Beschneidung: Sitte, oder Unsitte

hallo, sorry, daß ich mich da einmische…

ist mal wieder soweit, daß diese mottenkiste aufgemacht wird. hab schon gewartet darauf…

Wenn es tatsächlich so ungesund sein sollte, frage
ich mich allerdings, warum es nicht signifikante Unterschiede
bei den angeblichen Folgeerscheinungen zwischen den USA und
Europa gibt.

von ungesund war nicht die rede. es reicht ja schon, wenn es weniger schadet, wenn es getan wird, oder? und allein schon das sauberere gefühl der frau, wenn sie ihrem liebling nahe ist, ist doch schon was, oder? :smile:

  1. Bin ich generell nicht für Entscheidungen (die
    lebensnotwendigen natürlich ausgenommen), die ein Mensch für
    einen anderen trifft. Aus diesem Grunde bin ich z.B. auch
    gegen eine Taufe im Kindesalter.

dann darfst du dein kind nicht zur schule schicken. denn die entscheidung, welche schule du auswählst, kann kein fünfjähriger treffen. auch darfst du dein kind nicht einkleiden. welche mode es sein soll, kann doch kein zweijähriger entscheiden.

religion ist sache der eltern, wie auch die erziehung. später mal kann das kind dann allein entscheiden. ob getauft wird oder beschnitten oder keins von beiden ist sache der eltern. da noch keiner irgendwelche schäden davon getragen hat, weder psychisch noch sexuell, ist da nichts einzuwenden. (obwohl bei der taufe wäre ich mir da nicht so sicher von wegen sexuell… *lol* kleiner scherz!)

und letztlich auch mit dem
US-amerikanischen Tänzer, der sich beide Beine von einem Zug
abfahren ließ, weil er sich so schöner fand.

ja natürlich. oder ohrringe zum beispiel.

Unverantwortlich und respektlos gegenüber
dem Opfer.

auweia das opfer. man beachte die horrende häufigkeit von sogenannten „hilfe ich bin beschnitten“-selbsthilfegruppen. *lol*. das telefonbuch in tel aviv ist voll damit!

Wie war das noch bei „Hör´ mal wer da hämmert!“

ja, solche serien sind sicher quell höchster ethischer werte. (tool time ist das, oder? eine der frauendfeindlichsten bescheuertsten serien, btw *g*)

gruß!

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hallo!

Das
wird der Grund sein, warum es im ursprünglich in heißen
Ländern verbreiteten Islam, das Schweinefleischverbot gab.

als das verbot aufkam, glaube ich nicht, daß überhaupt schweine bekannt waren oder gehalten wurden. schweine sind eher kontraproduktive nahrungskonkurrenten, die als lebendes tier absolut unnütz sind (keine wolle, keine milch). nomadenvölker haben darauf sicher sowieso verzichtet. die hatten die klassischen haustiere wie ziegen und rinder. daher ist es auch einleuchtend, daß wiederkäuende paarhufer die erlaubten leckerbissen sind und alles andere untauglich ist. (das schwein wird hier gar nicht extra erwähnt. nachzulesen in moses3, 11, 3)

gruß!

kleine Geschichte der Beschneidung(Link)
Jeder nicht ernsthaft medizinisch begründete chirurgische Eingriff an den Genitalien von Minderjährigen ist eine
Verletzung des Menschenrechts auf körperliche Unversehrtheit!

aus:
http://members.aol.com/Pillcock/Gesch.html

Es müsste noch dastehen ‚ohne den Zuspruch der Minderjährigen‘.
Vabe hat wenigstens ihre Jungs gefragt, dass finde ich in Ordnung! Jedem soll sein Entscheidung zustehen. (was natürlich auch von Seiten her der Eltern nicht verschönt werden soll, wie zb. evtl. Schmerzen während des Eingriffs nicht verheimlichen)

Aber was soll ein Baby sagen?

