Angst vor alkohol

It’s your life
Hallo tune,

erstmal gehe ich natürlich davon aus, dass sowohl Du als auch Deine Frage echt sind und Du nicht ne Dipl-Soz-Päd-Studentin bist *fg*

Und ohne jetzt irgendwie wie meine eigene Grossmutter klingen zu wollen: Das hier ist verd*** nochmal DEIN Leben. Mach das draus, was Du daraus machen willst!

Wo soll’s denn hingehen? Jedes Wochenende Party mit den Leuten aus „Deinem Kreis“? Mit den Risiken und Nachteilen, die einige andere hier schon sehr gut beschrieben haben? Oder gibt es vielleicht „andere Kreise“, wo es nicht schlimm ist, wenn man kein Bier mag und noch nie besoffen war? Fühlst Du Dich vielleicht in dieser Runde gar wohler, weil Du Du selbst sein kannst und nicht rauchen und saufen musst, nur um nicht als „uncool“ oder gar als „Mädchen“ zu gelten?

Achja, zu Deiner eigentlichen Frage: „krank“ finde ich Deine Reaktion auf Alkohol ganz und gar nicht, sondern eher einen gesunden, natürlichen Schutzmechanismus von Deinem Körper.

*wink*

Petzi

Hallo Kosmo!

Obwohl Alkohol eine Droge ist, die vielen Menschen Probleme bereiten kann ist eine wie hier geschilderte phobische Angst nicht normal und sollte behandelt werden.

Man könnte auch diskutieren, dass Angst vor großer Höhe, giftigen Spinnen etc ja auch hilfreich ist - denn immerhin ist große Höhe z.B. auch eine reale Gefahr.

Wenn aber ein emotionaler Schutzmechanismus „entgleist“ denke ich, dass dies für die meisten Betroffenen ein Problem darstellt.

Lieben Gruß
Patrick

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Hallo tune,

es ist nachvollziehbar das du dich nicht wirklich zugehörig fühlst, wenn du „anders“ bist als die Masse um dich herum.
Wenn diese Masse auch noch versucht, dich anzugleichen und einzuverleiben um für sich eine Berechtigung zu finden, so zu sein, weil ja alle so sind.

Ist es erstrebenswert so zu sein wie alle?
In einer Masse unterzugehen, einer unter vielen zu sein und sich selber dabei verraten?

Keinen Alkohol trinken zu können aus Angst, kenne ich selber sehr gut.
Aus schlechten Erfahrungen heraus, wie du unten geschildert hast und aus einer Art psychosomatischer „Allergie“ gegen Alkohol.
Wenn ich Alkohol rieche oder schmecke bekomme ich Stimmritzenkrämpfe die mir die Luft nehmen und diese Atemnot und Todesangst in diesen Momenten, sind doch ein Zeichen dafür, das sich der Körper und auch die Psyche dagegen wehrt. Warum sollte man diese „Körpersprache“ wegtherapieren, wenn es nicht lebensnotwendig ist und dich in deinem normalen Leben behindert, nur um sich der Masse anzupassen?
Die Aufarbeitung deiner Erfahrungen wäre ein Weg für dich, dann freier Entscheidungen treffen zu können ob du trinken willst oder nicht. Aber eben aus anderen Gründen als denen, die dich jetzt treiben.

Die Frage ist doch aus welchen Gründen man etwas ändern möchte.

Anders zu sein in einer Gruppe und dazu stehen zu können, verlangt ein großes Maß an Selbstbewußtsein und Ich-Stärke, die du bisher auch bewiesen hast. Diese Stärke gibt dir viel mehr im Leben als ein Rausch in einer vorbeirauschenden Masse.

Viele Grüße
Schiwa

Ich bin 40 Jahre alt und trinke auch keinen Alkohol. Ich fuehle mich auch im Kreis von Besoffenen nicht wohl. Ich mag nicht, wie Leute sich veraendern, wenn sie trinken. Ich moechte mit ihnen im echten/nuechternen Zustand kommunizieren. Ich bin lieber „bei klarem Verstand“ als irgendein wirres Zeug zu labern oder ploetzlich „kuenstlich“ gute Laune oder auessert aufgeschlossen und selbstbewusst zu wirken / fuehlen. Mich ekeln auch Alkoholfahnen an. Ich habe auch ohne Alkohol eine „good time“ und brauche nichts um „geselliger“ zu werden. Mein Vater ist uebrigens Alki, kann vielleicht damit zusammenhaengen.

ABER, gewoehn Dich an die Sprueche (ausser von Leuten, die Dich lange kennen), ich bekomme die mit 40 Jahren auch noch zu hoeren. Alkoholgenuss ist halt (soziale Schichtzugehoerigkeit spielt hierbei keine Rolle)ueberall integriert, gesellschaftlich akzeptiert und „normal“.

Sehe es als Teil einer Uebung um selbstbewusst zu werden und Deine Meinung und Deinen Standpunkt auch nach aussen hin zu vertreten. Du hast Angst vor etwas, das sowieso nicht gut ist, warum das aendern?

Es ist sicher schwieriger in „Deinem Alter“ die Trinkerei nicht mitzumachen, aber wenn Du gute Freunde hast - und da spielt Alter keine Rolle - sollten sie Dich so akzeptieren wie Du bist und nicht laecherlich machen oder so. Und wenn nicht, mach´eben einen bloeden Spruch zurueck. Du bist doch kein minderwertiger Mensch, weil Du nichts trinken willst.


