Zweierlei Mass - Junge Mädchen

Hallo,

ich würde gerne mal Eure Meinung hören. Meine Tochter besucht gerade die Kindergrippe (bald den Kindergarten, da sie im Mai 3 Jahre alt wird). Sie geht gern hin und derzeit auch ziemlich lange (von 7.30 Uhr bis 17 Uhr), da es derzeit nicht anders geht.

Meine Frau, sowie ich, haben von verschiedenen Betreuerinnen gehört, dass unsere Tochter lebhaft wäre und sich auch nichts gefallen lässt. So richtig toll hört sich so eine Beschreibung nicht an.

Gestern hatte Sie ein geschwollenes Auge, weil Ihr Wohl ein Junge eine gepfeffert hat (nachdem sie, laut Aussage der Betreuerin, ihn wohl „angegriffen“ hat, was durchaus der Fall sein kann).

Zu Hause ist sie ab und zu (1x pro Woche) auch rabiat, meistens, wenn Sie überfordert ist bzw. auch mal zu vernachlässigt. Aber das hält sich eigentlich in Grenzen und konsequent sind wir allemal (kurz ausschliessen vom Geschehen (in eine Ecke des Raumes schicken, oder mal auf den Flur, was eigentlich auch immer wirkt).

Mein Problem ist jetzt, wie ich die Leistung der Betreuerinnen im Kindergarten bewerten kann, bzw. ob ein anderer Kindergarten evtl. besser wäre? Die Betreuerinnen scheinen mir sehr eingeschränkte Denkweisen zu haben, da ich Sie so verstehe, dass sie sich eher wundern, dass sich ein Mädchen so verhält, wie meine Tochter es tut.

Sie hatte bis vor kurzem aber zwei Jungs als Nachbarn, die 1 und 2 Jahre älter waren, wo Sie gelernt hat, sich eben durchzusetzen und trotzdem ein sehr freundschaftliches Verhältnis zu ihnen entwickelt hat.

Was mache ich nur? Erziehe ich sie tradtioneller - Mädchen geht zur Betreuerin und beschwert sich, dass Junge sie geschlagen hat, worauf Junge grossen Ärger bekommt
oder moderner - Mädchen wehrt sich bei körperlichen Angriff direkt?

LG
Eencockniedo

Hallo,

ich würde gerne mal Eure Meinung hören. Meine Tochter besucht
gerade die Kindergrippe (bald den Kindergarten, da sie im Mai
3 Jahre alt wird). Sie geht gern hin und derzeit auch
ziemlich lange (von 7.30 Uhr bis 17 Uhr), da es derzeit nicht
anders geht.

Ist ja nicht oft mit Mama und Papa zusammen, aber wenns ihr gefällt?!

Meine Frau, sowie ich, haben von verschiedenen Betreuerinnen
gehört, dass unsere Tochter lebhaft wäre und sich auch nichts
gefallen lässt. So richtig toll hört sich so eine
Beschreibung nicht an.

??? Findest du nicht toll was eure Tochter macht oder findest du die Wortwahl nicht toll?

Gestern hatte Sie ein geschwollenes Auge, weil Ihr Wohl ein
Junge eine gepfeffert hat (nachdem sie, laut Aussage der
Betreuerin, ihn wohl „angegriffen“ hat, was durchaus der Fall
sein kann).

Ne Rangelei halt, wobei man da noch mal fragen sollte was der Auslöser war. Was sagt eure Tochter denn?

Zu Hause ist sie ab und zu (1x pro Woche) auch rabiat,
meistens, wenn Sie überfordert ist bzw. auch mal zu
vernachlässigt. Aber das hält sich eigentlich in Grenzen und
konsequent sind wir allemal (kurz ausschliessen vom Geschehen
(in eine Ecke des Raumes schicken, oder mal auf den Flur, was
eigentlich auch immer wirkt).

Mein Problem ist jetzt, wie ich die Leistung der Betreuerinnen
im Kindergarten bewerten kann, bzw. ob ein anderer
Kindergarten evtl. besser wäre?

Wie kommt ihr denn jetzt auf das Thema? Hab ich was verpasst?

Die Betreuerinnen scheinen

mir sehr eingeschränkte Denkweisen zu haben, da ich Sie so
verstehe, dass sie sich eher wundern, dass sich ein Mädchen so
verhält, wie meine Tochter es tut.

Ah das beantwortet also auch meine Frage von oben. Euch passt die Beurteilung der Betreuer nicht.

Sie hatte bis vor kurzem aber zwei Jungs als Nachbarn, die 1
und 2 Jahre älter waren, wo Sie gelernt hat, sich eben
durchzusetzen und trotzdem ein sehr freundschaftliches
Verhältnis zu ihnen entwickelt hat.

Durchsetzten heisst jetzt drauhauen oder wie verstehe ich das?
Die Betreuerinnen haben gesagt sie ist auf den Jungen los gegangen und die schreibst, dass das auch sein könnte. Das die Betreuer so ein Verhalten nicht gut finden dürfte wohl klar sein und das dies ncihts mit „Durchsetzungsvermögen“ zu tun hat dürfte wohl auch klar sein.

Was mache ich nur? Erziehe ich sie tradtioneller - Mädchen
geht zur Betreuerin und beschwert sich, dass Junge sie
geschlagen hat, worauf Junge grossen Ärger bekommt
oder moderner - Mädchen wehrt sich bei körperlichen Angriff
direkt?

Was hat das mit „Mädchen“ zu tun. Glaubst du einem jungen sagt man hau drauf???

Bitte Bitte mach keine traditionelle Erziehung. Ich bezweifle nämlich stark, dass du überhaupt weisst worüber du hier redest denn eine moderne Erziehung verstehst du scheinbar auch nicht.

