Auf den Bruder aufpassen

Hallo,

das Thema ist wohl so alt wie die Menschheit:

Mein Sohn (fast 12) weigert sich beharrlich, auf seinen Bruder (grade 7 Jahre alt geworden) beim Spielen draußen aufzupassen.
Es soll ja nicht ständig um ihn herumlaufen, aber wenn er merkt, dass es brenzlig wird, soll er schon reagieren. Das lehnt er kategorisch ab, er meint, er ist nur für sich verantwortlich, sein Bruder sei ihm egal, und die Eltern müssen selbst auf den Kleinen aufpassen.

Eine recht egoistische Einstellung. Ich finde, mit fast 12 Jahren kann man auch Verantwortung übernehmen. Wie ist Ihre/eure Meinung ?

Gruss

Andreas

Auch Hallo,

Mein Sohn (fast 12) weigert sich beharrlich, auf seinen Bruder
(grade 7 Jahre alt geworden) beim Spielen draußen aufzupassen.

Vorpubertäre rebellieren halt und checken neue Grenzen ab. Finde ich legitim und sogar wichtig.

Es soll ja nicht ständig um ihn herumlaufen, aber wenn er
merkt, dass es brenzlig wird, soll er schon reagieren. Das
lehnt er kategorisch ab, er meint, er ist nur für sich
verantwortlich, sein Bruder sei ihm egal, und die Eltern
müssen selbst auf den Kleinen aufpassen.

Tja, wenn man Kinder verantwortungsbewusst erzieht, muss man damit rechnen, dass ihnen auch bewusst ist, was in meinem Verantwortungsbereich liegt :wink:

Eine recht egoistische Einstellung.

Das ist kategorisch ja nicht zu verurteilen, wenn sein sonstiges Sozialverhalten ok ist.

Ich finde, mit fast 12
Jahren kann man auch Verantwortung übernehmen.

Finde ich auch. Kommt aber darauf an, wie oft, für wen, und welche Konsequenzen getragen werden müssen, bzw. zu erwarten sind.

Wie ist
Ihre/eure Meinung ?

Ich denke ein großer Bruder kann ruhig Mal (von mir aus auch öfters Mal) auf den kleinen Bruder aufpassen.

Die Frage ist, wie immer, wie sehr wird das strapaziert?
Ich verstehe aber auch, dass er dazu nicht immer Bock hat.

Ich würde auch akzeptieren, dass dies (je nach Bruder -> Raufbold, leichtsinnig, selbstüberschätzend etc.) auch eine zu Große Last darstellen kann.

Je nach Entwicklungsstand macht der große Bruder auch Dinge, für die der kleine noch zu jung ist, oder dir auch nicht gefallen würde, wenn er es mitmacht.

Auch gibt es vielleicht private Gründe (mit Freundin oder Mädchen treffen), die dafür sprechen, den kleinen Anhang nicht dabei haben zu wollen.

Ich würde mit ihm sprechen und nach weiteren Gründen fragen, warum er das nicht will.

Außerdem kann ein 7-jähriger auch alleine draußen spielen.

O.k es ist beruhigend, wenn ein ‚Feuermelder‘ dabei ist, und Notfälle meldet. Aber man kann die Kinder nicht vor dem Leben schützen.

bye

Hi Andreas,

der Sohnemann hat mein vollstes Verständnis - für jeden Sch…, den meine Schwester (3 Jahre jünger als ich) gebaut hat, bekam ich die Dresche. War ja schließlich meine Verantwortung. Zum Dank hat sie mich regelmäßig verpfiffen, wenn sie was mitbekam, was die Eltern nicht unbedingt wissen sollten. Wir grüßen uns übrigens bis heute nicht.

Gruß Ralf

Hi!

Ich finde es selbstverständlich, daß Geschwister EINANDER im Auge behalten, wenn sie gemeinsam unterwegs sind, aber ich würde einem Zwölfjährigen niemals die AUFSICHT über einen Siebenjährigen anhängen.
Dein großer Sohn hat recht.

