6-jährige Tochter wird von 9-jährigen belästigt

Hi!

Warum wird eigentlich immer der angebliche oder tatsächliche sexuelle Hintergrund so überbewertet?

Da haben vier große Buben ein kleines Kind (Geschlecht ist doch gar nicht so wichtig) verspottet und gequält und dem Kind offenbar ziemlich Angst gemacht.

Das ist inakzeptabel.

alien

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Hi!

Warum wird eigentlich immer der angebliche oder tatsächliche
sexuelle Hintergrund so überbewertet?

An sich habe ich das so nicht getan.
Ich habe einfach dies als „option“ genommen und versucht darzustellen, dass auch wenn hier eine sexuelle Bedrohung vorgelegen hätte verbal, dass das Kind dies eh nicht verstanden hätte.
In Ermangelung des Verstehenkönnens wäre also ihre Reaktion nicht verständlich.

Ich denk mir, dass da was hinzugekommen ist, entweder allgemein „Gewalt“ (Rumschubserei oder sowas) oder weitere sexuelle Sachen…

Da haben vier große Buben ein kleines Kind (Geschlecht ist
doch gar nicht so wichtig) verspottet und gequält und dem Kind
offenbar ziemlich Angst gemacht.

Ja grds. würde ich solche Sachen auch als einen Bubenstreich sehen, deswegen habe ich diese Frage, obs nun Sexuelle Belästigung oder ein Bubenstreich war, offen gelassen. DIe endgültige ANtwort drauf kann nur unter Beachtung des EINzelfalls geschehen.

Allerdings halte ich -im Gegensatz zu anderen hier und dir- so ein Verhalten von 9-Jährigen allein des Alters wegen nicht als dummen Bubenstreich. Für mich kann dies eben sehr wohl auch eine sexulle Belästigung sein.

Es kommt dabei darauf an was das für 9-Jährige sind, ob sie wissen was sie reden, ob sie sexuelle Erfahrungen gemacht haben, ob sie es machen wollten etc.

Es gibt halt große Unterschiede zwischen 9-Jährigen…die einen sind noch Kinder, das siehst du denen schon an vom Verhalten her an. Deren „sexuelle ANnäherung“ an das andere Geschlecht besteht eher in dem Necken oder anderweitigen körperlichen Kontakten.

Sie besteht grds nicht in Fragen, ob man mit dem und dem schon zusammen duschen war!

Es gibt auch 9-Jährige die schon sexuelle Erfahrungen hatten bzw. haben. Und wenn ich mir überlege an was für Bildmaterialien Jugendliche heutzutage kommen…und gekoppelt mit der Frage ganz konkret nach Sex…kann es sehr wohl eine Belästigung gewesen sein!

Deswegen nicht panik aber auch nicht auf die leichte SCHulter nehmen.

MfG

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Hi!

Wo nehme ich das Verhalten der Buben auf die leichte Schulter? Es ist KEIN Dummejungenstreich! (Ich schrieb: „es ist inakzeptabel“ oder so ähnlich.)

Ob das Verhalten auch sexuell motiviert war (was ich persönlich bei Kindern in dem Alter für nicht sehr wahrscheinlich halte, eher „spielten“ sie sexuelle Belästigung), ist in meinen Augen absolut zweitrangig.

Ich hatte mein Posting aber sowieso als Ergänzung zu Deinem gemeint, nicht als Widerspruch. (Das Mädchen muß den sexuellen Hintergrund nicht verstehen, um die Situation als angstmachend zu erleben.)

alien

Früher versuchte ich immer „fair“ zu sein. Bis mir meine
Söhne mal sehr unmissverständlich zum Ausdruck brachten, dass
ich in Konfliktsituationen immer auf der Seite der anderen
(nach ihrer Meinung) stehen würde. Sie hatten insofern Recht,
als die anderen Eltern immer 100%ig auf der Seite ihrer
Sprösslinge
standen, und meine „Fairness“ dadurch keinen Ausgleich bringen
konnte. Wichtig für mich: meine Söhne fühlten sich
allein gelassen.

Solche Sachen liegen unter anderem auch daran, dass gewisse andere ELtern eben ohne Rücksicht auf Verluste hinter ihren Kindern stehen. Egal was kommt, ist es eine Lüge gegen das eigene Kind etc.

