Beim Joggen Angst vor Hunden

Hallo,

Ich habe vor kurzem das Joggen für mich entdeckt, und wir haben auch gleich ein kleines Wäldchen hinterm Haus, das gut dafür geeignet ist. Nur leider trifft man dort immer wieder Leute an, die ihre Hunde (auch ohne Leine) spazieren führen. Ich habe ziemliche Angst vor Hunden und kenne mich auch nicht so gut in Hundepsychologie aus. Ich weiß nur, dass man nicht wegrennen sollte, denn das löst den Jagdtrieb aus. Wie soll ich mich also verhalten, besonders, wenn der Hund sich in einiger Entfernung zum Halter befindet und letzterer mich noch nicht gesehen hat? Stehenbleiben? Rufen? Weiterlaufen? Hund ignorieren? (Dazu könnte ich mich trotz meiner Angst durchringen, wenn mir jemand glaubhaft versichern könnte, dass keine reale Gefahr besteht, gebissen zu werden.)

Liebe Grüße
Nadine

Hallo Nadine!

Also allgemein - denn ich kann Dich nicht vor asozialen Hunden schützen:

Normal weiter laufen, den Hund dabei nicht anschauen und mir als Hundehalter ist es in so einem Fall am liebsten, wenn man mir zuruft, dass man Angst vor Hunden hat. Dann kann ich damit umgehen. Wobei ich mir selbst schon in den A… beiße, wenn ein Jogger meinen Hund sieht, bevor ich den Jogger sehe.

Oft ist es bei meinem Hund aber so, dass er sich gar nicht für Jogger interessiert. Erst wenn diese dann verunsichert stehen bleiben, will er gerne hin und ‚hallo‘ sagen, also schnuppern, was einen Hundephobiker dann wieder erschreckt… Verdammte Missverständnisse.

Viel Spaß beim Joggen,
Swantje

Hallo Nadine,

in vielen jahren habe ich die Erfahrung gemacht, dass lockeres weiterjoggen und das ignorieren des Hundes am Besten ist. Nur zwei mal wurde ich von Hunden angebellt, aber nicht angegriffen.

Gruß
Carlos

Hallo,

der verantwortungsvolle Hundehalter sorgt dafür, dass sein Hund Jogger, Fahrradfahrer und Passanten nicht behindert. Ich rufe meinen Hund immer zu mir, wenn jemand vorbeigeht, weil sie dazu neigt, unvorhersehbar vor Fahrrädern über den Weg zu laufen.

Ich weiß nur, dass man nicht
wegrennen sollte, denn das löst den Jagdtrieb aus.

Das ist Blödsinn, wir reden hier von Hunden, nicht von Rudeln tollwütiger Wölfe. Außerdem wäre es der Hetztrieb, nicht der Jagdtrieb. Der Jagdtrieb ist das, was den Hund antreibt mit Nase und Augen nach Beute zu suchen. Der Hetztrieb bringt ihn dazu, etwas zu verfolgen, dass vor ihm wegläuft.

Wie soll
ich mich also verhalten, besonders, wenn der Hund sich in
einiger Entfernung zum Halter befindet und letzterer mich noch
nicht gesehen hat?

Wozu muss der Halter Dich sehen? Machen die Hunde überhaupt was? Es gibt eigentlich 3 typische Situationen:

  1. Hund schnüffelt am Weg rum und ignoriert Dich. Du kannst normal weiterlaufen, achte nur darauf, ob der Hund plötzlich auf die andere Wegseite will und Dir evtl. vor die Füße rennt.

  2. Hund kommt auf Dich zu und will Aufmerksamkeit. Du läufst wieder ganz normal weiter und ignorierst ihn. Wie immer auf Stolperfallen achten. Gleiches gilt, wenn der Hund Dich ankläfft.

  3. Hund ist ein bekannter „Joggerjäger“. Dann sind die Halter meist von selbst aufmerksam. Falls nicht, und der Hund Dir hinterherläuft, bleib stehen und verschränke die Arme. Schau betont weg vom Hund. Wenn er an Dir hochspringt, dreh Dich weg. Du kannst auch mit dem Arm wegzeigen und „Hau ab!“ sagen, das hilft oft.

