Angiffssportart

Hallo

Viele Kampfsportarten legen ausgesprochenen Wert darauf, dass sie zur Selbstverteidigung dienen sollen - Angriffe abwehren ist die Devise.

Ich selbst habe vor langer langer Zeit mal Judo gemacht, was ich zumindestens toll fand, weil ich gut fallen lassen lernte und einen stabilen Stand, sowie feste Griffe.

Das hat mir zwar geholfen in der Mittelstufe (Schule) Angriffe abzuwehren, aber auch nur unbeholfene Angriffe.

Boxen ist wohl die einzig offiziell anerkannt Angriffssportart.

Taekwondo oder Thai Boxing kann man wohl auch dazu zählen, wobei ersteres wohl auch offiziell eher als Selbstverteidungssportart gelten will.

Mich interessiert daher welche sogenannte Selbstverteidungssportart am besten ist, um puren erfolgreichen Angriff zu praktizieren, oder ob es eine Sportart gibt, die ich gerade übersehen habe.

Besten Gruß
Mathias

Hallo

Mich interessiert daher welche sogenannte
Selbstverteidungssportart am besten ist, um puren
erfolgreichen Angriff zu praktizieren, oder ob es eine
Sportart gibt, die ich gerade übersehen habe.

unter diesem Aspekt ist es optimal, das Hirn auszuschalten und brutal loszudreschen.
Der Effekt dürfte unter dem Aspekt Deiner Fragestellung optimal sein.

Das was einen üblicherweise daran hindert einen ‚optimalen‘ Angriff zu starten ist (glücklicherweise) unserer Hemmschwelle.
Schlägertypen haben nun gerade nur eine kleine oder gar keine Hemmschwelle dem Gegenüber zu schaden und sind daher so effektiv.
Wenn Du also ein effektiver Schläger werden möchtest, mußt Du dort ansetzen.

Klingt brutal (ist es sicher auch) aber es führt kein anderer Weg zum ‚Erfolg‘. Welche Kampfkunst Du dann als Methode nimmst, ist dann nur noch zweitrangig.

Andersherum ist ein guter Verteidiger einer, der die Aktionen nicht mehr bewust steuern muß, sondern bei dem die Technik automatisch abläuft.
'Ein guter Kämpfer hat als letzten Gedanken vor dem Kampf „Ich muß kämpfen“ unds als nächsten Gedanken „Ich habe gesiegt“ ’

Das ist meine Meinung dazu nach vielen Jahren Kampfkunst (Jiujitsu).

Gandalf

Hallo

Das was einen üblicherweise daran hindert einen ‚optimalen‘
Angriff zu starten ist (glücklicherweise) unserer
Hemmschwelle.
Schlägertypen haben nun gerade nur eine kleine oder gar keine
Hemmschwelle dem Gegenüber zu schaden und sind daher so
effektiv.
Wenn Du also ein effektiver Schläger werden möchtest, mußt Du
dort ansetzen.

Ich habe keine Hemmschwelle in der Selbstverteidigung, nur sehe ich allein die Abwehr von Angriffen nicht als Selbstverteidigung.

Du hast Recht, dass man die mentale Voraussetzung haben muss, um „brutal“ zuschlagen zu können. Sicherlich etwas, was trainiert werden kann.

Klingt brutal (ist es sicher auch) aber es führt kein anderer
Weg zum ‚Erfolg‘. Welche Kampfkunst Du dann als Methode
nimmst, ist dann nur noch zweitrangig.

Jede Kampfkunst sieht auch ein gewisses mentales Training vor. Sicherlich ist die Kombination mentale Stärke und angewandte Technik aus"schlag"gebend.

Andersherum ist ein guter Verteidiger einer, der die Aktionen
nicht mehr bewust steuern muß, sondern bei dem die Technik
automatisch abläuft.

Ja und ein guter Verteidiger hat auch die mentale Fähigkeit jemanden anderen schwer zu verletzen.
Allein beim Boxen scheint mir das trainiert zu werden.

'Ein guter Kämpfer hat als letzten Gedanken vor dem Kampf „Ich
muß kämpfen“ unds als nächsten Gedanken „Ich habe gesiegt“ ’

Na wenn man zwischendurch noch daran denkt, dass Gas auszumachen wenn das Wasser gekocht ist, dann ist ja gut. :wink:

Das ist meine Meinung dazu nach vielen Jahren Kampfkunst
(Jiujitsu).

