Antisemitismus nach dem Holocaust

Was darfs denn sein ? Chappi oder die Katze vom Nachbarn ?
*nerdnerdnerd* *g*

Ich mag keine Katzen. Lass uns grillen, Du bringst das Feuer!

Ok, bist eingeladen. Vielleicht find ich auch noch was besseres als Chappi *g*

Doch, die Deutschen allgemein lassen sich so einiges befehlen.
Genau das ist ja mein Problem.

Wieso ist das dein Problem ? Ich dachte immer, das wären preußische Tugenden *g*

Ich sehe das auch nicht so, dass hier deutsche Schuld
besonders herausgestellt wird (mit den üblichen Ausnahmen).

Um genau die geht es in der ganzen Diskussion!

Ich bin mir ehrlich gesagt bis heute noch nicht sicher, um was es bei der ganzen Diskussion wirklich geht. Eins steht jedenfalls fest, es geht ganz sicher nicht um Karsli (obwohl der angeblich so schreckliche Mensch ja angeblich die Diskussion ausgelöst hat, aber da scheinen selbst die Beteiligten sich nicht mehr dran zu erinnern). Also liegt die Vermutung nahe, das hier etwa ganz anderes stellvertretend ausgefochten wird. Aber was ?

Vielleicht haben nur wir Deutschen diesbezüglich aber eben
auch eine etwas selektive Wahrnehmung.

Möglicherweise. Es liegt in der Natur der SAche, dass man das
dann eben selbst auch nicht merkt…

Möglicherweise.

Ich denke im Moment gibt es nicht allzviel, was D
international vorgeworfen wird (ausser dass es mit seiner
Überschuldung die Stabilität des Euro gefährdet).

Oh, ich habe mit obigem Satz interne Vorwürfe nicht
ausgeschlossen.

Ach komm Mattas, 99% von dem was in den letzten Tage durch die Medien geisterte ist parteipolitisches Kettengerassel. Wir haben Wahljahr !!!

Er sagte, Friedmann würde durch sein verhalten (die ewige
Anklage und Ermahnung) Antisemitismus Vorschub leisten.
Und dem ist zweifellos so.
Das ist zwar unagenehm, aber die wahrheit tut manchmal weh.

Puh, vielleicht gibt es tatsächlich ein paar verirrte, bei denen das so ist, aber im Endeffekt ist Friedman mit seiner Aktion doch völlig ins Leere gelaufen. Mir tut der Mann mittlerweile fast ein bisschen leid. Egal ob Möllemann jetzt noch gegangen wird oder nicht, Friedmann verliert auf jeden Fall…ok…selbst Schuld…

Ich denke, das beruht auf einem Denkfehler, der häufig grade
im Ausland gemacht wird. Da war Nazi-Deutschland eben 1945 zu
Ende und danach kam ein vorbildlich demokratischer Staat und
die Wirtschaftswunderles. Das dies aber noch genau die
gleichen Leute waren, diese gedankliche Verbindung wird von
vielen offensichtlich nicht gezogen. Wie soll man sowas auch
begreifen ? (Wenn man es nicht selbst erlebt hat oder
stellvertretend durch seine Eltern).

Darum geht es gar nicht so sehr, denke ich.
Klarf waren es oftmals dieselben Leute. Aber es waren nicht
die üblen Obernazis und, was noch viel wichtiger ist: wer
hätte es denn sonst machen sollen?

Natürlich hast du recht und jeder, der in diesem Land aufgewachsen ist, der weiss das auch. Aber ich denke, dass viele im Ausland diesen Gedankensprung nicht gebacken kriegen. Zudem darf man auch nicht vergessen, dass auch viele nicht-jüdische Deutsche Opfer der Nazis waren, aber das wird leider sehr häufig vergessen.

Hier war der pragmatische Ansatz in der Gestaltung und ist
heute ebendieser Ansatz in der Beurteilung gefragt.
Und ich denke, die Jungs haben einen guten Job gemacht.

War nicht auch wenigstens eine Frau dabei ? SCNR *g*

Falsch. Die politisch korrekte Klasse will, dass ich das tue.
Aber ich bin Outlaw, ein einsamer Kämpfer und wehre mich
trotzdem! Hugh!

cool… trägst du auch so grüne Strumpfhosen wie Robin Hood ? *lechtz*

Hättest du dich genau so beleidigt gefühlt, wenn bzw. Verona
Feldbusch öffentlich im TV verkündet, dass eine Studie ergeben
hat, dass 60% aller Deutschen Schweissfüße haben ?

Nein, denn auch über Franzosen, Engländer, Syrer u.s.w. kann
das guten Gewissens behauptet werden.

Ja glaubst du denn, dass in den Ländern weniger Antisemitismus herrscht als hier ?

Oder fühlst du dich nicht doch ein klein bisschen mehr
beleidigt, weil es eben ein Friedman war, der zudem auch noch
Jude ist ? Na ? Aber jetzt eine ehrliche Antwort bitte.

Definitiv: nein.
Es ist schon etwas anderes, als „Antisemit“ bezewichnet zu
werden als alas „Schweissfuss“.
Und da hinkt Dein Vergleich.

Nein, ich meinte eigentlich, ob du dich in beiden Fällen auch „gemeint“ fühlst, oder nur bei Friedman, und wenn ja warum ?

Hier schreibt jeder wie er oder sie irgendwas sieht.
Interessant sind aber die Begründungen. Was würde es denn z.B.
einem Herrn Friedman nützen, die Deutschen zu beleidigen ?

Er würde sich als Redakteur weiter profilieren und durch seine
polarisierenden Aussagen evtl. die Auflage steigern. Ausserdem
stärkt er durch solche Aussagen offenbar seine Position im
ZdJ, was ebenfalls tief blicken lässt.

Was mal abzuwarten wäre. Ich könnte mir gut vorstellen, dass wenn sich die Aufregung erstmal gelegt hat, Friedman im ZdJ auch nicht mehr lange allzuviel zu melden hat.

Wir haben dieselben Rechte und Pflichten wie alle anderen
auch. Alles andere sollten wir uns nicht noch weitere 60 jahre
lang einreden lassen.

Mir hat noch nie jemand was eingeredet, und ehrlich gesagt,
ich denke, dir auch nicht :smile:

Mir ja.
Und was Dich betrifft: hast Du wirklich nicht zugehört? Allein
die jüngsten Ereignisse und das Verhalten von Lambsdorff, Roth
und Spiegel dabei ist für mich bezeichnend.

Schon, aber das ist für mich Sommertheater.

Ich weiss.
Diejenien Israelis, die ab, sagen wir mal 1960 geboren sind,
scheren sich auch kaum noch um das Thema Holocaust. Sie
bereisen die Welt, machen international Geschäfte und haben
keine Berührungsängste mit Deutschen. Wie wir jungen Deutschen
umgekehrt eben auch.

Nunja, ich denke, dass die Wirtschaft insgesamt schon immer toleranter und weltoffener gewesen ist, als der Rest der Gesellschaft. Geld kennt eben keine Moral (und keine Vorurteile :smile:)*g*.

Gruss
M.

moin marion und herbert,

Nuja, schliesslich haben wir Grill-Saison :smile:

scherzhaft, ich bin kein grillfetischist bzgl sommer und fleisch, sonst auch nicht bzgl umgang miteinander, aber wir haben sehr wohl wahlgrill aeh wahlkampf, aber da meine ich die parteien und nicht mich :wink:

Ein echter Antisemit ist z. B. jemand, der allen Juden den Tod
oder zumindest eine Ausgrenzung wünscht. Meine Reaktion
darauf: Nase umdrehen; soll es ihm/ihr beim nächsten Regen
hineinregnen!

Die Anzahl diese Leute an der Gesamtbevölkerung dürfte jedoch
in den Promillebereich gehen. Leider reichen jedoch schon
bundesweit 300 von den Typen, um durch Drohbriefe, Vandalismus
etc. ausreichend Angst und Schrecken zu verbreiten.

jau, 300 reichen aus, da gehe ich mit, ich schaetze aber die zahl der wahren antisemiten auf ca. 10 000, von den nicht einer minderheit angehoerigen deutschen. bei einem promille von sagen wir 75 millionen finden wir 75 000 :wink:, ich habe die zahl erst nach meiner schaetzung gerechnet. ein herr m. ist fuer mich kein antidingsbums.

Jemand der antisemitische Klischees verbreitet, wie
Jesusmörder, Ostküsten… udergl. Meine Reaktion: Aufklärung
versuchen. Mit diesen Leuten kann man zumeist reden! Ggf.
haben sich einige von ihnen sogar entschuldigt, worauf ich mir
dann mit ihnen ein oder mehrere Bierchen genehmigt habe.

Hier ging es ja nicht mal darum, dass jemand diese Klischees
verbreitet, sondern darum, dass er sie bedient (so latent
sekundär irgemndwie halt). (PS: was ist denn mit den
Ostküsten…hab ich da schon wieder was verpasst ?).

hmmm ostkuesten? meinst du herbert juden an der ostkueste der staaten? wuerde ich jetzt schaetzen.

@ Mathias. Ich nehme an, die Studie die Herr Friedmann zitiert
hat, hat mit den 25 % solche Leute gemeint.

Das Problem ist, kein Mensch weiss, was diese Studie, die der
Herr Friedman zitiert hat, „gemeint“ hat, denn die
Fragestellung ist meines wissens bis heute nicht bekannt. Wenn
die Fragestellung allerdings ähnlich albern ist wie diejenige,
der Studie, die hier zur Zeit rumgeistert („haben sie
Verständnis…“) wundert mich das nicht.

ja aber es gibt doch zahlreiche studien, deren fragen man nachlesen kann. sicher, die fragen sind bewusst weich gehalten im sinne von naiv und sehr simplifiziert. das meine ich, denn wenn sie offensichtlich waeren, wuerden viele eine antwort verweigern. gefragt wird ja auch nur im sinne von klischees und nicht nach tatsaechlichem rassismus. das ist ein unterschied. allerdings weiss ich, wie nichtnatuerwissentschaftler mit statistik gut zu fuss sind, allerdings weiss ich auch wenig ueber gesellschaftswissenschaftliche methoden. :wink: hihi

Ein Nazi: jemand, der nicht nur den Antijudaismus (ich nehme
an, Lego liest mit *g* ) von der Hitlerei übernommen hat,
sondern auch noch andere vertrottelte ******theorien. Meine
Reaktion: siehe ?echter Antisemit?

Ok, nur denke ich, wer „echter“ Antisemit ist, bei dem geh ich
davon aus, dass er sie auch sonst nicht alle so recht auf der
Dachpfanne hat. Ich glaube kaum, dass das Phänomen
Antisemitismus bei Personen völlig isoliert auftritt.

ok gehe mit

Gibt natürlich verschiedene Abstufungen…

Ich finde: wenn man selbst nicht unbedingt in Schubladen
gesteckt werden will, sollte man differenzieren.

Ich werde hier so oft in völlig unterschiedliche Schubladen
gesteckt, dass sich das letztendlich irgendwie ausgleicht *g*.

soll vielen leuten passieren :wink:

Du bist entschuldigt, bist ja nich von hier *ggg*

oh, ich natuerlich nicht, dass gebe ich zu partiell *winke*

beste gruesse, lego

hypothetische fragen
wie würdest du eine umfrage einschätzen, nach der „36% der israelis gut verstehen können, daß manchen leuten deutsche unangenehm sind“?

