Hallo Richard!
Daß das unrichtig ist, weißt Du wahrscheinlich selbst.
Das einzige Problem bei der Auzßerbetriebnahme eines AKW ist
die Lagerung des Reaktors.
Das ist bekannt, wäre aber ohne den Abschaltwahn gar nicht
notwendig.
Und die vielen Strahlenopfer in der Ukraine und anderswo
(Langzeiterkrankungen nicht verleugen!) kehrst Du einfach
unter den Teppich?
Nein. Nur ist diese Situation nicht repräsentativ für unsere AKWs.
Genau hier hake ich ja ein und sage, eine solche Situation wird eher dadurch verhindert, daß wir mit topmodernen und höchstmöglich sicheren AKWs Strom herstellen sollten, bevor wir ihn aus Anlagen wie Temelin beziehen.
Und was ist mit dem wirtschaftlichen
Schaden der Land- und Viehwirtschaft? Was mit den Kindern, die
durch Fehlgeburt nie das Licht der Welt lebend erblickt haben?
Was mit den vielen todgeweihten krebskranken Kindern aus der
Ukraine, deren Urlaub im Westen - um ihr Leben zu verlängern -
keiner mehr bezahlen will? Was weißt Du von Halbwertszeiten?
Tschernobyl ist noch lange nicht vorbei!!!
Ich fange gleich an zu weinen!
Das sind alles Totschlagargumente (sogar im doppelten Sinne, wie makaber), die sich locker durch die folgenden zwei Begründungen widerlegen lassen:
1.) s.o., machen wir unseren Strom selbst, ist die Wahrscheinlichkeit eines Gaus vernachlässigbar klein.
2.) Unser Strombedarf kann in den nächsten 40 Jahren nicht ohne AKWs gedeckt werden. Wir werden also definitiv, und darüber gibt es schlichtweg keine Diskussion, die Versorgungslücke, die die Abschaltung der deutschen AKWs reißt, mit Strom aus ausländischen AKWs, die teilweise weit unsicherer sind als unsere ältesten Meiler, schließen.
Mein Fazit ist hier: es ist für mich prinzipiell o.k., aus der Kernkraft auszusteigen. Nur muß der Energiebedarf dann auch durch alternative Methoden im Inland gedeckt werden können.
Das Argument, es würde ja nichts für die Erforschung alternativer Energien getan, greift nicht, da auch hier hohe Subventionen fließen, die aber im Prinzip zu fast nichts führen.
Mehr als 10% Substitutionsleistung hat noch keiner vorschlagen können.
Daß der Aufenthalt im Umkreis von oder das Arbeiten innerhalb
eines AKWs weit weniger strahlenbelastend ist als
Langstreckenflüge, ist bewiesen.
Was soll das also?
Und welche Art Strahung haben wir da oben? Alpha, Betta,
Gamma, oder Röntgen? Und in welchen Anteilen? Trotzdem meine
ich im wesentlichen die Risiken eines Unfalls oder GAUs, nicht
den Normalbetrieb eines AKW.
Ein Gau ist so wahrscheinlich wie ein Aidsfall in einem Nonnenkloster.
Wieviel Prozent des bisher von AKWs produzierten Stroms können
diese substituieren?
5%? 7%?
Ich gebe Dir mal diesen Link hier:
http://www.uni-muenster.de/Energie/
Vergleichbar sind dort nur die Zahlen von 1999, wobei man
wieder z.T. auf Schätzungen angewiesen ist, weil die genauen
Zahlen noch nicht vorliegen:
Verbraucht (nicht produziert) wurden demnach ca. 486,3 Mrd.
kWh in der BRD. Aus regenerativen Quellen kamen ca. 6,4%,
entsprechend 31 Mrd.kWh. Ein Jahr später wurden aber schon 35
Mrd.kWh produziert, was einer Steigerung von 13% entspricht.
