wenig vonIHM zu entdecken. Das macht so manchen Gesprächsverlauf konstruktiver. Und wenns mal knüppeldick von drüben kommt, können „wir Christen“ dem/der anderen ja schliesslich immer noch vergeben, nej?!

Wenn man sich ernsthaft mit der Bibel auseinandersetzt,
beschäftigt man sich natürlich auch mit (scheinbaren)
Widersprüchlichkeiten und Übersetzungsproblemen.

Der Trick ist, dass bei einem Vergleich aller existierenden Bibelübersetzungen gar nicht mehr soooo viele Unterschiede bleiben. Natürlich ist das abhängig vom Sprachgebrauch der Übersetzer, allerdings zeigt der Text in verschiedenen Übersetzungen nicht so oft eine Differenz wie man gemeinhin meint. Die eigentliche Falle liegt dann wieder im Auge, respektive Verständnis des Betrachters.

Das Hauptproblem besteht aber darin, dass die Bibel völlig
unglaubwürdig wird, wenn man nicht an einen Gott glaubt, der
hier auf der Erde eingegriffen hat. Dann endstehen die
Widersprüche von allein.

Jup, siehe oben.

So, jetz is halb 5 und ich muss morgen noch a weng was über Seelsorge zu Papier bringen. Gute Nacht, ich freue mich auf Eure Kommentare.

Servus, Nicolas

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Hallo,

Wenn ich etwas wissenschaftlich beweisen kann, dann ist ess
ganz bestimmt kein
Wunder sondern ein ganz normales, recht leicht erklärbares
Phänomen.

Mh, jetzt müsste man erst einmal klären, wie man „Wunder“ definiert. Für mich ist vieles ein Wunder - eben Dinge die man nicht erklären kann. Und wenn man´s doch erklären kann - um so mehr kann man (bzw. ich) darüber staunen. Zb fasziniert mich schon immer, wie mechan. Uhren funktionieren. Wer das erfunden hat und wie das alles zusammenspielt - einfach herrlich. Auch das ist für mich ein Wunder, dass es jemanden gab, der so etwas zustandebringt.

Wenn du
deine geldbörse wiederbekommst, so einzig und allein deshalb,
weil es noch einen ehrlichen Finder gibt und dein name oder
deine kreditkarte drinn war. warum sollte dies gottes wunder
sein? ein wunder, daß du am selben tag gebutstag hast wie
ich? nein, bloß zufall, die wahrscheinlichkeit ist 1/365
(etwa).

Ja, aber wenn man sich in der heutigen Zeit umsieht, dann findet man wirklich fast nur einen ehrlichen Finder. Und wenn´s der falsche findet? Also, die Chance dass ein ehrlicher Finder meine Geldbörse findet ist sehr gering. - Ein Wunder, nicht wahr?

Und GLAUBE heißt doch, daß man darauf verzichtet, etwas
erklären zu wollen, oder?

Jain, Glauben heißt nicht unbedingt „blindlings vertrauen“. Gott spricht in der Bibel auch von: „Testet mich“. Gott will also nicht nur blinden Gehorsam (wie man das oft im Islam hört oder auch anderen Religionen), sondern Glauben auf Vertrauen. Und Vertrauen kommt teilweise auch von Wissen. Das man auch mal in der einen oder anderen Situation auf Beweise verzichtet und Gott einfach mal „glaubt“, ist das noch eine ganz andere Geschichte. Deshalb gibt es nicht unbedingt einen Widerspruch zwischen „Glauben“ und „Beweis“.

Warum glaubst du/ nimmst du an, daß GOTT Komplexität in der
Natur liebt? Soetwas steht nicht einmal in der Bibel. Ein
kompliziertes Zusammenspiel von Naturereignissen (wie du es
ausdrücktest) könnte somit auch auf eine Nichtexistenz Gottes
hinweisen.

