Zweiter Weltkrieg Tote Dresden

Hallo,

Frag mal die
Mutter eines vergewaltigten Kindes, was sie mit dem Typen
machen würde…

Welche Kinder wurden denn in den USA oder Großbritannien
vergewaltigt? Es geht in diesem Thread um die planmäßige
Zerstörung deutscher Großstädte durch die Westalliierten und
nicht um die Taten besoffener und aufgepeitschter Rotarmisten
in Ostdeutschland.

Das war ein Beispiel aus dem heutigen Leben. Heute, jetzt, irgendwo auf der Welt. Hast du Kinder? Was würdest du mit dem tun wollen, wenn die jemand vergewaltigt. Du wolltest sicher Rache.

Und genauso wollten die Nationen Europas Rache, dafür, dass Hitler den Krieg über sie gebracht hat und vielen Menschen den Tod gekostet hat. Deutschland war der FEIND! Mit Feinden hat man kein Mitleid, schon gleich 3x nicht, wenn man ohne Grund angegriffen wird.

Was haben ihnen die Polen getan? Oder
der Rest von Europa?
NICHTS!! Und das ist ein wesentlicher Unterschied.

Hättest Du die Frage in Deutschland zwischen 1919 und 1945
gestellt, wäre die Antwort eine andere gewesen.

Ja, und? Wieviel bleibt davon objektiv übrig?
Ich kann doch nicht auf dem Weltbild einer rechtsnationalen Ideologie aufsetzen…

Na klar, weil ich nicht 100% Deiner Meinung bin und nicht
prinzipiell die Ansicht vertrete, daß ein Kind, das in
brennendem Phosphor badet, es genauso und nicht anders
verdient hat - solange es ein deutsches Kind ist, bin ich
gleich ein „Geschichtsrevisionist des rechten Spektrums“.

Wieso?
Kein Mensch bestreitet, dass Dresden stattgefunden hat.
Kein Mensch bestreitet, dass es unsägliches Leid dort passiert ist.
Kein Mensch bestreitet, dass die Bewohner nichts dafür konnten.
Kein Mensch bestreitet, dass dies gegen Völker- und Kriegsrecht war.
Was willst du denn noch?

Aber hast du dich z.B. mal mit dem Massaker von Babi Jar auseinandergesetzt? Das ist wesentlich abartiger, als aus Rache die Innenstädte des Angreifers zu bombardieren.

Hat Deutschland im 2. Weltkrieg mehr Schuld auf sich geladen, als andere Länder?
Würdest du mir diese Frage beantworten?

Aus welchem Recht heraus, sollte Deutschland hier irgendwas an
Menschenrechten oder Kriegsrecht einfordern können? Hitler hat
oft gezeigt, wieviel er von sowas hält, also darf er sich auch
im Nachhinein nicht beschweren.

Ich habe nicht gehört, daß sich Hitler hier beschwert hat.

Hab ich auch nirgends gesagt. Diese Relativierung in Bezug auf „aber das war aber auch gegen das Völkerrecht“ kommt heute aus rechten Dunstkreisen.

Die Indianer Nordamerikas wurden aber selbstverständlich so
abgeschlachtet, wie die Inkas vor ihnen; vielleicht noch mit
dem Unterschied, daß die Spanier die Seuchen unbeabsichtigt
unter die Indianer gebracht hatten, die US-Amerikaner haben
dies mit voller Absicht getan.

Dass es dort zu Massakern kam, darüber besteht kein Zweifel. Das war natürlich genauso verwerflich. Aber was hat das mit dem 2. Weltkrieg zu tun. Die Entschuldigung „aber die anderen haben doch auch“ zieht nicht.

Und ja, KZs gab es damals auch

Da hätte ich doch gern mal eine Quelle davon…

schon, nur waren die Open Air - oder wie würdest Du es nennen,
wenn tausende von Menschen, Männer, Frauen und Kinder in der
Wüste zusammengetrieben werden, damit sie dort krepieren?

Tausende Menschen? Wo? Wer? Da hätte ich aber bitte auch gern eine Quelle dazu.

mfg
deconstruct

Hallo,

Ja, Hitlers Beseitigung war wirklich eine verwerfliche Sache,
wie konnten die den armen Mann nur vom Thron stoßen…

hmm… also herrje… das die Beseitigung gut war werden hier
die wenigsten bestreiten… aber die Bombardierung Dresdens im
Kontext der Hitlerbeseitigung zu sehen ist aber falsch… denn
was hat der sinnlose Tod tausender mit der Beseitigung Hitlers
zu tun?

RACHE? Was soll das sonst gewesen sein. Zwar ist Rache nie lobenswert, aber sie fand sicherlich nicht ohne Grund statt.

Beispiel das Luftfahrtministerium in Berlin-Mitte
(Wilhelmstrasse heute)… wurde nicht bombardiert… wäre das
nicht eher ein Ziel als ein Zivilist?

Erstens triffst du mit damaligen Bombern sowieso nur auf einen Quadratkilometer genau. Und auch da wären sicher hunderte oder tausende Zivilisten gestorben. Klar, gabs militärisch sinnvollere Ziele, aber das spielt bei Rache wohl keine Rolle.

Das Geschichte vom Sieger gemacht wird… nun das weiss auch
jeder… doch somit wird sie einseitig. Wir sehen ja gerade
heute wie geschichte gemacht wird (Irak).

Aha. Und die Amis stehen deiner Meinung nach jetzt als die gefeierten Helden in aller Welt da, oder wie? Ich denke, dass gerade der Irakkrieg da gar nichts in dieser Richtung zeigt.

mfg
deconstruct

RACHE? Was soll das sonst gewesen sein. Zwar ist Rache nie
lobenswert, aber sie fand sicherlich nicht ohne Grund statt.

Hallo deconstruct!

Dass Du die ‚Nazis‘ nichts magst und den Deutschen der 30’er und
40’er Jahre, die ja die ‚Nazis ermöglichten‘, den Tod wünschst, ist
sicher verständlich, zumal es auch eine Frage der Denkökonomie
ist, den Guten und den Bösen klar zu benennen und seine
Affekte dementsprechend zu delegieren.

Zum Thread trägt das aber nichts bei, da imho hier
Leute schreiben und lesen, die sehr genau wissen, wer
wann was ‚verbrochen‘ hat und die einer Agitation
nicht bedürfen.

An das Grobkoordinatensystem solltest Du Dich bei
aller Affektion dennoch halten:

  • die ‚Deutschen‘ haben den letzten grossen Krieg angefangen,
  • die ‚Deutschen‘ haben das Bombardieren britischer Städte
    eingangs abgelehnt und sogar verboten,
  • industriemaessige Vernichtung von „Untermenschen“ durch
    die Nazis, insbesondere durch SS im Rahmen des KL-Systems
    und der Einsatzgruppen war nicht Sache der kämpfenden
    Soldaten der Wehrmacht,
  • zum Bombardement britischer Städte durch die Luftwaffe
    kam es durch ein Aufschaukeln nach Fehlern und Miss-
    verständnissen,
  • Das ‚carpet bombing‘ zum Zwecke der planmaessigen Vernichtung
    des Zivillebens ist unstrittig eine ‚britische Erfindung‘,
    die Rahmenbedingungen wurden afaik auf der Casablanca-Konferenz
    vorgegeben.

Es fällt sicher nicht jedem leicht, über das Naheliegende „die
Deutschen haben angefangen, also selber schuld“ hinwegzusehen,
aber im Falle Englands stimmt das eben so nicht.

Mit „Rache“ hat das ganze übrigens nur in Deiner Phantasie zu
tun, defacto entsprach das Vorgehen der ‚Douhet‘-Theorie (die
die Deutschen für falsch hielten).

Euer CMБ

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Nicht wirklich…
Hallo,

Dass Du die ‚Nazis‘ nichts magst und den Deutschen der 30’er
und 40’er Jahre, die ja die ‚Nazis ermöglichten‘, den Tod
wünschst, ist

Ich wünsche hier überhaupt keinen den Tod. Dass ich die Nazis nicht mag, ist wohl nicht nur verständlich, sondern auch natürlich. Und die Deutschen der 30er und 40er Jahre hasse ich nicht. Ich sage nur, dass sie nichts gegen Hitler getan haben und deshalb tragen viele von ihnen sicherlich eine Mitschuld daran, dass es soweit kommen konnte.
Welcher Typ Hitler ist, konnte man schon vor dem Krieg und schon vor seiner Wahl erkennen.

