Zwei kinder direkt nacheinander bekommen?

hallo liebe www’ler,

mich beschäftigt die frage, ob es arg stressig ist, zwei kinder direkt hintereinander zu bekommen. also mit 1-2 jahren abstand.
meine schwester (kinder sind 3 jahre auseinander) sagt: gut, daß die eine schon im kindergarten ist, zwei so kleine daheim ist zu stressig. meine frage geht an die eltern unter euch, die zwei kinder direkt hintereinander bekommen haben.
würdet ihr es wieder tun?
bisher hab ich nur nachteiliges darüber gehört, stell es mir aber ganz sinnvoll vor, alles „in einem aufwasch“ zu machen :smile:

das klingt jetzt alles total theoretisch, kalkulierend… aber trotzdem interessierts mich.

gruß yvi

ps: bitte keine bemerkungen wie:

  • kann man sich nicht aussuchen,
  • das wichtigste ist, sie sind gesund,
  • ich hab zwar keine kinder, aber…

ich möchte nur eine antwort auf meine frage :smile:

1 Jahr und 4 Tage Altersabstand
Hallo Yvi,

meine beiden Kurzen sind genau 1 Jahr und 4 Tage auseinander (soviel zum Thema "Stillen ist ein Verhütungsmittel *gggg*).
Die Kleinkinderzeit - so in etwa bis die Jüngere 2 Jahre alt war - war STRESS PUR! Zwei Wickelkinder, der Große ist tagsüber wach, die Kleine nachts, zwei Kinder, die von Mama angezogen werden müssen (kommt vor allem im Winter recht schweißintensiv), zwei Kurze die sich erst krabbelnd, dann laufend beim Spaziergang von Mama entfernen - mir vorliebe in verschiedene Richtungen, zwei Heulbojen auf dem Rücksitz mitten im Feierabendverkehr, zwei Kinder beim Einkaufen unter Kontrolle halten, etc. pp.
Je älter die Kinder aber werden, desto schöner wird es. Da können sie wegen des geringen Altersabstands richtig was miteinander anfangen!

Meine beiden sind nun 13 und 12 Jahre alt und trotz des ultrastressigen Anfangs würde ich es wieder so machen (sofern ich es mir aussuchen könnte). Wenn ich Bekannte ansehe, deren beide Mädels 7 Jahre auseinander sind… das sind einfach zwei Einzelkinder.

Grüße von
Tinchen

2 Minuten…
lagen bei mir dazwischen.

Hi Yvi!

Et kütt, wie et kütt!

ich habe Zwillinge, also das „andere“ Extrem.
Ich erinnere mich daran, dass ich irgendwann einmal einer Frau, die in den Sportwagen schaute und sagte „WIE SÜÜÜÜSSSSSSSSS“ völlig entnervt gesagt hatte:
„ich stelle sie ihnen am nächsten WE gerne zur Betreuung zur Verfügung“

hmmm… wollte sie dann doch nicht.

Alles hat seine Vor. und Nachteile, ich habe mir oft gewünscht, die beiden wären nicht im gleichen Alter…
Am Anfang war es immer viel zu wenig Zeit für die Bedürfnisse des einzelnen Kindes… kein gemeinsames Bad, kein ausgiebiges stillen oder kuscheln, weil immer schon die nächste rumgekräht hat.
Die beiden sind gleichzeitig in die Pubertät gekommen, für mich dann wieder Stress pur.
Irgendwann wurde es dann auch schön…
Na ja… aber wenn ich die Wahl hätte, ich denke so 2 Jahre dürften es schon sein :smile:

Was solls…et kütt, wie et kütt…
Lieben Gruss
Ulli

Heute verstehen wir uns bestens…

Hi Yvi,

ich hab nur eines, aber zwei Freundinnen, die beide kurz hintereinander zwei Kinder bekommen haben. Bei der einen war der Abstand gerade mal 10 Monate, bei der anderen 15 Monate.

Die eine sagt immer, die ersten zwei Jahre waren der pure Horror, danach war es ok, weil beide wirklich viel zusammen spielen und nicht immer Erwachsenenbeschäftigung brauchen.

