Hallo Anwar:
Da stimme ich Dir voll zu. Konsequent umgesetzt heisst dies,
man darf keinem Freund mehr einen guten Rat geben, ihm helfen,
irgendwas tun, von dem man weiss (oder meint) das es gut für
ihn ist, auch wenn man ihn dabei nicht zwingt.
Der entscheidende Unterschied ist doch, dass man im
„Normalfall“ eher Ratschläge gibt, ohne auf deren Richtigkeit
zu beharren. Bei der Missionierung ist es hingegen so, dass
viele sehr eindeutig zu verstehen geben, dass nur ihr
Weg zum Ziel führt.
Ach ja, wenn Du weisst, dass in einem Becher den Dein Freund trinken will, tödliches Gift drinn ist, sagst Du dann auch nur, es könnte sein, dass Du Tod bist wenn Du dies trinkst, aber ich beharre nicht darauf? smile
Wenn man jemanden hilfe anbietet, einen Rat gibt, soll man
dies nicht immer aufgrund dessen tun, was man für richtig hält
und dem anderen dann die Entscheidung überlassen?
Richtig. Die Entscheidung überlassen. Viele Leute missionieren
aber mit Druck und Zwang oder können ein „Nein“ nicht
akzeptieren.
Gibt es bestimmt, wie es verkäufer gibt, die ein Nein nicht akzeptieren, oder auch andere Leute. Aber wie erwähnt, dies ist nicht biblisch, oder mit anderen Worten diese Christen handeln nicht biblisch, auch wenn sie es gut meinen (s. Bsp. mit dem Giftbecher)
Es gibt gewiss auch andere, z.B. die so oft
geschmähten Zeugen Jehovas gehören dazu
Na ja, habe da auch schon aufdringliche erlebt, wie es eben bei jeder Gruppe von Mensche^n gibt.
und möglicherweise ja
auch Du, aber man kann eben nicht nur von den guten Schäfchen
ausgehen.
Da stimme ich Dir zu. Aber habe auch etwas verständnis, schliesslich würdest Du im Fallöe des Givftbechers als aussenstehender ein starkes Insistieren den Becher nicht zu trinken, auch nicht so negativ beurteilen, oder?
Ratschläge nach besten Wissen ung Gewissen mit freier
Entscheidung ist mein Motto. Auf der Welt gibt es genug andere
sogenannte „Ratschläge“.
Wenn Du darunter verstehst, dass Du jemandem rätst mal die
Bibel zu lesen und sich Gedanken darüber zu machen, dann
stimme ich Dir voll zu.
Auch ja, aber rate auch zu anderem
Ich halte die Bibel zwar persönlich
für nicht sehr überzeugend, aber sie ist doch mindestens einer
der Grundpfeiler unserer Kultur und es ist sehr schade, dass
nur noch wenige Personen sich mit diesem Buch
auseinandersetzen.
Für mich ist sie natürlich wesentlich mehr.
Wobei dann so tolle Sprüche wie „Auge um
Auge“ herauskommen, mit denen dann völlig falsch argumentiert
wird.
Da stimme ich Dir völlig zu
Wenn Dein Freund diese Arbeitsstelle aber nicht so toll
findet, dann wirst Du das akzeptieren, denke ich mal.
Ja natürlich, aber es gibt Fälle wo mir dies schwerfällt (siehe Giftbecherfall)
Das
Problem der Religion ist, dass sie subjektive Wahrheiten als
objektiv proklamiert.
Zuerst mal, Religion ist nicht (christlicher) Glaube. Bei Religion stimme ich Dir zu einem grossen teil zu. Christlicher Glaube heisst, Jesus persönlich zu (er)kennen, u.a. als das was er ist und was er getan hat für einem selbst. Welcher Religion (protestantisch, katholisch) man da angehört ist nicht entscheidend.
Du kannst natürlich antworten, auch der christliche Glaube ist völlig subjektiv. Als Antwort kann ich Dir geben, ist wie mit dem Becher voll Gift, der ihn gerade trinken will, kann Dir auch sagen, Deine Meinung über den Becher sei subjektiv.
Gut, wenn Du von der „reinen“ Lehre ausgehst und die
aggressiven Missionierer (ca. 60-80% in meiner Erfahrung)
ausblendest, dann ja. Man muss aber auch von der Realität
ausgehen, sonst endet man wie die Altkommunisten, die (zu
Recht) sagen, „aber in der Theorie ist alles wunderbar“.
Ich wollte damit aufzeigen, dass es in jeder Menschengruppe (am Bsp des Giftbechers) Leute hat, die Mühe haben werden, wenn sich jemanden für das trinken des Giftbechers entscheidet und dies nicht speziell mit Christen zu tun hat.
Deine Erfahrungen mit denm 60-80% kann ich aber überhaupt nicht teilen. Gemäss Bibel sind alle Christen zur Mission aufgerufen und meist wird dies ja nicht in fremden Länder umgesetzt. Denke vieler derjenigen Christen und Missionare die nicht aggressiv sind, sind Dir gar nicht aufgefallen. Arbeitskollegen, Nachbarn, Vereinskollegen, Verwandte denke dort hat es einige Christen, die Du gar nicht als solche erkennst, dh zB erst wenn du mal tiefere Gespräche mit ihnen führen wirst, wirst Du sie als solche erkennen
Grüße,
Beat