Augen von London

Bianca,

Liegt Dir etwa nichts an der Verbesserung der Aufklärungsmethoden?

Wundermittelchen die gegen ´alles´ helfen sollen, der Ruf danach zerstört jeden Dialog darüber schon im Ansatz. Wer das erhofft, der kann sich letztlich selbst nicht wirklich ernst nehmen. Der bricht auch den Dioalog mit sich selbst ab. Primär ist doch nur von der Aufklärung von Straftaten die Rede. Dank der Tatsache, dass diese Methoden immer genauer werden, ist die Aufklärungsquote gestiegen. Besser als nix.

guvo

Hallo,

guvo!

Ich les das jetzt nicht alles durch. Vielleicht wiederhol ich also etwas längst Gepostetes.
Mir scheint, es wird übersehen, dass die Kameras ja nicht nur aufnehmen, sondern auch - für begrenzte Zeit - das Aufgenommene speichern. Für die Aufklärung von Anschlägen und (auf niedrigerer Ebene) Übergriffen sind doch gerade diese Aufnahmen dann wertvoll.
Weil potentielle Täter das wissen, werden sie, wenn es sich nicht gerade um Selbstmordattentäter handelt, ja vielleicht abgeschreckt, so dass auf diese Weise die Kameras doch der Prävention dienen. Die gewöhnliche Kriminalität ist jedenfalls an den durch Kameras überwachten Schwerpunkten nachweislich zurückgegangen.
Gruß!
Hannes

Hallo,

Liegt Dir etwa nichts an der Verbesserung der
Aufklärungsmethoden?

[…]

Primär ist doch nur von der Aufklärung von Straftaten die Rede.

Nein. Es geht bei der Videoüberwachung stets um „Prävention“. Siehe dazu diverse Reden diverser Landes- und Bundesinnenminister.

Dank der Tatsache, dass diese Methoden immer genauer werden, ist
die Aufklärungsquote gestiegen. Besser als nix.

Ein Blick in die Kriminalstatistik zeigt:

Die Aufklärungsrate für Tötungsdelikte lag bereits vor der Einführung von Überwachungskameras an jeder Ecke bei deutlich über 95%. Durch die flächendeckende Überwachung wurde sie lediglich um gut 1% gesteigert.

Mir ist dieses magere Ergebnis nicht die faktische Abschaffung der Bürgerrechte wert.

Übrigens finden die allermeisten Taten innerhalb des Verwandten- bzw. engsten Bekanntenkreises statt (rund 90%).

Die hohe Aufklärungsquote kommt nicht zuletzt daher, dass in Deutschland so verdammt wenige Menschen Opfer von Mord und Totschlag werden. Es gibt überhaupt keinen Grund, in Panik zu geraten.

Gruß

Fritze

H@llo Fritz

Durch die flächendeckende Überwachung wurde sie
lediglich um gut 1% gesteigert. Mir ist dieses magere Ergebnis
nicht die faktische Abschaffung der Bürgerrechte wert.

Akzeptiert. Verweigere jedoch meine Zustimmung, sorry.

Die hohe Aufklärungsquote kommt nicht zuletzt daher, dass in
Deutschland so verdammt wenige Menschen Opfer von Mord und
Totschlag werden. Es gibt überhaupt keinen Grund, in Panik zu
geraten.

Deine Befürchtung, dass die Bürgerrechte faktisch abgeschaffen würden, ist weder zutreffend noch ist die Befürchtung angemessen. Ich solidarisiere mich statt dessen mit den bisherigen und den potentiellen Opfern. Egal wo, in London, Madrid oder sonstwo.

Von Panikmache kann keine Rede sein, weil die besondere Qualität der Gefahr (möglichst viele Tote) anhält, solange es totalitäre Psychopathen mit sozialem Hintergründen gibt. Je länger die von ihren religiösen Glaubensbrüdern fatalistisch gedeckt werden, desto akuter die Gefahr. Die Überwachung öffentlicher Anlagen dürfte jedenfalls die Rückverfolgung erleichtern.

guvo

Hallo,

Die gewöhnliche Kriminalität ist jedenfalls
an den durch Kameras überwachten Schwerpunkten nachweislich
zurückgegangen.