Bei der anderen klappt’s überhaupt nicht. Seit die kleine Schwester da ist, ist der Größere nur noch aggresiv, er schlägt nach dem Baby, die Mutter weiß nicht mehr, wo ihr der Kopf steht und kommt weder psychisch noch mit dem reinen Arbeitsaufwand klar, der Größere wird immer mehr ins Abseits gedrängt. :frowning:

Ich würd’s nicht machen. Mein Kleiner ist zweieinhalb, und ich denke jetzt so laaangsam mal über ein zweites nach. :wink:

Übrigens, bevor ich schwanger war, sagte ich auch immer: Entweder Zwillinge oder kurz hintereinander, da hat man alles in einem Aufwasch und die Kleinen so bald wie möglich aus dem Gröbsten raus.

Nach einem Babyjahr war mir dann klar: Das mal zwei? Nie im Leben. Manchmal kommt die Vernunft doch mit der Erfahrung. :wink:))

Liebe Grüße,
Nike

hallo liebe Fragestellerin,

wir haben zwei Töchter im Abstand von 1 Jahr und 8 Monaten bekommen. Klingt viel, war aber zu wenig. War so auch nicht geplant, aber als die Mädchen jeweils unterwegs waren, waren es ab diesem Zeitpunkt absolute Wunschkinder. Eine wurde Anfang März geboren, eigentlich eine tolle Zeit, die andere im Jahr darauf Ende Nov. Und das war alles andere als optimal. Extrem kalter Winter, die erste konnte bzw. wollte noch nicht so richtig die Treppen steigen, also immer erst Kinderwagen packen, dann nochmals hoch und das große Mäuschen holen. Dabei die Angst, das in der kurzen Zeit mit dem Säugling im Kinderwagen irgendwas passiert. Dazu kamen häufige Erkrankungen der Großen in dieser Zeit hinzu. Wäsche jeden Tag zwei Maschinen, da die erste meinte, wenn die kleine Maus in die Windeln pullert, kann ich das mit den Strumpfhosen natürlich auch. Also doppelte Wäsche, obwohl die Große zu diesem Zeitpunkt tagsüber eigentlich schon sauber war.

Als ich nach Beendigung des Babyjahres der zweiten wieder zu arbeiten anfing, erkrankte die Kleine häufiger, sodaß ich der Gesundheit der 2. wegen nochmals 3 Monate aussetzte. Dann kam eine kurze Zeit, wo wir zu zwei Kindereinrichtungen mussten, um unsere Mäuse einzusammeln, erst Kindergarten, dann Kinderkrippe, gut das beides auf dem selben Weg lag. Aber trotz allem war ich durch verlagert arbeiten von 7.30 bis 16.30 Uhr niemals vor 18.00 Uhr mit den Kindern zu Hause. Das gleiche wiederholte sich nach der Einschulung unserer großen Tochter. Da ich bereits 5.45 Uhr aus dem Haus mußte, brachte mein Mann die große Tochter zur Schule und die Kleine zum Kindergarten. Abends war ich dann dran: 16.00 Uhr Feierabend, dann Kindergarten, dann Hort. Ebenfalls nie vor 18.00 Uhr zu Hause. Mit dem gemeinsamen Spiel hat es bei beiden nur zweitweise geklappt, da beide sehr unterschiedlich waren und auch geblieben sind. Trotz der immer knappen Zeit denke ich, haben wir versucht, gute Eltern zu sein. Unsere große Tochter studiert derzeit, die jüngere Tochter macht nach dem Abitur im 2. Jahr eine Ausbildung zur Steuerfachgehilfin und möchte anschließend auch studieren. Seit ca. 4 Jahren wohnen beide in einer gemeinsamen Wohnung und das klappt ganz gut. An den Wochenende kommen sie uns regelmäßig besuchen, wenn es die Ausbildung zuläßt. Es war nicht einfach, aber es war trotz allem eine schöne Zeit. Ob man sich bewusst für so einen kurzen Abstand zwischen den Kindern entscheiden sollte, vermag ich nicht zu beurteilen. Aber mit etwas Mut und auch unter Zurückstecken der eigenen Wünsche ist auch das keine Katastrophe, zumal ich denke, dass bei Zwillingen und Drillingen die Eltern sich das auch nicht ausgesucht haben. Wichtig vielleicht noch: Das war kein Klagen. Denn so wie uns ist es schon vielen Eltern vor uns ergangen und wird es auch in Zukunft ergehen. Nicht immer kann man alles planen.

