Zunahme statt Abnahme durch Ausdauersport

Hallo liebe Experten,

Ich hätte gerne mal eure Meinung zu meinem Thema:

Ich betreibe nun schon seit etwa 6 Wochen Ausdauersport (6-7 Tage die Woche je 1 Stunde Crosstrainer. Ein Intervallprogramm speziell zur Gewichtsabnahme, daß in regelmäßigen Abständen zwischen hoher Steigung+Widerstand und geringer Steigung + Widerstand wechselt), in dieser Zeit habe ich nicht nur nicht abgenommen sondern 1 Kilo zugenommen (also ein Kilo jenseits der zyklusabhängigen Gewichtsschwankungen).

Ich weiß ja, daß durch Muskelaufbau erst mal Gewicht hinzukommt, aber durch Crosstrainer laufen dürften doch nicht so massiv Muskeln aufgebaut werden oder? Und die Fettverbrennung kommt ja scheinbar garnicht in Gang. Ich hätte jetzt eigentlich vermutet, daß 6 Wochen als Zeitraum ausreichen würden um wenigstens mal erste Anfangserfolge zu sehen. Aber daß ich stattdessen sogar zugenommen habe finde ich erstens frustrierend und zweitens erstaunlich.

Was mache ich falsch?

Daran daß ich täglich trainiere dürfte es ja nicht liegen oder? Ist ja nicht wie beim Muskelaufbau, die sich nur aufbauen wenn sie Zeit zur Regeneration haben.

Hallo,

eine schnelle Gewichtsabnahme ausschließlich durch Sport stelle ich mir je nach Anfangskonstellation schwierig vor. Kalorienzufuhr gleich geblieben?

Wie sieht es aus, wenn Du statt der Kilos mal die Zentimeter kontrollierst, sprich Taillenumfang, Hüftumfang, Oberschenkelumfang? Oder eine knapp sitzende Jeans zur Verfolgung der Figur?

Gruß,

Myriam

Hi,

du sagst nichts zu deiner Ernährung (und ob die sich geändert hat) und wieviel Bewegung du vorher hattest. Das wäre aber wichtig zu wissen.

Gruß
Cess

Hi ihr beiden und danke für eure Antworten!

Also die Bewegung vorher war praktisch gleich null. Bzw, 3 Wochen vorher hatte ich angefangen zwei mal wöchentlich Yoga zu machen (weswegen ich mich eigentlich in dem Fitnesstudio angemeldet hatte), was ich dann aber gelassen habe (dachte sie bieten Hatha YOga an, war dann aber Kundalini) und stattdessen mit dem täglichen Ausdauertraining angefangen habe. Aber vor meiner Anmeldung in dem Studio war keine Bewegung vorhanden.

Ernährung:
Kalorienzufuhr hab ich nicht reduziert, das geht bei mir einfach nicht. Sobald ich den Gedanken im Kopf habe, daß ich jetzt weniger essen darf/bestimmte Sachen nicht mehr essen darf entwickelt sich bei mir so ein heftiger Heißhunger daß ich es kaum noch ertrage. Und dann esse ich viel mehr, als ich sonst im Normalzustand gegessen hätte.

Meine Ernährung im allgemeinen würde ich als weder besonders gesund noch als besonders ungesund bezeichnen. Ich esse gerne Obst und koche sehr gerne mit guten, frischen Zutaten. Da ich aber leider alleine leben muß mache ich mir dann schon auch mal einfache Essen wie Pasta mit (natürlich selbstgemachter) Tomatensauce oder Bruscetta weil es sich nicht so richtig lohnt für mich alleine aufwändige Essen zu zaubern.

Ausgangssituation waren so um die 67 Kilo (je nach Zyklusphase etwas schwankend) bei 164 cm. Jetzt sind es etwa 68 Kilo.

Hallo,

Kalorienzufuhr hab ich nicht reduziert, das geht bei mir
einfach nicht.

dass man bei diesem Satz ins Schmunzeln kommt, ist aber auch einfach klar, oder?

