Alternativen zum Klapps bei Kleinkindern ?

Hier ging es doch nur um Konsequenz!
Hi Elke!

Die vielzitierten Kinderaugen muss man lesen koennen und
sag mir nicht, dass viele, wenn nicht die meisten Eltern da
reinlesen, was sie wollen.

Ich weiß nicht, ob man es können muss - es ist imho wine Frage des Willens

Uebrigens - ich weiss jetzt nicht mehr in welchem Posting oben
du das von den „Kulleraugen“, die dich durch Traenen angucken

damit hast du deiner Argumentation IMHO keinen Gefallen
getan.
Nicht klappsen heisst ja nicht bei Traenen und Co. weich zu
werden.

Moment! Das war als Beispiel angeführt für Erfahrung von kinderlosen Ratgebern. Niemand, der keine Kinder hat, wird einem Kind grundlegende Dinge beibringen müssen. Und niemand der keine Kinder hat, wird sich vorstellen können, wie schwer es manchmal ist, konsequent zu bleiben - auch wenn das Kind den Dackelblick rauskramt!
Das Schlagen war hier komplett im Hintergrund verschwunden!

Liebe Grüße
Guido

Hallo mowei,

diese Diskussion trifft bei mir einen zuweilen etwas
empfindlichen Nerv.

Kann sein, dass das ungemein nervig wirkt.

Ich muß mir täglich die Storys meiner
Kolleginnen, die zufällig fast ausschließlich Töchter in der
Hochpubertät haben, anhören - anschließend überlege ich mir
immer, ob ich die Familienplanung abschließen soll, bevor ich
damit angefangen habe.

Nö, nicht doch.

Zur Liste der unbegrenzten Vergünstigungen nur eines:

Du findest unter
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

einen Thread, in dem sich einige derer, die Klapse in der Erziehung ablehnen so geäußert haben, wie es im Sinne Deiner Kommentare gelegen haben dürfte. Ist das ein Grund dafür, dass Klapse zur Erziehung gehören müssen?

Pflichten in der Hausgemeinschaft? Fehlanzeige! Schließlich
räumt die junge Dame ja alle acht Wochen ihr Zimmer auf. Einen
Spüllappen, ein Geschirrtuch, einen Putzlappen oder den
Staubsauger hatten die alle noch nicht in den Hand. Sage ich
dann, daß ich es nur angebracht fände, wenn auch mal im
Haushalt angepackt würde, da man ja auch alle Annehmlichkeiten
in Kauf nimmt, kommt der oben erwähnte Spruch. Daß ich mit 16
öfter das Klo putzen mußte, während meine Mutter auf der
Arbeit war, wird mir nicht geglaubt.

auch hierzu gibt der obige Thread einige Meinungen.

Nun wäre das alles nicht direkt mein Problem. Wenn aber die
lieben Kinderlein der Verwandtschaft wie die Vandalen über das
eigene Domizil herfallen, mit ihren Schuhen über die neue
Couch rutschen, den Schuh dann nur ausziehen, um damit gegen
den Käfig des betagten Wellensittichs zu schlagen, mit den
Inlinern ein schönes Muster in die Lackschuhe ritzen, Handball
mit den Sofakissen spielen, bis die gute Kristallvase zu Bruch
geht, die Küchenschranktür ein prima Karussell abgibt
(zumindest bis das Scharnier bricht), dann muß ich trotzdem
noch den Mund halten, weil ich sonst überhaupt kein
Verständnis für Kinder habe. Schließlich habe ich ja keine!

Also, ich muss schon sagen, diese lieben Kinderchen würden bei mir nur „den Ersatz für den Stress, den sie verursachen“ kriegen. Oder Besuche bei mir streichen (ggf. mitsamt den Eltern) Und ich habe (selber eine Tochter) derartiges (Besuche streichen, allerdings die Besuche bei meiner Schwester) auch gegenüber meinen Neffen durchgezogen, wobei mir „nur“ deren Lust am Raufen auf den Geist ging.

Was das aber mit den Klapsen in der Erziehung zu tun hat, habe ich auch jetzt noch nicht verstanden.

Gruß, Karin

Hallo Bianca,

damit du lesen kannst, in welchen Thread ich mich befinde und
ob du am Thema bist oder ein anderes Süppchen kochst.

  1. Die Frage „Alternativen zum Klapps bei Kleinkindern“
    und die Frage nach effektiven gewaltfreien Methoden.

  2. Die Antworten von Guido, Grilla und und und…

  3. Die Antwort von K.H. an arife!

oder gibt es andere effektive
aber gewaltfreie methoden ?

erziehung, verbote, einschraenkungen sind nie gewaltfrei. sie sind schwerwiegende eingriffe in die persoenlichkeit. kleinstkinder reagieren darauf mit weinen, spaeter kommt trotz dazu, und erwachsene koennen sehr agressiv werden, wenn sie das grausame zusammenspiel zwischen eigenen schwaechen und maechten anderer erleben ( muessen ).

Soweit mich meine Linsen nicht trügen, fragt weder arife - noch antwortet K.H. - über Kinder die alles dürfen, oder nicht Danke sagen sollen/müssen/wollen?

**einsichtig wird nur, wer die vermeintliche „staerke“ und das „rechthaben“ des vebietenden einsieht - und das kann geschehen durch:
a. erklaerungen - immer wiederkehrenden geduldigen erklaerungen und nochmals erklaerungen

oder

b. schlechte erfahrungen am eigenen leibe. das waeren in diesem deinen geschilderten problem die klappse auf die hand. dann kannst du aber eigentlich auch ne zuschnappende rattenfalle in die verbotenen ecken stellen - der effekt ist ziemlich der gleiche**

Ich habe das jetzt einige male durchgelesen und finde einfach nicht den Punkt, wieso du mit …

Na, so einen Blödsinn… Verzeih, ich will ja nicht unhöflich werden. Ich habe nur das Gefühl, dass hier eine verhängnisvolle Einstellung propagiert wird. So was nennet sich wohl „frustrationsfreie Erziehung“, ach nee, Erziehung an sich ist ja schon Gewalt.
Ein Kind soll sich also Deiner Meinung nach vollkommen uneingeschränkt entwickeln können…Ich kenne ein solches Kind, das alles darf, was es will

…antwortest?

Dann kommt noch dein Posting mit der Maxime die du aus K.H. Posting rausliest und die Geschichte mit deiner Oma usw…

Dann K.H. Antwort mit dem Teil…

>>>>ich sehe bei erziehung mit gewaltmitteln die grosse gefahr, dass der erzogene das recht des staerkeren erfaehrt, verinnerlicht, auslebt und selbst an seine nachfolger weitergibt.: Allerdings kaum geeignet,

Eltern zu beraten, um ihre Kinder vor massiven körperlichen
Misshandlungen zu schützen.

