Hi Yvi,
meine zwei sind 15 Monate auseinander.
Es IST sehr stressig. Denn ‚ein Aufwasch‘ existiert
nicht: gerade wenn sie klein sind, gehen ihre Interessen
und Beduerfnisse SEHR stark auseinander, das aendert sich
erst mit zunehmendem Alter.
Ich hatte die Moeglichkeit zu waehlen (die Kinder sind
adoptiert, wir haetten - theoretisch - beim zweiten Kind
‚nein, danke‘ koennen bzw. ‚danke, erst spaeter‘ sagen
koennen. Damals hat mich ueberzeugt, dass es in unserem
Familienstammbaum einige Muetter gab, die drei Kinder
mit weniger als vier Jahren Abstand hatten. Wenn die
das geschafft haben, dachte ich, dann schaff ich das auch,
mit Kuehlschrank, Waschmaschine, Trockner, Auto, Mikrowelle
usw.
Gelernt hab ich dann eines: der Stress sind die Kinder,
nicht die Arbeit im Haushalt, die sie verursachen.
Ich habe mich schon oft mit meiner Schwester ‚gestritten‘
(sie hat Zwillinge), was anstrengender ist - Zwillinge
oder geringer Abstand. Zwillinge sind bestimmt waehrend
des ersten Jahres anstrengender, aber die Jahre danach, da
wuerde ich das verneinen.
Ich wuerde immer wieder ‚ja‘ zu diesem bestimmten
(unserem!) zweiten Kind sagen -
aber so blauaeugig wuerde ich die Sache nicht mehr angehen.
Und ich hatte immerhin den Vorteil, dass mich keine Schwanger-
schaft etc. stresste.
Bei vielen Adoptionsorganisationen ist eine Vermittlung
von Kindern, die weniger als zwei Jahre Abstand voneinander
haben, nicht moeglich (bei uns gab es Ausnahmegruende, die
hier nichts zur Sache tun). Ich glaube, die Leute berufen
sich da auf ziemlich fundierte Erfahrungen.
Nebenbei: heute (die zwei sind jetzt 13 und 14) erleben
wir vieles sehr viel intensiver, die Geschwisterrivalitaeten
aber auch die Freundschaft der beiden.
Gruesse
Elke