Zwischenzeugnis Bewertung

Hallo, ich habe heute mein Zwischenzeugnis erhalten und da ich mich mit dieser „Geheimsprache“ nicht auskenne, würde ich mich sehr freuen, wenn jemand von Euch etwas dazu sagen könnte.
Anbei ein Auszug:

Herr XXX ist aufgrund seiner Kompetenz stets in der Lage, die ihm übertragenen Aufgaben gut zu lösen. Aufgrund seiner Auffassungsgabe und seiner Urteilsfähigkeit ist es ihm in schwierigen Situationen möglich, erfolgreich praktikable Problemlösungen aufzuzeigen. Herr XXX überzeugt dadurch, dass er auch stärksten Arbeitsanfall gewachsen ist. Er ist ein äußerst zuverlässiger Mitarbeiter, der seine Aufgaben stets genau und sicher erledigt. Herr XXX zeigt Einsatzbereitschaft und Initiative. Er überzeugt stets durch seine persönliche Integrität. Auch in schwierigen Situationen geht es stets planvoll vor und findet schnell Strategien und Lösungsansätze. Herr XXX zeichnet sich durch sehr gutes technisches Verständnis und manuelle Geschicklichkeit aus. Herr XXX erledigt seine Aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit und entspricht unseren Erwartungen in jeder Hinsicht gut.

Das persönliche Verhalten von Herrn XXX ist einwandfrei. Bei Vorgesetzten, Kollegen und Kunden ist er sehr geschätzt.

Herr XXX erhält dieses Zwischenzeugnis auf eigenen Wunsch, da er am 01.März 2007 als Technischer Angestellter in den Bereich XXX gewechselt ist. Wir bedanken uns für die guten Leistungen von Herrn XXX und freuen und auf eine weiterhin konstruktive und angenehme Zusammenarbeit…

Danke im voraus

Gruß
Jorge

Auch hallo.

Anbei ein Auszug:

Leider: FAQ:2027 :wink:

Trotzdem: das Gezeigte klingt (sehr) gut, aber das kann sich im Kontext des restlichen Zeugnisses schnell ändern…

Bei
Vorgesetzten, Kollegen und Kunden ist er sehr geschätzt.

Diese Reihenfolge macht verdächtig, da es mit den Kunden wohl nicht so gut zu klappen scheint…

mfg M.L.

Hallo M.L.,

Danke Dir schon mal für Deine Meinung.

Leider: FAQ:2027

Sorry,ich bin neu hier und habe diese Faq übersehen.

Vorgesetzten, Kollegen und Kunden ist er sehr geschätzt.

Diese Reihenfolge macht verdächtig, da es mit den Kunden wohl
nicht so gut zu klappen scheint…

Da bin ich jetzt aber ein wenig irritiert, da ich nie Probleme mit Kunden hatte…heisst dieser Satz wirklich, dass ich wohl mit Kunden Probleme hatte??

Danke im voraus

Gruß

Vorgesetzten, Kollegen und Kunden ist er sehr geschätzt.

Diese Reihenfolge macht verdächtig, da es mit den Kunden wohl
nicht so gut zu klappen scheint…

Da bin ich jetzt aber ein wenig irritiert, da ich nie Probleme
mit Kunden hatte…heisst dieser Satz wirklich, dass ich wohl
mit Kunden Probleme hatte??

Ich habe jetzt mal bei google recherchiert und habe folgendes herausbekommen:

Note 2: Das persönliche Verhalten war stets einwandfrei. Bei Vorgesetzten, Kollegen und Kunden ist er/sie geschätzt.

Also ist dieses Aussage zum Glück nicht Negativ. :smile:

Danke trotzdem!

Gruß

Hallo nochmal.

Sorry,ich bin neu hier und habe diese Faq übersehen.

Die steht eigentlich in der Brettbeschreibung (und gehört ins „Arbeitsrecht“)

Vorgesetzten, Kollegen und Kunden ist er sehr geschätzt.

Da bin ich jetzt aber ein wenig irritiert, da ich nie Probleme
mit Kunden hatte…heisst dieser Satz wirklich, dass ich wohl
mit Kunden Probleme hatte??