  • die ‚Deutschen‘ haben den letzten grossen Krieg angefangen,

Habe ich auch so geschrieben.

  • die ‚Deutschen‘ haben das Bombardieren britischer Städte
    eingangs abgelehnt und sogar verboten,

Von „eingangs“ kann sich hier keiner was kaufen. Und inwiefern hat wer was verboten? Frankreich wurde im Juli 1940 erobert, danach begann die Schlacht um England. Und im September begann die Bombardierung von London. Dann hat das „Verbot“ ja immerhin fast 2 Monate gedauert. Mein Respekt vor dieser Zurückhaltung…

  • industriemaessige Vernichtung von „Untermenschen“ durch
    die Nazis, insbesondere durch SS im Rahmen des KL-Systems
    und der Einsatzgruppen war nicht Sache der kämpfenden
    Soldaten der Wehrmacht,

Auch das habe ich hier geschrieben.

  • zum Bombardement britischer Städte durch die Luftwaffe
    kam es durch ein Aufschaukeln nach Fehlern und Miss-
    verständnissen,

Aha. Welchen „Mißverständnissen“ bedarf es denn, dass man die Innenstadt von London über mehrere Monate hinweg bombardiert? Oder die anderer Innenstädte?

  • Das ‚carpet bombing‘ zum Zwecke der planmaessigen
    Vernichtung
    des Zivillebens ist unstrittig eine ‚britische Erfindung‘,
    die Rahmenbedingungen wurden afaik auf der
    Casablanca-Konferenz
    vorgegeben.

Aha. Und was war dann die Bombardierung von Guernica durch die Legion Condor? Dort wurden u.a. Splitter-, Spreng- und Brandbomben zum Einsatz kamen.
Insgesamt wurden dabei 50.000 kg Bomben abgeworfen! Nach dem Angriff waren 70% der Stadt zerstört, alles stand in Flammen und über 1000 Zivilisten tot.
Also von einer „britischen Erfindung“ kann man beim Flächenbombardement sicher nicht sprechen, auch wenn sie es bei der Bombardierung deutscher Städte angewendet haben. Göring sagte sogar aus, dass Guernica ein gutes „Übungsobjekt“ seiner Luftwaffe war, um auch größere Städte zu bombardieren.
Was man in London ja auch nicht schlecht zu spüren bekam.
Außer versuchte die Luftwaffe ab Juli 40 die Luftherrschaft über England zu bekommen, da man das als Schlüssel zum Sieg über England sah. Und dies gehört - da du ja schon mit Douhet weiter unten daher kommst - zum ersten Teil der Douhet-Doktrin. Erstmal Luftherrschaft, dann Bomben…

Es fällt sicher nicht jedem leicht, über das Naheliegende „die
Deutschen haben angefangen, also selber schuld“ hinwegzusehen,
aber im Falle Englands stimmt das eben so nicht.

Aha, und wieso nicht? Ich sage doch nicht, dass die Bombardierung deutscher Städte rechtens ist, sondern ich verurteile sie. Aber hätten die Deutschen den Krieg nicht angefangen, hätte das nicht stattgefunden. Und hätten sie Großbritannien nicht versucht zu erobern, dann wohl auch nicht.

Mit „Rache“ hat das ganze übrigens nur in Deiner Phantasie zu
tun, defacto entsprach das Vorgehen der ‚Douhet‘-Theorie

Also: Dann haben wir 2 Möglichkeiten:
a) Der Krieg war noch nicht entschieden, und die Bombardierung Deutscher Städte erfolgte laut der Douhet-Doktrin, um die Moral des Feindes und seine vitalen Zentren zu zerstören und ihn so niederzuringen
b) Der Krieg war schon entschieden, dann macht Douhet’s Doktrin keinen Sinn, und es war Rache.

Jetzt kannst du’s dir aussuchen. Im ersten Fall wäre es eigentlich noch besser zu rechtfertigen, weil um Hitler zu stoppen, wäre jedes Mittel recht gewesen. Und den 2. Fall habe ich ja schon dargelegt.

(die die Deutschen für falsch hielten).

Und wie haben dann die Deutschen ihre Flächenbombardements begründet? Und die haben schließlich schon viel früher, als die britischen Flächenbombardements begonnen.

mfg
deconstruct

P.S: Was bewegt einen eigentlich dazu, sich nach einen sowjetischen General und Mitstreiter Stalin’s zu benennen, wenn ich fragen darf?

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Hallo timekiller,

was sollte das hier eigentlich werden? Erst postest du einen Brief, der, wie sich Dank Rainer rausstellte, von einem Funktionär der rechtsextremen Republikaner geschrieben wurde, in dem lauter stereotype und unhaltbare Behauptungen aus dem rechten Sumpf stehen, und dann hast du nicht mal den Mut oder den Anstand, an der Diskussion teilzunehmen?
Normalerweise nennt man solches Vorgehen allgemein auch „Trollen“. Oder wie ist das zu verstehen?

Um Aufklärung hofft,
deconstruct

Hallo, ‚deconstruct‘,

[gekürzt] Dass ich die Nazis nicht mag,
ist wohl nicht nur verständlich, sondern auch
natürlich.

Das ist weder verständlich noch natürlich sondern
eher die Folge der Erziehung. Ich stelle nicht in Abrede,
dass es derzeit sinvoll ist, die jungen Leute in dieser
Weise zu erziehen.

Wenn Du glaubst, Du wärest schlauer als „die Deutschen“
von 1933 bis 1939, dann bedenke jedoch auch, welche
Faszination die Nazi-Bewegung in ihrer Zeit auf die
Welt ausstrahlte.

Beispiel: http://www.time.com/time/poy2000/archive/1938.html

 | But the figure of Adolf Hitler strode over a cringing 
 | Europe with all the swagger of a conqueror. Not the mere 
 | fact that the Fuhrer brought 10,500,000 more people 
 | (7,000,000 Austrians, 3,500,000 Sudetens) under his 
 | absolute rule made him the Man of 1938. 

Ich sage nur, dass sie nichts gegen Hitler getan haben
und deshalb tragen viele von ihnen sicherlich eine Mitschuld
daran, dass es soweit kommen konnte.

Ehrlich gesagt, ich selbst glaube auch, die „Leute hättes es
wissen können“, was auf sie zukommt. Allerdings waren Zeit
und Umstände des Geschehens 1933-1939 wenig geeignet, um
bei den Landsleuten grosses Nachdenken auszulösen. Kurz
gesagt - „es war nicht ernstlich zu erwarten, dass sich
das ‚Volk‘ gegen Hitler stellt, also weder ‚die Deutschen‘
noch irgendein anderes Volk“.

Tragödie.

Welcher Typ Hitler ist, konnte man schon vor dem Krieg und
schon vor seiner Wahl erkennen.

Meinst Du? Für mich vielleicht? Für Dich? Ich habe mich das
schon sehr oft gefragt. Beantworten kann ich es nicht.

Von „eingangs“ kann sich hier keiner was kaufen. Und inwiefern
hat wer was verboten?

Es gibt schriftlich festgelegte Richtlinien für die
Luftwaffe, in England keine zivilen Einrichtungen
zu bombardieren. Das ist eine Tatsache. Was letztendlich
daraus wurde, wissen wir. Aber es hat so etwas gegeben.
Afaik ist dergleichen abgedruckt in (1).

Frankreich wurde im Juli 1940 erobert,
danach begann die Schlacht um England.

England erklärte Deutschland den Krieg nach Ablauf eines
48-Stunden-Ultimatums nach dem Polen-Überfall. Deutschland
versuchte die Kriegserklärung Englands und Frankreichs abzuwenden
und schaltete die US-Regierung und den Vatikan ein. Aber Churchill
blieb „standhaft“.

Und im September begann
die Bombardierung von London. Dann hat das „Verbot“ ja
immerhin fast 2 Monate gedauert. Mein Respekt vor dieser
Zurückhaltung…

Zuerst begannen die Briten, Flugblätter abzuwerfen. Dann begannen
die Briten, Hafenanlagen zu bombardieren. Die Franzosen duckten sich
hinter die Maginot-Linie.