Wo hast du diese Ansichten her?

mfg
Bert

Hallo,
also erst mal: Ich finde die Beschreibung toll! Wenn meine Tochter das von ihrer Erzieherin bescheinigt bekäme, wäre ich stolz auf sie und würde mich freuen. Es zeigt doch, dass sie ein gesundes Selbstvertrauen hat.
Wenn sie allerdings zu rabiat wird - Mädchen sollen sich ruhig richtig wehren, meine soll sich später Selbstverteidigungstraining anschauen, wenn sie alt genug ist - würde ich mit ihr darüber reden und ihr andere Möglichkeiten zeigen oder mit ihr trainieren, z.B. eine solche Situation verlassen, d.h. das „böse“ Kind einfach stehen lassen und nicht mehr beachten. Oder sagen : Hör bitte auf, ich mag das nicht, und erst rabiater werden, wenn das nicht hilft. Ds versuche ich meiner beizubringen, und es klappt ganz gut.
Gruß, Miriam

Hallo Eencockniedo,

ich habe Deinen Artikel eigentlich aus reiner Neugier gelesen und würde mich jetzt auch nicht unbedingt als Experten empfinden, da ich selber keine Kinder habe, sondern immer nur kleine Geschwister (bis zu 10 Jahre jünger als ich) hatte.

Ich bin aber der Meinung, dass Du nicht versuchen solltest, die Kleine durch Erziehung zu ändern. Sie wird wahrscheinlich „aus dem Bauch raus“ für sich richtig handeln. Ich finde, sie sollte so sein dürfen, wie sie ist. Auch wenn die Erzieherinnen vielleicht ein Problem damit haben und dieses wenig damenhafte Verhalten nicht in ihr Weltbild passt. Wäre Deine Tochter ein sanfterer Mensch, würde sie doch sicher von allein zu der Erzieherin gehen und um Hilfe bitten.

Ich denke, ich wäre stolz auf meine Tochter, wenn sie sich einfach durchsetzt und sich auch zu wehren weiss. - Sorgen würde ich mir erst machen, wenn sie anfangen würde, die anderen Kinder zu drangsalieren um ihre Macht/Überlegenheit/ ihr Durchsetzungsvermögen zu demonstrieren.

LG

Schnärchen

Hallo,

Ist ja nicht oft mit Mama und Papa zusammen, aber wenns ihr
gefällt?!

Ist nur vorübergehend, wird sich bestimmt auf Betreuung zwischen 8.30 Uhr und 16 Uhr einpendeln.

Meine Frau, sowie ich, haben von verschiedenen Betreuerinnen
gehört, dass unsere Tochter lebhaft wäre und sich auch nichts
gefallen lässt. So richtig toll hört sich so eine
Beschreibung nicht an.

??? Findest du nicht toll was eure Tochter macht oder findest
du die Wortwahl nicht toll?

Ich finde die Beschreibung nicht toll. Du fragst in der Kindergrippe, wie sich Dein Kind so macht und bekommst das da zu hören? Wie wäre es mit: Sie singt sehr gerne und spielt viel mit so und so, sie hat viel Energie und Selbstbewusstsein?

Gestern hatte Sie ein geschwollenes Auge, weil Ihr Wohl ein
Junge eine gepfeffert hat (nachdem sie, laut Aussage der
Betreuerin, ihn wohl „angegriffen“ hat, was durchaus der Fall
sein kann).

Ne Rangelei halt, wobei man da noch mal fragen sollte was der
Auslöser war. Was sagt eure Tochter denn?

Die kann noch nichts sagen, jedenfalls nicht im Sinne von…das war so und so.

Zu Hause ist sie ab und zu (1x pro Woche) auch rabiat,
meistens, wenn Sie überfordert ist bzw. auch mal zu
vernachlässigt. Aber das hält sich eigentlich in Grenzen und
konsequent sind wir allemal (kurz ausschliessen vom Geschehen
(in eine Ecke des Raumes schicken, oder mal auf den Flur, was
eigentlich auch immer wirkt).

Mein Problem ist jetzt, wie ich die Leistung der Betreuerinnen
im Kindergarten bewerten kann, bzw. ob ein anderer
Kindergarten evtl. besser wäre?

Wie kommt ihr denn jetzt auf das Thema? Hab ich was verpasst?

Da komme ich drauf, weil ich eben die Art und Weise der Kommunikation über meine Tochter sehr bescheiden empfinde.

Die Betreuerinnen scheinen

mir sehr eingeschränkte Denkweisen zu haben, da ich Sie so
verstehe, dass sie sich eher wundern, dass sich ein Mädchen so
verhält, wie meine Tochter es tut.

Ah das beantwortet also auch meine Frage von oben. Euch passt
die Beurteilung der Betreuer nicht.

Genau. Sie war zuvor in einer anderen Kindergrippe, zugegeben mit einem besseren Kind/Betreuer Verhältnis und so was habe ich da nicht gehört. Aber vergleichbar sind die beiden Grippen auch nicht.

Sie hatte bis vor kurzem aber zwei Jungs als Nachbarn, die 1
und 2 Jahre älter waren, wo Sie gelernt hat, sich eben
durchzusetzen und trotzdem ein sehr freundschaftliches
Verhältnis zu ihnen entwickelt hat.

Durchsetzten heisst jetzt drauhauen oder wie verstehe ich das?
Die Betreuerinnen haben gesagt sie ist auf den Jungen los
gegangen und die schreibst, dass das auch sein könnte. Das die
Betreuer so ein Verhalten nicht gut finden dürfte wohl klar
sein und das dies ncihts mit „Durchsetzungsvermögen“ zu tun
hat dürfte wohl auch klar sein.

Durchzusetzen heisst sich auch nicht körperlich unterdrücken zu lassen, wenn es denn geht. Wenn mir jemand sagt, dass meine Tochter lebhaft ist, dann verstehe ich das so, dass sie viel spricht und sich auch viel bewegt. Im Zusammenhang mit „sie wehrt sich auch“ heisst das aber auch, dass sie sich eben nicht körperlich unterdrücken lässt. Die Frage ist nur, was wollen mir die Betreuerinnen hier eigentlich mitteilen? Es hört sich an, als ob sie erstaunt sind und sehr gefordert.