Nicht zwangsläufig, aber der Kunde ist mittlerweile König. Tendenziell ist bei dieser Reihenfolge (sicherheitshalber) von der schlimmst möglichen Interpretation gegen den Zeugnisinhaber auszugehen…

mfg M.L.

Auszug aus der Brettbeschreibung
Hi!

Bei Fragen zu Arbeitszeugnissen bitte den kompletten Zeugnistext (natürlich ausgeixt) posten (siehe auch FAQ:2027); die Bewertung gleicht ansonsten einem Blick in die Kristallkugel.

Kurz: Es ist völlig unmöglich, ein Zeugnis auch nur ansatzweise zu beurteilen, wenn es nicht komplett bekannt ist.

Selbst der von Dir ergoogelte tolle Satz kann völlig bedeutungslos werden…

LG
Guido

Mein Zwischenzeugnis ist 2 Seiten lang. Auf der ersten Seite stehen wirklich nur meine Tätigkeiten und es ist mit Sicherheit nichts „Geheimes“ versteckt. Den Abschnitt auf den es ankommt, hatte ich ja komplett gepostet.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Mein Zwischenzeugnis ist 2 Seiten lang. Auf der ersten Seite
stehen wirklich nur meine Tätigkeiten und es ist mit
Sicherheit nichts „Geheimes“ versteckt.

Wenn das Beschäftigungsverhältnis „nur“ 3 Tage gedauert hat, kann das schon einen kleinen Unterschied in der Bewertung machen…

Den Abschnitt auf den
es ankommt, hatte ich ja komplett gepostet.

Ein AZ ist als Gesamtwerk zu betrachten

mfg M.L.

Hi!

Man kann Dir hier nur Hilfe anbieten.

Wenn Du der Meinung bist, es besser zu wissen - schön…
Nur erwarte dann bitte kein brauchbares Urteil, da es das nicht geben kann!

Es kommt bei Zeugnissen nicht wirklich auf das an, was drin steht - es ist meist viel wichtiger, was fehlt.

Aber mir jetzt egal - ich bin dann hier raus.

LG
Guido

Hallo Jorge,

Mein Zwischenzeugnis ist 2 Seiten lang. Auf der ersten Seite
stehen wirklich nur meine Tätigkeiten und es ist mit
Sicherheit nichts „Geheimes“ versteckt.

Das kannst nur Du sagen, ob die Tätigkeiten auch dem entsprechen, was Du wirklich getan hast :wink: Aber sicherlich wirst Du mir recht geben, dass die „Zusammenarbeit mit Kunden“ für einen Verkäufer einen anderen Stellenwert hat als für die Putzfrau. Genauso ist der Zeitraum, den Du in der Firma warst (oder noch bist?) entscheidend. Ein zweiseitiges Zeugnis nach 3 Wochen ist lachhaft, nach 15 Jahren realistisch. Auch der Austrittstermin kann gewisse Rückschlüsse zulassen etc. Das alles kann man aber nunmal nur dann beurteilen, wenn man das ganze Werk vorliegen hat. Klar, weder Deinen Namen, noch Dein Geburtsdatum noch Deine Adresse sowie der Firmenname und -adresse interessieren. Alle andere aber schon.
Ansonsten ist - wie ja Guido schon schrieb - keine seriöse Beurteilung möglich.

*wink*

Petzi

Hallo Guido,
ich bin nicht der Meinung es besser zu wissen. Wenn ich es besser wüsste, dann würde ich hier wohl nicht nach Hilfe bitten…
Ich wollte niemanden auf den Schlips treten, sondern lediglich Eure Meinung erfahren.
Ich dachte eben es kommt nur auf den Abschnitt an, bei dem es interessant wird und diesen habe ich gepostet. Was am Anfang steht sind einfach nur meine Tätigkeiten - ohne jeglichen Andeutungen usw.
Ich bin schon 14 Jahre in dieser Firma und bin Anfang des Jahres intern gewechselt.Ansonsten gibt es nichts weiter über das Zeugnis zu sagen. Was bringt es, wenn ich Euch jetzt aufzähle was ich für Tätigkeiten dort gemacht habe. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man daraus Schlüsse ziehen kann, wenn da z.B. bei der Auflistung steht: „Messen von Brechungsindices am Abbé-Refraktometer…“ usw.

Ich möchte mich trotzdem bei ALLEN für die Hilfe und Mühe bedanken.

