Zur Verteidigung: ich habe auch schon mal als Tagelöhner beim “Karottenballett"(MA48) getanzt und die Straße geputzt, weil ich schnelles Geld brauchte. Da hat sich auch Keiner aufgeregt.
Zwischen ansprechen und massiven Druck auszuüben liegen übrigens Welten - blau-braune Welten, denn sichtbar „Biodeutsche“ (um in der Afd-Nomenklatur zu bleiben) hätten sie nicht „angesprochen“ und dazu gezwungen, vor ihrer eigenen Haustür zu kehren…
Um dir ein bisschen auf die Sprünge zu helfen: das nennt sich Rassismus und ist verfassungswidrig
In Baden-Württemberg kehrt man auch -deswegen heißt es dort Kehrwoche, wobei die Kehrwoche tunlichst Samstags stattfindet, damit auch jeder sieht wie fleißig und schwäbisch man ist
Eine Person verschwand einfach im Haus und beteiligte sich nicht an der Reinigungsaktion. Man hätte einfach sagen können: Ich habe kein Interesse, mit Ihnen zu interagieren, fertig.
Richtig. Man kann aber auch einfach rechtsextreme Handlungen als solche bezeichnen und nicht verzweifelt eine Rechtfertigung nach der anderen suchen. Probier’s mal.
Da fehlt was in meinem Zitat. Ich war nicht dabei. Es gibt gegensätzliche, substanzlose Aussagen. Der eine sagt es wurde gezwungen, der andere sagt war alles freiwillig. Keiner der beiden Seiten nennt glaubhafte Aussagen, die vor Ort getroffen wurden. Ich kann mir keine fundierte Meinung anhand dieser Informationen bilden.
Zu den drei genannten Konfliktregionen gibt es mehr Informationen als lediglich zwei gegensätzliche Aussagen. Fakten sind bekannt, ausfühliche Meinungen der jeweiligen Konfliktparteien, es gibt genug Informationen um sich eine fundierte Meinung zu bilden ohne Augenzeuge zu sein.
Dass ist die AfD-Abgeordnete die schreiend vor einem Hauseingang steht. Neben ihr ein kleines Mädchen, das den Besen, den der AfD Mob mitgebracht hat, nimmt um zu putzen.
Kannst ja mal sachlich erklären, unter welchen Umständen das ok ist.
Die Art und Weise ist nicht okay. Rufen und laut reden (schreien erkenne ich nicht) ist aber nicht “massiv Druck ausüben” oder zwingen, wie behauptet wurde.
Man kann das Verhalten ganz sachlich kritisieren und muss nicht übertreiben oder unbegründete Standpunkte einnehmen.
Es war nicht in Ordnung, ist bedenklich, so geht man nicht miteinander um - aber ich bin bei der derzeitigen Faktenlage nicht überzeugt, dass Straftaten (zwingen, massiver Druck, Gewalt, Drohung mit einem empfindlichen Übel) verübt wurden.
Verstehe. Es ist für diese Geschichte von elementarer Wichtigkeit, dass wir uns einig sind, ob in dem Video eher gerufen, geschrien oder laut geredet wurde. Eventuell käme auch noch brüllen, grölen, kreischen oder krakeelen in Frage.
Wie üblich ist dein Fokus auf das Wesentliche unübertroffen.
Ja, so halte ich es jedenfalls auch in Diskussionen und Streitauseindersetzungen in meinem Alltag. Es muss mir nicht jeder in einem netten Ton begegnen, rufen oder laut reden finde ich legitime Formen der Kommunikation. Wenn hingegen mich jemand anschreit, breche ich die Kommunikation ab.
Zwei Brandbriefe erreichten die Parteichefs Alice Weidel und Tino Chrupalla in den vergangenen Wochen von der Parteibasis. Sie liegen dem SPIEGEL vor. In den beiden Briefen wird die Entwicklung »von der Basisdemokratie zur autokratischen Funktionärspartei« kritisiert, sowie Vetternwirtschaft, Machtmissbrauch und mangelnde Transparenz bei Finanzen und Personalentscheidungen.
Das erste Schreiben kommt von dem scheidenden Landtagsabgeordneten Rüdiger Klos aus Baden-Württemberg. Er zeichnet das Bild einer Partei, die mit Rechtsstaatlichkeit und innerparteilicher Demokratie gebrochen hat. Von »Säuberungsaktionen wie im Totalitarismus« schreibt Klos.
[…]
Sein Brief schließt mit der Feststellung: »Diese AfD ist wegen ihrer antidemokratischen innerparteilichen Strukturen und der Negativauslese ihrer Kandidaten zu einer Gefahr für unsere freiheitlich demokratische Grundordnung geworden.«
[…]
Rüdiger Klos saß zehn Jahre für die AfD im Landtag. Er war Gründungsmitglied des Landesverbandes und von 2015 bis 2017 stellvertretender Landessprecher der AfD Baden-Württemberg. Er war auch stellvertretender Chef der dortigen Landtagsfraktion.
Man liest auch nichts von Polizei oder Staatsanwaltschaft. Eigenartig.
Sogar die SPD-Bürgermeisterin schweigt sich aus.
Politische Reaktionen auf das AfD-Video bleiben dagegen wochenlang aus. Oberbürgermeisterin Andrea Henze (SPD) kann sich auf WDR-Anfrage nach eigenen Angaben aus terminlichen Gründen nicht zum Video äußern. Die Gelsenkirchener SPD veröffentlicht in dieser Woche schließlich ein Video auf Instagram, in dem sie das Vorgehen der AfD verurteilt. Die CDU kritisiert die AfD im WDR-Interview