Dann es ist halt kein WUnder, dass das einige Kinder sehen und das bei sich eventuell vermissen.

Würden sich alle Eltern daran halten, dass falsches Verhalten geahndet wird, egal obs das eigene Kind war oder nicht, wäre es eine ganz normale Sache für jedes Kind, dass man Ärger bekommt und bloßgestellt wird.

Ich denke dass dieses „Bloßstellen“ (so empfindet das ein Kind wenn die ELtern den anderen „glauben“), auch wenn es für das Kind sehr peinlich sein dürfte ein einmaliges Erlebnis ist, dass ihm ein für allemal ganz klar macht, das man nicht mit so einem Mist „durchkommt“.

Auf der anderen Seite muss gerade ein Kind den Rückhalt der Eltern haben.

Da ist ein gesundes Mittelmaß gefordert, dem Kind zu zeigen, wenn du Mist gebaut hast, bin ich hinter dir, aber du musst für deine Fehler selbst gerade stehen.

Sprich auf einen konkreten Fall bezogen:
Wenn eine andere MUtter an die Tür kommt mit einer Beschwerde, dann gibts zwei Arten von Eltern:
Die einen verneinen per se alles als Lüge etc…das sind meistens auch die ELtern, deren Kinder mehr und mehr solche Beschwerden nach Hause holen. Da gibts nach meiner Ansicht einen direkten Zusammenhang zwischen Eltern- und Kindverhalten. Wenn ich mit allem durchkomme ergibt sich für ein Kind nciht wirklich ein Bedürfnis sich gut zu verhalten.

DIe anderen sind die überkritischen, von denen jede Beschwerde als peinlich empfunden wird und die dieses auf das Kind übertragen. Da wird auf das Kind sofort eingeredet so nach dem Motto wenn da nichts ist würden die auch nicht kommen.

Beides sind Extremreaktionen, das dem Kind schadet.

AM besten ist es wohl, dass man bei einer Beschwerde nicht per se verneint oder bejaht, sondern erst mit den Leuten redet dann mit dem eigenen Kind…und dann dem Kind erklärt dass das so nicht geht etc.

MfG

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Hi!

Wo nehme ich das Verhalten der Buben auf die leichte Schulter?
Es ist KEIN Dummejungenstreich! (Ich schrieb: „es ist
inakzeptabel“ oder so ähnlich.)

Ob das Verhalten auch sexuell motiviert war (was ich
persönlich bei Kindern in dem Alter für nicht sehr
wahrscheinlich halte, eher „spielten“ sie sexuelle
Belästigung), ist in meinen Augen absolut zweitrangig.

Ich hatte mein Posting aber sowieso als Ergänzung zu Deinem
gemeint, nicht als Widerspruch. (Das Mädchen muß den sexuellen
Hintergrund nicht verstehen, um die Situation als angstmachend
zu erleben.)

Ach so, alles Klar. Ich hatte dein Posting unter dem EIndruck der anderen Postings gelesen, in der es per se als Bubenstreich gesehen wurde, und dies dann so interpretiert.

MfG

Niemand hat behauptet, dass du „alle Männer sind
Schweine“ behauptet hast.
Es wurde dir unterstellt, dass du für kleine
Jungs eine „alle-Männer-sind-Schweine“-Keulen-Erziehung
anwenden würdest.

Man muss schon genau lesen, wenn man sich wehrt.

Um es (für mich) nochmal zu wiederholen:
Was die Jungs getan haben, war nicht richtig,
weil vier ältere Kinder ein einzelnes kleineres
Kind gepiesackt haben.
Die sexuelle Nötigung muss überhaupt nicht
in diesem Vorgang gesehen werden, um dem kleineren Kind
gerecht zu werden und den größeren Jungs beizubringen,
dass man so etwas nicht tut.

Betont man die sexuelle Seite dieses Geschehens,
macht man erstens mal die Eltern kopfscheu und
das Gegenteil von einsichtig und zweitens bewertet man
mit einer Skala, die dem Geschehen überhaupt nicht
gerecht wird.

