AfD gesichert rechtsextrem

Wiese „weitere“ Gemeinsamkeit?

Du redest über einen völkerrechtswidrigen Krieg mit tausenden Opfern und unabsehbaren Folgen wie ein Vierjähriger über eine Paw Patrol Folge.

2 „Gefällt mir“
  1. Kannst du nicht irgend wann mal diese affigen Bemerkungen im Stile eines schlechten Lehrers lassen?
  2. Noch dazu ist deine „Freude“ ja sehr zynisch immer nur auf bestimmte Gruppen und Situationen beschränkt.
  3. Die Bombardierungen der USA und Israels lösen bei mir keine Freude aus, und ich halte das auch für sehr unpassend. Wenn sich Menschen aus dem Iran freuen, dann verstehe ich das, aber als Außenstehender hat man sich nicht zu freuen. Man kann erleichtert darüber sein, dass Menschen, die menschenverachtend und diktatorisch herrschten, nicht mehr leben. Ob dies den leidenden Menschen helfen wird, ist noch völlig ungewiss.

Die Tausenden Tote der letzten Monate werden ganz gewiss nicht wieder auferstehen. Die Kollateralschäden (z. B. vermutlich weit über 100 Tote einer Mädchenschule) sind auch nicht gerade Grund zum Freuen.

Und dass Trump ebenso wenig an Demokratie, Freiheit und Menschenrechte interessiert ist wie die iranische Regierung, hat er inzwischen zur Genüge bewiesen. Auch hier absolut zynisch sein Aussage (sinngemäß) „Ich werfe Bomben, und wenn ich fertig bin, braucht ihr nur die Macht im Iran ergreifen. Das werdet ihr ja wohl noch hinkriegen, oder?“. Vielleicht nützt es den iranischen Bürgern, dass da der Verbrecher aus Amerika iranische Verbrecher getötet hat. Vielleicht auch gar nicht.

Können wir daran mal ein Fragezeichen machen? Sowohl Israelis als auch die USA sind nicht primär dafür bekannt, wild in der Gegend rumzuballern, sondern eher dafür, nicht nur Gebäude und Etage, sondern auch noch den Raum zu treffen, in dem sich der aufhält, der ermordet werden soll.

Ein Regime, dass tausende Zivilisten für einen guten Ansatz hält, um sich an der Macht zu halten, wird sicherlich nicht davor zurückschrecken, dies und jenes in die Luft zu sprengen, um die Bösartigkeit der westlichen Imperialisten zu beweisen.

1 „Gefällt mir“

Du redest über die Interessen von Kleinkindern, wie ein Blinder von Farben.

In Teilen beider Parteien gibt es Antisemiten und Putinversteher.

Ich würde mir wünschen, dass sich der Iran und sein Volk so westlich, aufgeklärt und fortschrittlich entwickeln, wie es die außerordentlich gut integrierten Exiliraner bei uns bereits sind.

Auch auf die Gefahr hin, dass Du es wieder nicht verstehst bzw. verstehen kannst: linke Parteien und Politiker sind vor allem für etwas. Für Menschenrechte, für Gleichberechtigung, für Freiheit, für Befreiung von Kolonialmächten, für Gleichverteilung von Vermögen. für die Einhaltung des Völkerrechts.

Daraus ergibt sich die „Verbundenheit“ mit den Palästinensern und die Sympathie für deren vermeintlichen Freiheitskampf. Das hat aber nichts mit einer Abneigung ggü. Israelis oder gar Antisemitismus zu tun. Verurteilt wird vielmehr die Politik der israelischen Regierung. Dass der ein oder andere Linke dann etwas über das Ziel hinausschießt, ist unvermeidlich.

Ganz anders die Rechten. Die sind auf der Suche nach Feindbildern, um Ängste und Hass zu schüren, um daraus politisches Kapital zu schlagen. Ob nun Ausländer, Juden, Medien, Politiker bzw. die „da oben“ im Allgemeinen. Völlig egal.

Kurz: antisemitische Aussagen können auf der linken Seite vorkommen, sind aber eine Ausnahme, während Antisemitismus auf der rechten Seite zum Standard gehört. Aus diesem Grunde geht es völlig an der Sache vorbei, Antisemitismus auf beiden Seiten des Spektrums als Normalität zu bezeichnen. Nur, weil sich mal eine Ameise ins Haus verirrt, ist die Aussage zwar richtig, dass es drinnen und draußen Ameisen gibt, zwar nicht falsch, aber trotzdem völlig daneben und an den tatsächlichen Verhältnissen vorbei.