Danke für die Meinung

Mathias

Hallo Mathias,

Jede Kampfkunst sieht auch ein gewisses mentales Training vor.
Sicherlich ist die Kombination mentale Stärke und angewandte
Technik aus"schlag"gebend.

das stimmt schon, aber ein guter Meister erzieht seine SChüler nicht zu Schlägern, sondern zu Kämpfern, die in der Lage sind in Not(!)situationen zu wehren. Was dann allerdings durchaus brutale Techniken einbezieht.

Ja und ein guter Verteidiger hat auch die mentale Fähigkeit
jemanden anderen schwer zu verletzen.
Allein beim Boxen scheint mir das trainiert zu werden.

Stimmt nicht :wink:
Ich kenne einen Jiujitsu-Meister und habe auch bei ihm schon einige male trainiert, der neben seinem ‚normalen‘ Training spezielle Danträgerkurse anbietet (und vorher jeden Teilnehmer ausführlich prüft), bei denen Techniken gelehrt werden, die durchaus tötlich sein können.
Er selber ist in London Eastend aufgewachsen und kann so einiges aus dem Nähkästchen plaudern :wink:
Einer seiner Schüler war bei einem dieser Kurse sein Helfer und hat einige Techniken zur Messerabwehr gezeigt. Auf die Aussage, daß man üblicheweise keine Chance habe auf Messerangriffe zu reagieren, zog er einen Gi aus und zeigte uns mehrere große Narben, die er über den Körper verteilt hatte.
Das seien seine Andenken an diverse Messerattaken, die er als Leibwächter und Türsteher mitgemacht habe.

Das machte seine Techniken durchaus glaubhafter.

Allerdings haben mich diese Kurse eher selbstsicherer gemacht als aggresiv!

Meine Meinung ist immer noch, daß es lange Zeit des intensiven Trainings bedarf um ein guter Kämpfer zu werden.

Gandalf

Hallo,
für diese Zwecke eignet sich wohl am besten das sogenannte Freefighting. Da gibt es keine Regeln und wenn der Gegner bewußtlos am Boden liegt drischt man immernoch wie besessen auf ihn ein.
In Amerika gibt es noch Kampfsport (der Name ist mir entfallen) da wird mit Stacheldraht, Dachlatten oder Eisenstangen gekämpft und da gibt es ebenfalls keine Regeln.
In anderen Kampfsportarten wird man so trainiert das man dem Gegner möglichst schnell die Knochen bricht.

Viele Grüße
Andreas

Guter Ansatz!
Hi Gandalf!

unter diesem Aspekt ist es optimal, das Hirn auszuschalten und
brutal loszudreschen.
Der Effekt dürfte unter dem Aspekt Deiner Fragestellung
optimal sein.

Ich selber halte nichts von unkontrollierten Angriffen, denn gerade mit solchen hatte ich schon desoefteren zu tun und sie sind nicht besonders effektiv bei Leuten, die sich mit sowas „auskennen“. Ausserdem klingt das so nach WT. Und ich hasse WT.

Das was einen üblicherweise daran hindert einen ‚optimalen‘
Angriff zu starten ist (glücklicherweise) unserer
Hemmschwelle.
Schlägertypen haben nun gerade nur eine kleine oder gar keine
Hemmschwelle dem Gegenüber zu schaden und sind daher so
effektiv.
Wenn Du also ein effektiver Schläger werden möchtest, mußt Du
dort ansetzen.

Sehr interessanter Ansatz, aber wahr. Die Hemmschwelle MUSS unbedingt abgelegt werden. Eine Schlaegerei dauert i.d.R. keine 2 Minuten und geht auch nicht ueber Runden. Sobald der erste Treffer sitzt muss nachgesetzt und „schachmatt“ gesetzt werden. Egal wie.

Klingt brutal (ist es sicher auch) aber es führt kein anderer
Weg zum ‚Erfolg‘. Welche Kampfkunst Du dann als Methode
nimmst, ist dann nur noch zweitrangig.

Dem kann ich mich nur anschliessen.

Andersherum ist ein guter Verteidiger einer, der die Aktionen
nicht mehr bewust steuern muß, sondern bei dem die Technik
automatisch abläuft.

Automatisch laeuft erst dann ab, wenn es immer und immer wieder wiederholt wird, bis die Reaktion „automatisch ablaeuft“ und nicht mehr konkret abgerufen werden muss.

