Alternativen zum Klapps bei Kleinkindern ?

Hallo ironlady,

Ja, meine Eltern auch! Sie sind sogar soweit gegangen, meine
wesentlich jüngere Schwester völlig ohne Schläge großzuziehen,
weil sie eingesehen haben, dass dieses kein probates Mittel
ist. So hat es jedenfalls etwas gutes gehabt…

Das erinnert mich an meine Mutter. Meinen Schwestern (ein ganzes Stueck aelter als ich) wurden am Anfang sehr streng erzogen. Angeblich soll es da sogar einen Stock oder eine „Hundepeitsche“ gegeben haben (meine Mutter hatte selbst keine rechten Vorbilder, sie wurde mit 3 Jahren Halbwaise und von Verwandtschaft zu Verwandtschaft gereicht, das war in den 20er Jahren). Irgendwann ist sie mit dem Ding mal meiner einen Schwester hinterher - eine wilde Verfolgungsjagd durch die ganze Wohnung. Zum Glueck gab’s einen grossen Spiegel und meine Mutter sah sich darin.
Das war das letzte Mal, dass sie in irgendeiner Form die Hand gegen eine von uns erhoben hat (nicht ganz wahr, mit 13 hat sie mir mal fuer eine freche Bemerkung eine Ohrfeige verpasst, wir konnten aber bereits 3 Minuten spaeter herzhaft drueber lachen). Als ich geboren wurde, wurde ich ohne Klapse erzogen. Erstaunlicherweise [:wink:] bin ich ein ziemlich anstaendiger und vertraeglicher Mensch geworden, glaub ich wenigstens …

Gruesse, Elke
[die sich wuenscht, dass alle Eltern [inklusive sie selbst] ab und zu einen Spiegel vor sich haben, der ihnen zeigt, wie sie in den Augen ihrer Kinder aussehen - und damit meine ich nicht eigentlich die Momentaufnahmen]

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Hej Guido!

Aber warum schlussfolgert Ihr
immer, dass rein verbale Erziehung (was bei mir nicht der Fall
ist - Strafen sind konsequent durchgeführt nötig und manchmal
auch wichtig) im Totargumentieren enden muss?!

Weil ich es nur so erlebt habe.
War sicher ein Fehler, das so verallgemeinernd darzustellen.

Wenn ich gegen Verbote verstoße, dann kann das Konsequenzen
haben, die ich akzeptieren muss! Und das hat mein Kind
begriffen - ganz ohne Schläge oder totargumentieren…

Also ich hab’s z.B. gehasst, mir keine Bravo kaufen zu dürfen, auch wenn mir die Begründung, dass das was ganz böses böses ist, damals noch durchaus glaubwürdig erschienen ist :wink:
Aus den Augen eines Kindes kann ein Verbot was ziemlich Ungutes sein. Ganz besonders aber, wenn es das Verbot nicht versteht.
Schön, wenn Du das bei Deinem Kleinen schaffst!

Gruß
Igelchen

Langsam wird es off topic!
Hi Stefan!

Ok, ok…ich nehme zurück daß die Person dumm ist. Aber die
(Deine) Aussage ist und bleibt ausgesprochen dumm weil man
sich in einer Sicherheit wiegt die nicht besteht.

Ich denke, wir sollten es hier beenden, da wir uns meilenweit vom eigentlichen Thema entfernen! Außerdem bin ich mir fast sicher, dass wir gar nicht so weit auseinander liegen mit unseren Meinungen! Du redest von „in Sicherheit wiegen“ - ich rede davon, dass man für die restlichen 20 % nur sorgen kann, in dem man aufpasst.
Ich würde nicht aufpassen, wenn ich mich in Sicherheit wiegen würde!

Vielleicht habe ich einfach nur Glück gehabt - wobei ich an Dinge wie Glück und Schicksal nicht glaube…

Zu Deinem letzten Absatz (der mit den kotzen Pferden):
Wenn man sich über die wirklich kleinen Dinge, welche leicht zu beseitigen sind schon keine Gedanken macht, dann sollte man sich mal überlegen, ob das notwendige Verantwortungsbewusstsein vorhanden ist!