Doch: Es steht geschrieben, dass er das Weltall, die Erde und den Menschen geschaffen hat - ist das nicht kompliziert genug? Oder würde das Leben auf der Erde so aussehen, wenn die Erde nicht diesen (und genau diesen) Neigungswinkel hätte? Was würde passieren, wenn die Umlaufbahn um die Sonne 1 Meter kleiner wäre? Es gibt Millionen Kombinationen um Proteine zu erstellen (klingt bissel blöd, aber ich hoffe, du weißt, was ich meine). Aber genau die Möglichkeit die funktioniert, existiert im Körper. Und dann gibt es ja nicht nur 1 Protein sondern viele. Und genau immer die richtige Zusammenstellung. Glaubst du, dass das Zufall ist? Ich nicht. Denn: wenn man jede Möglichkeit durchprobieren würde (und davon muss man ausgehen!) dann hätte evtl. der Körper gar keine Überlebenschance. Und dann wird von „der Evolution“ alles weiterentwickelt??? Nein, unmöglich. Also: egal ob Gott Komplexität mag oder nicht: die Welt ist komplex - mehr als jede mechanische Uhr.

Wohl einer der größten Gegner eines Gottes ist der Begründer
der Evolutionstheorie, Charles Darwin, der meinte, Evolution
sei nicht einmal zielgerichtet. daß bedeutet, daß im gegensatz
der bibel, der mensch keinesfalls ein endprodukt sei. bloß ein
weiterer genetischer code, nicht einmal der allerneueste.

Wenn man sich die ganze Theorie - wie sie bis heute heißt - anschaut, dann findet man viele Dinge, die damit nicht erklärbar sind. Außerdem hat (Quelle kann ich jetzt nicht aus dem Stegreif sagen) Darwin selbst seine Theorie (teilweise? - weiß nicht genau) widerlegt hat. Ich könnte jetzt einige Fragen und Antworten sagen, die die Theorie widerlegen würden. Außerdem ist nicht jeder Naturwissenschaftler Darwinist. Im Gegenteil: je mehr man sich damit beschäftigt, bekommt man auch mit, dass das nicht hinhauen kann.
Außerdem würde ich sagen ist das nur ein weiterer Versuch, die Erschaffung der Welt (und allem anderen) durch irgendetwas zu erklären, damit ich ruhigen Gewissens nicht an einen Gott glauben muss, dem ich Rechenschaft schuldig bin. Lebt sich doch viel einfacher. Außerdem: Darwinismus ist eine Religion - und somit wie die anderen Religionen - nicht empfehlenswert daran zu glauben (so behaupten ja einige in diesem Forum).

Wurde früher unerklärliche Begebenheiten dem Wirken eines
Gottes zuugeschrieben und somit der glaube gefestigt, so ist
(zumindes in der westl. kultur) nunmehr der Glaube als
Lebenssinngeber da.

Wunder müssen nicht unbedingt „produziert“ werden. Es reicht doch zu, wenn einer mehr Kenntnis über Dinge die existieren Bescheid weiß und das nutzen kann als andere.

ps.: und falls die begebenheiten dann noch immer unerklärlich
bleiben, so hieß es „Gottes wege sind unergründlich!“

Ja, so ist es aber: Gott will erkannt werden (wir sollen wissen! an wen wir glauben). Aber: das heißt noch lange nicht, dass Gott uns alles sagt. Das könnten wir gar nicht fassen. Zb. weiß kein Mensch, wann das „jüngste Gericht“ sein wird. Da können wir Gott nur vertrauen. Aber: ist das so wichtig, dass ich nicht leben könnte, ohne das zu wissen? Nein, also störts mich auch nicht. Genauso könnte er uns sagen, wie man Autos mit Luft betreibt statt mit Benzin (schont die Umwelt und hilft [Irak]kriege zu vermeiden). Aber er sagt auch, dass wir uns die Erde untertan machen sollen - nicht er für uns.

Gruß

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Hallo Nicolas,

zunächst einmal ein herzliches Willkommen. Ich hoffe, dass du dich in diesem Forum wohl fühlen wirst und freue mich auf deine Statesments

Sich „Christ“ zu nennen und dies „nur“ auf die eigene
praktizierte Nächstenliebe zu gründen ist doch etwas dürftig.
Solche Menschen (wie Du sie oben ja beschreibst) sind
wahrscheinlich nette Menschen aber keine Christen. Das eine
geht ohne das andere und umgekehrt (leider).