Was mache ich nur? Erziehe ich sie tradtioneller - Mädchen
geht zur Betreuerin und beschwert sich, dass Junge sie
geschlagen hat, worauf Junge grossen Ärger bekommt
oder moderner - Mädchen wehrt sich bei körperlichen Angriff
direkt?

Was hat das mit „Mädchen“ zu tun. Glaubst du einem jungen sagt
man hau drauf???

Ich glaube, dass Du hier Dich vollkommen auf den Fall konzentierst, wo ich davon rede, dass sie mal austeilt, bevor sie einsteckt. So lernt sie es schliesslich von anderen Kindern, also warum sollte sie das nicht nachmachen und ebenso die Konsequenzen kennenlernen.

Meine Frage bezog sich jedoch auf den gesamten Aspekt des „bei Jungen ist es normal“ und bei Mädchen „sie wehrt sich auch und ist lebhaft“.

Bitte Bitte mach keine traditionelle Erziehung. Ich bezweifle
nämlich stark, dass du überhaupt weisst worüber du hier redest
denn eine moderne Erziehung verstehst du scheinbar auch nicht.

Wo hast du diese Ansichten her?

Das sind überspitzte Darstellungen.

Du kannst mir ja gerne mal erzählen, wie Du ein Kleinkind erziehen würdest im Hinblick auf körperliche Gewalt. Petze oder Selbstverteidigung? Oder siehst Du mehr Möglichkeiten.

mfg
Eencockniedo

Hallo,

danke für Deine Meinung.

Sicherlich bin ich nicht betrübt über die Beschreibung, weil ich meine Tochter auch so kenne und es ist ja wirklich so, dass die Betreuerinnen nicht sagen, dass sie wirklich vorsätzlich andere drangsaliert.

Ich kann mir auch vorstellen, dass die Betreuerinnen lieber eines der anderen Kinder hätten, die still und leise irgendwo in einer Ecke sitzen und keine Arbeit machen.

Ich habe bloss gedacht, dass es eventuell andere Kindergarten gibt, wo 1. meine Tochter von sich aus ruhiger agiert, weil sie mit weniger rabiaten Kindern konfrontiert ist und 2. eventuell die Betreuer sich mehr über so ein Kind freuen, dass so lebhaft ist.

Wie soll ich das bloss herausfinden? Ein Kindergartenwechsel hat auch den Nachteil, dass sie sich wieder an andere Kinder gewöhnen muss.

:wink:

Gruss
Eencockniedo

Hi,

für mich liest sich deine Frage so als ob du bei anderen die Schuld für die Handgreiflichkeiten deiner Tochter suchst und für den Fall das du die Schuldfrage nicht endgültig lösen kannst schon mal einen b-Plan mit weglaufen entwickelst.

Wichtiger wäre doch die Frage, wie kann ich meiner Tochter beibringen nicht mehr zu rangeln, hauen oder was auch immer.

Ist vielleicht auch eine Überlegung wert.

Viele Grüße
Me

Hallo,

die zweite Antwort eines Mannes, die zweite „bedrohte“ Haltung.

Ist schon lustig. Keine Angst, vorerst bringe ich ihr noch nicht bei, wo es einem Mann besonders weh tut.

Wie beantwortest Du eigentlich, die lustige Frage, die Du gestellt hast.

Wie kann ich meiner Tochter beibringen nicht mehr zu rangeln, hauen oder was auch immer?

Wie beantwortest Du diese Frage für einen Sohn?

Sollte es nicht lieber heissen, wie man zwischen richtigem (Abwehr) und falschem Rangeln (Aggression) und hauen unterscheiden lernen kann?

Zu Hause kann sie das schlecht, weil da sie ja keiner körperlich angreift. Im Kindergarten sind wohl die Kindergärtnerinnen gefragt.

LG
Eencockniedo

Hallo Eencockniedo,

erst einmal: Es gibt die Virusgrippe, es gibt die Vogelgrippe, es gibt auch grippale Infekte, aber deine Tochter besucht (so wie meine Kleine auch) die Kinderkrippe.:wink:

Die Beschreibung deiner Tochter ist wohl wahrheitsgemäß ausgefallen, das würde ich nicht negativ bewerten. Durch die Rangelei war ihr Durchsetzungsvermögen der Erzieherin eben gerade mehr im Gedächtnis als ihre Sangeskünste.

Wenn deine Tochter also gern in die Einrichtung geht (und das tut sie doch, oder?), dann belasse es dabei und fertig. Allerdings solltest du schon als Elternteil mal daran arbeiten, dass man sich zwar durchsetzen kann, dies aber nicht unbedingt körperliche Gewaltanwendung beinhalten sollte. Ich habe meinen Mädels erklärt, dass sie nicht als erste zuschlagen sollen, dass sie aber zurückhauen dürfen, wenn sie jemand angreift (sollen erst sehr deutlich sagen, dass der andere das lassen soll und wenn das nicht wirkt und er weitermacht, dann notfalls auch zurückhauen).

Das ist auch nicht unbedingt als Junge/Mädchen-Sache zu bewerten. Wenn du Vater eines Jungen gewesen wärst, hättest du das wahrscheinlich auch zu hören bekommen.

Wie soll man Mädchen denn nun erziehen? Wenn du ernsthaft Erziehungstipps suchst, dann empfehle ich dir das Buch „Kinderjahre“ von Remo H. Largo.

Viele Grüße, Heike

Hallo,

zuerst mal finde ich die Bescheibung der Ertziehrinnen gar nicht mal schlecht. Sicher wäre dir so ein Matusele, das immer nur einsteckt und wegrennt, nicht recht, oder? Ich würde die Bewertung mal nicht auf die Goldwaage legen - Erzieherinnen sind auch nur - manchmal ziemlich gestresste - Menschen. Ich würde um einen Termin für ein ausführliches Elterngespräch bitten (nehme an, die Äußerung stammt aus einem Tür-und-Angel-Gespräch).