'Ein guter Kämpfer hat als letzten Gedanken vor dem Kampf „Ich
muß kämpfen“ unds als nächsten Gedanken „Ich habe gesiegt“ ’

Ein guter Kaempfer hat keine Gedanken, sondern nur den Drang zu ueberleben.

Das ist meine Meinung dazu nach vielen Jahren Kampfkunst
(Jiujitsu).

Interessante Schreibweise. Welcher Verband?

TapouT

Hi!

Ich habe keine Hemmschwelle in der Selbstverteidigung, nur
sehe ich allein die Abwehr von Angriffen nicht als
Selbstverteidigung.

Ich auch nicht. Nur das konsequente Immobilisieren eines Gegners ist SV. Alles andere ist Leichtsinn.

Du hast Recht, dass man die mentale Voraussetzung haben muss,
um „brutal“ zuschlagen zu können. Sicherlich etwas, was
trainiert werden kann.

Es kann nicht trainiert werden. Man bekommt erst ein Gefuehl dafuer, wenn man in einer SV Situation war. DANACH kann man sich weiter vorbereiten und entsprechend trainieren. Aber kein Sparring der Welt wird Dich auf eine echte SV Situation zu 100% vorbereiten. Man kann die Angst und den Stress nicht simulieren in einer Trainingssituation.

Jede Kampfkunst sieht auch ein gewisses mentales Training vor.
Sicherlich ist die Kombination mentale Stärke und angewandte
Technik aus"schlag"gebend.

Wenn Du selber nicht an Dich glaubst, dann brauchst Du die Arme gar nicht erst hochnehmen, denn dann hast Du schon verloren, denn der andere ist gewillt Dir auf die Mappe zu hauen.

Ja und ein guter Verteidiger hat auch die mentale Fähigkeit
jemanden anderen schwer zu verletzen.

Richtig. Wenn auch den meisten gerade eben dieser Aspekt abhanden kommt und ihn aus Gruenden der Zivilisation ablehnt.

Allein beim Boxen scheint mir das trainiert zu werden.

Beim Boxen lernt man sich auf die Nase zu hauen und auch weiterzumachen, wenn der andere blutet. Die mentale Bereitschaft faengt aber schon viel frueher an. Ich muss beim Sparring niemanden verletzen, denn ich will auch in Zukunft noch was von meinem Trainingspartner haben, ausserdem kann ich es mir in meinem Job nicht erlauben mit Veilchen oder Cuts durch die Gegend zu rennen. Das Verletzen als solches muss also nicht trainiert werden. Das ist Bloedsinn!

TapouT

Wenn man keine Ahnung hat…
… einfach mal Fresse halten.

für diese Zwecke eignet sich wohl am besten das sogenannte
Freefighting.

Freefighting ist kein System, auch wenn es manchmal als solches angeboten wird. Freefighting ist die Symbiose aus verschiedenen Kampfkuensten.

Da gibt es keine Regeln und wenn der Gegner
bewußtlos am Boden liegt drischt man immernoch wie besessen
auf ihn ein.

Ich weiss ja nicht, welchen Kack Du Dir angeguckt hast, aber:

  1. Regeln existieren in der UFC schon seit langem. Sie wurden nachtraeglich eingefuehrt, weil man ein Einsehen hatte und bestimmte Dinge fuer die Akteure einfach zu gefaehrlich sind. Gab es frueher noch bare-knuckle-fights MUSS heute mit Handschuhen gekaempft werden. Die groesste Veranstaltung (Pride) ist voll mit Regeln, also das naechste Mal ein bisschen besser recherchieren bevor man Duennpfiff erzaehlt.

  2. war es noch nie erlaubt und es ist es auch heute noch nicht auf einen bereits bewusstlosen Gegner einzuschlagen. Dass der ein oder andere Treffer kommt, obwohl der Gegner schon bewusstlos ist, kann im Eifer des Gefechts immer mal passieren, aber welchen Nutzen sollte das haben???

In Amerika gibt es noch Kampfsport (der Name ist mir
entfallen) da wird mit Stacheldraht, Dachlatten oder
Eisenstangen gekämpft und da gibt es ebenfalls keine Regeln.

Das nennt sich Wrestling und ist trotz allen Blutes und aller Verletzungen gestellt. Fuer die, die’s auch mit ueber 30 noch nicht mitbekommen haben sollten.