Genau das behaupte ich immer wieder.
http://wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchive.fp…
http://wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchive.fp…

Frage doch mal einen durchschnittlichen Methodisten in den
USA, ob Moses wirklich das rote Meer geteilt hat und ein
Millionenvolk durchgeführt hat.

Das ist, ums mal so fränkisch wie mir möglich auszudrücken,
doch bumbelersworschd, ob der Mose das gemacht hat oder nicht

  • jedenfalls für uns Christen, oder?..
    … Beide unterscheiden sich massiv und von der
    historischen Authenzität ist das Neue Testament von den
    geschichtlichen Details das weitaus glaubwürdige, führt doch
    z.B. Lukas in seiner Einleitung Zeugen an, die er befragt hat.


Wenn Paulus in 2.Timotheus 3:16,17 schreibt, dass die ganze Schrift von Gott inspiriert ist, meint er nicht nur die damals brandneuen Evangelien und einige Briefe sondern vor allem das sogenannte Alte Testament. Für Jesus waren die beinhalteten Bücher glaubwürdig und er zitierte daraus. Ohne das Alte Testament hat das Neue Testament keine Grundlage. Also sollte beide Bibelteile von einem Christ gleichermaßen studiert werden.

Ich glaube NICHT an die Bibel! Ich glaube an Gott, Jesus
Christus seinen Sohn und den Heiligen Geist, den Tröster. Es
ist schwierig, wie Du unten noch erwähnst, an die Bibel zu
glauben, respektive DER BIBEL ZU GLAUBEN (ich schreie nicht,
unterstreiche aber gerne…), wenn man Gott in all seinen
Facetten und Wesenszügen ausser Acht lässt.

Die Bibel ist eine Sammlung von Botschaften von Gott, in denen er sich der Menschheit mitteilt. Sie ist die Quelle, wenn du unabhängig von anderen Menschen etwas über Gott erfahren willst.
Vor allem ist sie ein Maßstab. Wenn man bezüglich moralisch-ethischer Fragen sich nur ein sein Bauchgefühl verlässt, besteht die starke Gefahr, dass man sich recht „unchristlich“ verhält.

Gruß
Carlos

wunder, ursachen, erklärungen

Wenn ich etwas wissenschaftlich beweisen kann, dann ist ess
ganz bestimmt kein
Wunder sondern ein ganz normales, recht leicht erklärbares
Phänomen.

hi,

kennst du die geschichte mit dem vertreter und dem geist?

es klopft an der tür. ein geistgläubiger meint, es wäre ein geist. ein anderer meint „das ist ein vertreter“. also treten sie den beweis an und öffnen die tür. draußen steht ein vertreter. meint der geistgläubige: "aber der geist hat ihn geschickt. es ist also ein vertreter UND ein geist!.

nun: aus wissenschaftlicher sicht wird der geist von occham rasiert. er ist irrelevant und überflüssig. für den, der an den geist glaubt, gibt es aber keinen grund, sich widerlegt zu fühlen.

so ist das mit sgn. „wundern“. viele unglaubliche sachen kann man wissenschaftlich erklären. alles was real geschieht, muß wissenschaftlich erklärbar sein, sonst könnte es gar nicht geschehen. ist es nicht erklärbar, ist es a) eine lüge oder b) wir müssen unsere theorien eben überdenken. was sicher NICHT sein kann, sind ereignisse, die sich GEGEN die naturgesetze verhalten. so etwas ist unsinn. es würde der logik zuwiderlaufen. unsere therien passen sich der der realität an und nicht umgekehrt. „es kann nicht sein, was nicht sein darf“ ist der falsche ansatz. auch aus religiöser sicht ist das unsinn: was sollte das für ein gott sein, der seine geschöpfe mit verstand ausstattet und sie dann in eine unlogische chaotische welt setzt, der in es keine regelmäßigkeiten gibt, die der mensch annähernd voraussagen kann?

ist das „wunder“ einmal beschrieben, bleibt es jedem selsbt überlassen wie er die ursache desselben nennen möchte. die einen nennen es zufall, die anderen eben gott.

gruß datafox

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Hi auch!