Viele Grüße
Jorge

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi Jorge,

ich bin nicht der Meinung es besser zu wissen.

Das ist bei Guido auch schwer :wink: Der Kerl ist nämlich echt gut - und auf seine Antwort zu verzichten grenzt schon fast an Leichtsinn.

besser wüsste, dann würde ich hier wohl nicht nach Hilfe
bitten…

Dann nix wie her mit dem Zeugnis.

Ich wollte niemanden auf den Schlips treten, sondern lediglich
Eure Meinung erfahren.

Die kriegst ja auch - aber eben nur für das Gesamtwerk.

Ich dachte eben es kommt nur auf den Abschnitt an, bei dem es
interessant wird und diesen habe ich gepostet.

Klar, aber - wie ja schon meine Vorposter erwähnt haben - ist so ein Zeugnis nur als Gesamtwerk bewertbar.

Was bringt es, wenn ich Euch jetzt
aufzähle was ich für Tätigkeiten dort gemacht habe. Ich kann
mir nicht vorstellen, dass man daraus Schlüsse ziehen kann,
wenn da z.B. bei der Auflistung steht: „Messen von
Brechungsindices am Abbé-Refraktometer…“ usw.

Oh doch. Das sagt mir zum Bleistift, dass Du im optisch-technischen Bereich arbeitest, tendenziell möglicherweise in der Entwicklung. Das heisst, dass wenn wenn man Dir Eigenschaften wie „Korithenkackerei“ und „Pedantismus“ unterstellt ist das für einen Entwickler eher schlecht, wärest Du nun Buchhalter wäre das vielleicht ziemlich gut.
Ausserdem lässt es tief blicken, wenn ein Mitarbeiter (Ingenieur, wie ich Deiner ViKa entnehme) nach 14 Jahren nix anderes macht als ein Refraktometer zu bedienen. „Selbstständige Planung und Durchführung von x-Versuchen für y mit dem Abbé-Refraktometer“ würde ich da schon eher erwarten. Verstehst worauf ich hinauswill? Ein Abbé-Refraktometer routinemässig bedienen kann ein entsprechend eingewiesener Laborknecht. Wenn es bei Dir als „ausgewachsenem Ingenieur“ zu mehr nicht gereicht hat, lässt das durchaus Rückschlüsse zu. Aber eben nur zusammen mit allen anderen Tätigkeiten und allem anderen Text der da im Zeugnis so rumsteht (oder eben auch nicht)

Das heisst, wenn Du wirklich gehelft werden willst, dann stell das Zeugnis rein.

*wink*

Petzi

Hallo M.L.,

aus wirklich aktueller, zuverlässiger Quelle weiß ich, dass das so nicht stimmt:

Bei
Vorgesetzten, Kollegen und Kunden ist er sehr geschätzt.

Diese Reihenfolge macht verdächtig, da es mit den Kunden wohl
nicht so gut zu klappen scheint…

Die Reihenfolge muss so sein! Wenn das Benehmen allen Gegenüber ok war, muss die Hierarchie, nämlich Vorgesetzter, dann Kollegen, dann Kunden eingehalten werden!
Wenn die Vorgesetzten nicht an erster Stelle stehen, dann scheint es mit diesen Probleme gegeben zu haben!

Ich schwööörs!

jeanne

Zwischenzeugnis (KOMPLETT)

Das heisst, wenn Du wirklich gehelft werden willst, dann stell
das Zeugnis rein.

Vielen Dank für Deine Hilfe. Ich weiss jetzt (endlich) was Du bzw. was ihr damit meint, dass nur ein komplettes Zeugnis eine Beurteilung erst möglich macht. Wie ihr seht bin ich in Sachen „Arbeitszeugnisse“ recht unerfahren. Deswegen möchte ich mich bei Euch (Guido *wink) entschuldigen.
Ich habe mir jetzt die Mühe gemacht und das KOMPLETTE Zwischenzeugnis abgetippt. Jetzt ist sicher eine bessere Beurteilung möglich und hoffe auf eure Meinungen bzw. Beurteilung.

Danke nochmals für eure Mühe.