In anderen Kampfsportarten wird man so trainiert das man dem
Gegner möglichst schnell die Knochen bricht.

Aus welchem Schauermaerchenbuch hast Du das denn jetzt schon wieder ausgegraben? Ouh Mann!!! Da krieg’ ich die Krise.

TapouT

Hi Matthias!

Das hat mir zwar geholfen in der Mittelstufe (Schule) Angriffe
abzuwehren, aber auch nur unbeholfene Angriffe.

Dann hast Du was falsch gemacht. Judo bietet zwar keine Atemi Techniken, aber ich kenne jede Menge Judoka mit denen man sich besser nicht anlegt. Ein Judoka kriegt Dich irgendwann zu packen und wenn Du dann nicht gewappnet bist, dann gute Nacht!

Boxen ist wohl die einzig offiziell anerkannt
Angriffssportart.

Das ist das was daraus geworden ist.

Taekwondo oder Thai Boxing kann man wohl auch dazu zählen,
wobei ersteres wohl auch offiziell eher als
Selbstverteidungssportart gelten will.

Auch Thai Boxen, besser Muay Thai oder traditionell Muay Boran ist eine Selbstverteidigungssportart. K-1/Kickboxen ist das was heute daraus geworden ist. Bitte nicht verwechseln, denn nur weil man gemerkt hat, dass die Fusstritte fatale Folgen haben koennen und sie schon als Angriffstechnik nutzt heisst das noch lange nicht, dass das immer so gewesen ist oder Intention war.

Mich interessiert daher welche sogenannte
Selbstverteidungssportart am besten ist, um puren
erfolgreichen Angriff zu praktizieren, oder ob es eine
Sportart gibt, die ich gerade übersehen habe.

Purer Angriff ist WT. Wenn auch in meinen Augen nicht immer sinnvoll oder gut. Ich persoenlich halte nichts von WT, aber ausgehend von der Fragestellung ist WT wohl die richtige Antwort. Purer, erfolgreicher Angriff.
Fuer die SV ist Krav Maga noch wichtig zu erwaehnen und Jiu-Jitsu in Auszuegen.

TapouT

Moin TapouT,

Das ist meine Meinung dazu nach vielen Jahren Kampfkunst
(Jiujitsu).

Interessante Schreibweise. Welcher Verband?

wir sind ein verbandfreier Verein.
Stil und Technik lehnt sich an Derol Conelly aus London an, falls er Dir bekannt sein sollte. Da ist alles seeehr effektiv.

Gandalf

off T Wrestling

nennt sich Wrestling und ist trotz allen Blutes und aller
Verletzungen gestellt. Fuer die, die’s auch mit ueber 30 noch
nicht mitbekommen haben sollten.

War glaub ich vorgestern in Eurosport. Rücklings über die Seile
auf den 2m tiefer gelegenen harten Boden segeln möcht ich auch
nach Absprache nicht jeden Tag…

Früher war Wrestling noch ehrlich, am Heumarkt mit dem Otto Wanz…
Gruß
Gerald

Mich interessiert daher welche sogenannte
Selbstverteidungssportart am besten ist, um puren
erfolgreichen Angriff zu praktizieren, oder ob es eine
Sportart gibt, die ich gerade übersehen habe.

unter diesem Aspekt ist es optimal, das Hirn auszuschalten und
brutal loszudreschen. Der Effekt dürfte unter dem Aspekt Deiner
Fragestellung optimal sein.
Das was einen üblicherweise daran hindert einen ‚optimalen‘
Angriff zu starten ist (glücklicherweise) unsere Hemmschwelle.

erinnert mich an Chackie Chan’s Klassiker „Drunken Boxing“
wer’n kennt verstehts

Schlägertypen haben nun gerade nur eine kleine oder gar keine
Hemmschwelle dem Gegenüber zu schaden und sind daher so
effektiv. Wenn Du also ein effektiver Schläger werden möchtest,
mußt Du dort ansetzen.

das soll doch kein HOW-TO-BECOME-MAD-IN-HEAD werden oder?
nachdem der Ruf der Kampfsportler ja eh nicht der beste ist,
bringen wir einem hier berserkern bei?
aber erst mal weiterlesen…

Andersherum ist ein guter Verteidiger einer, der die Aktionen
nicht mehr bewust steuern muß, sondern bei dem die Technik
automatisch abläuft.