Sobald ich den Gedanken im Kopf habe, daß ich
jetzt weniger essen darf/bestimmte Sachen nicht mehr essen
darf entwickelt sich bei mir so ein heftiger Heißhunger daß
ich es kaum noch ertrage. Und dann esse ich viel mehr, als ich
sonst im Normalzustand gegessen hätte.

Dieser Denkweise kann ich zwar nicht folgen, aber es ist immerhin ein Ansatzpunkt. Solange es keine medizinischen Gründe für den Verzicht auf einzelne Lebensmittel gibt, musst Du Dir auch nichts versagen. Es sind ausschließlich die Mengen, über die Du nachdenken sollst.

Um das gern genommene Beispiel mit der Schokolade zu bemühen: Die passt ganz ausgezeichnet in jeden Diätplan - nur eben nicht mehr tafelweise beim Fernsehen hinuntergeschlungen, sondern genussvoll als einzelner Riegel. Es gibt vielfältige Möglichkeiten, den Wunsch nach Süßem oder nach Knabberei in einer kalorienärmeren Version zu stillen.

Dass unter dieser Art von Einschränkung dann die Lebensqualität leidet, die sich deshalb mit „unerträglichem Heißhunger“ zur Wehr setzt, würde ich mal als gelinden Blödsinn bezeichnen.

Meine Ernährung im allgemeinen würde ich als weder besonders
gesund noch als besonders ungesund bezeichnen. Ich esse gerne
Obst und koche sehr gerne mit guten, frischen Zutaten. Da ich
aber leider alleine leben muß mache ich mir dann schon auch
mal einfache Essen wie Pasta mit (natürlich selbstgemachter)
Tomatensauce oder Bruscetta weil es sich nicht so richtig
lohnt für mich alleine aufwändige Essen zu zaubern.

Gegen die Zubereitung einfacher, schneller Mahlzeiten ist nicht das Geringste einzuwenden. Dass aufwändigere Gerichte automatisch kalorienärmer sind, wäre mir neu. Frische und abwechslungsreiche Zutaten sind die beste Basis für die gesunde Ernährung. Nudeln und Bruscetta machen nicht dick. Dick macht der Verzehr übermäßiger Mengen.

Ausgangssituation waren so um die 67 Kilo (je nach Zyklusphase
etwas schwankend) bei 164 cm. Jetzt sind es etwa 68 Kilo.

Eine Gewichtszunahme von einem Kilo ist keine Katastrophe, solange sich der Trend nicht fortsetzt. Und nach allem, was Du schreibst, ist es auch nicht der Crosstrainer, der für die Pfunde sorgt. Du futterst einfach zu viel.

Gruß
Andreas

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Dass unter dieser Art von Einschränkung dann die
Lebensqualität leidet, die sich deshalb mit „unerträglichem
Heißhunger“ zur Wehr setzt, würde ich mal als gelinden
Blödsinn bezeichnen.

Das ist bei mir nicht nur mit dem Essen so, das ist bei mir ein psychisches Ding, daß sich schon seit frühester Jungend festgesetzt hat. Verbote oder Vorschriften jeder Art lösen bei mir im Hinterkopf (auch wenn ich vordergründig weiß „Das ist gut, das dient meinen Zielen“)Heißhunger oder Äquivalente aus.
Funktioniert mit „Du darfst diesen Monat kein Geld mehr ausgeben“ und darauf folgenden Kaufattacken die sonst garnicht nicht stattgefunden hätten oder „Du musst jetzt über Thema XY eine 30-seitige Studienarbeit schreiben“ mit plötzlichem totalem Desinteresse an dem Thema, das mich vorher sehr interessiert hat genau so wie mit dem Essen.
Deshalb habe ich mir ja vorgenommen, meinen Gewichtsverlust durch Sport zu erzielen.

