An Gläubige

Hallo Feldmarschall.

Ist es euch lieber, wenn jemand überhaupt keinen Glauben hat
oder wenn jemand einen anderen Glauben hat, der euerm
widerspricht?

Zuerst einmal mache ich mir hierüber eigentlich kaum Gedanken. Ich beschäftige mich hier eigentlich nur mit mir, meiner Familie und meiner Gemeinde. Wie nun Nichtjuden die Sache halte, ist nicht in meinem Interesse. Das soll nicht bedeuten, dass es mich nicht interessiert, aber ich würde das nicht werten.

Zum anderen hat auch der Glauben bei uns nicht diese Stellung. Somit ist mir nicht wesentlich, was jemand anders glaubt, was mir soweiso verborgen ist, sondern alleine wie er handelt. Und dabei ist dann wieder völlig unerheblich ob er Christ, Atheist, Moslim etc. ist. So kann ein Atheist für mich wesentlich gerechter sein, als der frömmste Katholik (und umgekehrt natürlich).

Scholem,
Eli

Die Religion wird hier nur mal wieder als Aushängeschild
benutzt, weil’s so schön praktisch ist.

stimmt. seh ich auch so.
nur: wenn die unterschiede so minimal wären, dann würde das nicht klappen.

gruß
datafox

Hallo,
Missionierende Religionen folgen dem einfachen
Schneeballsystem (aka Multi-Level-Marketing). Der Gewinn ist
garantiert, solange sich neue Konvertiten finden lassen.

Entschuldige, aber das ist wirklich Blödsinn. Wenn jemand durch einen Christ/Missionar irgendwie Christ wird, hat der Erste weder einen materiellen Gewinn, noch wird er deswegen einen (besseren) Platz im Paradies haben.

Der Gewinn ist
garantiert, solange sich neue Konvertiten finden lassen.

ist nicht biblisch und christlich belegbar. Wer so was behauptet ist ein Lügner oder sogar Fanatiker.

Gruss
Beat

du setzt voraus daß das los gewinnt.

Natürlich setzt derjenige dies auch voraus, deshalb tut er es ja auch, wie es nebenbei am Schluss der Bibel auch geboten wird. Diese Gebot und die Überzeugung inkl persönlicher Erfahrung ist der Grund, weshalb derjenige es auch tut, so wie im Beispiel derjenige auch überzeugt war, dass das Los eben gewinnt. Der Abndere musste aber entscheiden es aufzuheben und anzusehen und dann es einzulösen.

bei einer missionierung
bzw. werbung geht es aber genau um diesen punkt: jemandem
weiszumachen daß das los gewinnen wird!

Es geht darauf, jemanden hinzuführen, dass er das Los betrachtet um dann selber festzustellen, dass das Los gewinnen wird. Weissmachen kann man es niemanden. Du kannst jemanden zu einem Verkauf überreden, aber eine „innerliche Wiedergeburt“ / Bekehrung / Glaubensannahme an Jesus Christus etc kannst Du niemanden überreden und sogar nicht dauerhaft. Dieser Schritt muss jeder selber machen und jemand anderes kann ihm nur (sinnbildlich) das Los zeigen. Erkennen und Entscheiden muss jeder für sich (ersteres noch mit Gottes Hilfe). Der Mensch hat immer die Entscheidungsfreiheit

Gruss
Beat

Hallo,

Nein, der Agnostiker meint, diese Frage sei unbeantwortbar.
Einen Sinn ergibt sie natürlich schon.

warum ist sie dann unbeantwortbar? :smile:

Du musst umgekehrt fragen: Warum macht sie einen Sinn, wo sie doch unbeantwortbar ist?
Die Antwort ist: Würde sie beantwortet werden, würde alles einen Sinn ergeben.

Grüße,

Anwar

Hallo Branden,

Der christliche Glauben basiert grundsätzlich auf der Aussage
Jesu: „Niemand kommt zum Vater, denn durch mich.“ (Joh.14,6)

Aber das ist ja wohl gerade eines der Grundprobleme, Harald,
das all diese fanatischen Religionen meinen, ihr Weg sei der
einzige.

also ich seh da eigentlich kein Problem, ich gehe meinen Weg.
Du kannst jetzt für Dich entscheiden, ob Du den Weg mit mir gehen willst, oder einen anderen.
Wenn Du dann behauptest, ans gleiche Ziel zu gelangen, werde ich mitleidig lächeln, vielleicht versuchen, Dir Deinen Irrtum zu erklären, aber dann Dich Deinen Weg gehen lassen und Dir vorschlagen, dass wir am Ziel schon merken werden, ob wir das gleiche Ziel erreicht haben.