Gruß
Elke

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Hallo

Meine Tochter ist sechs Jahre alt und wurde vor ein paar Tagen
auf dem Spielplatz von vier 9-und 10-jährigen Jungens zuerst
ziemlich gepiesackt und dann gefragt ob sie schon einen Freund
hätte. Sie bejahte das (sie hat einen Kindergartenfreund) und
daraufhin ging die Fragerei in die Richtung,ob sie schon Sex
mit ihm hätte und schon zusammen mit ihm unter der Dusche
war.Problem ist,daß sie seitdem wieder einnässt und ziemlich
unter der Sache leidet.

Die (sehr interessante) Diskussion ergab (für mich),
dass sich eine überlegene ‚Gang von 4 Spielplatzrowdies‘
ein nicht-wehrhaftes 6-jähriges Mädchen in solcher Weise
angegriffen haben, dass dieses mit aktualer schwerer
Angstsymptomatk aus dem Geschehen herauskam.

Der ‚sexuelle Aspekt‘ ist hierbei imho nicht-existent
bzw. spielt keine Rolle und lenkt leider (imho) von
der Beurteilung des Geschehens ab.

Wer selbst ein paar ‚10-jährige Helden‘, die
sich gegenseitig beweisen müssen, wer der
coolste ist und wer sich am meisten traut,
kennt, weiss was ich meine.

Das Mädchen wurde als opportunes Opfer ausgemacht,
ihm wurde Angst gemacht (wie auch immer), was zur
Intention des Verhaltens unserer Helden zählt.

Das ist normal, denke ich. Die Frage ist nun,
wie kann das Opfer, das Mädchen, erkennen, dass
es „Gerechtigkeit“ gibt und dass die nun ‚ab-
gestraften‘ Helden eine solche Aktion in Zukunft
vermeiden werden wie der Teufel das Weihwasser.

Das kann sie eben nicht. Das Verhalten der Helden,
ihr massive Angst einzuflössen, war folgenlos für den
Fortgang des Universums. Das ist die Lehre für
das Mädchen. Der Überlegene kann sie angreifen
und niemand kann etwas tun. Deshalb könnte sie
einnässen.

Wer weiss?

Was hätte man tun sollen? Wie reagiert ein
Fürst im 16.Jh., wenn 4 10-jährige Buben
aus dem Dorfe seine jüngste Tochter angreifen,
so dass diese aktualneurotisches Verhalten zeigt?

Was tut er?

Grüße

CMБ

Hi,

vielleicht wurde es schon erwähnt. Ich habe nicht alles gelesen.

Was kann man da tun?Wir haben bereits mit ihr gesprochen und
ihr Mut zugeredet,aber so wirklich erfolgreich war das
nicht…

Du schreibst bereits mit ihr gesprochen, aber nicht, wie du reagiert hast, direkt nach dem du die Sache erfahren hast.

Bettnässen assoziiere ich persönlich als erstes mit zu wenig Aufmerksamkeit, sich nicht angenommen fühlen, Schutz, Sicherheit und Geborgenheit brauchen, wieder klein sein wollen o. ä.

Ich will hier nichts unterstellen, oder dir zu nahe treten! Ich möchte hier nur wertfrei loswerden, was mir so in den Sinn kommt, durch meine Erfahrungen mit kindlichen Reaktionen und wie ich sie interpretiere.

Ein Kind, welches das Gefühl hat, dass ihm seine Eltern Sicherheit, Schutz, Geborgenheit und Vertrauen geben, reagiert nach meinen Erfahrungen nicht aus reiner Angst, oder unangenehmen Erlebnissen mit Bettnässen.

Anders könnte es vielleicht aussehen, bei Kindern, die sich überfordert fühlen, weil sie das Gefühl haben eine gewisse Stärke zeigen zu müssen, bzw. Probleme haben Schwäche zu zeigen. Hier kann ich mir eine Reaktion des Bettnässens gut vorstellen.

Natürlich kann auch ein wirklich traumatisches Erlebnis das Bettnässen auslösen. Mann kann auch überlegen, dass entweder mehr passiert ist, bzw. ich das Kind bisher noch nicht auf entsprechende Situationen (Sex, Missbrauch etc.) vorbereitet habe.