Gegen die Zubereitung einfacher, schneller Mahlzeiten ist
nicht das Geringste einzuwenden. Dass aufwändigere Gerichte
automatisch kalorienärmer sind, wäre mir neu. Frische und
abwechslungsreiche Zutaten sind die beste Basis für die
gesunde Ernährung. Nudeln und Bruscetta machen nicht dick.
Dick macht der Verzehr übermäßiger Mengen.

Ich meinte nicht, daß die aufwändigen Gerichte automatisch kalorienärmer sind, aber große aufwändige Essen im Freundeskreis isst mal eben „anders“ als das einfach essen alleine. Langsamer, bewusster, genussvoller.
Zumal meine „einfachen“ Gerichte dann eben doch sehr häufig mit Produkten aus weißem Mehl zu tun haben, was ja wohl doch nciht so der Brüller ist.

Eine Gewichtszunahme von einem Kilo ist keine Katastrophe,
solange sich der Trend nicht fortsetzt. Und nach allem, was Du
schreibst, ist es auch nicht der Crosstrainer, der für die
Pfunde sorgt. Du futterst einfach zu viel.

Ehrlich gesagt verstehe ich es immernoch nicht: Mein essverhalten hat sich seit langer Zeit nicht verändert (daß es zu viel sein mag kann durchaus richtig sein, das will ich nicht bestreiten). In der ganzen Zeit (also ich rede von einer wirklich langen Spanne) und ohne Sport war mein Gewicht immer um die 67 Kilo, manchmal ein klein bisschen drunter, niemals drüber. TROTZ zu viel futtern.
Nun kommt Sport hinzu (und nicht wenig wie ich finde, täglich eine Stunde ist mehr als irgendwer sonst den ich kenne tut), das Essverhalten bleibt gleich.
Und plötzlich überschreite ich die 67 Kilo die ich davor nie überschritten habe (obwohl ich ja quasi schon immer zu viel gefuttert habe).

Ich würde ja verstehen wenn ich trotz des Sports nur langsam abnehme weil ich nicht weniger esse, aber so herum ergibt es für mich keinen Sinn.

Dass unter dieser Art von Einschränkung dann die
Lebensqualität leidet, die sich deshalb mit „unerträglichem
Heißhunger“ zur Wehr setzt, würde ich mal als gelinden
Blödsinn bezeichnen.

Das ist bei mir nicht nur mit dem Essen so, das ist bei mir
ein psychisches Ding, daß sich schon seit frühester Jungend
festgesetzt hat.

Klingt für mich immer noch wie eine Ausrede, trotzdem möchte ich es Dir mit Deinen zusätzlichen Erklärungen glauben. Allerdings ist das kein Thema für dieses Brett, sondern eher ein psychologisches.

Den Rest fasse ich mal so zusammen: Du bist Dir durchaus bewusst, dass Du Dein Ernährungsverhalten verändern und verbessern könntest, Du willst das aber nicht tun. Nun ergeben sich für mich drei Hypothesen:

  1. Du bist krank, auch wenn Du selbst keine Symptome verspürst.

  2. Du bist ein medizinischer Ausnahmefall, der entgegen allgemein verbreiteter Annahme trotz regelmäßigem Ausdauersport und dem dazugehörigen Energieverbrauch zunimmt.

Diese beiden Fälle sollten ärztlich untersucht werden.

  1. Dein höheres Körpergewicht hat doch etwas mit Deiner Ernährungsweise zu tun, auch wenn Du es Dir selbst momentan überhaupt nicht erklären kannst.

In diesem Fall wäre ein Ernährungsprotokoll hilfreich, das man über eine oder besser zwei Wochen führen sollte. Danach setzt man die aufgenommenen Kalorien mit den verbrauchten ins Verhältnis.