überzogen, falsch formuliert, da soll was herausgepreßt werden?

es gibt gar keine solche umfrage. ich wills nur mal in den raum stellen.

noch eine frage: wie würdest du eine derartige umfrage zur erhebung rassistischer einstellungen formulieren, ohne die antwort vorzuprogrammieren?

ich ereinnere mich an eine in österreich. die fragen lauteten:
„würden sie einem juden die hand reichen“ und „folgende leute hätte ich nicht gerne als nachbarn: juden, türken usw.“ ein drittel der brfragten wollte einem juden nicht die hand reichen. war wohl auch falsch formuliert… (wenn jemand einen link zu der umfrage findet, wäre das super. ist schon ein paar jahre her, und zwar VOR der haider-ära.)

grüße
lehitraot.

Empirische Sozialforschung für Mathias
Hallo Mathias!

Grundsätzlich hat Uschi dir schon reichlich genug gesagt, was nötig war:
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Da du weiterhin resistent gegen neue Kenntnisse bist, kannst du gerne deine Soziologie gründen. Wenn du mit deinen empirischen Forschungen mit dem Akzent auf der quantitiven Methodik fertig bist, höre ich dir gerne zu. Den Unterschied zwischen dem direkten und indirekten Verfahren bitte nicht vergessen.

Inzwischen kannst du den Stand der Dinge weiter negieren. Hier noch einmal Quellen, damit du nicht aus der Übung bist und dabei Mut nicht verlierst:

http://www.gesis.org/index.htm

Darin sind mindestens 6 Studien zum Thema für die Zeit zwischen 1961 und 1996 zu finden. Zum Beispiel, bei der Umfrage 1996 haben sich die Meinungen zur Äußerung „Durch ihr Verhalten sind die Juden an ihren Verfolgungen nicht ganz unschuldig“ folgendermaßen verteilt („Der Wert 1 heißt, daß Sie „überhaupt nicht zustimmen“, der Wert 7 heißt, daß Sie „voll und ganz zustimmen“. Mit den Werten dazwischen können Sie Ihre Meinung abstufen.“):

  1. Stimme überhaupt nicht zu----42.69 %
  2. ---------------------------------------14.53 %
  3. ----------------------------------------7.76 %
  4. ---------------------------------------17.82 %
  5. ----------------------------------------6.96 %
  6. ----------------------------------------3.87 %
  7. Stimme voll und ganz zu -------4.66 %
  8. Keine Angabe ---------------------1.71 %

Zu der Meinung „Heute, nach der Vereinigung Deutschlands, sollten wir nicht so viel über die Judenverfolgung reden, sondern endlich einen Schlußstrich unter die Vergangenheit ziehen“ haben sich die Meinungen bei der Umfrage 1994 folgendermaßen verteilt („Würden Sie sagen, der hat recht oder nicht recht“):

  1. hat recht ------------47.04%
  2. hat nicht recht -----39.07%
  3. weiß nicht ----------13.41%
  4. Keine Angaben -----0.48%

Dieselbe Uschi hat hier auch den Link zu der Umfrage aus dem Jahre 2000 gepostet:
http://www.zeit.de/2000/52/Politik/200052_fes-studie…
Und aus meinen Postings seien hier noch drei Links eingefügt:
http://www.uni-essen.de/pressestelle/presse_mitteilu…
http://www.polwiss.fu-berlin.de/osz/Datarch/rex98.html
http://www.uni-leipzig.de/presse2002/bild/pressemapp… („Jeder Fünfte in Deutschland teilt die Schuld an großen Weltkonflikten den Juden zu“; „Die Zustimmung zur Losung ‚Deutschland den Deutschen‘ hat beträchtlich zugenommen, für Deutschland insgesamt von 28% im Jahre 1994 auf 38% im Jahre 2002“)

Viel Spass beim Lesen

originaler Blödsinn
Hallöchen,

http://www.uni-leipzig.de/presse2002/bild/pressemapp…

Namhafte Forscher, saubere Präsentation.

das ist ja wohl totaler Schund.

  1. Frage: Ich kann verstehen, daß manche Leuten Juden unangenehm sind.

Meine Antwort: „ja“
Meine vollständige Antwort: „ja, weil ich weiß, daß viele Menschen Idioten und dafür anfällig sind, was ihnen in ihrer Kindheit oder von anderen Idioten suggeriert wird.“

Ob mir Juden unangenehm sind, wird nicht erfragt. Sind sie mir unangenehm? Nein, weil mir die Religion eines Menschen a) unbekannt und b) egal ist.

  1. Frage: Die Juden sind schuld daran, dass wir so große Weltkonflikte haben.

Uns so denkt der Dummdeutsche:
Scharon ist Jude, er gibt nicht locker: Weltkonflikt 1 auf Konto der Juden.
Afghanistan: Die Araber kämpfen gegen die USA und die Juden, es wird semantisch nicht unterschieden zwischen „schuld haben“ und „Ursache dafür sein“: Weltkonflikt Nr. 2 auf Konto der Juden

Mehr Konflikte fallen dem Deutschen ad hoc nicht ein: 2 sind damit viele. Thema erledigt, die blöde Antwort ist raus.

Zwei unpräzise Fragen, unsinniges Ergebnis, damit lehne ich für mich diese Studie als Diskussiongrundlage ab.

Gruß
Christian

hallo christian,

nicht schlecht deine ansichten dazu, ernsthaft. ich kann auch nachvollziehen, dass manchen dumpfbacken juden unangenehm sind.

eine zustimmung waere aber nichts ohne ein aber. :wink:

aber also ein paar fragen zur diskussion ganz allgemein:

wie sieht es aus mit anderen studien dazu?

wie kann man sich, hier allgemein gefragt, mit einer studie, wie gut oder wie schlecht auch immer, angesprochen fuehlen als waeren alle aber auch alle arschdingsbums, wenn die studien sich nur sehr sehr weich auf in der hirnrinde schlafende vorurteile beziehen und nur 15-25 pro nennen, sie auch aehnlich in anderen laendern ausfallen?

irgendwie hatte ich noch ne dritte arbeitsfrage hier,egal,

beste gruesse, lego

thx fuer posting und links owt
gruss lego

Moin,

vorab: Mein tiefes Mißtrauen geht in die späten 80er zurück, zu dem Zeitpunkt, als ich eine nette Satire der US-Version des Magazins MAD las. Dort ging es darum, wie ich von Befragten die gewünscht Antwort erhalte. Zwei Dinge weiß ich noch aus dem Kopf:

  1. Konsumneigung
    Wollen sie dieses Jahr noch einen Videorecorder kaufen?
    Einmal gefragt auf dem Golfplatz, einmal ein Penner befragt.

  2. Ladenöffnungszeiten
    a) Sind Sie dafür, daß die Geschäfte zukünftig rund um die Uhr geöffnet haben werden, nur damit die Eigentümer noch mehr Geld aus uns Konsumenten pressen können?
    b) Sind Sie dafür, daß die Geschäfte künftig rund um die Uhr geöffnet haben, so daß alleinerziehende Mütter nachts in Ruhe einkaufen können?

Seitdem (natürlich nicht erst seitdem) beäuge ich Umfragen sehr genau und glaube erstmal gar nichts, bevor ich die exakte Fragestellung nicht kenne. Übrigens bin ich auch regelmäßig Teilnehmer bei Umfragen, insbesondere in Richtung auf Markteinführung von Produkten. Da wird sehr viel Geld zum Fenster rausgeworfen, weil die Fragen sehr oft zweideutig, suggestiv oder schlampig formuliert sind.

Zu Deinen Fragen:

wie sieht es aus mit anderen studien dazu?

Ich kenne keine. Aber ich wage gleich eine Schätzung.
Voraussetzungen:
Strikte Trennung der Begriffe „Jude“ und „Israeli“, sowohl beim Frager als auch beim Befragten.
Eindeutige Klarstellung, daß sich die Fragen auf einen Angehörigen einer bestimmten Religion beziehen.

Dies sichergestellt, würde ich den Anteil der Befragten, die ein Problem mit Juden haben, auf unter 5% schätzen. Bei den unter 30jährigen sogar auf nahe 0. Desinteresse hat auch seine Vorteile :wink:

wie kann man sich, hier allgemein gefragt, mit einer studie,
wie gut oder wie schlecht auch immer, angesprochen fuehlen als
waeren alle aber auch alle arschdingsbums, wenn die studien
sich nur sehr sehr weich auf in der hirnrinde schlafende
vorurteile beziehen und nur 15-25 pro nennen, sie auch
aehnlich in anderen laendern ausfallen?

Ich mag schwierige Sätze ja, aber das hab´ ich jetzt möglicherweise nicht richtig verstanden. Wenn dem so sein sollte, bitte korrigieren. Du meinst, wieso sich etliche angesprochen fühlen, obwohl die Studie sich nur auf „in der hirnrinde schlafende vorurteile“ bezieht? Und wieso die Prozentzahlen in anderen Ländern genauso ausfallen?

Zu erstens: Offensichtlich hat keiner die Studie gelesen bzw. sich seine Gedanken über die Fragestellung gemacht und damit meine ich insbesondere die Medienfuzzis, die sich im Zweifel die dazugehörige Pressemitteilung gekrallt und lediglich umformuliert haben.

Zu zweitens: Keine Ahnung.

Gruß
Christian

Hi Peet!

Ich werde es mir jetzt sparen, Deine Kompetenz in derselben dümmlichen Weise anzugreifen, wie Du das mit der meinen versucht hast.
Das entspricht nicht meinem Diskussionsstil.

http://www.gesis.org/index.htm

Darin sind mindestens 6 Studien zum Thema für die Zeit
zwischen 1961 und 1996 zu finden. Zum Beispiel, bei der
Umfrage 1996 haben sich die Meinungen zur Äußerung „Durch ihr
Verhalten sind die Juden an ihren Verfolgungen nicht ganz
unschuldig“ folgendermaßen verteilt („Der Wert 1 heißt, daß
Sie „überhaupt nicht zustimmen“, der Wert 7 heißt, daß Sie
„voll und ganz zustimmen“. Mit den Werten dazwischen können
Sie Ihre Meinung abstufen.“):

  1. Stimme überhaupt nicht zu----42.69 %
  2. ---------------------------------------14.53 %
  3. ----------------------------------------7.76 %
  4. ---------------------------------------17.82 %
  5. ----------------------------------------6.96 %
  6. ----------------------------------------3.87 %
  7. Stimme voll und ganz zu -------4.66 %
  8. Keine Angabe ---------------------1.71 %

Das ist doch ein recht klares Ergebnis GEGEN Eure Thesen, die Deutschen wären Antisemiten, oder etwa nicht?

Zu der Meinung „Heute, nach der Vereinigung Deutschlands,
sollten wir nicht so viel über die Judenverfolgung reden,
sondern endlich einen Schlußstrich unter die Vergangenheit
ziehen“ haben sich die Meinungen bei der Umfrage 1994
folgendermaßen verteilt („Würden Sie sagen, der hat recht oder
nicht recht“):

  1. hat recht ------------47.04%
  2. hat nicht recht -----39.07%
  3. weiß nicht ----------13.41%
  4. Keine Angaben -----0.48%

…was mir zeigt, dass der größere Teil der Bevölkerung doch realistisch denkt, der Anteil der ewigen Kopfsenker doch noch recht groß ist und ein recht hoher Anteil sich nicht traut, etwas dazu zu sagen.
Hier ist noch Verbesserungspotential.

Dieselbe Uschi hat hier auch den Link zu der Umfrage aus dem
Jahre 2000 gepostet:
http://www.zeit.de/2000/52/Politik/200052_fes-studie…
Und aus meinen Postings seien hier noch drei Links eingefügt:
http://www.uni-essen.de/pressestelle/presse_mitteilu…
http://www.polwiss.fu-berlin.de/osz/Datarch/rex98.html
http://www.uni-leipzig.de/presse2002/bild/pressemapp…
(„Jeder Fünfte in Deutschland teilt die Schuld an großen
Weltkonflikten den Juden zu“; „Die Zustimmung zur Losung
‚Deutschland den Deutschen‘ hat beträchtlich zugenommen, für
Deutschland insgesamt von 28% im Jahre 1994 auf 38% im Jahre
2002“)

Ich habe einiges zu dieser Umfrage geschrieben. Ihr interpretiert sie m.E. nicht ausreichend. Gerade bei derart missverständlichen Fragen ist es wichtig, die ganze Studnie zu lesen und das führt uns dann auch prompt zu einem ganz anderen Bild.
Lies einfach meine anderen Postings.