Nächster Punkt: eine Bekannt von mir hatte einen Sohn, der zwar furchtbar lieb war, aber unter Stres andere Kinder (z.T. heftigst) gebissen hat. Im ersten Kindergarten wurde ihr von Erzieherinnen und Eltern richtig Stress gemacht. daraufhin wechselte sie in einen anderen Kindergarten (Montessori-Susrichtung), wo man mit dem Thema gelassener umgeht. Seither ist es wesentlich besser geworden.

Zum Thema Erziehung: Ich habe meiner Großen (wird bal 4) beigebracht, dass man, wenn einem jemand anders (nicht nur Kinder!)was sagt oder tut, was man nicht mag, deutlich seine Meinung sagt. dabei darf sie den anderen ruhig auch mal anschreien, damit deutlich wird, dass sie es auch ernst meint. Ändert derjenige daraufhin sein Verhalten nicht, darf sie zurückschubsen oder zurückhauen oder sich bei einem Erwachsenen Hilfe holen. Diese Entscheidung bleibt ihr frei überlassen. Ich würde nämlich nicht jedes Hilfeholen als Petzen verstehen. was ist, wenn Übergriffe später mal durch einen Erwachsenen stattfinden? Dann würde es nämlich gar nix nutzen, wenn sie mit ihren Kinderkräften haut oder schubst und meint, sie muss das Problem alleine in den Griff kriegen. Bei uns funktioniert das eigentlich ganz gut und ich denke auch, dass das „System“ so simpel ist, dass auch eure Lütte das in ihrem Alter schon verstehen kann. Braucht natürlich auch ein bissl Übung.

Ich habe zwar zwei Mädels, würde es aber bei einem Jungen nicht
anders machen.

Hoffe, dass euch das ein wenig helfen kann.

Liebe Grüße

Felicia

Hallo,

grundsätzlich sollte man einen Wechsel des Kindergartens durchaus erwägen, wenn man den Eindruck hat, dass die Erzieherinnen (warum auch immer) nicht so recht zu Deinem Kind passen. Das muss man sich nicht gleich überheblich auslegen lassen. Wir haben unseren Sohn auch in einen anderen Kindergarten (beide staatlich) gegeben, nachdem im ersten eine Erzieherin eher zufällig erwähnte, dass er ja so gar nichts mitmachen würde…die eigentlich zuständige Erzieherin sagte dazu gar nichts, nach der ihrer Aussage hätte sich der Kleine ‚gut eingewöhnt‘. Den Wechsel haben wir damals nicht bereut.

Ich würde aber vorher erst mit der Leiterin der Einrichtung reden und das Thema offen, ohne Anklage zu erheben, ansprechen. Schlage eine Art Elterngespräch vor, in dem man Dir mal detaillierter über Deine Tochter erzählt. Vielleicht ist ja auch nur die Wortwahl der Erzieherinnen unglücklich und das ausführlichere Gespräch bringt ein ganz anderes Bild? Du sagtest, dass Deine Lütte künftig von der Krippe in den KiGa wechselt…ist damit denn nicht weh ein Wechsel der Betreuerinnen verbunden?

Ob Deine Tochter nun zu rabiat ist oder einfach nur durchsetzungsfreudig lässt sich von hier nicht beurteilen, zumal man mit Zweijährigen noch schlecht darüber reden kann, wie es nun genau zu welchen Reaktionen gekommen ist.

Grundsätzlich halte ich eine gesunde Wehrhaftigkeit für begrüßenswert, aber Jungs wie Mädchen sollten früh lernen, dass Schlagen immer der falsche Weg ist.

Gruß Maid

Hello again,

also erst einmal würde ich nie zwischen Jungen und Mädchen unterscheiden (Ausnahme vielleicht pubertäres Verhalten bei Jungen im entsprechenden Alter). Unsere beiden raufen sich natürlich auch aber Gott sei Dank nur untereinander und nicht im Kindergarten.

Wenn unsere zwei Rocker sich zu Hause in die Haare bekommen versuchen wir auf Aggressionen zu achten, ein neckisches miteinander ist etwas anderes als aus Hilflosigkeit oder Aggression heraus dem anderen wehtun zu wollen. Sollten wir bei unseren merken, dass ein „Vorsatz“ zum wehtun da ist, gehen wir sofort dazwischen und einer von beiden (gelegentlich auch beide) müssen für 2 Minuten auf den Stuhl am Esstisch.

Dazu gehört immer die Ansage, dass man nicht haut.

Im Kindergarten bei uns gibt es auch Kinder die schnell handgreiflich werden und unsere Kinder stehen diesen oft etwas hilflos gegenüber. Ein spezieller Kandidat schlägt im wahrsten Sinne des Wortes (und das mit 5) regelmäßig und wir haben unseren gesagt, dass sie sich von dem fernhalten sollen und wenn doch etwas passiert zur Erzieherin gehen sollen. Nicht das ich es gut finde wenn sie petzen aber wenn es immer die gleichen Kinder sind die schlagen dann sehe ich es etwas anders.

Vor ein paar Tagen kam unser Großer (fast 6) zu mir und erzählte mir von einer neuen Hauattacke und am liebsten hätte ich ihm gesagt dann zieh ihm halt eine über. Aber genau darin liegt das Problem. Kinder können nicht unterscheiden zwischen – da geht es in Ordnung – und – da nicht. Entweder ist hauen & Co. generell nicht in Ordnung oder halt nicht. Bei letzterem sehe ich aber eher die Eltern in der Pflicht als die Kindergärtnerin die es meist nicht mittelbar mitbekommt.

Die primäre Erziehung sollte in den Händen der Eltern bleiben und diese müssen sich ggf. mit anderen (Kindergarten, Schule, Freunde und Verwandte) abstimmen.