Reflex-Verteidigung ist die effektivste, das stimmt

'Ein guter Kämpfer hat als letzten Gedanken vor dem Kampf „Ich
muß kämpfen“ unds als nächsten Gedanken „Ich habe gesiegt“ ’

Es gibt auch genug andere Kampftaktiken!
nicht jeder Kampfsportler geht in den Ring, drischt so lange auf den gegner ein(oder tritt oder wirft), bis der Kampfrichter ihn zum Sieger
erklärt.

Ich denke(und den Re’s nach nur ich), das ein „aktiver Angreifer“, vor allem auch eine gute Verteidigung haben muss, hirnlos und ohne Deckung auf jemanden zuzulaufen, damit kann man kleine Kinder erschrecken, aber im Kampfsport bringt das nix! Ein „Kontertyp“ oder noch ein „aktiver Angreifer“ als Gegener, das kann dann echt wehtun!.

auch halte ich Wing Tsun(WT),was von den anderen angesprochen wurde,
nicht für die optimale Angriffssportart, jedoch sehr effektiv im Training von Schmerzgrenze, Abhärtung und Hemmungsabbau, was da in manchen Trainings-Sparrings in Sachen Härte abgeht, haben andere KS nicht mal im Turnier.

Das ist meine Meinung dazu nach vielen Jahren Kampfkunst
(Jiujitsu).

Das ist meine Meinung dazu nach vielen Jahren KampfSPORT
(TaeKwonDo).

Moin Mathias,

das soll doch kein HOW-TO-BECOME-MAD-IN-HEAD werden oder?
nachdem der Ruf der Kampfsportler ja eh nicht der beste ist,
bringen wir einem hier berserkern bei?
aber erst mal weiterlesen…

nun, der Frager frug nach einer möglichst effektiven Angriffstrategie. Die hab ich ihm gegeben.
Das ich selber nicht so denke und handel, sollte klar geworden sein.
Ob diese Technik langfristig schadfrei für die Person ist sei dahingestellt, m.E. eher nicht.

'Ein guter Kämpfer hat als letzten Gedanken vor dem Kampf „Ich
muß kämpfen“ unds als nächsten Gedanken „Ich habe gesiegt“ ’

Es gibt auch genug andere Kampftaktiken!
nicht jeder Kampfsportler geht in den Ring, drischt so lange
auf den gegner ein(oder tritt oder wirft), bis der
Kampfrichter ihn zum Sieger
erklärt.

Mir gings weniger um Wettkampf als um das ‚echte‘ Leben.
Wenn ich in eine brennzlige Situation komme und trotz Deeskalationsversuchen die Situation eskaliert, muß ich mich verteidigen.
Dann muß meine Technik so gut/effektiv und trainiert sein, daß ich mir keine bewusten Gedanken mehr dazu machen muß, sonst bin ich viel zu langsam.

Ich denke(und den Re’s nach nur ich), das ein „aktiver
Angreifer“, vor allem auch eine gute Verteidigung haben muss,
hirnlos und ohne Deckung auf jemanden zuzulaufen, damit kann
man kleine Kinder erschrecken, aber im Kampfsport bringt das
nix! Ein „Kontertyp“ oder noch ein „aktiver Angreifer“ als
Gegener, das kann dann echt wehtun!.

Stimmt. Aber es gibt Schlägertypen, die sind so gefährlich weil sie

brutal/hemmungslos
stark
schnell
Nehmertypen
schmerzfrei

sind
Die hauen einen Durchschnittsbudoka platt ehe er sich versehen kann.

Das ist meine Meinung dazu nach vielen Jahren Kampfkunst
(Jiujitsu).

Das ist meine Meinung dazu nach vielen Jahren KampfSPORT
(TaeKwonDo)

Das ist ev. Wortklauberei :wink:
Für mich ist Jiujitsu auch Sport, aber weit mehr als nur Sport.
Ich habe aber überhaupt nichts gegen Menschen, für die es ‚nur‘ Sport ist, wohlgemerkt.

Gandalf

Conelly JJ
Hi Gandalf!

Das Conelly JJ ist mir durchaus gelaeufig, wenn ich auch nicht unter Conelly selber trainieren durfte. Effektivitaetsdiskussionen moechte ich hier nicht lostreten, weil es meistens zu nix fuehrt.