Grüße,

Mathias

Hi!

Was darfs denn sein ? Chappi oder die Katze vom Nachbarn ?
*nerdnerdnerd* *g*

Ich mag keine Katzen. Lass uns grillen, Du bringst das Feuer!

Ok, bist eingeladen. Vielleicht find ich auch noch was
besseres als Chappi *g*

Momenatn gelüstet es mich nach einer halben Sau auf Toast…

Doch, die Deutschen allgemein lassen sich so einiges befehlen.
Genau das ist ja mein Problem.

Wieso ist das dein Problem ? Ich dachte immer, das wären
preußische Tugenden *g*

…welche ich nicht wirklich verfolge. Die sind so militärisch und ich war noch nicht einmal beim Bund…

Ich sehe das auch nicht so, dass hier deutsche Schuld
besonders herausgestellt wird (mit den üblichen Ausnahmen).

Um genau die geht es in der ganzen Diskussion!

Ich bin mir ehrlich gesagt bis heute noch nicht sicher, um was
es bei der ganzen Diskussion wirklich geht

Um haltlose Anklagen gegen die nichtjüdischen Deutschen vor allem.

Eins steht
jedenfalls fest, es geht ganz sicher nicht um Karsli (obwohl
der angeblich so schreckliche Mensch ja angeblich die
Diskussion ausgelöst hat, aber da scheinen selbst die
Beteiligten sich nicht mehr dran zu erinnern). Also liegt die
Vermutung nahe, das hier etwa ganz anderes stellvertretend
ausgefochten wird. Aber was ?

Wie ich sagte: die Beschuldigung der Deutschen. Leute ab Baujahr ´60 wollen das nicht mehr hören. Und die kommen immer mehr in die Positionen, in denen man sie auch hört. Daher wird die Diskussion nun unaufhaltsam weitergehen.

Vielleicht haben nur wir Deutschen diesbezüglich aber eben
auch eine etwas selektive Wahrnehmung.

Möglicherweise. Es liegt in der Natur der SAche, dass man das
dann eben selbst auch nicht merkt…

Möglicherweise.

:wink:

Ich denke im Moment gibt es nicht allzviel, was D
international vorgeworfen wird (ausser dass es mit seiner
Überschuldung die Stabilität des Euro gefährdet).

Oh, ich habe mit obigem Satz interne Vorwürfe nicht
ausgeschlossen.

Ach komm Mattas, 99% von dem was in den letzten Tage durch die
Medien geisterte ist parteipolitisches Kettengerassel. Wir
haben Wahljahr !!!

Das ist bedingt richtig.
Die Frage ist, ob man das nach der Wahl einfach wieder abstellen kann, so wie die meisten anderen Themen.

Er sagte, Friedmann würde durch sein Verhalten (die ewige
Anklage und Ermahnung) Antisemitismus Vorschub leisten.
Und dem ist zweifellos so.
Das ist zwar unagenehm, aber die wahrheit tut manchmal weh.

Puh, vielleicht gibt es tatsächlich ein paar verirrte, bei
denen das so ist, aber im Endeffekt ist Friedman mit seiner
Aktion doch völlig ins Leere gelaufen. Mir tut der Mann
mittlerweile fast ein bisschen leid. Egal ob Möllemann jetzt
noch gegangen wird oder nicht, Friedmann verliert auf jeden
Fall…ok…selbst Schuld…

…und das ist gut so.
Nur leid tut er mir nicht unbedingt.
Der wusste genau, was er sagt. Und ich hoffe, er muss scharfe Konsequenzen ziehen.

Ich denke, das beruht auf einem Denkfehler, der häufig grade
im Ausland gemacht wird. Da war Nazi-Deutschland eben 1945 zu
Ende und danach kam ein vorbildlich demokratischer Staat und
die Wirtschaftswunderles. Das dies aber noch genau die
gleichen Leute waren, diese gedankliche Verbindung wird von
vielen offensichtlich nicht gezogen. Wie soll man sowas auch
begreifen ? (Wenn man es nicht selbst erlebt hat oder
stellvertretend durch seine Eltern).

Darum geht es gar nicht so sehr, denke ich.
Klar waren es oftmals dieselben Leute. Aber es waren nicht
die üblen Obernazis und, was noch viel wichtiger ist: wer
hätte es denn sonst machen sollen?

Natürlich hast du recht und jeder, der in diesem Land
aufgewachsen ist, der weiss das auch. Aber ich denke, dass
viele im Ausland diesen Gedankensprung nicht gebacken kriegen.

Ich dachte, die sehen nur das Wirtschaftswunderland?
Was denn nun?
Meine Erfahrung sagt, dass zunächst „das Ausland“ sehr differenziert zu sehen ist und des weiteren die eine Parallele besteht, dass es die jungen Leute einfach nicht mehr interessiert, dieses Thema zu diskutieren, sondern lieber nach vorne sehen.

Zudem darf man auch nicht vergessen, dass auch viele
nicht-jüdische Deutsche Opfer der Nazis waren, aber das wird
leider sehr häufig vergessen.

Genau wie die deutschen Opfer der Engländer, Russen, Franzosen und Amerikaner.

Hier war der pragmatische Ansatz in der Gestaltung und ist
heute ebendieser Ansatz in der Beurteilung gefragt.
Und ich denke, die Jungs haben einen guten Job gemacht.

War nicht auch wenigstens eine Frau dabei ? SCNR *g*

Nicht dass ich wüsste.
Ist das wichtig?
Ich meinte das nicht sexistisch.

Falsch. Die politisch korrekte Klasse will, dass ich das tue.
Aber ich bin Outlaw, ein einsamer Kämpfer und wehre mich
trotzdem! Hugh!

cool… trägst du auch so grüne Strumpfhosen wie Robin Hood ?
*lechtz*

Nein, meine sind rosa, wie die von Ludwig dem IX.
Ich bin doch schließlich Bayer…

Hättest du dich genau so beleidigt gefühlt, wenn bzw. Verona
Feldbusch öffentlich im TV verkündet, dass eine Studie ergeben
hat, dass 60% aller Deutschen Schweissfüße haben ?

Nein, denn auch über Franzosen, Engländer, Syrer u.s.w. kann
das guten Gewissens behauptet werden.

Ja glaubst du denn, dass in den Ländern weniger Antisemitismus
herrscht als hier ?

Nein, vermutlich deutlich mehr.
Ich sehe ja, wie gesagt, hier in D lediglich einen vernachlässigbar geringen Anteil Antisemiten.

Oder fühlst du dich nicht doch ein klein bisschen mehr
beleidigt, weil es eben ein Friedman war, der zudem auch noch
Jude ist ? Na ? Aber jetzt eine ehrliche Antwort bitte.

Definitiv: nein.
Es ist schon etwas anderes, als „Antisemit“ bezeichnet zu
werden als als „Schweissfuss“.
Und da hinkt Dein Vergleich.

Nein, ich meinte eigentlich, ob du dich in beiden Fällen auch
„gemeint“ fühlst, oder nur bei Friedman, und wenn ja warum ?

Das kommt darauf an, wie die Umstände zu der Aussage aussehen.
Wenn ich den Eindruck habe, die süsse Verona sagt 60%, meint aber alle, fühle ich mich auch angesprochen, ja.

Hier schreibt jeder wie er oder sie irgendwas sieht.
Interessant sind aber die Begründungen. Was würde es denn z.B.
einem Herrn Friedman nützen, die Deutschen zu beleidigen ?

Er würde sich als Redakteur weiter profilieren und durch seine
polarisierenden Aussagen evtl. die Auflage steigern. Ausserdem
stärkt er durch solche Aussagen offenbar seine Position im
ZdJ, was ebenfalls tief blicken lässt.

Was mal abzuwarten wäre. Ich könnte mir gut vorstellen, dass
wenn sich die Aufregung erstmal gelegt hat, Friedman im ZdJ
auch nicht mehr lange allzuviel zu melden hat.

Das muss der ZdJ nun erst mal beweisen. Tut er das nicht, sind die Leute für mich moralisch tot und ich muss das Verbot dieses Vereines wegen Volksverhetzung beantragen.
Ich bereite momentan mit einem befreundeten Anwalt eine solche Anzeige vor. Mal sehen, ob wir nach Sammlung aller Punkt eine Chance ausrechnen können.

Wir haben dieselben Rechte und Pflichten wie alle anderen
auch. Alles andere sollten wir uns nicht noch weitere 60 jahre
lang einreden lassen.

Mir hat noch nie jemand was eingeredet, und ehrlich gesagt,
ich denke, dir auch nicht :smile:

Mir ja.
Und was Dich betrifft: hast Du wirklich nicht zugehört? Allein
die jüngsten Ereignisse und das Verhalten von Lambsdorff, Roth
und Spiegel dabei ist für mich bezeichnend.

Schon, aber das ist für mich Sommertheater.

Nein, das ist mehr.
Das geht viel weiter als das normale Wahlkampfgeplänkel.

Ich weiss.
Diejenien Israelis, die ab, sagen wir mal 1960 geboren sind,
scheren sich auch kaum noch um das Thema Holocaust. Sie
bereisen die Welt, machen international Geschäfte und haben
keine Berührungsängste mit Deutschen. Wie wir jungen Deutschen
umgekehrt eben auch.

Nunja, ich denke, dass die Wirtschaft insgesamt schon immer
toleranter und weltoffener gewesen ist, als der Rest der
Gesellschaft. Geld kennt eben keine Moral (und keine
Vorurteile :smile:)*g*.

Also ich kann un nicht behaupten, jahrelang in Israel gelebt zu haben, kenne jedoch viele Israelis und habe von einigen Leuten dort, die auch eine zeitlang in Deutschland lebten (viele studieren ja hier) eine interessante Aussage gehört: die deutschen Juden im ZdJ wären in ihrer politischen (!) Einstellung sehr nahe an den ultraorthodoxen juden in Israel angesiedelt.
Ist sehr unreflektiert aber aus dem Munde gebildeter Israelis doch sehr interessant.

Das macht auch klar, worum es mir hier geht.
Ich bin kein Antisemit, sondern in gewissem Sinne) ein Antifaschist.

Grüße,

Mathias

Hallo Nicola,

ich glaube, wir leben in zwei Welten, auf zwei Sternen oder
geben den besten beweis dafür, das sich zwei Leute gründlich
missverstehen, obwohl sie scheinbar die gleiche Sprache
sprechen. Es scheint, als ob hier jeder das Wort des anderen
im Mund herumdreht. Was „die Grossen“ in der Politik können,
scheinen wir genauso gut zu beherrschen.

Ich habe nicht die Intention, Dir oder sonstwem das Wort im Munde herumzudrehen. Wenn Du das bei Dir selber entdeckst, empfehle ich Dir, das zu ändern.

Darum geht es gar nicht so sehr, denke ich.
Klar waren es oftmals dieselben Leute. Aber es waren nicht
die üblen Obernazis und, was noch viel wichtiger ist: wer
hätte es denn sonst machen sollen?
Hier war der pragmatische Ansatz in der Gestaltung und ist
heute ebendieser Ansatz in der Beurteilung gefragt.
Und ich denke, die Jungs haben einen guten Job gemacht.

Der Aufbau einer (gar nicht so schlechten) Demokratie ist
keine Reinwaschung von früheren Sünden. Man hat auf Druck der
Aliierten eben das Gewünschte getan, so aus der Deutschen
Mitte heraus kam der Wunsch auf Demokratie bestimmt nicht.

Das ist nicht mehr wichtig, denn wir leben mit dem sehr guten
Ergebnis der Arbeit dieser Leute, die heute zum allergrößten
Teil tot bzw. im Ruhestand sind.
Es gibt daher keine Schuld mehr, weil die Schuldigen nicht
mehr existieren.

Habe ich von Schuld geredet?

Du hast von „führeren Sünden“ geredet. Wo ist der Unterschied
in der Bedeutung?

Ich rede von den am Aufbau der Demokratie beteiligten. Also um
1950 herum. Von den Sünden dieser Leute spreche ich, und da
trifft das Wort Schuld wohl auf den einen oder anderen zu.Aber
du bezeichnest das ja als Schnee von gestern.

Das ist es auch.
Ich meinte das schon so, wie ich es sagte.
Viele dieser Menschen waren am NS-Regime beteilgt. Daran waren die schuld. Sie als einzelne und nicht alle Deutschen.
Später haben manche dieser Leute hier eine Demokratie aufgebaut. Das ist gut. Schlecht ist, dass manche von ihnen Schuld auf sich geladen hatten.
Das ist mir aber egal, da man Tote nicht verurteilen kann und ich Erbschuld ablehne.
Alles klar?

Das haben sich meine Großväter sicherlich auch gefragt, als
sie zu den Russen bzw. Engländern in Gefangenschaft mussten.
Das ist kein Argument für mich, heute allen Engländern Dresden
oder allen Russen die sibirischen Lager vorzuwerfen.
Die Sache hinkt also, denn Du gehst von dem einen absolut
Schuldigen aus.

Nein, ich gehe vom Umgang eines Menschen mit seiner
persönlichen Geschichte aus. Es gibt genügend Deutsche die
„den Russen“ eine ganze Menge vorwerfen. Und F. wirft nichtmal
„den Deutschen“ etwas vor.

Doch, das tut er.
Des weiteren werfe ich „den Russen“ nichts vor.
Ich habe im Gegensatz zu Friedmann & Co. die menschliche
Größe, zu vergeben.

Bist du echt stolz auf diese Grösse. Deine Grossväter sind in
einen normalen Krieg gezogen und sind als Kriegsgefangene
behandelt worden (meine übrigens auch). Sie haben aber
anscheinend überlebt, und der Grossteil deiner restlichen
Familie auch. Die Situation ist wohl ein bisschen anders, als
bei den diversen Völkermorden der Nazis.

Wie in vielen anderen Familien auch gibt es bei uns Kriegsopfer und Heimkehrer.
Jeder hat seine Geschichte als Individuum, viele Leute aus der damaligen zeit haben eine sehr unerfreuliche Geschichte. Das ist schlimm, aber mit dem Menschen stirbt auch ein Teil seiner Geschichte. Und zu diesem gehört sicherlich die Verantwortung für Verbrechen.
Anders gesagt: wäre es o.k., wenn Dein Vater jemanden ermordet und man Dich dafür in den Knast steckte, weil er bereits gestoreben ist?

Meine Großväter haben vergeben, meine
Eltern haben vergeben, und ich hatte weniger zu vergeben als
eher vieles zu verstehen.
Ich habe mir ernsthaft Mühe gegeben, den Alltag und die
einfachen Motivationen der Menschen für mich zu durchleuchten.
Deshalb komme ich zu dem Schluß, dass niemand heute mehr das
Recht hat, anzuklagen wie Friedmann & Co… das tun.

Wenn du für dich deinen Frieden gefunden hast, warum regst du
dich dann eigentlich über F. und Co so auf? Lass doch auch
hier deine Grösse walten und verzeih ihm die Klagen. Zumal sie
dich ja anscheinend nicht betreffen.

Doch, sie betreffen mich als Deutschen sehr wohl. Sie versuchen, meine Integrität zu beschmutzen. Und das lehne ich kategorisch ab. Kein Mensch, der etwas auf sich gibt, sollte so etwas unkommentiert lassen (müssen).

Ich finde: Manche Dinge sind nicht verzeihbar, man kann sie
höchstens akzeptieren. „Ich verzeihe dir/euch, dass deine
Vorfahren möglicherweisse daran beteiligt haben, meine gesamte
Familie und noch 6 Millionen andere ermordet haben“.

Der Satz ist unsinn, denn es gibt nichts zu verzeihen. Ich habe nichts verbrochen (ausser ein Ticket wegen Geschwindigkeitsüberschreitung, aber nach 1945), also muss mir auch niemand etwas verzeihen.

Na ja, auf diese Absolution warte ich jedenfalls nicht, weil
sie nicht möglich ist.

…und eben auch nicht nötig.
Besser: keine Absolution ohne Verbrechen.

Und ein Mahnmahl wird für jeden simplen
Flugzeugabsturz gebaut, also warum auch nicht für die Opfer
der Shoa (das ich dieses komische Ding in Berlin untauglich
finde, ist eine andere Sache)

Weil es schon mehrere Hundert dieser Mahnmale gibt.
Es wird daher mit dem Berliner Mahnmal ein anderer Zweck verfolgt, als mit dem „Ewigen Feuer“ in München z.B., was ich für ein Zeichen des Friedens und smit für berechtigt halte.

Das hoffe ich.

Ich sehe mich gegenüber einem Juden nicht mehr in der
Verantwortung als gegenüber einem x-beliebigem anderen
Menschen.
Aber eben auch nicht weniger.
Daher brauche ich keinen Michel Friedmann, der mich mit
Mahnmalen an meine Erbschuld erinnern will, denn diese gibt es
nicht.

Welche Erbschuld, ich rede von Verantwortung, F. soweit ich
weiss auch.

Der Begriff „Verantwortung“ wird in diesem Zusammenhang
zumeist falsch interpretiert und überstrapaziert.
Ein Mahnmal hat nichts mit Verantwortung zu tun.
Verantwortung heisst im völkerrechtlichen Sinne u.a. auch
vergeben.

Mahnmal s.o.,

Ja, s.o.!

Verantwortung nicht im Sinne von „das das niemals mehr
passiert“ das nimmt man den Deutschen nirgends ab, sondern
Verantwortung für das was passiert ist.

Ich denke, diese Verantwortung wurde u.a. bei den Nürnberger Prozessen eingefordert.
Ich kann ansonsten keine weitere Verantwortung für die heutige deutsche Bevölkerung finden.
Ausser liberale Werte, Anstand, Menschlichkeit und Fairness sowie Weltoffenheit im persönlichen Alltag zu leben.
Und das gilt für alle Menschen.

Aufarbeitung der Geschichte, nicht erst mit 15 im
Ethikunterricht und keine Schönrederei, denn: Du willst gerne
vergessen, die anderen (nicht nur Juden, auch Menschen
diverser Nachbarländer) vergessen das eben noch sehr lange
nicht.

Ich will nichts vergessen. Ich will ja auch die Geschichte des alten roms nicht vergessen.
Ich will die NS-Zeit als Teil der Geschichte abhaken.
Das hat nichts mit Vergessen zu tun.
Es soll eine weitere Lehre dafür sein, dass man immer Mensch bleiben muss, nicht aber dafür, dass die Deutschen bis in alle Ewigkeit beleidigt und abkassiert werden müssen.

Und wirklich peinlich wird es, wenn ein Mario Basler in Yad
Washem vor einem Fussballspiel Israel-Deutschland zum ersten
mal vom Holocaust hört…

Basler ist ein dummer Prolet, den man nicht ernst nehmen darf. Dasselbe gilt für die anderen Schwachmaten wie z.B. Effenberg und Ziege.
Diese Leute streichen horrende Gehälter dafür ein, dass sie einem Ball hinterherlaufen. Da wird man doch erwarten dürfen, dass sie wenigstens zu Themen schweigen, von denen sie nichts verstehen.

Friedmann hat die nichtjüdischen Deutschen als Antisemiten
beschimpft. Das ist hier der Punkt, wenn ich darauf hinweisen
darf.
Schröder ist Nichtjude, also wurde auch er beschimpft. er ist
nur nicht in der Lage, das zu verstehen.

Und ich erkenne diese wiederum nicht an.
Will im Klartext heissen: Friedmann ist ein Volksverhetzer.
Dabei ist es mir wurscht, ob er Jude, Kommunist oder
Lastwagenfahrer ist.

Für einen Volksverhetzter ist er aber reichlich unbeliebt.

Nur bei Leuten wie mir.
Die meisten Deutschen finden gut, wie er sich benimmt, denn
die ihnen eingebläute „Political Correctness“ erlaubt es ihnen
nicht, etwas negatives über einen Juden zu sagen. Egal wie
säuisch er sich benimmt.

Leute wie du scheinen aber in der Mehrheit. Ich kenne schlicht
und einfach niemanden, der ihn mag.

Nicola, es hat nichts damit zu tun, ob ich Friedmann mag.

Du hast behauptet, die meisten mögen ihn (gezwungenermassen),
ich habe gesagt, die meisten schimpfen über ihn, ohne sich an
der sogenannten political correctness zu stören. Aber das ist
nicht das Thema.

Wenn Du das so siehst, ist das o.k. Ich wäre ja froh, wenn es so wäre.

Ich denke er ist Narziß genug, um die erhöhte Aufmerksamkeit
und die Bewachung sogar zu lieben.

Aufmerksamkeit o.k., die Scharen von Leibwächtern wohl kaum.

Wozu braucht er die?
Alles Eitelkeit und natürlich wiederum eine versteckte
Anklage.
Er sagt damit: „ich bin Jude und seht her, ich kann mich in
Deutschland nicht sicher bewegen!“.

Na ja, der niedliche Kuscheljude a la Hans Rosenthal oder Tal
Ofarim ist er nicht, das stimmt. Aber frei bewegen kann er
sich trotzdem nicht, obwohl er das in diesem ach so freien
Land doch eigentlich dürfen müsste.

Wieso kann er das nicht?

Warum um alles in der Welt
regt man sich so über ihn auf, wenn er doch, in den Augen
vieler, nur Unsinn erzählt?

Weil das Unsinn á la Göbbels ist und daher gefährlich.

Das mit den Berührungsängsten sehe ich auch so. Übrigens:
Unter den Israelis gibt es gar nicht so extrem viele, deren
Familien mit dem Holocaust in Berührung kamen. Man denke nur
an die Orientalischen Juden, die amerika-stämmigen oder viele
Russen. Also kann man Israelis auch nicht pauschal als die
Nachfahren der Shoa-üBerlebenden bezeichnen.

Ach nein…!

Wissen die wenigsten!

Ich denke genauso, aber wie wäre es damit, das einmal zu
bedenken, wenn mal wieder jemand als Antisemit bezeichnet
wird, der Scharons Nazimethoden kritisiert?

Scharon zu kritisieren ist kein Antisemitismus (hat niemand
behauptet, siehe „Schein-Tabu“).

Doch, auch das wurde häufig zu verstehen gegeben.
Es ist dumm, immer nur das klar geschriebene Wort zu lesen.
Wer zwischen den Zeilen liest, lernt mehr…

Zwischen meinen Zeilen kannst du jedenfalls nicht lesen, so
viel Missverständnisse, wie es gibt.

Kann schon sein. Selbst ich bin nicht perfekt.

Seine Politik als
Nazimethoden zu bezeichnen ist schlicht geschmacklos, nämlich
den Opfern des 3. Reichs gegenüber.

Wieso?

Saddam Hussein mit seiner Kurdenpolitik ist da eventuell schon
näher dran.

