Und abgesehen davon, wenn du schon die
Ernährungsgesellschaften zitierst, dann bitte auch die
Tabellen über die Inhaltsstoffe, die nachweislich seit 20
Jahren immer weniger werden in unserem Essen, das müsste doch
heissen, dass ich mehr essen muss um meine Zellen richtig zu
versorgen oder ?.
hallo manfred,
diese behauptung ist falsch und das weißt du auch, da wir dieses thema mehrfach behandelten.
DGE aktuell 26/99 vom 14.12.1999
Ergebnisse einer bundesweiten Expertenbefragung
Immer wieder hört und liest man in den Medien, die Qualität unserer Böden und Lebensmittel lasse nach. Und es geht die Mär, nur der tägliche Griff zur Vitamin- und Mineralstoffpille hielte uns gesund. Die moderne, intensive Landwirtschaft, der Anbau in Treibhäusern und der durch Umweltschmutz bedingte saure Regen seien Schuld daran, daß Böden und Pflanzen nicht mehr so nährstoffreich seien wie einst. Ob dem wirklich so ist, wollte die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) wissen. Eine umfassende Literaturrecherche und bundesweite Befragung von Experten aus 60 Forschungsinstituten brachten das Ergebnis: Bisher vorliegende Untersuchungen sprechen insgesamt für eine Ablehnung der Hypothese. Im Gegenteil, im Vergleich zu früher wird der Nährstoffgehalt der Böden von den Experten sogar höher eingeschätzt. Den Nährstoffgehalt pflanzlicher Lebensmittel beurteilen sie als unverändert. Viele von ihnen betrachten die postulierten Zusammenhänge zwischen Landbaumethode, saurem Regen und Boden- bzw. Lebensmittelqualität als rein spekulativ. Die Daten und Fakten, auf denen die Hypothesen basieren, seien spärlich, vielfach widersprüchlich und hielten einer genaueren wissenschaftlichen Analyse nicht stand. Die DGE meint: „Noch nie war das Angebot an qualitativ guten Lebensmitteln so reichhaltig und ganzjährig verfügbar. Sich ausreichend, abwechslungsreich und vollwertig zu ernähren, ist heute einfacher und preiswerter möglich als früher. Fortschritte in der Landwirtschaft, der Anbau in Gewächshäusern bei ungünstigen klimatischen Bedingungen (z. B. im Winter) und der weltweite Handel haben wesentlich dazu beigetragen. Nährstoffmangel in der Bevölkerung ist nicht die Folge „nähstoffverarmter“ Böden, sondern die der Fehl- und Mangelernährung.“
Der Gehalt an Vitaminen ,Mineralstoffen und Spurenelementen in pflanzlichen Lebensmitteln nehme ab, behaupten Anbieter von Nahrungsergänzungsmitteln und Vertreter der sog. orthomolekularen Medizin. „Dabei stützen sie sich auf den Vergleich von Nährstoffdaten aus „veralteten“ und neuen Tabellenwerken“, erklärt Prof. Dr. Helmut Heseker, Universität Paderborn, der für die DGE recherchiert hat. Doch auch in der Analytik ist die Zeit nicht stehen geblieben. Feiner, spezifischer und genauer sind heute die Untersuchungsmethoden. Dies führt zu signifikant anderen Ergebnissen als früher. So ist es zum Beispiel heute möglich, das Pro – Vitamin Carotin aufzuschließen und seine einzelnen, verschiedenen Carotinoide zu analysieren. Wegen seiner Bedeutung beziehen sich aktuelle Tabellen darum nur noch auf den Gehalt an Beta–Carotin statt auf Gesamt–Carotin, wie in älteren Tabellen. Der Beta-Carotingehalt eines Lebensmittels ist aber naturgemäß deutlich niedriger als sein Gesamt-Carotingehalt.
Grundsätzlich ist es falsch, den Nährstoffgehalt einer Pflanze ausschließlich auf die Anbaumethode zurückzuführen. In erster Linie sind es die Faktoren Erntezeitpunkt, Klima (besonders Licht), Pflanzenabstand, Sortenwahl etc., die entscheidenden Einfluß nehmen. So gibt es zum Beispiel generell zwischen konventionell und ökologisch angebauten Möhren keine Unterschiede im Carotingehalt. Und daß im Freiland in der Sonne gereifte Tomaten einen höheren Vtamin-C-Gehalt haben als im Winter im Gewächshaus gezogene, liegt an den unterschiedlichen Lichtverhältnissen zu den verschiedenen Jahreszeiten.
Tatsächlich sind unsere Böden arm an Jod und Fluorid. Das hängt aber nicht mit der intensiven landwirtschaftlichen Nutzung der Böden oder mit dem sauren Regen zusammen. Ursache dafür sind die Auswaschungen im Laufe der erdgeschichtlichen Entwicklung. Analogieschlüsse zu anderen Mineralstoffen und Spurenelementen sind spekulativ und falsch. Spurenelementmangel beim Menschen tritt dort auf, wo die Böden von Natur aus spurenelementarm sind (z. B. Zinkmangel im Iran) und die Hauptquellen eine schlechte Bioverfügbarkeit aufweisen (z. B. phytinsäurereiches Fladenbrot).
Untersuchungen von Kornproben aus den Jahren 1946 – 1995 haben z. B. gezeigt, dass der Selengehalt des Getreides sich in den letzten 50 Jahren nicht verändert hat. „Auch eine tendentielle Verarmung der Böden an Pflanzennährstoffen in intensiv landwirtschaftlich genutzten Regionen ist auf Grund vorliegender Bodenuntersuchungen nicht erkennbar“, resümiert Prof. Heseker. Diese hätte für den Landwirt auch unweigerlich niedrigere Erträge, sichtbare Qualitätsmängel (z. B. blaßgrüne Farbe bei Blattgemüse durch Magnesiummangel) und Verdiensteinbußen zur Folge.