hallo…
die aufgabe, die sich mit zwei kindern dicht hintereinander stellt, haben ja nicht nur mütter sondern auch väter - wenn sicherlich auch in anderem maße und anderer ausprägung. meine beiden großen sind genau 17 monate und 14 tage auseinander. am schlimmsten war eigentlich die zeit der zweiten schwangerschaft damals, weil meine frau über mehrere monate liegen musste und ich irgendwie nebenbei noch ein wenig arbeiten… aber als beide dann da waren, war es eigentlich eine tolle zeit. kommt natürlich auch immer auf das umfeld und die entwicklung der beiden sprösslinge an. wir hatten eben eine ältere tochter, die schon in jüngsten kindertagen ein ausgeprägt positives sozialverhalten für ihren bruder an den tag gelegt hat - heute sind sie 16 und knapp 15 und können immer noch nicht wirklich 3 tage ohne einander.
aber eines sollte man nicht vergessen: eine partnerschaft wird schon belastet, wenn die aufgaben in einer solchen situation nicht wirklich gut verteilt werden! ein mann, der nach der arbeit nach hause kommt und nur den gute-laune-ich-spiel-mal-ne-viertelstunde-papa macht hilft da nicht wirklich… und wie zu einem vorangegangenm beitrag zu bemerken: zwei kleinstkinder in dem alter sind garantiert ein geeignetes verhütungsmittel! :smile:)
wenn man sich als eltern aber ein wenig regelmäßig freiraum schaffen kann - z.b. die kids mal beide über nacht zur oma geben oder so - dann geht das schon; eine solche kleine nische muss sein!
und was natürlich auch ne rolle spielt ist z.b. die wohnsituation: im 7. stock in der stadt ist der alltag um ein vielfaches stressiger als im einfamilienhaus im grünen…leider, aber ist so…

Hallo,

meine Töchter sind etwa 14 Monate auseinander. Es war nicht so geplant, aber ich möchte keine von beiden missen. Sicher ist es stressig - aber je älter die beiden werden, umso besser wird es.
Ich habe allerdings erst gedacht, zwei so nahe beieinander liegende Mädchen - da kann ich Geld für Klamotten sparen von wegen auftragen und so - Pustekuchen. Die „Große“ ist so wild, da hält kaum ein Kleidungsstück mit. Und was man noch zu bedenken geben muss: für EIN Kind einen Babysitter auftreiben geht immer so - bei zweien ist das schon erheblich schwieriger! Wenn ich es also hätte planen können, wäre die Kleine etwas später (mind. 2-3 Jahre Abstand) gekommen.
Mal sehen, was ich in einigen Jahren sage - im Moment ist die Große noch nicht ganz 4, die Kleine 2einhalb.

Mein Ratschlag also: Wenn du allein zu Hause bist (klassischer Einfamilienhaushalt), dann warte lieber. Seid ihr aber in einer Großfamilie, dann kommt es auf eine mehr oder weniger nun wirklich nicht an und ihr seid „eher fertig“ :wink:

Viele Grüße,
Frank

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo liebe yvi,

unsere Kinder sind knapp zwei Jahre auseinander und das ist m.E. der optimale Abstand.
Der große war mit zwei Jahren halbwegs pflegeleicht und war mächtig stolz auf seinen kleinen Bruder, auch weil wir ihn soweit es ging einbezogen.

Jetzt (6/8) spielen sie meist zusammen und das klappt auch, weil sie beide einigermaßen (altersbedingt) die gleichen Interessen haben. Wären sie 4 oder mehr Jahre auseinander hätten sie sicher jeweils andere Interessen.

Hätten wir ein drittes Kind gezeugt/gekriegt, wäre es wenn möglich auch im Zweijahresabstand gekommen.

Dieser Abstand hat sich übrigens auch bei meinen Eltern (also meinen Geschwistern und mir) und ettlichen anderen Paaren in unserem Freundes-/ Bekannten- und Verwandtenkreis bewährt und ich hab noch nichts negatives darüber gehört.