Das würde ich dann aber auch im Kindergarten ansprechen, da es heutzutage - dachte ich - doch üblich ist, die Kinder schon recht früh auf die Gefahren von ‚sexueller Belästigung‘ und den ‚Umgang‘ damit vorzubereiten.

bye

Hallo,ihr alle! :wink:
Erstmal vielen lieben Dank für eure Antworten!Ich hoffe,ich beantworte alle Fragen erschöpfend (war doch eine Menge zu lesen…).
Das Problem für mich und die Kleine sind nicht unbedingt diese sexuellen Äusserungen (ich denke,es war ein unüberlegter „Dummerjungenstreich“,der bös nach hinten losgegangen ist,was aber nicht heissen soll,daß ich sowas bei 9-jährigen normal finde),sondern ihre Angst.Sie war aufgrund einiger traumatischer Erlebnisse mit dem männlichen Geschlecht (auf die ich aber nicht weiter eingehen möchte) bereits in psychologischer Behandlung und wir waren gerade mit den Sitzungen durch.Da ist es dann natürlich doppelt frustrierend,wenn alles wieder von vorn los geht.
Es wurde gefragt,wie ich reagiert habe,als sie es erzählte.Ich habe sie in den Arm genommen,ganz fest gedrückt und mein Verlobter und ich haben ihr erklärt,daß sie mit uns über alles reden kann,wir es ganz toll finden,daß sie so viel Vertrauen zu uns hat und daß sie jederzeit zu uns kommen kann,wenn sie Ärger oder Probleme hat.
Mein Verlobter ging dann los und traf auch gleich einen von den Jungens,der wohl redete wie ein Buch.Lange Rede,kurzer Sinn,abends waren zwei Mütter und ein Vater mit drei von den Jungs bei uns und wir versuchten die ganze Sache wie Erwachsene zu regeln,was aber total in die Hose ging,da der Vater uns überhaupt nicht zu Wort kommen liess,das ganze Haus zusammenbrüllte und meine Tochter als Lügnerin hinstellte.Ich versuchte mich noch mit einer der Mütter zu unterhalten,die genau wie wir auch,an einer vernünftigen Klärung interessiert war.Das war aber aufgrund dieses „hysterischen“ Vaters absolut unmöglich.Er bestand dann darauf,daß ich meine Tochter holen sollte,damit wir eine „Gegenüberstellung“ durchführen könnten.Im Nachinein weiss ich,daß es falsch war,weil dieser Mensch,kaum daß er meine Tochter sah,sofort weiterblökte.Sie stand dann völlig verschüchtert da und ich bat die Herrschaften zu gehen.
Nicht,daß ich falsch verstanden werde,es geht uns nicht darum,irgendwem ans Bein zu pinkeln (mal salopp ausgedrückt)oder jemanden zu verdammen,sondern einfach nur darum,daß diese Sache geklärt wird und sich die Jungs entschuldigen.
Die Erzieherin im KiGa ist heute informiert worden und sie versprach ein besonderes Augenmerk auf die Kleine zu haben.
Naja,man wird sehen,wie es weitergeht,aber immerhin war ihre Hose heute tagsüber trocken. :wink:

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Hallo

Sache wie Erwachsene zu regeln, was aber total in die Hose
ging,da der Vater uns überhaupt nicht zu Wort kommen liess,
das ganze Haus zusammenbrüllte und meine Tochter als Lügnerin
hinstellte. Ich versuchte mich noch mit einer der Mütter zu
unterhalten, die genau wie wir auch,an einer vernünftigen
Klärung interessiert war.Das war aber aufgrund dieses
„hysterischen“ Vaters absolut unmöglich.

Bezüglich des „Krawallmännchens“:

Hinter solchem allzu deutlichen ‚kompensatorischen Aktivismus‘
steht, meiner Erfahrung nach nahezu immer eine psychische
Störung mit langer Vorgeschichte.

Am Anfang und am Ende der psychischen Störungen
steht (imho) dagegen meistens „Angst“.

… daß diese Sache geklärt wird und sich die Jungs
entschuldigen.

Das haben sie nicht?

Grüße

CMБ

Bezüglich des „Krawallmännchens“:

Hinter solchem allzu deutlichen ‚kompensatorischen Aktivismus‘
steht, meiner Erfahrung nach nahezu immer eine psychische
Störung mit langer Vorgeschichte.

Am Anfang und am Ende der psychischen Störungen
steht (imho) dagegen meistens „Angst“.