Verbandsfrei. Das ist gut! Ich selber habe mal ganz am Anfang unter Georg Jenzen trainiert und das war auch ein guter Trainer und direkter Schueler u.a. von Conelly.

TapouT

Hi!

erinnert mich an Chackie Chan’s Klassiker „Drunken Boxing“
wer’n kennt verstehts

Jackie. Ich darf doch sehr bitten. Ausserdem senkt der Alkohol nicht seine Hemmschwelle, sondern perfektioniert seinen Kampfstil des Tsu Pa Hsien, hier auch als Drunken Boxing bekannt.

das soll doch kein HOW-TO-BECOME-MAD-IN-HEAD werden oder?
nachdem der Ruf der Kampfsportler ja eh nicht der beste ist,
bringen wir einem hier berserkern bei?
aber erst mal weiterlesen…

Ist der Ruf erst ruiniert, lebt und schlaegt sich’s ungeniert. Nee, im Ernst. Das was ich in einem anderen Posting schon erwaehnte. Den Terminator-Kampfsportler gibt es de facto NICHT. Nur in den Koepfen der Juristen existiert sowas.

Es gibt auch genug andere Kampftaktiken!
nicht jeder Kampfsportler geht in den Ring, drischt so lange
auf den gegner ein(oder tritt oder wirft), bis der
Kampfrichter ihn zum Sieger
erklärt.

Aber es ist eine der effektivsten Formen. Siehe Wanderlei Silva z.B. oder damals Tank Abbott.

auch halte ich Wing Tsun(WT),was von den anderen angesprochen
wurde,
nicht für die optimale Angriffssportart, jedoch sehr effektiv
im Training von Schmerzgrenze, Abhärtung und Hemmungsabbau,
was da in manchen Trainings-Sparrings in Sachen Härte abgeht,
haben andere KS nicht mal im Turnier.

Schmerzen? Hemmungsabbau? Den Verein kenn’ ich aber noch nicht. Ringelpietz mit anfassen und so tun, als ob sie die haertesten und besten von allen waeren. Dass sie sich erfolgreich mit ihrer Kunst verteidigen zeigt mir eigentlich nur immer wieder wie planlos angegriffen wird.

TapouT

Hi TapouT,

Das Conelly JJ ist mir durchaus gelaeufig, wenn ich auch nicht
unter Conelly selber trainieren durfte.

hol das wenn irgend möglich nach, der Mensch ist einmalig.

Effektivitaetsdiskussionen moechte ich hier nicht lostreten,
weil es meistens zu nix fuehrt.

Stimmt.

Ich selber habe mal ganz am Anfang
unter Georg Jenzen trainiert und das war auch ein guter
Trainer und direkter Schueler u.a. von Conelly.

Georg ist ein guter Freund von mit und ich hab einige Jahre bei ihm trainiert!
Über ihn hab ich Del kennen und schätzen gelernt.
Warst Du mal auf einem Seminar auf der Wefelsburg?

Hähä, die Welt ist klein.

Gandalf

Hi Gandalf!

hol das wenn irgend möglich nach, der Mensch ist einmalig.

Glaube ich gerne. Ob ich wirklich jemals dazu kommen werde ist eine ganz andere Frage.

Georg ist ein guter Freund von mit und ich hab einige Jahre
bei ihm trainiert!

Wenn Du ihn sehen solltest, dann bestell’ ihm schoene Gruesse von den Triestrams.

Über ihn hab ich Del kennen und schätzen gelernt.
Warst Du mal auf einem Seminar auf der Wefelsburg?

Nein, war ich nicht. Worum handelt es sich da?

Hähä, die Welt ist klein.

Die Welt IST klein. Vor allem die der Guten ;0)

TapouT

Gut, habe nur jahrelang Kickboxen gemacht.
Aber vor einiger Zeit habe ich eine Dukomentation gesehen über das Freefighting und da wird trainiert das wenn der Gegner am Boden liegt draufgedroschen wird.
Vor gar nicht allzulanger Zeit ist so ein Fighter im Ring verstorben weil er leider unten lag und der Gegner halt nicht merkte das der untenliegende schon genug hat.
Vollkontakt usw. ist alles ok aber wenn einer am Boden liegt sollte man aufhören menschlich und fair gesehen(meine Meinung).

Andreas

Gut, habe nur jahrelang Kickboxen gemacht.