Aber eine Frage stelle ich Dir dennoch: Ist es wirklich sinnvoll, sein Kind mit der regelmäßigen Methode Schlagen auf mögliche Gefahren hinzuweisen?
Denn darum ging es ursprünglich mal…

Lieb Grüße
Guido

offtopic…
hej nochmal!

Wollt Ihr,
dass es mal Bergsteiger wird?

Ja, das war durchaus ein Ziel meiner Erziehung :wink:

LiGrü
Igel
voll Sehnsucht sing ich das Bozner Bergsteigerlied mitten im Lärm der Stadt…

off topic
Hi!

[die sich wuenscht, dass alle Eltern [inklusive sie selbst] ab
und zu einen Spiegel vor sich haben, der ihnen zeigt, wie sie
in den Augen ihrer Kinder aussehen - und damit meine
ich nicht eigentlich die Momentaufnahmen]

Diesen Spiegel haben doch alle Eltern! Nein, sogar etwas besseres! Schau mal in die Augen eines Kindes…

LG
Guido

Nur zur Klarstellung
Hi!

Natürlich! Mein 5-jähriger baut zwar immer noch Mist, aber ich
kann ihn mittlerweile durchaus auch in absolut ungesicherten
Wohnungen unbeaufsichtigt lassen…

Würd ich persönlich etwas fahrlässig finden.

Ich rede nicht davon, ihn allein zu lassen! Aber ich weiß, dass ich auf eine Vielzahl von Gefahren nicht mehr aufpassen muss, da er verstanden hat, dass es sehr gefählich ist!

Aber Du hast ja nur ein Kind.

Wie viele hattest Du doch gleich?

Vielleicht ist es besser, wenn
sich nicht mehrere gegenseitig zu immer neuen Schandtaten
aufhussen…

Die Tatsache, dass ich nur ein Kind habe, heißt doch nicht, dass er dauernd alleine (ohne andere Kinder) ist! Insofern verstehe ich diese Logik jetzt nicht!

Liebe Grüße
Guido

Hi!

Wollt Ihr,
dass es mal Bergsteiger wird?

Ja, das war durchaus ein Ziel meiner Erziehung :wink:

Ich hätte vielleicht vorher einen Blick in Deine ViKa schmeißen sollen :wink:

Liebe Grüße
Guido

Das verstehe ich jetzt nicht!
Hi!

Du teilst Kritik aus, nimmst selbst aber keine an, sondern verdrehst den Leuten hier die Wörter im Mund!

Kuddel hat doch sogar eingestanden, Kritik und Tipps anzunehmen!

Aber es ist in der Tat ein Unterschied, ob man eigene Kinder hat, die man erziehen muss, oder nur seine Vorstellung, wie eine Erziehung auszusehen hat!
Man kann natürlich an dieser Vorstellung festhalten, aber die Problematiken kannst Du nur erkennen, wenn Du die volle Verantwortung für ein Kind hast - und diese 24 Std. am Tag, 7 Tage in der Woche!

Es ist nicht so leicht, gewisse Dinge durchusetzen, wenn DEIN Kind Dich mit seinen Kulleraugen traurig ansieht und dan bitterlich anfängt zu weinen (ich rede nicht vom lauten Rumbrüllen) - nur mal ein Beispiel…

Liebe Grüße
Guido

Hej (-:

Die Tatsache, dass ich nur ein Kind habe, heißt doch nicht,
dass er dauernd alleine (ohne andere Kinder) ist! Insofern
verstehe ich diese Logik jetzt nicht!

Wir 3 - allein gelassen - begannen uns innerhalb von Minuten gegenseitig die Schädel einzuschlagen, dem Kleinen Regenwürmer zu füttern, oder Ähnliches :wink:
Unter Freunden passierte sowas eher nicht.

vielleicht wieder ein nicht zulässiger Schluß auf die Allgemeinheit
*seufz*
Igel

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Hallo
Ich wollte hier dazu sagen, dass ich sonst eigentlich auch immer gedacht habe dass ein Klaps bei schreienden Kindern im Supermarkt helfen wuerde. (Allerdings hab ich keine Kinder, ich hab auch noch nie eins geschlagen oder so). Aber dann hab ich viel ueber sorry Hundeerziehung gelesen und da steht immer dass man mit Gewalt nur erreicht dass der Hund sich fuerchtet, und genau dasselbe geschieht mit Kindern. Sie hoeren nicht auf Unfug zu machen (ich spreche hier von Kleinkindern, ein 6 Monate altes Baby auch nur grob anzufassen find ich untragbar), sondern machen’s doch und laufen schneller weg. Ich hab mal gesehen wie das Kind meiner Chefin unser Geschaeft zusammengeschriehen hat, und was macht sie? Sie nimmt die Kleine auf den Arm und sagt ihr so lange dass sie die Bonbons nicht kriegt weil sie nicht artig ist, bis sie aufhoert. Das dauert zwar, aber es hilft und das Kind wurde nicht geschlagen.