Gruß
Jorge

Also hier das Zwischenzeugnis in voller Länge:

Zwischenzeugnis

Herr XXX, geboren am XXX in XXX wurde ab 01. September 1993 in unserem Unternehmen zum Industriemechaniker, Fachrichtung Betriebstechnik ausgebildet. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf das am 15. Januar 1997 ausgefertigte Zeugnis.

Nach erfolgreichem Ausbildungsabschluss wurde Herr XXX als Facharbeiter übernommen und im Bereich Analytische Services – Materialprüfung eingesetzt. Zum 01. April 2002 wurde Herr XXX ins Angestelltenverhältnis übernommen.

Das Aufgabengebiet von Herrn XXX umfasste folgende Tätigkeiten:

• Prüfen der Eigenschaften von Kunststoffen im Laufe natürlicher und künstlicher Bewitterung mit visueller und messtechnischer Beurteilung, Betreuen der Wetterstation, Durchführen und Organisation aller neuen bzw. bereits laufenden Freibewitterungsaufträge mit einer Probendatenbank
• Optische Prüfungen an Kunststoffen, Bearbeiten der UV-VIS-NIR Spektroskopie in Transmission und Reflexion mit Berechnung von farbmetrischen Größen, Farbabständen und Energiedurchlassgraden bzw. Selektivitätskennzahlen, Durchführen von Arbeiten zur Prüfmittelüberwachung am Sprektrometer im Labor und in Betrieben an anderen Standorten. Messen von Brechungsindices am Abbé-Refraktometer mit Berechnung der Abbezahl. Durchführen von Versuchen zur Charakterisierung der lichtstreuenden Wirkung von Materialien wie die Messung des Haze bzw. des Intensitätshalbwertswinkels und Streuvermögens an einem Goniometer mit Leuchtdichtekamera, Messen des Glanzes von Oberflächen mit einem Reflektometer, Aufnahme und Dokumentation von Objektdetails mit einem Makroskop, Durchführen von Versuchen zur Beurteilung von Granulat-Farbmess-Systemen, Konstruktion von Probenhalterungen für optische Messgeräte, Auswerten von Messungen und Erstellen von Präsentationen
• Überarbeiten von Prüfanweisungen in der Qualitäts-Management-Datenbank
• Bearbeiten von Vorgängen im Qualitäts-Management-System: Anlegen von Untersuchungsaufträgen, von Merkmalen und Prüfparametern und der Dateneingabe und Freigabe von Messwerten

Herr XXX hat sich nebenberuflich zum staatlich geprüften Techniker, Fachrichtung Maschinenbau weitergebildet.

Herr XXX ist aufgrund seiner Kompetenz stets in der Lage, die ihm übertragenen Aufgaben gut zu lösen. Aufgrund seiner Auffassungsgabe und seiner Urteilsfähigkeit ist es ihm in schwierigen Situationen möglich, erfolgreich praktikable Problemlösungen aufzuzeigen. Herr XXX überzeugt dadurch, dass er auch stärksten Arbeitsanfall gewachsen ist. Er ist ein äußerst zuverlässiger Mitarbeiter, der seine Aufgaben stets genau und sicher erledigt. Herr XXX zeigt Einsatzbereitschaft und Initiative. Er überzeugt stets durch seine persönliche Integrität. Auch in schwierigen Situationen geht es stets planvoll vor und findet schnell Strategien und Lösungsansätze. Herr XXX zeichnet sich durch sehr gutes technisches Verständnis und manuelle Geschicklichkeit aus. Herr XXX erledigt seine Aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit und entspricht unseren Erwartungen in jeder Hinsicht gut.

Das persönliche Verhalten von Herrn XXX ist einwandfrei. Bei Vorgesetzten, Kollegen und Kunden ist er sehr geschätzt.

Herr XXX erhält dieses Zwischenzeugnis auf eigenen Wunsch, da er am 01.März 2007 als Technischer Angestellter in den Bereich XXX gewechselt ist. Wir bedanken uns für die guten Leistungen von Herrn XXX und freuen und auf eine weiterhin konstruktive und angenehme Zusammenarbeit.