Das Problem beginnt doch erst dort, wo es Menschen gibt, die Dir mit Gewalt ihr Ziel aufzwingen wollen. Diese Variante wurde aber von Jesus definitiv abgelehnt. Somit wage ich es, alle jene, die solch eine Praxis ausüben, des Verrates an der Lehre Jesu zu bezichtigen.

Diese bornierte Ethnozentrik brachte uns doch mehr
Tote als die unselige Nazizeit.

Der Vergleich ist zwar nicht sonderlich gut ;-((
aber Du wirst schon einsehen, dass man in 2000 Jahren eben mehr Opfer zur Strecke bringt, als in 7-12 (je nachdem Du es rechnest).

Gruss Harald

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Hallo,
wer aus Überzeugung "Glaubt " der hat seinen Beweis im Leben gefunden ,sonst könnte er nicht zur Überzeugung gelangen.Echter wahrhafter Glaube werden nur solche Menschen haben ,die sich ein Wissen erarbeitet haben,anders ist es nicht Vertretbar! Ich spreche nicht von Gewohnheitsgläubige,die Ihren Glauben von Ihren Eltern,oder Freunden,Partnern blind angenommen haben ! ich rede nur von Menschen die selbst Ihren Weg/Wissen gefunden haben .Ein Mensch kann nur mit ein sogenanntes Schöpfungswissen zur Seiner Geistesreife gelangenJeder von uns hat die Verantwortung zu tragen für sein Handeln,darum prüfe sich jeder Selbst,
ob sein Glaube Echt und Wahr ist ! und vor Gott bestehen kann ! ! !
Viele Grüße
MIKE

Hallo MIKE,

wer aus Überzeugung "Glaubt " der hat seinen Beweis im Leben
gefunden ,sonst könnte er nicht zur Überzeugung
gelangen.

Wir müssen hier sehr sauber mit den Begriffen umgehen. Beweise sind für mich absolut und objektiv. Wenn Du eine Aussage „beweisen“ kannst, dann wird kein Mensch der bei Verstand ist Dir widersprechen können.
Subjektive Erfahrungen und persönliche (auch wenn Sie für den Betoffenen noch so überzeugend sind) sind niemals Beweise. Absolutes Wissen ist stets zu beweisen. Beweise gibt es in der Mathematik, sonst meines Erachtens nirgends (schon gar nicht in Religionen und auch nicht in den Naturwissenschaften!).

Subjektive Erfahrungen und persönliche Offenbarungen können durchaus zu Überzeugungen führen deren man sich selbst genau so sicher ist, als ob es bewiesen wäre. Solange man diese Überzeugung jedoch nicht beweisen kann, darf man sie niemanden aufzwingen - wenn sie beweisbar ist (wäre) müßte man sie ohnehin niemanden aufzwingen: Der Beweis müßte ja jeden überzeugen.

Ein
Mensch kann nur mit ein sogenanntes Schöpfungswissen zur
Seiner Geistesreife gelangen

Was meinst Du mit „Schöpfungswissen“? Was verstehst Du unter „Geistesreife“? Es ist gefährlich mit Begriffen zu hantieren, die nicht sauber definiert sind.

Gruß
Werner

Zu kurz gegriffen
Hallo Beat,

Entschuldige, aber das ist wirklich Blödsinn. Wenn jemand
durch einen Christ/Missionar irgendwie Christ wird, hat der
Erste weder einen materiellen Gewinn, noch wird er deswegen
einen (besseren) Platz im Paradies haben.

Richtig. Es ging mir aber nicht um einen materiellen oder spirituellen Gewinn, sondern um einen rein emotionalen. Da der Missionar von der Richtigkeit seines Glaubens ausgeht, wird er durch eine Konversion eines Menschen, sich besser fühlen, denn er hat ja aus seiner Sicht das Richtige getan. Meist kommt dabei noch hinzu, dass es sich bei dem Konvertiten um einen Freund oder Partner handelt, es ist doch ein gutes Gefühl, unabhängig von eventueller Belohnung, einen solchen Menschen zu „erretten“.
Es handelt sich bei der Missionierung also um ein „selbstbelohnendes“ Verhalten. Allein der Akt der (erfolgreichen) Missionierung ist schon die Belohnung selbst. Das macht es ja so gefährlich!

Der Gewinn ist
garantiert, solange sich neue Konvertiten finden lassen.

ist nicht biblisch und christlich belegbar. Wer so was
behauptet ist ein Lügner oder sogar Fanatiker.