Jetzt mag es vielleicht Stimmen geben, die meinen, dass ist jetzt ein riesen Aufwand um so ein ‚kleines Thema‘, aber ich finde, man sollte schon erst in einem gewissen Altern nach seiner eigenen Meinung gefragt werden!
Vielleicht kann sich derjenige später nicht mehr mit der Religion der Eltern idendifizieren? Soll ja vorkommen…

Weitere Punkte sehe ich genauso wie Du, Christian.
Wer weiss, wo der Lappen hängt, und das nicht nur einmal pro Woche… :smile:

Soweit,
Nicole

Hallo lehitraot,

diese Nebeneffekte könnte man annehmen, wenn nicht gleichzeitig auf Sauberkeit zu achten ist und dieses auch strikt von der Reinheit zu trennen ist. So würde ich davon ausgehen, auch aufgrund von Diskussion im Talmud, dass die Menschen damals wesentlich sauberer und reinlicher waren, als viele in den westlichen Gesellschaften.
So gab es damals nie das Argument, wegen Gerüchen :wink:

Schalom,
jehuda

Hallo noch mal, Christian

Ach weißt du, ich habe so meine Probleme mit Standardantworten
dieser Art.

naja, ich bin kein Mediziner, ich habe es nur schon oft genug
gelesen. Wenn es tatsächlich so ungesund sein sollte, frage
ich mich allerdings, warum es nicht signifikante Unterschiede
bei den angeblichen Folgeerscheinungen zwischen den USA und
Europa gibt. Desweiteren frage ich mich, warum dann nicht
jeder Haus- und Kinderarzt von sich aus eine Beschneidung
empfiehlt.

Von ungesund habe ich nie gesprochen … und ich würde niemals behaupten, eine Vorhaut sei ungesund.
Ich stehe dennoch dazu, dass ein beschnittener Mann für eine Frau durchaus gewisse Reize haben kann.
Wenn du damit nicht klar kommst, ist es dein Problem…sorry Christian, aber es geht hier nicht um Verstümmelung, wie du weiter unten schreibst.

Ich habe eine spezielle Meinung zu diesem Thema, zu der ich stehe.
Mich deshalb als krank, verantwortungslos und respektlos hinzustellen ist schon frech.

Wenn man natürlich wenig dazu neigt, sich den üblichen
hygienischen Maßnahmen zu unterziehen, kann es natürlich auch
an dieser speziellen Stelle zu Unsauberkeiten kommen,…

Aha…du unterziehst dich also nach jedem Toilettengang einer gründlichen Intimwäsche ?

  1. Bin ich generell nicht für Entscheidungen (die
    lebensnotwendigen natürlich ausgenommen), die ein Mensch für
    einen anderen trifft. Aus diesem Grunde bin ich z.B. auch
    gegen eine Taufe im Kindesalter.

Dagegen bin ich auch…

Aber sag mal, hast du eigentlich mein Posting richtig gelesen ?
Ich schrieb ganz deutlich, dass meine Kids diese Beschneidung selber wollten.
Das sie damals im Alter von 4 und 6 noch nicht die ganze Tragweite dieser Beschneidung sehen konnten, ist mir auch klar.
Aber Deniz, der ältere, war schon ziemlich säuerlich, dass er so lange warten mußte.
Ganz bewußt habe ich sie nicht als Baby beschneiden lassen und ganz bewußt habe ich beiden von den Schmerzen erzählt und dabei absolut nichts beschönigt.
Hätte einer der beiden gesagt, er will das nicht - ok…dann wäre es nie passiert !

  1. Da das entsprechende Körperteil vorher eigentlich in
    Ordnung war, wie es war, handelt es sich hierbei um eine
    bewußt herbei geführte Beschädigung/Verstümmelung.

*lol*
Wieso ist denn ein Mann ohne Vorhaut verstümmelt oder beschädigt ?
Das ist doch wohl absoluter Blödsinn.

Insofern
vergleichbar mit Branding, Cutting und letztlich auch mit dem
US-amerikanischen Tänzer, der sich beide Beine von einem Zug
abfahren ließ, weil er sich so schöner fand.