Mit der Putinversteherei verhält es sich im Grunde ähnlich. Linke Bewegungen solidarisieren sich mit Russland bzw. russischer Politik, weil sie immer noch dem Gedanken nachhängen, dass sich in Russland seinerzeit das Proletariat über die Herrschenden erhob. Dass allein in sowjetischer Zeit Millionen von „Proletariern“ starben, weil die neue Elite sogar noch grausamer herrschte und Minderheiten unterdrückten, wird leider ausgeblendet, so dass Russland immer noch so als eine Art Bruderstaat oder Keimzelle linker Bewegungen betrachtet wird.

Die rechten lieben Putin, weil er ein Autokrat ist, weil er sich einen Dreck um Recht und Ordnung kümmert, sondern ein Sinnbild für das Recht des Stärkeren steht und weil er die Demokratie mit Füßen tritt und missliebige Personengruppen unterdrückt und bekämpft. Und natürlich, weil er - zumindest in Europa - die rechten Bewegungen finanziert und dafür gewisse Gegenleistungen erwartet.

Kurz: es gibt „Putinversteher“ auf der linken Seite, weil sie in ihm einen Erben des Guten sehen und einen Kontrahenten der „imperialistischen“ Kolonialmächte wie USA und Großbritannien. Das Negative wird übersehen oder ausgeblendet. Die Putinversteher auf der rechten Seite lieben ihn hingegen für das Böse, das er sagt und tut.

2 „Gefällt mir“

Eines dieser Interessen ist, nicht von Raketen getötet zu werden. Aber was erwartet man schon von jemandem, dem zum Thema Krieg nur einfällt, dass wenigstens „die bösen alten Männer weg sind“.

Die AfD befindet sich halt wirklich in einer Zwickmühle und ich verstehe, dass sie sich sehr schwer damit tut, eine einheitliche Linie zu finden, zu wem sie halten soll. Iraner sind zwar Moslems, aber keine Araber. Das verwirrt schon mal. Außerdem sind sie enge Verbündete Russlands und Gegner der USA, was dem gelernten Rechtsextremen grundsätzlich gut gefällt.

Das erklärt auch diese völlig nichtssagende Erklärung:

„Mit großer Sorge haben wir die Angriffe Israels und der USA auf den Iran zur Kenntnis genommen. Wir fordern alle Kriegsparteien zur unbedingten Zurückhaltung auf. Die Zivilbevölkerung und die zivile Infrastruktur müssen geschützt bleiben. Das Völkerrecht sowie das humanitäre Völkerrecht müssen uneingeschränkt eingehalten werden. Die erneute Destabilisierung des Nahen Ostens liegt nicht im deutschen Interesse und muss beendet werden.“

Eigentlich faszinierend mitanzusehen, wie die AfD durch die eigenen Vorurteile paralysiert wird.

So mag es sich von Aussen darstellen, wenn man erst seit der jüngsten Gaza-Eskalation hinschaut.

Tatsächlich gab es in der linken Szene- und damit ist sicherlich nicht die linke Mitte, die sich vielleicht in SPD-Kreisen abbildet gemeint- schon sehr lange einen mal mehr, mal weniger subtilen strukturellen Antisemitismus der sich, auch, an der üblichen Imperialismuskritik orientierte und formierte und im Zusammenhang mit dem Israelisch-arabischen Konflikt. (Wir erinnern z.B. noch, wo die RAF-Ausbildungslager nicht nur an der Waffe, sondern auch in der ideologischen Schulung waren?) Mit der “Neuen Linken” der 60er entwickelte sich in alter antizionistischer Tradition ein israelbezogener Antisemistismus.

Seit den Eskalationen nach dem 7.10 sehen wir eine Zuspitzung, nicht mehr und eben nicht weniger, als das.

Ich schreibe das nicht, weil ich dir sehr gerne widerspreche, sondern weil ich mich mit dem Thema seit längerer Zeit beschäftige und, schon immer in der Gesinnung ziemlich links, noch erinnere, wie mir die Augen aufgesprungen sind nach dem 7.10 und ich seitdem einiges an Gedanken, was mir in der linken Szene über die Jahrzehnte so begegnet ist signifikant anders sehe. Israelbezogener Antisemitismus ist DER Schatten der linken Szene, nicht der einzige, aber einer, den man besser genau im Auge behält.

Natürlich sage ich das in dem Kontext hier ungern, wir sehen ja, wie rechte Gestalten das benutzen, weil es sich anbietet, bin aber der Meinung, dass die demokratische Mitte inkl. der linken demokratischen Mitte und eigentlich sogar die sogenannte Antifa sich dessen sehr genau bewusst sein muss, um nicht damit von rechts angreifbar zu sein.(Und nicht nur deshalb!)