Klingt nicht so, als ob es jahrelang gewesen waere.

Aber vor einiger Zeit habe ich eine Dukomentation gesehen über
das Freefighting und da wird trainiert das wenn der Gegner am
Boden liegt draufgedroschen wird.

Ein Gegner, der am Boden liegt ist immer noch ein gefaehrlicher Gegner. Wer das uebersieht hat weder auf der Strasse, noch im Ring wirklich viel zu lachen. Unzaehlige Kaempfe, die vom Boden aus gewonnen wurden. Wenn ich auf dem Gegner sitze muss ich schauen, dass ich ihn k.o. haue, den Arm „breche“ (bis zum tap out) oder wuerge, bis er tapped. Ein Gegner kann auch vom Boden aus hebeln, schlagen und treten und das auf ziemlich verheerende Weise. Ein Ablassen vom Gegner, nur weil dieser auf dem Boden liegt waere Leichtsinn, sogar eher Dummheit.

Vor gar nicht allzulanger Zeit ist so ein Fighter im Ring
verstorben weil er leider unten lag und der Gegner halt nicht
merkte das der untenliegende schon genug hat.

Es sind mir genau 2 tragische Todesfaelle bekannt aus der Mixed-Martial-Artst (MMA) Szene. Und beide haben nichts damit zu tun, dass sie Treffer kassiert haben, weil sie schon bewusstlos waren. Das ist stupide Stimmungsmache gegen diese Veranstaltungen, weil Laien sie nicht verstehen oder verstehen wollen. Schau mal wieviele Todesfaelle es im Boxen gibt oder wieviele an den Spaetfolgen leiden oder sterben. Mir ist auch klar, dass es mehr Boxer gibt als MMAler, aber selbst prozentual betrachtet. Es ist ausserdem medizinisch erwiesen, dass die staendigen Treffer, die Boxer kassieren muessen wesentlich schaedlicher sind. Aehnlich wie beim Kopfball. Die Treffer bei offenen Kaempfen sind hart, aber man muss sie auch nicht ueber 12 Runden konstant wegstecken. Wenn das Ding sitzt, gehen die Lichter aus und es ist vorbei.

Vollkontakt usw. ist alles ok aber wenn einer am Boden liegt
sollte man aufhören menschlich und fair gesehen(meine
Meinung).

Am Boden geht’s erst richtig los. Im Ring, weil es erlaubt ist. In der SV, weil es um Deinen Arsch geht. Der Kampf ist vorbei, wenn der Gegner kampfunfaehig ist, entweder weil er gebrochene Gliedmaße hat, ohnmaechtig ist (durch wuergen oder k.o.) oder im Extremstfall tot ist. Ein Gegner, den Du wieder aufstehen laesst ist doppelt so gefaehrlich, erstens weil er jetzt weiss, was kommt oder kommen kann und 2. kann er Dir auch in den Ruecken springen und da er in der Regel angefangen hat wird er auch nicht davor zurueckschrecken Dich umzutreten, obwohl Du mit dem Ruecken zu ihm stehst. Die SV hat nichts mit Ehre, Aesthetik oder schoenen Techniken und tollen Kaempfen zu tun. Es geht ums nackte Ueberleben und wenn Du so dumm bist einen Gegner wieder aufstehen zu lassen, dann hast Du’s nicht anders verdient als im Krankenhaus zu landen. Warum sollte ich einem Gegner eine 2. Chance gewaehren mich anzugreifen und meine 2. Verteidigung vielleicht nicht so erfolgreich verlaeuft wie die erste? Skrupel sind in der SV fehl am Platze und jeder der was anderes behauptet, war noch nie in einer verwickelt, denn alles andere ist bullshit.

TapouT

klingt irgendwie logisch.
Straßenkampf oder den Ernstfall kann man mit sportlichen Aktivitäten eh nicht vergleichen.
Im Ernstfall geht es ums überleben das ist richtig.

Wie es für Dich klingt was ich schreibe ist mir ehrlich gesagt egal.
So wie Du schreibst könnte man meinen Du bist der große Meister aller Kampfsportarten und alle anderen können nichts und haben keine Ahnung.
Na gut, soll jeder machen wie er will und den Sport machen wo er zufrieden ist.
Wie schon geschrieben läßt sich der Ernstfall nicht mit sportlichen Aktivitäten vergleichen. Aber im Ring gehts ja nicht um Leben und Tod.