Nein, diese Einstellung ist nicht egoistisch, sondern realistisch. Auch der Große hat ein Recht darauf, sich draußen ohne weitere Verpflichtungen mit seinen Freunden zu treffen.

Davon abgesehen - welcher Siebenjäährige akzeptiert seinen fünf Jahre älteren Bruder als „Aufsichtsperson“ und läßt sich was von ihm sagen?

alien

Hallo,

ich lebte mit meinen Kindern in einer Tibetischen Exilgemeinde in Indien und da gehörte es ganz einfach zum normalen Leben, daß die größeren Kinder auf die Kleineren aufpaßten, Geschwister oder nicht. So lernte jedes Kind Verantwortung zu übernehmen und ein Gefühl von Gemeinsamkeit.
Ansonsten paßten auch immer alle Dorfbewohner auf die Kinder auf, die sich dadurch sehr frei bewegen konnten. Da wurden die Kinder sozusagen vom ganzen Dorf erzogen. Ich brauchte mir nie Sorgen zu machen darum wo meine Kinder gerade rumturnten, das war ein sehr gutes Gefühl.
Meine Kinder heute neun und zwölf (Mädchen) passen immer ganz ungefragt auf ihre kleineren Nichten und Neffen auf.
Ich habe neulich zum x-ten Mal den Film Ice Age mit meinen Kindern angesehen und da geht es um die „Herde“ und den Zusammenhalt der Herde bzw. auf uns bezogen , der Familie. Vielleicht solltest du dir den mal mit deinen Söhnen anschaun. Ich finde es sehr wichtig, daß auch Jungs das Gefühl entwickeln Verantwortung für andere Menschen zu übernehmen und zwar so früh wie möglich. Mich hat mein Leben lang gestört, daß es so viele Männer gibt, die meinen Kindererziehung etc. wäre alles Frauensache , sie hätten damit nichts zu tun. Dein Junge von heute ist der Ehemann von morgen…
Viel Erfolg,
Claudia

Hallo,

ich lebte mit meinen Kindern in einer Tibetischen Exilgemeinde
in Indien und da gehörte es ganz einfach zum normalen Leben,
daß die größeren Kinder auf die Kleineren aufpaßten,
Geschwister oder nicht.

Das ist aber eine ganz andere Situattion, wie hier, wo
EIN 12jähriger auf einen 7jährigen aufpassen soll.
Wenn das eine Gruppenaktivität ist und einfach so mitläuft,
ist das für den 12jährigen machbar, ohne dass er allein
die ganze Verantwort tragen muss.

Gruß
Elke

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Geschwisterliebe
In den Beiträgen ist schon fast alles geschrieben worden, was ich auch denke. Allerdings habe ich noch eine Kleinigkeit dazuzufügen.

Geschwisterliebe ist etwas, das nicht selbstverständlich ist, sondern wie jede andere Beziehung (oder vielleicht sogar ncoh mehr) gehegt und gepflegt werden muss. Und zwar durch die Eltern.

Dazu gehört, dass die Rollen unter den Geschwistern klar verteilt sind. Das wiederum setzt voraus, dass beispielsweise der Kleinere den Größeren als zusätzliche Autorität anerkennt. Die Rangordnung muss auch von den Eltern unterstützt und gepflegt werden.

Zu diesem Rollenverständnis gehört auch, dass die Beteiligten (Kinder) Rechte und Pflichten kennen. In einem geordneten Verhältnis kann es dann auch tatsächlich funktioniern, dass der Große den Kleineren freiwillig mitnimmt und die Verantwortung für ihn übernimmt.

Allerdings muss man sich dabei immer im Klaren sein, dass das Kinder sind, die NIEMALS die volle Verantwortung tragen können. So intelligent sollte jeder Erwachsene sein.

Viele Grüße, Claudia

Hi!

Oje, das ist ja fast schoin ein Reizwort…

Ich halte genau von so einer Rangordnung, in der es zwischen den Geschwistern eine unter- und übergeordnete Autorität gibt, gar nichts.