Insofern war die Zerschlagung Frankreichs und die beinahe-Vernichtung
des Britischen Expeditionsheeres bei Dünkirchen rechtlich ‚Notwehr
gegen einen Aggressor‘ :wink:

  • zum Bombardement britischer Städte durch die Luftwaffe
    kam es durch ein Aufschaukeln nach Fehlern und Miss-
    verständnissen,

Aha. Welchen „Mißverständnissen“ bedarf es denn, dass man die
Innenstadt von London über mehrere Monate hinweg bombardiert?
Oder die anderer Innenstädte?

Das war bereits eine späte Phase der Bombardierungen. Das Ziel
der Deutschen war zunächst ein sehr Pragmatisches,- Bombardierung der
Hafenanlagen um die Flotte zu schwächen. Ein „Terrorbombardement“
wurde von Hitler „reaktiv“ angeordnet, weil er wütend war,
keines der militärischen Ziele erkennbar erreicht wurde. Dazu
war die deutsche Luftwaffe allerdings gar nicht geeignet, die
Verluste (bei minimalem Wirkungsgrad) waren atemberaubend.

Eine kurze Chronologie dazu finde ich z.B. in
J. Piekalkiewicz , „Luftkrieg 1939-1945“, Bechtermünz 1998

Eine Episode dazu - J.v.Lang schreibt in „Krieg der Bomber“

 Als am späten Abend des 24. August 1940 170 Bomber 
über den Ärmelkanal geschickt wurden, kam es - wie zu erwarten 
war - zu Fehlwürfen. In etlichen Londoner Vororten gingen Wohnhäuser 
in Flammen auf. In Liverpool, wo ebenfalls Bomben fielen, mußte die 
Zivilbevölkerung Tote und Verletzte beklagen. Dagegen hatten die 
Deutschen im Ruhrgebiet während der letzten Wochen ziemlich ruhig 
schlafen können; die RAF war anderweitig beschäftigt
  • Das ‚carpet bombing‘ zum Zwecke der planmaessigen
    Vernichtung des Zivillebens ist unstrittig eine
    ‚britische Erfindung‘, die Rahmenbedingungen wurden
    afaik auf der Casablanca-Konferenz vorgegeben.

Aha. Und was war dann die Bombardierung von Guernica durch die
Legion Condor? Dort wurden u.a. Splitter-, Spreng- und
Brandbomben zum Einsatz kamen.

Das war afaik eine Fronthandlung. Heute würden wir es als
‚CAS‘ bezeichnen, welches damals technisch unzulänglich
ausgeführt wurde (teilw. Bomben aus der Ju-52 werfen).

Warum die Leute sich so an Guernica festbeissen, weiss
ich nicht. Die Legion Condor hatte noch viel mehr zu bieten.
Groehler („Kampf um die Luftherrschaft“, MV/DDR 1988)
schreibt:

Das seit November 1936 unter Mitwirkung der Legion eröffnete 
Terrorbombardement Madrids mußte wegen hoher Verluste - insbesondere 
an Ju-52 - abgebrochen werden. Nach der Verlegung nach Nordspanien 
experimentierte die «Legion Condor» mit verschiedenen Varianten von 
Fernfliegerangriffen, die sich insbesondere gegen die Häfen Malaga, 
Alicante und Cartagena richteten, gegen Industrieziele in den Städten 
Trubia und Bilbao sowie gegen Anlagen der Energieversorgung in 
Katalonien. Höhepunkte dieser Angriffe auf Städte waren die Zerstörung 
von Durango im März 1936, von Guernica im April 1937, die Beteiligung an 
Luftangriffen auf Barcelona im Januar 1938, die Operation «Neptun» im 
April 1938 gegen Cartagena sowie die Bombardierung ungezählter kleinerer 
Ortschaften wie Collunga, Villaviciosa, Cangas de Onis und Gijon.
...
Ab Sommer 1937 wurde die Legion in erster Linie dazu verwendet, für 
Stoßgruppen der Franco-Armee Frontdurchbrüche zu schlagen. Durch 
massives Bombardement enger Frontabschnitte, durch das Legen 
sogenannter Bombenteppiche, schufen sie zu Lande die Voraussetzungen 
für einen Umschwung im Kriegsverlauf zugunsten der Reaktion. 

Insgesamt wurden dabei 50.000 kg Bomben abgeworfen! Nach dem
Angriff waren 70% der Stadt zerstört, alles stand in Flammen
und über 1000 Zivilisten tot.

Das mag stimmen - und trotzdem ist gerade „Guernica“ eine
„Fronthandlung“, wenn auch mit barbarischsten Mitteln, gewesen.

Also von einer „britischen Erfindung“ kann man beim
Flächenbombardement sicher nicht sprechen, auch wenn sie es
bei der Bombardierung deutscher Städte angewendet haben.

Doch, das ist so. Der „Schalter“ für die Anwendung war
übrigens die unglückliche Bombardierung von Rotterdam
durch die Deutschen (die bereits abgeblasen war, als
sie stattfand).

Göring sagte sogar aus, dass Guernica ein gutes „Übungsobjekt“
seiner Luftwaffe war, um auch größere Städte zu bombardieren.

Was Göring sagt, hat sich nahezu immer im Nachinein als
falsch herausgestellt. Göring ist eine denkbar schlechte
Quelle für historische Betrachtungen :wink:

Wie sich die Spirale hochschraubte, beschreibt J.v.Lang
in „Krieg der Bomber“

[zu Churchill] ... »Von den Bombern allein«, postulierte er, »hängt 
der Sieg ab. Wir müssen diese Waffe so weit verstärken, daß sie eine 
dauernd zu steigernde Menge von Bomben nach Deutschland tragen kann. 
« Als Vergeltung für die Angriffe vom 24. August schickte die RAF in der 
folgenden Nacht 81 Bomber nach Deutschland. Sie sollten Berlin angreifen 
und auch sonst mit ihren Bomben da und dort für Unruhe und Zerstörung 
sorgen. Sie kamen auch in den folgenden Nächten, zwar vereinzelt nur, aber 
die Berliner wurden in der letzten Augustwoche von den Sirenen über acht 
Stunden in die Keller verbannt. In England wußte man, daß man damit 
begonnen hatte, an einer Schraube mit vielen Windungen zu drehen. Man 
tröstete sich mit Sir Hugh Trenchards Rezept. Er pflegte pessimistische 
Befürchtungen mit der Frage zu beantworten, wie viele Tauben in London
herumflögen. Wurde ihm eine Zahl genannt, zumeist eine fünfoder gar 
sechsstellige, dann wies er darauf hin, daß diese Vögel ständig etwas 
abwürfen, daß es aber noch keiner gelungen sei, ihn zu treffen. Hitler 
reagierte weniger geringschätzig. Einen weiteren Angriff auf Berlin 
kommentierte das Oberkommando der Wehrmacht folgendermaßen: »In der Nacht 
zum 29. August haben englische Kampfflugzeuge zum ersten Mal Großberlin 
angegriffen. Es wurden 8 Sprengbomben und zahlreiche Brandbomben 
abgeworfen, hauptsächlich auf Wohnviertel ~m Görlitzer Bahnhof, wobei 8 
Zivilpersonen getötet, 21 schwer und 7 leicht verletzt wurden. Infolge des 
Luftangriffs auf Berlin entschließt sich der Führer zur sofortigen 
Rückkehr nach Berlin.« 

Was man in London ja auch nicht schlecht zu spüren bekam.
Außer versuchte die Luftwaffe ab Juli 40 die Luftherrschaft
über England zu bekommen, da man das als Schlüssel zum Sieg
über England sah. Und dies gehört - da du ja schon mit Douhet
weiter unten daher kommst - zum ersten Teil der
Douhet-Doktrin. Erstmal Luftherrschaft, dann Bomben…

Hypothese. Deutschland hatte eben nicht (wie England) von Anfang
an die Aufstellung einer schweren Langstreckenbomberflotte in
der Ressourcenzuteilung vorgesehen. Noch mehr - Deutschland
hatte keinen einzigen schweren Langstreckenbomber! Sogar die
Sowjets konnten eine Woche nach Barbarossa Berlin bombardieren(!).
Die Deutschen hatten nichts dergleichen. Die Douhet-Doktrin
fand keinen Eingang in die Planungen. Als die barbarische
Wirkung der britischen Städtebombardements deutlich wurde,
steckte man riesige Summen in eine Notlösung (die V1 und V2).
Das A4-Programm (V2) war afaik in etwa so teuer wie das
amerikanische Manhatten-Projekt, seine Resultate unbedeutend
(abgesehen von den umgekommenen Zwangsarbeitern bei der Her-
stellung war das A4 militärisch bedeutungslos).