Die Chancen, dass wirklich bekannt bissige Hunde unabgeleint unterwegs sind, sind sehr gering. Von den wenigen schlagzeilenträchtigen „Kind von bösem Kampfhund zerfleischt“ Fällen abgesehen finden Hundebisse i.d.R. im Zuhause statt, wenn Kinder oder Fremde mit dem Hund unbeaufsichtigt Kontakt haben und sich falsch verhalten (Essen wegnehmen usw.).

Gruß,

Myriam

Hallo Myriam,

Das ist Blödsinn, wir reden hier von Hunden, nicht von Rudeln
tollwütiger Wölfe. Außerdem wäre es der Hetztrieb, nicht der
Jagdtrieb. Der Jagdtrieb ist das, was den Hund antreibt mit
Nase und Augen nach Beute zu suchen. Der Hetztrieb bringt ihn
dazu, etwas zu verfolgen, dass vor ihm wegläuft.

Tschuldigung, ich sag doch, Hundepsychologie ist nicht mein Spezialgebiet.

Wozu muss der Halter Dich sehen?

Eben, weil Hunde anders reagieren, wenn der „Rudelführer“ nicht da ist, oder?

Du kannst auch mit dem Arm wegzeigen und „Hau ab!“ sagen,
das hilft oft.

Ist das nicht eine Einladung, an meinem Arm hochzuspringen?

Gruß, Nadine

Eben, weil Hunde anders reagieren, wenn der „Rudelführer“
nicht da ist, oder?

Hunde werden in Abwesenheit ihres Herrchens nicht automatisch zu reißenden Bestien. Ich habe ja Verständnis für Deine Hundephobie, aber es ist wirklich nicht so, als würden täglich mehrere Jogger in Deutschland von wilden Hunden zu Tode gehetzt.

Du kannst auch mit dem Arm wegzeigen und „Hau ab!“ sagen,
das hilft oft.

Ist das nicht eine Einladung, an meinem Arm hochzuspringen?

Warum sollte der Hund an Deinem Arm hochspringen? Der einzige Grund, warum ein Hund sich überhaupt für Dich interessieren sollte, ist wenn er Aufmerksamkeit/Spiel, Streicheleinheiten oder Futter von Dir erwarten kann. Durch konsequentes Ignorieren teilst Du ihm mit, dass nichts derartiges von Dir kommt. Ebenfalls ignorieren solltest Du Tipps wie „Sie können Deine Angst riechen!!!“ und „Pfefferspray, Elektroschocker & Co.“.

In meinem Hunderevier (sehr viele Hunde, Jogger, Spaziergänger und Fahrradfahrer) läuft es statistisch gesehen in etwa so ab:

70 von 100 Hunden ignorieren Jogger und Passanten sowieso und laufen ihnen höchstens aus Versehen vor die Füße.
Von den 30, die auf einen Passanten zugehen, wollen 25 gestreichelt oder gefüttert werden. Die meisten wenden sich wenn sie ignoriert werden nach wenigen Sekunden enttäuscht wieder ab. Einige wenige (vor allem Welpen und Junghunde, oder schlecht erzogenene Hunde) sind etwas aufdringlicher. Keiner will aber beißen.
Die restlichen 5 sind möglicherweise aggressiv (hauptsächlich gegenüber anderen Hunden) oder bekannte Joggerjäger. Daher sind sie angeleint bzw. unter Daueraufsicht des Herrchens.

Ich habe hier noch nie von einem Beißzwischenfall oder auch nur bedrohlichem Angriff gegen Menschen etwas mitbekommen (allerdings wohl zwischen 2 Hunden, das kommt gelegentlich mal vor).

Ich hatte übrigens früher auch etwas Angst vor Hunden. Mein Vater hasst Hunde, meine Mutter hat panische Angst vor ihnen, ich hatte keinerlei Erfahrung. Dann habe ich im Urlaub eine spanische Tierschützerin besucht. Sie machte die Tür auf und ich war von einem Rudel von 25 großen Hunden umringt. Nach diesem Erlebnis hatte ich keine Angst mehr.

Vielleicht kannst Du bei einem/r Bekannten mit Hund mal mit Gassi oder zur Hundeschule (möglichst kein Schäferhundprügelverein mit Stachelhalsband) gehen und Dir das Verhalten und die Körpersprache erklären lassen. Wenn Du den Unterschied zwischen freundlichem und dominantem Schwanzwedeln erkennen kannst, hilft das schon viel weiter.

