Atheisten schweigen nicht mehr

Hallo!

Wenn aber keine Toleranz mehr unter den Menschen herrscht,
würde ich das - um es Mal ‚religiös‘ anzuhauchen und
provokativ auszudrücken - so zusammenfassen:
‚Intoleranz ist das Verderbnis der Menschheit.‘

Was wir in diesem Land brauchen, ist ein Heiliger Krieg, um alle Ungläubigen ein für alle mal auszuschalten. Punktum!

(Diese Aussage ist seit dem Grundsatzurteil des Bundesgerichtshofes Aktenzeichen AK 6/07 sowie StB 3/07 nicht strafbar. Zitat aus der dazugehörigen Tagesschau-Meldung vom 25.05.2007:
„Allgemeine Aufrufe zum Dschihad („Heiliger Krieg“) und zu nicht näher bezeichneten Terroraktionen sind demnach künftig nicht mehr als Werbung für eine terroristische Vereinigung strafbar.“ )

Grüße
Heinrich

Hallo!

Hast du eigentlich in deinem Denken die „positiven“ Einflüsse
von Religionen berücksichtigt?
Angefangen von Prinzipien wie „Nächstenliebe“ bis hin zu
konkreten Hilfsorganisationen.

Eine kurze Anekdote zum Thema „Nächstenliebe“:

Es war in der Jahrgangsstufe 12 während meiner Schulzeit. Damals befand sich das Schulfach „Religion“ im Umbruch Richtung „Werte und Normen“. Etwa eineinhalb Jahre lang hatte ich einen Lehrer, der uns in diesem Fach durch die gesamte Philosophie der Menschheit leitete, von Sokrates bis Heidegger. Das war der mit Abstand beste Unterricht, den ich während meiner ganzen Schulzeit im Fach Religion erlebt habe. Weil das Sein des Menschen kritisch diskutiert wurde.

Dann verließ dieser Lehrer die Schule und wurde von einer Pastorin ersetzt. Der Religionsunterricht kehrte zu dem zürück, was man allgemein unter Religionsunterricht verstand.

Trauriger Höhepunkt im zweiten Halbjahr der Jahrgangsstufe 12 war eine Diskussion um das Thema „Nächstenliebe“ und „Barmherzigkeit“. Da wurde im Unterricht das Verhalten von Menschen besprochen, die einen um Hilfe Bettelnden treffen. Wer hilft - und wer hilft nicht? Nach Aussage der Pastorin würden nur Christen, Juden und Muslime helfen, weil sie das Gebot der Nächstenliebe und der Barmherzigkeit kennen. Atheisten, aber auch Anhänger der verschiedenen asiatischen Religionen würden sich keinesfalls um diesen Menschen kümmern, da sie weder Nächstenliebe noch Barmherzigkeit empfinden könnten.

Der Aufruhr in der Klasse war enorm. Aber welcher Schüler legt sich ein Jahr vor seinem Abitur mit einer Lehrerin an und versaut sich dadurch eventuell seinen Notendurchschnitt? Bei mir jedenfalls hat diese Frau ganz entscheidend dazu beigetragen, gegenüber Religionen aller Art auf große Distanz zu gehen. Später kamen - durch andere direkte Kontakte von Religionsvertretern aller Art - noch einschneidendere Erlebnisse hinzu, bis hin zur Erfahrung von psychischer und insbesondere körperlicher Gewalt. „Nächstenliebe“ und „Barmherzigkeit“ bei aktiven Vertretern ihrer jeweiligen Religion? Vergiss es! Das genaue Gegenteil ist der Fall.

Im Laufe der Zeit habe ich jedenfalls gelernt, dass solche „Ausrutscher“ keine Ausrutscher sind. Nach meiner Auffassung sind sie bei Religionen systemimmanent - was mich zu einem zutiefst areligiösen Menschen hat werden lassen.

Just my 2 Cents

Heinrich

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Hallo Elimelech,

Trifft das nicht ebenso auf den Ausgangsbeitrag zu? Zumindest
für ist weder die eine Seite noch die andere Seite hier
eindeutig zu bewerten, sondern völlig unabhängig davon, ob nun
jemand religiös ist oder nicht kann er arrogant, intolerant
und aggressiv sich verhalten.