… daß diese Sache geklärt wird und sich die Jungs
entschuldigen.

Das haben sie nicht?

Grüße

CMБ

Nein,haben sie nicht…
Die standen irgendwie die ganze Zeit nur rum und es kümmerte sie offenbar auch nicht sonderlich…

Es wurde dir unterstellt, dass du für kleine
Jungs eine „alle-Männer-sind-Schweine“-Keulen-Erziehung
anwenden würdest.

Das impliziert meiner Ansicht nach, dass ich diese Einstellung hätte, oder etwa nicht? Ich jedenfalls vermittle meinen Kindern nur Einstellungen, die ich selbst habe.

Mich wehren habe ich übrigens nicht nötig. Ich finde zwar manche Postings nicht mehr sachlich und daher wenig hilfreich, aber grobe Verletzungen sind immerhin unterblieben…

Was auch immer du oder sonstwer mir da jedenfalls unterstellen wollen: Auch dir empfehle ich genau lesen. Ich kann jedenfalls nirgends in meinen Beiträgen lesen, dass ich etwas derartiges behauptet oder gefordert hätte. Dass diese Jungs deutlich zurechtgewiesen gehören, da sind sich doch die meisten hier einig. Habe ich von ALLEN Jungs gesprochen? Wo denn bitte?
Also wo ist das Problem?

Um es (für mich) nochmal zu wiederholen:
Was die Jungs getan haben, war nicht richtig,
weil vier ältere Kinder ein einzelnes kleineres
Kind gepiesackt haben.

Na wunderbar, dann sind wir uns doch einig.

Die sexuelle Nötigung muss überhaupt nicht
in diesem Vorgang gesehen werden, um dem kleineren Kind
gerecht zu werden und den größeren Jungs beizubringen,
dass man so etwas nicht tut.

Ok, da sind wir uns nicht einig. Zwar weiß ich nicht, inwieweit dieser Part der Quälerei bestimmend für das Erlebnis war. Aber ich würde versuchen, in dem was ich den Jungs sage, dem verhältnismäßig gerecht zu werden. Heißt: Wenn sich das auf zwei bis drei Sätze beschränkt hat, würde ich darüber selbst auch nicht mehr als zwei bis drei klare Sätze verlieren.

Betont man die sexuelle Seite dieses Geschehens,

Diese Seite sollte so sehr betont werden wie das Mädchen sie als wichtig erlebt hat. Ist sie nebensächlich, würde ich es nicht hervorkehren. Ist es aber das, was das Mädchen vor allem belastet, ist eine Betonung absolut angebracht.

macht man erstens mal die Eltern kopfscheu und

Mir sind offen gestanden die Eltern der Jungs nicht so wichtig - so lange nicht wirklich herbere Sachen passiert sind. Dass sie nicht einsichtig sind, so oder so, ist zu erwarten.

Ich habe übrigens selbst einen Sohn, der in ein bis zwei Jahren in diesem Alter sein wird. Es kam bisher erst einmal vor, dass eine Mutter sich bei mir über ihn beschwert hat. Er habe ihren Sohn gemeinsam mit anderen Jungs in der Schule angegriffen. Ich gebe zu, ich konnte es mir auch nicht vorstellen, denn mein Sohn ist eher ein total ausgeglichener und sozialer Junge, was auch in den Schulzeugnissen immer erwähnt wird. Aber weiß man wirklich, was denen in der Gruppe so einfällt? Meine Reaktion der Mutter gegenüber: Erstmal echte Verwunderung „ich kann mir das fast nicht vorstellen“, aber ich habe ihr auch geglaubt, denn auch ihr Sohn war sicher keiner von denen, die Lügengeschichten erzählen. Ich habe dann zu ihr gesagt, dass mir leid tut, wenn es wirklich so war und dass ich mit meinem Sohn darüber reden werde.

Gruß,
Matilda

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Hallo,

Was auch immer du oder sonstwer mir da jedenfalls unterstellen
wollen: Auch dir empfehle ich genau lesen. Ich kann jedenfalls
nirgends in meinen Beiträgen lesen, dass ich etwas derartiges
behauptet oder gefordert hätte. Dass diese Jungs deutlich
zurechtgewiesen gehören, da sind sich doch die meisten hier
einig. Habe ich von ALLEN Jungs gesprochen? Wo denn bitte?
Also wo ist das Problem?