Viele Grüsse
Me

1 „Gefällt mir“

Hallo,
sprich mit den Betreuerinnen, wie sies gemeint haben. Vielleicht hast du es auch nur in den falschen Hals bekommen und sie freuen sich doch! Und die Kinder in anderen Kigas sind auch nicht ruhiger, ich hab auch lange gesucht und es gibt überall solche und solche Kinder. Du kannst nur Einfluss darauf nehmen (noch), mit wem deine Tochter sich außerhalb vom Kiga trifft und da kannst du ja auf mehr Ruhe achten.
Gruß, Miriam
Aber sprich das wirklich an, so ein lange gärendes (möglicherweise) Missverständnis ist nicht gut.

1 „Gefällt mir“

Hallo,

Durchzusetzen heisst sich auch nicht körperlich unterdrücken
zu lassen, wenn es denn geht. Wenn mir jemand sagt, dass
meine Tochter lebhaft ist, dann verstehe ich das so, dass sie
viel spricht und sich auch viel bewegt. Im Zusammenhang mit
„sie wehrt sich auch“ heisst das aber auch, dass sie sich eben
nicht körperlich unterdrücken lässt.

Da gebe ich dir ja auch vollkommen recht, obwohl es auch Gegner gibt und Geben wird, bei welchen man auf jeden Fall immer besser weglaufen sollte als sich zu wehren. Ich glaube kaum das sie in der Lage ist ihre Chancen vor einer körperlichen Auseinandersetztung richtig einzuschätzen. Wenns dann erstmal dazu kommt ist es meist zu spät. Was passiert denn, wenn sie mal verliert oder ist ihr das egal? Wie war sie denn drauf nach der Rangelei? War danach wieder alles ok mit ihrer Gefühlswelt oder ist euch etwas aufgefallen?

Die Frage ist nur, was

wollen mir die Betreuerinnen hier eigentlich mitteilen? Es
hört sich an, als ob sie erstaunt sind und sehr gefordert.

Also das sie erstaunt sind kann ich mir ehrlich gesagt so nicht vorstellen. Ich denke mal, dass sie schon Pferde haben kotzen sehen obwohl das ja garnicht geht.
Was sie damit meinten ist warscheinlich wirklich nur in einem Gespräch zu klären. Meine Frage ist nur was machst du wenn sie deine Tochter so beschreiben, wie du es nicht hören willst?

Ich glaube, dass Du hier Dich vollkommen auf den Fall
konzentierst, wo ich davon rede, dass sie mal austeilt, bevor
sie einsteckt. So lernt sie es schliesslich von anderen
Kindern, also warum sollte sie das nicht nachmachen und ebenso
die Konsequenzen kennenlernen.

Sie ist 2 oder 3 Jahre alt und in dem alter sollten die Eltern die Erziehung übernehmen und nicht die Betreuer und erst recht nicht andere Kinder. Das kommt erst später wenn sie mal zur SChule geht.

Meine Frage bezog sich jedoch auf den gesamten Aspekt des „bei
Jungen ist es normal“ und bei Mädchen „sie wehrt sich auch und
ist lebhaft“.

Wenn sie gerne rangelt ist da nichts schlimmes dran. Ein spieleriches Rangeln ist voll ok und hat jeder von uns gemacht. Bei uns gabs im Kindergarten auch Mädels die mit gerangelt haben und keinen hats interessiert ausser den Jungs und Mädels selbst. Sollten die Erzieherinnen das also wirklich für „nicht normal“ empfinden haben sie warscheinlich die letzten 100 Jahre nicht mitbekommen.

Du kannst mir ja gerne mal erzählen, wie Du ein Kleinkind
erziehen würdest im Hinblick auf körperliche Gewalt. Petze
oder Selbstverteidigung? Oder siehst Du mehr Möglichkeiten.

Puh, also ich hatte ehrlich gesagt nicht vor meinen kleinen, der erst 6Monate alt ist, mit 2 Jahren eine Erziehung in Form von Erklärungen zukommen zu lassen welche das Thema Gewalt und Gegengewalt enthält. In dem alter sollte das eine klare Regel sein. Rangeln ist ok aber agression ist nicht ok. Will das Gegenüber rangeln kein Problem will das Gegenüber Agressionen abbauen ist Hielfe holen voll ok.
So etwa in der Art aber einen direkten 10 Stufen Plan habe ich nicht und werde ich auch nicht haben.

Noch mal zum Kern.
Ich glaube erstmal nicht , dass die Erzieherinnen das so negativ gemeint haben, wie es scheinbar bei dir angekommen ist. Ich finde es allerdings auch nciht richtig, dass deine kleine auf ein anderes Kind los geht. Es ist dabei auch vollkommen egal was da vorgefallen ist. Wenn es nicht bei einer harmlosen Rangelei durch Zufall passiert ist war es nicht richtig.
Wenn du das Gefühl hast, dass es zu dieser Situation gekommen ist, weil die Erzieherinnen und die ganze Krippe nicht die Richtige für deine Tochter ist dann Rede mit den Leuten, treffe eine Entscheidung und zie sie durch. Nichtstun währe in dem Fall warscheinlich das schlechteste.

mfg
Bert

Du Fragst dich warum deine Tochter so ein eigenes Wesen entwickelt?
Manchmal muss man sich echt fragen wozu Leute Kinder haben,ein Kind mit dem alter so lang im Kindergarten zu lassen ist das letzte.

Wieviel Zeit verbringt ihr dann mit der kleinen ich vermute mal das sie zwischen 6 und 7 ins Bett geht toll bleibt ca eine Stunde.

Was erwartet ihr sie ist den ganzen Tag mit vermutlich 15-20 wenn nicht mehr verschiedenen Karakteren konfrontiert und das sie davon nicht nur das positive lernt ist doch logisch.

Kinder werden nicht von alleine frech und ungehorsam das werden sie nur weil die Erwachsenen nichts dagegen tun.

Ich krieg schon so einen Hals wenn man im Fernsehn diese Sendung mit der Nanny zeigt da wird eine Mutter mit einem 8 jährigen nicht mehr ferdig und dann heist es (Ich hab doch alles für ihn getan und er hat immer alles bekommen).