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Hallo Bianca,

diese Diskussion, dass gewaltfrei erzogene Kinder nicht erzogen werden, langweilt mich schön langsam. Das hat aber nichts mit dir zu tun, sondern an den altbewährten Klapps- und
Schlagargumenten der vielen User.

Daher kann man meiner Ansicht nach jungen Eltern
nicht raten, auf Erziehung weitestgehend zu verzichten.

Erziehung ist für mich immer noch Beispiel geben, dann klappt es auch ohne Gewalt und ohne weitgehendsten Verzicht.
Kommt natürlich darauf an, welches Beispiel man geben kann/will"!

Das Kind sitzt ohne Zweifel am kürzeren Hebel, eine Erfahrung,
die mit dem Erwachsen werden ja aber nicht aufhört.

Da bin ich sicher nicht deiner Meinung, weder ich als Kind noch als Erwachsene, als auch meine Tochter (als Kind und jetzt Erwachsene) haben diese „Erfahrung“ verinnerlichen müssen.

Der
Arbeitnehmer sitzt am kürzeren Hebel,

Ist eine Zeitfrage, es gab auch Zeiten wo der Arbeitgeber am kürzeren Hebel saß…wenn man ehrlich ist, also bei Kleinbetrieben sitzt auch heute nicht der Arbeitgeber am langen Hebel. (bei Konzernen und Nummerndenken sicher)

derjenige, der bei einer
Behörde einen Antrag stellt, etc…

Das ist einfach ein liebgewonnenes eingebürgertes Gemotze, ohne echter Grundlage im Realleben und
für mich keine Grundlage, ein angepasstes Kind zu dressieren.

So gesehen ist unsere
Gesellschaft voller Gewalt. Das ist eine recht interessante
Weltanschauung, nicht ohne Reiz.

Ein netter Blablabla-Satz, so gesehen in jeder "Ich diskutiere auf Teufel komm raus " Runde, ein/der Standartsatz.

Aber jetzt wird es interessant für mich, genau den Satz wünsche ich mir von dir etwas näher erklärt.

: Allerdings kaum geeignet,
Eltern zu beraten, um ihre Kinder vor massiven körperlichen
Misshandlungen zu schützen.

Ausgangsthema ist immer noch ein Baby im Krabbelalter, dass
für seinen Forscherdrang geklappst werden soll.

Ich finde deine Weltanschauung auch nicht ohne Reiz, ich stelle mir gerade vor, wie Eltern argumentiern…wenn dann, das sogenannte Schicksal den Schlag/Klapp führt. Ist es Liebe oder Erziehung, Macht oder angelernte Ohnmacht einer Misshandlung gegenüber?
(Schlag = ist nicht nur als körperlicher Schlag gemeint)

Du klingst mit deinen Postings nach „Früh übt sich“ wer Meister in Schläge einstecken lernen soll,
oder habe ich dich falsch verstanden?
Fragt
Kerbi

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Hi Guido,

Aber eine Frage stelle ich Dir dennoch: Ist es wirklich
sinnvoll, sein Kind mit der regelmäßigen Methode Schlagen auf
mögliche Gefahren hinzuweisen?

Nein ist es nicht, es ist ausgesprochen kontraproduktiv (und nicht mal Wolfgang behauptet was anderes). Und schon gar nicht bei entdeckenden Säuglingen oder Kleinkindern.
Im Übrigen verweise ich auf meinen obigen Beitrag (Re: Schlechtes Gewissen).