Dass du auf dem sexuellen Aspekt rumgeritten bist.

Betont man die sexuelle Seite dieses Geschehens,

Diese Seite sollte so sehr betont werden wie das Mädchen sie
als wichtig erlebt hat.

Warum?
Inzwischen ist die Fragestellerin deutlicher geworden
und hat erwähnt, dass ihre Tochter vorher Erfahrungen
mit einem Mann/Männern gemacht hat, die es nötig werden
ließen, dass sie behandelt wurde. Das macht aber die
Sache an sich nicht sexueller als sie war.

Ist sie nebensächlich, würde ich es
nicht hervorkehren. Ist es aber das, was das Mädchen vor allem
belastet, ist eine Betonung absolut angebracht.

s.o.

macht man erstens mal die Eltern kopfscheu und

Mir sind offen gestanden die Eltern der Jungs nicht so wichtig

Doch, die sind wichtig - weil man mit denen reden/leben
muss und weil sie einen Einfluss auf die Söhne ausüben können.
Persönlich sind mir diese Eltern auch schnurzpiepwurscht
und wie die sich dabei fühlen. Aber ihr Fühlen beeinflusst
ihr Verhalten und das ist eben wichtig, wenn z.B. ein Ergebnis
sein soll, dass die Jungs sich bei dem Mädchen entschuldigen.

  • so lange nicht wirklich herbere Sachen passiert sind. Dass
    sie nicht einsichtig sind, so oder so, ist zu erwarten.

Nicht wirklich. Je mehr man sie in die Ecke treibt,
je weniger einsichtig werden sie sein.

Gruß
Elke

Hallo Mo,

Die standen irgendwie die ganze Zeit nur rum und es kümmerte
sie offenbar auch nicht sonderlich…

Das versteh ich, wenn die Eltern so eine wichtige Rolle spielten.
Die Jungs hätten die Gesprächspartner sein müssen, nicht die Eltern. Durch den Krawallmacher und die „Gegenüberstellung“ - wirklich mehr kontraproduktiv als sonstwas - ist die Sache denke ich eher schlimmer geworden.
Ich glaube allerdings, dass auch eine Entschuldigung keine Hilfe gewesen wäre, da es unwahrscheinlich ist, dass die Jungs diese ernst gemeint hätten. Viel wichtiger ist doch, dass ihnen klar gemacht wird, dass sowas nicht mehr vorkommen darf. Klar wäre es total genial, wenn man die Jungs dazu bringen würde, z.B. gemeinsam einen Drachen für die Kleine zu bauen oder irgendsowas, was sie ihr dann geben. Deine Tochter würde das ganz sicher als nonverbale Entschuldigung verstehen. Aber es ist wohl unrealistisch zu erwarten, dass ein solcher Vorschlag bei den Jungs auf große Begeisterung stößt.

Also bleibt es wohl dabei, dass ihr, du und dein Mann, den Jungs einfach klar macht, dass so etwas NIE, NIE wieder vorzukommen hat.

Viele Grüße, wäre schön zu hören, dass sich die Sache wieder beruhigt hat und es eurer Kleinen wieder gut geht…

Matilda

Dass du auf dem sexuellen Aspekt rumgeritten bist.

Du nennst es rumreiten, das ist ein verächtlicher Ausdruck, aber lassen wir das mal gut sein…
Ich nenne es „darauf eingehen“ - und zwar auf das, was die Fragestellerin geschrieben hat. Ihr und dem Mädchen schien dieser Aspekt wichtig zu sein, darum bin ich darauf eingegangen und halte das auch nach wie vor für richtig.

Nicht wirklich. Je mehr man sie in die Ecke treibt,
je weniger einsichtig werden sie sein.

Das ist sicher richtig. Ich würde auch von den Jungs kein Verständnis erwarten. Zurechtweisung klappt besser durch Fremde, darum würde ich diesen Part selbst übernehmen. Was das Verständnis angeht, sind tatsächlich die Eltern gefragt, aber mit deren Unterstützung würde ich einfach nicht rechnen. Vielleicht bin ich ja diesbezüglich zu pessimistisch, wer weiß.