Du kannst nun den Ernährungsaspekt ignorieren und weiter darüber nachgrübeln, weshalb Du durch Sport dick wirst. Oder Du führst dieses Protokoll - wohlgemerkt, das ist nur Schreibarbeit, Du kannst also weiteressen wie bisher - schaust Dir später das Resultat an und ziehst daraus Deine Schlüsse. Falls Du Dich mit dem letzten Gedanken anfreunden kannst, empfehle ich als Anlaufpunkt zur verhältnismäßig leichten Ermittlung des ungefähren täglichen Energiebedarfs gern die Seite der Uni Hohenheim. Das Schöne ist, Du kannst Dein Trainingspensum dort sehr gut mit einrechnen lassen: https://www.uni-hohenheim.de/wwwin140/info/interakti…

Gruß
Andreas

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Hi,

Mr Bones ist ja wirklich kaum noch etwas hinzuzufügen, er hat das ganz gut geschildert.
Ich möchte gerne eine persönliche erfahrung hinzufügen zu dem, was Du über Heißhunger und deine sonstigen Reaktionen auf Verbote oder Zwänge geschrieben hast. Das bist nicht du, weil Du ein so seltsamer Mensch bist. Das sind wir alle, weil wir Menschen sind. Kleine Kinder bringt man am effektivsten dazu, etwas zu tun, indem man es ihnen verbietet - und umgekehrt. Ich hasse es, meine Wohnung zu putzen - außer, auf meinem Schreibtisch warten Korrekturen auf mich. „Du musst!“ war noch nie ein gutes Argument. „Ich will“ ist aber sehr wohl ein gutes, zumindest in diesem Sinne :smile:
Ich entwickle auch Heißhunger, Kummer und Entzugserscheinungen, wenn ich mir vorstelle, ich dürfte irgendwas nie wieder. Trotzdem habe ich meinen Schokoladen-, Kuchen- und sonstigen Naschereikonsum drastisch heruntergefahren.Immer, wenn ich Appetit habe, frage ich mich, ob es jetzt sein muss, oder ob morgen auch reicht. Ob es diese Menge sein muss, oder ob auch die Hälfte reicht. Auf diese Weise darf ich nämlich naschen … nur eben morgen. Und morgen stelle ich mir wieder die gleiche Frage. Angefangen hat das damit, dass ich bei der Examensvorbereitung immer genug zu trinken auf dem Schreibtisch stehen hatte - 1Liter gesüßter Früchtetee. Ich hab gesehen, wie viel zucker ich da reinhaue, und hab mich gefragt, ob das sein muss, und hab nach und nach weniger Zucker reingetan (immer, wenn ich die Süße wieder als normal empfand, wieder ein bisschen weniger rein), bis ich ihn dann ungesüßt trank. Nebeneffekt: auch andere Sachen sind mir jetzt schnell zu süß.

Probier es doch mal so.

Die Franzi

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Auch wenn Du es nicht hören/lesen willst und nicht akzeptieren wirst:

Dass Du nicht abnimmst, liegt daran, dass Du zu viel oder das Falsche isst. Vielleicht trainierst Du auch nicht intensiv genug.

Durch Joggen wird die Ausdauer bzw. das Herz-Kreislauf-System trainiert, aber man kann damit keinen Muskelaufbau erzielen. Selbst wenn Du nur bergauf läufst, ist der Muskelaufbau verschwindend gering. Also scheidet diese Möglichkeit für Deine Gewichtszunahme durch mehr Muskelmasse schon einmal von vornherein aus.

Also: Ernährungsumstellung und/oder noch mehr Sport!

Gruß
Red.

Hallo Anja!

Also das Prinzip der Fettverbrennung beim Sport ist - obwohl viele sehr konträr darüber diskutieren - sehr einfach und trifft auf ca. 99% der gesunden Menschen zu.

1.Durch aerobes Training - wie z.B. dein Training - wird der Fettstoffwechsel aktiviert.
2. Fette werden ausschließlich in Muskelzellen „verbrannt“
3. Der Fettstoffwechsel wird blockiert durch Insulin im Blut.