Das nennst du vergleichbar ?
Sorry, aber ich gebe zu, dich nicht zu verstehen.

Und wenn da so eine Entscheidung von einem anderen Menschen
getroffen wird, noch dazu von einer Mutter, die eine besondere
Fürsorgepflicht hat und damit eine entsprechende Sorgfalt an
den Tag legen sollte, finde ich das einfach krank, oder wenn
es Dir lieber ist: Unverantwortlich und respektlos gegenüber
dem Opfer.

Du gehst sehr weit und wirst unverschämt - aber das weißt du sicher selber?!

Was da vermeintlich im Interesse der Kindes entschieden wird,
ist letztlich eine Verwirklichung der eigenen Vor- und/oder
Einstellungen an einem Menschen, der weder selbst entscheiden
noch sich nicht wehren kann.

Hört hört - ich denke schon, dass meine Söhne damals die Worte „nein“ oder „ich will nicht“ in ihrem Wortschatz hatten und diese auch ohne weiteres sofort ausgesprochen hätten.

Wie war das noch bei „Hör´ mal wer da hämmert!“: Sie: „Wir
können doch nicht ständig für unsere Kinder entscheiden.“ Er:
„Doch, dafür haben wir sie ja angeschafft: Damit wir ihnen
sagen können, was sie zu tun haben. Sonst wären wir lediglich
die größten Menschen hier im Haus.“

Naja, über Niveau lässt sich streiten…

Viele Grüße,
Vanessa

Hallöchen,

Von ungesund habe ich nie gesprochen … und ich würde
niemals behaupten, eine Vorhaut sei ungesund.

Zitat aus Deinem ersten Posting:
„Über Sinn oder Unsinn ließe sich ewig lamentieren…aus hygienischen und äthetischen Gründen macht es für mich schon Sinn.“

Ich stehe dennoch dazu, dass ein beschnittener Mann für eine
Frau durchaus gewisse Reize haben kann.

Das ist Deine Meinung, die evtl. nicht von allen Frauen geteilt wird, und die evtl. nicht für alle Männer relevant ist. Du als Frau hast für Deine (kleinen) Männer die Entscheidung irreversibel (im Gegensatz zum Kirchenbeitritt) getroffen. Das finde ich nachwievor falsch. Du hast aus Deinem persönlichem Empfinden heraus diese Entscheidung getroffen. Und - wie es weiter steht - die Bemerkung, daß Deine Söhne nicht dagegen waren, ist ja offensichtlich absolut lächerlich. Mal davon abgesehen - und das kann ich natürlich nicht beurteilen - kann ich mir nicht vorstellen, daß Du in Deiner Darstellung gegenüber Deinen Söhnen besonders neutral gewesen bist (und damit meine ich gar nicht mal die Schmerzen). (Unterstellung, ich weiß.) Jedenfalls ist 4 und 6 nicht unbedingt das Alter, in dem man Mutti schon aus Prinzip widerspricht. Die Frage ist ohnehin, warum es gerade in dem Alter sein mußte. Im allgemeinen wird so was doch früher gemacht. Dann hättest Du genauso noch die 10 Jahre warten können, bis sich die Jungs hätten darüber Gedanken machen können.

Wenn du damit nicht klar kommst, ist es dein Problem…sorry
Christian, aber es geht hier nicht um Verstümmelung, wie du
weiter unten schreibst.

Hmm, was ist denn Verstümmelung? Der Ausdruck mag sonst etwas anderes beschreiben, aber nur weil es nicht ein Arm war, der abgeschnitten wurde, heißt das doch nicht, daß die Sachlage anders ist.

Mich deshalb als krank, verantwortungslos und respektlos
hinzustellen ist schon frech.

Frech hin oder her. Hätten meine Eltern entschieden, mir aus modischen Gründen zwei Narben am Arm verpassen zu wollen, würden sie nun dasselbe zu hören bekommen.

Aha…du unterziehst dich also nach jedem Toilettengang einer
gründlichen Intimwäsche ?

Aha, und machst Du das? Das „Verunreinigungspotential“ bei einer Frau ist doch nicht unbedingt niedriger, oder? Und, und da plaudere ich mal aus der Schule: Nur ein sehr dummer Mann zieht (insbesondere im Stehen) beim Wasserlassen seine Vorhaut nicht zurück. Die Sauerei wäre dann beträchtlich (je nach Enge = Überlappungsgrad der Vorhaut natürlich). Insofern ist der Unterschied im „Reinheitsgrad“ zwischen beschnitten/unbeschnitten m.E. eher gering. Und wenn es soweit kommt, daß sich unter der Vorhaut übelriechende Ablagerungen bilden, findet dort entweder eine Überproduktion an Smegma statt oder mit der persönlichen Hygiene ist es nicht allzuweit her.

Aber sag mal, hast du eigentlich mein Posting richtig gelesen
?

Schon,…

Ich schrieb ganz deutlich, dass meine Kids diese Beschneidung
selber wollten.
Das sie damals im Alter von 4 und 6 noch nicht die ganze
Tragweite dieser Beschneidung sehen konnten, ist mir auch
klar.

…aber das ist doch wohl mehr als albern: „Ich hab sie doch gefragt. OK, sie wußten nicht, worum es wirklich geht, aber ich hab sie gefragt.“ Also ehrlich…

Aber Deniz, der ältere, war schon ziemlich säuerlich, dass er
so lange warten mußte.
Ganz bewußt habe ich sie nicht als Baby beschneiden lassen und
ganz bewußt habe ich beiden von den Schmerzen erzählt und
dabei absolut nichts beschönigt.

Ja. Und welche Vorteile hast Du ihnen aufgezeigt? Nur von Schmerzen kann in dem Gespräch nicht die Rede gewesen sein, oder? Kam da vielleicht eine kleine Feier drin vor? Oder ein paar Geschenke? Auf den Satz: "Willst Du an einem Tag große Schmerzen haben und an ein paar Folgetagen beim Pipimachen auch ein paar „Schmerzen?“ wird kein Kind mit „auja“ antworten.

*lol*
Wieso ist denn ein Mann ohne Vorhaut verstümmelt oder
beschädigt ?
Das ist doch wohl absoluter Blödsinn.

Nenn mir das Wort, daß Du wählen würdest. Es wurde vorsätzlich und m.E. ohne Grund ein Körperteil entfernt. Subjektiv überflüssig hin oder her.

Das nennst du vergleichbar ?
Sorry, aber ich gebe zu, dich nicht zu verstehen.

Mach ja nix, geht einigen hin und wieder so. Aber: Immerhin entscheidet bei den genannten Dinge immer noch der Betroffene selber.

Und wenn da so eine Entscheidung von einem anderen Menschen
getroffen wird, noch dazu von einer Mutter, die eine besondere
Fürsorgepflicht hat und damit eine entsprechende Sorgfalt an
den Tag legen sollte, finde ich das einfach krank, oder wenn
es Dir lieber ist: Unverantwortlich und respektlos gegenüber
dem Opfer.

Du gehst sehr weit und wirst unverschämt - aber das weißt du
sicher selber?!

„Unverschämt“ ist Deine Meinung. Ich sehe es so: Unter (wahrscheinlich unbewußter) Ausnutzung der fehlenden Möglichkeiten des Kindes zur Selbstbestimmung treffen Eltern in diesem Fall irreversible Entscheidungen zur Verwirklichung einer persönlichen Vorstellung. Da fallen mir viele Adjektive zu ein. Eins, was ich noch einfügen könnte, wäre verwerflich.

Was da vermeintlich im Interesse der Kindes entschieden wird,
ist letztlich eine Verwirklichung der eigenen Vor- und/oder
Einstellungen an einem Menschen, der weder selbst entscheiden
noch sich nicht wehren kann.