Das erstaunliche ist, dass das überall da, wo man es tatsächlich mal untersucht hat, gerade nicht der Fall ist. Es zeigt sich, dass zunächst eine Verdrängung in benachbarte, unüberwachte Gebiete stattfindet, sich dann aber ein „Gewöhnungsfaktor“ einstellt und die Kriminalitätsrate wieder nahezu auf den alten Stand ansteigt.

Wobei man auch hier klar sagen muss, dass es sich bei der Kriminalität nicht um Mord und Totschlag, sondern im wesentlichen um Drogen- und Diebstahldelikte handelt.

Leider bleibt uns unsere Regierung den Nachweis zur Wirksamkeit diverser Einschränkung der Bürgerrechte schuldig. Es gibt schlicht keinerlei Statistik darüber, wie effektiv z.B. die Telefonüberwachung, Lauschangriffe, Videoüberwachung, etc. eigentlich sind.

Etliche Kriminologen meinen, wenn man überhaupt einen positiven Effekt des massiven Ausbaus der Videoüberwachung ausmachen möchte, dann allenfalls den, dass er ein paar Arbeitsplätze in der Videoüberwachungsanlagenindustrie sichert.

Gruß

Fritze

Hallo,

Deine Befürchtung, dass die Bürgerrechte faktisch abgeschaffen
würden, ist weder zutreffend noch ist die Befürchtung
angemessen.

Der Großbritische Innenminister hat es aber selbst öffentlich und wiederholt gesagt, dass er die Bürgerrechte für nicht mehr zeitgemäß halte und sie für eine effektive Terrorbekämpfung abgeschafft werden sollten.

Ein zentraler, wenn nicht sogar der wichtigste Grundsatz von Rechtsstaaten ist, dass man dem Täter seine Tat und Schuld nachweisen muss, und nicht umgekehrt, jeder Bürger permanent seine Unschuld beweisen muss. Und genau das wird mit flächendeckender Überwachung erreicht.

Wobei auch schon die ersten Gummiparagraphen, wie sie sich ein Diktator nicht besser wünschen könnte, in das deutsche Strafgesetzbuch übernommen werden. Siehe §202c. Es gilt also wieder das Motto nach Kardinal Richelieu: „Man gebe mir sechs Zeilen, geschrieben von dem redlichsten Menschen, und ich werde darin etwas finden, um ihn aufhängen zu lassen.“

Ich solidarisiere mich mit den tatsächlichen und potentiellen Opfern von Willkürherrschaft und staatlicher Repression. Egal, ob in Berlin, London, Madrid oder sonstwo.

Gruß

Fritze

Fritze,

Ich solidarisiere mich mit den tatsächlichen und potentiellen
Opfern von Willkürherrschaft und staatlicher Repression. Egal,
ob in Berlin, London, Madrid oder sonstwo.

Gut so! Nun ist es unsere Verantwortung, die Sicherung der Grundrechte (sowohl Bürger- als auch Menschenrechte) in ´Relation´ zueinander stellen. Nicht ´Absolut´, das würde sich ausschließen, leider.

guvo

Wie viele davon wurden in den letzten Jahre durch die Kameras
aufgeklärt, also nachdem „man“ sich darauf einstellen konnte?

Wer ist „man“? Glaubst du, die Kameras hängen da nur zum Spass rum. Du bist sicherlich der Meinung, dass es nicht mehr kriminelle Aktivitäten geben wird, wenn keine Kameras dort hängen.

Da ich sehr viel mit öffentlichen Verkehrsmittel unterwegs
bin, kann ich von eigenen Erfahrungen berichten, und die
sagen: Es gibt genug verwahrloste Bahnhöfe MIT
Videoüberwachung und viele, die sich in den letzten Jahren
auch OHNE Videoüberwachung deutlich verbessert haben.

Sicherlich. Wo denn z.B.? Welcher Stadtbahnhof ist denn komplett überwachungsfrei?

Polizei ist ja dann auch unerwünscht, übt diese doch eine
Überwachungsfunktion aus.

Wer sagt das?

Du willst doch keine Überwachung. Warum ist wohl die Polizei präsent?

und sich dementsprechend
verhält.

Ja und?

Bei einer Videoüberwachung weiß ich eben nicht, wer die Teile
auswertet und was mit den Aufzeichnungen geschieht. Die

Machen Arbeitslose und Hartz4-Empfänger oder was glaubst du? Meinst du im ernst, dass Personen, die diese Bilder auswerten, über kein Sachverständnis verfügen?