Mh, jetzt müsste man erst einmal klären, wie man „Wunder“
definiert. Für mich ist vieles ein Wunder - eben Dinge die man
nicht erklären kann. Und wenn man´s doch erklären kann - um so
mehr kann man (bzw. ich) darüber staunen. Zb fasziniert mich
schon immer, wie mechan. Uhren funktionieren. Wer das erfunden
hat und wie das alles zusammenspielt - einfach herrlich. Auch
das ist für mich ein Wunder, dass es jemanden gab, der so
etwas zustandebringt.

Ja, aber wenn man sich in der heutigen Zeit umsieht, dann
findet man wirklich fast nur einen ehrlichen Finder.
Und wenn´s der falsche findet? Also, die Chance dass ein
ehrlicher Finder meine Geldbörse findet ist sehr
gering. - Ein Wunder, nicht wahr?

Weißt Du, ich denke, du gehst relativ großzügig mit der definition wunder um. Ich halte mich da eher an den ansatz „alles was erklärbar ist, kann kein wunder sein“. umgekehrt gilt das natürlich nicht, da es einige phänomene gibt, die (noch) nicht erklärbar ist. ob der urknall (wenns den überhaupt gab) ein wunder ist oder nicht, kann ich also nicht sagen.
Aber wenn du schon den begriff wunder weiter ausdehnst (also zb das urwerk als ein wunder ansiehst), frage ich sogleich, warum dann nicht alles als wunder ansiehst. gleichberechtigt sozusagen. ein wunder ists, daß du morgen aufstehen kannst, deinen finger bewegen, den videorecorder programmieren, oder deine freundin schlagen kannst (dies rein als besonders krasses beispiel!!)

Jain, Glauben heißt nicht unbedingt „blindlings vertrauen“.
Gott spricht in der Bibel auch von: „Testet mich“. Gott will
also nicht nur blinden Gehorsam (wie man das oft im Islam hört
oder auch anderen Religionen), sondern Glauben auf Vertrauen.
Und Vertrauen kommt teilweise auch von Wissen. Das man auch
mal in der einen oder anderen Situation auf Beweise verzichtet
und Gott einfach mal „glaubt“, ist das noch eine ganz andere
Geschichte. Deshalb gibt es nicht unbedingt einen Widerspruch
zwischen „Glauben“ und „Beweis“.

Zufälligerweise habe ich mir gerade The Stand - Das letzte Gefecht von Stephen King angesehen. Der Kampf zwischen gut und böse, zwischen Gott und dem Teufel. In einer Szene sagt einer „er glaube nicht an gott“, „das macht nichts“, erwiderte eine andere, „aber gott glaubt an dich!“ Dies hat mir sehr gut gefallen…

Doch: Es steht geschrieben, dass er das Weltall, die Erde und
den Menschen geschaffen hat - ist das nicht kompliziert genug?
Oder würde das Leben auf der Erde so aussehen, wenn die Erde
nicht diesen (und genau diesen) Neigungswinkel hätte? Was
würde passieren, wenn die Umlaufbahn um die Sonne 1 Meter
kleiner wäre? Es gibt Millionen Kombinationen um Proteine zu
erstellen (klingt bissel blöd, aber ich hoffe, du weißt, was
ich meine). Aber genau die Möglichkeit die funktioniert,
existiert im Körper. Und dann gibt es ja nicht nur 1 Protein
sondern viele. Und genau immer die richtige Zusammenstellung.
Glaubst du, dass das Zufall ist? Ich nicht. Denn: wenn man
jede Möglichkeit durchprobieren würde (und davon muss man
ausgehen!) dann hätte evtl. der Körper gar keine
Überlebenschance. Und dann wird von „der Evolution“ alles
weiterentwickelt??? Nein, unmöglich. Also: egal ob Gott
Komplexität mag oder nicht: die Welt ist komplex - mehr als
jede mechanische Uhr.

Ja, die Welt ist komplexer als jede uhr, aber genauso wie man erkannt hat, daß sich nicht alles um die erde dreht, sonder sicht die erde um die sonne dreht und es milliarden weiterer sonnen gibt, so ist es auch durchaus vorstellbar, daß es sich nicht alles um den menschen dreht, oder?
wenn du glaubst, alles ist so komplex, damit du lebst, ist das doch recht arrogant. das leben an sich hatte unendlich viel zeit, sich zu entwickeln und als folge NICHT als Ursache, hat sich der mensch entwickelt.
Wenn irgendetwas anders gelaufen wäre, dann wäre es eben anders gelaufen und wir müßten uns nicht den kopf zerbrechen (weil es uns dann gar nicht gäbe). ich glaube, daß gott nicht nur uns menschen liebt, sondern alles leben!