Da gebe ich dir natürlich Recht, mein Artikel bezog sich aber wie du sicherlich bemerkt hast, nicht auf das Ursprungsposting, sondern auf die unhaltbare Bemerkung von Christian, die seine Geisteshaltung deutlich offenbart hat. Ich lebe trotzdem immer noch in der Hoffnung, dass nicht allzuviele von seinem Schlag in der Welt herumlaufen…

Gruß

Michael

Du scheinst dich noch nicht wirklich mit „Religionen“
beschäftigt zu haben?! Wenn du das gemacht hättest, wäre dir
bekannt, dass ich gerade wegen meiner Religion KEINE Angst vor
dem Tod haben muss.

ja eben! das ist doch das was hicham gemeint hat!..(zumindest wie ich ihn verstanden habe)
ich habe erst jüngst einen gemeinde verlassen aus eben diesen gründen.
ich konnte diesen beisatz „…und wir glauben an die leibhaftige wiederauerstehung…“ nicht mehr hören. genauso wenig, wie ich in den predigten all die verheißungen nicht mehr ertragen konnte, die mich in der ewigkeit erwarten wenn ich nur ein gottesfürchtiges leben führe!
wenn ich einen lohn verspreche, dann tut derjenige es ja nicht aus freien stücken für mich, sondern wegen der bezahlung!

ich habe schon viele christen gefragt, warum sie sich denn zu jesus christus bekennen und fast alle hatten als erstes argument: "weil jesus leibhaftig wieder auferstanden ist und alle die an ihm glauben, auch wieder leibhaftig auferstehen werden!

frag dich doch mal, wieviele denn noch christen wären, wenn jesus nicht wieder auferstanden wäre!?
du selbst sagst ja auch „…dass ich gerade wegen meiner Religion KEINE Angst vor dem Tod haben muss.“…-welcher religion würdest du denn dann angehören, wenn jesu dir kein ewiges leben versprochen hätte!?

ich jedenfalls glaube auch, dass die meisten menschen aus angst wegen ihrer vergänglichkeit zum glauben gelangen und zu den religionen!

Ich und viele andere Christen besuchen Tempel (andere sagen
auch Kirche dazu) nicht aus Angst vor dem Tod (siehe oben),
sondern weil wir dort dem Gott, an den wir glauben, in einer
Gemeinschaft nahe sind.

…oder wie ich es auch immer wieder erlebe- bittgebete für bayern münchen, das einen der zahn nicht gezogen würd, für eine neue arbeitsstelle oder eine neue wohnnung oder oder oder…

Deine ganzen Argumente scheinen mir hier doch wenig
durchdacht. Man könnte auch sagen, es fehlt ein gewisser
Hintergrund an Wissen (vielleicht war dein Hunger nach Wissen
noch zu klein).

das käme auf die betrachtungsweise an…bzw. wie man selbst in der lage ist, den gedankengängen des anderen zu folgen (oder besser-bereit dazu ist)

mit besten grüßen
mondrabe

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Hallo!

Hallo auch,

Hast du eigentlich in deinem Denken die „positiven“ Einflüsse
von Religionen berücksichtigt?
Angefangen von Prinzipien wie „Nächstenliebe“ bis hin zu
konkreten Hilfsorganisationen.

Eine kurze Anekdote zum Thema „Nächstenliebe“:

Es war in der Jahrgangsstufe 12 während meiner Schulzeit.
Damals befand sich das Schulfach „Religion“ im Umbruch
Richtung „Werte und Normen“. Etwa eineinhalb Jahre lang hatte
ich einen Lehrer, der uns in diesem Fach durch die gesamte
Philosophie der Menschheit leitete, von Sokrates bis
Heidegger. Das war der mit Abstand beste Unterricht, den ich
während meiner ganzen Schulzeit im Fach Religion erlebt habe.
Weil das Sein des Menschen kritisch diskutiert wurde.

Dann verließ dieser Lehrer die Schule und wurde von einer
Pastorin ersetzt. Der Religionsunterricht kehrte zu dem
zürück, was man allgemein unter Religionsunterricht verstand.

Trauriger Höhepunkt im zweiten Halbjahr der Jahrgangsstufe 12
war eine Diskussion um das Thema „Nächstenliebe“ und
„Barmherzigkeit“. Da wurde im Unterricht das Verhalten von
Menschen besprochen, die einen um Hilfe Bettelnden treffen.
Wer hilft - und wer hilft nicht? Nach Aussage der Pastorin
würden nur Christen, Juden und Muslime helfen, weil sie das
Gebot der Nächstenliebe und der Barmherzigkeit kennen.
Atheisten, aber auch Anhänger der verschiedenen asiatischen
Religionen würden sich keinesfalls um diesen Menschen kümmern,
da sie weder Nächstenliebe noch Barmherzigkeit empfinden
könnten.

Der Aufruhr in der Klasse war enorm. Aber welcher Schüler legt
sich ein Jahr vor seinem Abitur mit einer Lehrerin an und
versaut sich dadurch eventuell seinen Notendurchschnitt? Bei
mir jedenfalls hat diese Frau ganz entscheidend dazu
beigetragen, gegenüber Religionen aller Art auf große Distanz
zu gehen. Später kamen - durch andere direkte Kontakte von
Religionsvertretern aller Art - noch einschneidendere
Erlebnisse hinzu, bis hin zur Erfahrung von psychischer und
insbesondere körperlicher Gewalt. „Nächstenliebe“ und
„Barmherzigkeit“ bei aktiven Vertretern ihrer jeweiligen
Religion? Vergiss es! Das genaue Gegenteil ist der Fall.

Im Laufe der Zeit habe ich jedenfalls gelernt, dass solche
„Ausrutscher“ keine Ausrutscher sind. Nach meiner Auffassung
sind sie bei Religionen systemimmanent - was mich zu einem
zutiefst areligiösen Menschen hat werden lassen.

Langer Rede kurzer Sinn:

  1. Du hattest ne bekloppte Religionslehrerin.
  2. Du hast ein paar schlechte Erfahrungen gemacht.

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Not worth it.

Sicher gibt es auch noch Geschichten von misantropischen Atheisten die das selbe wie du in Grün zu erzählen haben.
(Stalin war Atheist; Mao auch und es gibt bestimmt noch n Haufen anderer atheistischer richtig fiese Typen der Weltgeschichte )
Sicher gibt es in Deutschland kaum einen Pfarrer/ Pastor mit dem ich mich nicht heftigst über seine „schrägen“ Ansichten streiten würde.
Sicher aber gibt es hunderttausende Christen in Deutschland die fleissig Spenden und zehntausende die sich in Hilfsprojekten engagieren.
So what ?

Gruss
Stefan

Hi,

Er hat eine geistige Kirche in den Herzen der Menschen
gegründet, ohne Hierarchie (er sagte, ich bin der Herr, ihr
seid Brüder und Schwestern)

Und das ist keine Hierarchie?

Viele Grüße
WoDi

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Lieber Rolf

Ich vermute, Du bist durch die Titelgeschichte des SPIEGELs
ermuntert worden,

Eindeutig

Dein Lieblingsthema mal wieder auszubreiten.

Trotz allem sehr interessant.

Nun weiß ich nicht, ob Du nur das Titelbild gesehen oder den
ganzen Artikel gelesen hast. Nehmen wir an, Du hättest ihn
gelesen; dann tätest Du gut daran, gerade den Schluß noch
einmal zu lesen. Denn es ist erstaunlich, daß der SPIEGEL in
seinem bekannten Skeptizismus, seinem Agnostizismus und seinem
Beharren auf Rationalität sich die Gedanken von Dawkins und
Konsorten eben nicht zu eigen macht.

Der Spiegel hat auch viele Christen als Leser!

Es hat sich immer wieder als hilfreich erwiesen, von Liedern
nicht nur die erste Strophe zu kennen.