Weshalb ist dies dann weniger Beleidigung als die Kritik an
Scharon? Sind Kurden weniger wert als Palästinenser? Sind
Türken schlechter als Juden oder Israelis?

Du hast Dich in diesem Punkt soeben selbst disqualifiziert.

War eine kleine Provokation meinerseits auf deine Provokation.
Warum redet den niemand bei anderen Ländern von Nazimethoden?

Das habe ich getan.
Lies im Archiv nach. Da stehen sicherlich 200 Artikel von mir zum Thema Kurdenkonflikt.

Weil klar ist, das das fast überall Unsinn ist, es aber in
Zusammenahng mit Israel anscheinend Spass macht.

Nein.
Kein Unsinn und noch weniger Spaß.
Dafür ist die Argumentation zu sensibel.
Ich stehe voll dahinter.

Ich habe übrigens vom Irak gesprochen, nicht von der Türkei
(in der Türkei sehe ich zwar Unterdrückung, aber keinen
Völkermord)!

Einverstanden.

Saddam Hussein praktizierte etwas das stark Richtung
Völkermord an den Kurden geht, erinnerst du dich an den
Giftgasangriff? Ich sagte auch nicht, dass er Nazimethoden
anwendet, aber näher daran sei, als Sharon (den ich für ein
Arschloch halte).

Tja, und ich sagte eben, dass Scharon in meinen Augen Nazimethoden anwendet.

In Palästina sehe ich ebenfalls Unterdrückung, aber keinen
Völkermord.

Ich schon.
So etwas muss nicht immer in 3 Monaten erledigt werden. Die Ziele sind für mich sonnenklar.

Grüße,
Mathias

Hi!

wie würdest du eine umfrage einschätzen, nach der „36% der
israelis gut verstehen können, daß manchen leuten deutsche
unangenehm sind“?

Ich würde sagen, dass ich gerne die restlichen Fragen der Umfrage lesen würde. Genau wie ich es in unserem konkreten Beispiel auch getan und dann ja auch kommentiert habe.
Es gibt nur eine Frage in diesem Zusammenhang, bei der ich das nicht mehr benötigen würde, nämlich die nach der „90% der
Einwohner Mallorcas gut verstehen können, daß manchen leuten Deutsche unangenehm sind“?

überzogen, falsch formuliert, da soll was herausgepreßt
werden?

Richtig.

es gibt gar keine solche umfrage. ich wills nur mal in den
raum stellen.

Ich weiss.

noch eine frage: wie würdest du eine derartige umfrage zur
erhebung rassistischer einstellungen formulieren, ohne die
antwort vorzuprogrammieren?

Dazu habe ich hier schon einges geschrieben.
Beispielsweise könnte man fragen: „Wie beurteilen Sie für sich Ihre jüdischen/ausländischen Mitbürger?“ Antwortmöglichkeiten: „angenehm“, „kenne keinen“, „unagenehm“.

Der Gag ist dabei zu versuche, nicht gleich eine Wertung in die Frage miteinzubauen. Nur dann ist die Frage ernstzunehmen.

ich ereinnere mich an eine in österreich. die fragen lauteten:
„würden sie einem juden die hand reichen“ und „folgende leute
hätte ich nicht gerne als nachbarn: juden, türken usw.“ ein
drittel der brfragten wollte einem juden nicht die hand
reichen. war wohl auch falsch formuliert… (wenn jemand einen
link zu der umfrage findet, wäre das super. ist schon ein paar
jahre her, und zwar VOR der haider-ära.)

Du sagst es selbst: es kommt auf die Fragestellung an.

Grüße,
Mathias

hallo Matthias,

Wie in vielen anderen Familien auch gibt es bei uns
Kriegsopfer und Heimkehrer.
Jeder hat seine Geschichte als Individuum, viele Leute aus der
damaligen zeit haben eine sehr unerfreuliche Geschichte. Das
ist schlimm, aber mit dem Menschen stirbt auch ein Teil seiner
Geschichte.

Eben nur ein Teil.

Und zu diesem gehört sicherlich die Verantwortung
für Verbrechen.
Anders gesagt: wäre es o.k., wenn Dein Vater jemanden ermordet
und man Dich dafür in den Knast steckte, weil er bereits
gestoreben ist?

Das mit der Bestrafung sehe ich auch so, o.k. Aber ansonsten ein schlechtes Beispiel: Ich möchte der Familie des Ermordeten nicht begegnen, weil ich ihr nicht in die Augen sehen kann oder könnte, zumindest nur mit Überwindung. Und falls die Familie durch den Mord ins Unglück gestürzt wird, fühle ich mich denoch irgendwie verantwortlich, so irrational das auch sein mag.
So verklemmt ist mein Kontakt mit Juden nämlich nicht, da bin ich von Kindesbeinen an trainiert.

Ich denke, diese Verantwortung wurde u.a. bei den Nürnberger
Prozessen eingefordert.
Ich kann ansonsten keine weitere Verantwortung für die heutige
deutsche Bevölkerung finden.
Ausser liberale Werte, Anstand, Menschlichkeit und Fairness
sowie Weltoffenheit im persönlichen Alltag zu leben.
Und das gilt für alle Menschen.

Aufarbeitung der Geschichte, nicht erst mit 15 im
Ethikunterricht und keine Schönrederei, denn: Du willst gerne
vergessen, die anderen (nicht nur Juden, auch Menschen
diverser Nachbarländer) vergessen das eben noch sehr lange
nicht.

Ich will nichts vergessen. Ich will ja auch die Geschichte des
alten roms nicht vergessen.

Es ist einfach, sich von den alten Römern zu distanzieren und es als Geschichte aufzufassen. Eine andere Zeit mit anderen Wertvorstellungen. Ich tue mich aus diesen Gründen auch mit den Judenpogromen um 1492 nicht besonders schwer. Mittelalter eben, eine dunkle Zeit.

AAAber: In einer Zeit der sog. westlichen Zivilisation, im Zeitalter der Humanität und der Vernunft ist die Shoa geschehen. Vor knapp 60 Jahren (das ist historisch gesehen nix), hier bei uns, wir alle kennen Menschen, die damals lebten, liebe Menschen, normale Menschen, mit den gleichen Wertvorstellungen wie ich! Und dann sowas? Wie konnte dieser ungeheure Zivilisationsbruch geschehen? Hier liegt für mich das Besondere und deshalb kann ich die NS-Zeit auch nicht abhaken.

In 10 Jahren werden in Deutschland Kinder geboren, die niemanden aus der Zeit mehr kennen werden, sie werden vielleicht mit einer Distanz herangehen, die ich nicht habe. Aber ich wünsche, dass sie sich dieser Katastrophe bewusst sind und sie nicht zu den alten Römern packen.

Ich will die NS-Zeit als Teil der Geschichte abhaken.
Das hat nichts mit Vergessen zu tun.
Es soll eine weitere Lehre dafür sein, dass man immer Mensch
bleiben muss, nicht aber dafür, dass die Deutschen bis in alle
Ewigkeit beleidigt und abkassiert werden müssen.

Das mit dem abkassieren ist ja wohl in der letzten Phase, in ein paar Jahren sind sie alle tot. Das ist das Steuergeld der Deutschen (ich lebe im Ausland, zahle also eh nix), aber zahlen tut halt der Staat, der die Nachfolge des NSDAP-Regimes angetreten hat (wobei sich da ein paar Schulden durch die DDR aufgehäuft haben, da die mit dem Zahlen nicht so eifrig waren)

Saddam Hussein praktizierte etwas das stark Richtung
Völkermord an den Kurden geht, erinnerst du dich an den
Giftgasangriff? Ich sagte auch nicht, dass er Nazimethoden
anwendet, aber näher daran sei, als Sharon (den ich für ein
Arschloch halte).

Tja, und ich sagte eben, dass Scharon in meinen Augen
Nazimethoden anwendet.

da sind wir festgefahren und jede Diskussion zwecklos.

In Palästina sehe ich ebenfalls Unterdrückung, aber keinen
Völkermord.

Ich schon.
So etwas muss nicht immer in 3 Monaten erledigt werden. Die
Ziele sind für mich sonnenklar.

Die Besetzung dauert jetzt doch schon 35 Jahre, das Ziel scheint nicht ganz so klar, wie du meinst, sonst wäre das bereits erledigt.

Ich denke, wir werden uns noch ewig die Bälle hin und herwerfen und unsere Ansichten über Nahost mit den aktuellen Ereignissen ausschmücken können und unsere Auffassung über Geschichte austauschen. Ich von meiner Seite beende hier die Diskussion, denn es ist wohl alles gesagt und eine Annäherung wird nicht sattfinden (was auch nicht weiter schlimm ist, denn wir kämpfen mit Worten)

Grüsse, Nicola

Empirische Sozialforschung für Christian
Hallo Christian,

es freut mich, daß du diesmal den Text mehr oder weniger aufmerksam gelesen hast. Mehr oder weniger, sage ich, weil du mit den Resultaten einer wissenschaftlichen Befragung so umgehst, wie mit einem Horoskop oder Quizzshow. Du wirst da nicht gefragt, deine durchaus interessante persönliche Meinung ist in dem Zusammenhang irrelevant, sie ändert nichts an den Resultaten. Es ist keine Online-Umfrage, sonst wäre es wirklich ein Blödsinn, und das wollen wir doch vermeiden.

  1. Frage: Ich kann verstehen, daß manche Leuten Juden
    unangenehm sind.

Die Fragen werden anders formuliert, und die Antworten werden vorgegeben, damit sie statistischen Wert bekommen. Es wird gebeten, sich eine Meinung auszuwählen, in dem Fall eine von drei: „Ich kann es gut verstehen, daß…“ oder " Ich kann es gar nicht verstehen, daß…" (Die dritte ist die Verweigerung, eine klare Position zu beziehen.) Ich hoffe, du siehst den Unterschied.

Meine Antwort: „ja“
Meine vollständige Antwort: „ja, weil ich weiß, daß viele
Menschen Idioten und dafür anfällig sind, was ihnen in ihrer
Kindheit oder von anderen Idioten suggeriert wird.“

Ob mir Juden unangenehm sind, wird nicht erfragt. Sind sie mir
unangenehm? Nein, weil mir die Religion eines Menschen a)
unbekannt und b) egal ist.

Diese deinen Aussagen wären eine gute Grundlage für eine Diskussion, wenn du dafür bereit wärest.

  1. Frage: Die Juden sind schuld daran, dass wir so große
    Weltkonflikte haben.

Hier wurde genauso keine Frage, sondern die Zustimmung, „Teils“-Zustimmung und Ablehnung als Meinungen angeboten.

Uns so denkt der Dummdeutsche:
Scharon ist Jude, er gibt nicht locker: Weltkonflikt 1 auf
Konto der Juden.
Afghanistan: Die Araber kämpfen gegen die USA und die Juden,
es wird semantisch nicht unterschieden zwischen „schuld haben“
und „Ursache dafür sein“: Weltkonflikt Nr. 2 auf Konto der
Juden

Mehr Konflikte fallen dem Deutschen ad hoc nicht ein: 2 sind
damit viele. Thema erledigt, die blöde Antwort ist raus.

Du hast hiermit versucht, eine Rekonstruktion des Gedankenprozesses zu unternehmen. Das ändert nichts an den Ergebnisssen. Zweimal hast du es getan, und jedesmal hast du den Gedankenweg nur einer von den mindestens drei Personen vorgenommen, es gibt aber noch anderen, die du ausgelassen hast.

Zwei unpräzise Fragen,

Die Befragungen dieser Art werden seit Jahrzehnten durchgeführt. Wenn du dich über die Methoden der empirischen Sozialforschung informieren möchtest, die Literatur und Links sind da :smile:

unsinniges Ergebnis,

Es mag sein, daß die Ergebnisse dir nicht gefallen. Mir gefallen sie auch nicht. Es gefällt mir außerdem nicht, daß die Diskussion über die Arbeit der Soziologen auf diesem Niveau geführt wird.

damit lehne ich
für mich diese Studie als Diskussiongrundlage ab.

