Hi!
Wer ist „man“?
Der, welcher einen solchen Anschlag plant.
Glaubst du, die Kameras hängen da nur zum Spass
rum. Du bist sicherlich der Meinung, dass es nicht mehr
kriminelle Aktivitäten geben wird, wenn keine Kameras dort
hängen.
Ich glaube nicht, dass sich etwas wesentlich verändert.
Dazu komme ich gleich noch mit einem netten Beispiel aus Essen.
Sicherlich. Wo denn z.B.? Welcher Stadtbahnhof ist denn
komplett überwachungsfrei?
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Wo habe ich etwas von STADTbahnhöfen gesagt?
Wenn ich im recht kleinen Bahnhof in einem Duisburger Stadtteil jeden Tag zweimal umsteige, machen das mit mir jeweils ca. 150 Menschen. Dort gibt es keine Kameras.
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Der Essener Bahnhof ist meines Wissens überwacht. Wenn Du mal viel Zeit hast, empfehle ich Dir, Dich an den Hintereingang zu stellen und die Drogengeschäfte dort zu beobachten…
Regelmäßig schlägt dort die Polizei auf um auf Hinweise der Bürger (!!!) die Leute dort einzusammeln.
Du willst doch keine Überwachung.
Ich will keine ständige maschinelle Überwachung, die sich nicht auf das Wesentliche konzentrieren kann, wie es ein Mensch nun mal halt kann.
Warum ist wohl die Polizei
präsent?
Um den Bürger zu schützen. Kann eine Kamera schnell von der Verankerung hüpfen und eingreifen?
Machen Arbeitslose und Hartz4-Empfänger oder was glaubst du?
Meinst du im ernst, dass Personen, die diese Bilder auswerten,
über kein Sachverständnis verfügen?
Ich meine, dass es schlicht nicht möglich ist, mit der vorhandenen eingesetzten Technik eine gute Auswertung zu garantieren. Und es gibt bereits Beispiele, dass die falschen Leute kassiert wurden.
Theoretisch ist es auch möglich, dass sich ein Elefant, über
einem Abrund schwebend, an einem Gänseblümchen festhält.
Ist es das?
Bei den gigabyteweise täglich
anfallenden Daten wird es sehr eng, diese wegzuschaufeln und
zu speichern. Seltsamerweise zeichnen jedoch die meisten immer
noch analog auf und speichern nicht mehr als 24h.
Analoges aufzeichnen ist also kein Speichern?
Nebenbei: Würden die Daten nur 24 Std. festgehalten und dann entsorgt, wie will man dann venünftig auswerten, wenn ein Attentäter mit einer Vorlaufzeit von einer Woche plant?
Mmh, das mit dem Verständnis holen wir später nach. Eine
Kamera auf einem Platz, wo sich keiner bewegt, macht wohl
wenig Sinn.
Wenn ich Dich falsch verstanden habe, tut es mir leid, aber es kam so rüber, dass die Plätze WEGEN der Überwachung hoch frequentiert sind.
Diese Überwachung gibt es schon länger, als von
Terrorismus gefaselt wurde. Man hat wohl festgestellt, dass
Menschen, die sich beobachtet fühlen, anders verhalten, auch
weniger kriminell (Beobachtungsdruck).
So, wie in Essen am Bahnhof?
Und seltsamerweise
fühlen sich Menschen auch sicherer, wenn sie beobachtet
wurden.
Ich fühle mich sicherer, wenn ich Menschen in meiner Umgebung weiß, die mir im Notfall helfen können (z.B. Polizisten), aber nicht, wenn irgendeine Kamera eine Umgebung filmt.
Eher an die, die sich permanent verfolgt fühlen. Die sich über
biometrische Daten im Reisepass aufregen, obwohl sie weder
einen besitzen oder vielleicht nur alle paar Jahre mal
benutzen und dann rumtönen, dass sich prima damit Profile
anlegen lassen, obwohl man auch ohne diese biometrische Daten
bekannt ist. Die sich über Überwachung und Verfolgung der
Bewegung aufregen, aber gleichzeitig mit Kreditkarte bezahlen
und Payback-Punkte sammeln. Die nur Mails mit 2048-Bit
RSA-verschlüsselt versenden. Diejenigen, die ein solches
Geheimnis um sich machen, dass sie Aufmerksamkeit erregen…
Was hat das jetzt mit dem Thema zu tun?
Mal etwas ganz Anderes: Islamische Terroristen terrorisieren doch auch bevorzugt mit Selbstmordattentaten. Glaubst Du, dass es sie interessiert, wenn sie dabei gefilmt werden?!
Gruß
Guido