Wenn Du dieses Faktor auf 35 ab 2000 hochrechnest, bist Du
schon nach 23 Jahren bei 581,93 Mrd.kWh angekommen, also einer
Menge, die wir gar nicht brauchen, weil auch die
Energie-Einsparungsmöglichkeiten ständig zunehmen.
Diese Rechnung hinkt, da eine solche Steigerung niemals über so viele Jahre erfolgen wird.
Ich habe mir den Link mal durchgelesen und muß feststellen, daß die Situation noch erschreckender ist, als ich dachte.
Von den von mir angenommenen 10% Anteil der regenaratibven Energien sind wir weit entfernt.
V.a. die Windkraft kann man mit 2-3000 MWh in 2010 eher vergessen.
Ich gehe
davon aus, daß der Herr Müller aus dem
Bundeswirtschaftsministerium das noch genauer ermittelt hat
und die Atomindustrie auch, sonst hätten die sich ganz
bestimmt nicht auf den 30-Jahre-Deal eingelassen. Aber meine
groben Hochrechnungen scheinen zu stimmen, ein einfacher
Taschenrechner tut’s.+
s.o.
Die Atomndustrie hat sich auf den Deal eingelassen, da Trittin gedroht hat, bei einer Nichteinigung einen gefährlichen Alleingang durchzuziehen.
Die Energielobby hofft nun auf die Wahl einer atomstromfreundlicheren Regierung innerhalb der Restlaufzeit und somit auf die Rückgängigmachung der betreffenden Gesetze. Und das wird passieren, weil es gar keine andere sinnvolle Möglichkeit gibt.
Es wäre m.E. um einiges günstiger, noch 2-3 AKWs in D zu
bauen, und in Zukunft mit Dtrom zu heizen. Dann würde man
nciht wertvolles Rohöl, das man viel besser zu Benzin
raffinieren sollte, zum Heizen verplempert.
Mit Strom heizen ist ja nun wirklich die unökonomischste Art.
Die Wirkungsgrade von einfachen Wärmetauschern (Solarthermie)
liegen bei 60%. Wertvolles Rohöl braucht kein Mensch zum
Heizen, jedenfalls in der Zukunft nicht. Es gibt ja auch noch
Erdwärme oder Biomasse z.B.
Allein die Installation der hierzu nötigen Anlagen kann sich kaum einer leisten.
Solaranlagen zur Unterstützung der Heizung auf dem Dach zu montieren, halte ich für sinnvoll.
Es ist nicht uneffektiv, mit Strom zu heizen, wenn ich genug davon habe. Und genau das kann man durch Kernenergie bequem und sicher erreichen.
Es ist doch so, daß es keine Möglichkeit gibt, Strom
effektiver, mit weniger Platzaufwand und weniger Emissionen zu
produzieren, als mit AKWs.
Du scheinst keine Kinder zu haben, sonst würdest Du sowas
nicht schreiben. Hinter mir die Sintflut, bei uns kommt der
Strom aus der Steckdose, gelle?
Auf derart dummdreiste Anfeindungen gehe ich nicht weiter ein.
Die Gefahr eines GAUs besteht natürlich immer, ist aber
mittlerweile bei modernen AKWs vernachlässigbar klein.
Bei Wahrscheinlichkeitsberechnungen fehlt leider immer die
Angabe des Zeitpunkts, wann das Ereignis eintreffen könnte:
das kann am Anfang, in der Mitte oder am Ende der Periode
liegen. Das „sicherste“ AKW kann also in den nächsten 5
Minuten hochgehen.
Richtig.
Da sch aber in unserer Welt alles auf Wahrscheinlichkeiten bezieht (es ist z.B. um ein Vielfaches wahrscheinlicher, mit einem Flugzeug abzustürzen oder von einem Blitz auf der Toilette erwischt zu werden, als durch einen AKW-Gau zu sterben), halte ich die Kernenergie durch ihr äußerst geringes Risiko für eine sinnvolle Lösung.