Mir geht bei diesem Thema (und nur hier) halt gelegentlich Dein missionarischer Eifer ein wenig auf die Nerven und wenn ich glaube daß Du Dich argumentativ verrannt hast kann ich mir manchmal einen etwas bissigen Kommentar nicht verkneifen… Net bös’ sein :wink:

eine gute Nacht wünscht
Stefan

oder wenn mal wieder behauptet wird körperliche
Züchtigung sei strafbar).

Hallo, Stefan,
zumindest in der Bundesrepublik Deutschland ist das keine bloße Behauptung, sondern Gesetz! (seit zwei Jahren)

BGB § 1631 Abs. 2 wird wie folgt gefasst:
„(2) Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.“

Gruß
Eckard.

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Schwarzweiß-Denken
Hallo zusammen,

diese Diskussion trifft bei mir einen zuweilen etwas empfindlichen Nerv. Ich muß mir täglich die Storys meiner Kolleginnen, die zufällig fast ausschließlich Töchter in der Hochpubertät haben, anhören - anschließend überlege ich mir immer, ob ich die Familienplanung abschließen soll, bevor ich damit angefangen habe.

Sage ich dann meine bescheidene Meinung aus Sicht meiner eigenen Jugend, an die ich mich noch gut erinnern kann, dann höre ich immer den Schlachtruf: „Du kannst nicht mitreden, du hast keine Kinder!“ Und das nur, weil z.B. bei mir auf Unverständnis stößt, daß die jungen Damen nächtelang in der Disco rumfallen dürfen, daß sie drei Wochen vor Weihnachten ihr Handy fallenlassen und stante pede ein neues bekommen (was auf das avisierte Geschenk natürlich nicht angerechnet werden darf), daß mal nebenbei die Telefonrechnung solche Ausmaße annimmt, daß der Einzelnachweis eigentlich über Paketdienst versandt werden müßte, die Eltern dann lieber ihren Urlaub stornieren, anstatt die 1500€ von Kommunionskonto zu nehmen (das Kind will ja in zwei Jahren ein Auto haben), daß die alleinerziehende Mutter vor den 15€ zurückschreckt für ein Färbeprodukt von L’Oreal, dem Schnuckelchen aber am nächsten Tag für 35€ der schicke Bauchnabelstecker gekauft wird, UND UND UND.

Pflichten in der Hausgemeinschaft? Fehlanzeige! Schließlich räumt die junge Dame ja alle acht Wochen ihr Zimmer auf. Einen Spüllappen, ein Geschirrtuch, einen Putzlappen oder den Staubsauger hatten die alle noch nicht in den Hand. Sage ich dann, daß ich es nur angebracht fände, wenn auch mal im Haushalt angepackt würde, da man ja auch alle Annehmlichkeiten in Kauf nimmt, kommt der oben erwähnte Spruch. Daß ich mit 16 öfter das Klo putzen mußte, während meine Mutter auf der Arbeit war, wird mir nicht geglaubt.

Nun wäre das alles nicht direkt mein Problem. Wenn aber die lieben Kinderlein der Verwandtschaft wie die Vandalen über das eigene Domizil herfallen, mit ihren Schuhen über die neue Couch rutschen, den Schuh dann nur ausziehen, um damit gegen den Käfig des betagten Wellensittichs zu schlagen, mit den Inlinern ein schönes Muster in die Lackschuhe ritzen, Handball mit den Sofakissen spielen, bis die gute Kristallvase zu Bruch geht, die Küchenschranktür ein prima Karussell abgibt (zumindest bis das Scharnier bricht), dann muß ich trotzdem noch den Mund halten, weil ich sonst überhaupt kein Verständnis für Kinder habe. Schließlich habe ich ja keine!

Ich kann jedenfalls Juhe gut verstehen.

Gruß
mowei

P.S.: Die im zweiten Abschnitt genannten Beispiele haben sich tatsächlich durch das Zutun Kinder von Kindern zwischen 7 und 11 Jahren ereignet und könnten noch endlos weitergeführt werden. Dem Wellensittich kam ich übrigens zu Hilfe, da er sich selbst nicht wehren konnte. Nachdem zweimaliges Bitten nichts fruchtete und die Mutter das Ganze ignorierte, habe ich gebrüllt: „Sag mal, kannst du jetzt einmal den Vogel in Ruhe lassen, bevor er von der Stange fällt?“ Mein Patenkind L. (knapp 8) schaute mich entgeistert an und verzog das Gesicht. Da schritt die Mutter mit vorwurfsvollem Ton und Blick ein: „L. kann es ganz schlecht vertragen, wenn zu laut gesprochen wird! Komm, Schätzelchen…“ Irgendwie war danach ein paar Wochen Funkstille. Hat sich aber wieder gelegt; weil dann der Geburtstag nahte.