Speicherung der Daten und der damit verbundene theoretisch
mögliche Missbrauch Dritter ist dabei ein wesentlicher, wenn
nicht DER wesentliche Punkt meiner Kritik.

Theoretisch ist es auch möglich, dass sich ein Elefant, über einem Abrund schwebend, an einem Gänseblümchen festhält. Wo sind die praktischen Beispiele? Bei den gigabyteweise täglich anfallenden Daten wird es sehr eng, diese wegzuschaufeln und zu speichern. Seltsamerweise zeichnen jedoch die meisten immer noch analog auf und speichern nicht mehr als 24h.

In Deutschland gibt es schon zahlreiche überwachte Plätze.
Vorzugsweise sind diese sehr belebt.

Mache hier bitte nicht die Ursache zur Wirkung! Dass die
Plätze sehr belebt sind, war in der Regel auch schon so, BEVOR
die Kameras installiert waren.

Mmh, das mit dem Verständnis holen wir später nach. Eine Kamera auf einem Platz, wo sich keiner bewegt, macht wohl wenig Sinn. Diese Überwachung gibt es schon länger, als von Terrorismus gefaselt wurde. Man hat wohl festgestellt, dass Menschen, die sich beobachtet fühlen, anders verhalten, auch weniger kriminell (Beobachtungsdruck). Und seltsamerweise fühlen sich Menschen auch sicherer, wenn sie beobachtet wurden.

Also Vorsicht, DIE wollen nur DICH.

Das wäre eigentlich die ideale Warnung für alle
Terrorangstgeschädigten…

Eher an die, die sich permanent verfolgt fühlen. Die sich über biometrische Daten im Reisepass aufregen, obwohl sie weder einen besitzen oder vielleicht nur alle paar Jahre mal benutzen und dann rumtönen, dass sich prima damit Profile anlegen lassen, obwohl man auch ohne diese biometrische Daten bekannt ist. Die sich über Überwachung und Verfolgung der Bewegung aufregen, aber gleichzeitig mit Kreditkarte bezahlen und Payback-Punkte sammeln. Die nur Mails mit 2048-Bit RSA-verschlüsselt versenden. Diejenigen, die ein solches Geheimnis um sich machen, dass sie Aufmerksamkeit erregen…

Hallo,

Der Großbritische Innenminister hat es aber selbst öffentlich
und wiederholt gesagt, dass er die Bürgerrechte für nicht mehr
zeitgemäß halte und sie für eine effektive Terrorbekämpfung
abgeschafft werden sollten.

Verwechselst du jetzt heimliche Überwachung der Privatsphäre mit öffentlicher Überwachung?

Bei den gigabyteweise täglich
anfallenden Daten wird es sehr eng, diese wegzuschaufeln und
zu speichern. Seltsamerweise zeichnen jedoch die meisten immer
noch analog auf und speichern nicht mehr als 24h.

Hört, hört!

Durch diese Info dürften sich gängige Bedenkenklischees um so schneller verflüchtigen. Dafür auf diesem Weg einen Stern als Dank. Leider ist auf diesem Brett die Vergabemöglichkeit nicht eingestellt. Sorry.

guvo

Hallo,

Der Großbritische Innenminister hat es aber selbst öffentlich
und wiederholt gesagt, dass er die Bürgerrechte für nicht mehr
zeitgemäß halte und sie für eine effektive Terrorbekämpfung
abgeschafft werden sollten.

Verwechselst du jetzt heimliche Überwachung der Privatsphäre
mit öffentlicher Überwachung?

Nein.

Hallo,

Verwechselst du jetzt heimliche Überwachung der Privatsphäre
mit öffentlicher Überwachung?

Nein.

Nun ja, selbst Bürgerrechtler sind nicht in der Lage, die Beschneidung der Bürgerrechte klar zu formulieren. Stattdessen wendet man die Sprache des Innenministers an und spricht von „Unschuldsvermuitung“, aber nicht etwa schon vor 10 Jahren, als die Kameras eingeführt wurden, sondern sie gehen eben mit der Zeit, sozusagen adaptive Formulierung der Einschränkung der Bürgerrechte in Bezug auf die Sprache des Innenministers.

Hi!

Wer ist „man“?

Der, welcher einen solchen Anschlag plant.

Glaubst du, die Kameras hängen da nur zum Spass
rum. Du bist sicherlich der Meinung, dass es nicht mehr
kriminelle Aktivitäten geben wird, wenn keine Kameras dort
hängen.

Ich glaube nicht, dass sich etwas wesentlich verändert.
Dazu komme ich gleich noch mit einem netten Beispiel aus Essen.

Sicherlich. Wo denn z.B.? Welcher Stadtbahnhof ist denn
komplett überwachungsfrei?

  1. Wo habe ich etwas von STADTbahnhöfen gesagt?
    Wenn ich im recht kleinen Bahnhof in einem Duisburger Stadtteil jeden Tag zweimal umsteige, machen das mit mir jeweils ca. 150 Menschen. Dort gibt es keine Kameras.

  2. Der Essener Bahnhof ist meines Wissens überwacht. Wenn Du mal viel Zeit hast, empfehle ich Dir, Dich an den Hintereingang zu stellen und die Drogengeschäfte dort zu beobachten…
    Regelmäßig schlägt dort die Polizei auf um auf Hinweise der Bürger (!!!) die Leute dort einzusammeln.

Du willst doch keine Überwachung.

Ich will keine ständige maschinelle Überwachung, die sich nicht auf das Wesentliche konzentrieren kann, wie es ein Mensch nun mal halt kann.

Warum ist wohl die Polizei
präsent?

Um den Bürger zu schützen. Kann eine Kamera schnell von der Verankerung hüpfen und eingreifen?

Machen Arbeitslose und Hartz4-Empfänger oder was glaubst du?
Meinst du im ernst, dass Personen, die diese Bilder auswerten,
über kein Sachverständnis verfügen?

Ich meine, dass es schlicht nicht möglich ist, mit der vorhandenen eingesetzten Technik eine gute Auswertung zu garantieren. Und es gibt bereits Beispiele, dass die falschen Leute kassiert wurden.

Theoretisch ist es auch möglich, dass sich ein Elefant, über
einem Abrund schwebend, an einem Gänseblümchen festhält.

Ist es das?

Bei den gigabyteweise täglich
anfallenden Daten wird es sehr eng, diese wegzuschaufeln und
zu speichern. Seltsamerweise zeichnen jedoch die meisten immer
noch analog auf und speichern nicht mehr als 24h.

Analoges aufzeichnen ist also kein Speichern?
Nebenbei: Würden die Daten nur 24 Std. festgehalten und dann entsorgt, wie will man dann venünftig auswerten, wenn ein Attentäter mit einer Vorlaufzeit von einer Woche plant?

Mmh, das mit dem Verständnis holen wir später nach. Eine
Kamera auf einem Platz, wo sich keiner bewegt, macht wohl
wenig Sinn.

Wenn ich Dich falsch verstanden habe, tut es mir leid, aber es kam so rüber, dass die Plätze WEGEN der Überwachung hoch frequentiert sind.

Diese Überwachung gibt es schon länger, als von
Terrorismus gefaselt wurde. Man hat wohl festgestellt, dass
Menschen, die sich beobachtet fühlen, anders verhalten, auch
weniger kriminell (Beobachtungsdruck).

So, wie in Essen am Bahnhof?

Und seltsamerweise
fühlen sich Menschen auch sicherer, wenn sie beobachtet
wurden.

Ich fühle mich sicherer, wenn ich Menschen in meiner Umgebung weiß, die mir im Notfall helfen können (z.B. Polizisten), aber nicht, wenn irgendeine Kamera eine Umgebung filmt.

Eher an die, die sich permanent verfolgt fühlen. Die sich über
biometrische Daten im Reisepass aufregen, obwohl sie weder
einen besitzen oder vielleicht nur alle paar Jahre mal
benutzen und dann rumtönen, dass sich prima damit Profile
anlegen lassen, obwohl man auch ohne diese biometrische Daten
bekannt ist. Die sich über Überwachung und Verfolgung der
Bewegung aufregen, aber gleichzeitig mit Kreditkarte bezahlen
und Payback-Punkte sammeln. Die nur Mails mit 2048-Bit
RSA-verschlüsselt versenden. Diejenigen, die ein solches
Geheimnis um sich machen, dass sie Aufmerksamkeit erregen…

Was hat das jetzt mit dem Thema zu tun?

Mal etwas ganz Anderes: Islamische Terroristen terrorisieren doch auch bevorzugt mit Selbstmordattentaten. Glaubst Du, dass es sie interessiert, wenn sie dabei gefilmt werden?!