Ich habe mich immer bemüht, genau diese Entwicklung zu verhindern. Es lag aber auch nie in meiner Absicht zu erreichen, daß eines meiner Kinder die Verantwortung für ein andres übernimmt - jedenfalls nicht mehr, als im normalen Zusammenleben zwischen Gleichgestellten üblich ist.

alien

huhu,

ich versteh den Großen. Es gibt zwar Fälle, da haben die Großen nix dagegen, aber ich würde mich auch ärgern, wenn ich mit meinen Freunden spielen wollte und da müsste ich auf den Knirps gucken. Kinder möchten ungestört spielen. Und ich denke, das sollen sie auch dürfen.

Dennoch würde ich mit ihm Vereinbarungen treffen. Wenn er seinen Bruder mitnimmt und nach ihm guckt, muss er von euch denke ich eine kleine Anerkennung oder Dankeschön bekommen.
Der Kleine muss den großen allerdings akzeptieren. Und der Große den Kleinen respektieren.

Ich hab immer gerne auf meine Cousins aufgepasst, aber nur solange es freiwillig war. Als ich älter wurde, die Rasselbande größer und mehr fanden es die Erwachsenen selbstverständlich, uns Großen mit den Kleinen rauszuschicken. Mich hat es genervt dann, denn es war eine Verpflichtung, außerdem wollte ich bei den langweiligen Erwachsenengesprächen dabei sein *g*.
Gott sei Dank entdeckte mein Bruder seinen Spaß an den Kleinen, da die langsam alle Fußball spielen konnten. Daraus wuchs dann seine spätere Leidenschaft als Gruppenleiter bei Jugendfahrten. Allerdings lief das immer auf freiwilliger Basis. Meine Mutter sagte immer: „Wenn du nicht möchtest, sag es (deiner Tante, deinem Onkel…), du bist nicht verpflichtet, auf die aufzupassen! Mach es nur, wenn du das willst!“ Letztenendes hat es gut hingehauen. Aber ich würde deinen Sohn auf keinen Fall zwingen, auf den Kleinen aufzupassen, das kann nur nach hinten losgehen. Lieber eine Art Vereinbarung, wenn er es gut macht, evtl einen Euro Taschengeld mehr pro Monat!

lg, Dany

Das ist mir ein wenig zu einfach
Hallo Alien,

eventuell stört Dich der Begriff Rangordnung. Ich finde ihn eigentlich auch zu hart. Aber er ist plastisch, deshalb habe ich ihn gewählt.

Meine Meinung dazu ist, dass es eine Gleichstellung nirgendwo geben kann. Es ist doch schon von der Natur der Sache her völlig klar, dass das ältere Kind Vor- und Nachteile hat, allein dadurch, dass es das Ältere ist.

Ich habe mich immer bemüht, genau diese Entwicklung zu
verhindern.

Eine Entwicklung sollte man als Eltern nicht verhindern, sondern begleiten und leiten. Unsere Kinder sind doch darauf angewiesen, von uns Eltern geführt zu werden. Sie brauchen eine Ordnung, an der sie sich orientieren können. GEnau wie sie auch Grenzen brauchen, die sie stützen und leiten.

Aber Du hast Recht damit, dass es dadurch keine Ungerechtigkeit geben darf. Und Du hast REcht damit, dass man seine Kinder nicht dazu missbrauchen darf, die eigenen Aufgaben und die Verantwortung darauf abzuschieben.

Viele Grüße, Claudia

Hi!

Es ist nicht einfach, es ist ziemlich anstrengend. :wink:
Natürlich lassen sich (altersbedingte) Unterschiede nicht vermeiden, aber ich habe immer versucht, eben diese „naturgegebenen“ Vor- und Nachteile weitgehend auszugleichen. Nicht die Unterschiede, die sich aus dem Alter und der Reife des Kindes ergeben, sondern die, die sich angeblich aus der Geschwisterposition ergeben „müssen“.

Eine Entwicklung, die ich als Fehlentwicklung empfinde, versuche ich natürlich zu verhindern. Grundsätzlich sehe ich meine Aufgabe aber weniger darin, die Kinder zu leiten, als sie zu begleiten.

