Hallo Melanie,
Vorab zwei Sachen:
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Ich denke dieses Thema wäre besser im Brett „Eltern & Kinder“. dort wurde ihn schon mehrmals diskutiert ;o))
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Mein mittlerweile 5-jähriger Sohn ist absolut zweisprachig Deutsch-Spanisch. Man agt ihm nach, daß wenn er sich in einer sprache ausdrückt merkt man absolut nicht, daß er zweisprachig ist: ER redet und drückt sich identisch aus wie Einsprachigen.
Ich finde am allerwichtigste ist es, daß ihr KONSEQUENT Eure jeweiligen Muttersprache mit dem Kind redet, spricht Du mit ihm Deutsch und Dein Mann Englisch. Und das wirklich ohne Rücksicht auf gar nichts! Wie oder wo oder wann Ihr Euch unterhält spielt sonst keine so wichtige Rolle. Hauptsache mit dem Kind immer so wie o.g.
Dabei zu vermeiden wäre, daß Ihr Euch dem kind gegenüber anders ausdrückt wie unter Erwachsenen. D.h. redet mit ihm als ob er einen Erwachsenen wäre.
Es wird eine Sprache geben, die „benachteiligt“ ist. Diese ist idR. die Sprache die in der üblichen Umgebung NICHT gesprochen wird (also jetzt Englisch, danach in USA deutsch). Dann gilt es eben diese zu fördern. D.h.: Die Gute-Nacht-Geschichten überwiegend in dieser sprache (vom jeweiligen Muttersprachler); CD’s, DVD’s, Casetten,… öfters in dieser Sprache; möglichst Kontakt mit gleichaltrigen die ebenfalls Muttersprachler sind von dieser „benachteiligten“ Sprache;… Falls möglich TV-Kinderprogramme aus einem Land wo diese Sprache ofiziell ist;…
Wie gesagt, Hauptsache ist, daß das Kind diese Regel verinnerlicht: „Ein Mensch = Eine Sprache“, also für Euch: „Papa = Englisch, Mama = Deutsch“ Und das egal wo Ihr Euch aufhält und immer, konstant und Konsequent. Bei meinem sohn ist es soweit, daß er sich weigert, von mir deutsch zu hören und verlangt grundsätzlich Spanisch. Das finde ich toll! (und bin darüber stolz, muß ich gestehen)
Auch wichtig wäre, wenn Ihr ihm ein bißchen von Liebe zur Kultur des Landes mitbringt (zB. tolle Errungenschaften des Landes) Dann lernt sie das bestimmt besser.
Frag nur wenn Du weiter Fragen hast. Bei mir scheint es geklappt zu haben… ;o)) Und nie aber auch kein einziges mal war auch nur eine Spur von Durcheinander oder Verwirrung!! NIE!!! (Ich war aber wirklich immer konsequent und das bin ich nch heute) Es ist sogar so, daß wenn ich ihm vor Besuch was frage/sage, tue ich das selbstverständlich, auf Spanisch. Da es nicht sehr freundlich den Gästen gegenüber ist, übersetze ich das umgehend für sie… oder ich lasse das von David selbst übersetzen. Bis jetzt habe ich bei keinem Menschen erlebt, der dafür kein Verständnis gehabt hätte…
Alles, alles Gute für die Schwangerschaft und -wie wir sagen- eine kurze Stunde bei der Entbindung!
Liebe Grüße,
Helena *die bei einer erneute Schwangerschaft genauso handeln würde*