Aber hätten die Deutschen den Krieg nicht
angefangen, hätte das nicht stattgefunden. Und hätten sie
Großbritannien nicht versucht zu erobern, dann wohl auch
nicht.

Zum Ersten - das stimmt sicherlich. Kein Krieg
keine Bomben. Zum Zweiten - der Angreifer in
dieser speziellen Frage war Grossbritannien und
nicht Deutschland. Was die Verträge mit Polen
betrifft; da nun Polen von Deutschland und der
SU erobert und aufgeteilt wurde, hätte man
nicht auch mit Angriffen auf die SU rechnen müssen?

Mit „Rache“ hat das ganze übrigens nur in Deiner Phantasie zu
tun, defacto entsprach das Vorgehen der ‚Douhet‘-Theorie

Also: Dann haben wir 2 Möglichkeiten:
a) Der Krieg war noch nicht entschieden, und die Bombardierung
Deutscher Städte erfolgte laut der Douhet-Doktrin, um die
Moral des Feindes und seine vitalen Zentren zu zerstören und
ihn so niederzuringen
b) Der Krieg war schon entschieden, dann macht Douhet’s
Doktrin keinen Sinn, und es war Rache.

c) Im Winter/Frühjahr kämpfte die Wehrmacht im Westen nahezu nicht
mehr. Nach dem Scheitern von Ardennenoffensive und Bodenplatte
gab es keine Flugzeuge, Panzer, Munition und Treibstoff mehr.
Im Westen war der Krieg entschieden. Ein neuer Gegner stand vor
der Tür. Die Sowjetunion. Sie trieb ihre Front schnell nach Westen
und in Fernost bereitete sie die Eroberung Japans vor.
Wie stoppt man die Rote Armee? Nur durch die sofortige
unbedingte Kapitulation Deutschlands (bzw. später Japans). Denn dort
wo der Rotarmist kämpfend seinen Fuss hinsetzt, bleibt er auch stehen.
Wie bringt man Deutschland dazu? Das hat man versucht. Auf Kosten der
einfachen Leute.

Jetzt kannst du’s dir aussuchen. Im ersten Fall wäre es
eigentlich noch besser zu rechtfertigen, weil um Hitler zu
stoppen, wäre jedes Mittel recht gewesen. Und den 2. Fall habe
ich ja schon dargelegt.

Ich bleibe bei c).

Und wie haben dann die Deutschen ihre Flächenbombardements
begründet? Und die haben schließlich schon viel früher, als
die britischen Flächenbombardements begonnen.

Das kannst Du nicht vergleichen. Deutschland hatte niemals
die Mittel oder Präferenzen, so etwas wie bei „Gomhorra“ in
Hamburg anzurichten. Zwischen London und Hamburg oder Dresden
liegen Größenordnungen.

P.S: Was bewegt einen eigentlich dazu, sich nach einen
sowjetischen General und Mitstreiter Stalin’s zu benennen,
wenn ich fragen darf?

:wink:

Euer CMБ


(1) „Deutschland im zweiten Weltkrieg“ Bd.3, 2.Aufl.
Akademie Verlag Berlin 1988

Hallo :deconstruct

Nun ja, ich fand die Diskussion und die Fakten, die in ihr auftauchten auch ohne mein weiteres Zutun interessant, von da her reicht es mir aus, den Grundstein gelegt zu haben.

Wie Du was verstehst und was Du davon halten sollst ist mir - höflich ausgedrückt - absolut wurst.

Hallo,

[gekürzt] Dass ich die Nazis nicht mag,
ist wohl nicht nur verständlich, sondern auch
natürlich.

Das ist weder verständlich noch natürlich sondern

Aha… komische Einstellung. Was genau ist daran nicht verständlich?

eher die Folge der Erziehung. Ich stelle nicht in Abrede,
dass es derzeit sinvoll ist, die jungen Leute in dieser
Weise zu erziehen.

Ähem… es bedarf keiner besonderen Erziehung, sondern nur des natürlichen Menschenverstands und den Dingen, die man allgemein hin als Menschenrechte bezeichnet, um zu erkennen, dass die Nazis keine netten Menschen waren.

Wenn Du glaubst, Du wärest schlauer als „die Deutschen“
von 1933 bis 1939, dann bedenke jedoch auch, welche
Faszination die Nazi-Bewegung in ihrer Zeit auf die
Welt ausstrahlte.

Habe ich behauptet, dass ich schlauer wäre? Aber wenn ich - und da kann mir der/diejenige versprechen was sie will - ein Buch wie „Mein Kampf“ von jemanden lesen würde, dann wäre der/diejenige so ziemlich der letzte, den ich in irgendeiner Weise unterstützen würde.

Ehrlich gesagt, ich selbst glaube auch, die „Leute hättes es
wissen können“, was auf sie zukommt. Allerdings waren Zeit
und Umstände des Geschehens 1933-1939 wenig geeignet, um
bei den Landsleuten grosses Nachdenken auszulösen. Kurz
gesagt - „es war nicht ernstlich zu erwarten, dass sich
das ‚Volk‘ gegen Hitler stellt, also weder ‚die Deutschen‘
noch irgendein anderes Volk“.

Die „Umstände“ waren in den anderen Ländern Europas nicht besser als in Deutschland. Auch in anderen Ländern gabs Hunger, Arbeitslosigkeit, Antisemiten und Rechtsnationale. Wie haben diese Länder es nur geschafft, nicht genauso zu verfahren?

Welcher Typ Hitler ist, konnte man schon vor dem Krieg und
schon vor seiner Wahl erkennen.

Meinst Du? Für mich vielleicht? Für Dich? Ich habe mich das
schon sehr oft gefragt. Beantworten kann ich es nicht.

Es ist wohl nicht besonders schwer, wenn man nur ein paar Zeilen in „Mein Kampf“ liest. Man muss schon blind sein, wenn man das übersehen kann.

Von „eingangs“ kann sich hier keiner was kaufen. Und inwiefern
hat wer was verboten?

Es gibt schriftlich festgelegte Richtlinien für die
Luftwaffe, in England keine zivilen Einrichtungen
zu bombardieren. Das ist eine Tatsache. Was letztendlich
daraus wurde, wissen wir. Aber es hat so etwas gegeben.
Afaik ist dergleichen abgedruckt in (1).

Schön und gut. Und was kann man sich von diesen Richtlinien kaufen? Eine Bombardierung ziviler Ziele fand statt! Was willst du mir also jetzt mit solchen „Richtlinien“ beweisen?

Frankreich wurde im Juli 1940 erobert,
danach begann die Schlacht um England.

England erklärte Deutschland den Krieg nach Ablauf eines
48-Stunden-Ultimatums nach dem Polen-Überfall. Deutschland
versuchte die Kriegserklärung Englands und Frankreichs
abzuwenden und schaltete die US-Regierung und den Vatikan ein. Aber
Churchill blieb „standhaft“.

Gott sei Dank, würde ich da mal sagen. Hätte Churchill eingelenkt, hätte Hitler erstmal im Osten „klar Schiff“ machen können, um anschließend mit voller Kraft gen Großbritannien aufzubrechen. So doof ist Churchill nun auch wieder nicht gewesen, um sich auf solch ein Spielchen einzulassen.
BTW: Hitler wollte einen Krieg mit England nicht vermeiden, weil er so ein Menschenfreund war! Er wollte einen Zwei-Fronten-Krieg verhindern, damit er erst den Osten und v.a. Russland niederwerfen kann, um sich danach gen England zu wenden!