Grenzen sind das nächste Reizwort. *g* Ich setze keine Grenzen. Das Wesen einer Grenze ist, daß sie einfach bestehen.
Ich achte aber selbstverständlich darauf, daß meine Kinder ihre eigenen Grenzen und die andrer Menschen (be)achten.

alien

Ja!

Es ist nicht einfach, es ist ziemlich anstrengend. :wink:

Du hast ja so recht! Und die Erfolge sieht man leider nicht selber, sondern erlebt sie (fast immer) nur aus dritter Hand…

Grenzen sind das nächste Reizwort. *g* Ich setze keine
Grenzen. Das Wesen einer Grenze ist, daß sie einfach bestehen.
Ich achte aber selbstverständlich darauf, daß meine Kinder
ihre eigenen Grenzen und die andrer Menschen (be)achten.

Mir gefällt es, dass Eltern sich Gedanken um die Erziehung machen. Egal, wie jeder das Thema angeht. Meine Mama hat mir mal gesagt: Das wichtigste bei der Erziehung ist Liebe und Vorbild. So einfach ist es tatsächlich. Auch wenn es in der Praxis nicht ganz so leicht umzusetzen ist, weil der böse Alltag einem immer wieder dazwischen kommt :smile:

Viele Grüße, Claudia

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Hallo Andreas,

mein Bruder ist fast 6 Jahre jünger als ich. Ich mußte ihn quasi großziehen (nein, keine emotionale Fehleinschätzung, sondern auch Aussage aller Verwandten, und nein, meine Mutter hatte durchaus Zeit, aber keine Lust).

Damals waren wir Kinder oft in Gruppen draußen unterwegs, besuchten uns gegenseitig, spielten die üblichen Kinderspiele. Und ich hatte andauernd diesen nervigen, weil ja auch viel kleineren und daher weniger verständigen, altersmäßig nicht passenden Zwerg dabei.

Es war für uns beide schlecht. Unser Verhältnis war zu keiner Zeit gut, weder als Kinder, noch jetzt als Erwachsene, und ich denke, einer der Gründe liegt eben in dieser Geschichte.

Sicher möchtest du keine solche Intensivbetreuung durch deinen älteren Sohn, aber trotzdem finde ich, auch gelegentliches Aufpassen - und zwar letzten Endes ohne eigene Verantwortung, denn dafür ist dein Zwölfjähriger einfach zu jung - sollte von den Eltern nicht als selbstverständlich betrachtet werden. Man kann die älteren Geschwister natürlich darum bitten, aber es sollte dann auch honoriert werden (nicht zwingend mit Geld, ein Lob und/oder ein Stück Schoki tun’s auch *g*).

So halte ich es mit meinen Kindern übrigens auch. Wenn der Jüngste (fast 6) Mist baut, während er mit den Geschwistern (kurz !) alleine ist, nehme ich das alleine auf meine Kappe, denn das war mein Risiko.

Viele Grüße,
Inselchen

Geschwisterliebe

Hallo Andreas,

Deine Frage ist gut und richtig beantwortet worden.

Ich möchte dazu lediglich anmerken, daß das Verhältnis der Kinder zueinander ein zentraler Aspekt der Kindererziehung ist, weil es zumeist lebenslang (gut oder schlecht) bleibt und weil es so gut wie ganz von der Erziehungsarbeit der Eltern bestimmt wird.

Du schreibst, daß Deinem 12-Jährigen sein kleiner Bruder gleichgültig ist und kritisierst das als egoistische Einstellung. Ich fürchte, da könnte bereits Hopfen und Malz verloren sein. Überlege Dir mal, was Du anders machen würdest, wenn jetzt noch ein Kind dazukäme?

Gruß

Ze

konkretes Beispiel
Hallo,

vor wenigen Minuten passiert:

beide Kinder spielen draußen, totz Warnung, mit einer bekannt-berüchtigten 14jährigen, die oft gewalttätig wird und andere Kinder schlägt und bespuckt (auch wesentlich kleinere).