Wunderbar auf den Punkt gebracht.
Viele Grüße
Voltaire

Lieber Hiram Bekouri
Trenne zwischen dem Begriff „Kirche“ und dem Begriff „Religion“.
Wenn man das verstanden hat, kann man anfangen, inhaltliche Religionskritik zu betreiben.
Viele Grüße
Voltaire

Hallo Hicham,

sicher wurden im Namen der Religionen viele Verbrechen verübt, bis hin zu Massenmorden.

Aber die m.E. größten Verbrechen der Menschheitsgeschichte - die Völkermorde in Deutschland (Holocaust), Russland (unter Stalin) und China (unter Mao) wurden von anti-religiösen Systemen verübt.
Die Grausamkeit und die Zahl der Toten die alleine diese Verbrechen (die allesamt erst vor relativ kurzer Zeit, nämlich im (aufgeklärten??) 20. Jht. begangen wurden) mit sich brachten dürften alles was die Menschheit vorher (in Jahrtausenden) verbrochen hat in den Schatten stellen.

Woher nimmst Du also die Hoffnung, dass die Welt ohne Religionen besser würde? Wenn Du die Religionen abschaffst finden die Menschen andere Theorien um sich an die Gurgel zu gehen.

Was wir brauchen ist mehr Toleranz, gegenseitige Achtung und wenn Du so willst Nächstenliebe. Dein Aufruf zu Intoleranz verbreitet das Gegenteil!

Gruß
Werner

Liebr Hicham,

weißt du warum Dawkins und all seine intellektuelen Mitstreiter so bekannt und geschätzt, auch wenn nicht von allen unumstritten, sind? Eine ganz wichtige Voraussetzung ist, dass sie einen klaren, strukturierten und differenzierten Gedankengang aufbauen können. Deswegen nimmt man sie auch ernst.
Du hast den Nachteil, wenn du Deutsch schreibst, offensichtlich kein Muttersprachler zu sein. Aber ganz unabhängig von deiner Sprachschwäche versuche doch bitte irgendeine Struktur in deine Ausführungen zu bringen. Irgendwie, Schritt für Schritt, ein Gedanke nach dem anderen und bitte fang, wenn du etwas erklären willst, immer am Anfang an und nicht irgendwo in der Mitte. Das ist unheimlich verwirrend. Ganz hilfreich wäre es noch wenn du zwischen Beobachtungen und Schlußolgerungen unterscheiden würdest. Es ist nicht immer eindeutig ersichtlich, worauf du eigentlich hinaus willst, wenn du zwar deine Beobachtungen schilderst aber jeglichen Kommentar dazu verweigerst.
Und noch ein Tipp. Wenn dir eine Frage gestellt wird, versuche doch darauf einzugehen, und wenn du sie durch eine Veranschaulichung oder Beobachtung beantworten willst, dann versuche bitte die Veranschaulichung so zu wählen, dass der Zusammenhang mit der Frage einigermasse ersichtlich ist oder erkläre ihn zumindest,
ansonsten läufst du Gefahr als Schwätzer da zu stehen.
Und bitte bitte bitte kläre die Begriflichkeiten ab, bevor du mit deiner Argumentation loslegst.
Mir ist zum Beispiel bis jetzt nicht klar, was du unter Religion, zugegebenremassen ein sehr umfangreicher Begrif, verstehst. Die Institution? Den organisierten Teil? Den Konstrukt aus Moral- und Wertvorstellungen sowie Verhaltenskodex? Jegliche spirituellen Gefühle und Empfindungen eines Menschen oder Menschengruppe?
Und was ist, wenn jemand eine Existenz außerhalb der Physik für möglich hält? Und was, wenn dieser jemand eine solche Existenz sogar für wahrscheinlich oder sogar notwendig hält? Ist es für dich Religion?
Also was meinst du genau?

Also stimmt der alte Satz…
Hallo

  1. Du hattest ne bekloppte Religionslehrerin.
  2. Du hast ein paar schlechte Erfahrungen gemacht.
    Sicher gibt es in Deutschland kaum einen Pfarrer/ Pastor mit
    dem ich mich nicht heftigst über seine „schrägen“ Ansichten
    streiten würde.

Also stimmt der alte Satz, nachdem Gott ganz okay ist, aber das Bodenpersonal für’n …?

Sicher aber gibt es hunderttausende Christen in Deutschland
die fleissig Spenden und zehntausende die sich in
Hilfsprojekten engagieren.

Man kann also zusammenfassen:

  1. Du hast Probleme mit Klerikern aller Art.
  2. Am gesündesten ist offensichtlich unorganisierte, bzw uninstitutionalisierte Religiosität

Viele Grüsse!

Denis

Hallo Heinrich,

ich nehme an, du schreibst mir dies, weil ich Toleranz als wichtige menschliche Eigenschaft propagierte :wink:

Aber Toleranz kann und muss ja nicht grenzenlos sein. Wenn eine Religion ‚vorschreibt‘, Ungläubige zu vernichten oder untertänig zu machen, wenn sie sich nicht dem eigenen Glauben anschließen, dann ist das in meinen Augen rassistisch, diskriminierend und alles andere, als tolerant. Es ist totalitär und achtet nicht den Menschen, die Menschenrechte, die menschliche Freiheit und andersartige.
Das ist nicht das, was ich unter Toleranz verstehe.

Und darin sehe ich meine Worte bestätigt. Intoleranz ist das Verderbnis der Menschheit. Denn, wird die Verbreitung des Islam unter Beteiligung aller islamischen Länder militärisch massiv vorangetrieben, dann haben wir ein Problem.

Dennoch habe ich nichts gegen Religionen, ich habe nur was dagegen, was teilweise daraus gemacht wird.

„Allgemeine Aufrufe zum Dschihad („Heiliger Krieg“) und zu
nicht näher bezeichneten Terroraktionen sind demnach künftig
nicht mehr als Werbung für eine terroristische Vereinigung
strafbar.“ )

Die BRD gilt als demokratisches Land, welches die freie Meiungsäußerung in seinem GG verankert hat. (ausgenommen Volkshetze rtc. im Rahmen v. Art. 5 Abs. 2)Die Juristen haben ihre Gründe angegeben, und diese werden wohl auch rechtlich untermauert sein.

http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,OID681…
[…]Die Karlsruher Richter begründeten ihre Entscheidung folgendermaßen: Weil unter der rot-grünen Bundesregierung die Sympathiewerbung für Terrorgruppen von der Strafbarkeit ausgenommen worden war, dürfe nur noch das konkrete Werben um Unterstützer für eine bestimmte Gruppierung strafrechtlich geahndet werden. Dies gelte „unabhängig davon, wie menschenverachtend die Werbung in ihrer Ausgestaltung und wie nützlich sie in ihrer Wirkung für die Organisation sein mag“.

Es gibt vieles im rechtlichen Bereich, das mancher von uns Nichtjuristen nicht nachvollziehen kann. Man könnte in solchen Äußerungen auch Volksverhetzung im weitesten Sinne sehen. Das Problem wird sein, dass ‚Nichtislamische‘ kein Volk sind :wink:
Es gibt immer Meinungen, die uns nicht schmecken. Das erleben wir hier im w-w-w täglich :wink:

Es gibt genug Diskussionen, ob man gewisse Gesinnungsbekundungen (Meinungsäußerungen) verbieten soll, und wieviel Sinn das macht. Besonders prekär hierbei das Thema Nationalsozialismus.

Alles, was verboten ist, wird sich im Verborgenen fortsetzen. Menschen mit gleicher Gesinnung werden sich finden. Egal, ob die Gesinnung öffentlich bekundet wird, oder nicht.
Wenn sie öffentlich gemacht wird, hat man wenigstens eine Chance sie wahrzunehmen und kann sich auf die möglichen Konsequenzen und evtl. drohenden Gefahren vorbereiten. Wer wieß es schon? Gesellschaftliche Inakzeptanz kann den einen oder anderen wankelmütigen, nicht gefestigte Persönlicheiten evtl. sogar abhalten, sich einer umstrittenen Gesinnung anzuschließen.
Aber jetzt wird es OT.

Ich bin mir auch bewusst, dass vieles einfacher gesagt, als getan ist, und die Welt eben nicht so einfach funktioniert.