Gruß
Guido

Bestrafe mal einen Selbstmordattentäter :smile:

Bianca,

Liegt Dir etwa nichts an der Verbesserung der
Aufklärungsmethoden?

Was willst Du mit einem aufgeklärten Selbstmordattentat machen? den Attentäter einsperren? Am besten lebenslänglich :wink:

So einen Schwachsinn hört man selten.

Nick

Hallo,

Wer ist „man“?

Der, welcher einen solchen Anschlag plant.

Auf eine Bank? Du kommst wohl etwas ab.

Ich glaube nicht, dass sich etwas wesentlich verändert.

Dann wären sie ja überflüssig. Unterbreite doch deine Studie den vielen Banken und Postfilialien, untermaure diese mit Fakten, dass sie sich eine Menge Geld sparen könnten.

Sicherlich. Wo denn z.B.? Welcher Stadtbahnhof ist denn
komplett überwachungsfrei?

  1. Wo habe ich etwas von STADTbahnhöfen gesagt?

Du meinst Dorfbahnhöfe, also Gegenden, für die sich eh kaum jemand interessiert und die in keiner Kriminalstatistik auftauchen.

Wenn ich im recht kleinen Bahnhof in einem Duisburger
Stadtteil jeden Tag zweimal umsteige, machen das mit mir
jeweils ca. 150 Menschen. Dort gibt es keine Kameras.

In welchem Stadtteil?

  1. Der Essener Bahnhof ist meines Wissens überwacht. Wenn Du
    mal viel Zeit hast, empfehle ich Dir, Dich an den
    Hintereingang zu stellen und die Drogengeschäfte dort zu
    beobachten…

Wird der Hintereingang überwacht?

Regelmäßig schlägt dort die Polizei auf um auf Hinweise der
Bürger (!!!) die Leute dort einzusammeln.

Und das hat dir wer mitgeteilt? Das können auch einfach routinemäßige Überwachungsrundgänge sein.

Ich will keine ständige maschinelle Überwachung, die sich
nicht auf das Wesentliche konzentrieren kann, wie es ein
Mensch nun mal halt kann.

Macht doch keiner. Maschinelle Überwachung konzentriert sich auf das wesentliche nämlich Gesichtsmerkmale. Alles andere dient der Aufklärung und der Prävention.

Warum ist wohl die Polizei
präsent?

Um den Bürger zu schützen. Kann eine Kamera schnell von der
Verankerung hüpfen und eingreifen?

Also überwacht die Polizei genauso die Bürger.

Ich meine, dass es schlicht nicht möglich ist, mit der
vorhandenen eingesetzten Technik eine gute Auswertung zu
garantieren. Und es gibt bereits Beispiele, dass die falschen
Leute kassiert wurden.

Das ist auch ohne Technik möglich. Nämlich durch Irrtümer und Falschaussagen. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

Bei den gigabyteweise täglich
anfallenden Daten wird es sehr eng, diese wegzuschaufeln und
zu speichern. Seltsamerweise zeichnen jedoch die meisten immer
noch analog auf und speichern nicht mehr als 24h.

Analoges aufzeichnen ist also kein Speichern?

Gegenteiliges hat keiner behauptet, nur eignen sich diese Daten kaum zur Weiterverarbeitung. Schon mal gesehen, in welchem Rhythmus Kameras auf öffentlichen Plätzen oder in Banken aufzeichnen?

Nebenbei: Würden die Daten nur 24 Std. festgehalten und dann
entsorgt, wie will man dann venünftig auswerten, wenn ein
Attentäter mit einer Vorlaufzeit von einer Woche plant?

Es dient der Aufklärung.

Wenn ich Dich falsch verstanden habe, tut es mir leid, aber es
kam so rüber, dass die Plätze WEGEN der Überwachung hoch
frequentiert sind.

Nein, umgekehrt. Hochfrequentierte Plätze werden überwacht.

So, wie in Essen am Bahnhof?

Wird der Hintereingang denn nun überwacht?

Ich fühle mich sicherer, wenn ich Menschen in meiner Umgebung
weiß, die mir im Notfall helfen können (z.B. Polizisten), aber
nicht, wenn irgendeine Kamera eine Umgebung filmt.

Da sehe ich keinen Unterschied, ob dich ständig ein Polizist beobachtet oder eine Kamera.