Der 8 Jährige ist ja nicht von heut auf Morgen so geworden.Er war wahrscheinlich mit 5 auch schon ein richtiger Fratz nur finden es die Eltern dan noch lustig wenn so ein kleines Wesen sich aufführt alls sei es allein auf der Welt.

Das Problem liegt darin keiner hat mehr Zeit für die kleinen.
Oder es gibt genug Mütter die die Kinder in den Hort bringen damit sie sich ausschlafen können.

Das die heutige Gesellschaft so entgleist kommt nur davon weil die Kinder scho ab dem Kleinkindalter in irgentwelche Institutionen gebracht und dort erzogen werden. Der Bezug zwischen Eltern und Kind geht dadurch natürlich verloren weil sich eine Kindergartentante nie so um jedes Kind kümmern kann.
Doch gerade diese Jahre formen einen Menschen für sein ganzes Leben es ist sinnlos dann einen 16 Jährigen in irgent ein Boot Camp zu verbannen wo wieder fremde das Eigene Kind erziehen sollen.

Eltern aufwachen ihr seit die Meister eurer Kinder sie tun das was ihr ihnen beibringt oder auch nicht.

Hallo,

ich würde gerne mal Eure Meinung hören. Meine Tochter besucht
gerade die Kindergrippe (bald den Kindergarten, da sie im Mai
3 Jahre alt wird). Sie geht gern hin und derzeit auch
ziemlich lange (von 7.30 Uhr bis 17 Uhr), da es derzeit nicht
anders geht.

Meine Frau, sowie ich, haben von verschiedenen Betreuerinnen
gehört, dass unsere Tochter lebhaft wäre und sich auch nichts
gefallen lässt. So richtig toll hört sich so eine
Beschreibung nicht an.

Gestern hatte Sie ein geschwollenes Auge, weil Ihr Wohl ein
Junge eine gepfeffert hat (nachdem sie, laut Aussage der
Betreuerin, ihn wohl „angegriffen“ hat, was durchaus der Fall
sein kann).

Zu Hause ist sie ab und zu (1x pro Woche) auch rabiat,
meistens, wenn Sie überfordert ist bzw. auch mal zu
vernachlässigt. Aber das hält sich eigentlich in Grenzen und
konsequent sind wir allemal (kurz ausschliessen vom Geschehen
(in eine Ecke des Raumes schicken, oder mal auf den Flur, was
eigentlich auch immer wirkt).

Mein Problem ist jetzt, wie ich die Leistung der Betreuerinnen
im Kindergarten bewerten kann, bzw. ob ein anderer
Kindergarten evtl. besser wäre? Die Betreuerinnen scheinen
mir sehr eingeschränkte Denkweisen zu haben, da ich Sie so
verstehe, dass sie sich eher wundern, dass sich ein Mädchen so
verhält, wie meine Tochter es tut.

Hm, im allgemeinen reagiere ich ja allergisch auf solche unterschiedliche Beurteilungen von Mädchen und Jungs. Ich weiß ja nicht WIE die Erzieherinnen das gesagt haben…
Also ich kenn mich ein bisschen mit Kindergartenkinder aus, weil ich da ab und zu freiwillig Kinder in ner Kleingruppe betreue, vorher hab ich auch schonmal nen Monat Praktikum in einem Kindergarten gemacht. Nun, es gibt schon immer mal ein paar Jungs, die ab und zu mal agressiv gegen andere Jungs sind. Mädels sind in dem Alter ehr verbal agressiv oder weinen oder so. Da ist mir das erstgenannte ehrlich gesagt lieber. (sind nur durchschnittliche Beobachtungswerte, keine Soll-Vorstellungen)
Kein Wunder also wenn die Erzieherinnen sich darüber wundern, wenn deine Tochter andere Kinder angreift.
Solange sie nicht sagen, deine Tochter soll lieber wie ein „normales“ Mädchen Agressionen abbauen ist wohl alles im grünen Bereich.

Sie hatte bis vor kurzem aber zwei Jungs als Nachbarn, die 1
und 2 Jahre älter waren, wo Sie gelernt hat, sich eben
durchzusetzen und trotzdem ein sehr freundschaftliches
Verhältnis zu ihnen entwickelt hat.

na dann ist es ja verständlich, dass sie die Verhaltensformen ihrer Spilkammeraden übernimmt. Kein Grund zur Sorge. Wird halt ein Mädel, dass sich durchsetzten kann :wink:

Was mache ich nur? Erziehe ich sie tradtioneller - Mädchen
geht zur Betreuerin und beschwert sich, dass Junge sie
geschlagen hat, worauf Junge grossen Ärger bekommt

hm, kann mich eigentlich grad auch nur an Jungs erinnern, die das machen. Glaub Mädels werden von Jungs halt gar nicht so häufig geschlagen wie Jungs von anderen Jungs.

oder moderner - Mädchen wehrt sich bei körperlichen Angriff
direkt?

naja, es ging ja erst darum, dass deine Tochter ein anderes Kind angegriffen hat. Versuch ihr beizubringen, dass sie das nicht machen soll. Wenn ein anderes Kind sie angreift, soll sie sich ruhig wehren.

die Sophie

LG
Eencockniedo

Zweierlei Maß muss gar nicht sein
Hallo,

Was mache ich nur? Erziehe ich sie tradtioneller - Mädchen
geht zur Betreuerin und beschwert sich, dass Junge sie
geschlagen hat, worauf Junge grossen Ärger bekommt
oder moderner - Mädchen wehrt sich bei körperlichen Angriff
direkt?

Versuche am besten, deine Erziehung gar nicht geschlechtsspezifisch zu betrachten, sondern erziehe sie so, wie du es für Mädchen UND Jungen für richtig hältst.
Die immer richtige Verhaltensweise gibt es leider nicht. Denn es gibt Kinder, die andere angreifen, und wenn der andere sich wehrt, schlagen sie umso stärker zu. Andere entwickeln erst dann Respekt, wenn der andere sich wehrt.
Daher kann es manchmal richtig sein, zurückzuhauen (ich habe meinen Kindern gesagt, zurückschlagen ist erlaubt, wenn sie angegriffen werden, dass sie aber niemals selbst angreifen dürfen), manchmal ist es richtig, Hilfe zu holen (das ist kein Petzen).

Ideal wäre, wenn die Erzieherinnen eingreifen und klare Regeln für den Umgang miteinander setzen (z.B. „keine Gewalt“). Schade, wenn sie das nicht tun. Andere Krippe würde ich jetzt nicht mehr anfangen, da der Wechsel in den KiGa ohnehin bevorsteht. Schau dich lieber bei den Kindergärten für die Zukunft um und erkundige dich nach dem Erziehungskonzept, z.B. genau in Bezug auf Umgang mit Gewalt. Aus Erfahrung weiss ich, dass es da große Unterschiede gibt. Mein Sohn hat sein erstes Kindergartenjahr in einem KiGa zugebracht, wo Schlägereien an der Tagesordnung waren. Im nächsten Kindergarten war hingegen die Atmosphäre sehr gut. Natürlich gab es auch da eher gewaltbereite Kinder, aber da haben die Erzieherinnen eingegriffen und ggf. ein gemeinsames Gespräch geführt. Das wirkte super und die Kinder gingen - mit wenigen Ausnahmen - insgesamt sehr freundlich, ja zärtlich miteinander um.
Es gibt also tatsächlich Unterschiede, und ich würde den Kindergarten schon nach der Atmosphäre und dem Erziehungskonzept auswählen (wenn du eine Wahl hast, wir hatten beim ersten KiGa leider keine).

Julia

Hallo

Meine Frau, sowie ich, haben von verschiedenen Betreuerinnen
gehört, dass unsere Tochter lebhaft wäre und sich auch nichts
gefallen lässt. So richtig toll hört sich so eine
Beschreibung nicht an.

Das muss dann aber am Tonfall liegen. Wenn man es liest, hört es sich aber doch eher toll an.

Mein Problem ist jetzt, wie ich die Leistung der Betreuerinnen
im Kindergarten bewerten kann, bzw. ob ein anderer
Kindergarten evtl. besser wäre?

Ob die Betreuerinnen in einem anderen Kindergarten besser sind, ist doch nicht gesagt. Ich würde am ehesten raten, dich bei den Betreuerinnen irgendwie einzuschleimen und dadurch zu versuchen, dass sie deine Tochter positiv sehen.

Oder wenn, dann an einen integrativen Kindergarten, da haben die Erzieherinnen eine wesentlich bessere Ausbildung als im normalen Kindergarten.

Was mache ich nur? Erziehe ich sie tradtioneller - Mädchen
geht zur Betreuerin und beschwert sich, dass Junge sie
geschlagen hat, worauf Junge grossen Ärger bekommt

Damit hatten die Mädchen in der Grundschule meines Sohnes immer großen Erfolg. Die Jungs hatten auch großen Ärger bekommen, wenn die Mädchen sich einfach mal so beschwert hatten, auch wenn die Jungs gar nichts gemacht haben. - Deine Tochter sollte wenigstens wissen, dass es diese Möglichkeit gibt, und sie auch ein paar Mal ausprobieren und gucken wie man sich dann fühlt, und wie der betroffene Junge sie dann findet.

oder moderner - Mädchen wehrt sich bei körperlichen Angriff
direkt?

Das finde ich allerdings wesentlich toller.

Viele Grüße
Simsy

Hallo

Was mache ich nur? Erziehe ich sie tradtioneller - Mädchen
geht zur Betreuerin und beschwert sich, dass Junge sie
geschlagen hat, worauf Junge grossen Ärger bekommt
oder moderner - Mädchen wehrt sich bei körperlichen Angriff
direkt?

es geht nicht um bub oder mädchen, sondern, wie man auf gewalt reagiert. dieses muster wird tief verinnerlicht und bis ins erwachsenenalter mitgezogen. traditionell hat man da jungs und mädels verschieden erzogen, konfliktsuchend und konfliktscheu , aber es waren die jungs, die im meinen augen falsch erzogen wurden. denn die tatsache, das man heute keine unterschiede zwischen den geschlechtern machen soll, heisst nicht, das alles so gemacht wird, wie früher bei den jungs, sondern das auch jungs etwas von dem lernen sollen, was früher nur mädchen lernten.

einem kind muss klar gemacht werden, das es niemals gewalt ausüben darf, das es bei einer üblichen kabbelei nicht zurückschlägt, sondern nach anderen lösungen suchen muss, dh, sich beschwert (petzen ist das dann nicht, sondern hilfe suchen) oder brüllt. und ein kind muss lernen, wann gewalt im sinne von notwehr angebracht ist: wenn es um echte selbstverteidigung geht und nur dort.

erziehe deine tochte also bzgl. konfliksituationen eher so, was du als traditionell bezeichnest und mache es bei einem sohn genauso. kommunikation mit fäusten ist nicht männlich sondern drückt hilf- und sprachlosigkeit aus.

Sama

Um was geht es denn eigentlich?
Hallo Eencockniedo,

ich würde gerne mal Eure Meinung hören.

Meine bekommst Du jetzt auch noch.
Nachdem ich Deine Frage und die Antworten von Anfang an verfolgt habe, schreibe ich jetzt das, was ich von Anfang an im Kopf hatte…

Meine Frau, sowie ich, haben von verschiedenen Betreuerinnen
gehört, dass unsere Tochter lebhaft wäre und sich auch nichts
gefallen lässt. So richtig toll hört sich so eine
Beschreibung nicht an.

Warum nicht? Ich finde, so eine Beschreibung hört sich rein von dem, was Du schreibst, sogar sehr positiv an!
Ich höre wirklich etwas ganz anderes, und zwar wertfrei bis positiv formuliert.
Denn, sag mir,
was ist an der Bezeichnung „lebhaft“ für ein Kind (gleich welchen Geschlechts!) bitte negativ?
Was ist an der Bezeichnung „sich nichts gefallen lässt“ negativ?
Ich höre bei beiden Äußerungen der Erzieherinnen offenbar etwas ganz Anderes als Du. (Elbin schrieb dies auch bereits mehrfach)
Mein Eindruck ist, dass Du, warum auch immer, diese Meinung einfach nicht als positive Äußerung zulassen kannst.
Da mag man jetzt gewillt sein, nach Ursachen forschen wollen, das lasse ich, logo, es steht mir nicht zu…

Gestern hatte Sie ein geschwollenes Auge, weil Ihr Wohl ein
Junge eine gepfeffert hat (nachdem sie, laut Aussage der
Betreuerin, ihn wohl „angegriffen“ hat, was durchaus der Fall
sein kann).

Das kann überall und jedem Kind passieren. Leider :frowning:

Zu Hause ist sie ab und zu (1x pro Woche) auch rabiat,
meistens, wenn Sie überfordert ist bzw. auch mal zu
vernachlässigt.

Versteh mich jetzt bitte richtig :smile: aber das würde mir persönlich eher zu denken geben, als zu überlegen, ob die Erzieherinnen unfähig sind oder nicht.

Mein Problem ist jetzt, wie ich die Leistung der Betreuerinnen
im Kindergarten bewerten kann, bzw. ob ein anderer
Kindergarten evtl. besser wäre?

Warum?
Glaubst Du wirklich, die Leistung der Betreuerinnen bewerten zu können?!
Wenn Deine Tochter lebhaft ist und sich zu wehren weiß, wird sie sich auch anderswo (hoffentlich!) so verhalten.
Einen Kindergartenwechsel zu erwägen, obwohl eure Tochter sich ja, wie Du schriebst, dort wohl fühlt, solltet ihr aus diesem Grund nun wirklich lassen.
Neben der für ein so kleines Kind sehr langen Trennung von den Hauptbezugspersonen muß man jetzt nicht noch einen weiteren Wechsel zumuten.
(Bitte! Ich will Dir damit jetzt nicht ein noch mieseres Gefühl machen, es geht ja offenbar nicht anders… Das dies alles nicht so prickelnd ist für Kleinkinder (meine hiermit: Bindungsfähigkeit fördernd, etc.) weißt du ja selber) Aber manchmal muss es eben sein.

Die Betreuerinnen scheinen
mir sehr eingeschränkte Denkweisen zu haben, da ich Sie so
verstehe, dass sie sich eher wundern, dass sich ein Mädchen so
verhält, wie meine Tochter es tut.

Hier schreibst Du erstmalig, dass DU sie so verstehst. DU!
Woher willst Du wissen, das sie sich „wundern“?
Ich verstehe es nicht, bitte sprich mit den Erzieherinnen, frag sie, wie sie die Äußerungen gemeint haben.
Sage, dass Du den Eindruck hattest, dass sie das Verhalten Deiner Tochter „schwierig/ problematisch“ wie auch immer finden.
Frag sie bitte, wie es gemeint war.
Nur so könnt Ihr zukünftig vertrauensvoll miteinander umgehen.
Es scheint sich bei dem von Dir beschriebenen Problem um ein „einfaches“ Kommunikationsproblem zwischen euch Erwachsenen zu handeln. (Es mag sein, das da noch ganz andere Probleme sind. Du benennst aber dieses und darauf beziehe ich mich.

Was mache ich nur? Erziehe ich sie tradtioneller - Mädchen
geht zur Betreuerin und beschwert sich, dass Junge sie
geschlagen hat, worauf Junge grossen Ärger bekommt
oder moderner - Mädchen wehrt sich bei körperlichen Angriff
direkt?

Woher hast Du Diese Vorstellungen von Erziehung?
(Schrieb unten schon mal jemand, ist eigentlich nicht nötig, zu wiederholen, habe aber den Eindruck, es könnte für Dich wichtig sein, es wiederholt zu lesen)
Für Dich ist „Mädchen geht zur Betreuerin und beschwert sich“, gleichzusetzen mit petzen.
Ich sehe das anders:
Wenn ein Mensch, ob Kind oder Erwachsener, sich beschwert, dann ist es erst mal sein gutes Recht und kein Petzen. Es kommt-wie so oft-auf die Art an, wie es geschieht.

Dazu kann man seine Kinder erziehen…
Ich finde z.B. sinnvoll, wenn einem Kind (inhaltlich) vermittelt wird:
„Wenn Du etwas nicht möchtest, sag es dem Betreffenden.
Sag, was Du fühlst!
Hört der nicht zu, sag es nochmal.
Hört der immer noch nicht oder macht in dem, was dich stört, weiter, hol Dir Unterstützung bei anderen, Kindern oder Erwachsenen!“
Das mal so in Kurzform.

Und im Notfall vertrete auch ich die Meinung, dass zurückhauen O.K. ist.
Und zu guter Letzt:
wenn ein Kind zu einer Erzieherin geht, um sich Hilfe zu holen, dann bekommt das andere Kind nicht unbedingt „großen Ärger“.
Eigentlich :smile:
sollte es so sein, dass der Konflikt zwischen den Kindern mit Unterstützung der Erwachsenen geklärt wird.
So ist zumindest meine Vorstellung von Umgang mit kindlichen Streitigkeiten…
…und ehrlich gesagt: glücklicherweise auch meine Erfahrung im wirklichen Leben.
Manchmal gibt es dann als Ergebnis einer Konfliktlösung auch mal `nen „Riesen-Ärger“ …
Und das ist manchmal halt auch einfach richtig so.
Ich glaube, bei Eurer Tochter ist schon alles O.K., und im KiGa aus der Ferne zumindest von dem, was ich lese, erst mal auch.
Das ungute Gefühl, was Dich bedrückt, kommt m.E. von woanders.
Alles Gute für Euch Drei,
wünscht Finjen