[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo tune,

habe eine ziemlich große Bitte an dich. Solltest du jemanden finden der dich (16!Jahre, bei 175cm Körperlänge nur 50 Kilo wiegend) therapiert, damit du die Angst vor Alkohol verlierst, meldest du dich dann hier bitte nochmal. Und sagst uns wer das ist. Den zeige ich dann nämlich an, versuche ihn aus seinem Berufsverband -oder wie immer das bei den shrinks heißen mag- ausschließen zu lassen, stelle ihn über’s WE an den Pranger, anschließend wird er geteert und gefedert, sowie mit Schimpf und Schande aus der Stadt gejagt.

Na gut, genug der Witzelei. Ich bin überzeugt, dass du keinen Therapeuten finden wirst. Zumindest keinen, der mit deiner Krankenkasse abrechnen kann, und was anderes wird ja wohl kaum in Frage kommen. Und wenn du den Weg für eine kassenfinanzierte Therapie beschreiten wolltest, würde deine Mutter logischerweise davon erfahren.

By the way, was sagt deine Mutter eigentlich zu deinem Problem? Ich unterstelle dir mal, ganz gemein, dass sie nichts davon weiß. Also davon, dass du es als Problem siehst. Dass du nicht säufst, das wird sie sicher wissen. Und gottfroh darüber sein

Hallo Kosmo!

Obwohl Alkohol eine Droge ist, die vielen Menschen Probleme
bereiten kann ist eine wie hier geschilderte phobische Angst
nicht normal und sollte behandelt werden.

genau! das meine ich auch. die angst sollte weggehen und einem natürlichen respekt weichen. erst dann kann ich ja wirklich selber entscheiden ob ich trinke oder nicht. die angst ist nämlich das schlimme nicht die menschen um mich rum die besoffen sind. ich finde das ganz und gar nicht abstoßend sondern eher belustigend =D. ist halt das gute wenn ich nüchtern bin und alle andren auslachen kann die sich mal wieder übernommen haben. dennoch finde ich sollte ich doch die wahl haben zu trinken oder nicht. doch die angst schränkt mir diese wahl ein und bestimmt dann mein handeln. also muss ich ja owhl die angst allgemein überwinden oder nicht ? Allgemein bin ich ein ängstlicher mensch. ich hab mal gehört angst ist nur so weit bis man irgendein gewisses stadium der angst überwunden hat. dann verliert man wieder die angst. zB. vor spinnen. und wie patr1ck schon gut erläutert hat ist die angst vor höhe etc. ja auch was theoretisch mir schaden könnte aber die komplette höhenangst ist dennoch als angst zu verstehen was man eigtl therapieren sollte ( jetzt nicht höhenangst schlechtes beispiel aber halt zB. ) .

?

gruß

Experteninflation: Schreckliche Kommentare
Hallo!

Da sieht man, was passiert, wenn jeder Experte sein kann:

Die überwiegende Anzahl der Kommentare in diesem Thread halte ich für dermaßen daneben und überaus geschmacklos.

Hier schildert ein junger Mensch, dass er Probleme mit seiner Angst vor dem Alkohol hat. Die Beschreibung der Symtomatik die er liefert ist auch somatischer Natur, und man kann - vor dem zusätzlichen Hintergrund dass ihn das Problem dazu motiviert hat hier zu schreiben - von einem Leidensdruck ausgehen.

Dieser Eindruck eines subjektiven Leidens wird auch dadurch gestützt, dass es schon einen Versuch der Kontaktaufnahme zu einem Therapeuten gegeben haben mag - und dass die Wartezeit von 6 Monaten in seiner subjektiven Empfindung zu lange ist als dass das Problem warten könnte macht diesen Druck auch nicht geringer.

Und was ist der Rat hier?

„Sei froh dass Du diese so von Dir als solche empfundene Störung hast…“

Pfui deibel!

Zu gerne würde ich wissen, ob diese „Experten“ überhaupt wissen, was eine Phobie ist geschweige denn wie sich so etwas äußert oder wie die Betroffenen darunter leiden.

Und die Idee, dass ein Therapeut den Betroffenen zum Alkoholtrinken animieren könnte ist doch wohl sowas von daneben! Ich hoffe jedem hier mit seinen guten Ratschlägen ist klar, dass so etwas unbehandelt auch ganz enorm in die Hose gehen kann.

Wir reden hier über ein scheinbar entgleistets Basisemotionssystem (Angst, als ein basaler Regelschaltkreis des zentralen Nervensystems). Dieses System wird evolutionär bedingt nur in speziellen und zumeist sinnvollen Situationen aktiviert. Dieses System ist durch Konditionierung äußerst anpassungsfähig und kann sich den individuellen Bedrohungen eines Menschen hervorragend anpassen und ihn warnen. Jedoch ist es leider auch anfällig gegen Fehlleistungen - wie etwa einem sinnlosen Lernprozess.

Und so ein sinnloser Lernprozess kann durchaus weiterführen!

Ob - bei Nichtbehandlung - zudem und letztenendes ein Suchterkrankungsrisiko reduziert ist oder vielleicht ganz im Gegenteil - diesen Schluss zu ziehen überlasse ich jetzt jedem „Experten“ hier für sich.

Dem Ursprungsposter möchte ich mitteilen:

Wenn ein Leidensdruck unter einer Störung, die phobische Züge hat, vorliegt, dann sollte das behandelt werden.

Von selber wird so etwas in den seltesten Fällen besser - und bei einer Angst vor etwas was in unseren Kulturkreisen Bestandteil des täglichen Lebens ist kann man wohl davon ausgehen, dass eine Vermeidung der Exposition nur durch sozialen Rückzug gelingt.