Daraus folgt:

  1. vor Deinem aeroben Training solltest Du keine Kohlenhydrate zu Dir nehmen.
  2. Je mehr Muskelmasse Du hast, desto mehr Fettsäuren können „verbrann“ werden.
  3. Das Optimum für einen möglichst fettfreien Körperbau ist die Kombination aus Muskelaufbautraining in Verbindung mit aerobem Training und einer sinnvollen Ernährung.

Viel Spaß und Erfolg bei der Umsetzung.
Beste Grüße
Lothar

Moin Jesabelle,

es ist immer hilfreich, wenn man sich mal den neuesten wissenschaftlichen Stand der Forschung anschaut, wenn es um die Themen Zunehmen und Abnehmen geht.

Recht gut verständlich aufbereitet werden diese Informationen hier:

http://www.lizenz-zum-essen.de/index.php?link=home

Ein seh informatives Buch, allerdings nur für diejenigen, die keine Lust haben, bis zum Ende ihres Lebens jedes Gramm Fett abzuwiegen. Die anderen mögen weiter Diäteln, Sporteln, Kohlsuppenrezepte austauschen und hungrig ins Bett gehen :smile:

Gruß
Marion

Hi,

das Buch mag ja funktionieren, wenn man sich noch nciht durch jahrelange Falschernährung das Essempfinden verdorben hat. Aber es gibt eben Leute, die sich schon so lange falsch ernähren, dass sie gar nicht mehr wissen, was richtig ist. Die empfinden dann immer Ekel vor grünem Salat und immer Áppetit auf fettige Currywurst. Das ist erst recht so bei Kindern, die gar nicht erst mit einer halbwegs vernünftigen Ernährung aufgewachsen sind. Das gilt sowohl für Portionsgröße als auch für die Produkte.
Und wenn es einmal zu spät ist… abnehmen wird man dadurch auch nicht. Die Pille hat mir ebenjenen gesunden Appetit verdorben. Vor der Pille hab ich meine 54kg auf 1,63m mit Essen nach Lust und Laune gehalten. Während der Pille fehlte mir das Sättigungsgefühl komplett, habe dementsprechend zugenommen. Nach der Pille von einem Tag auf den anderen die Kalorienzufuhr auf ein Drittel reduziert, und trotzdem kein Gramm abgenommen.
Jetz mit Sporteln und ohne Kalorienzählen geht das mit dem Abnehmen prima, zwei Kleidergrößen in einem Kalenderjahr, und im August / September bin ich viel gereist, habe schlecht gegessen, keinen Sport gemacht und trotzdem 1-2cm Bauchumfang verloren (Nein, nicht was Du denkst … vor einem halben Jahr führte das zu gnadenloser Zunahme um 2-3cm. Ausprobiert. Jetzt hab ich Muskeln, die meinen Verbrauch erhöhen).
Aber jetzt höre ich auf, sonst fühlt sich noch jemand verpflichtet, euch zu beweisen, dass ich gar nicht abgenommen haben kann :wink:

Die Franzi

Moin,

das Buch mag ja funktionieren, wenn man sich noch nciht durch
jahrelange Falschernährung das Essempfinden verdorben hat.
Aber es gibt eben Leute, die sich schon so lange falsch
ernähren, dass sie gar nicht mehr wissen, was richtig ist.

Warum glaubst du, dass das Buch für solche Leute nicht geeignet ist?

Die
empfinden dann immer Ekel vor grünem Salat und immer Áppetit
auf fettige Currywurst. Das ist erst recht so bei Kindern, die
gar nicht erst mit einer halbwegs vernünftigen Ernährung
aufgewachsen sind. Das gilt sowohl für Portionsgröße als auch
für die Produkte.

Ich kenne etliche Menschen (auch Kinder) die sich fast nur von „Junk-Food“ ernähren, und dennoch gertenschlank sind und Kinder die futtern wie ein Scheunendrescher, und ebenfalls gertenschlank sind. Warum dass so ist, wird ebenfalls in dem Buch erklärt.

