Du jammerst immer noch wegen eines gestohlenen Hutes. Seit dem 7.Oktober haben Juden doch ganz andere Sorgen. Auch in A und D.
Hab den Satz mal korrigiert. Und ja, solange du rechtsextremen Antisemitismus mit Lügen verharmlost, werde ich was dazu schreiben. Immer.
Hartnäckig sind sie ja, die Kameraden:
Die AfD in Sachsen möchte die Landesregierung abmahnen, weil der Verfassungsschutz den Landesverband vor zwei Jahren als «gesichert rechtsextrem» eingestuft hat. Nach Auffassung von AfD-Landeschef Jörg Urban ist das «juristisch unhaltbar». Allerdings haben schon zwei Gerichte die Einstufung bestätigt.
[…]
Das OVG in Bautzen hatte im Januar 2025 entschieden, dass das sächsische Landesamt für Verfassungsschutz den AfD-Landesverband als gesichert rechtsextremistische Bestrebung einstufen darf. Das Gericht wies damit eine Beschwerde der AfD gegen einen Beschluss des Dresdner Verwaltungsgerichts ab. Nach Ansicht der Richter lagen hinreichende tatsächliche Anhaltspunkte dafür vor, dass der AfD-Landesverband Bestrebungen verfolge, die gegen die Menschenwürde bestimmter Personengruppen sowie gegen das Demokratieprinzip gerichtet seien, hieß es in der damaligen Begründung.
Da wird man wieder mit Anlauf juristisch auf die Schnauze fallen und dann gegen die Justiz schimpfen (siehe oben). Gibt ja genug Idioten, die ihnen alles glauben.
Das ist ja ein altbekanntes Prinzip, das die afd im Grunde auch nicht erfunden hat, aber sich eben bei allen demokratiefeindlichen Gruppierungen großer Beliebtheit erfreut:
- Gewinne ich vor Gericht, handelt es sich bei „denen“ (wahlweise Regierung, Medien, Wissenschaftlern, Behörden usw.) um konsequent rechtswidrig/verfassungswidrig handelnde Subjekte, die nun endlich mal den verdienten Dämpfer erhalten.
- Verliere ich vor Gericht, ist/sind der/die Richter Teil einer Sieger- oder regierungshörigen Gefälligkeitsjustiz und gehören entweder entlassen oder direkt an die Wand gestellt.
Den MAGA-Deppen fällt das genauso wenig auf wie den Covidioten und den afd-Wählern.
Wenn du den Holocaust mit unpassenden Vergleichen banalisierst oder Diebstähle von Hüten gegenüber antisemitischen Gewalttaten hervorhebst, werde ich das auch im neuen Jahr ansprechen.
Mit anderen Worten: Auch im neuen Jahr wirst du uns weiterhin mit Lügen statt Argumenten kommen. The same procedure as every year.
Danke, les es mir genau durch. Und mit politiksprech bin ich vertraut.
War schon lustig, als ich bei der letzten Bundestagswahl ins örtliche wahllokal kam und meinte, Moment noch, bin noch nicht ganz mit den Wahlprogrammen durch. Der AFD Typ wurde etwas blass, die anderen haben gegrinst als ich meinte: ich muss doch schließlich wissen, wen ich keinesfalls wählen darf!
LG und frohes neues Jahr
Trockenwasser nicht! Man kann es in Outdoorläden kaufen.
Kurz vor Verhandlungsterminen hat die Brandenburger AfD mehrere Klagen gegen das Land vor dem Potsdamer Verwaltungsgericht zurückgezogen. Die Partei hatte sich darin gegen ihre Erwähnung in den Verfassungsschutzberichten 2019 und 2020 gewandt sowie gegen ihre Einstufung als rechtsextremistischer Beobachtungs- und Verdachtsfall.
Die AfD verschwendet Zeit und Steuergeld um dann den Schwanz einzuziehen, bevor es zu einem Urteil kommt. Offensichtlich weiß man auch dort, wie es ausgefallen wäre.
Servus,
Wisst ihr eigentlich, was passiert, wenn AFD Wähler in der Mehrzahl sind? Ich kenne viele Flüchtlinge, Türken und Italiener u.a. gerade beide letztere arbeiten hart und zahlen Steuern.
29.10.25 im Bummelzug von Sassnitz Rügen über Rostock nach Lübeck:
Nach 4 von 14 Stopps will ich auf Toilette. Im voll besetzten Waggon nur “gute” deutsche und zwei mutmaßliche Türken 4 Reihen hinter mir mit gesenktem Blick. Schaffnerin meint, ich soll mein ganzes Gepäck mit aufs Klo nehmen. Zwinkert und zeigt mit dem Daumen auf die zwei Türken: heutzutage weiß man nie. Ich: in 50 Jahren war das noch nie nötig. Die nächsten 10 Minuten kann keiner aussteigen. Oft bin ich 2 Stunden ohne Gepäck im Speisewagen. Und mit Gepäck Pass ich selbst nicht mehr aufs Klo. Und meine Wertsachen hab ich am Körper. Sie zeigt erneut 4 Mal sehr energisch Richtung der Türken. Heutzutage weiss man nie. Die klauen alles was nicht niet- und Nagelfest ist. Das war mir dann echt zu blöd.