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off topic und Schluss!
Hi Stefan,

Mir geht bei diesem Thema (und nur hier) halt gelegentlich
Dein missionarischer Eifer ein wenig auf die Nerven und wenn
ich glaube daß Du Dich argumentativ verrannt hast kann ich mir
manchmal einen etwas bissigen Kommentar nicht verkneifen…
Net bös’ sein :wink:

Wäre ich Dir bös, würde ich nicht reagieren (oder es aber sehr gereizt tun).
Zu einer Diskussion gehört es doch, dem Anderen zuzuhören, seine Argumente abzuchecken und dann entweder mit Gegenargumenten zu kontern, Missverständnisse auszuräumen, oder auch mal seinen eigenen kleinen Geist so weit zu öffnen und gute Argumente anzunehmen…

Die Tatsache, dass mein Eifer missionarisch rüberkommt - sorry, wenn Dich das nervt :wink:
Ich habe gelernt, dass beim Versuch die Welt zu verbessern eine gehörige Portion Ausdauer von Nöten ist…

Liebe Grüße
Guido

Aber dann hab
ich viel ueber sorry Hundeerziehung gelesen und da steht immer
dass man mit Gewalt nur erreicht dass der Hund sich fuerchtet,
und genau dasselbe geschieht mit Kindern.

Der Vergleich ist schon deshalb untauglich, weil das Buch über Hundeerziehung auch nicht die Hundeeltern geschrieben haben…oder? :wink:
Hast Du schon einmal gesehen, wie ein junger Hund ‚erzogen‘ wird, der bei seiner Mutter aufwächst. Ich habe das bereits zwei Mal live miterlebt und konnte dabei feststellen, daß die Hundemami ihrem Liebling allen Ernstes Ohrfeigen gab, wenn der sie im Übermut allzusehr ärgerte. Auch schütteln und Knappsen (nicht beißen!) ist da normal. Trotzdem kriegt der junge Hund keine Angst vor seiner Mama.

Das kann man nun finden wie man will…ich persönlich sehe im Tierreich aber grundsätzlich keine Vorbilder für menschliches Verhalten.

Gruß Maid :wink:

Hi!

Hallo Guido,

nur um mich kurz einzumischen (ich kann’s nicht lassen :wink: )

Aber Du hast ja nur ein Kind.

Wie viele hattest Du doch gleich?

Genauso, wie man Kinderlosen bis zum Umfallen erzaehlen kann,
dass ihr Wissen ein theoretisches ist und dass man vieles
mit eigenen Kindern neu ueberdenkt und aus ganz anderen Erfahrungen schoepft,
genauso kann man von Eltern mit einem Kind reden.
Es ist nicht, das gleiche mal zwei.
Es geht mir hier um Diskussionsfairness.
Ich persoenlich hab meine Lebensumstellung von 0 auf 1 Kind
wesentlich leichter empfunden (trotzdem ich schon ewig ver-
heiratet war, trotz 16 Stunden Schwangerschaft [zwengs der Adoption
kam das ueberraschend und ich musste meinen Job von heut auf
morgen hinschmeissen]), als von 1 auf 2 Kindern.
Ich glaube felsenfest, dass waere ich bei einem Kind geblieben,
waere ich eine bessere Mutter geworden. Ob das Kind/ich/die ganze
Familie dann gluecklicher waere, das ist eine ganz andere Frage.
Aber jemand mit einem Kind oder mit Kindern, die einen grossen
altersmaessigen Abstand von einander haben, hat man auch wiederum
ganz andere Erfahrungen, als jemand mit mehreren Kindern.

Gruesse, Elke

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Hallo,

diese Diskussion, dass gewaltfrei erzogene Kinder nicht
erzogen werden, langweilt mich schön langsam. Das hat aber
nichts mit dir zu tun, sondern an den altbewährten Klapps- und
Schlagargumenten der vielen User.