Ausgangsthema ist immer noch ein Baby im Krabbelalter, dass
für seinen Forscherdrang geklappst werden soll.

Genau, und da ist die Ansicht, Erziehung sei ohnehin Gewalt
und werde daher beim Kind nur Frust auslösen doch nicht sehr
hilfreich.

Ach du lieber Himmel, was ist denn dann hilfreich ?
Wenn ich als Erzieher nicht mal so weit bin, zu wissen oder darüber nachzudenken, dass meine Erziehungsmassnahmen, Strafen,Klappse,Verbote, Neins,wegheben, wegnehmen…usw beim Kind Frust auslösen und als Gewalt empfunden werden, dann
ist es besser man läßt das Kinderkriegen bleiben.
Wenn man ein Krabbelkind schon mit Klappsen erzieht, ist das
schon eine massive körperliche Misshandlung. Du mußt es nähmlich klappsen, wenn du nur die Finger streichelst bringt es nichts.
Natürlich tun sich Kinder selber weh, oder untereinander, das wird aber nicht so frustreich empfunden wie Strafen von den Eltern.
Natürlich brauchen Kinder Grenzen, die kann ich aber genauso mit einem Nein oder einem Tadel oder mit einem „Nicht Loben“ ziehen. Oft genügt auch nur ein Blick oder das Heben des Zeigefingers…je nach dem wie ich die Grenzen durchsetze.
Wenn ich natürlich jede Grenze mit einem Schlag gegen das Kind ziehe, dann reicht ein Zeigefinger nicht mehr.

Verantwortungsbewuste Menschen kommen nicht hne den
Versuch aus, ihr Kind beeinflussen zu wollen (s.o.). Daher
sollte man lieber sagen „statt zu klapsen kannst Du dies oder
jenes versuchen“ und nicht „Beseitige einfach alle Gefahren,
dann mußt Du nichts verbieten“

Verantwortungsbewusste Eltern kommen nicht ohne den festen Willen aus, die eigene Wohnung kindersicher zu machen und wenn
eine Gefahrenquelle nicht zu beseitigen ist - das Kind nicht aus den Augen zu lassen, etwas wegzuschließen, etwas zu sichern bis es soweit ist, die Gefahr zu begreifen.
Alles andere ist nicht nur Quatsch, sondern auch strafbar wenn das Kind Schaden nimmt.
Bei Klappsen begreift das Kind nicht die Gefahr, sondern nur die Strafe und wenn es unbeobachtet ist und keine Strafe zu erwarten ist, wird es die Zeit nützen.

Ja, das hast Du. Es ging überhaupt nicht um Schläge, sondern
um den Frust, den Verbote auslösen, egal, wie sie durchgesetzt
werden.

Es ging um Schläge, um Verbote um Klappse und den Frust.
Um nicht erzogene Kinder ging es nicht.

Grüße Kerbi

2 „Gefällt mir“

Hallo Karin,

Was das aber mit den Klapsen in der Erziehung zu tun hat, habe
ich auch jetzt noch nicht verstanden.

Nichts, es hat damit was zu tun, dass hier Kinderlose um ihr Recht kämpfen müssen, überhaupt eine Meinung zur Kindererziehung haben zu dürfen.

Bianca

2 „Gefällt mir“

oder wenn mal wieder behauptet wird körperliche
Züchtigung sei strafbar).

Hallo, Stefan,
zumindest in der Bundesrepublik Deutschland ist das keine
bloße Behauptung, sondern Gesetz! (seit zwei Jahren)

BGB § 1631 Abs. 2 wird wie folgt gefasst:
„(2) Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung.
Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere
entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.“

Hi,

und wo ist da die Strafandrohung?

Gruß Stefan

HAllo Guido,

Die vielzitierten Kinderaugen muss man lesen koennen und
sag mir nicht, dass viele, wenn nicht die meisten Eltern da
reinlesen, was sie wollen.

Ich weiß nicht, ob man es können muss - es ist imho
wine Frage des Willens

Ich glaube, da ueberschaetzt du den Willen. Und die Interpretations-
breite von Kinderaugen und anderen Kommunikationsmitteln.

Uebrigens - ich weiss jetzt nicht mehr in welchem Posting oben
du das von den „Kulleraugen“, die dich durch Traenen angucken

damit hast du deiner Argumentation IMHO keinen Gefallen
getan.
Nicht klappsen heisst ja nicht bei Traenen und Co. weich zu
werden.

Moment! Das war als Beispiel angeführt für Erfahrung von
kinderlosen Ratgebern. Niemand, der keine Kinder hat, wird
einem Kind grundlegende Dinge beibringen müssen. Und niemand
der keine Kinder hat, wird sich vorstellen können, wie schwer
es manchmal ist, konsequent zu bleiben - auch wenn das Kind
den Dackelblick rauskramt!
Das Schlagen war hier komplett im Hintergrund verschwunden!

Natuerlich hast du recht. Aber, da hier ja immer wieder die „Worte-
aus-dem-Kontext“-Picker am Werk sind, kann man das sehr leicht
falsch verstehen, darauf wollte ich hinweisen,
mehr nicht.

Liebe Gruesse,
Elke

und wo ist da die Strafandrohung?

Hallo, Stefan,
Das Bürgerliche Gesetzbuch ist kein Strafgesetzbuch.
Es legt Rechte und Pflichten des Bürgers fest.
Über die Strafe bei Verletzung dieser Rechte und Pflichten entscheiden die Gerichte.
Grüße
Eckard.

1 „Gefällt mir“

Hi!

Ich bin auch „kinderlos“
Ich habe aber damals oft als Babysitter oder Tagesmutter damals ( Studium ich war jung und brauchte das Geld ) gearbeitet.

Die Kinder die ich betreute waren total klein.
Ich hätte sie niemals geschlagen. Obwohl mir die Eltern das erlaubten…

Ich gebe aber zu - manchmal nach mehreren Stunden Trotz - ich hätte es gerne getan

Ich habe aber immer mit NEIN & lauter und böser Stimme agiert
Das reichte

Siân

Hallo,

verstehe ich Dich richtig, Du bist der Meinung es gäbe in Deutschland Gerichte, die jemanden aufgrund dieser BGB-Vorschrift zu irgendeiner Strafe verurteilen könnten? Dann solltest Du Dich evtl. mal mit der Systematik unserer Rechtssprechung ein wenig stärker vertraut machen bevor Du irgendwelche unhaltbaren Behauptungen aufstellst.
Fakt ist: Mit § 1631 Abs. 2 BGB wird lediglich ein Erziehungsideal formuliert. Aufgrund dieser BGB-Vorschrift kann aber niemand zu irgendeiner Strafe verurteilt werden (dazu müßte der Tatbestand konkret mit einer Strafe bedroht werden). Auch kann ein Mensch, dessen Eltern dieser Vorschrift zuwiderhandeln (oder handelten), keinerlei konkrete Maßnahmen erwirken (ob im Sinne von Schadensersatz oder was auch immer).
Das einzige was mit diesem Absatz erreicht wird (und werden sollte) ist, daß niemand mehr sagen kann die Schläge dienten dem Wohl des Kindes. Gerichte dürfen also seit zwei Jahren keine Diskussion mehr über diese Frage zulassen (in einer Gerichtsverhandlung). Aber kein Gericht kann einen Menschen allein aufgrund dieser Vorschrift zu irgend etwas verurteilen.