Und im September begann
die Bombardierung von London. Dann hat das „Verbot“ ja
immerhin fast 2 Monate gedauert. Mein Respekt vor dieser
Zurückhaltung…

Zuerst begannen die Briten, Flugblätter abzuwerfen. Dann
begannen die Briten, Hafenanlagen zu bombardieren. Die Franzosen
duckten sich hinter die Maginot-Linie.

LOL. Zuerst begannen die Deutschen überall in Europa andere Länder zu erobern. Hätten die Engländer warten sollen, bis sie an der Reihe sind? Komische Dinge erwartest du von denen…

Insofern war die Zerschlagung Frankreichs und die
beinahe-Vernichtung des Britischen Expeditionsheeres bei Dünkirchen :rechtlich ‚Notwehr gegen einen Aggressor‘ :wink:

LOOOOL. Sonst gehts dir aber schon noch gut?

Das war bereits eine späte Phase der Bombardierungen. Das Ziel
der Deutschen war zunächst ein sehr Pragmatisches, Bombardierung der
Hafenanlagen um die Flotte zu schwächen. Ein
„Terrorbombardement“
wurde von Hitler „reaktiv“ angeordnet, weil er wütend war,
keines der militärischen Ziele erkennbar erreicht wurde.

Vielleicht solltest du dich mal mit der Operation Seelöwe beschäftigen…
Hitlers Ziele waren zuerst die Zerstörung der Abwehranlagen entlang der Küste, Zerstörung von Flotte und Häfen. Anschließend sollte die RAF besiegt werden, um die Luftherrschaft zu bekommen. Danach sollte auch die Bombardierung von Städten geschehen. Dass dies in dieser Reihenfolge geplant war, ist auch nicht verwunderlich, schließlich hätte man so die eigenen Verluste ziemlich gering halten können.

Dazu
war die deutsche Luftwaffe allerdings gar nicht geeignet, die
Verluste (bei minimalem Wirkungsgrad) waren atemberaubend.

Tja, der Teil mit der Luftherrschaft ging eben gnadenlos in die Hose. Da er auf diesen Weg keinen Erfolg hatte, wurde mit der Bombardierung von London begonnen, obwohl die RAF noch einsatzfähig war. Dass dabei natürlich viele Bomber verloren gegangen sind, war absehbar. Man kann durchaus sagen, dass die Bombardierung ziviler Ziele in Großbritannien auch erfolgte, weil Hitler sauer war, dass er die RAF nicht so besiegen konnte, wie er sich das vorgestellt hat.
Das macht die Bombardierung Londons aber nicht besser!

Aha. Und was war dann die Bombardierung von Guernica durch die
Legion Condor? Dort wurden u.a. Splitter-, Spreng- und
Brandbomben zum Einsatz kamen.

Das war afaik eine Fronthandlung.

Das ist doch egal. Das einzige Ziel dass zerstört werden sollte, war eine kleine steinerne Brücke in Guernica! Da bedarf es keines Flächenbombardements! Da hätte ein einziger Bomber mit einer 250kg Sprengbombe auch gereicht. Das ganze war - wie ja auch Goering selbst ausgesagt hat - mehr oder weniger ein Testlauf zur großflächigen Bombardierung.

Heute würden wir es als
‚CAS‘ bezeichnen, welches damals technisch unzulänglich
ausgeführt wurde (teilw. Bomben aus der Ju-52 werfen).

Lol, da gings nicht um technisch unzulänglich, das ganze war Absicht! Oder wie bitte würdest du es nennen, wegen einer einzigen kleinen Steinbrücke etwa 50.000 kg Bomben aus 2000 meter Höhe abzuwerfen und so eine ganze Stadt großflächig in Schutt und Asche zu legen?

Warum die Leute sich so an Guernica festbeissen, weiss
ich nicht. Die Legion Condor hatte noch viel mehr zu bieten.
Groehler („Kampf um die Luftherrschaft“, MV/DDR 1988)
schreibt:

Weil Guernica KEINEN SINN machte! Da gings nur um den Test einer flächenmäßigen Bombardierung. Das hatte NICHTS mit dem eigentlichen taktischen Ziel - nämlich der Brücke - zu tun!

Insgesamt wurden dabei 50.000 kg Bomben abgeworfen! Nach dem
Angriff waren 70% der Stadt zerstört, alles stand in Flammen
und über 1000 Zivilisten tot.

Das mag stimmen - und trotzdem ist gerade „Guernica“ eine
„Fronthandlung“, wenn auch mit barbarischsten Mitteln,
gewesen.

Nochmal: Eine Fronthandlung rechtfertig das nicht. Da hätten die Amis im Irak ja auch einfach eine Atombombe auf die feindlichen Truppen werfen können, und dann behaupten: Nicht schlimm, ist eine Fronthandlung gewesen…
Also deine Ansicht hinkt hinten und vorne…

Also von einer „britischen Erfindung“ kann man beim
Flächenbombardement sicher nicht sprechen, auch wenn sie es
bei der Bombardierung deutscher Städte angewendet haben.

Doch, das ist so. Der „Schalter“ für die Anwendung war
übrigens die unglückliche Bombardierung von Rotterdam
durch die Deutschen (die bereits abgeblasen war, als
sie stattfand).

Nochmal: Flächenbombardements wurden schon VORHER von den Deutschen angewandt. Also kanns wohl kaum eine Britische Erfindung sein. Entweder du kommst hier mit Argumenten, die zeigen, dass die Briten das zuerst gemacht haben, oder eine Weiter-Diskussion macht hier keinen Sinn.

Göring sagte sogar aus, dass Guernica ein gutes „Übungsobjekt“
seiner Luftwaffe war, um auch größere Städte zu bombardieren.

Was Göring sagt, hat sich nahezu immer im Nachinein als
falsch herausgestellt. Göring ist eine denkbar schlechte
Quelle für historische Betrachtungen :wink:

Das belegen auch Einsatzaufzeichnungen der Legion Condor. Görings Aussagen haben dies lediglich bestätigt!

Wie sich die Spirale hochschraubte, beschreibt J.v.Lang
in „Krieg der Bomber“

[zu Churchill] … »Von den Bombern allein«, postulierte
er, »hängt
der Sieg ab. Wir müssen diese Waffe so weit verstärken, daß
sie eine
dauernd zu steigernde Menge von Bomben nach Deutschland tragen
kann.
« Als Vergeltung für die Angriffe vom 24. August schickte die
RAF in der
folgenden Nacht 81 Bomber nach Deutschland. Sie sollten Berlin
angreifen
und auch sonst mit ihren Bomben da und dort für Unruhe und
Zerstörung
sorgen. Sie kamen auch in den folgenden Nächten, zwar
vereinzelt nur, aber
die Berliner wurden in der letzten Augustwoche von den Sirenen
über acht
Stunden in die Keller verbannt. In England wußte man, daß man
damit
begonnen hatte, an einer Schraube mit vielen Windungen zu
drehen. Man
tröstete sich mit Sir Hugh Trenchards Rezept. Er pflegte
pessimistische
Befürchtungen mit der Frage zu beantworten, wie viele Tauben
in London
herumflögen. Wurde ihm eine Zahl genannt, zumeist eine
fünfoder gar
sechsstellige, dann wies er darauf hin, daß diese Vögel
ständig etwas
abwürfen, daß es aber noch keiner gelungen sei, ihn zu
treffen. Hitler
reagierte weniger geringschätzig. Einen weiteren Angriff auf
Berlin
kommentierte das Oberkommando der Wehrmacht folgendermaßen:
»In der Nacht
zum 29. August haben englische Kampfflugzeuge zum ersten Mal
Großberlin
angegriffen. Es wurden 8 Sprengbomben und zahlreiche
Brandbomben
abgeworfen, hauptsächlich auf Wohnviertel ~m Görlitzer
Bahnhof, wobei 8
Zivilpersonen getötet, 21 schwer und 7 leicht verletzt wurden.
Infolge des
Luftangriffs auf Berlin entschließt sich der Führer zur
sofortigen
Rückkehr nach Berlin.«

Was willst du mit diesem Text aussagen? Die Engländer sahen das Fortbestehen ihres Staates in Gefahr. Dass sie deshalb Ziele in Deutschland angegriffen haben, ist wohl kaum verwunderlich. Sollten sie zuschauen, bis es endgültig zu spät ist?