Ich habe so laut, dass es der halbe Zug hören konnte gesagt: sorry, hab vergessen, dass ich im Norden bin (extra nicht Osten, bin nicht lebensmüde), wenn blöde kriminelle Neonazis unbedingt meine Schmutzwäsche klauen wollen, sollen sie sich keinen zwang antun.
Tja, Gepäck war nachher noch da. Beim Warten auf den Schienenersatzverkehr haben sich die Türken bedankt, zwei Touris aus Baden-Württemberg mir zugestimmt und zwei einheimische mir gratuliert. Der Rest hat mich gemieden.
Soll so Deutschlands Zukunft aussehen?
LG Manuela
Die haben sich bestimmt geschämt.
Servus, c-punkt, sorry dass ich mich erst heute dazu melde. Hab einige Zeit hier nicht mehr reingesehen.
In deinem Link habe ich exact die Sachen gefunden, an die ich mich nur noch zum Teil erinnerte. (Gleich runtergeladen bzw. Screenshots gemacht)
Und wenn mir gewisse Leute im Sportheim wieder mit ihrer AFD Propaganda kommen, kann ich ihnen endlich Fakten präsentieren. Danke und alles gute in diesem Jahr.
Manu
Lieb von dir.
Aber wer mit denen sympathisiert, ist gegen Fakten meist immun.
Man kuschelt wieder mit Rechtsextremen:
Abseits der beginnenden Landtagswahlkämpfe hat sich innerhalb der AfD gerade eine weitere Baustelle aufgetan. Die Partei streitet darüber, wie sie mit dem österreichischen Rechtsextremisten Martin Sellner, der Leitfigur der „Identitären Bewegung“ umgehen soll.
Es ist eine Frage, die die in weiten Teilen rechtsextreme Partei immer wieder beschäftigt. Auslöser dieses Mal ist eine Veranstaltung, die das AfD-Ehepaar Lena und Steffen Kotré organisieren wollte. Die Brandenburger Landtagsabgeordnete und der Bundestagsabgeordnete luden Sellner für kommenden Donnerstag um 19 Uhr nach Luckenwalde ein, in Steffen Kotrés Wahlkreisbüro. Thema des Abends: „Remigration“. Und zwar in „Theorie und Praxis“.
[…]
Nach Bekanntwerden der Veranstaltung intervenierte dann auch die Parteispitze. Laut einem Bericht der Welt fand ein Gespräch statt zwischen den AfD-Chefs Alice Weidel und Tino Chrupalla, dem Brandenburger Landesvorsitzenden René Springer und Steffen Kotré. Man gehe davon aus, „dass diese Veranstaltung nicht stattfindet“, sagte Chrupalla im Anschluss.
[…]
Im selben Beitrag schrieb Kotré aber, sie sei inzwischen von Sellner auf dessen Veranstaltung in Südbrandenburg eingeladen worden. „Selbstredend“ nehme sie diese Einladung an. Sellners Veranstaltung finde „zufällig“ ebenfalls am Donnerstag, ebenfalls um 19 Uhr statt. Thema des Abends: „Remigration“. Laut Sellners Post „in Praxis und Theorie“. Der Ort werde einen Tag vorher bekanntgegeben, schrieb der Rechtsextremist. Die Anmeldung findet dieses Mal über seine E-Mail-Adresse statt. Bis auf Steffen Kotré sind die Teilnehmer also dieselben, allerdings in unterschiedlichen Rollen: Sellner lädt Kotré ein, nicht Kotré Sellner.
Schon erstaunlich, wie sehr sich die Parteispitze von den Rechtsextremen in den eigenen Reihen verarschen lässt…
Im Kern mal wieder das Thema Remigration, das ja auch hier bei w-w-w den einen oder anderen Fan hat:
Zur Einordnung Sellners und seiner „Konzepte“ hilft ein Blick in das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts aus dem vergangenen Jahr, mit dem das Gericht zwar das durch das Innenministerium verhängte Verbot des Magazins Compact aufhob, Sellners „Remigrationskonzept“ aber als „menschenunwürdig“ und damit verfassungswidrig einstufte. Die Richter berufen sich dabei etwa auf mehrere Videos Sellners für Compact . Darin erkläre er, „dass es nicht nur um ‚die Abschiebung von Illegalen‘ gehe, sondern seine ‚Remigrationspläne‘ umfassender angelegt seien und ‚nicht assimilierte Staatsbürger‘ einschlössen“. In einem der Videos spreche Sellner dem Urteil zufolge über „fünf bis maximal sechs Millionen Staatsbürger, ‚die möglicherweise für eine Remigrationspolitik in Frage kämen, weil sie sich nicht assimilieren wollen‘“.
Bin ja gespannt, wann es den nächsten Machtwechsel und damit weiteren Rechtsruck in der AfD gibt.