Gandalf

unbedingt ja!
moin,
ich schliesse mich der mehrheit an:

habe selbst 2 kinder im abstand von 14 monaten. babys machen schon viel arbeit, aber mit der entwicklung wie laufen, sprechen, begreifen steigen die ansprueche der kleinkinder ins unermessliche.
diese energiebuendel fordern einen wirklich mindestens 16 stunden am tag, und da ist jede minute wichtig, die einem abgenommen werden kann.

nicht umsonst gibt es so viele kindersendungen in den kanaelen: das waere eigentlich ein geeignetes mittel, um kinder „ruhigzustellen“, aber das ist mit abstand auch die schlechteste loesung!!

das gegenseitige miteinander ist imho die beste und stressfreieste art, eine vernuenftige vorbereitung auf das leben hinzubekommen.

und es schult auch die eltern! wenn die eltern naemlich nicht gerecht und fair zu BEIDEN sind, wird es automatisch konflikte geben. die ausgebadet werden muessen.

fazit: unbedingte empfehlung fuer kurze abstende.

bei mir gab es dann noch nach 5 jahren einen nachzuegler - so im nachhinein betrachtet war dessen erziehung eigentlich die schwierigste, trotz allem wissen, das man bereits ueber kleinkinder hatte.

und noch eins: die lebensphase „kinder haben“ ist eine sehr wichtige und schoene erfahrung, aber es gibt auch ein leben nach den kindern, und das ist nicht schlecht!

warum also diese andere phase bewusst verlaengern?
gruss
khs

Hallo Ivy,

meine beiden Mädels sind 1 Jahr und 6 Monate auseinander und ich kann mich den Vorrednern nur anschließen. In der Anfangszeit Stress pur. Unsere Erste war sehr früh weit entwickelt, konnte mit 1 schon allerhand sagen, was gut klingt, aber auch dass Manko hatten, dass wir oft zuviel von Ihr erwartet haben. Bei der 2., die „normal“ ind er Entwicklung ist, haben wir dann beobachtet, wie ungerecht wir zur 1. waren. Aber es hat keiner der beiden geschadet. Die Kleine hat unheimlich viel von der Großen gelernt, konnte mit 3 schon Fahrrad fahren und hat jetzt mit 3 1/2 schwimmen gelernt. Die beiden spielen (und streiten natürlich) mitander, haben gemeinsame Freundinnen, halten zusammen, wenn es mal schimpfe gibt… Es ist schön so wie es ist und wir wüden es auf jeden Fall, trotz des Stresses in den ersten 3 Jahren wieder so machen.

Hallo Yvi!

Ich schreibe jetzt mal aus der anderen Perspektive, habe nämlich einen Bruder der 18 Mo. jünger ist als ich und einen weiteren, der 14 Jahre jünger ist.

Gut, damals waren Pampers ein frommer Wunsch, aber wenn ich hier lese dass die in relativ kurzem Abstand geborenen Geschwister immer fein miteinander spielen und sich liebhaben, nee, das war bei uns nicht der Fall.

Mein Bruder und ich, wir haben uns gekloppt wie die Kesselflicker und uns die ersten 15 Jahre überhaupt nicht gemocht.
Gott sei Dank hat sich das mit dem Erwachsenwerden geändert.

Der Kleine ist als Nesthäkchen sowohl von meinem Bruder als auch von mir verwöhnt worden, aber - logisch - praktisch als Einzelkind aufgewachsen.

Ich denke, es kommt immer auf die Kinder und die äußeren Umstände an, ob es stressig, total stressig oder okay ist.

Angelika

Hi Yvi!

Ich hab jetzt die anderen Beiträge nicht gelesen, darum sorry, wenn sowas ähnliches schon da war.