Was hat das jetzt mit dem Thema zu tun?

Oh, wusste nicht, dass deine Frage rhetorisch gemeint war und du keine Antwort haben wolltest.

Mal etwas ganz Anderes: Islamische Terroristen terrorisieren
doch auch bevorzugt mit Selbstmordattentaten. Glaubst Du, dass
es sie interessiert, wenn sie dabei gefilmt werden?!

Nö. Wenn die ihre tat ausüben können, hat eine andere Überwachung versagt.

Liegt Dir etwa nichts an der Verbesserung der
Aufklärungsmethoden?

Was willst Du mit einem aufgeklärten Selbstmordattentat
machen? den Attentäter einsperren? Am besten lebenslänglich
:wink:

Sind Selbstmordattentate das einzige Verbrechen bei dir? Bist du schon ein Opfer der meinungsBILDenden Presse? Kameras und überwachte Plätze gibt es schon seit mehreren Jahrzehnten. Es ist schon komisch, da regt sich der Pöbel über Kameras auf öffentlichen Plätzen auf, schweigt aber zu den zahllosen Kameras in Einkaufszentren, Post, Banken, Bahnhöfen, Flughäfen, öffentlichen Einrichtungen. „Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß“, scheint hier am besten zu zutreffen, denn vorher wurde nicht darüber in der volksnahen Presse berichtet.

Wenn man gegen die Überwachung auf Plätzen des öffentlichen Lebens ist, sollte man auch konsequenterweise gegen alle Kameras in allen Einrichtungen sein, denn im Gegensatz zu den von staatlicher Seite aus kontrollierten Plätzen, können private Einrichtungen wie Banken und Einkaufscenter sehr schöne Profile anlegen, denn der Name ist spätestens beim Kauf mit der Kreditkarte bekannt.

Nur vermisse ich hier den Aufschrei des Pöbels.

Hi!

Auf eine Bank? Du kommst wohl etwas ab.

Dann mach aus Anschlag halt Überfall.

Dann wären sie ja überflüssig. Unterbreite doch deine Studie
den vielen Banken und Postfilialien, untermaure diese mit
Fakten, dass sie sich eine Menge Geld sparen könnten.

Ich behaupte, dass Banküberfälle sehr selten geworden sind, seitdem es keine Schalter mehr gibt, hinter denen die Noten rumliegen.
Früher gab es Sicherheitsglas, heute gibt es elektronisch gesteuerte Tresore, die es einfach unmöglich machen, große Beträge einfach so rauszugeben.

Wenn ich im recht kleinen Bahnhof in einem Duisburger
Stadtteil jeden Tag zweimal umsteige, machen das mit mir
jeweils ca. 150 Menschen. Dort gibt es keine Kameras.

In welchem Stadtteil?

Rheinhausen.

Wenn ein „auffälliger Attentäter“ dort im Zug eine Kofferbombe platziert, in Hochfeld aussteigt und das Teil in Duisburg HBf hochgeht, ist es echt toll, öffentliche Plätze dauerhaft zu überwachen. Und glaube mir, es würde vermutlich KEINEM auffallen in der Ruch Hour!

Wird der Hintereingang überwacht?

Ja

Regelmäßig schlägt dort die Polizei auf um auf Hinweise der
Bürger (!!!) die Leute dort einzusammeln.

Und das hat dir wer mitgeteilt?

Die örtlichen Pressemitteilungen

Macht doch keiner. Maschinelle Überwachung konzentriert sich
auf das wesentliche nämlich Gesichtsmerkmale. Alles andere
dient der Aufklärung und der Prävention.

Und da ist die derzeitige Technik halt offensichtlich fehlerhaft
http://www.ssi-media.com/pigbrother/uk/menezes/JeanC…

Vorab: Ich mag die Seite nicht, aber da habe ich die besten Vergleichsphotos gefunden.

Oder ist das dann als „Verschnitt“ zu beurteilen?
Nein danke!

Also überwacht die Polizei genauso die Bürger.

Nein! Sie konzentriert sich aufs Wesentliche.

Nebenbei: Würden die Daten nur 24 Std. festgehalten und dann
entsorgt, wie will man dann venünftig auswerten, wenn ein
Attentäter mit einer Vorlaufzeit von einer Woche plant?

Es dient der Aufklärung.