Matilda

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Hi!
Meine Tochter ist zwar mit 2 noch etwas kleiner. Dennoch halte ich es so, dass ich ihr sage, wenn eihr Verhalten nicht o.k. ist, ob auf dem Spielplatz oder sonstwo. Wenn dort das Verhalten anderer Kinder meiner Tochter nicht o.k. ist und keine Mutter/Vater in Sicht, nehme ich mir heraus, die anderen Kinder selbst zu tadeln - je nach Einsicht und Lage auch recht streng. Falls eine Mutter sieht, dass ihr Kind Mist baut und nicht eingreift, ist mir das auch egal, ob sie das mitbekommt, wenn ich schimpfe.´
Als ein etwa 6-Jähriger Junge mal faustgroße Steine auf meinen Hund geworfen hat und die Eltern in einigen Metern Entfernung gar nicht reagiert haben, hab ich ihm einmal gesagt, lass das. Als er den nächsten Stein aufgehoben hat, bin ich zu ihm hin und hab gesagt, ich werde seine Ohren so lang ziehen, dass ich sie dreimal um seinen Kopf wickeln kann, wenn er wirft. Dann hat er den Stein fallen gelassen.
Die Erzieher werden mich jetzt zwar wieder „steinigen“, wie ich das nur tun kann, einem Kind sowas anzudrohen. Aber ich seh das unter dem Aspekt, dass, wenn schon die Eltern nicht einwirken, das Kind wenigstens lernt, dass die Umwelt erbost über sein Verhalten reagieren könnte.

Wehe dem Jungen, der sich mal mit sowas an meine Tochter ran traut!

Lg, IRIS

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Auch neunjährige Kinder können sich wie asoziale kleine Arschlöcher verhalten, wenn sie aus entsprechenden Verhätnissen kommen.
Dann ist vom Kindsein leider unter Umständen nicht mehr viel zu spüren.
Der beschriebene Fall zählt jedenfalls nicht mehr unter „normale Kinder“.
Und wenn so etwas geschieht gilt es für die Mutter nur eines zu tun: Ihr Kind zu schützen. Mit allen Mitteln, sage ich als Mutter.
Anja

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

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Hallo Matilda!
Mit einem stimmigen Gefühl lese ich, was Du zum Thema schreibst, und lese auch, wie dann die typische Abwehr hochgefahren wird auf anderer Seite und Dich in eine immer sumpfiger werdende Diskussion verwickelt, die am Ende nichts mehr von der Klarheit Deines Ausgangspostings hat, sondern nur noch zäh und unproduktiv wird.
Da dies so offensichtlich und auch langweilig ist, wie Du an anderer Stelle schreibst, frage ich mich, ob dies nicht die klassische Falle ist die Ausdruck eben jenes Bewusstseins oder besser Unbewusstseins ist, und Du, indem Du Dich auf so eine kontraproduktive Diskussion überhaupt einlässt (die vermutlich Dich energetisch auch runterfährt) nicht schon in die Falle jenes Unbewusstseins getappt bist???

Gruß,
Anja

Ja eben, und unsere Aufgabe ist es, dem Kind beizubringen,
dass es KEIN Petzen ist, wenn es seinen Eltern gegenüber davon
erzählt, dass vier (!!!) größere Jungs sie gepiesackt und
eingeschüchtert haben, sondern dass es im Gegenteil sehr gut
und wichtig ist, das zu erzählen.

Richtig.
Aber daher ist die Art des Vorgehens ja entscheidend.
Was machen 4 halbstarke 10-jährige nachdem sie von Ihrer Mutter zusammen gestaucht wurden?
Mobben die kleine erst richtig hinterher, weil sie von ihr „verpetzt“ wurden.
Das Kind lernt dann daraus, dass alles nur noch schlimmer wird wenn man sich an die Eltern wendet.

Ich will damit nur sagen, dass der Grad ziemlich schmal ist, auf dem man sich hier bewegt.

Auf deinen Vergleich gehe ich gar nicht ein weil er nicht übertragbar ist,

Gruss Ivo

Und wenn so etwas geschieht gilt es für die Mutter nur eines
zu tun: Ihr Kind zu schützen. Mit allen Mitteln , sage ich als
Mutter.

Ja, das denkt sich fast jede Mutter. Und so auch die von den Jungs.
Und jetzt?

Gruss Ivo