Gruß Marion

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Hallo!
Du setzt die Ablehnung von Religionen schon mit Atheismus gleich?
Unter Atheismus ist doch zunächst einmal die Überzeugung zu verstehen, dass es keinen Gott gibt. Diese Überzeugung muss nicht jeder haben, der die Religionen ablehnt. Aber die Nichtexistenz Gottes lässt sich ebensehr - und ebensowenig - beweisen, wie seine Existenz.
Sind halt beides so Glaubensfragen,
meint,
freundlich grüßend,
Hannes.

Hallo,

mich stört bei der ganzen Diskussion schon wieder die ganze Herangehensweise. Ganz sicher hat die Wissenschaft recht und die welt wurde nicht vor 5.000 Jahren von Gott erschaffen oder so - es ist wirklich unsinnig, die Erkenntnisse der Wissenschaft abzustreiten. Nur ist das alles kein echter gegenbeweis gegen die Existenz eines Gottes.
Und da wird die Diskussion auch nicht sinnvoller, wenn man die Beweislast umdreht. Schließlich sollte ja immer noch der offfensive Vertreter einer Meinung seine Überzeugung beweisen - und wenn der Atheismus in die Offensive geht, dann steht er auch in der Beweislast gegenüber den Gläubigen.

Natürlich ist im Namen der religion viel Mist geschehen und natürlich geschieht auch heute da noch viel Mist. Aber letztlich hat sich doch immer gezeigt, daß hinter den religiösen Argumenten knallharte Machtinteressen stecken und von daher wäre die Welt sicher ohne Religion auch nicht friedlicher. Immerhin sind die größten Massenmörder der geschichte, namlich Hitler und Stalin, ganz gut ohne religiöse verbrämung ausgekommen - von daher ist also Atheismus noch lange kein Beleg für Friedfertigkeit.

Mal ehrlich: Wen stört es, wenn ein bergbauer in Tirol in die Kirche geht oder wenn ein Araber in Saudi-Arabien seinen gebetsteppich auslegt und betet? Wer gibt irgend jemanden das recht, diesen menschen ihre Überzeugung und ihren Glauben nehmen zu wollen? Sie sind glücklich und zufrieden in ihrer Lebensweise - die zitierten Atheisten machen im gegensatz dazu ehrlich gesagt keinen sonderlich zufriedenen Eindruck auf mich.
Natürlich muß man denen auf die Finger hauen, die andere zwangsweise zu ihrem Glauben und ihrer Lebensweise bekehren wollen - ganz klar. Und man sollte auch denen, die hierher kommen und unsere Lebensweise nicht annehmen wollen ganz klar sagen, daß sie sich dann bitte in der Adresse geirrt haben und hier falsch sind bei uns.

Aber wenn Atheisten Front machen gegen den Glauben und diesen grundsätzlich bekämpfen - dann sind sie auch nicht besser als fanatische Glaubenskämpfer auf ihre Art. Denn dann versuchen sie auch, anderen ihre Meinung als einzig mögliche Richtung aufzuzwingen.
Da muß ich ganz klar sagen - auf diesem Weg werde ich ihnen nicht folgen. Und unabhängig davon, ob der Glaube an die Wissenschaft und die Erkennbarkeit der Welt meiner Überzeugung entspricht oder nicht - das können dann nicht meine Verbündeten sein, weil der Zweck nie die Mittel heiligen darf.

Gernot Geyer

Was verlangst du das ich darauf vorschlage, das man eine neun Menschheitslüge erschaffen soll um von der einen weg zu gehen. Leider kann ich so einen Vorschlag nicht machen weil es gegen meine Ideale sprechen würde. Es gibt keine Alternative dazu dass es kein Gott gibt.

Und war das jetzt eine ernsthafte Frage was ich mit euren gemeint habe, na ja wenn man über Leichen geht nur um seine Religion zu schützen ist das Fanatismus. Und noch damit Argumentiert das es nicht die Religionen sind sondern die Menschen, na ja was soll einer denken der sich Bewusst ist das Religion vom Menschen erfunden ist?