Gruß Stefan

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Du irrst!
Hallo, Stefan,
nein, Du irrst. Es sind bereits Urteile ergangen. Nur ein Beispiel: http://www.fatnews.de/autor/news/kategorie_id/3b54ac…
Ich gebe allerdings zu bedenken, dass solche Fälle Einzelfälle bleiben werden, solange Leute sich im Wegschauen üben, oder es entschuldigen wenn ein Kind geschlagen wird. Auch wird dieses Gesetz dazu beitragen, dass „erzieherische Gewalt“ eben nicht mehr als Freibrief zum Prügeln gilt.
Besondere Wirkung wird das Gesetz aber in Fragen von Umgangsrecht und Sorgerecht zeigen.
Nein, Stefan, es ist keinesfalls so, dass dieses Gesetz nur ein Placebo für „weichgespülte“ ist.
Gruß
Eckard.

1 „Gefällt mir“

Hallo Eckhardt,

nein, Du irrst. Es sind bereits Urteile ergangen. Nur ein
Beispiel:
http://www.fatnews.de/autor/news/kategorie_id/3b54ac…

Bislang sehe ich meinen Irrtum nicht. Leider geht der Link mit keinem Wort auf die genaueren Umstände der Verurteilung ein, aber ich vermute, daß die Mutter wegen Körperverletzung verurteilt wurde. Die Höhe der Strafe (75€) ist genauso nichtssagend wie die 100.000€ für Hr. Effenberg. Interessant wäre die Anzahl der Tagessätze.

Jede Ohrfeige ist natürlich erst mal eine Körperverletzung und die Preisfrage ist, ob der/die Schlagende aufgrund der Tatumstände straffrei bleibt oder nicht. Dies alles hat aber nichts mit dem BGB zu tun, sondern ist im Strafgesetzbuch abschließend geregelt.

Was mit dem 1631 neu ist: Es wurde ein Wertekonflikt entschieden. Vor dieser Klarstellung bestand eine Spannung zwischen dem StGB (Körperverletzung u.a.) und dem BGB (Elternrechte) und dem Grundgesetz (Schutz von Ehe und Familie). Mit dem 1631 wurde klargestellt, daß physische und psychische Gewalt nicht als Erziehungsmethoden akzeptiert werden und deshalb der Täter wegen Körperverletzung (oder Beleidigung, Nötigung etc.) verurteilt werden kann. Vor der Klarstellung mußte ein Gericht bei Verfahren wegen solcher Delikte immer zusätzlich diskutieren, ob die vorgeworfenen Taten eine akzeptable Erziehungsmethode darstellen oder nicht.
Und natürlich wurde es den Staatsanwälten auch insgesamt erleichtert solche Taten zur Anklage zu bringen, da hier eine Erziehungsnorm definiert wurde. Und natürlich wurden auch Verurteilungen leichter, da nicht mehr abgewogen werden muß wo Erziehung aufhört und Körperverletzung anfängt.
Aber: Gewalt gegen die eigenen Kinder ist dennoch nicht per se strafbar. Es müssen Strafgesetze verletzt sein und es müssen alle Vorraussetzungen der Strafbarkeit vorliegen. Dies ist in vielen Fällen von Gewalt der Eltern gegen die Kinder nicht der Fall.

Aber wahrscheinlich ist es müßig für eine korrekte Beschreibung der Rechtslage zu werben. Da kommt die eingangs schon angesprochene Ideologie leider voll zum tragen…:frowning:

Nein, Stefan, es ist keinesfalls so, dass dieses Gesetz nur
ein Placebo für „weichgespülte“ ist.

Mir ist nicht bewußt, daß ich solches behauptet hätte?!?

Gruß Stefan

Schade!
Hi!

Schade, dass ich nur ein * vergeben kann!

Liebe Grüße
Guido

Was das aber mit den Klapsen in der Erziehung zu tun hat, habe
ich auch jetzt noch nicht verstanden.

Gruß, Karin

Hallo Karin,

das hat Bianca völlig richtig gesehen (danke ihr!) und dafür ein Sternchen bekommen. Ich wehre mich strikt dagegen, daß die völlig sinnvolle Wertewandelung, sein Kind ohne körperliche Züchtigung zu erziehen, dazu führen soll, daß falsch verstandene Persönlichkeitsentfaltung dazu führt, daß dem lieben Kind keine Grenzen gesetzt werden dürfen und die Mitmenschen das ausbaden müssen, am besten noch, indem man mit dem Argument mundtot gemacht wird, man habe selbst noch keinen Nachwuchs. Es gibt Eltern, die kriegen das auf die Reihe, ohne ihre Kinder zu schlagen, also muß es auch einen Mittelweg geben. Deshalb auch der Titel meines Beitrags.

Zum Klaps: Das ist so ein weites Feld… Ich frag mich manchmal bei diesen Diskussionen, ob wirklich alle, die sich heutzutage so vehement dagegen aussprechen (nicht nur hier im Forum), wirklich ihrem Kind nie auch nur einen Klaps auf den Popo gegeben haben? Ich weiß es wirklich nicht.

Für mich Fakt: Schläge dürfen kein Erziehungsmittel sein. Punkt!

Aber: Nehmen wir die Ausgangsfrage, dann kann man doch durchaus mal darüber nachdenken, ob man dem Kind nicht mit einem kleinen, leichten Klaps auf die Finger einen größeren Gefallen tut, als zu versuchen, eine Diskussion anzufangen, warum es nicht an den Herd darf, die mit Schmerzensgebrüll und Brandblasen an den kleinen Fingerchen ein jähes Ende findet. Kann man wirklich die Wohnung so kindersicher machen, daß Gefahren ausgeschlossen werden können? Ich bezweifle es, und gerade die Eltern hier müßten den Erfindungsreichtum der Kids doch kennen. Was, wenn man einfach mal vergißt, die Steckdosensicherung nach dem Staubsaugen wieder anzubringen?

Ich habe die endgültige Antwort für mich selbst noch nicht, aber ich würde im Zweifelsfall die Sicherheit meines Kindes über die Correctness stellen.

Mag sein, daß ich vieles von dem revidiere, was ich jetzt denke, wenn ich selbst mal Kinder habe, aber deshalb darf ich mir doch wohl noch Gedanken machen, oder? Und könnte es nicht sein, daß einige, die ein oder zwei Kinder haben, bei einem weiteren Kind auch wieder in völlig neue Situationen geraten und mit ihrem Latein genauso weit sind wie ich jetzt, weil jedes Kind anders ist?