Ich kann nur von der Erfahrung meiner Mutter berichten, die mich und meinen Bruder in zweijährigem Abstand bekommen hat. Erstmal wars für uns Kinder der optimale Altersabstand, weil wir viel Zeit in den gleichen Institutionen verbringen konnten (vom KiGa bis zum Gymnasium) und auch später einen ähnlichen Freundeskreis hatten. Da gehen die Interessen nicht so weit auseinander wie bei z. B. 5 Jahren (und aufwärts) Abstand.
Ich kann mir schon vorstellen, dass es stressig sein kann, zwei Kinder daheim zu haben, aber meine Mom hat immer gesagt, dass es so eigentlich optimal war. Mit zwei Jahren Abstand ist der Ältere ja schon so groß, dass er nicht mehr so volle Aufmerksamkeit braucht wie ein Baby. Und letztlich verkürzt man ja den Zeitraum, in der man sich intensiv um Kleinkinder kümmern muss. Das wären ja bei 3 Jahren Abstand quasi insgesamt 6 Jahre, bis beide im KiGa sind. Bei uns waren´s dann „nur“ 5. Und ich denke mal, wenn man sich um ein Kind kümmern kann, dann kann man sich auch um 2 kümmern. Ist vielleicht ne Typfrage. Wie siehst du dich denn selbst? Meinst du, du bist mit zwei Kleinen überfordert, oder bist du ein Typ, der denkt: „Das schaff ich schon irgendwie, auch wenn´s manchmal hart wird!“? (Wobei ich jetzt nicht genau weiß, ob du´s nur interessehalber wissen möchtest, oder ob das Teil deiner Familienplanung werden soll:wink:)Und wie kann deine Schwester eigentlich so genau wissen, dass es zu stressig mit weniger als 3 Jahren Altersabstand ist, wenn sie selbst die Erfahrung noch gar nicht gemacht hat?

*pro 2 Jahre Altersabstand*:wink:
Gruß
Dine

komisch, oder?
Hiho,

ich hab mal alle Beiträge gelesen und festgestellt: Bei all denen, die Kinder in geringem Abstand bekommen haben, gilt:

Väter scheinen grundsätzlich eher für den geringen Abstand zu sein, Mütter eher dagegen.

Das muß jetzt jeder selbst interpretieren. *lol*

Eine andere Freundin, die ich zu dem Thema befragte (die hat vier Kinder, die letzten beiden in sehr kurzem Abstand, die anderen in dreijährigem Abstand), sagte mir, sie würde nie mehr eines im Abstand von weniger als mindestens 2einhalb, besser 3 Jahren kriegen.

Liebe Grüße,
Nike

Hiho,

ich hab mal alle Beiträge gelesen und festgestellt: Bei all
denen, die Kinder in geringem Abstand bekommen haben, gilt:

Väter scheinen grundsätzlich eher für den geringen
Abstand zu sein, Mütter eher dagegen.

Dem kann ich nicht zustimmen, ich denke, ich habe meine sowie auch die Meinung meiner Frau wieder gegeben. Denn gerade über dieses Thema unterhalten wir uns sehr oft. Zum einen haben Nachbar 2 Mädels die innerhalb eines jahres kamen, die sind jetzt 21 und 22, da sehen wir wie toll es ist, außerdem leben in unserer dierekten Nachbarschaft viele Damilien mit Kindern, die einen größeren Abstand haben, und da erleben wir, wie wenig die Kinder dann miteinander anfangen können.

Michael

Das muß jetzt jeder selbst interpretieren. *lol*

Eine andere Freundin, die ich zu dem Thema befragte (die hat
vier Kinder, die letzten beiden in sehr kurzem Abstand, die
anderen in dreijährigem Abstand), sagte mir, sie würde nie
mehr eines im Abstand von weniger als mindestens 2einhalb,
besser 3 Jahren kriegen.

Liebe Grüße,
Nike

Hallo!
Ich habe 3 Kinder. Das erste kam im April 2000, das zweite im Mai 2003 und das dritte im April diesen Jahres. Die beiden Kleinen sind also knappe 2 Jahre auseinander und es ist der reinste Horror. Die Kleinste stille ich noch und das ist sehr schwer einem 2-jährigen begreiflich zu machen, das man in dem Augeblich nichts, aber wirklich nichts tun kann. Es ist verdammt anstrengend ein Baby und einen energiegeladenen 2-jährigen durch den Tag zu bringen. Den Abstand von 3 Jahren empfand ich als sehr viel angenehmer. Zumal mit 3 Jahren das größere Kind in den Kiga gehen kann und den halben Tag außer Haus beschäftigt ist. Da hat man schon mal Zeit für den Haushalt oder auch mal für sich wenn das Kleine schläft. Aber mit 2 Kleinen zu Hause steht alles Kopf! Zumal selten beide Kinder gleichzeitig schlafen. So ist man immer mit mindestens einem beschäftig und das kostet Nerven. Manchmal möcht ich die Wände hochkrabbeln!