Aber jetzt höre ich auf, sonst fühlt sich noch jemand
verpflichtet, euch zu beweisen, dass ich gar nicht abgenommen
haben kann :wink:

Warum das durchaus so sein kann, und warum die Ausgangposterin trotz Sport nicht abnimmt, auch das wird in dem Buch sehr gut erklärt :smile:

Gruß
Marion

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Hi,

Aber es gibt eben Leute, die sich schon so lange falsch
ernähren, dass sie gar nicht mehr wissen, was richtig ist. Die
empfinden dann immer Ekel vor grünem Salat und immer Áppetit
auf fettige Currywurst.

Womit sie gar nicht so falsch liegen. Kopfsalat hat bekanntermaßen nahezu fast keine Mineralien, keine Ballaststoffe, keine Vitamine und keine Energie; er besteht fast nur aus Wasser und ist ernährungsphysiologisch praktisch wertlos. Eine Currywurst hat mehr Ballaststoffe. Und sie schmeckt auch viel besser!

Gruß S

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Was mache ich falsch?

Ist doch so einfach:
Esse in Ruhe und langsam und höre auf zu essen, wenn dein Magen an das Kleinhirn sendet: Ich bin voll.

Moin,

das Buch mag ja funktionieren, wenn man sich noch nciht durch
jahrelange Falschernährung das Essempfinden verdorben hat.
Aber es gibt eben Leute, die sich schon so lange falsch
ernähren, dass sie gar nicht mehr wissen, was richtig ist.

Warum glaubst du, dass das Buch für solche Leute nicht
geeignet ist?

Weil da das Meldesystem (meine eigene Wortkreation) des Körpers nicht mehr funktioniert. Klar gibt es Leute die essen können, was sie wollen, und sie werden nicht dick - hab auch so ne Freundin, das ist entsetzlich was die zusammenfuttert, an Menge :smile: Nicht hypergesund, aber abwechslungsreich, und viel. Nur das funktioniert eben nicht für alle. Ich finde solche Ernährungsregeln gefährlich. Ja, ich habe das Buch nciht gelesen - aber schon die Zusammenfassung ist abschreckend. Hab immer die Leute vor Augen, die sich nicht bewegen, nur Fastfood und Süßes in sich reinstopfen und dann sagen „Ja ich bin halt krank, ich hab Fettsucht“ oder eben „Was anderes schmeckt mir nicht“ und dann als neue Erklärung „Mein Körper sagt mir, dass er das braucht, ich bin mit was anderem nicht glücklich“. Ich kenne z.B. eine Frau, die kann nicht zwischen Hunger und Durst unterscheiden. Obwohl sie das weiß, und obwohl sie mittlerweile sich zum Trinken zwingt (alkfrei *gg*), schafft sie nur einen Ltier pro Tag und isst für drei… und sie ist richtig übergewichtig, sicherlich dreistellig auf 1,70m oder so.

Die Franzi

Moin,

Weil da das Meldesystem (meine eigene Wortkreation) des
Körpers nicht mehr funktioniert. Klar gibt es Leute die essen
können, was sie wollen, und sie werden nicht dick - hab auch
so ne Freundin, das ist entsetzlich was die zusammenfuttert,
an Menge :smile: Nicht hypergesund, aber abwechslungsreich, und
viel. Nur das funktioniert eben nicht für alle. Ich finde
solche Ernährungsregeln gefährlich. Ja, ich habe das Buch
nciht gelesen - aber schon die Zusammenfassung ist
abschreckend.

Vielleicht solltest du das Buch mal lesen :smile: Wenn bei dir der Eindruck entstanden ist, dass das Buch propagiert, jeder soll doch einfach soviel wie er will oder egal was in sich hineinstopfen, dann ist das nicht richtig. Tatsächlich werden in dem Buch die Hintergründe beleuchtet, die mit Gewichstzunahme und Abnahme zusammenhängen. Und diese Hintergründe sind eben wesentlich komplexer, als die gängigen „Mach mehr Sport und ess weniger“ Platitüden vermitteln.