XXX, den XX.Dezember 200X

Speziell zum Aufgabengebiet.
Hallo,

abgesehen von der Beschreibung des Aufgabengebiets klingt alles gut bis sehr gut.
Die Aufgabenbeschreibung ist aber derart lasch, dass der gut klingende Rest wohl anders interprätiert werden muss.
Leider krieg ich gerade nicht auf die Reihe, was diese Diskrepanz bedeuten könnte.
Hast du das Aufgabengebiet etwa selber formuliert?
(…)

Das Aufgabengebiet von Herrn XXX umfasste folgende
Tätigkeiten:

• Prüfen der Eigenschaften von Kunststoffen im Laufe
natürlicher und künstlicher Bewitterung mit visueller und
messtechnischer Beurteilung, Betreuen der Wetterstation,
Durchführen und Organisation aller neuen bzw. bereits
laufenden Freibewitterungsaufträge mit einer Probendatenbank

„…natürlicher und künstlicher…“, „…visueller und messtechnischer…“, „…neuen bzw. bereits
laufenden…“
Das ist doch kindisch.
Für mich ist nicht erkennbar, dass der gesamte Punkt mehr sein soll als eine in wenigen Wochen erlernbare Hilfstätigkeit.

Der zweite Punkt ist geradezu lächerlich.
Wenn man die Fachbegriffe weglässt, klingt es in etwa so:

„Abschätzung von Fehlerkosten unter Verwendung von Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division unter Beachtung gültiger mathematischer Regeln,
Lackieren von runden, ovalen und eckigen Gegenständen mit den Farben Rot, Blau und Grün unter Verwendung kleiner, mittelgrosser und grosser Pinsel“

• (…) Konstruktion von Probenhalterungen
für optische Messgeräte, Auswerten von Messungen und Erstellen
von Präsentationen.

Endlich mal etwas, das nach mehr klingt…
allerdings nur am Rande erwähnt. Kein gutes Zeichen.

• Überarbeiten von Prüfanweisungen in der
Qualitäts-Management-Datenbank

Was? Firmenlogo ausgetauscht? Datum korrigiert? Den Änderungsstand von 1 auf 2 gesetzt?

• Bearbeiten von Vorgängen im Qualitäts-Management-System:
Anlegen von Untersuchungsaufträgen, von Merkmalen und
Prüfparametern und der Dateneingabe und Freigabe von
Messwerten

Dieser Punkt könnte viel Inhalt haben.
Angesichts der vorigen Punkte halte ich das aber für sehr unwahrscheinlich. Auserdem kommt der Punkt erst am Schluss.

Gruss,
TR

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Hallo,
(…)

Note 2: Das persönliche Verhalten war stets einwandfrei. Bei
Vorgesetzten, Kollegen und Kunden ist er/sie geschätzt.

Also ist dieses Aussage zum Glück nicht Negativ. :smile:

Das kann man so gar nicht sagen.
Die Aufgabenbeschreibung lässt das in einem ganz anderen Licht erscheinen.

Gruss,
TR

Nein
Hi!

aus wirklich aktueller, zuverlässiger Quelle weiß ich, dass
das so nicht stimmt

Dann ist Deine Quelle entweder völlig ahnungslos oder hat vergessen auf der Höhe der Zeit zu bleiben (sprich: Sich zu bilden)

Die Reihenfolge muss so sein!

Der Kunde gehört als wichtigstes Gut eiunes Unternehmens an die erste Stele. Es ist möglich, den Kunden nach hinten zu packen, um die ewig gestrigen zu befriedigen (zu denen scheint Deine Quelle zu gehören), dann muss aber zwingend der Kunde in einem Extra-Satz erwähnt werden.

Wenn das Benehmen allen
Gegenüber ok war, muss die Hierarchie, nämlich Vorgesetzter,
dann Kollegen, dann Kunden eingehalten werden!

Das war vielleicht mal vor 20 Jahren der Fall, ist aber längst nicht mehr der Fall.

Insofern: Nett gemeint, aber falsch.

LG
Guido

Hallo Jorge,

Ich weiss jetzt (endlich) was Du
bzw. was ihr damit meint, dass nur ein komplettes Zeugnis eine
Beurteilung erst möglich macht.

*freu* So soll’s ja sein :wink:

Zwischenzeugnis

Herr XXX, geboren am XXX in XXX wurde ab 01. September 1993 in
unserem Unternehmen zum Industriemechaniker, Fachrichtung
Betriebstechnik ausgebildet. Wir verweisen in diesem
Zusammenhang auf das am 15. Januar 1997 ausgefertigte Zeugnis.