Ein gesundes Selbstbewustsein, den Anfeindungen durch andere - wie etwa die Aufforderung etwas trinken zu müssen - kann dabei genauso Therapieziel sein wie der Abbau der Angst vor dem Alkohol selber.

Es stimmt schon, dass Alkohol ein enormes Suchtrisiko besitzt - jedoch müssen hier mehrere Faktoren zusammentreffen.

Ganz wichtig: durch eine Psychotherapie gegen eine Angst vor dem Alkohol wirst Du nicht zum Alkoholiker - das ist dummes Zeug!

Das Fatale, was ich in Deiner Situation sehe ist zweierlei: einerseits fühlst Du Dich ausgegrenzt durch Deine Angst - und das ist völlig überflüssig. Andererseits kann - durch die Dich störende Hürde zum Alkoholkonsum - dieser langfristig auch einen gewissen Reiz für Dich darstellen (im Sinne einer reaktanten Reaktion, vgl. Reaktanz http://de.wikipedia.org/wiki/Reaktanz_%28Psychologie%29).

Ich würde Dir in diesem Fall raten, einen Therapeuten für kognitive Verhaltenstherapie aufzusuchen, da diese bei Phobien ausgezeichnet funktioniert und eventuell auch gleichzeitig Deinen Widerstand gegen den Einfluss Deiner Freunde erhöhen vermag (dies wie gesagt nicht weil ich wie andere hier denke, dass deren Drängen Dich zum Akloholiker machen könnte, sondern vielmehr weil es im Leben angenehmer ist, von dummen Reden anderer unabhängig zu sein).

Eine Wartezeit von 6 Monaten ist zwar relativ viel, auf der anderen Seite ist das Problem nun auch nicht so akut als dass es sofort behandelt werden müsste. Ich würde einfach einen Termin für in 6 Monaten vereinbaren und bis dahin durchhalten und nicht soviel auf das geben, was andere sagen.

Lieben Gruß
Patrick

achgottchen!

Hallo!

auch so,

Hier schildert ein junger Mensch, dass er Probleme mit seiner
Angst vor dem Alkohol hat.

aber eigentlich hat er doch viel mehr probleme damit, zu einer selbstverantwortlichen persönlichkeit heranzuwachsen, die sich gegen gruppendruck zu behaupten weiß.

wenn ich eine panische angst vor rattengift hätte, würde ich doch den teufel tun und mir das wegtherapieren lassen, sondern als positives potential nutzen.

gruß
ann

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Hallo Ann,

2 Sachen, warum das meiner Meinung nach dummes Zeugs ist.

wenn ich eine panische angst vor rattengift hätte, würde ich
doch den teufel tun und mir das wegtherapieren lassen, sondern
als positives potential nutzen.

  1. Natürlich kann man immer schwafeln, dass in jedem Negativen auch etwas Positives liegt. So bietet Lungenkrebs letztlich auch einen hervorragenden Anlass (z.B. durch den aufgrund der Einschränkung der Lungenkapazität resultierende nötigen Leidensdruck), um mit dem Rauchen aufzuhören. Aber deswegen auf die Chemo & Bestrahlung zu verzichten ist doch wohl Quatsch, oder?

Und was diese permanenten Ressantiments gegen psychische Krankheiten anbelangt, die z.B. durch Menschen genährt wird die meinen, Körper und Seele sind zweierlei - nun, das ist finsterstes Mittelaltes. Weswegen dieser drastische Vergleich auch nicht hinkt.

aber eigentlich hat er doch viel mehr probleme damit, zu einer :selbstverantwortlichen persönlichkeit heranzuwachsen, die sich gegen :gruppendruck zu behaupten weiß.

  1. Vielleicht hast Du überlesen, dass ich dazu ebenfalls Stellung bezogen hatte.

Und vielleicht hattest Du auch v. a. in seinem Posting überlesen, dass es neben diesem noch ein ganz anderes Problem (nämlich das einer möglichen Phobie mit somatischer Begleitsymptomatik ) gibt.

Ein entkoppeltes emotionales System nicht zu behandeln wäre meiner MEinung nach grob fahrlässig - weil aus jeder kleinen spezifischen Phobie auch einmal eine große, generalisierte Angstörung werden könnte. Also Frau Expertin, nur zu mit weiter wertvollem Rat.

An Arbeit wird es mir dadurch ja wohl nicht mangeln…

Gruß
Patrick

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hi patrick,

ich habe nie behauptet, expertin zu sein. aber ich bin nach wie vor dagegen
1.) jede andersartigkeit gleichschalten zu wollen (zumindest, wenn es den „medizinischen“ bereich anbelangt. sozial dulden wir ja gern eine menge perversitäten) und
2.) gegen ausuferndes spezialistentum, das eigene normen erstellt (man möchte fast meinen, um ihr eigenes überleben zu sichern).

und 3.) kann ich wirklich keinen zusammenhang zwischen der abneigung zu alkohol und lungenkrebs entdecken. vielleicht kommst du mit etwas nachdenken auch noch dahinter, dass da was hinkt.

aber vielleicht sind meine abneigungen gegen punkt 1.) + 2.) auch behandlungswürdig und ich sollte schleunigst auf die couch, damit ich endlich ein liebes, angepasstes mädchen werde.

schönes WE
ann

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Hallo Ann,

dann nähern wir uns aber einem großen Paradoxon:

ich habe nie behauptet, expertin zu sein. aber ich bin nach
wie vor dagegen
1.) jede andersartigkeit gleichschalten zu wollen (zumindest,
wenn es den „medizinischen“ bereich anbelangt. sozial dulden
wir ja gern eine menge perversitäten) und
2.) gegen ausuferndes spezialistentum, das eigene normen
erstellt (man möchte fast meinen, um ihr eigenes überleben zu
sichern).