Wenn die Teile also nach 24 Std. gelöscht werden, kann man sie z.B. zur Aufklärung eines Bombenattentats verwenden, wenn die Bombe erst nach 4 Tagen hochgeht?!

Da sehe ich keinen Unterschied, ob dich ständig ein Polizist
beobachtet oder eine Kamera.

Ich schon.
Blödes Beispiel:
Jemand überfällt mich mit einem Messer.
-Da ist es mir relativ egal, ob mein Mörder nach einer Woche gestellt werden kann, weil evtl. im richtigen Augenblick eine verwertbare Aufnahme gemacht werden konnte. Es hilft mir nicht.
-Ist ein Polizist vor Ort, kann und wird er eingreifen.

Nö. Wenn die ihre tat ausüben können, hat eine andere
Überwachung versagt.

Also reicht die ständige Videoüberwachung nicht, und ALLES muss ständig überwacht werden - so rein prophylaktisch?
Das wäre doch eine logische konsequente Weiterentwicklung…

Gruß
Guido

Liegt Dir etwa nichts an der Verbesserung der
Aufklärungsmethoden?

Was willst Du mit einem aufgeklärten Selbstmordattentat
machen? den Attentäter einsperren? Am besten lebenslänglich
:wink:

Sind Selbstmordattentate das einzige Verbrechen bei dir?

Nein, aber für kleinere Verbrechen, wie falschparken oder sowas braucht man keine totale Überwachung.

Bist

du schon ein Opfer der meinungsBILDenden Presse? Kameras und
überwachte Plätze gibt es schon seit mehreren Jahrzehnten. Es
ist schon komisch, da regt sich der Pöbel über Kameras auf
öffentlichen Plätzen auf,

Wer so mit Komplimenten rumwirft, muss damit rechnen, danach beurteilt zu werden.

Wenn man gegen die Überwachung auf Plätzen des öffentlichen
Lebens ist, sollte man auch konsequenterweise gegen alle
Kameras in allen Einrichtungen sein, denn im Gegensatz zu den
von staatlicher Seite aus kontrollierten Plätzen, können
private Einrichtungen wie Banken und Einkaufscenter sehr
schöne Profile anlegen, denn der Name ist spätestens beim Kauf
mit der Kreditkarte bekannt.

Es ist mein *Recht* in Deutschland, unbehelligt von der Staatsmacht über öffentliche Plätze zu laufen. In seinen eigenen vier Wänden darf man Kameras aufstellen so viel man will.

Nur vermisse ich hier den Aufschrei des Pöbels.

Tja… da du was Besseres bist, wirst Du sicher auch eine Erklärung dafür parat haben, nicht wahr?

Nick

Hallo,

Auf eine Bank? Du kommst wohl etwas ab.

Dann mach aus Anschlag halt Überfall.

Ich behaupte, dass Banküberfälle sehr selten geworden sind,
seitdem es keine Schalter mehr gibt, hinter denen die Noten
rumliegen.
Früher gab es Sicherheitsglas, heute gibt es elektronisch
gesteuerte Tresore, die es einfach unmöglich machen, große
Beträge einfach so rauszugeben.

Sicherlich trägt das auch mit dazu bei. Trotzdem kommen noch Menschen an den Tresor und es kann Geld herausgepresst werden. Ohne Kamera wäre eine Aufklärung extrem schwer, da man sich auf die Aussagen der Mitmenschen verlassen müsste und was diese unter Stress alles sehen wollen, ist bekannt.

In welchem Stadtteil?

Rheinhausen.

M.E. nach sind dort kaeras geplant, obwohl sich eh keiner für diesen Popelbahnhof interessieren würde.

Wenn ein „auffälliger Attentäter“ dort im Zug eine Kofferbombe
platziert, in Hochfeld aussteigt und das Teil in Duisburg HBf
hochgeht, ist es echt toll, öffentliche Plätze dauerhaft zu
überwachen. Und glaube mir, es würde vermutlich KEINEM
auffallen in der Ruch Hour!

Das kann von jedem Dorfbahnhof aus passieren. Nur passiert es eben nicht. Die Ungewissheit, nichts zu erreichen ist wohl zu groß dabei.

Wird der Hintereingang überwacht?

Ja

Warum machen sie es dann am Hintereingang und nicht vorne? Und ich denke nicht, dass die Polizei nur durch Hinweise auf aus der Bevölkerung dort einschreitet, wo es doch angeblich ständig passiert. Eher wird es Routine sein.