Oder nur ein cleverer Psychologe und Beobachter. :smile:

Grüße,

Anwar

Hallo Werner,

gehen wir davon aus ,das der Mensch außer seinen groben irdischen Körper
auch noch verfeinerte irdisch nicht sichtbare Körper in sich trägt,
Seele(oder auch Astralkörper genannt)Geist.Dieser Geist ist eigendlich
das ,was Ihn am Leben hält,ja was Ihn erst zum Menschen macht.Dieser Geist oder ich müßte sagen Geistfunke /Geistkeim muß sich hier auf Erden entwickeln,reifen,dazu dient Ihm das Erdenleben ! Hier ist auch der sogenannte Sinn des Lebens zu finden über den die Menschheit so oft
grübelt und zu keinem Verständnis kommt.Um diesen Geist in Ihm Reifen zu lassen , brauch er ein Wissen von der Schöpfung oder meinetwegen eine
Schöpfungserklärung !ohne dieses Schöpfungswissen kann sein Geist
nicht zur vollen Reife gelangen ! ! Genau wie eine Blume die ich im Keller stelle,Sie zwar gieße,aber keinem Tageslicht aussetzte .
Einstein sagte dazu: Wir Menschen nutzen nur 10 % unseres Geistigen
Potentials !
Das heist,wir Menschen haben verlernt mit den Geist abzuwegen und an
seiner Stelle stellten wir den Verstand ! den wir kompl. verbogen
und entstellt haben ! Darum fragen wir ständig nach irdisch/sichtbaren
Beweisen.Kann man aber Dinge die Überirdisch sind und mit unseren Irdischen Augen nicht zu erkennen sind Beweisen ?
Gruß
MIKE

wer aus Überzeugung "Glaubt " der hat seinen Beweis im Leben
gefunden ,sonst könnte er nicht zur Überzeugung
gelangen.

Wir müssen hier sehr sauber mit den Begriffen umgehen. Beweise
sind für mich absolut und objektiv. Wenn Du eine Aussage
„beweisen“ kannst, dann wird kein Mensch der bei Verstand ist
Dir widersprechen können.
Subjektive Erfahrungen und persönliche (auch wenn Sie für den
Betoffenen noch so überzeugend sind) sind niemals Beweise.
Absolutes Wissen ist stets zu beweisen. Beweise gibt es in der
Mathematik, sonst meines Erachtens nirgends (schon gar nicht
in Religionen und auch nicht in den Naturwissenschaften!).

Subjektive Erfahrungen und persönliche Offenbarungen können
durchaus zu Überzeugungen führen deren man sich selbst genau
so sicher ist, als ob es bewiesen wäre. Solange man diese
Überzeugung jedoch nicht beweisen kann, darf man sie niemanden
aufzwingen - wenn sie beweisbar ist (wäre) müßte man sie
ohnehin niemanden aufzwingen: Der Beweis müßte ja jeden
überzeugen.

Ein
Mensch kann nur mit ein sogenanntes Schöpfungswissen zur
Seiner Geistesreife gelangen

Was meinst Du mit „Schöpfungswissen“? Was verstehst Du unter
„Geistesreife“? Es ist gefährlich mit Begriffen zu hantieren,
die nicht sauber definiert sind.

Gruß
Werner

Hallo MIKE,

tut mir leid, ich kann Deiner Argumentation nicht folgen…

gehen wir davon aus ,das der Mensch außer seinen groben
irdischen Körper
auch noch verfeinerte irdisch nicht sichtbare Körper in sich
trägt,
Seele(oder auch Astralkörper genannt)Geist.

Das ist ein ziemlich ungeheure Zumutung. Warum sollen wir von dieser These ausgehen? Gut, persönlich leite ich sogar eine äquivalente Aussage aus meinem Glauben ab. Aber diese ist nicht eine Voraussetzung, sondern eine Folgerung aus meinem Glauben. Ich kann daher auch nicht fordern, dass Andersgläubige dieser Aussage zustimmen.

Dieser Geist ist eigendlich
das ,was Ihn am Leben hält,ja was Ihn erst zum Menschen
macht.

Allegemeinplatz, der einer näheren Betrachtung nicht standhält.
Und was macht ein Tier zum Tier, eine Pflanze zur Pflanze? Was bedeutet in dem Zusammenhang eigentlich Leben/Tod?

Dieser Geist oder ich müßte sagen Geistfunke /Geistkeim
muß sich hier auf Erden entwickeln,reifen,dazu dient Ihm das
Erdenleben ! Hier ist auch der sogenannte Sinn des Lebens zu
finden über den die Menschheit so oft
grübelt und zu keinem Verständnis kommt.

Wie kommst Du denn jetzt dazu? Die These klingt irgendwie absurd, irgendwie nach Botanik.