Ich glaube nicht, daß ich irgendwem, auch nicht gott, rechenschaft schuldig bin.
Ich brauche keinen gott dazu, ein schlechtes gewissen zu haben. das kommt allein durch erziehung und durch die vernunft. ob sichs damit einfacher lebt, kann ich nicht sagen, zumindest brauche ich nicht gott die schuld in die schuhe schieben.

darwinismus ist keine religion, sondern eine theorie, eine vermutung. falls du einen begründeten zweifel daran hast, dann ist die theorie eben falsch oder zumindest nicht ganz richtig. im mittelalter wärest du bei einem zweifel an der katholischen kirche einfach getötet worden. so schauts aus, und ich bin dankbar dap ich nicht in dieser zeit leben muß!

Ja, so ist es aber: Gott will erkannt werden (wir sollen
wissen! an wen wir glauben). Aber: das heißt noch lange nicht,
dass Gott uns alles sagt. Das könnten wir gar nicht fassen.
Zb. weiß kein Mensch, wann das „jüngste Gericht“ sein wird. Da
können wir Gott nur vertrauen. Aber: ist das so wichtig, dass
ich nicht leben könnte, ohne das zu wissen? Nein, also störts
mich auch nicht. Genauso könnte er uns sagen, wie man Autos
mit Luft betreibt statt mit Benzin (schont die Umwelt und
hilft [Irak]kriege zu vermeiden). Aber er sagt auch, dass
wir uns die Erde untertan machen sollen - nicht er für
uns.

Warum sagt uns deiner meinung nach gott nicht alles? du meinst, weil wir das nicht fassen könnten. Andererseits meinst du, daß gott uns geschaffen hat (sogar nach seinem ebenbild). WArum hat er uns aber nicht so geschaffen, DASS wir alles verstehn können?

Könnten wir vielleicht das thema wechseln (vielleicht sollte ich einen neuen thread eröffnen) mich würde brennend interessieren: Wenn du mal so darüber nachdenkst, wie es auf der welt so zugeht, wie meinst du, wird sich die menschheit weiterentwickeln? Wird gott eingreifen, wenn es zu „brenzlig“ wird?

Viele Grüße
Gerald

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Die Bibel ist eine Sammlung von Botschaften von Gott, in denen
er sich der Menschheit mitteilt. Sie ist die Quelle, wenn du
unabhängig von anderen Menschen etwas über Gott erfahren
willst.

hi carlos,

hier habe ich eine agnostische verständnisfrage:
hat gott aufgehört, botschaften zu übermitteln?
eine sammlung sollte doch ergänzt und aktualisiert werden, wenn die
geschöpfe sich in welcher form auch immer entwickeln?
die bibel bleibt als statisches element erhalten, über das sich
trefflich streiten läßt.
nur: hat gott das interesse verloren? weshalb stagniert der fluß der
botschaften seit geraumer zeit?
mit anderen worten: wenn die bibel ein medium ist, warum spricht sie
nicht weiter und wird fortlaufend ergänzt? es kann doch wohl kaum
schon alles gesagt sein?

gruß,
frank

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Weißt Du, ich denke, du gehst relativ großzügig mit der
definition wunder um. Ich halte mich da eher an den ansatz
„alles was erklärbar ist, kann kein wunder sein“. umgekehrt
gilt das natürlich nicht, da es einige phänomene gibt, die
(noch) nicht erklärbar ist. ob der urknall (wenns den
überhaupt gab) ein wunder ist oder nicht, kann ich also nicht
sagen.
Aber wenn du schon den begriff wunder weiter ausdehnst (also
zb das urwerk als ein wunder ansiehst), frage ich sogleich,
warum dann nicht alles als wunder ansiehst. gleichberechtigt
sozusagen. ein wunder ists, daß du morgen aufstehen kannst,
deinen finger bewegen, den videorecorder programmieren, oder
deine freundin schlagen kannst (dies rein als besonders
krasses beispiel!!)