Der Strom in Europa kursiert ständig hin und her, je nachdem,
wo er gerade am günstigsten eingesetzt werden kann. Das wird
sich auch nicht ändern, wenn kein einziges AKW mehr steht.
Auch bei den Franzosen nimmt die Akzeptanz für Atomstrom ab.
Du windest Dich heraus.
Ich frage nochmal: woher wird der Strom für D kommen, wenn in
20 Jahren der letzte Reaktor abgeschaltet ist?
s.o.: Aus Wind-, Solar und Wasserkraft, Geothermie und
Biomasse. Sollte ich eins vergessen haben, schau noch mal in
dem Link nach.
Der Link besagt, daß diese Energieformen nicht ausreichen werden, um uns ausreichend mit Strom zu versorgen. Sei bitte nicht so stur und gehe wenigstens auf das allseits anerkannte Argument ein, daß alternative Energieformen nicht ausreichen werden.
Ich glaube nicht, daß die Entfilzung des französischen Polit-
und Wirtschaftsfilzes die Bevölkerung mit einem Schlag
sensibler für Stromerzeugungsmethoden macht.
Mit einem Schlag nicht, aber nach und nächer. Die Franzosen
begreifen ja auch wie wir Deutsche, wer die Korruption
letzlich bezahlt (und vor allen Dingen die Folgen der
Korruption durch falsche wirtschaftspolitische
Weichenstellungen): der Steuerzahler.
Fakt ist, daß es den meisten Franzosen im Endeffekt völlig
egal ist, woher ihr Strom kommt, hauptsache er ist billig.
Genauso ist es bei den meisten Deutschen.
Genau so wie das billige BSE- und MKS-Massenfleisch gefressen
wurde, bis der Verbraucher kapiert hat, daß alles seinen Preis
hat: auch die Gesundheit und das Überleben.
Wenn nicht ein Gau in D oder F passiert, wird es immer heißen, so etwas passiert nur im Ausland.
Und ich persönlich halte das weitegehend für wahr.
Wir lassen uns lediglich von ein paar wenigen saturierten,
gutsituierten Gutmenschen terrorisieren, die sonst keine
Probleme haben.
Wenn Du Argumente als Terror ansiehst, dann bitte. Erspare mir
lieber ein Werturteil.
Ich reagiere nur.
http://www.hans-josef-fell.de
Bei Gelegenheit.
Allerdings hätte ich zuvor gerne eine ordentliche Begründung
dafür, weswegen meine Argumentation bzgl. des aus dem Ausland
zu beziehenden Stromes ins Leere laufen würde.
Ja, wenn Du meine Links immer erst bei Gelegenheit liest, kann
ich Dir auch nicht helfen. Dann werde halt erst bei
Gelegenheit schlauer: trotzdem werde ich jetzt das Forum hier
nicht sprengen und in so ein Posting den Gesamttext kopieren.
Ich höre von Dir keine Fakten, nur unhöfliche Anfeindungen.
Ich werde immer dann ungehalten, wenn Menschen polemisieren
ohne Hintergrundinformationen. Ich lese z.B. die IWR-Letters
schon seit ca. 1 Jahr und Technik - sofern sie nicht
Unbeteiligte lebensgefährlich bedroht - hat mich schon immer
fasziniert, also länger als 40 Jahre.
Dann würde ich Dir empfehlen, auch mal die prozentualen Anteile Deiner Lösungsvorschläge am Gesamtbedarf auszurechnen.
Ich halte den IWR-Link für sehr interessant, aber es steht hier eindeutig, daß die angebotenen Energieformen niemals die gesamte Versorgung Deutschlands gewährleisten können.
Da ich zudem Kaufmann
bin, kenne ich die Gepflogenheiten des Marktes, um an Aufträge
zu kommen. Da ich zudem Hobbypolitiker war, kenne ich die
Gepflogenheiten hinter den Kulissen, wie man Schmiergelder
kassiert, ohne selbst damit etwas zu tun zu haben. Deshalb
betrachte ich immer Großindsutrien skeptisch, die mit wenig
Aufwand das ganz große Geschäft machen (z.B. Banken, s.