Um diesen Geist in Ihm
Reifen zu lassen , brauch er ein Wissen von der Schöpfung oder
meinetwegen eine
Schöpfungserklärung !ohne dieses Schöpfungswissen kann sein
Geist
nicht zur vollen Reife gelangen ! ! Genau wie eine Blume die
ich im Keller stelle,Sie zwar gieße,aber keinem Tageslicht
aussetzte .

Nein, unsere Vorstellungen von Seele/Geist sind doch nicht äquivalent. Deine Seele/Geist scheint mir eine ziemlich unausgereifte Idee zu sein.

Einstein sagte dazu: Wir Menschen nutzen nur 10 % unseres
Geistigen Potentials !

Ich verehre Einstein sehr, dass er ein großer Hirnforscher gewesen sein soll ist mir jedoch neu. Jedenfalls gilt die These mit den 10% unter Hirnforschern als völlig überholt.

Das heist,wir Menschen haben verlernt mit den Geist abzuwegen
und an
seiner Stelle stellten wir den Verstand ! den wir kompl.
verbogen
und entstellt haben !

Geist und Verstand sind nicht genau dasselbe, aber einen Gegensatz zwischen Geist und Verstand zu konstruieren führt für mich zu weit.

Darum fragen wir ständig nach
irdisch/sichtbaren
Beweisen.Kann man aber Dinge die Überirdisch sind und mit
unseren Irdischen Augen nicht zu erkennen sind Beweisen ?

Beweisen kann man in meinen Augen mathematische Sätze. Diese sind wenn Du so willst überirdisch, da sie richtig und gültig sind und bleiben, selbst wenn unsere ganze Welt aufhören würde zu existieren oder nie existiert hätten. Alles andere, irdisch oder überirdisch, ist für mich nicht beweisbar.

Solange meine Überzeugung aber nicht beweisbar ist, ist sie nicht besser als die Überzeugung eines anderen. Ich habe daher kein Recht ihm meine Überzeugung aufzuzwingen.

Ich darf/kann lediglich seine Überzeugung durch bessere Argumente verändern und werde selbsverständlich meine Überzeugung ändern, falls der andere die besseren Argumente hat.

Leider reihst Du in Deinem Posting lediglich Thesen aneinander, für keine dieser Thesen führst Du auch nur ein einziges Argument an. Damit wirst Du an meinen Überzeugungen nichts ändern!

Gruß
Werner

Hallo Anwar

Richtig. Es ging mir aber nicht um einen materiellen oder
spirituellen Gewinn, sondern um einen rein emotionalen. Da der
Missionar von der Richtigkeit seines Glaubens ausgeht, wird er
durch eine Konversion eines Menschen, sich besser fühlen, denn
er hat ja aus seiner Sicht das Richtige getan. Meist kommt
dabei noch hinzu, dass es sich bei dem Konvertiten um einen
Freund oder Partner handelt, es ist doch ein gutes Gefühl,
unabhängig von eventueller Belohnung, einen solchen Menschen
zu „erretten“.

Da stimme ich Dir voll zu. Konsequent umgesetzt heisst dies, man darf keinem Freund mehr einen guten Rat geben, ihm helfen, irgendwas tun, von dem man weiss (oder meint) das es gut für ihn ist, auch wenn man ihn dabei nicht zwingt.
Wenn man jemanden hilfe anbietet, einen Rat gibt, soll man dies nicht immer aufgrund dessen tun, was man für richtig hält und dem anderen dann die Entscheidung überlassen?
Ist dies nicht besser. als ihn alleine zu lassen und nicht einmal eine Möglichkeit anzubieten? Darf man einem Freund nicht raten, seinen sechser Lottoschein einzulösen (da man annimmt, dass er den Gewinn gut vertragen wird) nur weil es schlecht wsein könnte, wenn er es macht?
Ratschläge nach besten Wissen ung Gewissen mit freier Entscheidung ist mein Motto. Auf der Welt gibt es genug andere sogenannte „Ratschläge“.

Es handelt sich bei der Missionierung also um ein
„selbstbelohnendes“ Verhalten. Allein der Akt der
(erfolgreichen) Missionierung ist schon die Belohnung selbst.

Möglich, wenn ich einem Freund helfen konnte eine gute Arbeitsstelle zu finden, freut es mich, ihm geholfen zu haben. Solll ich ihm in Zukunft deshalb nicht helfen?

Das macht es ja so gefährlich!

Was ist daran gefährlich? Ob er die Stelle annimmt oder auch bei anderen sachen, liegt ja bei ihm.
Es gibt genug Werbung/Verführung welche nicht auf dem nach besten Wissen und Gewissen läuft, diese ist gefährlich!