Generell

Als nicht-Expertin hier urteilen zu wollen - über einen ganzen Berufszweig - halte ich für paradox bis absurd. Ebenfalls darüber, ob die geschilderte Symptomatik nun der Norm oder einem pathologischem Bereich entspricht.

Zu 1:
Bei der geschilderten Symtomatik (sich nach 2 Schlucken betrunken fühlen) gibt es doch keinen Zweifel, dass da was im argen ist.

Das muss ich mir als echter Experte auch nicht ausdenken - zusätzlich die Schilderungen, dass es etwas mit einer Alkoholintoxikation im Alter von 3 Jahren bzw. mit einem Vater, der gegebenenfalls Alkohol zeitweise missbraucht hat zu tun haben könnte habe ich mir ebenfalls nicht ausgedacht - es steht alles da.

Letztlich: der Schreiber wendet sich an das Forum mit einem Problem, das ihn emotional belastet und er wünscht sich eine Lösung. Ihm das absprechen zu wollen im Sinne von: „Du hast doch gar kein Problem“ - und das von lauter Nicht-Experten - halte ich für gelinde gesagt ziemlich anmaßend (wozu eigentlich? das eigene EGO vielleicht zu sehr im Vordergrund im narzistischen Sinne?).

Zu 2.

Wo ufert denn hier Spezialistentum aus? Willst Du dem Diagnosekatalog für psychische Störungen also den einzigen Zweck bescheinigen, dass er den behandelnden Menschen eine Existenz bescheinigt?

Warst Du schon mal hinter den Kulissen einer psychologischen Praxis oder einer Klinik? Den Menschen geht es wirklich schlecht, und das liegt nicht daran, dass die Ärtze und Psychologen sich das ausdenken.

Und noch einmal zur Problematik, für den Laien ganz laaaangsam:

Angst sollte nicht durch so etwas wie Alkoholgenuss und gegebenenfalls anhängende Kognitionen/Gedanken ausgelöst werden.

Angst ist ein fest installierter, biochemischer Stoffwechselkreis in unserem Hirn, der auf spezielle Erfahrungen oder Hinweisreize reagieren soll (spezielle andere Areale im Hirn).

Die Entkopplung ist bestimmt nicht gesund.

Für viele Menschen bedeutet dies in der Folge einen jahrelangen Leidensdruck. Unbehandelt kann diese Entkopplung - und ich spreche hier im Sinne von Wahrscheinlichkeiten - zu schweren psychischen Folgen führen. Wenn man das vorher überprüfen lassen kann - nur um ein Risiko auszuschließen - warum nicht? Und wenn eine Gefährdung da ist, warum nicht behandeln?

Lies Dir doch mal den ersten Satz bei Wikipedia unter „Verlauf“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Angstst%C3%B6rung#Verlauf) durch. Und dann am besten gleich noch Komorbidität. Und den letzten Satz unter „Verlauf“. Am besten auch, was eine spezifische Phobie ist.

Und dann wiederhole doch noch mal, was Du hier so schreibst, am Besten begründet.

Aber zur Eingangsfrage: wenn Du keine Expertin bist - wie willst Du hier dann überhaupt beurteilen können, in wie weit hier gesundes Verhalten pathologisiert wird…?

Im übrigen sprach der Ursprungsposter als erster von „Krankheit“. Bist Du schlauer als wir alle und weißt mehr über seine von ihm so wahrgenommene Störung, als der Ausgangsschreiber selbst?

Gruß
Patrick

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Gruß
Patrick

patrick ich danke dir, dass du mic in gewisser weise hier mal unterstützt. diese ganzen alkoholiker hier die meinen das ein therapeut mir mithilfe des alkohols alkohol antrainieren würde und ich danach süchtig werden würde… also ich danke für eure aussagen, aber ich finde diese dennoch stark übertrieben. ich habe angst, eine phobie und das stellt etwas dar was ich irgendwie weg haben möchte unabhängig davon ob ich jetzt in rauen mengen alkohol konsumieren will. ich kann erst dann klar denken und selbst entschieden was ich tue und wie, wenn diese angst weg ist, so meine devise. ich denke ich werde mich mal nach einer VT umschauen ( verhaltenstherapie ) wie von dir schon erwähnt. gestern nacht zB hatte ich eine ziemlich harte panikattacke ( zittern, herzrasen ) um 3 uhr nachts und ich denke das mir bei so etwas auch die VT helfen kann. kurz zum punkt, könnte es sein das die panikattacke durch übermüdung aufgetreteten ist ? ich lag schon im bett um 2 kontn nicht einschlafen und um 3uhr wars dann halt sau extrem. ich wusst echt nicht was ich machen soll ich war so am ende ich dachte ich sterb ( subjektiv gesehn natürlich ). mir gings echt beschissen. hab mich dann zusammengekauert und mithilfe von autogenem training ( laienhaft versucht zumindest ) mir mein herzrasen genommen nud mich so beruhigt. wie gesat könnte dies durch übermüdigkeit kommen ? alkohol habe ich nciht getrunken ^^

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Hallo!

Da sieht man, was passiert, wenn jeder Experte sein kann:

Die überwiegende Anzahl der Kommentare in diesem Thread halte
ich für dermaßen daneben und überaus geschmacklos.