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo
Keinen Zufrieden Eindruck? Leider kann man bei der Thematik nicht mehr zufrieden sein, dafür ist die Lage zu ernsthaft. Versuchen wir nicht mit solchen Beispielen wie Tirol die Gefährlichkeit der Religionen zu vertuschen.
Warum nehmen wir denn nicht das Beispiel der wiedergeborenen Christen, der einviertel der Amerikaner angehören, die die Wiedergeburt ihres Messias nur in einen groß Israel sehen, oder der Moslems oder der Zionisten. Man kann nicht versuchen Religion nur mit Positiven Argumente zu schützen und die Negative vertuschen. Jede Religion behaupt von sich das sie Friedfertig ist. Wie gesagt erzählt das den Unzählbaren Menschen die wegen Religion Getötet worden sind in dem letzten Jahrtausend. Dagegen ist Hitler echt ein niemand. Und es macht auch nicht den Anschein als würde sich das ändern.
Was hier immer gesagt wird ist das Atheisten versuchen jemanden ihr gedankengut aufzuzwingen, aber leider irrst du dich da gewaltig, doch was verlangst du, das man sich das gesehen weiter hin stillschweigend anschaut, falls ihr vergessen habt gehört die Welt nicht nur den Religiösen, sondern auch uns den Atheisten und den aber von Millionen anderen Arten. Na ja ich würde es verstehen wenn Religiöse dieses vergessen den Gott hat ja nach ihrer Ansicht die Welt für sie erschaffen. Was ich damit sagen will warum sollen wir einsehen das wir Kriege Leid und Tod dulden Müssen weil Menschen meinen sich wegen einer Lüge Töten zu müssen, und wer garantiert uns das es nicht auch uns mal treffen kann. Ich weiß das ich in manchen Ländern für mein schreiben getötet werden würde, Ayaan Hirsi Ali bekommt Totes Drohungen so das sie ohne Schutz nicht mehr leben kann. Aber ja was kann der man in Tirol dafür nur damit er weiter zufrieden ist darf man nicht sein Religionsbild wegnehmen was auf eine Lüge basiert. Die in die Welt verbreitet würde Religion würde früher vielen Menschen Aufgezwungen, ja man hat was verbreitet aber das ist legitim, doch hat man nicht das recht auch auf die Widersprüche die Argumentation die dieses Widerlegen hinzuweisen, Religion darf es ich sehe über all Tempels, Religionsunterrichte u.s.w
Na ja
Mit freundlichen Grüßen
Hicham Bekouri

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo
Nein Falsch es sind nicht beides glauben Sachen. Natürlich sehe ich es als wichtig wie man an die Sache ran geht. Wenn man sich nur mit den Büchern befassen würde und darauf hin mit einen Religiösen darüber Diskutieren würde ob es einen Gott gibt oder nicht, könnte diese Diskussion Jahrzehnte oder mehr dauern weil dann würde deine Argumentation recht behalten das beide diese nicht direkt Beweisen könnten. Doch kann man Beweisen das viele Kulturen vor dem Judentum (ich nenne das Judentum mit Absicht weil es die älteste jetzt noch Praktizierende Religion ist) sich Religionen erschaffen haben. Und man sieht dass sich vieles gleicht, zwar nicht in den lehren doch in der Ausführung. Bloß würde Heut zu Tage keiner mehr dran glauben, oder glaubst du man müsste Menschen Opfern weil es ein Erdbeben gegeben hat und irgendein Gott sauer wäre. Der Mensch hat alles was er nicht versteht auf irgendwas geschoben Unnatürliches. Es gibt noch viel andere Argumente die auf die Entstehungen der Religionen Hinweisen. Wenn man die alle Berücksichtigt so können leider die Heutigen nicht als ernsthaft betrachtet werden. Allein schon so kann man Religionen wider legen ohne einmal über die Heutigen zu sprechen (mit den anderen Argumenten natürlich nicht nur auf das bezogen), den wenn das Kartenhaus fällt so kann das was oben auf den Kartenhaus stand nicht mehr stehen oder

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,
das ist zwar auch eine Wiederholung bereits gesagten, aber „wegen Religion“ sind die Meisten angeblichen Opfer von Religionen nicht getötet worden. Die kleinen und großen Glaubenskriege waren immer auch und oft zuerst Ausdruck materieller Interessen und sozialer Spannungen.