Der Gewinn ist
garantiert, solange sich neue Konvertiten finden lassen.

ist nicht biblisch und christlich belegbar. Wer so was
behauptet ist ein Lügner oder sogar Fanatiker.

Oder nur ein cleverer Psychologe und Beobachter. :smile:

Gebe ich Dir recht, aber wie gesagt, ist eben dann nicht biblisch christlich. Mit anderen Worten dieser Vorwurf gegenüber der christlichen Missioniererei ist gerade falsch.

Grüße,

Beat

Hallo Beat,

Da stimme ich Dir voll zu. Konsequent umgesetzt heisst dies,
man darf keinem Freund mehr einen guten Rat geben, ihm helfen,
irgendwas tun, von dem man weiss (oder meint) das es gut für
ihn ist, auch wenn man ihn dabei nicht zwingt.

Der entscheidende Unterschied ist doch, dass man im „Normalfall“ eher Ratschläge gibt, ohne auf deren Richtigkeit zu beharren. Bei der Missionierung ist es hingegen so, dass viele sehr eindeutig zu verstehen geben, dass nur ihr Weg zum Ziel führt.

Wenn man jemanden hilfe anbietet, einen Rat gibt, soll man
dies nicht immer aufgrund dessen tun, was man für richtig hält
und dem anderen dann die Entscheidung überlassen?

Richtig. Die Entscheidung überlassen. Viele Leute missionieren aber mit Druck und Zwang oder können ein „Nein“ nicht akzeptieren. Es gibt gewiss auch andere, z.B. die so oft geschmähten Zeugen Jehovas gehören dazu und möglicherweise ja auch Du, aber man kann eben nicht nur von den guten Schäfchen ausgehen.

Ratschläge nach besten Wissen ung Gewissen mit freier
Entscheidung ist mein Motto. Auf der Welt gibt es genug andere
sogenannte „Ratschläge“.

Wenn Du darunter verstehst, dass Du jemandem rätst mal die Bibel zu lesen und sich Gedanken darüber zu machen, dann stimme ich Dir voll zu. Ich halte die Bibel zwar persönlich für nicht sehr überzeugend, aber sie ist doch mindestens einer der Grundpfeiler unserer Kultur und es ist sehr schade, dass nur noch wenige Personen sich mit diesem Buch auseinandersetzen. Wobei dann so tolle Sprüche wie „Auge um Auge“ herauskommen, mit denen dann völlig falsch argumentiert wird.

Möglich, wenn ich einem Freund helfen konnte eine gute
Arbeitsstelle zu finden, freut es mich, ihm geholfen zu haben.
Solll ich ihm in Zukunft deshalb nicht helfen?

Wenn Dein Freund diese Arbeitsstelle aber nicht so toll findet, dann wirst Du das akzeptieren, denke ich mal. Das Problem der Religion ist, dass sie subjektive Wahrheiten als objektiv proklamiert.

Gebe ich Dir recht, aber wie gesagt, ist eben dann nicht
biblisch christlich. Mit anderen Worten dieser Vorwurf
gegenüber der christlichen Missioniererei ist gerade falsch.

Gut, wenn Du von der „reinen“ Lehre ausgehst und die aggressiven Missionierer (ca. 60-80% in meiner Erfahrung) ausblendest, dann ja. Man muss aber auch von der Realität ausgehen, sonst endet man wie die Altkommunisten, die (zu Recht) sagen, „aber in der Theorie ist alles wunderbar“.

Grüße,

Anwar

Ist es euch lieber, wenn jemand überhaupt keinen Glauben hat
oder wenn jemand einen anderen Glauben hat, der euerm
widerspricht?

Ich bezweifle, daß jemand „überhaupt keinen Glauben“ hat, jeder glaubt irgendwo an irgendwas.

Ich diskutiere gerne mit Leuten anderer Weltanschauung, aber ich mag es nicht sonderlich, wenn Leute behaupten, sie würden einer Weltanschauung folgen, obwohl sie sich niemals ernsthaft damit befaßt haben (wie kann man sagen: Ich bin Christ, wenn man nichtmal weiß, was das impliziert, oder wie kann man sagen: Ich bin Atheist, wenn man eigentlich nur sauer auf die Kirche ist?)
Wenn Leute mir klar sagen, daß sie dies und jenes glauben (und sei es Atheismus, Polytheismus oder sonstwas mir völlig konträres) und für ihren Glauben auch einstehen können, dann finde ich das gut.

Aber solche weichen Mischungen, Leute die einfach nicht wissen was sie glauben, mag ich persönlich nicht. Und das gilt auch für solche, die angeblich meinen eigenen Glauben teilen. Lieber eine klare, aber andere Haltung als ein Wischiwasch das nichts bringt.