Absolute Zustimmung!!!
Besonders bitter finde ich, dass hier dann auch Leute schreiben, die laut der Vika eigentlich Experten sein müssten. Und es ist ja zu erwarten, dass deren Wort Gewicht hat - und wenn die dann sagen, dass sei alles schon nicht so schlimm, dann fühlt sich ein potentieller Petient mit Leidensdruck natürlich ziemlich vor den Kopf geschlagen. Nicht nur, dass er nicht ernst genommen wird (der allgemeine Tenor), sondern, dass auch noch der „Experte“ hier dies offiziell macht…

Aber da sieht man mal wieder den großen Schwachpunkt vom „Expertennetzwerk“ wer-weiss-was: jeder ist ohne Ausnhme Spezialist und sei es in seinen Träumen. Und gerade in der Psychologie „kann ja jeder mitreden“. Entweder, weil er selbst eine vorgebliche oder tatsächliche Störung hat oder jemanden damit angeblich kennt oder weil er mal einen TV-Beitrag auf dem Comedysender gesehen hat. Und natürlich nicht die Esoteriker und Gesundbeter sind zu vergessen, die mit Waldspaziergängen als Depressionstherapie aufwarten.
Desgleichen gilt auch im Medizinbrett. Hier liest man auch schon mal (manchmal von angeblichen Ärzten!), dass abgelaufene Medikamente ruhig noch genommen werden können.
Warum werden diese Foren nicht moderiert? Es sollte eine Qualitätskontrolle bei den Beiträgen geben, bevor sie freigeschaltet werden. Dies wäre sicherlich nicht unbedingt notwendig, wenn sich die Laien über psychische oder medizinische Phänomene unterhalten würden - aber sobald es um Erkrankungen und Störungen geht, kann es eigentlich nicht sein, dass Entwicklungen wie die aktuelle auftreten.

Arme Patienten, die hier schreiben! Sie bekommen von ein bis zwei Experten - so die hier noch nicht verschwunden sind, tatsächliche Tips und Hinweise (eben lapidar: lass das beim Psychologen oder Psychotherapeuten abklären, anderes verbietet oft die eigene Professionalität) - und werden ansonsten zugemüllt von vorgeblichen Experten, die alles sind ausser eben Spezialisten für Psychologie. Und so ist es eben: wenn 12 Poster schreiben, dass ein Waldspaziergang und sich schöne Gedanken machen eine Depression oder das, was sie dafür halten, „heilen“, dann ist die tatsächliche Expertenmeinung oft nur noch „überstimmt“. Ggf. wird man als professioneller Experte dann auch noch angemacht, weil die professionelle Meinung eben nunmal nicht die der vielen Laien ist und auch nicht sein kann.

Schlimm.

Viele Grüße
Post

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Hallo,

ich habe den Eindruck, die meisten der hier Antwortenden lesen gar nicht richtig, was der Urprungsposter schreibt, sondern reagieren ausschließlich auf Basis ihrer eigenen Erfahrungen automatisch. Wie ein bedingter Reflex: Reiz - Angst vor Alkohol, und als Reaktion so etwas wie Sei froh, daß du diese Angst hast….

Tune, soweit ich es verstanden habe, geht es Dir zum einen um diese Angst und ihre körperlichen Symptome, und zweitens darum, daß Du fürchtest, diese Angst vor Alkohol könnte verhindern, daß die Gleichaltrigen Dich akzeptieren.

Ich versuche, das Wenige, was ich über Angst weiß, hier darzulegen. Angstvolle Erlebnisse werden in der Amygdala gespeichert, einer Struktur im Gehirn, die als „Alarmsystem“ fungiert. Das Besondere an dieser Speicherung in der Amygdala ist, daß die Inhalte nicht mehr gelöscht werden. Sie bleiben, und das entspricht der bekannten Tatsache, daß intensive, vor allem angstvolle Erlebnisse ihre Spuren im Leben hinterlassen.

Viele Bahnen gehen von der Amygdala zur Großhirnrinde, deshalb beeinflußt die Angst das bewußte Handeln so stark. Nur wenige Bahnen gehen von der Großhirnrinde zur Amygdala, deshalb ist es zwar nicht ganz unmöglich, aber sehr schwer, gegen die Angst zu handeln.

Die Amygdala ist, wie gesagt, ein Alarmsystem, manchmal auf Leben und Tod. Es ist auf ein möglichst rasches automatisiertes Reagieren ausgelegt, und nicht auf ein differenziertes Agieren von Fall zu Fall - was nur durch bewußtes Überlegen möglich wäre.

Verhaltenstherapie bewirkt, daß der Weitertransport von Signalen der Amygdala (auf einen bestimmten Angstreiz hin) zur Großhirnrinde gehemmt wird - die Angst wird nicht mehr bewußt (obwohl die Amygdala noch immer „anspringt“), und es kommt zu keiner Beeinträchtigung mehr im Erleben und Handeln - „normales“ Leben wird möglich. Dieses Ergebnis muß nicht unbedingt völlig stabil sein - dies entspricht aber auch einer bekannten Tatsache. Keine Therapie auf der Welt kann etwas ungeschehen machen, sie kann statt dessen ermöglichen, daß daraus keine Beeinträchtigung mehr entsteht.

Nun noch zum anderen Punkt, der soziale Anerkennung durch die Anderen. Die spielt nun einmal im Alter von 16 eine andere und wichtigere Rolle als später im Erwachsenenalter. Schaut bitte daher nicht so aus der Vogelperspektive eines 30-, 40-, oder 50jährigen hinunter, als ob solche Probleme eines Jugendlichen unbedeutend wären. Natürlich ist es wichtig, eine gewisse Unabhängigkeit von der (vermuteten) Meinung der Anderen zu entwickeln. Aber dies ist erstens ein Entwicklungsprozeß, und zweitens gegenüber der Notwendigkeit, die Angst zu behandeln, erst einmal eher nachrangig.

Ihr habt es sicherlich alle gut gemeint. Dennoch zeugen die meisten Antworten meiner Meinung nach von einem mangelnden Respekt gegenüber dem subjektiven Erleben eines anderen Menschen.

Grüße,

I.

hi,

ich vermute, du hast genauer gesagt eine angst vor der wirkung des alkohols. dabei tritt ja ein gewisser und mit steigender trinkmenge zunehmender betäubungseffekt ein, der einem sozusagen die sinne raubt.

es gibt bei den grundformen der angst eine „angst vor dem kontrollverlust“. wer alkohol trinkt, ist ja auch weniger in der lage, sich zu kontrollieren, man weiss ja nicht genau, was einem passieren wird und man wird nicht wie sonst „herr seiner sinne sein“. so gesehen könntest du einen kontrollverlust befürchten. viele menschen trinken deswegen nie alkohol. was aussieht wie starkes gesundheitsbewusstsein, kann durch angst bedingt sein.

ohne es empfehlen zu wollen (denn es ist letztlich entbehrlich), ist ein leichter alkoholrausch eine ungefährliche art, sich gehen zu lassen und kontrolle abzugeben. du könntest es einfach tun (kleine menegen) und beobachten, wie nichts schlimmes passiert.

viele menschen trinken aber bis in die sucht, um gerade alkohol zur gefühls-kontrolle (besser: -dämpfung) einzusetzen. dann sieht´s anders aus.

probiere es aus, alkohol hat risiken, ist aber nicht so gefährlich, dass du angst davor haben musst.

Hallo,

Es sollte eine
Qualitätskontrolle bei den Beiträgen geben, bevor sie
freigeschaltet werden.

du hast die Schwächen dieses Forums zwar sehr gut auf den Punkt gebracht, allerdings nehmen wir diese gewissermaßen wissentlich in Kauf. Weder unsere Moderatoren noch das Team sind Universalgelehrte, die alle Beiträge fachlich überprüfen könnten. Wir behaupten auch an keiner Stelle, dass es anders wäre.

Andersherum sollte aber niemand niemals von der hundertprozentigen Richtigkeit einer Information ausgehen, die er in einem Forum (!) erhält, sondern sollte sie selbstverständlich noch einmal überprüfen. Aber diesbezüglich unterscheidet sich wer-weiss-was nicht von anderen Quellen.

Die Qualitätskontrolle obliegt also all unseren Nutzern, die jede Aussage, die sie für falsch halten, gern korrigieren können. Jede dieser Korrekturen kann wiederum von einem anderen Mitglied korrigiert oder ergänzt zu werden. So entsteht eine Diskussion, die insgesamt gesehen für alle Mitlesenden viel gewinnbringender d. h. lehrreicher ist, als wenn „falsche“ Antworten auf direktem Weg in den Orkus befördert würden (und bei dem einen oder anderen noch unkorrigiert in den Gedanken kreisen).

Deshalb halte ich die Qualitätskontrolle auch weiterhin bei unseren Mitgliedern für sehr gut aufgehoben, weil sie nicht von einer Person allein, sondern von allen abhängig ist, die jederzeit eingreifen können und auch sollten, wenn es schlimm wird.

Und so ist es eben: wenn 12
Poster schreiben, dass ein Waldspaziergang und sich schöne
Gedanken machen eine Depression oder das, was sie dafür
halten, „heilen“, dann ist die tatsächliche Expertenmeinung
oft nur noch „überstimmt“.

Zeig ihnen auf, warum du ihnen widersprechen würdest, und überstimm sie mit deinem Wissen.

Ggf. wird man als professioneller
Experte dann auch noch angemacht, weil die professionelle
Meinung eben nunmal nicht die der vielen Laien ist und auch
nicht sein kann.

„Angemacht“ werden sollte hier niemand, weder für seine Laienmeinung noch für seine Expertenmeinung, und wenn doch: so schreibe man dem Moderator, denn genau dafür ist er/sie da: Dass sich die Diskussionen im Rahmen der Netiquette und der AGB bewegen.

Schlimm.

Es ist nur ein anderer Ansatz, der auf die Beteiligung durch viele Experten setzt, und nicht von dem Wissen einer Person abhängig ist. Zusammen wissen wir viel (oder so ähnlich). Ich hoffe, es ist klar geworden, warum wir das Konzept so ist, wie es ist, und wir auch weiterhin dahinter stehen.

Viele Grüße
Jessica

Hallo,

Hallo Jessica.
Ist ja nett, dass das [TEAM] schreibt.

Es sollte eine
Qualitätskontrolle bei den Beiträgen geben, bevor sie
freigeschaltet werden.

du hast die Schwächen dieses Forums zwar sehr gut auf den
Punkt gebracht, allerdings nehmen wir diese gewissermaßen
wissentlich in Kauf. Weder unsere Moderatoren noch das Team
sind Universalgelehrte, die alle Beiträge fachlich überprüfen
könnten.

Das habe ich nicht infrage gestellt – und Universalgelehrte habe ich auch nicht gefordert, wie Du weißt, sondern jemanden, der sich in den Brettern Psychologie bzw. Medizin auskennt. Jemand mit Expertise als Moderator zu finden, ist so schwer doch nicht, oder? Man könnte z.B. einen Psychologen oder eine Psychologin darum bitten, im Psychologiebrett die Moderation aufzunehmen; bzw. einen Arzt im Medizinbrett. Es reichen vermutlich auch schon fortgeschrittene Studenten.

Wir behaupten auch an keiner Stelle, dass es anders
wäre.

Das habe ich nie angemahnt.

Andersherum sollte aber niemand niemals von der
hundertprozentigen Richtigkeit einer Information ausgehen, die
er in einem Forum (!) erhält, sondern sollte sie
selbstverständlich noch einmal überprüfen.

Aber das ändert nichts daran, dass es viele Menschen doch tun und nicht gegenprüfen. Und weil das so ist, hat www eben eine solche Schwäche, die, wie Du oben selbst schreibst, ich sie aufgezeigt habe. Sonst würden wir uns doch kaum darüber austauschen bzw. Du mir nicht schreiben.

Aber diesbezüglich
unterscheidet sich wer-weiss-was nicht von anderen Quellen.

Dass etwas bei anderen genauso schlecht ist, ist kein Argument dafür, es nicht bei sich zu beheben. Übrigens ist es auch nicht überall so, z.B. nicht in „privaten“ Foren.

Die Qualitätskontrolle obliegt also all unseren Nutzern, die
jede Aussage, die sie für falsch halten, gern korrigieren
können. Jede dieser Korrekturen kann wiederum von einem
anderen Mitglied korrigiert oder ergänzt zu werden.

Das ist genau das Problem: JEDER – ob Laie oder Experte – kann schreiben. Gedacht ist es ja nur in die eine Richtung, nämlich, dass eine falsche Aussage von einem Laien durch eine Korrektur durch einen Experten richtig gestellt wird. Aber leider ist es durch die geringe Anzahl echter Experten und hohe Anzahl von Pseudoexperten auch oft anders herum: eine richtige Expertenaussage wird durch einen Laien falsch korrigiert.

So
entsteht eine Diskussion, die insgesamt gesehen für alle
Mitlesenden viel gewinnbringender d. h. lehrreicher ist, als
wenn „falsche“ Antworten auf direktem Weg in den Orkus
befördert würden (und bei dem einen oder anderen noch
unkorrigiert in den Gedanken kreisen).

Wenn man dies so macht, bleiben falsche Ansichten nur bei einer Person und werden nicht über das Forum weitergetragen.

Deshalb halte ich die Qualitätskontrolle auch weiterhin bei
unseren Mitgliedern für sehr gut aufgehoben, weil sie nicht
von einer Person allein, sondern von allen abhängig ist, die
jederzeit eingreifen können und auch sollten, wenn es schlimm
wird.

Damit wird Wissen politisch: Die Mehrheitsmeinung zählt. Dies prangere ich an.

Und so ist es eben: wenn 12
Poster schreiben, dass ein Waldspaziergang und sich schöne
Gedanken machen eine Depression oder das, was sie dafür
halten, „heilen“, dann ist die tatsächliche Expertenmeinung
oft nur noch „überstimmt“.

Zeig ihnen auf, warum du ihnen widersprechen würdest, und
überstimm sie mit deinem Wissen.

Das wird dann unmöglich, wenn eine konstante Mehrheit sich gegen die Expertenmeinung ausspricht. Dabei ist es ja nun auch so, dass die Expertenmeinung, die „Wahrheit“, eben gleich jedem Leser als die absolut richtige erscheint, sondern dass gerade im Bereich Psychologie und Medizin ein breites Spektrum an Pseudowissen vorherrscht. Es ist nicht damit zu rechnen, dass die große Mehrheit der Laien im Forum Einsicht hat. Das sieht man im aktuellen Thema sehr sehr deutlich.

Ggf. wird man als professioneller
Experte dann auch noch angemacht, weil die professionelle
Meinung eben nunmal nicht die der vielen Laien ist und auch
nicht sein kann.

„Angemacht“ werden sollte hier niemand, weder für seine
Laienmeinung noch für seine Expertenmeinung, und wenn doch: so
schreibe man dem Moderator, denn genau dafür ist er/sie da:
Dass sich die Diskussionen im Rahmen der Netiquette und der
AGB bewegen.

Das Problem liegt darin, dass dabei nicht unbedingt die Netiquette verletzt sein muss, siehe das Beispiel von Renate: /t/angst-vor-alkohol/4612379/25
Das ist ja edel gedacht und dagegen kann der Laie nun mal auch nichts haben – leider steht Renates Meinung diametral einer Expertenmeinung entgegen. Gleiches gilt für AnJabuschs Reaktion: /t/angst-vor-alkohol/4612379/30
Dagegen angehen mit einer Expertenmeinung ist dann bei der Masse an Laien wie der Kampf gegen Windmühlen.

Schlimm.

Es ist nur ein anderer Ansatz, der auf die Beteiligung durch
viele Experten setzt, und nicht von dem Wissen einer Person
abhängig ist. Zusammen wissen wir viel (oder so ähnlich).

Ein solcher Allgemeinplatz gilt nicht. Insbesondere nicht hier, denn damit wird die Wahrheit wieder demokratisch gewählt.

Ich
hoffe, es ist klar geworden, warum wir das Konzept so ist, wie
es ist, und wir auch weiterhin dahinter stehen.

Das ist mir schon völlig klar, sonst hättet ihr z.B. die Moderatoren durch tatsächliche Experten in den genannten Brettern ersetzt.

Viele Grüße
Jessica

Viele Grüße
Post

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Hallo,

mal ganz pragmatisch: Wie stellst du dir das vor?