Das tut mir leid. Kann ich dich noch überreden? Worüber wolltest du diskutieren? :smile:

Viele Grüße

moin lego,

jau, 300 reichen aus, da gehe ich mit, ich schaetze aber die
zahl der wahren antisemiten auf ca. 10 000, von den nicht
einer minderheit angehoerigen deutschen. bei einem promille
von sagen wir 75 millionen finden wir 75 000 :wink:,

tja, kann sein, kann nicht sein. Die wirkliche Zahl werden wir wohl nie erfahren. Leider gibt es dazu ja keine ernstzunehmenden Studien. (Und ich weiss, wovon ich rede. Marktforschung war lange Zeit mein täglich Brot)

Hier ging es ja nicht mal darum, dass jemand diese Klischees
verbreitet, sondern darum, dass er sie bedient (so latent
sekundär irgemndwie halt). (PS: was ist denn mit den
Ostküsten…hab ich da schon wieder was verpasst ?).

hmmm ostkuesten? meinst du herbert juden an der ostkueste der
staaten? wuerde ich jetzt schaetzen.

Und was ist mit denen ?

ja aber es gibt doch zahlreiche studien, deren fragen man
nachlesen kann. sicher, die fragen sind bewusst weich gehalten
im sinne von naiv und sehr simplifiziert.

Nein, sie sind irreführend, ob bewusst oder unbewusst sei mal dahingestellt. Zu meiner Zeit hieß es immer: Was willst du beweisen ? Ich liefer dir die entsprechende Statistik dafür. Zum Glück kann man solche „wissenschaftlichen“ Studien jedoch recht leicht entlaven, wenn man weiss, wies funktioniert :smile:
(hat Chris ja auch schon kurz angerissen, warum die zitierten Studien ein Fall für Ablage P sind)

das meine ich, denn

wenn sie offensichtlich waeren, wuerden viele eine antwort
verweigern.

Das denke ich nicht. Ich glaube kaum, dass ein Antisemit bei der Beantwortung solcher Fragen Rücksicht auf jüdische Befindlichkeiten nimmt.

gefragt wird ja auch nur im sinne von klischees

und nicht nach tatsaechlichem rassismus. das ist ein
unterschied.

80% der Deutschen dürfte „tatsächlich“ und wissentlich auch noch kein Jude begegnet sein, dass heisst, ihr Meinungsbild wird weitgehende von den Medien und der Darstellung jüdischer Menschen dort gebildet (die Gleichsetzung von Jude = Israeli) dürfte z.B. ziemlich gross sein.

Wenn nun allerdings jemand keine tatsächlichen Erfahrungen mit einer Volksgruppe hat, dann MUSS seine Beurteilung zwangsläufig auf vermittelten Klischees und ähnlichem beruhen.

Stell du dir z.B. mal vor, dich würde jemand bezüglich deiner Meinung zu „Eskimos“ befragen, dann weisst du vielleicht was ich meine.

allerdings weiss ich, wie

nichtnatuerwissentschaftler mit statistik gut zu fuss sind,

jep, weiss ich auch. Mit ner Statistik kannst du fast jeden an der Nase herumführen :smile:

allerdings weiss ich auch wenig ueber
gesellschaftswissenschaftliche methoden. :wink: hihi

Ich denke, gesellschaftswissenschaftliche Methoden unterscheiden sich von wirtschaftswissenschaftlichen Methoden in einem ganz wesentlichen Punkt: Der Wirtschaft ist mit manipulierten Statistiken nicht gedient. Wenn eine Firma herausfinden will, ob ihr Produkt eventuell floppt, dann entstehen ihr enorme Kosten, wenn einer Vorabstudien schönt und das Produkt nach Markteinführung floppt. Daher lernen Wirtschaftsleute in erster Linie, wie man Studien durchführt, die NICHT manipulativ sind.
(und dabei im Nebeneffekt natürlich quasi, wie man manipulative Studien erstellt, aber das ist eben nicht gewünscht). Bei den Gesellschaftswissenschaften seh ich das anders, weil der Auftraggeber einer Studie im Allgemeinen andere Interessen hat als „Neutralität“.

Gruss
Marion

Studienberatung
Hi,

Du wirst da
nicht gefragt, deine durchaus interessante persönliche Meinung
ist in dem Zusammenhang irrelevant, sie ändert nichts an den
Resultaten. Es ist keine Online-Umfrage,

glaubst Du im Ernst, ich hätte gedacht, das wäre eine Online-Umfrage? Für wie blöd hälst Du mich?

Die Fragen werden anders formuliert, und die Antworten werden
vorgegeben, damit sie statistischen Wert bekommen. Es wird
gebeten, sich eine Meinung auszuwählen, in dem Fall eine von
drei: „Ich kann es gut verstehen, daß…“ oder " Ich kann es
gar nicht verstehen, daß…" (Die dritte ist die Verweigerung,
eine klare Position zu beziehen.) Ich hoffe, du siehst den
Unterschied.

Da ist kein Unterschied, ich habe es nur vereinfacht wiedergegeben.

Hier wurde genauso keine Frage, sondern die Zustimmung,
„Teils“-Zustimmung und Ablehnung als Meinungen angeboten.

Ist mir klar, auch hier war es wieder eine vereinfachte Wiedergabe. Leider kann man aus der pdf-Datei nicht kopieren, sonst hätte ich da getan.

Du hast hiermit versucht, eine Rekonstruktion des
Gedankenprozesses zu unternehmen. Das ändert nichts an den
Ergebnisssen. Zweimal hast du es getan, und jedesmal hast du
den Gedankenweg nur einer von den mindestens drei Personen
vorgenommen, es gibt aber noch anderen, die du ausgelassen
hast.

Welche Personen habe ich ausgelassen? Du meinst die „beiden“, die sich für eine der beiden anderen Antwort entschieden haben? Die haben die Frage eben nicht so interpretiert, wie ich es aufgeführt habe.

Die Befragungen dieser Art werden seit Jahrzehnten
durchgeführt. Wenn du dich über die Methoden der empirischen
Sozialforschung informieren möchtest, die Literatur und Links
sind da :smile:

Danke, ich kenne Literatur zu dem Thema, ich habe mich intensiv damit befaßt, theoretisch und eben praktisch, wie ich es weiter unten schrieb. Das Problem ist, daß die Frage nicht eindeutig genug gestellt wurden. Z.B. die beiden Voraussetzungen, die ich weiter unten angab, wurden nicht gemacht. D.h. es werden regelmäßig Probanden in solche Untersuchungen verwickelt, die in unpräzisen Begriffen denken und diese bei der Fragestellung verwenden bzw. in die Antwort umsetzen. Damit ist die Antwort u.U ohne Wert, weil sie eine Antwort zu einer in Wirklichkeit völlig anderen Frage ist.

Es mag sein, daß die Ergebnisse dir nicht gefallen. Mir
gefallen sie auch nicht. Es gefällt mir außerdem nicht, daß
die Diskussion über die Arbeit der Soziologen auf diesem
Niveau geführt wird.

Ich weiß nicht, welches Niveau Du gerne hättest. Wenn die Fragen wirklich so gestellt wurden, war die Untersuchung wertlos. Das kannst Du verneinen, ändert in meinen Augen nichts an der Bewertung.

Laß Dich mal in einer Fußgängerzone von einem Marktforscher aufgreifen. Daß, was Du dann in den allermeisten Fällen erleben wirst, wird Dir bestätigen, was ich hier schreibe. In den allermeisten Fällen bin ich mehr mit Gegenfragen beschäftigt als mit dem eigentlichen Antworten. Witzigerweise sind die Befrager meist nicht in der Lage, zu beantworten, was mit der ein oder anderen Fromulierung gemeint ist. Z.B. „Würden sie Produkt A kaufen?“ Möglichkeiten:
Ja, sicher.
Ja, möglicherweise.
Vielleicht.
Wahrscheinlich nicht.
Ganz sicher nicht.
Keine Meinung.

Meine Gegenfrage: „Unter der Voraussetzung, daß ich Produkt A noch nicht habe?“ Es folgt die Wiederholung der Frage, aber keine Aufklärung darüber, wie mit meiner speziellen Situation zu verfahren ist. "Gut, dann lautet meine Antwort: ´Ganz sicher nicht.´ "

Nächste Frage: „Warum würden Sie das Produkt nicht kaufen?“
Möglichkeiten:
zu teuer
entspricht nicht meinem Geschmack
nutzlos
usw.
weiß nicht

Die Antwort „ich habe Produkt A schon“ steht nicht zur Auswahl. Was soll ich also wählen? Natürlich „weiß nicht“. Und die Analyse ergibt: Produkt wird aus undifferenzierten Gründen nicht gekauft. Richtige Analyse: Produkt ist gut und findet Anklang bei den männlichen Kunden zwischen 30 und 35 mit einem Nettoeinkommen von Euro X000.

Das Problem ist jetzt, daß einige diese Frage so nicht hinterfragen und mit „ja, würde es kaufen“ (weil sie die Tatsache nicht mit einfließen lassen, daß sie das Produkt schon haben) oder mit „nein kaufe nicht, weil nutzlos“ (für sie nutzlos, weil sie das Produkt schon haben) beantworten. D.h. obwohl die oben erwähnte zweite Analyse richtig wäre, kommt ein vollkommen widersprüchliches Ergebnis zustande.

Fragen für derartige Umfragen dürfen keinerlei Interpretationsspielraum lassen und genau das ist das Problem. Ob es nämlich Spielraum gibt, stellt sich nämlich erst beim Test in der Realtität heraus. D.h. die Umfrage muß nach der ersten Runde überarbeitet und somit doppelt durchgeführt werden. Und dieses kostet Geld, das kaum jemand investieren will. Die Marktforscher und Soziologen sind naturgemäß im stillen Kämmerlein nicht in der Lage, zu ahnen, auf was für abstruse Gedankengänge die Menschen kommen.

Anderes (kürzeres) Beispiel:
Es ging um die Einführung einer neuen Cola-Flasche (in den Markt, um hier Mißverständnissen vorzubeugen :wink: ). Zwei Probleme:

  1. Vorauswahl auf der Straße: Trinken Sie Cola-Getränke? Ja, mache ich (aber so gut wie nie). Der Nachsatz war aber uninteressant, weil er so nicht abgefragt wurde. Ich war also qualifiziert.

Zweites Problem: Die Flaschen (2 Liter glaube ich) paßten ganz offensichtlich nicht in meinen damaligen Kühlschrank. „Würden Sie das Produkt kaufen?“

Würde ich nicht. 1. Weil ich mit 2 Litern nichts anfangen kann, weil das Zeug vor vollständigem Verzehr schal würde. 2. Weil die Pullen bei mir nicht reinpaßten. 3. Weil ich für mich zuhause keine Cola kaufe. Die Befragung meiner Person inkl. der Ergebnisse waren vollkommen nutzlos und verfälschten damit die Untersuchung. Da nicht die Menschheit, sondern ein (teilweise falsch) ausgewählter Personenkreis befragt wurde, ist ein einzelner fehlerhafter Datensatz schon ein Problem. Wenn nur 5% der befragten Personen bei der Untersuchung nichts verloren hatte, gehört die Umfrage in die Tonne. Witzigerweise ist die Fehlerquote ja nicht bekannt, was so eine Studie wahrscheinlcih unbrauchbar macht, was aber nicht bekannt ist: Falsche Produktentscheidungen sind fast garantiert.