Jeder Mensch sollte sich in seinem Leben seinen Glauben aussuchen, aber er sollte auch mal ernsthaft über das nachgedacht haben was er glaubt.

So, und persönlich folge ich dem christlichen Glauben (auch wenn das eigentlich impliziert, daß ich all jenen, die nicht an Christus glauben die kommende Ewige Verdammnis predigen müsste um sie zur Umkehr zu führen).

Nur wer Seine Überzeugung[Glauben] mit EIGENEN WORTEN dem
anderen erläutern kann, besitzt auch diese Überzeugung - den
„Glauben“, daß die Welt um ihn herum soo IST -.-
(„Zitaten-Schleuderer“ und „Dogmen-Prediger“ sind mir [ich
kann es nur schwerlich ändern] ein Aber.)

Gute Worte.
Genau das war schon vor Jahren ein Kritikpunkt, den ich gegenüber nicht wenigen religiösen „Sondergemeinschaften“ hatte. Viele der Anhänger können, gefragt auf dies oder jenes, keine eigene Antwort liefern sondern nehmen das Universale Antwortbuch von ihrem Guru heraus, und lesen die Antworten vom Papier ab.
Wenn in dem Universalen Antwortbuch nun drinnensteht, daß man für 4 Brötchen 200g Mehl braucht, und man die Leute dann fragt wieviel 1 Brötchen dann braucht, wissen sie allerdings gleich nicht weiter. Naja, ich denke mal die Metapher ist verständlich.
Diese Leute können oft nur zitieren oder dogmatisieren, aber haben keinen persönlichen Bezug dazu außer „das ist so weil es so gesagt wurde also muss ich mich dran halten“.
Diskutieren mit dieser Klasse Leute erweist sich normalerweise als extrem frustrierend, da sie oft auf zirkuläre Logik zurückgreifen und sich dessen nichtmal bewußt sind, selbst wenn man sie drauf stößt.

Übrigens sind diese Leute im Normalfall zwar schon überzeugt, aber dann doch nur blinde Fanatiker, denen einfach eine Vision fehlt, Leute, die nicht gelernt haben ihr eigenes Gehirn zum Denken zu nutzen.

Ja, wer seinen Weg im Leben gefunden hat, der kann auch vernünftige Antworten auf Fragen geben und auch vernünftige Fragen stellen.
Leute, die allerdings nur vorgekaute Zitate rumwirbeln können, wissen schnell nicht weiter und können nichtmal sich selbst hinterfragen.
Das ist vollkommen unabhängig davon, ob es überhaupt um eine Religion (oder im weiteren Sinne um eine Ideologie) geht, es gilt in quasi jede Lebenslage. Die, die nur auf Dogmen oder Worte Anderer zurückgreifen können, sind im Falle eines Falles einfach nicht in der Lage, ihre eigenen Worte zu benutzen um einen Sachverhalt darzustellen.

Da hast Du gute Worte für etwas gefunden, was vermutlich viele Menschen genauso sehen.

Gruß,
Mike

Also wenn ihr z. B. Christen seid, sind euch dann Atheisten
lieber, die keinen Glauben haben, aber auch keinen der euerm
widerspricht, oder z. b. Heiden, die zwar auch einen Glauben
haben, der aber mit euerm eigenen nicht vereinbar ist?

Hallo Feldmarschall,
Wenn wir an Gott glauben, so ist es vor allem, weil wir wollen, dass Gott existiert !

Hallo Anwar:

Da stimme ich Dir voll zu. Konsequent umgesetzt heisst dies,
man darf keinem Freund mehr einen guten Rat geben, ihm helfen,
irgendwas tun, von dem man weiss (oder meint) das es gut für
ihn ist, auch wenn man ihn dabei nicht zwingt.

Der entscheidende Unterschied ist doch, dass man im
„Normalfall“ eher Ratschläge gibt, ohne auf deren Richtigkeit
zu beharren. Bei der Missionierung ist es hingegen so, dass
viele sehr eindeutig zu verstehen geben, dass nur ihr
Weg zum Ziel führt.

Ach ja, wenn Du weisst, dass in einem Becher den Dein Freund trinken will, tödliches Gift drinn ist, sagst Du dann auch nur, es könnte sein, dass Du Tod bist wenn Du dies trinkst, aber ich beharre nicht darauf? smile

Wenn man jemanden hilfe anbietet, einen Rat gibt, soll man
dies nicht immer aufgrund dessen tun, was man für richtig hält
und dem anderen dann die Entscheidung überlassen?

Richtig. Die Entscheidung überlassen. Viele Leute missionieren
aber mit Druck und Zwang oder können ein „Nein“ nicht
akzeptieren.