Der Große kommt rein, erzählt, dass es wieder Ärger gegen hat, sie hat einen anderen Jungen so geschlagen, dass er weinte. Dann geht er hoch und bespricht mit seiner Mutter in aller Seelenruhe, was für Klamotten er braucht, er will heute bei seinem Freund schlafen.

Kein Wort von seinem Bruder, der noch draußen ist. Ich selber sitze mit Durchfall auf der Toilette.

Als ich nach dem kleinen Bruder frage, heißt es: der ist in Gefahr, den mußt du holen.

Der Große macht nichts, die Mutter macht nichts, und als ich sie darauf anspreche (ich hatte herausgefunden, dass der Kleine inzwischen zu bei einem Nachbarjungen gegangen war) heißt es: dann hättest Du ja gehen können.

Wie denn ? Mit heruntergelassener Hose ? Ich kann so ein Verhalten jedenfalls nicht verstehen.

Gruss

Andreas

Hi,

irgendwie ist die Geschichte sehr dubios. Im Moment lese ich aus Deinen Beschreibungen vor allem, daß ein eklatantes Mißverhältnis in der Warnehmung von Dir und der Mutter (Deine Frau oder Partnerin?) besteht. Es klingt auch durch, daß in sich in Eurer Familie eine Front aufbaut (bzw. besteht): Du und der Kleine gegen die Mutter und den Großen. In einer solchen situation auf einem Zwölfjährigen herum zu hacken empfinde ich als hochgradig unfair!
Kläre zuerst mit der Mutter wie Ihr mit Euren Kindern umgehen wollt bevor Du Ansprüche an Deinen Sohn stellst. Er ist hier wirklich die falsche Adresse.

Was ich aber auch nicht verstehe: wieso befand sich der Kleine in Gefahr? Ist er nicht in der Lage sich vor einer 14jährigen in Sicherheit zu bringen? Warum hat er sich denn zu einem Freund und nicht zu Euch gerettet? Und auch ein Neunjähriger kann schon ein wenig Verantwortung für sich selbst übernehmen: wenn er mit der Vierzehnjährigen spielt muß er auch mit den Folgen leben können. Dafür ist nicht sein Bruder verantwortlich (und auch nicht seine Mutter, die offensichtlich keine große Gefahr erkannte).

Wie wäre es mit einer profesionellen, externen Beratung für Dich und die Mutter der Jungens? Das ist der einzige Rat, der mir da noch einfällt…

Gruß Stefan

vor wenigen Minuten passiert:

beide Kinder spielen draußen, totz Warnung, mit einer
bekannt-berüchtigten 14jährigen, die oft gewalttätig wird und
andere Kinder schlägt und bespuckt (auch wesentlich kleinere).

Der Große kommt rein, erzählt, dass es wieder Ärger gegen hat,
sie hat einen anderen Jungen so geschlagen, dass er weinte.
Dann geht er hoch und bespricht mit seiner Mutter in aller
Seelenruhe, was für Klamotten er braucht, er will heute bei
seinem Freund schlafen.

Kein Wort von seinem Bruder, der noch draußen ist. Ich selber
sitze mit Durchfall auf der Toilette.

Als ich nach dem kleinen Bruder frage, heißt es: der ist in
Gefahr, den mußt du holen.

Der Große macht nichts, die Mutter macht nichts, und als ich
sie darauf anspreche (ich hatte herausgefunden, dass der
Kleine inzwischen zu bei einem Nachbarjungen gegangen war)
heißt es: dann hättest Du ja gehen können.

Wie denn ? Mit heruntergelassener Hose ? Ich kann so ein
Verhalten jedenfalls nicht verstehen.

Gruss

Andreas

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Hallo

Sage uns mal was über die Familienverhältnisse.

Ist der große Bruder z.B. Dein Stiefsohn?

Ze

Hi!

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, was Du erwartet hast? Daß er den Kleinen mit reinnimmt, womöglich gegen dessen Willen? Grundsätzlich kann ein Siebenjähriger doch wirklich für sich entscheiden, wann er sich zurückzieht.