Gruß,

Myriam

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also ich glaub das ist keine angst mehr sondern panik…hattest du mal irgendwelchen schlimmen erlebnisse mit hunden…vielleicht mal ne therapie machen…irgendwas muss die panische angst ja auslösen

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Hallo Myriam!

Warum sollte der Hund an Deinem Arm hochspringen?

Hat mal einer gemacht, als ich vor Schreck die Arme hochgerissen hab.

70 von 100 Hunden ignorieren Jogger und Passanten sowieso und
laufen ihnen höchstens aus Versehen vor die Füße.
Von den 30, die auf einen Passanten zugehen, wollen 25
gestreichelt oder gefüttert werden. Die meisten wenden sich
wenn sie ignoriert werden nach wenigen Sekunden enttäuscht
wieder ab. Einige wenige (vor allem Welpen und Junghunde, oder
schlecht erzogenene Hunde) sind etwas aufdringlicher. Keiner
will aber beißen.
Die restlichen 5 sind möglicherweise aggressiv (hauptsächlich
gegenüber anderen Hunden) oder bekannte Joggerjäger. Daher
sind sie angeleint bzw. unter Daueraufsicht des Herrchens.

Gut, das beruhigt mich. Ich weiß ja, dass meine Angst etwas übertrieben ist, aber davon geht sie halt auch nicht weg.

Ich hatte übrigens früher auch etwas Angst vor Hunden. Mein
Vater hasst Hunde, meine Mutter hat panische Angst vor ihnen,
ich hatte keinerlei Erfahrung. Dann habe ich im Urlaub eine
spanische Tierschützerin besucht. Sie machte die Tür auf und
ich war von einem Rudel von 25 großen Hunden umringt. Nach
diesem Erlebnis hatte ich keine Angst mehr.

Ich hatte ein ähnliches Erlebnis: Ich wollte in Italien in den Bergen mal abends spazieren gehen. Auf einmal hatte ich ein Rudel bellende und knurrende Hunde hinter mir. Die wollten mich offensichtlich aus ihrem Revier vertreiben. Dummerweise war ich gerade auf dem Weg von unserem Ferienhaus weg. Ich habe mich gezwungen, ruhig zu bleiben, sie nicht anzugucken und ganz ruhig in einem großen Bogen wieder nach Hause zu gehen. Irgendwann waren die Hunde dann weg, aber als ich zu Hause war und die Tür zu war, habe ich nachträglich richtige Panik gekriegt, und seitdem habe ich noch größere Angst vor Hunden.

Aber danke für Deine Hinweise, jetzt werde ich beruhigter joggen gehen.

Gruß, Nadine

Hallo Nicki,

also ich glaub das ist keine angst mehr sondern
panik…hattest du mal irgendwelchen schlimmen erlebnisse mit
hunden…vielleicht mal ne therapie machen…irgendwas muss
die panische angst ja auslösen

Ich glaube Panik ist was anderes, ich kriege ja kein Herzrasen oder so. Ich denke, ich hab das schon im Griff, und wenn ich weiß, dass in Wirklichkeit keine Gefahr besteht, kann ich mich auch zusammenreißen.
Apropos schlimme Erlebnisse siehe Re^4 auf das Posting von Myriam.

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

liebe Grüße,
Nadine

Hallo Nadine,

in Deutschland gibt es keine Rudel verwilderter Hunde, so wie das in Südeuropa ist. Abgesehen davon: ich verstehe, dass Dich das Erlebnis erschreckt hat, aber: Du hast die Hunde ignoriert, und sie haben Dir nichts getan. Wieso hast Du nun noch mehr Angst?

Diese Straßenhunde in Italien, Spanien, usw. sind in der Regel ziemlich ungefährlich. Dort fackelt man nicht lange mit Tierschutz, wenn irgendjemand sich bedroht fühlt. Da wird gleich die Flinte rausgeholt. Ich glaube auch nicht, dass sie Dich vertreiben wollten, evtl. gibt es da Leute, die sie füttern.

Ich empfehle wirklich mal den Kontakt zu jemandem mit Hundeverstand zu suchen, der Dir die Körpersprache am lebenden Beispiel erklärt. Man kann 1000 Bücher lesen, aber nur live versteht man es meiner Ansicht nach so richtig.