„Der Antisemitismus ist für die Partei konstitutiv“, ist Dietl überzeugt. In der AfD fungiere das antijüdische Ressentiment als „einigendes Band“ und auch als „Welterklärungsmuster“.
Antisemitische Verschwörungsmythen wie die Vorstellung, dass eine geheime Elite an einem „großen Austausch“ arbeite, um Europa mit muslimischen Einwanderern zu „überfluten“, seien in der Partei weit verbreitet. Dabei lasse sich der Judenhass in der AfD nicht nur am äußerst rechten Rand, sondern in allen Strömungen beobachten. Auch in den oft als gemäßigt bezeichneten marktliberalen Kreisen innerhalb der Partei habe er antisemitische Äußerungen registriert, berichtete Dietl.
Den Antisemitismus in der AfD kann jeder sehen, der ihn sehen will. Bekannt ist auch die Strategie, mit der Rechtsextreme ihren eigenen Antisemitismus tarnen:
Auch antimuslimischer Rassismus spiele sicherlich eine Rolle, wenn die AfD sich an der Seite Israels und von deutschen Juden positioniere: Der Judenhass werde so unter dem Stichwort „importierter Antisemitismus“ zu einem alleinigen Problem von Migranten gemacht.
Kommt das jemandem bekannt vor? ![]()
Ja. Ab und an äußert sich ein kluger Kopf dazu:
Der frühere Bundespräsident Joachim Gauck fordert mehr Beschäftigung mit dem importierten Antisemitismus und von der politisch linken Seite. »Wir haben seit Jahrzehnten eingeübte Abwehrreflexe gegenüber Rechts - das ist gut«, sagte Gauck dem »Tagesspiegel« (Samstag): »Was lange vernachlässigt wurde, ist die Beschäftigung mit Antisemitismus etwa aus dem arabischen Raum, wo es völlig normal sein kann, mit antisemitischen Vorstellungen aufzuwachsen
Komisch. Ich lese da gar nicht, dass man automatisch auf der richtigen Seite steht und ein guter Rassist ist, wenn man Antisemitismus innerhalb einer Personengruppe als Begründung für rassistische Bemerkungen gegenüber dieser Personengruppe heranzieht.
Ist dir Gauck jemals durch Antisemitismus oder antimuslimischen Rassismus aufgefallen? Falls nein, wie kommst du auf die Idee, dass der Artikel zu dem Thema hier passt?
Das tut der Alt-Bundespräsident. Von Rasse ist aber nirgendwo die Rede. Erziehung und Prägung machen Antisemiten zu dem, was sie sind.
Das kann und muss man ansprechen. Ob deutsch oder zugewandert.
Natürlich nicht.Deshalb zitiere ich ihn ja. Aber Multikulti sieht er doch recht kritisch. Sicherlich nicht zu Unrecht.
Integrationspolitik hat lange Zeit die Konzeption des Multikulturalismus gehabt: Was sich auch immer hinter den einzelnen Kulturen verborgen hat - Vielfalt galt als Wert an sich. Die Kulturen der Verschiedenen sollten gleichberechtigt nebeneinander existieren, für alle verbindliche westlich-liberale Wertvorstellungen wurden abgelehnt. Ich verstehe, dass es auf den ersten Blick tolerant und weltoffen anmuten mag, wenn Vielfalt derart akzeptiert und honoriert wird. Wohin ein solcher Multikulturalismus aber tatsächlich geführt hat, das hat mich doch erschreckt.
So finde ich es beschämend, wenn einige die Augen verschließen vor der Unterdrückung von Frauen bei uns und in vielen islamischen Ländern, vor Zwangsheiraten, Frühheiraten, vor Schwimmverboten für Mädchen in den Schulen. Wenn Antisemitismus unter Menschen aus arabischen Staaten ignoriert oder mit Verweis auf israelische Politik für verständlich erklärt wird. Oder wenn Kritik am Islam sofort unter den Verdacht gerät, aus Rassismus und einem Hass auf Muslime zu erwachsen. Sehe ich es richtig, dass in diesen und anderen Fällen die Rücksichtnahme auf die andere Kultur als wichtiger erachtet wird als die Wahrung von Grund- und Menschenrechten?
Ja, es gibt Hass und Diskriminierung von Muslimen in unserem Land. Und sich diesem Ressentiment und dieser Generalisierung entgegenzustellen, sind nicht nur Schulen und Politik gefordert, sondern jeder Einzelne. Beschwichtiger aber, die kritikwürdige Verhaltensweisen von einzelnen Migranten unter den Teppich kehren, um Rassismus keinen Vorschub zu leisten, bestätigen Rassisten nur in ihrem Verdacht, die Meinungsfreiheit in unserem Land sei eingeschränkt. Und sie machen sich zum Verbündeten von Islamisten, die jegliche, auch berechtigte Kritik an Muslimen abblocken, indem sie sie als rassistisch verunglimpfen
Vor allem den letzten Satz könnten sich durchaus manche hinter den Spiegel stecken.
Sag mir, dass Du nicht mehr ernstgenommen werden willst, ohne zu sagen, dass Du nicht mehr ernstgenommen werden willst.