Ok, ich hab mal bei „Wissen.de“ nachgeschaut:
Wunder ist/sind: ein Ereignis in Raum und Zeit, das menschlicher Erfahrung und den Gesetzlichkeiten von Natur und Geschichte widerspricht.

Trotzdem ist es für mich nicht selbstverständlich, dass ich meinen Finger bewegen kann - er kann ja auch mal steif sein. Man nimmt viele Dinge für selbstverständlich hin, für mich steckt da aber mehr dahinter. Deshalb sehe ich das als Wunder an (entgegen der Definition).

Zufälligerweise habe ich mir gerade The Stand - Das letzte
Gefecht von Stephen King angesehen. Der Kampf zwischen gut und
böse, zwischen Gott und dem Teufel. In einer Szene sagt einer
„er glaube nicht an gott“, „das macht nichts“, erwiderte eine
andere, „aber gott glaubt an dich!“ Dies hat mir sehr gut
gefallen…

Kann ich verstehen - das heißt aber noch lange nicht, dass du deshalb in den Himmel kommst oder so. Dazu braucht man eine persönliche Beziehung zum Gott der Bibel (und das geht auch!!).

Ja, die Welt ist komplexer als jede uhr, aber genauso wie man
erkannt hat, daß sich nicht alles um die erde dreht, sonder
sicht die erde um die sonne dreht und es milliarden weiterer
sonnen gibt, so ist es auch durchaus vorstellbar, daß es sich
nicht alles um den menschen dreht, oder?

Jain, es dreht sich schon alles um den Menschen, die „Krone der Schöpfung“. Nicht jedoch steht der Mensch im Mittelpunkt (des Weltalls). :wink:

wenn du glaubst, alles ist so komplex, damit du lebst, ist das
doch recht arrogant. das leben an sich hatte unendlich viel
zeit, sich zu entwickeln und als folge NICHT als Ursache, hat
sich der mensch entwickelt.

Das verstehe ich nicht. Du sagst einerseits, dass ich wenn ich glaube, dass alles komplex ist, damit ich lebe, arrogant bin, aber gleichzeitig sagst du, dass ja das Leben viel Zeit hatte. Also egal, wie wir das jetzt bezeichnen - das Leben ist komplex (egal ob erschaffen oder „geworden“). Und wenn man sich alles mal so betrachtet, dann kann man eigentlich nicht auf den Gedanken kommen, das die Natur vom Zusammenspiel der Dinge einfach wäre, oder?

Was oder wer ist denn eigentlich „das Leben“? Und genausowenig hat „die Evolution“ Intelligenz, um irgendetwas zu schaffen - und so, dass es auch noch Überlebenschancen hat. Die einfachste (aber am meisten verurteilte) Möglichkeit ist und bleibt: da ist einer der uns geschaffen hat (komplett und ohne „missing Link“). Oder glaubst du, dass man nur verschiedene Teile in die Luft werfen müsste und wenns runter kommt, ist ne Uhr drausgeworden (egal wieviel Zeit man sich dazu nimmt). Schwachsinn.

Wenn irgendetwas anders gelaufen wäre, dann wäre es eben
anders gelaufen und wir müßten uns nicht den kopf zerbrechen
(weil es uns dann gar nicht gäbe). ich glaube, daß gott nicht
nur uns menschen liebt, sondern alles leben!

Da hast du recht. Aber Gott hat den Menschen nach seinem Bild geschaffen und über alle anderen Lebewesen gesetzt.

Ich glaube nicht, daß ich irgendwem, auch nicht gott,
rechenschaft schuldig bin.
Ich brauche keinen gott dazu, ein schlechtes gewissen zu
haben. das kommt allein durch erziehung und durch die
vernunft. ob sichs damit einfacher lebt, kann ich nicht sagen,
zumindest brauche ich nicht gott die schuld in die schuhe
schieben.