Hört hört - ich denke schon, dass meine Söhne damals die Worte
„nein“ oder „ich will nicht“ in ihrem Wortschatz hatten und
diese auch ohne weiteres sofort ausgesprochen hätten.

Das hatten wir doch oben schon besprochen. Die Bedeutung war ihnen, das sagst Du selbst, nicht klar.

Naja, über Niveau lässt sich streiten…

Das hat mit Niveau nichts zu tun. Dieses Zitat sollte nur verdeutlichen, daß einige Eltern ihre Kinder (wiederum unbewußt) dazu verwenden, um endlich mal selber über einen Menschen bestimmen zu können. Tritt übrigens häufig bei sehr jungen Eltern auf, die selber bis dahin außerhalb des Elternhauses praktisch kein eigenes Leben hatten.

So, und nun eins noch (und ich bitte Dich, darüber mal ein paar Minuten nachzudenken): Was hältst Du von asiatischen Müttern, die bei ihren Töchtern im Kindesalter die Augenlieder verkürzen lassen, damit sie dem westlichen Ideal besser entsprechen? Was hältst Du von amerikanischen Frauen, die ihren Töchtern die Nase usw. richten lassen, damit sie bei Kinder-Miss-Wahlen bessere Chancen haben?

Beides ist für mich mit der Beschneidung eines Kindes identisch.

Gruß
Christian

Hallöchen,

hallo, sorry, daß ich mich da einmische…

(kein Thema :wink:

von ungesund war nicht die rede. es reicht ja schon, wenn es
weniger schadet, wenn es getan wird, oder? und allein schon
das sauberere gefühl der frau, wenn sie ihrem liebling nahe
ist, ist doch schon was, oder? :smile:

Ja, aber ich finde, daß das der Liebling, wenn er alt genug dazu ist, alleine entscheiden sollte. Beschneiden kann sich jeder lassen, wenn er mag.

dann darfst du dein kind nicht zur schule schicken. denn die
entscheidung, welche schule du auswählst, kann kein
fünfjähriger treffen. auch darfst du dein kind nicht
einkleiden. welche mode es sein soll, kann doch kein
zweijähriger entscheiden.

Die Entscheidung bzgl. Schule muß bis zum entsprechenden Alter getroffen werden. Für eine Beschneidung gilt das nicht. Auch anziehen muß das Kind etwas.

religion ist sache der eltern, wie auch die erziehung. später
mal kann das kind dann allein entscheiden. ob getauft wird
oder beschnitten oder keins von beiden ist sache der eltern.

Das sehe ich eben anders. Regelmäßig ist keine Gefahr im Verzuge, wenn es um Taufe oder Beschneidung geht, also besteht auch kein Handlungsbedarf.

und letztlich auch mit dem
US-amerikanischen Tänzer, der sich beide Beine von einem Zug
abfahren ließ, weil er sich so schöner fand.

ja natürlich. oder ohrringe zum beispiel.

Man wird ja noch übertreiben dürfen :wink: Im übrigen: Wo ist denn die Grenze? Was dürfen Eltern mit ihren denn mit ihren Kindern anstellen? Ist Tatowierung auch noch erlaubt? Oder wie groß, an welcher Stelle und mit welchem Motiv darf sie sein?

auweia das opfer. man beachte die horrende häufigkeit von
sogenannten „hilfe ich bin beschnitten“-selbsthilfegruppen.
*lol*. das telefonbuch in tel aviv ist voll damit!