Und das Datum stimmt überein? Der 15. Januar 1997 war tatsächlich das Ende Deiner Ausbildung? Und gleichzeitig das Ausstellungsdatum vom Zeugnis von seinerzeit?

Achja - und zur Firma steht wirklich gar nix? Keine seitenlangen Lobhudeleien „führender Anbieter in weiss-Gott-was-für-Maschinen, Global playing Leader für bloddy-english-sounding-word Applications“? Dann ist gut :wink:

Nach erfolgreichem Ausbildungsabschluss wurde Herr XXX als
Facharbeiter übernommen und im Bereich Analytische Services –
Materialprüfung eingesetzt. Zum 01. April 2002 wurde Herr XXX
ins Angestelltenverhältnis übernommen.

Hat sich da in Deinem Aufgabengebiet dann was geändert? Oder war das mehr eine Formalität?

Das Aufgabengebiet von Herrn XXX umfasste folgende
Tätigkeiten:

Und die sind soweit vollständig und korrekt? Zu den Aufgaben schrieb ja mein Vorposter schon einiges, ich möchte nur noch ergänzen:

• Prüfen der Eigenschaften von Kunststoffen im Laufe
natürlicher und künstlicher Bewitterung mit visueller und
messtechnischer Beurteilung, Betreuen der Wetterstation,
Durchführen und Organisation aller neuen bzw. bereits
laufenden Freibewitterungsaufträge mit einer Probendatenbank

Da scheint mir ein Aufzählungspunkt zu fehlen: Müsste vor dem „Betreuen der Wetterstation“ nicht ein neuer Punkt anfangen?

Generell ist die Aufzählung zu lang und laberig. So würde mir zum Bleistift bei der „Prüfung der Eigenschaften von Kunststoff“ fehlen, welche Messmethoden Du angewandt hast. Schlauer würde hier klingen „Selbstständige Planung und Durchführung von Versuchen zum Alterungsverhalten von x-Kunststoffen mit y-, z- und a-Verfahren“

Oder im nächsten statt:

• Optische Prüfungen an Kunststoffen, Bearbeiten der
UV-VIS-NIR Spektroskopie in Transmission und Reflexion mit
Berechnung von farbmetrischen Größen, Farbabständen und
Energiedurchlassgraden bzw. Selektivitätskennzahlen,
Durchführen von Arbeiten zur Prüfmittelüberwachung am
Sprektrometer im Labor und in Betrieben an anderen Standorten.
Messen von Brechungsindices am Abbé-Refraktometer mit
Berechnung der Abbezahl. Durchführen von Versuchen zur
Charakterisierung der lichtstreuenden Wirkung von Materialien
wie die Messung des Haze bzw. des Intensitätshalbwertswinkels
und Streuvermögens an einem Goniometer mit Leuchtdichtekamera,
Messen des Glanzes von Oberflächen mit einem Reflektometer,
Aufnahme und Dokumentation von Objektdetails mit einem
Makroskop, Durchführen von Versuchen zur Beurteilung von
Granulat-Farbmess-Systemen, Konstruktion von Probenhalterungen
für optische Messgeräte, Auswerten von Messungen und Erstellen
von Präsentationen

  • Optische Prüfungen an Kunststoffen, mit UV-VIS-NIR Spektroskopie in Transmission und Reflexion
  • Durchführen von Arbeiten zur Prüfmittelüberwachung am Sprektrometer im Labor und in Betrieben an anderen Standorten. (beim Kunden?)
  • Messen von Brechungsindices am Abbé-Refraktometer mit Berechnung der Abbezahl.

etc.
Ganz generell fehlt mir ab erin der ganzen Aufzählung sowas wie „selbstständig, eigenverantwortlich“ oder so. Sollte rein, sonst könnte man das so interpretieren, dass man Dir jede einzelne Aufgabe vorbeten musste.

Herr XXX hat sich nebenberuflich zum staatlich geprüften
Techniker, Fachrichtung Maschinenbau weitergebildet.

Zeitraum? Abschluss? Unterstützung seitens der Firma? Gab es Änderungen in Deiner Tätigkeit nach Abschluss?

Herr XXX ist aufgrund seiner Kompetenz stets in der Lage, die
ihm übertragenen Aufgaben gut zu lösen.