Hab immer die Leute vor Augen, die sich nicht
bewegen, nur Fastfood und Süßes in sich reinstopfen und dann
sagen „Ja ich bin halt krank, ich hab Fettsucht“ oder eben
„Was anderes schmeckt mir nicht“ und dann als neue Erklärung
„Mein Körper sagt mir, dass er das braucht, ich bin mit was
anderem nicht glücklich“.

Nichts von dem wird in dem Buch vermittelt. Ganz im Gegenteil. Das Buch ist einfach nur etwas intelligenter, als die üblichen platten Abnehmratschläge.

Nehmen wir einmal das Beispiel unserer Ausgangsposterin, die zwar plötzlich viel Ausdauersport macht, aber trotzdem nicht abnimmt. Ich kenn übrigens diese Vorstellung recht gut, man müsse sich ja nur mehr bewegen…Ich bin mal einen ganzen Sommer über mehrmals die Woche 1-2 Stunden mit einem Freund Inline-Skaten gefahren. Mir ging es wie der Ausgangsposterin, ich habe nicht abgenommen sondern tatsächlich etwas zugenommen. Was war passiert? Körperliche Betätigung regt z.B. den Appetit an. Nach dem Inline-Skaten haben wir uns immer noch auf einen kleinen Plausch in ein Café gesetzt. Meine regelmäßige Bestellung: eine heiße Schokolade mit Sahne. Sonst nichts. Ich dachte, das hätte ich mir nach 2 Stunden Inline-Skaten wohl „verdient“. Später habe ich errechnet, dass diese eine heiße Schokolade mit Sahne mehr Kalorien hatte, als ich mir durch das Inlineskaten abgestrampelt haben. Kein Wunder, dass mein Gewicht nicht runterging.

Jetzt kann man natürlich sagen „Ja aber“ man soll ja auch nicht nur Sport machen, sondern auch gleichzeitig Kalorien zählen. Sicher mag das bei einigen Leuten so funktionieren. Aber ich möchte nicht bis ans Ende meines Lebens alles was ich esse in Kalorien aufaddieren. Für mich ist das ein größerer Verlust an Lebensqualität, als die paar Kilo, die ich vielleicht (aus rein persönlicher Eitelkeit betrachtet) zuviel auf den Rippen habe.

Ein weiterer Punkt, der in dem Buch in Verbindung mit Ernährung und Sport angesprochen wird ist, dass Menschen, die sich nicht einfach aus Freude an der Bewegung bewegen, sondern weil es Pflichtteil eines „Abnehmprogramms“ ist, dazu tendieren, sich in dem Moment, wo sie nicht mehr im Sportstudio sind, weniger zu bewegen als sie sich vor Teilnahme an dem Pflichtprogramm bewegt haben. Insbesondere bei Kindern hat man diese Beobachtung gemacht. Warum sollte das bei Erwachsenen nicht auch der Fall sein? Zudem wird Sport von diesen Menschen (und somit auch von ihrem Körper) weniger als schöne Freizeitentspannung betrachtet, sondern mit Abnehmstress verbunden. Und wenn er Körper Stress verspürt, dann neigt der Stoffwechsel dazu, eher Fett einzlagern, als wenn der Mensch zufrieden und entspannt ist.

Dieses Buch richtet sich auch nicht unbedingt an sehr stark übergewichtige (adipöse) Menschen, sondern an die große Mehrzahl der Leute mit einem BMI von bis zu 30, die sich in die „Diät-Sport“-Mühle aus kosmetischen Gründen begeben, weil sie meinen, sie müssten irgendwie schlanker aussehen, um attraktiver zu sein.

Gruß
Marion

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