Ich sag ja nicht, daß Beschneidung so schlimm ist, daß man dafür eine Selbshilfegruppe bilden muß. Aber, und ich hier wiederhole ich mich ausnahmsweise gern: Die Entscheidung sollte der treffen dürfen, den es betrifft.

ja, solche serien sind sicher quell höchster ethischer werte.
(tool time ist das, oder? eine der frauendfeindlichsten
bescheuertsten serien, btw *g*)

Was ich mit dem Zitat meinte, steht in der Antwort zu Vanessa. Im übrigen: Die Sendung ist nur scheinbar frauenfeindlich. Tatsächlich läßt sie die Männer (und in diesem Fall zu recht) regelmäßig wie die Deppen darstehen. Nur bekommen das die meisten Männer nicht mit :wink:

Gruß
Christian

hallo exc,

ich habe ja nichts gegen deine meinung (der sind sogar einige juden und moslems, gar nicht mal so wenige), ich wehre mich aber dagegen, daß hier stimmung gemacht wird gegen „grausame unsitten“, ohne daß irgendwer eine ahnung hat, um was es geht. was ist als nächstes dran, das schächten wahrscheinlich…

gruß!

hallo!

"Willst Du an einem Tag große
Schmerzen haben und an ein paar Folgetagen beim Pipimachen
auch ein paar „Schmerzen?“ wird kein Kind mit „auja“
antworten.

ich dachte das findet ein paar tage nach der geburt statt, wo das kind nichts mitkriegt, oder zumindest nicht mehr als bei einer injektion? bei größeren „männern“ muß das ja richtige wunden geben, die eine sache für eine OP sind, oder?

gruß!

auch aufgrund von Diskussion im Talmud, dass die
Menschen damals wesentlich sauberer und reinlicher waren, als
viele in den westlichen Gesellschaften.
So gab es damals nie das Argument, wegen Gerüchen :wink:

schalom eli,

das mit der beschneidung gabs aber schon weit vor dem talmud. und DAMALS weiß ich nicht, obs mit der sauberkeit so weit her war, wüste und nomaden und so… also so ganz blöd werden die ja nicht gewesen sein.

gruß!

ps: sara belauscht abraham beim gebet: „… ich soll mir stück von meinem WAS abschneiden???“

off topic(etwas)
Huch!
Das klingt ja so als ob ich als ‚normaler‘ Bürger den Stierkampf schön finden müsste bloss weil ich den Ritus nicht kenne, oder verstehen kann!
Aber da leidet eindeutig eine Partei unter diese sog. Tradition, nämlich das Tier, und das finde grausam! Egal ob Tradition hin oder her…

Weiss nicht genau was beim Schächten gemacht wird (Ausbluten), also kann ich dazu nichts sagen.

Aber generell empfinde ich etwas als grausam, wenn jemand wirklich drunter leidet!

zb. die Frauenverstümmelungen seit weiss-ich-wievielen Generationen.

Oder wie hast Du das gemeint?

Gruss,
Nicole

Schalo lehitraot.

und DAMALS weiß ich nicht, obs mit der sauberkeit so weit her
war, wüste und nomaden und so… also so ganz blöd werden die
ja nicht gewesen sein.

Vor allem wird keiner hundertzwanzig in einer solchen Gegend, wenn er nicht auf Sauberkeit und Reinheit achtet :wink:

Eli

Hallöchen,

ich habe ja nichts gegen deine meinung (der sind sogar einige
juden und moslems, gar nicht mal so wenige), ich wehre mich
aber dagegen, daß hier stimmung gemacht wird gegen „grausame
unsitten“, ohne daß irgendwer eine ahnung hat, um was es geht.
was ist als nächstes dran, das schächten wahrscheinlich…

  1. Was soll ich an einer Beschneidung nicht verstanden haben? Den Sinn, das Ritual, die Vorgehensweise, das Resultat?
  2. Ich bin dagegen, daß die Eltern über den Kopf (oder ein anderes Körperteil) des Kindes hinweg entscheiden, ohne daß es dafür eine vernünftige Notwendigkeit gibt.

Im übrigen: Das Wort „grausam“ habe ich nicht verwendet.

Gruß
Christian

hallo!

den ritus habe nicht gemeint, um den gehts nur am rande. die meisten wissen eben nichts darüber und glauben, der mann leidet dann zeit seines lebens darunter, hat probleme beim sex oder was auch immer an märchen herumgeht. der vergleich mit den frauenverstümmelungen ist fehl am platz und nicht selten teil der üblichen propaganda gegen juden oder - ganz modern - moslems.

gruß!