Die Religion ist hier benutzt worden, um Begründungen für Handeln zu liefern und Motivation bei nicht unmittelbar betroffenen aufzubauen.
Sicher gab es dabei immer gemischte Motivationen. Es gab also auch urprünglich religiöse Motive für manche Konflikte, in den historischen Situationen in jeweils verschiedener Gewichtung. Aber das wirst du auch unter der ägide jedweder Weltanschauung finden und sei es der Atheismus.
Unfrieden und Ungerechtigkeit sind kein Kennzeichen von Religion, sondern anscheinend ein Konstruktionsmerkmal menschlicher Gesellschaften.

Es ist erschütternd wieviel Intoleranz und auch Gewalttätigkeit religiös begründet wurde und wird. Das ist aber in (fast) allen Religionen nicht Kern des religiösen Programms, läuft diesem sogar diametral entgegen. Damit ist das eindeutig nicht die Folge der religiösen Botschaft.

Natürlich kann man dann fragen warum Gläubige keine besseren Menschen sind und die Antwort wird wahrscheinlich unbefriedigend bleiben. Nur folgt daraus überhaupt nicht das Ungläubige in ingend einer Weise besser wären.

Also was bleibt von der hiesiegen Aufregung? Ich sehe nichts.
Ich sehe sogar die Grundthese, die Atheisten wären offensiver oder würden mehr Gewicht erhalten für nicht gegeben. International greifen Frömmigkeitsbewegungen um sich und Religion wird in einem unguten Maß zunehmend als Begründung politischen Handelns missbraucht.
Eigentlich hab ich den Eindruck die Atheisten schweigen immer mehr.

Gruß
Werner

seit drei Jahren …
… spulst du in diesem Brett alle paar Wochen denselben Sermon ab, und lernst aus den Antworten, die du bekommst, nichts dazu.

Du willst Religion abschaffen. Ok. Meine Frage war, was schlägst du vor, WIE? :smile:

Und darauf:

würden sie sehen das Religion eine Erschaffung des Menschen ist.

Hast du meine Antwort nicht verstanden.

Genau das ist halt das bescheuertste Argument, das von
antireligöser Seite angeführt wird - und alle schwätzen es
gedankenlos nach: Wessen „Erschaffung“ soll denn „Religion“
sonst sein, wenn nicht des Menschen? Eine Erfindung der Affen?
Eine Erfindung der grünen Marsmännchen?

Ich sags nochmal in einfacheren Worten: Es ist eine ewig wiederholte Trivialität, daß Religionen ein Produkt der Menschheitsgeschichte sind. Ebenso wie der Rechtsstaat oder die Körperbekleidung Produkte der Menschheitsgeschichte sind.

Meine Frage war eine rhetorische: Was glauben denn die Leute, die DAS als Argument GEGEN Religionen anführen, wo denn sonst Religion herkommen sollte, wenn nicht aus der Menschheitsgeschichte.

Und war das jetzt eine ernsthafte Frage was ich mit euren gemeint habe

Auch hier scheinst du bei dieser einfachen Frage Verständnisprobleme zu haben. Du hast geschrieben

…was Euere Religiöser Fanatismus auf dieser Welt Anrichtet

zu Deutsch

… was euer religiöser Fanatismus auf dieser Welt anrichtet

Und ich forderte eine Antwort ein, WEN du mit " euer" meinst?
Die Forumsteilnehmer hier?
Vielleicht solltest du dir mal bewußt machen, daß du hier mit „uns“ sprichst, oder es zumindest vorgibst. Und damit behauptest du, daß wir, also die Forumsteilnehmer, religiöse Fanatiker seien und Unheil in der Welt anrichten.

Ist dir das klar?

Metapher

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Hallo Gernot,

obwohl Atheist,bin ich mit Deiner Ansicht gleich.
Auch von mir ein *

Viele Grüße
Markus