Gibt es bestimmt, wie es verkäufer gibt, die ein Nein nicht akzeptieren, oder auch andere Leute. Aber wie erwähnt, dies ist nicht biblisch, oder mit anderen Worten diese Christen handeln nicht biblisch, auch wenn sie es gut meinen (s. Bsp. mit dem Giftbecher)

Es gibt gewiss auch andere, z.B. die so oft
geschmähten Zeugen Jehovas gehören dazu

Na ja, habe da auch schon aufdringliche erlebt, wie es eben bei jeder Gruppe von Mensche^n gibt.

und möglicherweise ja
auch Du, aber man kann eben nicht nur von den guten Schäfchen
ausgehen.

Da stimme ich Dir zu. Aber habe auch etwas verständnis, schliesslich würdest Du im Fallöe des Givftbechers als aussenstehender ein starkes Insistieren den Becher nicht zu trinken, auch nicht so negativ beurteilen, oder?

Ratschläge nach besten Wissen ung Gewissen mit freier
Entscheidung ist mein Motto. Auf der Welt gibt es genug andere
sogenannte „Ratschläge“.

Wenn Du darunter verstehst, dass Du jemandem rätst mal die
Bibel zu lesen und sich Gedanken darüber zu machen, dann
stimme ich Dir voll zu.

Auch ja, aber rate auch zu anderem

Ich halte die Bibel zwar persönlich
für nicht sehr überzeugend, aber sie ist doch mindestens einer
der Grundpfeiler unserer Kultur und es ist sehr schade, dass
nur noch wenige Personen sich mit diesem Buch
auseinandersetzen.

Für mich ist sie natürlich wesentlich mehr.

Wobei dann so tolle Sprüche wie „Auge um
Auge“ herauskommen, mit denen dann völlig falsch argumentiert
wird.

Da stimme ich Dir völlig zu

Wenn Dein Freund diese Arbeitsstelle aber nicht so toll
findet, dann wirst Du das akzeptieren, denke ich mal.

Ja natürlich, aber es gibt Fälle wo mir dies schwerfällt (siehe Giftbecherfall)

Das
Problem der Religion ist, dass sie subjektive Wahrheiten als
objektiv proklamiert.

Zuerst mal, Religion ist nicht (christlicher) Glaube. Bei Religion stimme ich Dir zu einem grossen teil zu. Christlicher Glaube heisst, Jesus persönlich zu (er)kennen, u.a. als das was er ist und was er getan hat für einem selbst. Welcher Religion (protestantisch, katholisch) man da angehört ist nicht entscheidend.
Du kannst natürlich antworten, auch der christliche Glaube ist völlig subjektiv. Als Antwort kann ich Dir geben, ist wie mit dem Becher voll Gift, der ihn gerade trinken will, kann Dir auch sagen, Deine Meinung über den Becher sei subjektiv.

Gut, wenn Du von der „reinen“ Lehre ausgehst und die
aggressiven Missionierer (ca. 60-80% in meiner Erfahrung)
ausblendest, dann ja. Man muss aber auch von der Realität
ausgehen, sonst endet man wie die Altkommunisten, die (zu
Recht) sagen, „aber in der Theorie ist alles wunderbar“.

Ich wollte damit aufzeigen, dass es in jeder Menschengruppe (am Bsp des Giftbechers) Leute hat, die Mühe haben werden, wenn sich jemanden für das trinken des Giftbechers entscheidet und dies nicht speziell mit Christen zu tun hat.
Deine Erfahrungen mit denm 60-80% kann ich aber überhaupt nicht teilen. Gemäss Bibel sind alle Christen zur Mission aufgerufen und meist wird dies ja nicht in fremden Länder umgesetzt. Denke vieler derjenigen Christen und Missionare die nicht aggressiv sind, sind Dir gar nicht aufgefallen. Arbeitskollegen, Nachbarn, Vereinskollegen, Verwandte denke dort hat es einige Christen, die Du gar nicht als solche erkennst, dh zB erst wenn du mal tiefere Gespräche mit ihnen führen wirst, wirst Du sie als solche erkennen

Grüße,

Beat

Hallo,
mir persönlich (war ja ne Frage nach persönlicher Meinung?) ist es wichtig, dass jemand sich überhaupt Gedanken macht und seine Meinung begründen kann.
(Egal ob er schließlich überzeugter Atheist ist oder die Überzeugung einer anderen Religion hat.)