Für diejenigen, die das Thema vertiefen wollen ist hier ein Aufsatz von Hadass Godlandsky:

Kindermißbrauch im Judentum
http://www.hagalil.com/bet-debora/journal/tabu.htm

Godlandsky ist auch der Meinung, daß Beschneidung darunter fällt.
Viele Grüße

Iris

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Hallo,

nachdem hier schon diverser Unsinn verbreitet wurde, hier vielleicht einmal eine kurze Darstellung, wie es denn wirklich ist:

  1. Bei der Beschneidung handelt es sich um ein Gebot wie viele andere auch und für einen frommen Juden ist die Erfüllung eine Freude. Zurück geht das Gebot auf Awraham, als G’tt im geboten hat, jegliches männliche zu beschneiden. Da er seinen Sohn Itzchak am achten Tag beschnitten hat, wird heute die Beschneidung von Jungen auch am achten Tag durchgeführt.

  2. Bei allen brit mila, wo ich bisher anwesend war, hatte keines der Kinder Schmerzen, obwohl dabei ja ohne medizinische Betäubung gearbeitet wird (es gibt nur ein paar Tropfen Wein zur Beruhigung). Wenn die Kinder geschrieen haben, dann wegen dem Stress und der fehlenden Mutter. Meistens wurde der Stress aber alleine durch die Angehörigen erzeugt.

Bei Erwachsenen wird die Beschneidung als normale Operation durchgeführt, wobei lokal betäubt wird. Die meisten Schmerzen entstehen hierbei durch die Betäubungsspritzen. Normalerweise sollte es hinterher zu keinen weiteren Schmerzen kommen, auch nicht beim Sex oder Wasserlassen.

  1. Trotz zahlreicher Versuche von jüdischer Seite die Beschneidung rational zu begründen, gibt es keine Erklärung welche schlüssig wäre. Aus diesem Grund zählt die brit mila auch zu den Geboten, welche einfach nur zu befolgen sind, ohne nähere Begründung. In diesem Sinne ist auch der Eingriff von Seiten der Eltern an das wehrlose Kinde zu sehen. Die Eltern machen diesen Eingriff für das Kind. Durch die Beschneidung wird das Kind darauf vorbereitet (spirituell) als ein Jude zu leben.

  2. Alle Bestrebungen gegen die brit mila gehen immer von Nichtbetroffenen aus, die meinen im Namen des Kinders besser als die Eltern handeln zu können. Bisher habe ich aber noch von keinem Bericht eines Betroffenen gelesen, welcher diese wohlmeinende Hilfe nahelegt. Daneben sollte man auch nicht vergessen, dass die brit mila, neben dem Schächten immer eines der ersten Dinge war, welche von Antisemiten verboten wurden. Aus diesem Grund sollte man bei diesem Thema immer auch damit rechnen, dass entsprechende Motive mitspielen oder von der anderen Seite unterstellt werden (leider).

Schalom,
Eli

Hallo Nicloe.

Beschneidung ist doch eigentlich unsinnig, ich mein, Mutter
Natur wird sich doch schon was bei gedacht haben.

Oder der Ew’ge wird sich etwas dabei gedacht haben und es stellt sich die Frage, warum der Mensch später wieder etwas entfernen soll, was Er erst geschaffen hat?

Es ist die Aufgabe des Menschen die Schöpfung zu vervollständigen, so gibt es viele Bereiche wo wir in der Natur Zustände vorfinden, welche wir erst verändern, um sie (aus unserer Sicht) zu verbessern oder erst nutzbar zu machen. In diesem Sinn kann man auch die brit mila sehen, bei welche der Jude an sich etwas vervollständigt, was G’tt begonnen hat. Wir heiligen uns damit und die Schöpfung, so wie wir dieses auch bei anderen Gelegenheiten tun.