Was man in London ja auch nicht schlecht zu spüren bekam.
Außer versuchte die Luftwaffe ab Juli 40 die Luftherrschaft
über England zu bekommen, da man das als Schlüssel zum Sieg
über England sah. Und dies gehört - da du ja schon mit Douhet
weiter unten daher kommst - zum ersten Teil der
Douhet-Doktrin. Erstmal Luftherrschaft, dann Bomben…

Hypothese.

Klar, aber das Vorgehen der Deutschen unterscheidet sich in keinster Weise von dieser Doktrin. Also was willst du damit sagen?

Deutschland hatte eben nicht (wie England) von
Anfang an die Aufstellung einer schweren Langstreckenbomberflotte in
der Ressourcenzuteilung vorgesehen. Noch mehr - Deutschland
hatte keinen einzigen schweren Langstreckenbomber!

Brauchten sie doch auch gar nicht. Die Deutschen konnten England schließlich auch so bombardieren, da London und die anderen Städte so nahe lagen. Die Briten brauchten Langstreckenbomber, weil Städte wie Berlin und Dresden doppelt so weit weg waren! Hitler hat sich mit England nur komplett verschätzt. Wenn er gewußt hätte, wie schwer der Luftkampf um England wird, hätte er schon mehr in die Luftwaffe gesetzt!

Das A4-Programm (V2) war afaik in etwa so teuer wie das
amerikanische Manhatten-Projekt, seine Resultate unbedeutend
(abgesehen von den umgekommenen Zwangsarbeitern bei der Her-
stellung war das A4 militärisch bedeutungslos).

Ja, war es. Aber Hitler sah das anders! Nochmal: Das macht die Sache nicht besser. Da brauchst du auch nicht mit irgendwelchen Beispielen kommen, die mit der Sache an sich nichts zu tun haben. Betrachte doch einfach nur, was passiert ist!

Aber hätten die Deutschen den Krieg nicht
angefangen, hätte das nicht stattgefunden. Und hätten sie
Großbritannien nicht versucht zu erobern, dann wohl auch
nicht.

Zum Ersten - das stimmt sicherlich. Kein Krieg
keine Bomben.

Ergo: Selber Schuld. Ich kann auch schlecht jammern, dass jemand zurückhaut, dem ich zuerst ohne Grund in die Fresse gehaut hab!

Zum Zweiten - der Angreifer in
dieser speziellen Frage war Grossbritannien und
nicht Deutschland.

LOL!!! Was Hitler mit Verträgen macht, war bekannt. Was Hitler mit anderen Ländern macht, konnte man sehen. Hätten die Briten jetzt warten sollen, bis sie an der Reihe waren?

Was die Verträge mit Polen
betrifft; da nun Polen von Deutschland und der
SU erobert und aufgeteilt wurde, hätte man
nicht auch mit Angriffen auf die SU rechnen müssen?

Natürlich. Hitler wollte ja einen Zweifronten-Krieg vermeiden.
Aber nochmal und zum langsam mitschreiben: Nicht weil er die Briten mochte. Sondern weil er erst die Sowjet-Union, und dann England erobern wollt!

Mit „Rache“ hat das ganze übrigens nur in Deiner Phantasie zu
tun, defacto entsprach das Vorgehen der ‚Douhet‘-Theorie

Also: Dann haben wir 2 Möglichkeiten:
a) Der Krieg war noch nicht entschieden, und die Bombardierung
Deutscher Städte erfolgte laut der Douhet-Doktrin, um die
Moral des Feindes und seine vitalen Zentren zu zerstören und
ihn so niederzuringen
b) Der Krieg war schon entschieden, dann macht Douhet’s
Doktrin keinen Sinn, und es war Rache.

c) Im Winter/Frühjahr kämpfte die Wehrmacht im Westen nahezu
nicht mehr.

Und was willst du uns jetzt damit sagen? Was hat das damit zu tun? Erstens war der Angriff auf Frankreich und Benelux schon lange geplant, er wurde nur von Hitler 29 Mal (!) verschoben, u.a. wegen schlechten Wetters und wegen der Eroberung der Skandinavischen Länder!

Nach dem Scheitern von Ardennenoffensive und Bodenplatte
gab es keine Flugzeuge, Panzer, Munition und Treibstoff mehr.
Im Westen war der Krieg entschieden.

Wie? Was? Welches Scheitern?
Die Franzosen hatten ihre Verteidigung entlang der Maginot-Linie aufgebaut. Die Deutschen überrannten daraufhin aber die Benelux, um die Allierten glauben zu lassen, dass der Hauptvorstoß über Belgien erfolgen wird. Innerhalb von 7 Tagen hatte man Brüssel genommen, und dann rückte man ohne größere Verluste bis nach Dünkirchen vor, das war dann am 4. Juni. Am 9. Juni überschritten die Deutschen bereits die Seine, am 14. Juni wurde Paris genommen und am 21. Juni musste Frankreich kapitulieren. Der Westfeldzug hat damit ziemlich genau 6 Wochen gedauert und die Franzosen und Belgier wurden praktisch überrannt.
Wo also ist das Scheitern der Ardennenoffensive bitte???

Ein neuer Gegner stand vor der Tür. Die Sowjetunion. Sie trieb ihre
Front schnell nach Westen
und in Fernost bereitete sie die Eroberung Japans vor.
Wie stoppt man die Rote Armee?

Ähemm, der Krieg mit Russland begann im Juni 1941! Die Bombardierung Londons fand v.a. zwischen September und November 1940 statt!!!
Also bitte bleiben wir hier in der chronologischen Reihenfolge, sonst macht eine Diskussion keinen Sinn!

Jetzt kannst du’s dir aussuchen. Im ersten Fall wäre es
eigentlich noch besser zu rechtfertigen, weil um Hitler zu
stoppen, wäre jedes Mittel recht gewesen. Und den 2. Fall habe
ich ja schon dargelegt.

Ich bleibe bei c).

Naja, an c) war ja auch so viel richtig…

Und wie haben dann die Deutschen ihre Flächenbombardements
begründet? Und die haben schließlich schon viel früher, als
die britischen Flächenbombardements begonnen.

Das kannst Du nicht vergleichen.

Natürlich kann man das. Flächenbombardement gegen Zivilisten bleibt Flächenbombardement gegen Zivilisten. Da kannst du abstreiten, was du willst. Der einzige Grund, wieso in England „nur“ 42.000 Zivilisten durch deutsche Luftangriffe gestorben sind, war, dass die Luftwaffe nicht über mehr Kapazitäten verfügte und zuviele Bomber dabei verlor. Hätten die mehr und bessere Bomber gehabt, dann wärs da drüben schon ganz anders abgegangen.

Deutschland hatte niemals
die Mittel oder Präferenzen, so etwas wie bei „Gomhorra“ in
Hamburg anzurichten. Zwischen London und Hamburg oder Dresden
liegen Größenordnungen.

Deutschland hatte nicht die Mittel, das ist richtig. Aber England hatte die zu der Zeit, als die Deutschen London bombardiert hatten, auch nicht! Das war erst möglich, nachdem sich England erholen konnte, da Deutschland so mit Russland beschäftigt war!

P.S: Was bewegt einen eigentlich dazu, sich nach einen
sowjetischen General und Mitstreiter Stalin’s zu benennen,
wenn ich fragen darf?

:wink:

Das war eine ernstgemeinte Frage.

mfg
deconstruct

1 „Gefällt mir“

Gedenken
Wir werden zum Gedenken auf Halbmast flaggen und Kerzen in die Fenster stellen.
Unser trauerndes Gedenken widmen wir den Toten des Dresdner Brandopfers, einschließlich der Nazis.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

Full Ack
Volle Zustimmung.
Nur bitte dann der richtigen Zahl der Opfer gedenken, und nicht der Propaganda-Zahl der Rechten.

mfg
deconstruct

Quantifizierung
Unser Staatswesen ist auf gewisse Zahlenangaben angewiesen. Die BRD wird nicht 1000 Jahre dauern, und an ihrem Ende wird das Vorurteil als solches deutlich.

mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

Hallo,

Insofern war die Zerschlagung Frankreichs und die
beinahe-Vernichtung des Britischen Expeditionsheeres bei Dünkirchen :rechtlich ‚Notwehr gegen einen Aggressor‘ :wink:

LOOOOL. Sonst gehts dir aber schon noch gut?