Es ging hier nicht um gewaltfrei erzogene Kinder, sondern um solche die prinzipiell alles dürfen (die gibt es). Ein Kind, das nicht Danke sagt, ist völlig normal. Ein Kind, das sagt „Danke kann ich nicht sagen“ weiß, was von ihm erwartet wird und tut es trotzdem nicht, auch völlig normal. Eltern, die einem Kind, das nicht „Danke“ sagt etwas in dem Stil sagen, wie z.B. „Was sagt man, wenn man etwas geschenkt bekommt?“ mögen vielleicht nicht erfolgreich sein, aber sie haben das Ziel, aus ihrem Kind einen höflichen Menschen zu machen. Eltern, die dem Schenkenden sagen: Mein Kind muß nicht Danke sagen, handeln verantwortungslos. Letztere sind die Kinder, auf die ich mich beziehe.

Im Rest meiner Ausführungen wende ich mich gegen das Statement, Erziehung sei per se Gewalt.

: Allerdings kaum geeignet,
Eltern zu beraten, um ihre Kinder vor massiven körperlichen
Misshandlungen zu schützen.

Ausgangsthema ist immer noch ein Baby im Krabbelalter, dass
für seinen Forscherdrang geklappst werden soll.

Genau, und da ist die Ansicht, Erziehung sei ohnehin Gewalt und werde daher beim Kind nur Frust auslösen doch nicht sehr hilfreich. Verantwortungsbewuste Menschen kommen nicht hne den Versuch aus, ihr Kind beeinflussen zu wollen (s.o.). Daher sollte man lieber sagen „statt zu klapsen kannst Du dies oder jenes versuchen“ und nicht „Beseitige einfach alle Gefahren, dann mußt Du nichts verbieten“

Ich finde deine Weltanschauung auch nicht ohne Reiz, ich
stelle mir gerade vor, wie Eltern argumentiern…wenn dann, das
sogenannte Schicksal den Schlag/Klapp führt. Ist es Liebe oder
Erziehung, Macht oder angelernte Ohnmacht einer Misshandlung
gegenüber?
(Schlag = ist nicht nur als körperlicher Schlag gemeint)

Du klingst mit deinen Postings nach „Früh übt sich“ wer
Meister in Schläge einstecken lernen soll,
oder habe ich dich falsch verstanden?
Fragt
Kerbi

Ja, das hast Du. Es ging überhaupt nicht um Schläge, sondern um den Frust, den Verbote auslösen, egal, wie sie durchgesetzt werden.

Viele Grüße

Bianca

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Auch Hi!

Diesen Spiegel haben doch alle Eltern! Nein, sogar etwas
besseres! Schau mal in die Augen eines Kindes…

Im Prinzip ja, mir kam der Gedanke ja auch, als ich das
aufschriebe, aber andererseits ist das so ein wunderschoenes
Klischee…

Die vielzitierten Kinderaugen muss man lesen koennen und
sag mir nicht, dass viele, wenn nicht die meisten Eltern da
reinlesen, was sie wollen.
Um die Wahrheit zu lesen, muessen manche Eltern erstmal einen
gehoerigen Schock erleiden.

Uebrigens - ich weiss jetzt nicht mehr in welchem Posting oben
du das von den „Kulleraugen“, die dich durch Traenen angucken –
damit hast du deiner Argumentation IMHO keinen Gefallen getan.
Nicht klappsen heisst ja nicht bei Traenen und Co. weich zu werden.
Gerade das wird den „Nicht-Klappsern“ ja vorgeworfen, obwohl es nicht
stimmt. Das eine hat mit dem andern nichts zu tun, das eine ist
konsequente gegen inkonsequente Erziehung, das andere ist klappsen oder
nicht. Hieran kranken meiner Meinung auch alle die Postings, die
Beispiele von schlecht erzogenen Kindern anfuehren. Ja und? Natuerlich
gibt es schlecht erzogene Kinder, diese Menge ist aber nicht deckungs-
gleich mit nicht-geklappsten Kindern.

Gruesse, Elke

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Hi Elke!

Eigentlich habe ich dem gar nichts hinzuzufügen - aber wenn mir eine kinderlose Person erzählt: Du hast ja nur ein Kind…
dann muss ich halt etwas sticheln!

LG
Guido