Liebe Grüße

Hi Yvi,

meine zwei sind 15 Monate auseinander.
Es IST sehr stressig. Denn ‚ein Aufwasch‘ existiert
nicht: gerade wenn sie klein sind, gehen ihre Interessen
und Beduerfnisse SEHR stark auseinander, das aendert sich
erst mit zunehmendem Alter.

Ich hatte die Moeglichkeit zu waehlen (die Kinder sind
adoptiert, wir haetten - theoretisch - beim zweiten Kind
‚nein, danke‘ koennen bzw. ‚danke, erst spaeter‘ sagen
koennen. Damals hat mich ueberzeugt, dass es in unserem
Familienstammbaum einige Muetter gab, die drei Kinder
mit weniger als vier Jahren Abstand hatten. Wenn die
das geschafft haben, dachte ich, dann schaff ich das auch,
mit Kuehlschrank, Waschmaschine, Trockner, Auto, Mikrowelle
usw.

Gelernt hab ich dann eines: der Stress sind die Kinder,
nicht die Arbeit im Haushalt, die sie verursachen.
Ich habe mich schon oft mit meiner Schwester ‚gestritten‘
(sie hat Zwillinge), was anstrengender ist - Zwillinge
oder geringer Abstand. Zwillinge sind bestimmt waehrend
des ersten Jahres anstrengender, aber die Jahre danach, da
wuerde ich das verneinen.

Ich wuerde immer wieder ‚ja‘ zu diesem bestimmten
(unserem!) zweiten Kind sagen -
aber so blauaeugig wuerde ich die Sache nicht mehr angehen.
Und ich hatte immerhin den Vorteil, dass mich keine Schwanger-
schaft etc. stresste.

Bei vielen Adoptionsorganisationen ist eine Vermittlung
von Kindern, die weniger als zwei Jahre Abstand voneinander
haben, nicht moeglich (bei uns gab es Ausnahmegruende, die
hier nichts zur Sache tun). Ich glaube, die Leute berufen
sich da auf ziemlich fundierte Erfahrungen.

Nebenbei: heute (die zwei sind jetzt 13 und 14) erleben
wir vieles sehr viel intensiver, die Geschwisterrivalitaeten
aber auch die Freundschaft der beiden.

Gruesse
Elke

Hallo Yvi,

meine beiden Mädels sind genau 2 Jahre und 8 Tage auseinander. Es ist schon sehr anstrengend in der ersten Zeit, auch die 2. Schwangerschaft ist wesentlich anstrengender als die erste (und ich hatte 2 traumhafte Schwangerschaften an sich, kaum Übelkeit und fit wie ein Turnschuh). Du musst dich eben noch sehr intensiv um das 1. Kind kümmern, das da ja noch sehr klein ist. Ich hatte Glück, meine Große war schon sehr verständig und lief auch sehr zeitig, so dass ich sie nicht permanent tragen musste. Das kann aber auch anders sein, nicht jedes Kind läuft mit 10 Monaten, es ist völlig normal, dass ein Kind erst mit 15-18 Monaten zu laufen beginnt. Da hat man dann schon mehr Schlepperei zu bewältigen.
Auch die anfängliche Eifersucht war nicht ganz ohne, obwohl wir die Große immer mit einbezogen haben. Es waren stressige 2 Monate, glaub mir. Dabei wurde mir aber von der Krippenerzieherin meiner Großen gesagt, dass sie von den 3 Mädchen, die nahezu zeitgleich jüngere Geschwister bekamen, die liebevollste wäre. Oh weh, es geht auch schlimmer? (Die Große war in der Krippe, weil ich eigentlich vorhatte, wieder voll in den Job einzusteigen. Es bekam ihr auch gut, drum nahm ich sie nicht raus.)
Mittlerweile sind sie 3 Jahre bzw. 1 Jahr alt und spielen tw. schon schön miteinander. Klar gibt es auch Streit, aber das gehört wohl dazu. Wichtig ist mE, dass man nicht nur das kleine Kind beschützt, sondern möglichst gerecht ist und „Kinkerlitzchen“ ignoriert bzw. unter den Kindern ausmachen lässt. So hat die Große gelernt, dass sie der Kleinen nicht einfach was wegnehmen darf, sondern tauschen soll. Andersherum darf die Kleine aber auch nicht alles wegnehmen. Das klappt ganz gut.
Ich glaub, einen idealen Altersunterschied gibt es nicht. Irgendwelche Vor- und Nachteile gibt es immer. Ich bin mit meinem Bruder knapp 5 Jahre auseinander. Wir haben uns bis ich mit 15 ins Internat ging nur gestritten (Gründe mittlerweile bekannt, würde aber zu weit führen, diese hier darzulegen). Die Kinder einer Freundin sind ca. 8,5 Jahre auseinander. Sie vertragen sich gut, die Große ist auch eine super Hilfe (sehr soziales Kind), aber irgendwie sind es doch eher 2 Einzelkinder.
Meine 2 Mädels sind das allerbeste, was mir je passiert ist. Planen kann man das wirklich nicht so richtig (auch wenn du das nicht hören wolltest), das ist aber auch ganz gut so. Wir haben ein geplantes und ein ungeplantes Wunschkind, ich gäbe beide nicht mehr her (ihr Papa auch nicht).