Gruß & entspanntes Joggen,

Myriam

Hallo Myriam,

in Deutschland gibt es keine Rudel verwilderter Hunde, so wie
das in Südeuropa ist. Abgesehen davon: ich verstehe, dass Dich
das Erlebnis erschreckt hat, aber: Du hast die Hunde
ignoriert, und sie haben Dir nichts getan. Wieso hast Du nun
noch mehr Angst?

Weil ich denke, wenn ich mich umgedreht hätte und sie angesehen hätte, wären sie auf mich losgegangen und hätten mich zerfleischt! Dort in der Gegend (Abbruzzen) soll es auch Wölfe geben - vielleicht waren es gar keine Hunde?! (Ich hab mich ja nicht umgedreht.)
Aber du hast Recht, jetzt wo ich darüber nachdenke, war die Gefahr vielleicht wirklich nicht so groß, wie ich immer dachte…

Ich glaube auch nicht, dass sie
Dich vertreiben wollten, evtl. gibt es da Leute, die sie
füttern.

Dann hätten sie doch nicht gebellt und geknurrt, oder?

Naja, egal. Ich glaube, wir werden bald von jemand ganz anderem angeknurrt (liebe Grüße an die MODs :wink: ), weil es hier gar nicht mehr um Sport geht, sondern eigentlich doch mehr um Tiere…

Vielen Dank nochmal!

Nadine

Weil ich denke, wenn ich mich umgedreht hätte und sie
angesehen hätte, wären sie auf mich losgegangen und hätten
mich zerfleischt!

Das kann ich mir kaum vorstellen.

Dort in der Gegend (Abbruzzen) soll es auch
Wölfe geben - vielleicht waren es gar keine Hunde?! (Ich hab
mich ja nicht umgedreht.)

Auch Wölfe sind für Menschen kaum gefährlich. Wölfe meiden Menschen wie die Pest und gehen nur in strengen Wintern, wenn sie stark hungern, in bewohnte Gegenden. Außerdem kläffen Wölfe nicht. Vergiss also diese Theorie ganz schnell.

Gruß,

Myriam

Moin,

in vielen jahren habe ich die Erfahrung gemacht, dass lockeres
weiterjoggen und das ignorieren des Hundes am Besten ist. Nur
zwei mal wurde ich von Hunden angebellt, aber nicht
angegriffen.

Das Ignorieren gilt auch für Hundefreunden unter den Joggern, die so ein Hündchen mal ganz gerne tätscheln, besonders, wenn Hunde noch jung und verspeilt sind, denn in so einem Falle lernen die Hunde, dass jemand, der läuft ganz gerne Kontakt mit ihnen hat.
Das sollte eigentlich nicht sein, denn die Hauptgefahr für Jogger/Läufer ist nicht, der Hund der beißt sondern der, der spielen will, da stolpert Läufer/Jogger oft leicht drüber.

CU

Axel

hi nadine,

ich laufe einfach weiter, bisher ist mir noch nix passiert.

evtl. hilft es dir sicherer zu sein, wenn du für den hund ‚deiner wahl‘ zb. pfefferspray dabei hast. wenn es dir die sicherheit gibt, die du jetzt nicht hast.

frag’ aber vorher, ob der herr bullterrier/pitbull/etc. da nicht ggf. nicht rot sieht und dann erst recht…habe selber gar kein verhältnis zu haustieren.

hth,

stefan

Hallo,

da ist er ja schon, der erste Pfefferspray-Empfehler. Man kann die uhr danach stellen …

frag’ aber vorher, ob der herr bullterrier/pitbull/etc. da
nicht ggf. nicht rot sieht und dann erst recht…habe selber
gar kein verhältnis zu haustieren.

Wenn es sich um einen mannscharf ausgebildeten, tollwütigen oder sonstwie gefährlichen Hund handelt, kannst Du Pfefferspray vergessen. Zumal man es in die Augen sprühen müsste, die beim Hund in der Nähe der Zähne sind. Taktisch eher unklug, dahin zu langen. Wenn ein größerer Hund Dich wirklich gefährlich beißen will, gibt es nur eins: auf einen Baum klettern oder sich sonstwie in Sicherheit bringen.

Wenn man bei einem Hund, der interessiert auf einen zukommt, anfängt in der Tasche nach dem Pfefferspray zu wühlen, denkt der Hund garantiert, es gibt ein Leckerli, und wird erst recht aufdringlich.