Nein, ich schiebe Gott keine Schuld in die Schuhe. Dafür muss ich allein geradestehen. Und: es ist egal, was du glaubst oder nicht. Die Wahrheit ist, dass irgendwann das Gericht kommt, in dem Gott uns zur Rechenschaft zieht. Dort wird ja auch kein Urteil gesprochen - das sprechen wir uns selber (so wie wir leben).

darwinismus ist keine religion, sondern eine theorie, eine
vermutung. falls du einen begründeten zweifel daran hast, dann
ist die theorie eben falsch oder zumindest nicht ganz richtig.

Wenn es keine Religion ist, warum werden dann die Leute, die nicht daran „glauben“ immer wieder niedergemacht und als bissel blöd angesehen? Und das obwohl es nur eine Theorie ist. Doch wenn Beweise!! aufkommen, an der feststeht, dass der Darwinismus falsch sein muss, dann kann ich auch gleich alles nicht glauben. Warum wird trotzdem noch daran festgehalten an dieser Theorie?
Ich geb dir recht, dass ich (oder andere) früher für solche Aussagen durch die Katholische Kirche getötet worden wäre. Aber: wer hat denn gesagt, das die kath. Kirche recht hat? Es geht ja auch letztendlich nicht um eine Kirche, sondern um Gott (und auch nicht, was die Kirche aus dem Gott der Bibel gemacht hat).

Warum sagt uns deiner meinung nach gott nicht alles? du
meinst, weil wir das nicht fassen könnten. Andererseits meinst
du, daß gott uns geschaffen hat (sogar nach seinem ebenbild).
WArum hat er uns aber nicht so geschaffen, DASS wir alles
verstehn können?

Frag Gott, warum er uns so und nicht anders (zb mit grüner Hautfarbe) geschaffen hat. Er wird es dir sagen, wenns wirklich sooo wichtig ist.

Könnten wir vielleicht das thema wechseln (vielleicht sollte
ich einen neuen thread eröffnen) mich würde brennend
interessieren: Wenn du mal so darüber nachdenkst, wie es auf
der welt so zugeht, wie meinst du, wird sich die menschheit
weiterentwickeln? Wird gott eingreifen, wenn es zu „brenzlig“
wird?

Ich würde sagen, dass Gott schon genug eingreift. Aber: er hat uns (als Mensch) zum Herrscher über diese Welt gemacht. Durch den Sündenfall haben wir diesen Anspruch dem Teufel gegeben. Dadurch ist er der Herrscher der Welt (berechtigt leider). Damit Gott jetzt auf unserer Erde handeln kann, benötigt er uns als Christen, in dem wir ihn bitten Dinge zu veränden. Und dann passiert das auch. Ich höre zb erstaunliche (wunderbare?) Berichte aus Uganda. Dort geht die Kriminalität gegen 0, die Kneipen machen dicht, Aids wird weniger, die Wirtschaft besser etc. - weil die Regierung gesagt hat, dass die ein christlicher Staat sein wollen (bitte nicht mit den ach so „christlichen“ Staaten in Europa vergleichen. Dort steht nur noch das Wort, aber mehr ist da nicht dahinter).
Doch wenn wir ihn nicht fragen: nein, dann greift Gott nicht ein. Dennoch ist der Erde ein Schlusspunkt gesetzt. Und darin lässt sich Gott widerum nicht reinreden.

Gruß

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Hi Gerald,

Warum sagt uns deiner meinung nach gott nicht alles? du
meinst, weil wir das nicht fassen könnten. Andererseits meinst
du, daß gott uns geschaffen hat (sogar nach seinem ebenbild).
WArum hat er uns aber nicht so geschaffen, DASS wir alles
verstehn können?

Gott hat den Menschen so erschaffen, dass er alles verstehen kann.
Er hat ihn auch so erschaffen, dass er ewig leben könnte.
Aber leider haben unsere Urahnen (Adam und Eva) das verspielt.

Die Wissenschaft hat herausgefunden, dass der Mensch nur ca. 10% seines Gehirns verwendet. Was wäre, wenn wir 100% nützen könnten?

Ebenso hat die Medizin festgestellt, dass der menschliche Körper für ca. 120 Jahre Lebenszeit „gebaut“ sei. Und stell Dir vor, vor ca. 3000 Jahren hat ein gewisser Mose geschrieben, dass Gott dem Menschen eine Zeitspanne von 120 Jahren gesetzt habe.

Gruss Harald