Hallo,
mich stört bei der ganzen Diskussion schon wieder die ganze
Herangehensweise. Ganz sicher hat die Wissenschaft recht und
die welt wurde nicht vor 5.000 Jahren von Gott erschaffen oder
so - es ist wirklich unsinnig, die Erkenntnisse der
Wissenschaft abzustreiten. Nur ist das alles kein echter
gegenbeweis gegen die Existenz eines Gottes.
Und da wird die Diskussion auch nicht sinnvoller, wenn man die
Beweislast umdreht. Schließlich sollte ja immer noch der
offfensive Vertreter einer Meinung seine Überzeugung beweisen
- und wenn der Atheismus in die Offensive geht, dann steht er
auch in der Beweislast gegenüber den Gläubigen.
Nein, die Beweislast liegt bei dem, der so eine aussergewöhnliche Behauptung macht. Religiöse Menschen (hier meine ich die 2 Monotheistischen) behaupten nicht nur zu wissen wer die Welt, das Leben und auch noch das Universum geschaffen hat, nein sie behaupten auch noch, den „Geist“ dieser Person zu kennen. Zu wissen, was er von uns verlangt! Er hat bestimmte Kleiderordungen für uns, einen Diätenplan, hat Regeln mit wem wir uns im Schlafzimmer vergnügen, was für Bücher wir lesen dürfen,…!
->Wer so eine fantastische Behauptung aufstellt, sollte da schon mit einem Beweis aufkommen, zumal der Verweis auf ein moralisch völlig fragwürdiges Buch (sei es die Bibel oder der Koran), die ausserdem voller Fehler und Widersprüche sind, bei weitem nicht auslangt.
Natürlich ist im Namen der religion viel Mist geschehen und
natürlich geschieht auch heute da noch viel Mist. Aber
letztlich hat sich doch immer gezeigt, daß hinter den
religiösen Argumenten knallharte Machtinteressen stecken und
von daher wäre die Welt sicher ohne Religion auch nicht
friedlicher. Immerhin sind die größten Massenmörder der
geschichte, namlich Hitler und Stalin, ganz gut ohne religiöse
verbrämung ausgekommen - von daher ist also Atheismus noch
lange kein Beleg für Friedfertigkeit.
Hitler war Katholik, und sein ganzer Regierungsaparat wie eine Religion aufgebaut und daher gleichzusetzen. Der Hass auf Juden, hat sich auch dank der Kirche in Europa festgesetzt.
Stalin war auf einer Klosterschule. Ausserdem darf nicht vergessen werden, dass bevor er an die Macht kam, Zare über Jahrhunderte dort unterstützt von der Kirche geherrscht haben, und auch noch als Nicht-Ganz Menschen dastanden. Ein Diktator wäre dumm gewesen, dieses Fundament nicht zu nützen.
Aber selbst wenn beide Atheisten wären, sie haben auch beide Schnurrbärte gehabt- was beides nicht als Motivation für Massenmord da ist.
Atheismus behauptet nur, dass es keinen gott gibt (oder dass seine Existenz ziemlich unwahrscheinlich ist) und mehr nicht. Hingegen die Bibel und der Koran predigen den Hass gegen Andersgläubige. Und alle Gräueltateten von Hexenverbrennung, Sklavenhandel, Töten der Ungläubigen,… lassen sich perfekt mit Bibelzitaten belegen.
Mal ehrlich: Wen stört es, wenn ein bergbauer in Tirol in die
Kirche geht oder wenn ein Araber in Saudi-Arabien seinen
gebetsteppich auslegt und betet? Wer gibt irgend jemanden das
recht, diesen menschen ihre Überzeugung und ihren Glauben
nehmen zu wollen? Sie sind glücklich und zufrieden in ihrer
Lebensweise - die zitierten Atheisten machen im gegensatz dazu
ehrlich gesagt keinen sonderlich zufriedenen Eindruck auf
mich.
Natürlich muß man denen auf die Finger hauen, die andere
zwangsweise zu ihrem Glauben und ihrer Lebensweise bekehren
wollen - ganz klar. Und man sollte auch denen, die hierher
kommen und unsere Lebensweise nicht annehmen wollen ganz klar
sagen, daß sie sich dann bitte in der Adresse geirrt haben und
hier falsch sind bei uns.
Aber wenn Atheisten Front machen gegen den Glauben und diesen
grundsätzlich bekämpfen - dann sind sie auch nicht besser als
fanatische Glaubenskämpfer auf ihre Art. Denn dann versuchen
sie auch, anderen ihre Meinung als einzig mögliche Richtung
aufzuzwingen.
Da muß ich ganz klar sagen - auf diesem Weg werde ich ihnen
nicht folgen. Und unabhängig davon, ob der Glaube an die
Wissenschaft und die Erkennbarkeit der Welt meiner Überzeugung
entspricht oder nicht - das können dann nicht meine
Verbündeten sein, weil der Zweck nie die Mittel heiligen darf.
Gernot Geyer
Ich hätte auch nichts dagegen, dass manche Leute, diesen Unsinn glauben- solange sie mich und andere Menschen in Ruhe lassen, was sie nicht tun.
Es vergeht kein Tag, indem nicht vom Konflikt in Irak zwischen den beiden Glaubensgruppen berichtet wird. Der Papst verbietet Leuten in der Dritten Welt Kondome zu nützen; im Westjordanland sprengt sich ein Moslem (nicht Islamist) in einem Schulbus in die Luft und seine Mutter preist ihn und bösartige alte Imane verkünden seine „gute Tat“ von den Minaretten hinunter. Weiterhin streben nicht wenige Leute, durch einen Krieg in Israel das in der Bibel beschriebene Armageddon hervor, da dann das ihrer nach beste geschieht, was die Rückkehr des Mannes aus Nazareth ist. Dänische Cartoonschreiber können ihren Job nicht ausüben und müssen um ihr Leben fürchten, doch noch viel schlimmer: Die Zeitungen weltweit sind zu feige die Cartoons abzudrucken, da auch sie Angst um ihr Leben haben (jaja, Islam die Religin des Friedens…).
Und deshalb: Es langt. Man ist in Zeiten von Massenvernichtungswaffen nicht mehr sicher, solange so ein Aberglaube weltweit praktiziert wird. Religion kommt aus der Kindheit unserer Zivilisation und kann damals auch nützlich gewesen sein. Sie kommt aus einer Zeit, wo die Menschen nicht wussten, dass sie in einem riesigen Universum auf einer Kugel, die sich um andere Planeten dreht, leben. Sie wussten nichts von Bakterien, Quantenphysik und EVOLUTION. ->aber wir tun es und brauch kein Buch von Viehirten aus der Wüste geschrieben, die weniger Naturwissen als ein Viertklässler heutzutage haben.
Wir müssen als Menschheit diesen steinzeitlichen Aberglauben loswerden, wenn wir überleben wollen!
Frank Dreier