Hast Du den Smiley uebersehen?

Nach dem Scheitern von Ardennenoffensive und Bodenplatte
gab es keine Flugzeuge, Panzer, Munition und Treibstoff mehr.
Im Westen war der Krieg entschieden.

Wie? Was? Welches Scheitern?

Wo also ist das Scheitern der Ardennenoffensive bitte???

M.S. meinte die Ardennenoffensive 44/45. Euer Kontext war ja mal
eigentlich Dresden, und das war 45.

P.S: Was bewegt einen eigentlich dazu, sich nach einen
sowjetischen General und Mitstreiter Stalin’s zu benennen,
wenn ich fragen darf?

:wink:

Das war eine ernstgemeinte Frage.

Wuerde mich auch mal Interessieren :wink: BTW, gibt es irgendwo eine
Uebersetzung deiner Vita, Michail?

hallo,

versucht doch einfach mal sachlich zu bleiben… ihr steht kurz vor dem Dialog „…du bist - nein du bist doof…“

um kurz festzuhalten…

  1. zielgenaues Treffen von gebäuden war möglich
  2. es gab ein verbot London zu bombardieren - eine Besatzung die aus Versehen dies tat wurde bestraft - Quellenangabe möglich
  3. Bombardements ziviler Plätze gab es durch die Briten zu einer Zeit, in der die Deutschen nicht mal Flugzeuge hatten und siehe Helsinki 1940 (Winterkrieg durch die Russen), sowie die Einflüge brit. Kampverbände über die Nordsee (Kriegstagebuch OKW)

es gibt immer verschiedene Blickwinkel…also bringt mal eine sachliche Diskussion zustande… ist nicht weiter schwer…

Die Disskussion darüber ob die Menschen damals nun wussten was Hitler wollte halte ich für müssig… wieso ist das Volk derart „dumm“ und die Verhandlungspartner nicht? Daladier, Molotov, Chaimberlain… sie alle glaubten an den Ehrenmann Hitler… und das obwohl sie definitiv sein Buch gelsen hatten… ja Hitler wurde 1937 zum Mann des Jahres gewählt (Time-Magazine) und gat zum Friedensnobelpreis vorgeschlagen… also zu sagen… ich hätte ihn nicht gewählt aus der Sicht von 60 Jahren danach… mit dem Wissen was nach 33 alles passierte… nun das ist unmöglich…niemand hier kann ausschliessen… mitgemacht zu haben…Denn wenn du sagst die Mneshcne wussten es… tja dann sind die Deutschen ein Tätervolk… ein Volk von Mördern… und hey… sie sind es nciht…

Hallo,

versucht doch einfach mal sachlich zu bleiben… ihr steht kurz
vor dem Dialog „…du bist - nein du bist doof…“

Wenn du das sagst…

um kurz festzuhalten…

  1. zielgenaues Treffen von gebäuden war möglich

Ja, im Tiefflug. Nur wurde das nur selten angewendet, weil man dann den Bomber eh gleich wegschmeißen könnte, wenn da etwas mehr Luftabwehr war. Also warf man Bomben aus großer Höhe ab, was aber zu großer Zielungenauigkeit führte.

  1. es gab ein verbot London zu bombardieren - eine Besatzung
    die aus Versehen dies tat wurde bestraft - Quellenangabe
    möglich

Ja und? London wurde bombardiert. Das Verbot war also ziemlich schnell hinfällig. Was wollt ihr mit dem Verbot eigentlich aussagen.

  1. Bombardements ziviler Plätze gab es durch die Briten zu
    einer Zeit, in der die Deutschen nicht mal Flugzeuge hatten
    und siehe Helsinki 1940 (Winterkrieg durch die Russen), sowie
    die Einflüge brit. Kampverbände über die Nordsee

Also da die Deutschen bereits 1937 Guernica bombardieren konnte, hatten sie wohl auch 1940 Flugzeuge. Was ich mal festhalten möchte: Es gab KEINE britischen Luftangriffe auf irgendwelche Ziele in Deutschland, bevor nicht Hilter den Krieg angefangen hat.

es gibt immer verschiedene Blickwinkel…also bringt mal eine
sachliche Diskussion zustande… ist nicht weiter schwer…

Keiner deiner Punkte von oben trägt sachlich irgendwas zu dieser Diskussion bei. Also scheints wohl doch nicht so einfach zu sein.

Die Disskussion darüber ob die Menschen damals nun wussten was
Hitler wollte halte ich für müssig… wieso ist das Volk derart
„dumm“ und die Verhandlungspartner nicht?

Daladier, Molotov,
Chaimberlain… sie alle glaubten an den Ehrenmann Hitler… und
das obwohl sie definitiv sein Buch gelsen hatten…

Naja, sie glaubten wohl eher an das Bollwerk Deutschland gegen den Bolschewismus.

ja Hitler
wurde 1937 zum Mann des Jahres gewählt (Time-Magazine) und gat

Ja, nur nicht, weil man ihn ihm einen Ehrenmann sah. Man hat Hitler deswegen zum Mann des Jahres gewählt hat, weil er so dreist vor den anderen Europäern Österreich einkassiert und Tschechien zu einer Puppe Deutschlands gemacht hat. Das fanden die anderen Europäer aber eher als schlecht und furchteinflössend und kein Mensch hielt Hitler dort für einen guten Mann.

Die Time selbst - und die wirds wohl wissen - sagt zur diesem Thema.
„All these events were shocking to nations which had defeated Germany on the battlefield only 20 years before, but nothing so terrified the world as the ruthless, methodical, Nazi-directed events which during late summer and early autumn threatened a world war over Czechoslovakia. When without loss of blood he reduced Czechoslovakia to a German puppet state, forced a drastic revision of Europe’s defensive alliances, and won a free hand for himself in Eastern Europe by getting a „hands-off“ promise from powerful Britain (and later France), Adolf Hitler without doubt became 1938’s Man of the Year.“
http://www.time.com/time/poy2000/archive/1938.html

zum Friedensnobelpreis vorgeschlagen…

Zum Friedensnobelpreis soll auch Bush jr. vorgeschlagen werden. Vorschlagen und bekommen sind zwei sehr verschiedene Paar Stiefel.
AFAIK wurde Hitler von der deutsch-amerikanischen Schriftstellerin Gertrude Stein vorgeschlagen. Sie selbst hat dazu gesagt:
_„Ich sage, dass Hitler den Friedensnobelpreis bekommen soll, weil er aus Deutschland alle Elemente des Kampfes und der Zwietracht beseitigt. Indem er die Juden sowie das demokratische und linke Element ausmerzt, tilgt er alles aus, was zu Umtrieben führt. Und das bedeutet Frieden… Durch die Unterdrückung der Juden … machte er aller Zwietracht in Deutschland ein Ende. _“
(New York Times Magazine, 6. Mai 1934)

Das Fettgedruckte zeigt doch hoffentlich, wie Frau Stein zu dem Thema Juden, Menschenrechte und Demokratie steht. Also eine Vorschlagung Hitlers von einer genauso veranlagten Person ist nun wirklich kein Zeichen für irgendwas! Wenn du heute einen Neonazi fragst, dann wär der sicher auch bereit, Hitler zum Friedensnobelpreis vorzuschlagen.

also zu sagen… ich
hätte ihn nicht gewählt aus der Sicht von 60 Jahren danach…

Viele haben ihn nicht gewählt. Das wollen wir doch hier mal klar sagen. Und vielen war auch bewußt, welcher Mensch er war. Nur waren sie am Schluss leider in der Minderheit!

mit dem Wissen was nach 33 alles passierte… nun das ist
unmöglich…niemand hier kann ausschliessen… mitgemacht zu
haben…

Hätte ich mitgemacht, wäre ich genauso schuld. Das ist doch logisch. Also was willst du mir damit beweisen?

