Quantenchaos auf der Erde oder trödelndes Licht
Hallo Martin,
ich habe das sehr wohl vertsande3n, sehe aber, dass es absolut unmöglich ist.
Die Astronauten sehen das Geschehen auf der Erde
während des Hinflugs verlangsamt (Faktor = (2008 – 2003)/8.660
= 0.57735), und während des Rückflugs verschnellert (Faktor =
(2023 – 2008)/(17.320 – 8.660) = 1.732).
Ok, nehmen wir Lichtblitze zur Verdeutlichung.
Die Erdbewohner senden sehr kurze Lichtblitze im Intervall von 1 Min. aus und beobachten, wie diese auf der langsamer laufenden Uhr im Raumschiff einschlagen, so ca. aller 50s.
Der Raumfahrer sieht ja nun auch, wie auf seiner uhr aller 50 s ein Lichblitz einschlägt. Neugierig, wie er ist, guckt er auf die Erde woher das kommt.
Er sieht die Uhr, die aller 1 Min… Stopp!!!
Was sieht er denn nun? Für ihn läuft ja die Uhr auf der Erde langsamer als seine. Wenn auf seiner also 50 s vergangen sind, müssen es auf der Erduhr weniger (40?) sein!! Das ist aber unmöglich, er müßte sehen, wie diese aller 1 min einen Takt abgibt, der dann aus seiner Sicht länger als eine Minute seine eigene Uhr taktet.
Martin, ich verzweifle daran, hilf mir, bitte!!! Derr gute Astronaut müßte das reinste Quantenchaos auf der Erde sehen, wo jeder machen kann, was er will, wo jeder sogar seine eigene Zeit für sich festlegt.
Damit wäre jede Chance vertan, dass irgendetwas gleichzeitig stattfindet.
Aus der Sicht der Erdbewohner erstreckt sich der
Hinflug von 2003 bis 2018, dauert also 15 Jahre. Während
dieser Zeitspanne sehen sie die RS-Uhr von „0.000“ auf „8.660“
vorrücken. Sie sehen das Geschehen im Raumschiff also
verlangsamt (Faktor = 8.660/(2018 – 2003) = 0.57735). Der
Rückflug erstreckt sich von 2018 bis 2023, dauert also 5
Jahre. Während dieser Zeitspanne sehen sie die RS-Uhr von
„8.660“ auf „17.320“ vorrücken. Sie sehen das Geschehen im
Raumschiff verschnellert (Faktor = (17.320 – 8.660)/(2023 –
2018) = 1.732).
Das widerspricht nur dummerweise dem Experiment von Michelson und Morley. Das Licht soll wohl von allen Richtungen her gleichschnell kommen. Ich denke, wenn die Erde sich auf eine Standardkerze zubewegt, sieht man diesen genauso schnell blinken wie auf dem Weg von ihm weg?
Einstein meint: "Die überkommenen Vorurteile über Zeit und Raum ließen keinen Zweifel darüber aufkommen, daß die GALILEI-Transformation für den Übergang von einem Bezugskörper zu einem anderen maßgebend sei. Angenommen nun, die MAXWELL-LORENTZschen Gleichungen gelten für einen Bezugskörper K, so findet man, daß sie nicht gelten für einen relativ zu K gleichförmig bewegten Bezugskörper K´, wenn man annimmt, daß zwischen den Koordinaten von K und K´ die Beziehungen der GALILEI-Transformation bestehen. Dadurch scheint es, daß von allen GALILEIschen Koordinatensystemen eines (K) von bestimmtem Bewegungszustande physikalisch ausgezeichnet sei. Physikalisch interpretierte man dies Ergebnis dahin, daß man K als relativ zu einem hypothetischen Lichtäther ruhend ansah. Dagegen sollten alle gegen K bewegten Koordinatensysteme K´gegen den Äther bewegt sein. Dieser Bewegung von K´gegen den Äther (,Ätherwind“ relativ zu K´) schrieb man die komplizierteren Gesetze zu, welche relativ zu K´gelten sollten. Auch relativ zur Erde mußte folgerichtig ein solcher Ätherwind angenommen werden, und das Bestreben der Physiker war lange darauf gerichtet, diesen nachzuweisen. "
Wie man sieht, treten nur die beiden Faktoren „1.732“ und
„0.57735“ auf. Es handelt sich um die Dopplerfaktoren für das
Licht, welches die LEDs im Display der RS-Uhr nach vorne und
nach hinten abstrahlen. Diese Dopplerfaktoren betragen
allgemein Wurzel((1 + beta)/(1 - beta)) für die
Nach-Vorne-Abstrahlung bzw. Wurzel((1 – beta)/(1 + beta)) für
die Nach-Hinten-Abstrahlung. Setzt man für beta (beta := v/c)
den Wert 0.5 ein, erhält man Wurzel(3) = 1.732 bzw.
Wurzel(1/3) = 0.57735.
Gibts es irgendein Experiment, welches soetwas belegt? Denk dabei mal an verschränkte Quanten.
Dazu noch ein Gedankenexperiment. Sowohl die Erdbewohner als
auch die Sternbewohner mögen ein Blitzgerät installiert haben,
und das Raumschiff soll ebenfalls eines an Bord haben. Ein
solches Gerät gibt einen kurzen Blitz von genau 1 µs Dauer
(entspricht 300 m Länge) nach allen Seiten hin ab. Wenn die
Astronauten einen Blitz auf der Hinreise abschicken,
dann empfangen ihn die Erdbewohner zeitlich „gedehnt“ mit
einer Dauer von 1.732 µs und die Sternbewohner empfangen ihn
zeitlich „gestaucht“ mit 0.57735 µs Dauer. Auf der Rückreise
ist es umgekehrt. Schicken die Erdbewohner Richtung
Raumschiff einen Blitz ab, dann empfangen ihn die hinreisenden
Astronauten mit 1.732 µs Dauer und die rückreisenden mit
0.57735 µs Dauer. Schicken die Sternbewohner einen
Blitz Richtung Raumschiff ab, dann verhält es sich umgekehrt.
Der Blitz besteht nun aus einer bestimmten Anzahl von
Licht-Schwingungszügen. Ein 300 m langer Blitz aus Licht der
Wellenlänge 400 nm (= tiefviolett) besteht aus genau 7.5 *
10^8 Schwingungszügen. Diese Anzahl verändert sich nie. Egal
wie die Astronauten oder sonst wer den Blitz wie auch immer
gedehnt oder gestaucht empfängt, der Empfänger erhält stets
genau 7.5 * 10^8 Schwingungszüge. Daraus folgt aber sofort,
daß sich die Frequenz des Lichts mitändern muß! Ein
vom Raumschiff auf der Hinreise in Richtung Erde abgeschickter
400 nm-Blitz von tiefvioletter Farbe wird auf der Erde deshalb
nicht mit 400 nm, sondern mit 1.732 * 400 nm = 692.8 nm
empfangen werden. 692.8 nm-Licht nehmen wir jedoch als rot
wahr! Man sagt, das empfangene Licht ist rotverschoben
(Richtung „rot“ = zu größeren Wellenlängen hin). Diese
Rotverschiebung kann man beobachten
Diese Rotverschiebung wurde sogar vorhergesagt. Allerdings nicht nur als Raumausdehnung.
Licht ist ausserdem gequantelt. Bei dieser Betrachtung beißt es sich allerdings, dass die Rotverschiebubg auf einnen Dopplereffekt zurückzuführen sei
.
a) im Labor an schnell bewegten leuchtenden Atomen in
stromdurchflossenen Gasen, den sogenannten Kanalstrahlen,
sowie
b) an weit entfernten Galaxien. Hier sind die typischen
Spektrallinien der Elemente erkennbar, aber die Wellenlängen
und die Frequenzen sind durch den Dopplereffekt verändert.
Die Frequenzen sind fast durchweg stark erniedrigt, was auf
eine sehr schnelle Bewegung weg von der Erde schließen läßt.
…bei ersterer Betrachtung. Aber wie nun, sehehhen wir Prozesse dort langsamer ablaufen oder sind sie nur rotverschoben?
Und wenn Du – oder sonstwer – noch Probleme hat mit der
Tatsache, daß während der Hinreise-Phase die Erdbewohner das
Geschehen im Raumschiff genauso verlangsamt sehen wie die
Astronauten das Geschehen auf der Erde: Man kann sich das auch
folgendermaßen klarmachen. Wenn ein Jäger auf einen ruhenden
Hasen zwei Schüsse im zeitlichen Abstand von delta t = 1 s
abgibt, dann „empfängt“ der Hase die Treffer natürlich
ebenfalls in einem zeitlichen Abstand von delta t = 1 s (ich
mag Tiere über alles und lege Wert auf die Feststellung, daß
es nur Streifschüsse sind, die dem Hasen weder wehtun noch
verletzen). Wenn der Hase jedoch wegläuft , dann
empfängt er die Schüsse nicht mehr mit 1 s Zeitdifferenz,
sondern z. B. mit 1.15 s Zeitdifferenz. Er sieht die Schüsse
" zeitlich gedehnt". Und wenn der Hase im Laufen (!)
zwei Schüsse mit delta t = 1 s auf den Jäger zurückfeuert (!),
dann „empfängt“ der Jäger die Treffer ebenfalls zeitlich
gedehnt. Der Hase „sieht“ das Schußpaar des Jägers
zeitverlangsamt und ebenso „sieht“ der Jäger das Schußpaar des
Hasen zeitverlangsamt – vorausgesetzt, Hase und Jäger haben
eine Relativgeschwindigkeit zueinander. Wenn beide ruhen,
tritt dieser „bilaterale Zeitdehnungseffekt“ nicht auf.
Das bedeutet: Wenn ich einen Tisch habe, auf dem ein kleines
batteriebetriebenes Plastikmännchen umhermarschiert, und Du
hast auch einen Tisch, auf dem das gleiche kleine
batteriebetriebene Plastikmännchen umherwandert, dann können
wir es so einrichten, daß Du mich und mein Männchen zeitlich
verlangsamt siehst, und ich genauso Dich und Dein Männchen.
Aber: Es geht nicht, wenn wir beide uns im selben Zimmer
aufhalten. Es geht nur , wenn wenigstens einer von uns
sich mit seinem Männchen in ein Raumschiff setzt und damit
wegfliegt. Denn der Effekt des Verlangsamt-Wahrnehmens hat
seinen Grund in der endlichen Licht-Laufzeit.
Das stimmt so nicht ganz, ist eine logischer Trugschluß. Dass wir die Laufzeit des Lichtes wahrnehmen, liegt an unserer Trägheit. Es ist aber imho kein Widerspruch dazu, dass das Licht gleichzeitig überall ist und dafür keine Zeit benötigt. korellierte Teuilchen belegen das.
Nicht vergessen: Wahrnehmen = sehen = Licht registrieren =
beispielsweise diejenigen Photonen registrieren, die gestern
um 20:45:00 Uhr in mein Auge gefallen ist, obwohl sie von dem
von mir betrachteten Objekt schon um 20:36:40 weggeschickt
worden sind (ich habe mir gestern abend den Sonnenuntergang
angesehen).
Du hast 8.20 Min Lichtlaufzeit registriert. Eher bist du (mit deiner Uhrzeit) nicht in der Lage, mit irgendetwas der Sonne zu interagieren. Für das Licht ist keine Zeit vergangen. Das, was du gesehen hast, passierte also historisch gleichzeitig um 20.45. Überall um dich herum an deinem Ereignishorizont bei c.
Merkst du jetzt den Unterschied der verwendeten Zeitbegriffe?
Der historische Zeitbegriff ist widerspruchsfrei in der Relativität gebrauchbar, da er nicht an Prozesse gebunden ist. Die Uhrzeit ist an einen bestimmten Ort und dort an den ablaufenden Prozess direkt gekoppelt.
Gruß
Frank