Das tut mir leid. Kann ich dich noch überreden? Worüber
wolltest du diskutieren? :smile:

Ich hoffe, ich habe verständlich dargelegt, was ich meine. Wenn die Fragetechnik fehlerhaft ist, ist es die Analyse mit fast absoluter Sicherheit ebenfalls.

Gruß
Christian

Hi!

Wie in vielen anderen Familien auch gibt es bei uns
Kriegsopfer und Heimkehrer.
Jeder hat seine Geschichte als Individuum, viele Leute aus der
damaligen zeit haben eine sehr unerfreuliche Geschichte. Das
ist schlimm, aber mit dem Menschen stirbt auch ein Teil seiner
Geschichte.

Eben nur ein Teil.

Und zu diesem gehört sicherlich die Verantwortung
für Verbrechen.
Anders gesagt: wäre es o.k., wenn Dein Vater jemanden ermordet
und man Dich dafür in den Knast steckte, weil er bereits
gestoreben ist?

Das mit der Bestrafung sehe ich auch so, o.k. Aber ansonsten
ein schlechtes Beispiel: Ich möchte der Familie des Ermordeten
nicht begegnen, weil ich ihr nicht in die Augen sehen kann
oder könnte, zumindest nur mit Überwindung. Und falls die
Familie durch den Mord ins Unglück gestürzt wird, fühle ich
mich denoch irgendwie verantwortlich, so irrational das auch
sein mag.
So verklemmt ist mein Kontakt mit Juden nämlich nicht, da bin
ich von Kindesbeinen an trainiert.

Da werden wir uns wohl nicht einig.

Ich denke, diese Verantwortung wurde u.a. bei den Nürnberger
Prozessen eingefordert.
Ich kann ansonsten keine weitere Verantwortung für die heutige
deutsche Bevölkerung finden.
Ausser liberale Werte, Anstand, Menschlichkeit und Fairness
sowie Weltoffenheit im persönlichen Alltag zu leben.
Und das gilt für alle Menschen.

Aufarbeitung der Geschichte, nicht erst mit 15 im
Ethikunterricht und keine Schönrederei, denn: Du willst gerne
vergessen, die anderen (nicht nur Juden, auch Menschen
diverser Nachbarländer) vergessen das eben noch sehr lange
nicht.

Ich will nichts vergessen. Ich will ja auch die Geschichte des
alten roms nicht vergessen.

Es ist einfach, sich von den alten Römern zu distanzieren und
es als Geschichte aufzufassen. Eine andere Zeit mit anderen
Wertvorstellungen. Ich tue mich aus diesen Gründen auch mit
den Judenpogromen um 1492 nicht besonders schwer. Mittelalter
eben, eine dunkle Zeit.

AAAber: In einer Zeit der sog. westlichen Zivilisation, im
Zeitalter der Humanität und der Vernunft ist die Shoa
geschehen. Vor knapp 60 Jahren (das ist historisch gesehen
nix), hier bei uns, wir alle kennen Menschen, die damals
lebten, liebe Menschen, normale Menschen, mit den gleichen
Wertvorstellungen wie ich! Und dann sowas? Wie konnte dieser
ungeheure Zivilisationsbruch geschehen? Hier liegt für mich
das Besondere und deshalb kann ich die NS-Zeit auch nicht
abhaken.

Ich halte die NS-Zeit ebenfalls für ein anderes Zeitalter.
Die damaligen Wertvorstellungen waren andere als heute, allein schon, weil die Bedürfnisse ganz andere waren.
Man kam gerade aus dem 1.WK und musste sich um essen und Arbeit kümmern.
Heute plant man Urlaub und den Autokauf.

In 10 Jahren werden in Deutschland Kinder geboren, die
niemanden aus der Zeit mehr kennen werden, sie werden
vielleicht mit einer Distanz herangehen, die ich nicht habe.
Aber ich wünsche, dass sie sich dieser Katastrophe bewusst
sind und sie nicht zu den alten Römern packen.

Ich hingegen wünsche mir, dass sie die richtigen Lehren aus der Geschichte zihene, natürlich auch aus der NS-Zeit, ich wünsche mir jedoch noch vielmehr, dass sie sich keine Anfeindungen mehr wegen ihrer Nationalität anhören müssen.

Ich will die NS-Zeit als Teil der Geschichte abhaken.
Das hat nichts mit Vergessen zu tun.
Es soll eine weitere Lehre dafür sein, dass man immer Mensch
bleiben muss, nicht aber dafür, dass die Deutschen bis in alle
Ewigkeit beleidigt und abkassiert werden müssen.

Das mit dem abkassieren ist ja wohl in der letzten Phase, in
ein paar Jahren sind sie alle tot. Das ist das Steuergeld der
Deutschen (ich lebe im Ausland, zahle also eh nix), aber
zahlen tut halt der Staat, der die Nachfolge des NSDAP-Regimes
angetreten hat (wobei sich da ein paar Schulden durch die DDR
aufgehäuft haben, da die mit dem Zahlen nicht so eifrig waren)

Israel wird solange die Hand aufhalten, bis man nichts mehr hineinlegt. Die brauchen viel zu viel Geld für ihre Genozidmaschine.
Aber ich denke, die Zahlungen werden in den nächsten 10 Jahren komplett eingestellt werden. Dann, wenn meine Generation am Drücker ist.

Saddam Hussein praktizierte etwas das stark Richtung
Völkermord an den Kurden geht, erinnerst du dich an den
Giftgasangriff? Ich sagte auch nicht, dass er Nazimethoden
anwendet, aber näher daran sei, als Sharon (den ich für ein
Arschloch halte).

Tja, und ich sagte eben, dass Scharon in meinen Augen
Nazimethoden anwendet.

da sind wir festgefahren und jede Diskussion zwecklos.

Ich fürchte auch, denn ich werde hier nicht abweichen.

In Palästina sehe ich ebenfalls Unterdrückung, aber keinen
Völkermord.

Ich schon.
So etwas muss nicht immer in 3 Monaten erledigt werden. Die
Ziele sind für mich sonnenklar.

Die Besetzung dauert jetzt doch schon 35 Jahre, das Ziel
scheint nicht ganz so klar, wie du meinst, sonst wäre das
bereits erledigt.

Nein, denn durch wiederholte internationale Interventionen musste man immer wieder von vorne anfangen. Daher bemüht man sich ja nun so sehr um die Legitimation über den Terror. Die Situation ist dafür gerade günstig.

Ich denke, wir werden uns noch ewig die Bälle hin und
herwerfen und unsere Ansichten über Nahost mit den aktuellen
Ereignissen ausschmücken können und unsere Auffassung über
Geschichte austauschen. Ich von meiner Seite beende hier die
Diskussion, denn es ist wohl alles gesagt und eine Annäherung
wird nicht sattfinden (was auch nicht weiter schlimm ist, denn
wir kämpfen mit Worten)

Einverstanden.

Grüße,

Mathias

Moinmoin

Momenatn gelüstet es mich nach einer halben Sau auf Toast…

Ich dachte da eigentlich eher an…äh… Fisch…*hmmpf*

Ich bin mir ehrlich gesagt bis heute noch nicht sicher, um was
es bei der ganzen Diskussion wirklich geht

Um haltlose Anklagen gegen die nichtjüdischen Deutschen vor
allem.

Das ist keine wirkliche Erklärung. Ich frage immer nach dem Nutzen.

Ach komm Mattas, 99% von dem was in den letzten Tage durch die
Medien geisterte ist parteipolitisches Kettengerassel. Wir
haben Wahljahr !!!

Das ist bedingt richtig.
Die Frage ist, ob man das nach der Wahl einfach wieder
abstellen kann, so wie die meisten anderen Themen.

Was jetzt genau ? Diese Vorwürfe vom ZdJ sind ja keineswegs neu. Nur hat man ihnen früher offenbar nicht soviel mediale Beachtung zukommen lassen.

Natürlich hast du recht und jeder, der in diesem Land
aufgewachsen ist, der weiss das auch. Aber ich denke, dass
viele im Ausland diesen Gedankensprung nicht gebacken kriegen.

Ich dachte, die sehen nur das Wirtschaftswunderland?
Was denn nun?
Meine Erfahrung sagt, dass zunächst „das Ausland“ sehr
differenziert zu sehen ist und des weiteren die eine Parallele
besteht, dass es die jungen Leute einfach nicht mehr
interessiert, dieses Thema zu diskutieren, sondern lieber nach
vorne sehen.

OK.

Hier war der pragmatische Ansatz in der Gestaltung und ist
heute ebendieser Ansatz in der Beurteilung gefragt.
Und ich denke, die Jungs haben einen guten Job gemacht.

War nicht auch wenigstens eine Frau dabei ? SCNR *g*

Nicht dass ich wüsste.
Ist das wichtig?

Bildungslücke :smile:
Von den 65 Mitgliedern des parlamentarischen Rates, der das Grundgesetz ausarbeitete, waren vier Frauen.

Ich meinte das nicht sexistisch.

Schon klar, ist bei mir so ne Art Reflex :smile:

cool… trägst du auch so grüne Strumpfhosen wie Robin Hood ?
*lechtz*

Nein, meine sind rosa, wie die von Ludwig dem IX.
Ich bin doch schließlich Bayer…

War der nicht schwul ?

Nein, vermutlich deutlich mehr.
Ich sehe ja, wie gesagt, hier in D lediglich einen
vernachlässigbar geringen Anteil Antisemiten.

Also vernachlässigbar find ich die nicht. Auch ein paar Leutchen können viel Schaden anrichten. Nur finde ich, man sollte sich auf die konzentrieren, die anderen Menschen tatsächlich übel mitspielen wollen, statt hinter jedem Gespenst herzurennen.

Nein, ich meinte eigentlich, ob du dich in beiden Fällen auch
„gemeint“ fühlst, oder nur bei Friedman, und wenn ja warum ?

Das kommt darauf an, wie die Umstände zu der Aussage aussehen.
Wenn ich den Eindruck habe, die süsse Verona sagt 60%, meint
aber alle, fühle ich mich auch angesprochen, ja.

Du wirst aber zugeben, dass die Annahme, was oder wen jemand „meint“ ausschließlich der Interpretation jedes einzelnen unterliegt. Ist ja im umgekehrten Fall auch nicht anders. Friedmann glaubte ja auch zu wissen, was der Möllemann wohl „gemeint“ hatte.

Was mal abzuwarten wäre. Ich könnte mir gut vorstellen, dass
wenn sich die Aufregung erstmal gelegt hat, Friedman im ZdJ
auch nicht mehr lange allzuviel zu melden hat.

Das muss der ZdJ nun erst mal beweisen. Tut er das nicht, sind
die Leute für mich moralisch tot

ok, seit der Sache mit Blüm heute glaub ich da auch nicht mehr dran. Schade…für den ZdJ.

und ich muss das Verbot

dieses Vereines wegen Volksverhetzung beantragen.
Ich bereite momentan mit einem befreundeten Anwalt eine solche
Anzeige vor. Mal sehen, ob wir nach Sammlung aller Punkt eine
Chance ausrechnen können.

Dafür seh ich keinerlei Grundlage.

Also ich kann un nicht behaupten, jahrelang in Israel gelebt
zu haben, kenne jedoch viele Israelis und habe von einigen
Leuten dort, die auch eine zeitlang in Deutschland lebten
(viele studieren ja hier) eine interessante Aussage gehört:
die deutschen Juden im ZdJ wären in ihrer politischen (!)
Einstellung sehr nahe an den ultraorthodoxen juden in Israel
angesiedelt.
Ist sehr unreflektiert aber aus dem Munde gebildeter Israelis
doch sehr interessant.