Schalom,
Eli

hm,
Hallo Eli,

in diesem Sinne könnte man Säuglingen doch auch gleich die Mandeln entfernen lassen, ist ja eigentlich ‚unnützt‘ (natürlich nicht), aber der Proband ist dann vor späteren Infektionen gefeit.
Und die Milz, die brauch’ man doch auch nicht unbedingt?
Weissheitszähne machen auch nur Ärger, am besten, man manipuliert sie gleich weg.

Ziemlich gewagt, zu sagen, dass wir das Werk der Natur (oder Gottes) vervollständigen müssen/sollen, aus meiner Sicht.
Gibts da nicht eh natürliche Auslese, wenn etwas unnütz ist,
verschwindet es irgendwann, und es bleiben nur Rudimente zurück?

Eine Aussage hier im Thread wie asiatische Mütter die Lider ihrer Töchter ‚liften‘ lassen, nur um die Zugehörigkeit zum Westen zu demonstieren, ist auch ganz schön krass.
Warum sollten wir da eingreifen, wo es nichts zu verändern gilt? (Krankheiten und Missbildungen nat. ausgeschlossen)

Grüsse,
Nicole

Lektüreempfehlung zum Schmerzempfinden
Hallo Eli,

ich habe diese Diskussion bis jetzt mit Interesse verfolgt.
Bei einem Punkt aber wurde ich aufmerksam:
Es scheint die Auffassung zu geben, dass neugeborene Säuglinge kein Schmerzempfinden haben. Das konnte ich mir einfach nicht vorstellen und habe deshalb ein wenig recherchiert. Unter anderem habe ich diesen Artikel gefunden:
http://www.circumcision.org/spectator.htm

Es gibt diverse Studien im Netz, die man findet, wenn man bei Google „circumcision“ und „pain“ eingibt.

Und das Ergebnis scheint eindeutig zu sein: Säuglinge verspüren Schmerzen, wenn sie beschnitten werden. Und deshalb ist dieser Eingriff für mich barbarisch, wenn er ohne Betäubung durchgeführt wird.

Gruß
Uschi

Hallo Uschi,

ich habe nie behauptet das Babies keine Schmerzen empfinden würde. Dazu brauche ich auch keine Untersuchung, dass weiss aufgrund der Anschauung. Die Frage ist nur, in welcher weise verursacht eine brit mila Schmerzen und wie kann das Baby damit umgehen.

Hierzu kann ich nur sagen, dass ich bisher keine brit erlebt habe, wo die Symtome aus dem Artikel aufgetreten sind und zum Teil arbeitet der Artikel ja auch massiv mit Unterstellungen: „Es könnte sein, weil…“ So schreien die Babies sehr wohl dabei einmal, was aufgrund der Situation zumindest mich auch nicht wundert. Nur was passiert nach der brit. Wie reagiert es da? Ist es traumatisiert, geschockt, im Koma? Nein, meistens sind die Babies danach vergnügt und lachen sobald sie im Arm der Mutter sind.

Zu den inhaltlichen Fehlern des Artikels sage ich nichts weiter und auch die Suche bei google brauchte hauptsächliche Untersuchungen zu tage, die von anfang an nicht wertfrei waren und meistens keine brit milot untersuchten. Als Wissenschaftler kann ich so etwas aber nicht ernstnehmen, wenn der Untersuchungsgegenstand nicht einmal vorhanden ist…

Wenn wir uns aber über Probleme bei brit milot unterhalten wollen, geht der Aritkel schon in die richtige Richtung: Vorbereitung der Eltern auf diesen Schritt. Hier sehe ich heutzutage das Problem, welches sich sicherlich auch auf die Babies auswirkt, wenn die Eltern selbst durch den Eingriff geschockt sind.

Sollter aber der Aritkel recht haben, stellt sich die Frage von lehitraot aufs Neue: Wo sind die ganzen traumatisierten Juden?

Schalom,
Eli