Gruß
mowei

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Hallo Eckhard,

Über die Strafe bei Verletzung dieser Rechte und Pflichten
entscheiden die Gerichte.

Ich bin zwar kein Jurist, aber so wie ich unser Rechtssystem verstanden habe, können Gerichte doch nur Strafen festlegen, die sich im gesetzlichen Rahmen bewegen. Dazu müsste dann aber in besagtem Gesetz stehen …ist nicht zulässig und wird mit (z.B.) Freiheitsstrafe bis zu 2 Jahren geahndet. Sonst wäre unsere Rechtssprechung ja reine Willkür.

Gruß

Bianca

Hallo,

mir ging es genau um diese erste Aussage von Karl Heinz:

„erziehung, verbote, einschraenkungen sind nie gewaltfrei. sie sind schwerwiegende eingriffe in die persoenlichkeit. kleinstkinder reagieren darauf mit weinen, spaeter kommt trotz dazu, und erwachsene koennen sehr agressiv werden, wenn sie das grausame Zusammenspiel zwischen eigenen schwaechen und maechten anderer erleben ( muessen ).“

Arife möchte ja Tips für die Erziehung eines Kleinkindes haben. Wenn ich diese Aussage als Tip lese bedeutet sie für mich in etwa: „Alles, was Du versuchen könntest ist Gewalt. Jedes Verbot, jede Erziehungsmaßnahme ist Gewalt.“ Wir wollen aber eine gewaltfreie (nicht bloß Klapsfreie) Erziehung. Daraus kann ich doch nur schlußfolgern, dass der Tip von Karl Heinz bedeuten soll, dass man seinem Kind nichts verbieten darf, es nicht einschränken darf, ja, es überhaupt nicht erziehen darf. Wenn man es doch tut, übt man Gewalt aus. Was wird das dann wohl für ein Kind werden? Genau ein solches, wie ich es beschrieben habe. Daher halte ich diesen Tip zur „gewaltfreien Erziehung“ für sehr, sehr bedenklich. Nichts anderes wollte ich sagen.

Es ist ja schön, wenn Kinder alles einsehen was sie tun sollen, tun sie aber nicht. ALLE Tips, die dann von den Klapsgegnern kamen (aus der Situation herausnehmen, ein scharfes NEIN, etc., all diese Tipps (die ich für wirklich wertvoll halte), sind nach dieser Definition ja auch Gewalt.

Ich bin gerne bereit, das Argument zu akzeptieren, Klapse seien Gewalt, villeicht auch Anschreien oder ähnliches. Aber den Tipp, keine Regeln aufzustellen und durchzusetzen kann ich nicht akzeptieren.

Wenn ich als junges Elternteil die Frage an erfahrene Eltern stelle, ob ein Klaps ein wirkungsvolles/gutes Mittel ist, um eine Regel durchzusetzen oder was man vielleicht besser machen könnte, dann möchte ich sowas hören wie „ja, ist es“ (NICHT meine Meinung!) oder: Nein, das ist Gewalt, sage lieber laut und deutlich „Nein“ oder etwas in der Art. Was ich NICHT hören möchte ist: " Alles was Du tun kannst ist Gewalt, stell einfach keine Regel auf" Das führt dann nämlich dazu, dass die betroffenen Eltern entweder denken „die spinnen ja“ und trotzdem zuschlagen oder sich völlig verunsichert fühlen und auf Erziehungsmaßnahmen jeder Art verzichten, das Resultat kann man aber der Gesellschaft nicht zumuten.

Darum habe ich Karl-Heinz widersprochen, und dieser Dissenz hat sich ja auch inzwischen weitgehend geklärt. IHR widersprecht entschieden jedem, der Klapse als wirkungsvolles Erziehungsmittel propagiert. ICH widerspreche genauso entschieden jedem, der den Verzicht auf Verbote/Regeln als wirkungsvolles Erziehungsmittel propagiert!

Genau so, wie die „Klapsgegner“ sich das Recht herausnehmen, auf Postings zu antworten, die Klapse propagieren, nehme ich mir halt das Recht heraus auf solche Postings zu antworten, die eine verbotefreie Erziehung propagieren. Das es dabei in beiden Fällen zu Missinterpretationen kommen kann, ist natürlich. Übrigens: Das Thema „nicht erzogene Kinder“ kommt ja auch weiter unten noch mal vor.

Viele Grüße

Bianca

Könnte evtl. sein, daß…
Hi Mowei!
Hi Gemeinde!

Vorweg: ich werde mich nicht in dieser Diskussion einmischen oder gar meine Meinung wiederholen. Dafür der Link, wo ich zur Genüge erklärt, gesagt und beschrieben habe, wie, was und warum ich so denke und handle:

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Nur aus Deiner Art und Weise, Deine Meinung zu vertreten (wie Dir vorgeworfen wird, die Wörtern anderer so zu drehen wie es Dir gerade paßt); Deiner Ausdrücksweise; Deiner Meinung überhaupt denke ich, Du und Schokolinda seid ein und derselber Mensch. Hier „ihre“ und Deine ViKa zum Vergleich:

Schokolinda

Beruf Diplom-Psychologin
Adresse —


D-Hessen
Telefon —
Mobil —
Fax —
Alter 32-33
Bemerkung - - -

liest E-Mails:
täglich
Mitglied seit 12.8.2003

Vita

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mowei

Beruf —
Adresse —



Telefon —
Mobil —
Fax —
Alter 31-32
Bemerkung - - -
[Kein Foto]

liest E-Mails:
einmal/Woche
Mitglied seit 26.8.2003

Vita

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Hier änderst du deine eigene Visitenkarte.
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Kann das sein?
Grubelnde Grüße
Helena

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Bianca,

manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäume nicht! :wink:)

mir ging es genau um diese erste Aussage von Karl Heinz:

Das weiß ich Bianca, aber versuche doch mal einen Satz vorher
und auch etwas danach zu lesen und zu verstehen.

ist es sinnvoll dem kleinen bestimmte stellen mit einem klapps
auf die finger abzugewoehnen oder gibt es andere effektive
ABER gewaltfreie methoden ?

In diesem Satz sagt arife sehr deutlich, dass sie Klappse für Gewalt hält und nach einer völlig gewaltfreien Methode fragt. (und die gibt es halt nicht)

darum K.Hs Anwort>>>>

erziehung, verbote, einschraenkungen sind nie gewaltfrei.

Also auf die Frage von arife ob es eine gewaltfreie Erziehung gibt, die Anmerkung von K.H., dass es unmöglich ist zu erziehen ohne Verbote, Einschränkungen und die sind halt nicht gewaltfrei. Da steht nicht mal andeutungsweise dass da ein Kind nicht erzogen werden soll!!

weiter…

Erziehung, Verbote, Einschränkungen sind schwerwiegende eingriffe in die persoenlichkeit

Das wird wohl hoffentlich niemand abstreiten?

