Hallo Uschi.
Genau das würde mich aber interessieren: Was sind die
inhaltlichen Fehler dieser Untersuchung?
Ich sprach von dem Artikel, nicht der Untersuchung selbst. Dabei muss ich zugeben, dass ich den Artikel nur überflogen habe. So sind viele Inhalte bezüglich des Judentums einfach falsch, was zeigt, dass an dem Artikel (der Untersuchung?) keine Fachleute beteiligt waren.
Und inwiefern sind die zu Tage gebrachten Untersuchungen nicht
wertfrei? Heißt das, dass das Ritual der brit milot von Anfang
an nicht in Frage gestellt werden darf?
Nein, aber bestimmte wertende Formulierungen verraten doch schon, welche Einstellung der Untersucher hat und diese wurden aber nie direkt benannt. Für mich sind das Kennzeichen für unbrauchbare Untersuchungen.
Für mich stellt es sich jedenfalls so dar, dass die
Beschneidung auch unter Juden nicht unumstritten ist.
Das stimmt, wobei die Kritik fast ausschliesslich von nichtgläubigen Juden kommt, was ich auch verstehen kann. