Hallo,
ich bin seid fast drei Monaten arbeitslos und kann übermorgen einen Job in einer Wurstfabrik beginnen.
Zugegeben, es ist nicht mein Traumjob, aber immerhin habe ich eine Arbeit gefunden, denn die Zeit der Erwerbsuntätigkeit war fürchterlich für mich!
Meine Frage ist Folgende: Ich erhalte 7,21 € die Stunde und arbeite in Vollzeit. Netto bleiben mir ca. 880 €. Da ich täglich knapp 50 km insgesamt fahren muss, habe ich nicht viel am Monatsende über.
Gibt es – ausser eines Zweitjobs – Möglichkeiten, etwas zu beantragen?
Ich wohne zu Hause bei meiner pflegebedürftigen Mutter (Rollstuhl), zahle nur 100 € Miete, also fällt Mietzuschuss weg.
Hat einer eine Idee?
Versteht micht nicht falsch, ich will mich nicht durchschnorren, aber vielleicht kann man für drei, vier Monate etwas dazubekommen (was allen zusteht), damit man finaziell auf die Reihe kommt.
Danke für Eure Antworten!
Gruß Jamasaki
[MOD] prophylaktischer Hinweis bzgl. FAQ:1129
Gibt es – ausser eines Zweitjobs – Möglichkeiten , etwas zu
beantragen?
Hat einer eine Idee?
Aufgrund von FAQ:1129 bitte ich, sich bei Antworten tatsächlich auf nicht-rechtliche Hinweise auf „Möglichkeiten“ und rechtlich nicht detailiert ausgeführte „Ideen“ zu beschränken!
Vielen Dank.
MOD Liza
Hallo
Da ich täglich knapp 50 km insgesamt fahren muss, habe
ich nicht viel am Monatsende über.
…
Ich wohne zu Hause bei meiner pflegebedürftigen Mutter
(Rollstuhl), zahle nur 100 € Miete, also fällt
Mietzuschuss weg.
Hat einer eine Idee?
Ich hätte ein paar Ideen.
Grundsätzlich ist es ja so, dass normalerweise als Einkommen nur das zählt, was nach Abzug der „Werbungskosten“, wozu ja nun auch das Fahrgeld zählt, übrigbleibt.
Dann wird ja meistens auch die Höhe der Miete berücksichtigt. Evtl. wäre eine Mieterhöhung günstig. Aber so oder so könnte man Wohngeld beantragen, ob es bewilligt wird, kann man dann ja sehen.
Es wäre auch eine Idee, aufstockendes Hartz4 zu beantragen, dabei müsste aber darauf geachtet werden, dass von Anfang an klargestellt wird, dass man nicht in einer Wirtschaftsgemeinschaft mit irgend einer näheren Verwandten lebt. Denn auch wenn die kein hohes Einkommen hat - es wird dann unnötig aufwändig.
Ob es sich genau lohnt, kann sicher keiner sagen, da ja z. B. niemand weiß, wie hoch die Fahrtkosten sind.
Viele Grüße
Simsy
Man sollte doch probieren, ALG II zu beantragen. Ein Antrag bei der Wohngeldstelle kann ja parallel laufen.
Ich habe auch erfahren, dass manche Sachbearbeiter ohne direkte Antragstellung überschlagsweise ausrechnen, ob sich ein Anspruch ergeben könnte. (Vielleicht gibt es im Netz ja einen Wohngeldrechner?)
Was das ALG II betrifft, wird es wohl eher schwer nachzuweisen, dass man nicht mit der Mutter verwandt ist (sie Beitrag zuvor). Die Folge wäre schon, dass davon ausgegangen werden könnte, dass man sich gegenseitig unterstützt.
Was die Werbungskosten (Fahrkosten) anbetrifft, wird man vielleicht die tatsächlichen Kosten heranziehen, also km * Durchschnittsverbrauch * Literpreis, oder es besteht die Möglichkeit die Pauschale von 0,20 € je km zu nutzen?
Lazarus.de
Hallo
Was das ALG II betrifft, wird es wohl eher schwer nachzuweisen, dass man nicht mit der Mutter verwandt ist (sie Beitrag zuvor). Die Folge wäre schon, dass davon ausgegangen werden könnte, dass man sich gegenseitig unterstützt.
Wenn Verwandte zusammen in einer Wohnung wohnen, wird wohl von einer Bedarfsgemeinschaft ausgegangen, aber nicht, wenn eine eigene abgeschlossene Wohnung vorhanden ist und getrennt gewirtschaftet wird.
Natürlich kann man davon ausgehen, dass die Mutter einen ggf. unterstützt, aber das kann man auch, wenn die in einer anderen Stadt wohnt. Da könnte man ja alle Verwandten zur Bedarfsgemeinschaft dazuzählen.
Viele Grüße
Hallo,
Ich wohne zu Hause bei meiner pflegebedürftigen Mutter
(Rollstuhl),
in diesem Fall bekommt die Mutter jedenfalls Pflegegeld, das an Angehörige weitergegeben werden kann.
http://nullbarriere.de/kombinationspflege.htm
TM