Jetzt erklärt K.H. die Reaktionen der Kinder…

>>kleinstkinder reagieren darauf mit weinen, spaeter kommt trotz dazu, und erwachsene koennen sehr agressiv werden, wenn sie das grausame zusammenspiel zwischen eigenen schwaechen und maechten anderer erleben ( muessen ).

Da steht immer noch nichts von nicht erziehen!!

Jetzt kommt der Teil, wo K.H. sogar ausdrücklich von erziehen
schreibt!!

einsichtig wird nur, wer die vermeintliche „staerke“ und das „rechthaben“ des vebietenden einsieht

Da steht eben nicht…

Daraus kann ich doch nur schlußfolgern, dass der Tip von Karl
Heinz bedeuten soll, dass man seinem Kind nichts verbieten
darf, es nicht einschränken darf, ja, es überhaupt nicht
erziehen darf.

Entweder phantasierst du oder du kannst schlichtweg nicht lesen?

Jetzt beschreibt K.H. zwei Erziehungsmethoden!

  • und das kann geschehen durch:

a. erklaerungen - immer wiederkehrenden geduldigen erklaerungen und nochmals erklaerungen

Erklärungen sind Erziehung…ich erkläre dem Kind warum es was nicht machen darf, warum was gefährlich ist, warum man
sich über ein Dankeschön freut :wink: usw.

:oder

b. schlechte erfahrungen am eigenen leibe. das waeren in diesem deinen geschilderten problem die klappse auf die hand.

jetzt wird K.H. etwas sarkastisch…

dann kannst du aber eigentlich auch ne zuschnappende rattenfalle in die verbotenen ecken stellen - der effekt ist ziemlich der gleiche!

…und selbst da steht nicht, man soll Kinder nicht erziehen und ihnen alles durchgehen lassen, sondern da wird die
verbotene Ecke als solche auch genannt.

Wenn K.H. einen Tip Richtung >>>nicht erziehenoder es gibt geschlagene geklappste Kinder die, weil
sie es am eigenen Leibe verspürt haben, nie die Hand
erheben wollen.

Dann das zweite Posting von K.H. an dich!

hallo,
bevor ich naeher auf deine antwort eingehe: wieviele kinder hast du selbst gross gezogen? ich moechte es wissen, um dir auf aehnlichem level antworten zu koennen

Da steht auch nicht, dass kinderlose User nicht mitreden dürfen. Da steht sogar, dass K.H. mit seiner Antwort auf dich eingehen will und er hat es auch gemacht. Dass du nur Bahnhof verstehst, dafür kann K.H. nichts.
Natürlich kann auch ein Führerscheinloser über Autofahrer mitreden, nur wenn wer schon Fahrpraxis hat, wird er einiges anders sehen.

Warum du dann in diesem Posting so rumzickst, verstehe ich nicht.

Nichts, es hat damit was zu tun, dass hier Kinderlose um ihr Recht kämpfen müssen, überhaupt eine Meinung zur Kindererziehung haben zu dürfen.
Bianca

Nochmal, du darfst eine Meinung haben, es hat dir auch keiner verboten. Du darfst auch alles falsch verstehen und rumzicken,
bist sicher nicht die Erste und Einzige.

Wenn du aber Mutter werden willst, wäre es für das Kind sehr hilfreich wenn du Zusammenhänge erkennen würdest und nahe am jeweiligen Problem bleibst.
Kinder verstehen oder akzeptieren eine ganze Menge Verbote und Vorschriften, wenn man nicht willkürlich und zusammenhanglos rumerzieht.
Also wenn dein Kind z.B. einen Apfel in die Mülltonne haut, ist es besser du sagst „Du willst das nicht“ als wenn du mit Erklärungen anfängst, dass Kinder in Afrika hungern oder dass
es da mal ein Kind bei deiner Oma gab das nicht erzogen wurde.

Wenn du dich für die Klappserziehung entscheidest, solltest du noch viel mehr zuerst fragen und nachdenken bevor du ausholst,
denn Schläge kann man nicht zurücknehmen wenn man sich geirrt hat.

Grüße Kerbi

2 „Gefällt mir“

Hallo Kerbi,

manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäume nicht! :wink:)

Hey, hey, Du wirfst mir vor, ich würde andere nicht verstehen. Ich kann mich genau so hinstellen und sagen, Du hättest nicht richtig gelesen, was ich geschrieben habe.

mir ging es genau um diese erste Aussage von Karl Heinz:

Das weiß ich Bianca, aber versuche doch mal einen Satz vorher
und auch etwas danach zu lesen und zu verstehen.

ist es sinnvoll dem kleinen bestimmte stellen mit einem klapps
auf die finger abzugewoehnen oder gibt es andere effektive
ABER gewaltfreie methoden ?

In diesem Satz sagt arife sehr deutlich, dass sie Klappse für
Gewalt hält und nach einer völlig gewaltfreien Methode
fragt. (und die gibt es halt nicht)

Für mich ist die Definition von Gewalt zwar nicht so eindeutig und extrem wie für Euch offensichtlich, aber bitte: Wenn eh jede Erziehung Gewalt ist, dann ist es ja auch egal, ob ich einfach nur Nein sage oder mein Kind verprügele. Und die Forderung nach gewaltfreier Erziehung schenkt Euch dann bitte, die gibt’s ja dann eh nicht.

darum K.Hs Anwort>>>>

erziehung, verbote, einschraenkungen sind nie gewaltfrei.

Also auf die Frage von arife ob es eine gewaltfreie Erziehung
gibt, die Anmerkung von K.H., dass es unmöglich ist zu
erziehen ohne Verbote, Einschränkungen und die sind halt nicht
gewaltfrei. Da steht nicht mal andeutungsweise dass da ein
Kind nicht erzogen werden soll!!

weiter…

Erziehung, Verbote, Einschränkungen sind schwerwiegende eingriffe in die persoenlichkeit

Gut, dann habe ich die Wahl: Ich kann meinem Kind Gewalt antun oder es nicht erziehen.

Das wird wohl hoffentlich niemand abstreiten?

Also, ich finde, diese Gewaltdefinition geht entschieden zu weit!
Wenn man alles als Gewalt definiert, wie gesagt, dann braucht man auch nicht mehr über Klapse oder nicht zu diskutieren, dann sind Klapse Gewalt und ALLE Alternativen dazu auch. Dann kann ich auch gleich zuschlagen.
(Achtung: Dies ist eine Provokation, ich bin NICHT für’s zuschlagen!)

Jetzt erklärt K.H. die Reaktionen der Kinder…

>>kleinstkinder reagieren darauf mit weinen, spaeter kommt trotz dazu, und erwachsene koennen sehr agressiv werden, wenn sie das grausame zusammenspiel zwischen eigenen schwaechen und maechten anderer erleben ( muessen ).

Da steht immer noch nichts von nicht erziehen!!

Jetzt kommt der Teil, wo K.H. sogar ausdrücklich von erziehen
schreibt!!

einsichtig wird nur, wer die vermeintliche „staerke“ und das „rechthaben“ des vebietenden einsieht

Da steht eben nicht…

Daraus kann ich doch nur schlußfolgern, dass der Tip von Karl
Heinz bedeuten soll, dass man seinem Kind nichts verbieten
darf, es nicht einschränken darf, ja, es überhaupt nicht
erziehen darf.

Entweder phantasierst du oder du kannst schlichtweg nicht
lesen?

Danke für die netten Ausführungen zu meiner Person. Stimmt, ich kann halt nicht lesen und schreibe im Delirium, nur daran liegt es, dass ich aus diesen Zeilen eben was anderes lese als Du.

Jetzt beschreibt K.H. zwei Erziehungsmethoden!

  • und das kann geschehen durch:

a. erklaerungen - immer wiederkehrenden geduldigen erklaerungen und nochmals erklaerungen

Erklärungen sind Erziehung…ich erkläre dem Kind warum es
was nicht machen darf, warum was gefährlich ist, warum man
sich über ein Dankeschön freut :wink: usw.

:oder

b. schlechte erfahrungen am eigenen leibe. das waeren in diesem deinen geschilderten problem die klappse auf die hand.

jetzt wird K.H. etwas sarkastisch…

dann kannst du aber eigentlich auch ne zuschnappende rattenfalle in die verbotenen ecken stellen - der effekt ist ziemlich der gleiche!

…und selbst da steht nicht, man soll Kinder nicht erziehen
und ihnen alles durchgehen lassen, sondern da wird die
verbotene Ecke als solche auch genannt.

Da nicht, aber ein Stück drüber steht „Erziehung ist Gewalt“ (gekürzt). Ich kann mich also FÜR Gewalt oder GEGEN Erziehung entscheiden. Ne tolle Alternative!

Wenn K.H. einen Tip Richtung >>>nicht
erziehenoder es gibt geschlagene geklappste Kinder die, weil
sie es am eigenen Leibe verspürt haben, nie die Hand
erheben wollen.

Sorry, aber Du willst mich auch nicht verstehen. Ich möchte nicht, dass Kinder geschlagen werden. Ich möchte aber, dass Kinder erzogen werden. Wenn man aber behauptet, jede Erziehung sei Gewalt, dann kann ich entweder Gewalt anwenden, dann besteht aber auch kein Unterschied mehr zwischen Prügeln und „NEIN“, oder auf Erziehung verzichten.
Es stimmt natürlich, ich kann die Aussage auch dahin gehend interpretieren: Schlag ruhig zu, alles andere ist eh auch Gewalt.

Dann das zweite Posting von K.H. an dich!

hallo,
bevor ich naeher auf deine antwort eingehe: wieviele kinder hast du selbst gross gezogen? ich moechte es wissen, um dir auf aehnlichem level antworten zu koennen

Da steht auch nicht, dass kinderlose User nicht mitreden
dürfen. Da steht sogar, dass K.H. mit seiner Antwort auf dich
eingehen will und er hat es auch gemacht. Dass du nur Bahnhof
verstehst, dafür kann K.H. nichts.
Natürlich kann auch ein Führerscheinloser über Autofahrer
mitreden, nur wenn wer schon Fahrpraxis hat, wird er einiges
anders sehen.

Ich habe darauf hin dargelegt, dass ich als Kinderlose zwar keine Praxiserfahrung habe, daher auch über konkrete Massnahmen sicher wenig aussagen kann, es mir aber um die Ziele der Erziehung und die Definition von Gewalt geht, wo ich sehr wohl mitreden kann. Ich empfinde die Definition „Verbote etc. sind Gewalt“ als übertrieben. Gut, Karl-Heinz hat plausibel dargelegt, wie er das sieht, und das kann ich dann ja auch nachvollziehen. Allerdings muß ich dann sagen, dass diese Definition ja theoretisch ganz interessant ist, praktisch für die Kindererziehung aber nicht hilfreich, weil es dann egal ist, ob ich mir das Kind schnappe und in ein anderes Zimmer trage oder es verprügele, Gewalt ist es immer. Jetzt erkläre mir mit dieser Definition mal, warum man seinem Kind keinen Klaps geben sollte.

Warum du dann in diesem Posting so rumzickst, verstehe ich
nicht.

Ach ja, ich bin halt eine blinde Zicke im Delirium…

Nichts, es hat damit was zu tun, dass hier Kinderlose um ihr Recht kämpfen müssen, überhaupt eine Meinung zur Kindererziehung haben zu dürfen.
Bianca

Nochmal, du darfst eine Meinung haben, es hat dir auch keiner
verboten. Du darfst auch alles falsch verstehen und rumzicken,
bist sicher nicht die Erste und Einzige.

Du darfst auch rumzicken und alles falsch verstehen, aber diese Antwort hatte mit der ganzen Disskussion mit Karl-Heinz gar nichts zu tun.

Wenn du aber Mutter werden willst, wäre es für das Kind sehr
hilfreich wenn du Zusammenhänge erkennen würdest und nahe am
jeweiligen Problem bleibst.
Kinder verstehen oder akzeptieren eine ganze Menge Verbote und
Vorschriften, wenn man nicht willkürlich und zusammenhanglos
rumerzieht.
Also wenn dein Kind z.B. einen Apfel in die Mülltonne haut,
ist es besser du sagst „Du willst das nicht“ als wenn du mit
Erklärungen anfängst, dass Kinder in Afrika hungern oder dass
es da mal ein Kind bei deiner Oma gab das nicht erzogen wurde.

Ja, ja, ich soll genau lesen. Ich hatte z.B. geschrieben:
Ich bin auch kein Freund davon, Kindern wahllos alles mögliche zu verbieten, nach dem Motto: Geh hier nicht hin, tu dies nicht, lass das. Ein paar begründete und gut überlegte Verbote haben aber sicher ihren Sinn, und die würde ich dann auch versuchen, konsequent durchzusetzen, auch wenn einem, bevor das Kind da ist, wahrscheinlich nicht mal annähernd klar ist, wie man das konkret macht.

Wenn Du das gelesen hättest, wüstest Du, dass ich nicht „zusammenhanglos rumerziehen“ will.

Gut, da ich ja die Zusammenhänge eh nicht verstehe, ich bin ja einfach blind und dumm, fällt mir auch nicht auf, wie seltsam Du die Geschichte mit dem Apfel zusammengestellt hast. Natürlich würde ich meinem Kind nicht von Kindern in Afrika erzählen, sondern von einem Kind, das nicht erzogen wurde… Sag mal, für wie blöd hälst Du mich eigentlich?

Wenn du dich für die Klappserziehung entscheidest, solltest du
noch viel mehr zuerst fragen und nachdenken bevor du ausholst,
denn Schläge kann man nicht zurücknehmen wenn man sich geirrt
hat.

Klar, ich schlage immer zu, denn das tun alle, die nicht Deiner Meinung sind.

Grüße Bianca

Hi Bianca,

Hey, hey, Du wirfst mir vor, ich würde andere nicht verstehen.

Ich werfe dir nichts vor, ich habe festgestellt dass du K.H. nicht verstanden hast, aber gleich mit

„So ein Blödsinn“ geantwortet hast und ihm, im selben Satz eine „verhängnisvoll Einstellung probagierend“ unterstellt hast.

Mir hast du allen ernstes geschrieben, dass es im Thread nicht
um gewal/freie Erziehung gehe, sondern um Kinder die prinzipell alles dürfen, weiters, dass du aus K.Hs Posting

doch nur die schlußfolgern ziehen kannst, dass der Tip von Karl Heinz bedeuten soll, dass man seinem Kind nichts verbieten darf, es nicht einschränken darf, ja, es überhaupt nicht erziehen darf

Daraufhin habe ich dir geraten, K.Hs Sätze im Zusammenhang zu lesen und es dir auch Schritt für Schritt erklärt.

Ich kann mich genau so hinstellen und sagen, Du hättest nicht
richtig gelesen, was ich geschrieben habe.

Natürlich, nur ich habe deine Postings gelesen und gebe zu,
dass ich sie nicht verstehe. Also nicht das mit den „nicht erzogenen Kindern“, ich verstehe nicht, wieso du aus K.Hs Posting ein
„nicht erziehen rausliest“,
wieso du
„dass hier Kinderlose um ihr Recht kämpfen müssen, überhaupt eine Meinung zur Kindererziehung haben zu dürfen“
schreibst, naja und deine
jetzige Anwort verstehe ich schon gar nicht.
Zuerst schreibst du in jedem Posting man soll doch erklären,
du willst Hinweise usw. und wenn man dir Erklärungen liefert,
dann zockelst (ist die Steigerung von zicken)du vollkommen aus.

aber bitte: Wenn eh
jede Erziehung Gewalt ist, dann ist es ja auch egal, ob ich
einfach nur Nein sage oder mein Kind verprügele.

Was ist dir denn lieber, Bianca? mal ehrlich…
Wenn dein Chef nein sagt wenn du mal was falsch machst, dir dein PC-Spiel wegnimmt, weils verboten ist - oder dich gleich verprügelt! Oder wenn dein Mann/Freund dir bestimmt sagt „nein, so will ich dass nicht“ oder wenn er dir gleich eine klebt.

Aber es steht ja gar nicht da, dass jede Erziehung Gewalt ist.
Es steht genau so da!!!

Also auf die Frage von arife ob es eine gewaltfreie Erziehung gibt, die Anmerkung von K.H., dass es unmöglich ist zu erziehen ohne Verbote, Einschränkungen und die sind halt nicht gewaltfrei.

Und die
Forderung nach gewaltfreier Erziehung schenkt Euch dann bitte,
die gibt’s ja dann eh nicht.

K.H. hat sich geirrt, Trotzköpfchen gibt es nicht nur bei Kindern, oder gehst du noch zur Schule!

Gut, dann habe ich die Wahl: Ich kann meinem Kind Gewalt antun
oder es nicht erziehen.

Also, das Kind ablenken, ein NEIN, gefährliche Gegenstände wegsperren ist nicht Gewalt und gehört zur Erziehung.
Ein Kind hochheben und aus der Gefahrenzone bringen, Erklärungen über Gefahren und bewusstes Vorleben auch nicht.
Ein Kind loben und belohnen würde ich sagen gehört auch nicht zur Gewalt, also kann man schon mal sehr viel Erziehen ohne Gewalt. Spielerisches lernen ist auch recht hilfreich und reden reden reden und üben üben üben.
Wenn z.B. eine Stiege im Wohnbereich ist, ist es sinnvoll wenn man das Krabbelkind nicht immer rauf-und runterträgt, sondern
mit dem Baby rücklings runterkrabbeln übt.(zusätzlich zum Gitter- falls es mal offen ist)

Erziehung, Verbote, Einschränkungen sind schwerwiegende eingriffe in die persoenlichkeit

Das wird wohl hoffentlich niemand abstreiten?

Also, ich finde, diese Gewaltdefinition geht entschieden zu
weit!

Stell dir mal vor du hast einen Träumer, einen Schlamphans,
ein träges faules Kind, oder einen Zappelphilipp und willst das ändern (erziehen)!
Was machst du, du versuchst in die Persönlichkeit deines Kindes einzugreiffen.
Du machst einen schwerwiegenden Eingriff in die Persönlichkeit deines Kindes, oder wie würdest du das nennen?

Wie gewaltvoll der Eingriff ist, entscheiden die Eltern.
Es wäre doch wünschnswert, dass sich die Eltern dieser Tatsache bewusst sind.

Wenn man alles als Gewalt definiert, wie gesagt, dann braucht
man auch nicht mehr über Klapse oder nicht zu diskutieren,
dann sind Klapse Gewalt

Wie würdest du das Hauen definieren ? Liebevolle Zuwendung oder so?

Entweder phantasierst du oder du kannst schlichtweg nicht
lesen?

Danke für die netten Ausführungen zu meiner Person. Stimmt,
ich kann halt nicht lesen und schreibe im Delirium,

Lese mal was du so schreibst, ich kenne dich ja nicht und kann mir nur nach deinem Geschreibsel ein Bild machen.
Da wünsche ich mir ja noch nicht mal, dass du Fragen und Antworten so liest, wie sie dastehen und nicht deine Maxime deiner Auffassungsgabe ablässt.

und selbst da steht nicht, man soll Kinder nicht erziehen
und ihnen alles durchgehen lassen, sondern da wird die
verbotene Ecke als solche auch genannt.

Da nicht, aber ein Stück drüber steht „Erziehung ist Gewalt“
(gekürzt).

*gähn* lass das *gekürzt* und lese so wie es geschrieben wurde.
Kürzen soll man nur, wenn man den Sinn verstanden hat, alles andere nennt man Entstellung oder Verleumdung.

Ich kann mich also FÜR Gewalt oder GEGEN Erziehung
entscheiden. Ne tolle Alternative!

Naja, du könntest auch lernen, nicht nur dagegen zu motzen und in Diskussionen etwas weniger alberne zu antworten.
Is nur ein Vorschlag und noch keine Gewalt! :wink:

Sorry, aber Du willst mich auch nicht verstehen.

Doch, ich versuche es.

Ich möchte
nicht, dass Kinder geschlagen werden. Ich möchte aber, dass
Kinder erzogen werden.

Ich auch und darüber kann man sehr viel nachdenken.
Man kann sich in die Kinder einfühlen und versuchen, so wenig wie möglich Frust zu erzeugen und positiv Einfluss zu nehmen.

Wenn man aber behauptet, jede Erziehung
sei Gewalt,

Erziehung wird von Person zu Person anders gesehen und jede Situation mit den Kindern ist eine andere.
Es hilft nur einfach Eltern wie Kindern, wenn man manche Dinge beim Namen nennt.

dann kann ich entweder Gewalt anwenden, dann
besteht aber auch kein Unterschied mehr zwischen Prügeln und
„NEIN“,

nicht wirklich…oder ?

oder auf Erziehung verzichten.

Selbst NICHt-Erziehen ist eine Erziehung :wink:)

Es stimmt natürlich, ich kann die Aussage auch dahin gehend
interpretieren: Schlag ruhig zu, alles andere ist eh auch
Gewalt.

Interpretiere einfach nicht, lass es einfach und denke selber über dein Fühlen nach ;-o

Du darfst auch rumzicken und alles falsch verstehen, aber
diese Antwort hatte mit der ganzen Disskussion mit Karl-Heinz
gar nichts zu tun.

Mit deiner Antwort an mich oder an K.H. ? Weil- ich habe ja K.H. nicht geantwortet und habe K.H. auch verstanden.
Diskutieren tust du weder mit K.H. noch mit mir, du bist noch ein Trotzköpfchen!

Also wenn dein Kind z.B. einen Apfel in die Mülltonne haut,
ist es besser du sagst „Du willst das nicht“ als wenn du mit
Erklärungen anfängst, dass Kinder in Afrika hungern oder dass
es da mal ein Kind bei deiner Oma gab das nicht erzogen wurde.

Ja, ja, ich soll genau lesen. Ich hatte z.B. geschrieben:
Ich bin auch kein Freund davon, Kindern wahllos alles mögliche
zu verbieten, nach dem Motto: Geh hier nicht hin, tu dies
nicht, lass das. Ein paar begründete und gut überlegte Verbote
haben aber sicher ihren Sinn, und die würde ich dann auch
versuchen, konsequent durchzusetzen, auch wenn einem, bevor
das Kind da ist, wahrscheinlich nicht mal annähernd klar ist,
wie man das konkret macht.

Wenn Du das gelesen hättest, wüstest Du, dass ich nicht
„zusammenhanglos rumerziehen“ will.

Ich habe es gelesen Bianca, ich habe diesen Thread ausgedruckt und mehrfach gelesen. Ich habe auch nicht geschrieben, dass du zusammenhanglos erziehen willst!!!
Es ist nur einfach eine Tatsache, dass du zickig und zusammenhanglos „schreibender Weise“ rüberkommst.

Gut, da ich ja die Zusammenhänge eh nicht verstehe, ich bin ja
einfach blind und dumm, fällt mir auch nicht auf, wie seltsam
Du die Geschichte mit dem Apfel zusammengestellt hast.

Jetzt bin ich echt gespannt !

Natürlich würde ich meinem Kind nicht von Kindern in Afrika
erzählen, sondern von einem Kind, das nicht erzogen wurde…

ned wirklich…oder ???

Sag mal, für wie blöd hälst Du mich eigentlich?

*hüstel*…was glaubst du, wie blond du wirkst?
Natürlich nur in diesem Posting…im Realleben bist du viel logischer und ausdrucksstark, hoffe ich mal!

Wenn du dich für die Klappserziehung entscheidest, solltest du
noch viel mehr zuerst fragen und nachdenken bevor du ausholst,
denn Schläge kann man nicht zurücknehmen wenn man sich geirrt
hat.

Klar, ich schlage immer zu,

Da steht aber, wenn du dich für die Klappserziehung entscheidest , also könntest du noch mal eine Leseversuch machen ?
*bitte*

denn das tun alle, die nicht
Deiner Meinung sind.

Nachdem ich gegen Schläge bin, stellt sich natürlich die Frage
was die tun, die nicht meiner Meinung sind ?
Is doch logisch…oder ?
meint Kerbi

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Hallo Mowei,

Aber: Nehmen wir die Ausgangsfrage, dann kann man doch
durchaus mal darüber nachdenken, ob man dem Kind nicht mit
einem kleinen, leichten Klaps auf die Finger einen größeren
Gefallen tut, als zu versuchen, eine Diskussion anzufangen,
warum es nicht an den Herd darf, die mit Schmerzensgebrüll und
Brandblasen an den kleinen Fingerchen ein jähes Ende findet.

Eine Frage: garantiert dir das auf-die-Finger-hauen, dass das
Kind in Zukunft nicht an den Herd langt?
Guido und andere haben gerade den Herd als Beispiel gebracht,
dass man daran auch einem sehr kleinen Kind zeigen kann, das man
das nicht machen soll (es geht ja nicht um’s ‚darf‘), weil es weh
tut. DAs kann man zeigen, indem der Herd sehr warm ist, aber bevor
er Brandblasen verursacht.

Kann man wirklich die Wohnung so kindersicher machen, daß
Gefahren ausgeschlossen werden können?

Nein. Hat niemand behauptet.

Ich bezweifle es, und
gerade die Eltern hier müßten den Erfindungsreichtum der Kids
doch kennen. Was, wenn man einfach mal vergißt, die
Steckdosensicherung nach dem Staubsaugen wieder anzubringen?

Gute Steckdosensicherung bleiben drin, auch wenn man staubsaugt.
Aber darum geht’s nicht. Es geht darum, dass ich dem geklapsten
Kind genausowenig trauen kann, wie dem Kind, dem „Nein“ gesagt wurde,
wenn beide allein sind. Aber einem Kind, dass Erklaerungen be-
kommen hat, kann ich mehr trauen. Alle drei Kinder sollte
man bis zu einem gewissen Alter nicht unbeaufsichtigt lassen.
In Sicherheit wiegen wuerde ich mich bei keinem.

Ich habe die endgültige Antwort für mich selbst noch nicht,
aber ich würde im Zweifelsfall die Sicherheit meines Kindes
über die Correctness stellen.

Natuerlich. Aber noch fehlt jedes ueberzeugende Argument, dass
der Klaps ein Kind besser erzieht als ein Nein (oder ein Entfernen)
mit Erklaerung.

Mag sein, daß ich vieles von dem revidiere, was ich jetzt
denke, wenn ich selbst mal Kinder habe, aber deshalb darf ich
mir doch wohl noch Gedanken machen, oder?

Das hat Kerbi an Bianca erklaert.

Und könnte es nicht
sein, daß einige, die ein oder zwei Kinder haben, bei einem
weiteren Kind auch wieder in völlig neue Situationen geraten
und mit ihrem Latein genauso weit sind wie ich jetzt, weil
jedes Kind anders ist?

Auch das hat niemand verleugnet.

Gruesse, Elke

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