Versteht mich nicht falsch: ich leugne nicht, dass es Hunde gibt, die auf Jogger zugehen. Sie laufen ihnen vor die Füße, sie bellen sie an, sie springen evtl. sogar an ihnen hoch oder laufen hinter ihnen her. Alles blöde Sachen, und es ist am Hundeführer, das zu unterbinden, aber sicherlich keine Lebensgefahr.

Gruß,

Myriam

Unangenehme Begegnung… für den Hund
Hallo Axel,

Das sollte eigentlich nicht sein, denn die Hauptgefahr für
Jogger/Läufer ist nicht, der Hund der beißt sondern der, der
spielen will, da stolpert Läufer/Jogger oft leicht drüber.

Vor vielen Jahren, als noch wirklich rennen konnte, war ich auf einem Weg zwische Gartenanlagen unterwegs. Ich rannte um ein Ecke, als mir ein mittelgroßer Hund entgegenkam. Was blieb mir anderes übrig, als ihn zu überspringen. Ich war bestimmt schon 20 Meter entfernt, als er anfing zu bellen. Ich hoffe, dass der Hund seit diesem Zeitpunkt nicht neurotisch auf Jogger reagierte.

Gruß
Carlos

Hallo,

da ist er ja schon, der erste Pfefferspray-Empfehler. Man kann
die uhr danach stellen …

frag’ aber vorher, ob der herr bullterrier/pitbull/etc. da
nicht ggf. nicht rot sieht und dann erst recht…habe selber
gar kein verhältnis zu haustieren.

Wenn es sich um einen mannscharf ausgebildeten, tollwütigen
oder sonstwie gefährlichen Hund handelt, kannst Du
Pfefferspray vergessen. Zumal man es in die Augen sprühen
müsste, die beim Hund in der Nähe der Zähne sind. Taktisch
eher unklug, dahin zu langen.

Hinlangen muss man da auch nicht, das funktioniert nach meiner Erfahrung mit Schäferhund, Pitbull und Irish Setter, die mir zu nahe gekommen sind, ganz gut aus einem halben bis einem Meter Distanz. Und noch was zeigte mir die Erfahrung: Greift man zum Spray, ruft Herrchen / Frauchen plötzlich den Hund zu sich… interressant, oder?
Vielleicht wäre das Spray ja auch mal gut für die Hundehalter, die nicht verstehen wollen, dass das für Andere lästig ist…

Wenn ein größerer Hund Dich
wirklich gefährlich beißen will, gibt es nur eins: auf einen
Baum klettern oder sich sonstwie in Sicherheit bringen.

Ich habe ein Video aus den USA gesehen, der so in D wohl nicht erlaubt wäre, und das ist auch gut so. Dort wurde ein Rottweiler, ein sehr kräftiges Exemplar, so lange provoziert, bis er sehr agressiv war und dann auf den Provokateur losgelassen. Er wollte ihn beissen, da kannst Du sicher sein! Nach der ersten Ladung Pfefferspray hat er sich´s anders überlegt und verkrochen.
Wohl als Wiedergutmachung wurde er dann von Herrchen mit reichlich Hamburgern gefüttert.
Bevor jetzt Schelte kommt: Ich habe den Film nicht gedreht oder sonstwie zu verantworten und gutheisse ihn auch nicht, im Gegenteil, aber es gibt ihn nun mal und er wurde am Rande einer Einweisung im Umgang mit Pfefferspray gezeigt.

Wenn man bei einem Hund, der interessiert auf einen zukommt,
anfängt in der Tasche nach dem Pfefferspray zu wühlen, denkt
der Hund garantiert, es gibt ein Leckerli, und wird erst recht
aufdringlich.

Versteht mich nicht falsch: ich leugne nicht, dass es Hunde
gibt, die auf Jogger zugehen. Sie laufen ihnen vor die Füße,
sie bellen sie an, sie springen evtl. sogar an ihnen hoch oder
laufen hinter ihnen her. Alles blöde Sachen, und es ist am
Hundeführer, das zu unterbinden, aber sicherlich keine
Lebensgefahr.