Dazu kann ich leider nichts sagen, weil ich keine Israelis kenne. Aber ich lese regelmäßig die Online-Seiten von Haaretz und muss sagen, vieles von dem, was da steht, ist durchaus auch selbstkritisch. Um so unverständlicher finde ich es allerdings auch, dass anscheinend immer noch so viele Israelis auf diesen Sharon reinfallen…jetzt der Wahnsinn mit der „Mauer“…*augenverdreh*

Das macht auch klar, worum es mir hier geht.
Ich bin kein Antisemit, sondern in gewissem Sinne) ein
Antifaschist.

Mathias in der Antifa ? Schwer vorstellbar…dann schon eher mit rosa Strumpfhose :smile:

Gruss
Drache

hallo christian,

vorab: Mein tiefes Mißtrauen geht in die späten 80er zurück,
zu dem Zeitpunkt, als ich eine nette Satire der US-Version des
Magazins MAD las. Dort ging es darum, wie ich von Befragten
die gewünscht Antwort erhalte. Zwei Dinge weiß ich noch aus
dem Kopf:

naja, das geht aber noch ueber die satire des MAD-magazins hinaus *g*

  1. Konsumneigung
    Wollen sie dieses Jahr noch einen Videorecorder kaufen?
    Einmal gefragt auf dem Golfplatz, einmal ein Penner befragt.

:wink:

  1. Ladenöffnungszeiten
    a) Sind Sie dafür, daß die Geschäfte zukünftig rund um die Uhr
    geöffnet haben werden, nur damit die Eigentümer noch mehr Geld
    aus uns Konsumenten pressen können?
    b) Sind Sie dafür, daß die Geschäfte künftig rund um die Uhr
    geöffnet haben, so daß alleinerziehende Mütter nachts in Ruhe
    einkaufen können?

noch mehr :wink:

Seitdem (natürlich nicht erst seitdem) beäuge ich Umfragen
sehr genau und glaube erstmal gar nichts, bevor ich die exakte
Fragestellung nicht kenne. Übrigens bin ich auch regelmäßig

genau, und zu fragen ist zuerst, wer erstellt in wessen auftrag die studie. letztens erschien die ente, dass ein institut in asien im auftrag der amerikanischen pharmazie die wirksamkeit von johanneskraut bzgl depressionen zu null feststellte hihi

wie sieht es aus mit anderen studien dazu?

Ich kenne keine. Aber ich wage gleich eine Schätzung.
Voraussetzungen:

hui wir hatten in den letzten tagen hier ca. 5 studien verlinkt im brett. aber egal, ich habe sie mir auch nicht alle angesehen,und keine gruendlich.

Strikte Trennung der Begriffe „Jude“ und „Israeli“, sowohl
beim Frager als auch beim Befragten.

muesste man dem gefragten oft den unterschied erklaeren vorab *g*

Eindeutige Klarstellung, daß sich die Fragen auf einen
Angehörigen einer bestimmten Religion beziehen.

hmm naja man kann christ moslem jude sein, ohne religioes zu sein, aber natuerlich, „irgendwie“ gehoeren sie eben doch dazu

Dies sichergestellt, würde ich den Anteil der Befragten, die
ein Problem mit Juden haben, auf unter 5% schätzen. Bei den
unter 30jährigen sogar auf nahe 0. Desinteresse hat auch seine
Vorteile :wink:

mit dem 5 pro gehe ich pi mal daumen mit unter den bedingungen wie oben, allerdings kann man mit einschraenkungen auch studien vorab beeinflussen, also zweischneidig. aber nur klischee oder aehnlich, nicht dass sie dann tatsaechlich rassistisch wider juden waeren.

wie kann man sich, hier allgemein gefragt, mit einer studie,
wie gut oder wie schlecht auch immer, angesprochen fuehlen als
waeren alle aber auch alle arschdingsbums, wenn die studien
sich nur sehr sehr weich auf in der hirnrinde schlafende
vorurteile beziehen und nur 15-25 pro nennen, sie auch
aehnlich in anderen laendern ausfallen?

Ich mag schwierige Sätze ja, aber das hab´ ich jetzt
möglicherweise nicht richtig verstanden. Wenn dem so sein
sollte, bitte korrigieren. Du meinst, wieso sich etliche
angesprochen fühlen, obwohl die Studie sich nur auf „in der
hirnrinde schlafende vorurteile“ bezieht? Und wieso die
Prozentzahlen in anderen Ländern genauso ausfallen?

ja genau, so meinte ich es, wieso sagen so viele, sei es in den medien(buerger und politiker), in foren, auf der strasse(siehe meine stand-erfahrung), oder auch freunde von mir dass: durch studien welche (wie auch immer) behaupten, dass 15-25% der deutschen antidingsbumsklischees im kopf haben, gleich jeder deutsche ein antisemit genannt wird oder gar schlimmer ein nazi, und dass der nenner solcher studien ein hetzer waere. dabei wird nicht jeder nenner solcher studien gleich hetzer genannt, auch interessant. ich sage dazu, es liegt an der emotionaliaet auf beiden seiten, welche ihre ursache hat unverstandener geschichtsauffassung und potential und ausnutzung des potentials alias positiv aufgeschaukeltes feedback.

denn eine richtige auffassung waere ihmo.

schuld ist nur persoenliche schuld, ergo keine sippenhaft. bereuen und suehnen kann nur ein taeter, entschuldigen kann nur ein opfer. taeter und opfer sind aber nur noch im unterpromillebereich.
und weiter, ein rassistisches klischee aller art im kopf heisst nicht, dass es bewusst dort ist, es heisst damit noch lange nicht, dass die person es bewusst vertritt. selbst wenn die person rassistische klischees bewusst instrumentalisiert, ist die person noch nicht ein nazi oder ein faschist oder aehnlich.

aber einige wenige von denjenigen, die sich gleich falsch beleidigt fuehlen, benutzen selber gerne keulen aus einer vergangenheit, das ist dann arg schizophren.

Zu erstens: Offensichtlich hat keiner die Studie gelesen bzw.
sich seine Gedanken über die Fragestellung gemacht und damit
meine ich insbesondere die Medienfuzzis, die sich im Zweifel
die dazugehörige Pressemitteilung gekrallt und lediglich
umformuliert haben.

medienfuzzis sind medienfuzzies und leser sind leser :wink:
und die entrophie nimmt immer zu, hier zu lesen wie ihmo, dass der informationsfluss nach „unten“ immer staerker gekuerzt wird bis hin zum Bild-Titel *g*

beste gruesse, lego

hallo marion,

jau, 300 reichen aus, da gehe ich mit, ich schaetze aber die
zahl der wahren antisemiten auf ca. 10 000, von den nicht
einer minderheit angehoerigen deutschen. bei einem promille
von sagen wir 75 millionen finden wir 75 000 :wink:,

tja, kann sein, kann nicht sein. Die wirkliche Zahl werden wir
wohl nie erfahren. Leider gibt es dazu ja keine
ernstzunehmenden Studien. (Und ich weiss, wovon ich rede.
Marktforschung war lange Zeit mein täglich Brot)

ich glaube auch nicht, ob der anzahl von sagen wir 10 000, auch je eine repraesentative umfrage erhalten koennen, denn jene sind schwer zu finden und noch schwerer zu befragen.

Ostküsten…hab ich da schon wieder was verpasst ?).

hmmm ostkuesten? meinst du herbert juden an der ostkueste der
staaten? wuerde ich jetzt schaetzen.

Und was ist mit denen ?

wuesste ich auch gerne von herbert, ich denke er spielt auf die verschwoerungstheorie an, dass juden die ostkueste der staaten beherrschen, ergo das politische herz der usa. also er kennt wohl diesen unsinn, aber glaubt ihn nicht.

ja aber es gibt doch zahlreiche studien, deren fragen man
nachlesen kann. sicher, die fragen sind bewusst weich gehalten
im sinne von naiv und sehr simplifiziert.

Nein, sie sind irreführend, ob bewusst oder unbewusst sei mal
dahingestellt. Zu meiner Zeit hieß es immer: Was willst du
beweisen ? Ich liefer dir die entsprechende Statistik dafür.
Zum Glück kann man solche „wissenschaftlichen“ Studien jedoch
recht leicht entlaven, wenn man weiss, wies funktioniert :smile:
(hat Chris ja auch schon kurz angerissen, warum die zitierten
Studien ein Fall für Ablage P sind)

das meine ich, denn

wenn sie offensichtlich waeren, wuerden viele eine antwort
verweigern.

Das denke ich nicht. Ich glaube kaum, dass ein Antisemit bei
der Beantwortung solcher Fragen Rücksicht auf jüdische
Befindlichkeiten nimmt.

genau

gefragt wird ja auch nur im sinne von klischees

und nicht nach tatsaechlichem rassismus. das ist ein
unterschied.

eben, klischee ungleich rassist ungleich schlimmeres,
siehe hier meine antwort an EXC

"schuld ist nur persoenliche schuld, ergo keine sippenhaft. bereuen und suehnen kann nur ein taeter,
entschuldigen kann nur ein opfer. taeter und opfer sind aber nur noch im unterpromillebereich.
und weiter, ein rassistisches klischee aller art im kopf heisst nicht, dass es bewusst dort ist, es heisst damit
noch lange nicht, dass die person es bewusst vertritt. selbst wenn die person rassistische klischees bewusst
instrumentalisiert, ist die person noch nicht ein nazi oder ein faschist oder aehnlich. "

80% der Deutschen dürfte „tatsächlich“ und wissentlich auch
noch kein Jude begegnet sein, dass heisst, ihr Meinungsbild
wird weitgehende von den Medien und der Darstellung jüdischer
Menschen dort gebildet (die Gleichsetzung von Jude = Israeli)
dürfte z.B. ziemlich gross sein.

genau

Wenn nun allerdings jemand keine tatsächlichen Erfahrungen mit
einer Volksgruppe hat, dann MUSS seine Beurteilung
zwangsläufig auf vermittelten Klischees und ähnlichem beruhen.

dito

Stell du dir z.B. mal vor, dich würde jemand bezüglich deiner
Meinung zu „Eskimos“ befragen, dann weisst du vielleicht was
ich meine.

ich wuerde sagen, dass ich nur weiss, dass fast alle von ihnen den phaenotyp der blutgruppe 0 haben, ergo genotyp 00. selbst aerzte kennen oft hier nicht den begriff genotyp bzgl blutgruppen :wink:. und das sie 600 schneearten kennen. und das ich nicht viel mehr aussagen aus meinem unwissen heraus treffen kann.

jep, weiss ich auch. Mit ner Statistik kannst du fast jeden an
der Nase herumführen :smile:

genau, sie dient entweder dem eigenen nutzen, also eine studie selber fuer sich anfertigen oder/und der werbung an dritten lol

allerdings weiss ich auch wenig ueber
gesellschaftswissenschaftliche methoden. :wink: hihi

Ich denke, gesellschaftswissenschaftliche Methoden
unterscheiden sich von wirtschaftswissenschaftlichen Methoden
in einem ganz wesentlichen Punkt: Der Wirtschaft ist mit
manipulierten Statistiken nicht gedient. Wenn eine Firma
herausfinden will, ob ihr Produkt eventuell floppt, dann
entstehen ihr enorme Kosten, wenn einer Vorabstudien schönt
und das Produkt nach Markteinführung floppt. Daher lernen
Wirtschaftsleute in erster Linie, wie man Studien durchführt,
die NICHT manipulativ sind.
(und dabei im Nebeneffekt natürlich quasi, wie man
manipulative Studien erstellt, aber das ist eben nicht
gewünscht). Bei den Gesellschaftswissenschaften seh ich das
anders, weil der Auftraggeber einer Studie im Allgemeinen
andere Interessen hat als „Neutralität“.

hui das ist interessant, ich sehe es aehnlich, aber ich habe dies bisher nie so bewusst wahrgenommen, daher interessant.

beste gruesse, lego