Grüßle

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Branden,

Der christliche Glauben basiert grundsätzlich auf der Aussage
Jesu: „Niemand kommt zum Vater, denn durch mich.“ (Joh.14,6)

Aber das ist ja wohl gerade eines der Grundprobleme, Harald,
das all diese fanatischen Religionen meinen, ihr Weg sei der
einzige.

also ich seh da eigentlich kein Problem, ich gehe meinen Weg.
Du kannst jetzt für Dich entscheiden, ob Du den Weg mit mir
gehen willst, oder einen anderen.
Wenn Du dann behauptest, ans gleiche Ziel zu gelangen, werde
ich mitleidig lächeln, vielleicht versuchen, Dir Deinen Irrtum
zu erklären, aber dann Dich Deinen Weg gehen lassen und Dir
vorschlagen, dass wir am Ziel schon merken werden, ob wir das
gleiche Ziel erreicht haben.

Hallo Harald,
und warum muß das MITLEIDIGE Lächeln sein; warum mußt du meinen Weg als IRRTUM bezeichnen? Das bedeutet für mich, daß du meine Entscheidung nicht achtest, sondern verachtest. Ich bin Atheist und glaube nicht in deinem Sinne, aber ich verneige mich vor dem Leben, dessen Ursprung ich nicht kenne. Religionen die dogmatisch behaupten NUR SIE führten ins Paradies sind mir äußerst suspekt (denn was geschieht dem armen Indio im tiefsten Dschungel, der nie etwas Böses getan hat, aber nie einen Priester gesehen hat, nach dem Tod???). Ich erwarte und verlange keinen Himmel nach dem Tod, aber ich lasse mir auch keine Höllenangst einimpfen, weil ich nicht dem RICHTIGEN Verein angehöre (auch nicht mit mitleidigem Lächeln).
Gruß
Mister Jones

Das Problem beginnt doch erst dort, wo es Menschen gibt, die
Dir mit Gewalt ihr Ziel aufzwingen wollen. Diese Variante
wurde aber von Jesus definitiv abgelehnt. Somit wage ich es,
alle jene, die solch eine Praxis ausüben, des Verrates an der
Lehre Jesu zu bezichtigen.

Diese bornierte Ethnozentrik brachte uns doch mehr
Tote als die unselige Nazizeit.

Der Vergleich ist zwar nicht sonderlich gut ;-((
aber Du wirst schon einsehen, dass man in 2000 Jahren eben
mehr Opfer zur Strecke bringt, als in 7-12 (je nachdem Du es
rechnest).

Und DIE Schlußfolgerung war auch nicht besonders gut ;-((

Gruss Harald

Hallo Mr.Jones,

und warum muß das MITLEIDIGE Lächeln sein;

das kommt tatsächlich von Mitleid.
Es tut mir Leid, dass Du Dich nicht überzeugen läßt.

warum mußt du meinen Weg als IRRTUM bezeichnen?

Das ist eine logische Folge.
Wenn mein Weg richtig ist (davon gehe ich immer noch aus),
dann muss Dein Weg automatisch falsch sein.
Siehst Du das anders?

Das bedeutet für mich, daß
du meine Entscheidung nicht achtest, sondern verachtest.

Deine Entscheidung achte ich durchaus, aber ich halte sie für falsch.

Ich
bin Atheist und glaube nicht in deinem Sinne, aber ich
verneige mich vor dem Leben, dessen Ursprung ich nicht kenne.

Aber Du lehnst meine Erklärung für den Ursprung, Sinn und Zweck des Lebens ab.
Achtest Du meine Entscheidung, daran zu glauben?

Religionen die dogmatisch behaupten NUR SIE führten ins
Paradies sind mir äußerst suspekt

Religionen sind einfach gestrickt. Es gibt nur wahr oder falsch.

(denn was geschieht dem
armen Indio im tiefsten Dschungel, der nie etwas Böses getan
hat, aber nie einen Priester gesehen hat, nach dem Tod???).

Wozu braucht er einen Priester?
Gott hat ihm ein Gewissen gegeben und nach diesem wird Gott ihn beurteilen.

Ich erwarte und verlange keinen Himmel nach dem Tod,

Es geht aber nicht immer alles nach unseren Erwartungen :wink:
Nur eine Frage, nur zum Nachdenken:
Wenn nach dem Tod nur zwei Möglichkeiten offenstehen

  1. Himmel
  2. Hölle

welche Option würdest Du wählen?

aber ich
lasse mir auch keine Höllenangst einimpfen, weil ich nicht dem
RICHTIGEN Verein angehöre (auch nicht mit mitleidigem
Lächeln).

Ich habe nicht die Absicht, jemandem Angst einzuimpfen.

Der Vergleich mit impfen gefällt mir aber sehr gut :wink:
Wird nicht auch immer mit der Angst vor gefährlichen Krankheiten gespielt, um die Leute zum Impfen zu bewegen?

Guss Harald