Hallo,
tja wenn man nun sagen wir 50% der zeit in der wir dort waren
mit ihr im garten boule gespielt haben, sie hatte malsachen
dabei, die sie auch benützt hat.
Lies mal, was Pendragon oben schreibt: Kinder sind mit 15 Min+ Bravsein/Stillsitzen in dem Alter überfordert, egal, was sie vorher gemacht haben.
wie viel zeit sollen wir ihr
denn widmen wenn wir irgendwo zu besuch sind?
Es ist eine Kunst, Kinder mit einzubeziehen. Das klappt nicht immer. Aber wenn es nicht klappt, ist das nicht die Schuld der Kinder.
Ihre mutter hat sie nun mal so erzogen, dass sie es gewöhnt
ist das sie immer das bekommt was sie will, wann sie will,
egal was. und das sage ich nicht weil ich einen groll habe
sondern weil es echt so ist. O-Ton: wenn ich meine mama rufe
dann kommt sie SOFORT, die mama muss immer des machen was ich
sag sonst hau ich sie, und das stimmt!!!
Du hast nun oben geschrieben, dass du erst 21 bist. Das entschuldigt vieles (nur nicht deinen Freund). Ganz klar: wenn die Kleine sagt, dass ihre Mutter das so macht, heißt das noch lange nicht, dass das auch so ist. Du lässt dich von dem kleinen Biest (durchaus liebevoll gemeint) ganz einfach ins Bockshorn jagen.
Wie würdest du dem kind klar machen das es sich jetzt leider
mal für ein paar minuten selbst beschäftigen muss?
Das geht nicht. Sie ist fünf. Erstens ist es schwer für sie. Zweitens hast du bereits gezeigt, dass sie dich vorführen kann, dass wird sie wieder tun.
und wie bringst du ihm bei andere nich zu schlagen, ohne zu
reagieren???
Keinesfalls nicht „nicht reagieren“. Nur eben überlegen reagieren.
Jemand hat dir oben geraten, den Besuch abzubrechen. Das halte ich für eine ganz schlechte Idee. Denn ihr (du und dein Freund) bestraft euch selbst, wenn ihr das macht. Außerdem hat sie euch dann ja genau da, wo sie euch haben wollte: ihr war langweilig, also macht ihr was anderes.
Rausgehen aus dem Zimmer - scheint auf den ersten Blick das gleiche zu sein, funktioniert aber anders. Wichtig: das Rausgehen darf nicht als „Belohnung“ ankommen, d.h. es muss öde sein, dort wo du (bzw. viel besser: ihr Vater) mit ihr hingeht. Keine Predigt (das wäre negative Belohnung, immer besser als keine Aufmerksamkeit), sondern klare Ansage: Wir gehen jetzt hier raus, weil du dich da drinnen nicht benimmst (andere haust oder was auch immer). Dann hinsetzen und gelangweilt nicht auf sie eingehen (kein totales Abblocken, einfach nur öööööödeeee). Nicht länger als 5 Minuten (beim ersten Mal).
„Können wir jetzt wieder reingehen und verträglich sein?“
Aber das alles unter der Prämisse, dass es für eine Fünfjährige längeres Stillsitzen/Langweilen einfach zu viel ist. Also nichts unmögliches verlangen.
Nicht zeigen, dass du genervt bist.
Vielleicht gibt es, wenn eine längere Zeit gar nicht zu vermeiden ist, die Möglichkeit: 5 Minuten beschäftigst du dich mit ihr, 5 Minuten der Papa, 5 Minuten sie sich mit sich selbst. Im Turnus. Aber das muss nicht (kann aber) funktionieren. Aber auch nicht zu lang.
Bestes Rezept immer noch: Situationen vermeiden, in denen solche Machtkämpfe stattfinden und vor allen Dingen, in denen ihr erpressbar seid (im feinen Restaurant, mit Freunden, die keine Kinder oder kein Verständnis für Kinder haben, ist man viel leichter genervt, wie im Biergarten, wo auch andere Kinder rumrasen und spielen).
Gruß
Elke