3 „Gefällt mir“

Von der war aber zumindest seitens @raketenbasis nicht die Rede; vielmehr versuchte er mehrfach, antisemitische Aktivitäten und Aussagen, die bspw. von Mitgliedern der Jugendorganisation der Linken getätigt wurden, der Partei Die Linke zuzuordnen, um dann zu behaupten, bei der Linken gäbe es ja auch Antisemiten, so dass die im Prinzip das gleiche Maß an Antisemitismus an den Tag legen wie die afd oder andere Naziparteien.

Vielleicht habe ich mich insofern nicht klar genug ausgedrückt, aber ich bezog mich mit meinen Ausführungen auf linke Parteien in Deutschland, in den USA und in anderen westlichen Industrieländern.

Auf Aussagen zur gesamten linken Szene in Deutschland würde ich mich nie versteigen, weil die a) sehr zersplittert ist und ich b) da (auch deswegen) viel zu wenig Einblick habe.

Vor nicht allzu langer Zeit hätte ich da noch zugestimmt. Aber seit der Alkoholiker im Pentagon diesen faschistischen Fiebertraum namens ‚Kriegerethos‘ verbreitet, hat sich da leider viel getan. Dabei dreht sich vieles um die sogenannten ‚Rules of Engagement‘ (zu Deutsch etwa ‚EInsatzregeln‘), die in den USA nach den Erkenntnissen des Vietnamkriegs in den 80ern als ‚Standing Rules of Engagement‘ formalisiert wurden. Grundsätzlich geht es darum, dass der Schutz Unschuldiger auch im Krieg an oberster Stelle steht. Seit Hegseth im Amt ist, tut er alles, um diese Regeln abzuschaffen. Das war schon ein Thema, als er noch aktiver Offizier war:

Pete Hegseth, the US defense secretary, told soldiers under his command in Iraq to ignore legal advice about when they were permitted to kill enemy combatants under their rules of engagement.

So was kann man auch Anstiftung zum Kriegsverbrechen nennen.

Erstmal offiziell ausgehebelt wurden die SROE bei den Angriffen auf Boote in der Karibik:

But only after the Washington Post reported that the first strike on 2 September was followed by a so-called “second tap” – allegedly to comply with an order from Pete Hegseth, the defence secretary, to “kill everybody” onboard – has the issue assumed wider resonance. The follow-up strike reportedly killed two survivors clinging to the side of the vessel.
[…]
“It is manifestly unlawful to kill someone who’s been shipwrecked. This is such a longstanding textbook principle of the law of armed conflict.”

The prohibition is made explicit in the Pentagon’s own Law of War manual.

Nach dem Angriff auf den Iran ging es dann weiter:

US Defense Secretary Pete Hegseth commented at a news conference on March 2, 2026, about “stupid rules of engagement,” suggesting that they may interfere with “fight[ing] to win.” These remarks are concerning in light of Hegseth’s actions in the past year that have weakened US military posts and mechanisms intended to ensure compliance with international humanitarian law, also known as the laws of war.

Rules of engagement are official military directives that tell military forces when, where, how, and against whom force may be used. They must always be in accordance with the laws of war.

Dass das kein leeres Gerede ist, zeigt sich auch daran, dass Hegseth interne Mechanismen, die etwaige Verstöße überprüfen und bestrafen sollten, systematisch demontiert:

Since the start of the Trump administration, the Defense Department under Secretary Hegseth has deliberately and systematically weakened the protections meant to ensure compliance with the laws of armed conflict. He removed senior military lawyers without publicly citing misconduct, and replaced the Army, Navy, and Air Force judge advocates general, undermining legal oversight of combat operations.

Hegseth abolished “civilian environment teams” and other mechanisms intended to limit harm to civilians during operations. The 2026 National Defense Strategy omitted references to civilian protection and the Defense Department rolled backed restrictions on its use of antipersonnel landmines and moved ahead with cluster munitions procurement despite these weapon’s foreseeable immediate and long-term harm to civilians.

Zusammengefasst: Die aktuelle US Regierung befürwortet öffentlich das Begehen von Kriegsverbrechen, hat dafür gesorgt, dass Kriegsverbrechen kaum mehr untersucht werden und hat in der Vergangenheit auch schon Leute begnadigt, die dem ‚Kriegerbild‘ entsprechen:

Die Frage ist also nicht mehr länger, ob die USA Kriegsverbrechen begehen.

1 „Gefällt mir“

Das ist richtig und auch der Fall.