Man könnte bös interpretieren: Er ist zwar in der Lage, könnte also, aber irgendwie kriegt er’s trotzdem nicht hin.

Aufgrund seiner
Auffassungsgabe und seiner Urteilsfähigkeit ist es ihm in
schwierigen Situationen möglich, erfolgreich praktikable
Problemlösungen aufzuzeigen.

Wieder bös interpretiert: alle anderen Kollegen hat er ständig mit seinen klugscheisserischen Ratschlägen genervt.

Herr XXX überzeugt dadurch, dass
er auch stärksten Arbeitsanfall gewachsen ist. Er ist ein
äußerst zuverlässiger Mitarbeiter, der seine Aufgaben stets
genau und sicher erledigt.

Böse: aber es dauert halt alles endlos lange. Zusammen mit dem Aufgabenbereich, wo nix von „selbstständig“ steht wirkt das noch negativer: „erst musste man ihm alles vorbeten, und dann hat’s immer noch Jahre gedauert, bis der Kerl dann mal fertig war“

Herr XXX zeigt Einsatzbereitschaft
und Initiative.

Er wöllte ja schon, aber er kann’s halt einfach nicht besser.

Er überzeugt stets durch seine persönliche
Integrität.

Häääh?

Auch in schwierigen Situationen geht es stets
planvoll vor und findet schnell Strategien und Lösungsansätze.

Kuddelmuddel, vermutlich mit Zeugnisgenerator gestrickt. Die „schwierigen“ Situationen gehören eher zum „stärksten Arbeitsanfall“ von weiter oben.

Herr XXX zeichnet sich durch sehr gutes technisches
Verständnis und manuelle Geschicklichkeit aus.

Das hatten wir doch oben schon mit der Kompetenz.

Herr XXX
erledigt seine Aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit
und entspricht unseren Erwartungen in jeder Hinsicht gut.

Der klassische Zeugnisgeneratorsatz.

Das persönliche Verhalten von Herrn XXX ist einwandfrei.

jederzeit? Immer? Stets? Manchmal? Selten?

Bei
Vorgesetzten, Kollegen und Kunden ist er sehr geschätzt.

Über die Reihenfolge wurde ja schon gesprochen. Ich widerspreche hier der Vorposterin, und würde sagen, dass Kunden an die allererste Stelle gehören. Dann Chefs. Dann Kollegen.

Herr XXX erhält dieses Zwischenzeugnis auf eigenen Wunsch, da
er am 01.März 2007 als Technischer Angestellter in den Bereich
XXX gewechselt ist. Wir bedanken uns für die guten Leistungen
von Herrn XXX und freuen und auf eine weiterhin konstruktive
und angenehme Zusammenarbeit.

XXX, den XX.Dezember 200X

Zurückdatieren auf den letzten April und hochrangig unterschreiben lassen.

Kurz gesagt: das Teil gehört tutti kompletti neu geschrieben. Die Aufgabenbereiche umformuliert und strukturiert. Der Zeugnisgeneratortext muss sortiert werden. Achja, und komplett fehlen mir Erfolge, die die Aussagen belegen. Also sowas wie „So hat Herr xxx selbstständig die neue Messtechnik für xxx eingeführt, mit der es möglich ist xxx zu überprüfen“ oder „Herr xxx hat das System xxx zur xxx-Aufgabe erfolgreich eingeführt“ oder so.

*wink*

Petzi

Hast du das Aufgabengebiet etwa selber formuliert?
(…)

Hi, erstmal Danke für Deine Beurteilung. :smile:
Das Aufgabengebiet habe ich nicht selbst formuliert. Die Vorgesetzten haben diese Angaben unserer Personalabteilung mitgeteilt und die haben dann das Zeugnis ausformuliert.

Das Aufgabengebiet von Herrn XXX umfasste folgende
Tätigkeiten:

„…natürlicher und künstlicher…“, „…visueller und
messtechnischer…“, „…neuen bzw. bereits
laufenden…“
Das ist doch kindisch.

Ich kann Dich verstehen. Es hört sich schon „seltsam“ an, aber es gibt tatsächlich Unterschiede zwischen „natürlich und künstlicher Bewitterung…“. Aber es ist schon in der Tat ungünstig beschrieben bzw. wird jedes Detail aufgezählt.