Gruß,

Myriam

Pfefferspray-Empfehler
hallo,

oh,

da ist er ja schon, der erste Pfefferspray-Empfehler. Man kann
die uhr danach stellen …

ich wusste nicht, dass ich so leicht vorhersagbar bin und es sogar schon eine schublade für mich hat. ich hoffe, deine uhr ging schon vor meinem auftreten richtig?!

immrhin war ich ja so freundlich auf meine gringerfahrung mit hunden und meinen hauptfocus auf ‚mach-was-was-dich-stark-macht‘ hinzuweisen.

offensichtlich kennst du dich dagegen mit allen

mannscharf ausgebildeten, tollwütigen
oder sonstwie gefährlichen Hund handelt, kannst Du
Pfefferspray vergessen.

supergut aus, und hast die auch schon alle mit pfefferspray eingenebelt, herzlichen glückwunsch! das war sicher nicht leicht, aber immerhin versetzte es dich in die lage hier kompetent dos und donts zu trennen.

Wenn ein größerer Hund Dich
wirklich gefährlich beißen will, gibt es nur eins: auf einen
Baum klettern oder sich sonstwie in Sicherheit bringen.

ah, das ist total beruhigend zu wissen, dass es ja doch noch einen ausweg gibt, wenn so ein scheissköter auf mich zukommt. auf bäume klettern ist ja auch eine nette abwechslung zum joggen. doof nur, wenn man dann den kinderwagen unten stehen lassen muss o.ä.

Versteht mich nicht falsch:

du mich bitte auch nicht, aber ich war lange genug im internat um ausreichend erfahrung mit pfefferspray zu haben. und ich sehe nicht ein, wie ein wesen das mind. so empfindliche schleimhäute hat wie meinereiner davon nicht für einige zeit platt zu kriegen ist. und zwar auch aus abstand.

ich leugne nicht, dass es Hunde
gibt, die auf Jogger zugehen. Sie laufen ihnen vor die Füße,
sie bellen sie an, sie springen evtl. sogar an ihnen hoch oder
laufen hinter ihnen her. Alles blöde Sachen, und es ist am
Hundeführer, das zu unterbinden, aber sicherlich keine
Lebensgefahr.

nö, klar, das, was alle halbe jahr darüber in der zeitung steht haben ja auch nur doofe hundehassende und lügner verbreitet. war da nicht gerade dieses wo.ende was mit dem rottweiler der das 4jährige aus dem eigenen haushalt gefrühstückt hat?
aber klar, für den rottweiler bestand nie lebenesgefahr, der wurde erst hinterher eingeschläfert…

cu,

stefan

ich wusste nicht, dass ich so leicht vorhersagbar bin und es
sogar schon eine schublade für mich hat. ich hoffe, deine uhr
ging schon vor meinem auftreten richtig?!

Warum Du das persönlich nimmst, ist mir unklar. Ich habe lediglich (schon bevor Du gepostet hast) darauf hingewiesen, dass ziemlich sicher jemand Pfefferspray empfehlen würde, und das das für diesen Fall kein guter Tipp ist. Dann kamst Du … :smile:

Für jemanden, der irrationale Ängste vor Hunden hat ist ein Pfefferspray einfach nicht das richtige.

nö, klar, das, was alle halbe jahr darüber in der zeitung
steht haben ja auch nur doofe hundehassende und lügner
verbreitet. war da nicht gerade dieses wo.ende was mit dem
rottweiler der das 4jährige aus dem eigenen haushalt
gefrühstückt hat?

Diese Bemerkung bestärkt genau das, was ich der Ursprungsfragestellering beschrieben habe: Beißattacken kommen nur sehr selten draußen von wildfremden, unkontrollierten Hunden. Es sind in den meisten Fällen Vorfälle in der eigenen Familie bzw. bei Bekannten oder Nachbarn mit Hunden, die man kennt.

Gruß,

Myriam

Hallo,

bei jeder Anfrage dieser Art kommen immer ein oder zwei Leute und antworten, dass sie schon x-mal von diversen Hunden angegriffen wurden und diese evtl. auch schon mal mit Pfefferspray abgewehrt haben. Ich weiß nicht, was ich falsch (oder richtig?) mache, aber mich hat noch nie ein Hund angegriffen oder auch nur bedroht, obwohl ich jeden Tag diverse Hundebegegnungen habe.

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass man hier in Deutschland nicht auf die Straße gehen kann, ohne von irgendwas Tollwütigem angefallen zu werden, sondern führe derartige Äußerungen auf die Meinungsmache durch Berichterstattung einschlägiger Presseorgane zurück.

Gruß,

Myriam