Berlin). Es gibt mehr Schweinereien in deutschen Landen als
sich mancher denkt.
Das stimmt. Nur sehe ich hier den Zusamenhang zu unserem Thema nicht.
Deine Argumentation gipfelt zur Stunde, ganz neutral, in dem
folgenden Ergebnis: nach Anschaltung der deutschen AKWs ist es
möglich, die Versorgungslücke durch regenerative
Energieerzeugungsformen und durch Kraft-Wärme-Kopplung zu
schließen.
Und das ist schlichtweg unwahr.
Nach 20 Jahre wird das schlichtweg wahr sein, sofern eine
schwarze Regierung nicht das neue Gesetz kippt. Rechne es halt
selber nach, wenn Du meinen Zahlen oben nicht traust. Aber den
Link dazu mußt Du halt lesen.
Ich habe Deine Rechnung beurteilt und wir falsch befunden.
Das war nichts weiter als ein netter Versuch, den ich Deiner Vergangenheit als Hobbypolitiker zuschreibe (nicht böse gemeint). In Deiner Eigenschaft als unbefangener Kaufmann solltest Du wissen, daß die Annahme einer derart linearen Steigerung höchstens gut ist für Manager am neuen Markt, nicht aber für Leute, die einigermaßen mitdenken.
Bitte gib mir Fakten! Überzeuge mich!
Ích will ja gerne glauben, daß wir ganz ohne Kernenergie
auskommen können!
s.o.: Weitere Fakten sind Länder, in denen es schon
funktioniert, z.B. Norwegen, die genügend Wasserkraft haben.
Das ist nicht vergleichbar, denn die paar Leute mit dem riesigen Plus an verfügbarer Wasserenerigie verglichen mit D zu versorgen, ist einfach.
Da wir nun nicht so viel Wasserfälle haben, haben wir andere
ungenutzte Energieformen (s.o. z.B. Wind), und die Technik
wird auch immer besser bzw effizienter.
Wir sehen an Deinem eigenen Link, daß Windnergie mit 2-3000 MWh in 2010 bei einem dann vermutlichen Bedarf von 550.000 - 600.000 MWh vernachlässigbar ist.
Nur sieht es momentan so aus, daß wir unsere Problem lediglich
zu unseren Nachbarn verlagern, sie aber trotzdem nicht aus der
Welt geschafft haben. Ja sogar die Gefahr der Technologie
maximiert haben.
Bei E-on widerlegt: Mix-it macht’s möglich! Der Verbraucher
entscheidet.
So kann aber niemals der gesamte Bedarf des Landes gedeckt werden.
Nur darum geht es doch!
Ich möchte mich bestiommt nciht an die Kernenergie klammern, wenn es Alternativen gibt.
Die haben wir aber nciht in ausreichendem Maße, also ist das alles nur Träumerei.
Ich bin ein rationaler Mensch und lehne es ab, meine Zukunft auf die vagen Einschätzungen von Leuten wie J. Trittin zu bauen.
Gruß Richard
p.s.: Tut mir leid, wenn ich manchmal selber polemisiere, das
liegt an meinem leidenschaftlichen Engagement für eine
ungefährliche und friedliche Zukunft für die Menschheit, nicht
nur für die Deutschen. Probleme auf Nachbarn verlagern wird
dann nicht mehr möglich sein, wenn Gesetze von nicht korrupten
Politikern entsprechend transparent gehandlet werden. Das muß
die EU überwachen und deshalb muß auch Tschechien mit ins
Boot, damit Temelin bald wieder abgeschaltet werden kann.
Das wäre gut. Nur kannst Du die Versorgungslücke, so leid mir das tut, argumentativ nicht schließen. Daran musst Du wohl noch arbeiten.
Folgt man Dir, gehen ab 2020-2025 hier erst mal die Lichter aus.
Grüße,
Mathias