Die örtlichen Pressemitteilungen

Paradox. Da passiert etwas regelmäßig und man muss auf Hinweise aus der Bevölkerung warten? Klingt nicht gerade glaubwürdig, denkst du nicht auch?

Macht doch keiner. Maschinelle Überwachung konzentriert sich
auf das wesentliche nämlich Gesichtsmerkmale. Alles andere
dient der Aufklärung und der Prävention.

Und da ist die derzeitige Technik halt offensichtlich
fehlerhaft
http://www.ssi-media.com/pigbrother/uk/menezes/JeanC…

Und da kann Technik verfeinert werden. Diese Irrtümer passieren genauso bei Hinweisen aus der Bevölkerung. Wo alles schon Elvis gesichtet wurde, ist legendär. Und dass jemand auf Grund von Falschaussagen erschossen wurde, ist tragisch. Hier regt man sich aber komischerweise auf.

An anderer Stelle denkt man aber nicht an die Opfer:
„Die Aufklärungsrate für Tötungsdelikte lag bereits vor der Einführung von Überwachungskameras an jeder Ecke bei deutlich über 95%. Durch die flächendeckende Überwachung wurde sie lediglich um gut 1% gesteigert.“

Oder ist das dann als „Verschnitt“ zu beurteilen?
Nein danke!

Ist da nicht von fehlbaren Beamten die Rede? Diese haben doch geschossen, oder?

Nein! Sie konzentriert sich aufs Wesentliche.

Die Einhaltung und Überwachung der Ordnung ist das Wesentliche.

Es dient der Aufklärung.

Wenn die Teile also nach 24 Std. gelöscht werden, kann man sie
z.B. zur Aufklärung eines Bombenattentats verwenden, wenn die
Bombe erst nach 4 Tagen hochgeht?!

Die jetzigen Anlagen sind nicht dazu geeignet, Attentate zu verhindern und Menschen permanent zu überwachen, wie es diverse Bürger"rechts"organisationen propagieren wollen. Neuere Anlagen werden eine Gesichtsmustererkennung machen können und dann leuchtet vermutlich irgendwo im Verdachtsfall eine Lampe auf. Wie ist das wohl bei der Telefonüberwachung. Bürger"rechtler" glauben doch immer noch, da sitzen eine Person am anderen Ende.

verwertbare Aufnahme gemacht werden konnte. Es hilft mir
nicht.

Aber vielleicht hilft es anderen.

-Ist ein Polizist vor Ort, kann und wird er eingreifen.

Mmh, ein Messerstich dauert weniger als 1s. Der Polizist müsste sehr schnell sein. Hilft es dir, wenn du tot bist und der den Täter festnimmt?

Nö. Wenn die ihre tat ausüben können, hat eine andere
Überwachung versagt.

Also reicht die ständige Videoüberwachung nicht, und ALLES

Nö. Wir haben Grenzen, da muss man aufpassen. Im Inland hilft nur eine Überwachung der öffentlichen Plätze.

Hallo, Guvo

Wahrscheinlich wird die baldige Aufklärung der heute
fehlgeschlagenen Bombenattentate nur dem Umstand zu verdanken
sein, dass weite Bereiche des öffentlichen Lebens mit Kameras
überwacht sind. Motto: Holzauge, sei wachsam. Was meint Ihr?

was bringt Dir eine Videoüberwachung, wenn Täter wirklich anonym bleiben wollen?

Siehe die Verkleidung von Hape Kerkeling als Horst Schlämmer:
http://www.horstschlaemmer.tv/

und Cindy Sherman:
http://de.wikipedia.org/wiki/Cindy_Sherman

http://www.tate.org.uk/servlet/ViewWork?cgroupid=999…
http://www.tate.org.uk/servlet/ViewWork?cgroupid=999…
http://www.tate.org.uk/servlet/ViewWork?cgroupid=999…
http://www.artnet.com/Galleries/Artwork_Detail.asp?G…

Angesichts der Möglichkeiten sich zu verkleiden (Theaterschminke, falscher Bart, falsche Augenbrauen, falsche Haare, Brille, Kontaktlinsen, Klamotten usw.), wundere ich mich immer wieder darüber, dass man Videokameras, bei der Terrorbekämpfung, soviel Wert beimisst.

Gruß
karin