Wie kann man den Bürgermeister von Bat Yam beim Besuch in Deutschland als „Mörder“ bezeichnen bzw. anschreien ? Das ist aber z.B. passiert.

Die Anhänger beider Parteien sind zugegebenermaßen vielschichtig. Demokraten gibt mit Sicherheit auch in beiden Lagern.

Nicht schön und unhöflich, nur hat das mit Antisemitismus nichts zu tun. Vielleicht schlägst Du den Begriff mal in einem Wörterbuch nach.

Doch.

. Das kollektive Verantwortlichmachen von Jüdinnen und Juden für Handlungen des Staates Israel.

https://holocaustremembrance.com/resources/arbeitsdefinition-antisemitismus

Nein. Da wurde eine Person angepöbelt und nicht, weil er Jude ist, sondern weil er ein israelischer Politiker ist.

Ein kleiner Bürgermeister wird mit der Regierung gleichgesetzt.

Ja. Und obendrein Antisemitismus.

Nein.

Nein.

Wenn man Dich als Idioten bezeichnen würde, wäre das auch kein Antiberlinerismus. Ich schlug ja aus gutem Grund vor, dass Du den Begriff Antisemitismus mal nachliest. Kuck:

Hat sich die AfD eigentlich nun entschieden, ob sie den amerikanisch-israelischen Angriff auf den Iran

  • cool findet, weil der ja von ihrem Lieblingskumpel Trump kommt?

  • Oder schlimm findet, weil die Freunde ihres anderen Lieblingskumpel Putin bekämpft werden?

  • Oder doch cool findet, weil da böse Moslems und potentielle Migranten bekämpft werden?

  • Oder doch schlimm findet, weil Iraner ja keine Araber sind und daher irgendwie keine echten Moslems sind?

  • Oder doch ganz supercool findet, weil der Krieg vielleicht davon ablenkt, dass eine ganze Menge AfD-Politiker Vetternwirtschaft betreiben?

3 „Gefällt mir“

https://www.reuters.com/world/middle-east/us-investigation-points-likely-us-responsibility-iran-school-strike-sources-say-2026-03-06/

U.S. military investigators believe it is likely that U.S. forces were responsible for an apparent strike on an Iranian girls’ school that killed scores of children on Saturday but have not yet reached a final conclusion or completed ​their investigation, two U.S. officials told Reuters.

Bin gespannt, ob KI bei dem Einsatz eine Rolle spielte.

1 „Gefällt mir“

Es ist kompliziert.

Das Statement zum Iran-Krieg, das die AfD am Sonntag veröffentlichte, ist in vielerlei Hinsicht überraschend. Die AfD fordert darin, das Völkerrecht müsse „uneingeschränkt eingehalten werden“ und betont, „eine erneute Destabilisierung des Nahen Ostens liegt nicht im deutschen Interesse“.
[…]
Nicht bei allen Mitgliedern stieß der Vorstoß der Parteispitze auf Zustimmung – vor allem nicht im rechtskonservativen bis radikalen Umfeld.
[…]
Auch AfD-freundliche Blogs kritisieren die AfD für ihre schwammige außenpolitische Linie Der rechte Blog Apollo bemängelte, der AfD falle trotz seiner Bedeutung „nichts zu diesem Thema ein“. Das Online-Portal Nius schrieb angesichts von Weidels und Chrupallas Ausführungen zum Völkerrecht, die AfD-Führung sei sich „nicht einmal für die abgetragenen Floskeln der grünen Ex-Außenministerin Annalena Baerbock zu schade“. Im deutschen Interesse wäre es, wenn das Mullah-Regime fiele. Auch der Herausgeber der Jungen Freiheit, Dieter Stein, postete auf X den Kommentar: „Die AfD-Führung versagt in einer historischen Stunde.“
[…]
Der AfD-Bundesvorstand reagierte auf die Kritik aus dem eigenen Lager prompt: Das Vorstandsmitglied Kay Gottschalk beschimpfte Nius als „keifenden Mob“. Vor allem Ostverbände wie Thüringen mit Björn Höcke verteidigen Weidel und Chrupalla. Die AfD-Bundestagsabgeordnete Beatrix von Storch, eine Unterstützerin von Trump, wird von dem AfD-nahen Blogger Max Otte kritisiert. Er wirft ihr vor, von einer „Israel-Lobby“ umgeben zu sein.

Es ist halt schon schwierig, wenn man als Partei keinerlei Prinzipien hat und grundsätzlich einfach immer gegen alles ist. Wenn es dann plötzlich Interessen auf beiden Seiten gibt, wird’s lustig.

1 „Gefällt mir“