  1. Ich habe gerade gehört, dass zur Zeit ziemlich viele Mods davonlaufen und Bretter verwaisen, bzw. Bretter, die früher zwei oder gar drei Mods hatten, nun mit einem zurecht kommen müssen.

  2. Wie willst du überprüfen, ob jemand, der sich als Arzt ausgibt (nur als Beispiel) auch wirklich einer ist? Beglaubigte Kopien beim Team einschicken?

  3. Selbst in Brettern wie z.B. Medizin gibt es Meinungsverschiedenheiten zwischen wirklichen Experten / Ärzten (oder solchen, die ich dafür halte, keine Garantie --> siehe Punkt 2), wie soll das dann bitte in einem Brett wie „Kunst“ oder „Eltern und Kinder“ oder gar „Religionswissenschaft“ funktionieren?
    Wen erkennst du z.B. im Brett „Fremdsprachen“ als „wirklichen Experten“ an? Abgesehen davon, dass niemand in allen Sprachen Experte sein kann, ist gerade in diesem Brett (in dem ich immer lese und oft schreibe) meine Erfahrung, dass man sich nicht darauf verlassen kann, dass ein Muttersprachler wirklich alles weiß. Wenn zum Beispiel eine bestimmte Posterin über „englische Umgangssprache“ schreibt, kann ich mich meist nur staunend zurücklehnen und ihr (oder ihren Quellen) glauben, ich habe keine Ahnung, ob das, was sie schreibt, wirklich stimmt (ich vertraue ihr jedoch, aus Erfahrung). Gerade dieses Brett ist aber ein vorzügliches Beispiel, wie durch die Diskussion und das, was man auch als „Bretthygiene“ bezeichnen kann, meist sehr gute Ergebnisse erzielt werden, die von einem einzigen Experten nicht erreicht werden könnten und die oftmals über einen Umweg entstehen, den ein übereifriger Mod unter Umständen gleich zu Anfang abgewürgt hätte.

Gruß
Elke

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Hallo,

Hallo Elke,

mal ganz pragmatisch: Wie stellst du dir das vor?

  1. Ich habe gerade gehört, dass zur Zeit ziemlich viele Mods
    davonlaufen und Bretter verwaisen, bzw. Bretter, die früher
    zwei oder gar drei Mods hatten, nun mit einem zurecht kommen
    müssen.

Wo ist der Bezug zu meinem Posting?

  1. Wie willst du überprüfen, ob jemand, der sich als Arzt
    ausgibt (nur als Beispiel) auch wirklich einer ist?
    Beglaubigte Kopien beim Team einschicken?

Was spricht dagegen?

  1. Selbst in Brettern wie z.B. Medizin gibt es
    Meinungsverschiedenheiten zwischen wirklichen Experten /
    Ärzten (oder solchen, die ich dafür halte, keine Garantie
    –> siehe Punkt 2), wie soll das dann bitte in einem Brett
    wie „Kunst“ oder „Eltern und Kinder“ oder gar
    „Religionswissenschaft“ funktionieren?
    Wen erkennst du z.B. im Brett „Fremdsprachen“ …

Wenn Du meine Postings liest, wirst Du sehen, dass es mir um die beiden Bretter Medizin und Psychologie geht. Meinungsverschiedenheiten zwischen Experten sind genau das, was durch www angestrebt wird. Leider ist es selten der Fall, dass eine Diskussion zwischen Experten geführt wird - oft steht ein Experte vielen Laien gegenüber. Profitieren könnten alle von Expertendiskussionen.
Lies am besten nochmal, was ich geschrieben habe.

Viele Grüße
Post

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Hi

  1. Ich habe gerade gehört, dass zur Zeit ziemlich viele Mods
    davonlaufen und Bretter verwaisen, bzw. Bretter, die früher
    zwei oder gar drei Mods hatten, nun mit einem zurecht kommen
    müssen.
    Wo ist der Bezug zu meinem Posting?

Ich dachte du hättest geschrieben:

Jemand mit Expertise als Moderator zu finden, ist so schwer doch nicht, oder?

Wenn man schon unter der normalen Brettbevölkerung nicht genügend Mods findet, kann man nicht wählerisch sein und auch noch „richtige Experten“ haben wollen.

  1. Wie willst du überprüfen, ob jemand, der sich als Arzt
    ausgibt (nur als Beispiel) auch wirklich einer ist?
    Beglaubigte Kopien beim Team einschicken?

Was spricht dagegen?

Zeit und Geld.

  1. Selbst in Brettern wie z.B. Medizin gibt es
    Meinungsverschiedenheiten zwischen wirklichen Experten /
    Ärzten (oder solchen, die ich dafür halte, keine Garantie
    –> siehe Punkt 2), wie soll das dann bitte in einem Brett
    wie „Kunst“ oder „Eltern und Kinder“ oder gar
    „Religionswissenschaft“ funktionieren?
    Wen erkennst du z.B. im Brett „Fremdsprachen“ …

Wenn Du meine Postings liest, wirst Du sehen, dass es mir um
die beiden Bretter Medizin und Psychologie geht.

Warum sollen hier andere Regeln herrschen als z.B. in „Rechtswissenschaft“?

Meinungsverschiedenheiten zwischen Experten sind genau das,
was durch www angestrebt wird. Leider ist es selten der Fall,
dass eine Diskussion zwischen Experten geführt wird - oft
steht ein Experte vielen Laien gegenüber. Profitieren könnten
alle von Expertendiskussionen.

Stimmt. Aber auch durch Laien/Expertendiskussionen kann man lernen.

Gruß
Elke

MOD: Persönliche Anmerkung entfernt

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