Denn wenn du sagst die Mneshcne wussten es… tja dann
sind die Deutschen ein Tätervolk… ein Volk von Mördern… und
hey… sie sind es nciht…

Der Unterschied zwischen Tätervolk und Volk von Mördern ist dir bekannt? Also wenn du hier schon von „sachlicher Diskussion“ sprichst, dann komm bitte nicht mit so billiger Polemik, die auch alles andere als sachlich ist. Kein Mensch behauptet dass der Deutsche Bürger damals allein an allem Schuld ist. Aber jeder der damals für Hitler war hat eine Teilschuld , und wenn sie noch so klein war.

mfg
deconstruct

Hallo,

Insofern war die Zerschlagung Frankreichs und die
beinahe-Vernichtung des Britischen Expeditionsheeres bei Dünkirchen :rechtlich ‚Notwehr gegen einen Aggressor‘ :wink:

LOOOOL. Sonst gehts dir aber schon noch gut?

Hast Du den Smiley uebersehen?

Nein habe ich nicht. Aber ich finde nicht, weder dass das lustig war noch dass das ein Thema ist, welches zum Spaßen geeignet ist.

Nach dem Scheitern von Ardennenoffensive und Bodenplatte
gab es keine Flugzeuge, Panzer, Munition und Treibstoff mehr.
Im Westen war der Krieg entschieden.

Wie? Was? Welches Scheitern?

Wo also ist das Scheitern der Ardennenoffensive bitte???

M.S. meinte die Ardennenoffensive 44/45. Euer Kontext war ja
mal
eigentlich Dresden, und das war 45.

Der Kontext um dens gerade ging, war eigentlich London. Und daher war mir das nicht wirklich klar. Außerdem habe ich ja auch gesagt, dass Dresden IMO einfach Rache war. Sonst gar nichts. Wäre der Krieg noch nicht entschieden gewesen im Westen, dann wäre eine Bombardierung deutscher Städte ja irgendwo noch besser begründbar, weil dann kann man wirklich die Douhet-Doktrin anführen.

P.S: Was bewegt einen eigentlich dazu, sich nach einen
sowjetischen General und Mitstreiter Stalin’s zu benennen,
wenn ich fragen darf?

:wink:

Das war eine ernstgemeinte Frage.

Das war z.B. auch deswegen ernstgemeint, weil es IMO weder „cool“ oder „lustig“ noch noch sonstwas ist, sich nach so einem Menschen zu benennen. Stalins Regime war schließlich auch nicht von schlechten Eltern und „Budjonny“ war einer der frühesten Mitstreiter dieses Mannes und Teil des Systems.

mfg
deconstruct

Hallo,

Zu sagen „der hat angefangen“… nun ja… das hab ich schon als
Kind gelernt das man so nicht weit kommt…

Aha, komisch dass ich das ganz anders sehe. Wenn du als Kind verprügelt wurdest, dann hat man dich genauso bestraft, für das, dass du dich gewehrt und zurückgehaut hast? Das wage ich mal zu bezweifeln.

Bestraft wird hier in Deutschland immer der, der angefangen hat. Und selbst wenn der Verteidiger die Mittel unverhältnismäßig wählte, wird ihm das hier vor Gericht sehr wohl angerechnet, dass er eigentlich nicht der war, der angefangen hat und in erster Linie sich aus Notwehr verteidigt hat.

mfg
deconstruct

Hallo,
Der Unterschied zwischen Tätervolk und Volk von Mördern ist
dir bekannt? Also wenn du hier schon von „sachlicher
Diskussion“ sprichst, dann komm bitte nicht mit so billiger
Polemik, die auch alles andere als sachlich ist. Kein Mensch
behauptet dass der Deutsche Bürger damals allein an allem
Schuld ist. Aber jeder der damals für Hitler war hat eine
Teilschuld , und wenn sie noch so klein war.

nun ich sehe… Dir ist mit Fakten nciht beizukommen…

was sagst Du dann hierzu?.. „Naja, Tätervolk ist ein sehr schwammiger Begriff. Tatsache ist, dass die deutschen Hitler unterstützt haben“…

versuch doch mal einen nciht gleich anzugreifen nur wenn er eine meinung hat die Du nciht akzeptieren kannst… sonst kannst Du echt allein rumdiskutieren…

ach,… und da ich ahne was du wieder fragen willst… es kommt von Dir…

Hallo,

Der Unterschied zwischen Tätervolk und Volk von Mördern ist
dir bekannt? Also wenn du hier schon von „sachlicher
Diskussion“ sprichst, dann komm bitte nicht mit so billiger
Polemik, die auch alles andere als sachlich ist. Kein Mensch
behauptet dass der Deutsche Bürger damals allein an allem
Schuld ist. Aber jeder der damals für Hitler war hat eine
Teilschuld , und wenn sie noch so klein war.

nun ich sehe… Dir ist mit Fakten nciht beizukommen…

Mit welchen Fakten denn? Widerlege, was ich gesagt habe, dann bin ich zufrieden. Du hast jede Menge Sachen gesagt, die IMO so nicht stimmen bzw. die keine Auswirkung auf das Thema haben. Du brauchst ja nur meine Argumente widerlegen. Z.B. die Sache mit dem „Man of the year“. Das war er zwar wirklich, aber eben nicht aus dem Grund, den du suggeriert hast.

was sagst Du dann hierzu?.. „Naja, Tätervolk ist ein sehr
schwammiger Begriff. Tatsache ist, dass die deutschen Hitler
unterstützt haben“…

Ja, dem stimme ich zu. Mehr besagt ja „Tätervolk“ IMO auch nicht. Die meisten Deutschen haben ja nicht aktiv mitgemacht. Ist also im juristischen Sinne eher „unterlassene Hilfeleistung“.
Das Tätervolk ein sehr schwammiger Begriff ist, bestreitet doch keiner.

versuch doch mal einen nciht gleich anzugreifen nur wenn er
eine meinung hat die Du nciht akzeptieren kannst… sonst
kannst Du echt allein rumdiskutieren…

Wenn einer meine Meinung nicht hat, dann versuche ich, seine Argumente zu widerlegen. Würde ich das nicht machen, wäre ich ja von meiner Meinung kaum überzeugt. Wenn jemand aber meine Argumente widerlegen kann, dann kann ich mich auch von meiner Meinung trennen.
Was soll an diesem Prinzip verkehrt sein?

mfg
deconstruct

Halbwahrheiten
Hallo,

Z.B. die
Sache mit dem „Man of the year“. Das war er zwar wirklich,
aber eben nicht aus dem Grund, den du suggeriert hast.

Was ich noch vergessen habe, aber eigentlich noch sagen wollte. Ein Verbot für Luftangriffe hat zu Anfang sicher bestanden, Hitler war „Man of the year“ und er wurde auch zum Friedensnobelpreis vorgeschlagen.
Das ist alles richtig, aber das ist eben nur die halbe Wahrheit. Genau so eine Ansammlung von Halbwahrheiten wird doch von den Rechten zur Geschichtsrevisionierung genutzt. Nur mit Halbwahrheiten kommt man nicht weit. Wer auf die Antwort „Ja, aber…“ keine vernünftige Antwort hat, der kann mit seinem „Ja“ auch nicht besonders überzeugen.

Die Luftangriffe haben nämlich trotzdem stattgefunden - Verbot am Anfang hin oder her -, „Man of the year“ wurde Hitler nicht weil man ihn für einen bewundernswerten (im positiven Sinne) Menschen hielt und der Vorschlag zum Friedensnobelpreis kam eben auch von ganz bestimmten Leuten, die sich für den Judenhass begeistern konnten.
Und in diesem Kontext gesehen, finde ich nach wie vor so gut wie keine Aussage in deinem Posting.

mfg
deconstruct

Hallo Mike,

Oder: wie schiesst sich der Revisionismus selbst ins Knie…

Ich bin zu diesem Thema ein bißchen herumgesurft. Donnerwetter, was einem da für zeitgeschichtliche Kraftausdrücke um die Ohren sausen: „Aufklärungsarbeit des Reichsministers“, „Bestattungskapazität“ - da geht einem ja der Hut hoch; und als dann gar noch das Wort „frühe Legendenbildung“ fiel, da dachte ich nur noch eines: Auweia!

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

1 „Gefällt mir“