Nachdem die Mutter auch keinen Grund zum Einschreiten sah - könnte es sein, daß Du übertreibst?

alien

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Hallo Claudia,

Du hast ja so recht! Und die Erfolge sieht man leider nicht
selber, sondern erlebt sie (fast immer) nur aus dritter
Hand…

Auch manchmal aus erster „g“

Mir gefällt es, dass Eltern sich Gedanken um die Erziehung
machen. Egal, wie jeder das Thema angeht. Meine Mama hat mir
mal gesagt: Das wichtigste bei der Erziehung ist Liebe und
Vorbild. So einfach ist es tatsächlich.

Stimmt,viel viel…Liebe

Auch wenn es in der

Praxis nicht ganz so leicht umzusetzen ist, weil der böse
Alltag einem immer wieder dazwischen kommt :smile:

Stimmt,wenn ich gereizt bin durch Arbeit oder so,bin ich leider auch ungerecht,aber hauptsache die Kinder wissen, das wir sie Lieben.Das ist das wichtigste.

Liebe Grüsse Sabine

Hi Andreas,

Hallo,

abgesehen davon, dass die Erziehungsberechtigten
auch die Aufsichtspflicht haben, beide Kinder
haben ein Recht auf Privatsphäre.
So, nun zu deinem Folgenden:

beide Kinder spielen draußen, totz Warnung,

also der Kleine wußte, dass er nicht sollte.

mit einer bekannt-berüchtigten 14jährigen, die oft gewalttätig
wird und andere Kinder schlägt und bespuckt (auch wesentlich
kleinere).

So, wenn du das gewusst hast, wo waren der/die Erziehungs
berechtigten? Ein 12jähriger, der sich ja wohl auch nicht wirklich
wehren kann, ist meines Wissens nicht geeignet, die Aufsicht
zu führen bzw Sicherheit zu gewährleisten.

Der Große kommt rein, erzählt, dass es wieder Ärger gegen hat,

Und hier hat er schon verantwortungsbewusst gehandelt.
In jedem Hilfe-/Selbstverteidigungskurs lernt man heute, dass
Eigenschutz vorrang hat.

sie hat einen anderen Jungen so geschlagen, dass er weinte.

Das geht euch normalerweise nix an, sondern dessen Erziehungsberech-
tigte.

Dann geht er hoch und bespricht mit seiner Mutter in aller
Seelenruhe, was für Klamotten er braucht, er will heute bei
seinem Freund schlafen.

Ja und? Der Junge hat genau das getan, was ihm jeder Polizist/
Feuerwehrmann/Sanitäter raten würde: bring dich selbst in
Sicherheit wenn du nicht eingreifen kannst.

Kein Wort von seinem Bruder, der noch draußen ist.

Bist du dir sicher, dass er nicht versucht hatte, seinen Bruder
zum Hochkommen zu überreden? Aber wie gesagt, wenn ihr schon
gewusst habt, dass da öfter jemand ist, der randaliert, dann
haben die Erziehungsberechtigten auch die Aufsichtsplicht.

Ich selber sitze mit Durchfall auf der Toilette.

Aber nicht den ganzen Tag bzw immer.
(im übrigen: gute Besserung)

Als ich nach dem kleinen Bruder frage, heißt es: der ist in
Gefahr, den mußt du holen.

Was hätte der Große machen sollen?

Der Große macht nichts, die Mutter macht nichts, und als ich
sie darauf anspreche (ich hatte herausgefunden, dass der
Kleine inzwischen zu bei einem Nachbarjungen gegangen war)
heißt es: dann hättest Du ja gehen können.

Schon krass, wenn der Zwerg, statt mit dem Bruder, mit dem
Freund abtigert (liest für mich, als wenn der Kleine gar nicht
vom Großen beaufsichtigt werden will.

Wie denn ? Mit heruntergelassener Hose ?

Nu ja. Muss ja einige Zeit vergangen sein.

Ich kann so ein Verhalten jedenfalls nicht verstehen.

Gehst du freiwillig mit dem Kleinen raus, jeden Tag?

Gruss

retour

Andreas

D.