• Überarbeiten von Prüfanweisungen in der
Qualitäts-Management-Datenbank

Was? Firmenlogo ausgetauscht? Datum korrigiert? Den
Änderungsstand von 1 auf 2 gesetzt?

Prüfanweisungen wurden bzw. mussten immer nach gewissen Jahren überarbeitet werden, da in der Regel im Laufe der Jahre einige Punkte neu hinzu kamen oder Systeme aktualisiert wurden. In der Regel musste man „mehr“ ändern als nur das Datum.

Gruß
Jorge

Und das Datum stimmt überein? Der 15. Januar 1997 war
tatsächlich das Ende Deiner Ausbildung? Und gleichzeitig das
Ausstellungsdatum vom Zeugnis von seinerzeit?

Hi Petzi, auch Dir erstmal Danke. :wink:
Ja - das Datum stimmt überein. In der Regel bekommen Auszubildende nach Ihrer Ausbildung automatisch ein Zeugnis, das in die Akte kommt (welches ich niemals zu sehen bekam…). Sicher hätte ich die Möglichkeit es zu sehen, wenn ich es wollen würde, aber damals habe ich mich wohl nicht dafür interessiert.

Achja - und zur Firma steht wirklich gar nix? Keine
seitenlangen Lobhudeleien „führender Anbieter in
weiss-Gott-was-für-Maschinen, Global playing Leader für
bloddy-english-sounding-word Applications“? Dann ist gut :wink:

Ich denke dies liegt daran, dass ich firmenintern gewechselt bin und deswegen Daten zur Firma nicht erwähnt wurden.

Nach erfolgreichem Ausbildungsabschluss wurde Herr XXX als
Facharbeiter übernommen und im Bereich Analytische Services –
Materialprüfung eingesetzt. Zum 01. April 2002 wurde Herr XXX
ins Angestelltenverhältnis übernommen.

Hat sich da in Deinem Aufgabengebiet dann was geändert? Oder
war das mehr eine Formalität?

Ja, mein Aufgabengebiet ist erweitert worden bzw. wurde ich nach meinem Techniker-Abschluss zum Angestellten.

Herr XXX hat sich nebenberuflich zum staatlich geprüften
Techniker, Fachrichtung Maschinenbau weitergebildet.

Zeitraum? Abschluss? Unterstützung seitens der Firma? Gab es
Änderungen in Deiner Tätigkeit nach Abschluss?

Diese Weiterbildung habe ich ohne Unterstützung seitens der Firma durchgezogen. Mein Aufgabengebiet wurde danach, wie schon erwähnt, erweitert. Ja, finde auch, dass zu wenig darüber erwähnt wurde.

Aufgrund seiner
Auffassungsgabe und seiner Urteilsfähigkeit ist es ihm in
schwierigen Situationen möglich, erfolgreich praktikable
Problemlösungen aufzuzeigen.

Wieder bös interpretiert: alle anderen Kollegen hat er ständig
mit seinen klugscheisserischen Ratschlägen genervt.

hmmm…kann mir nicht vorstellen, dass es so gemeint ist, da ich eher ein ruhiger, zurückhaltender Typ bin.

Er überzeugt stets durch seine persönliche
Integrität.

Häääh?

Ich denke damit wird gemeint, dass ich mich gut in die Gruppe integrieren konnte. Hört sich aber schon „komisch“ an…

Kurz gesagt: das Teil gehört tutti kompletti neu geschrieben.
Die Aufgabenbereiche umformuliert und strukturiert. Der
Zeugnisgeneratortext muss sortiert werden. Achja, und komplett
fehlen mir Erfolge, die die Aussagen belegen. Also sowas wie
„So hat Herr xxx selbstständig die neue Messtechnik für xxx
eingeführt, mit der es möglich ist xxx zu überprüfen“ oder
„Herr xxx hat das System xxx zur xxx-Aufgabe erfolgreich
eingeführt“ oder so.

Na, hört sich ja Deiner Meinung nach also nicht sehr gut an…zum Glück muss ich mich nicht damit bewerben, da ich ja jetzt bereits einen neuen (besseren) Job habe.
Ich denke, wenn ich aus der Firma ausscheiden würde, würde ich darauf bestehen, dass das Zeugnis „professioneller“ geschrieben wird.

Gruß
Jorge