Von den Experten wird der Nährstoffgehalt der Böden im Vergleich zu früher heute sogar als besser eingeschätzt. Neben der auf Ausgleich des Nährstoffentzugs ausgerichteten Düngung gelangen Spurenelemente z. B. Zink besonders durch die Ausbringung der Gülle in die Böden. Nährstoffüberschüsse durch übertriebenen Mineraldüngereinsatz oder intensive, flächenungebundene Tierhaltung und dem damit verbundenen Wirtschaftsdüngeranfall wurden inzwischen mit Erfolg durch entsprechende gesetzliche Regelungen (z. B. Düngeverordnung), termingerechte Düngung, Bodenuntersuchungen und ökonomischen Zwang reduziert.
Für die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) steht fest: Es gibt keinen begründeten Anlaß, den Nährstoffreichtum der in Deutschland angebotenen Lebensmittel in Frage zu stellen und vorsorglich zu Vitamin- und Mineralstoffpräparaten zu greifen. Das reichhaltige Angebot an frischen, qualitativ guten Lebensmitteln übers ganze Jahr – egal aus welchem Anbau – macht es jedem möglich, sich gesund und vollwertig zu ernähren.
Du kennst sicher auch die Empfehlungen der DGE mit 5-7
Protionen Obst und Gemüse, 3 mal wöchentlich frischen Seefisch
und ausreichend trinken und bewegen, dass ist für die DGE eine
ausreichende Ernährung.
diese forderungen kommen von einer vereinigung, in der große obst- und gemüseproduzenten sitzen, hatten wie ebenfalls.
500.000 Euro stehen den Machern von „5 am Tag“ nach Angaben von Vereinsvorstand Helmuth Huss pro Jahr zur Verfügung - finanziert von der Obst- und Gemüsewirtschaft. Ein Beirat aus acht Wissenschaftlern - Krebs- und Ernährungsforscher - entscheidet, was mit dem Geld gemacht wird. „Wir sehen keinen Anlass, die Kampagne einzustellen, nur weil bei bestimmten Krebsarten keine Erfolge nachweisbar sind“, betont Huss, der als Ministerialrat im rheinland-pfälzischen Landwirtschaftsministerium tätig ist. „Wir haben auch nie etwas gesagt wie „Bananen gegen Brustkrebs“.“
dazu eine weitere damals zitierte quelle:
Die jüngste European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition (EPIC-Studie), an der zehn europäische Länder beteiligt waren. Sie beweist, dass weder Obst noch Gemüse vor Brustkrebs schützen.
Die Studie konzentrierte sich auf knapp 300 000 Frauen im Alter von 25-70 Jahren und verglich Daten aus Ernährungserhebungen der Jahre 1992-1998 mit Krebsfällen, die bis 2002 auftraten. Neben Blatt-, Frucht- und Wurzelgemüse, Kohl, Pilzen, Zwiebeln und Knoblauch wurde auch der mögliche Effekt von allerlei Obst sowie von Frucht- bzw. Gemüsesäften überprüft. Selbst unter Berücksichtigung von Lebensstilfaktoren wie Zigarettenkonsum, Hormontherapie oder körperlicher Aktivität fand sich nicht der gewünschte Zusammenhang zwischen den vertilgten Obst- oder Gemüsemengen und dem Brustkrebs. Im Quintil mit dem höchsten Verzehr an Blattgemüse traten sogar anderthalbmal mehr Brustkrebsfälle auf als im Quintil mit dem niedrigsten Konsum. Dieses Ergebnis konnte offenbar selbst die moderne Statistik nicht mehr ungeschehen machen.
Trotz der Debatte wirbt die Kampagne, die von einer illustren Schar aus dem Bananenverkäufer Dole über den Handelskonzern Rewe, diverse Krankenkassen und die Messe Berlin bis hin zum Abnehmclub Weight Watchers getragen wird, im Internet unverdrossen: „Zahlreiche Studien aus aller Welt zeigten: Wer viel Obst und Gemüse isst, hat ein geringeres Risiko für Krebs.“
Ich habe aber noch nie einen solchen Menschen getroffen, der
das so macht, also müssten dann die Menschen nicht ausreichend
versorgt sein.
richtig. immer die frage stellen: wem nützt es?
Und dann gibt es ja noch die nicht so gesunden Sachen wie
Zucker, Fett, Medikamente, Belastungen der Lebensmittel,
usw.,die rauben ja meine teuer erkauften Vitalstoffe teilweise
wieder, also muss ich dann noch mehr essen oder ?
nein, siehe oben. daß zucker und fett per se ungesund ist, ist auch propaganda. im gegenteil. fett ist sehr wichtig für den körper.
eh das argument karies kommt: nicht der zucker schädigt, sondern anschließend nicht die zähne zu putzen. sagen jedenfalls die zahnärzte.
Eine Statistik von einigen Kliniken in Deutschland, die
Patienten untersucht haben, die stationär aufgenommen wurden,
besagt, dass hier von den 15.000 untersuchten etwa jeder 3.
mangelernährt ist, wie kann denn das bei unserem Überangebot
sein ?
ganz einfach, kommt auf den auftraggeber der statistiken an.
deine aufstellungen über die abnahme vom vitalstoffgehalt von lebensmitteln ist laut der von dir angegeben DGE nicht den tatsachen entsprechend.
strubbel
E:open_mouth:)