Viele Grüße, Heike

Generelles
Vorhin wurde ich unterbrochen, deshalb
hier noch ein Nachsatz:
Ich halte ueberhaupt nichts von Pauschalurteilen,
ganz besonders nicht, wenn es um Kinder geht.

Es kommt auf die Kinder (und die Eltern) an.

Das gilt eigentlich fuer jede Erziehungsfrage.

Es gibt Kinder, die sich ‚pflegeleichter‘ als andere,
es gibt solche, die sind das Gegenteil.
Bei den einen funktionieren zwei Kinder mit geringem
Altersunterschied wunderbar, bei den anderen nicht.
Gerade solche Familien, die ein ‚einfaches‘ Kind
haben und sich deshalb schnell fuer ein zweites Kind
entscheiden, folgt oft eine herbe Enttaeuschung, denn
das zweite Kind ist u.U. ganz anders.

Und schon deshalb ist das nicht zu planen und man
kann lediglich die Erfahrungsberichte derer lesen,
die Erfahrung anzubieten haben. Zu uebertragen auf
die eigene Situation ist das nie.

Gruesse
Elke

Servus Yvi

habe zwei Mädels, jetzt 9 + 10 .

hallo liebe www’ler,

mich beschäftigt die frage, ob es arg stressig ist, zwei
kinder direkt hintereinander zu bekommen. also mit 1-2 jahren
abstand.

Klaro, selbst der Besuch beim Nachbarn wird zum Kleinumzug.

meine schwester (kinder sind 3 jahre auseinander) sagt: gut,
daß die eine schon im kindergarten ist, zwei so kleine daheim
ist zu stressig. meine frage geht an die eltern unter euch,
die zwei kinder direkt hintereinander bekommen haben.
würdet ihr es wieder tun?

Auf jedenfall JA!
Die ersten Jahre sind zwar superstreßig, aber dann kommt doch der schöne und angenehme Teil und der dauert erheblich länger als die ersten Jahre.
Die kleine kann mit der Großen mithalten.
Gemeinsame Interessen, Freunde usw. entlasten die Eltern ungemein.

bisher hab ich nur nachteiliges darüber gehört, stell es mir
aber ganz sinnvoll vor, alles „in einem aufwasch“ zu machen

-)

das klingt jetzt alles total theoretisch, kalkulierend… aber
trotzdem interessierts mich.

gruß yvi

ps: bitte keine bemerkungen wie:

  • kann man sich nicht aussuchen,
  • das wichtigste ist, sie sind gesund,
  • ich hab zwar keine kinder, aber…

ich möchte nur eine antwort auf meine frage :smile:

JA

Gruß Richy

Servus,

Dein Beitrag bringts auf den Punkt.

Gruß Richy

Dem kann ich nicht zustimmen, ich denke, ich habe meine sowie
auch die Meinung meiner Frau wieder gegeben. Denn gerade über
dieses Thema unterhalten wir uns sehr oft. Zum einen haben
Nachbar 2 Mädels die innerhalb eines jahres kamen, die sind
jetzt 21 und 22, da sehen wir wie toll es ist, außerdem leben
in unserer dierekten Nachbarschaft viele Damilien mit Kindern,
die einen größeren Abstand haben, und da erleben wir, wie
wenig die Kinder dann miteinander anfangen können.

Michael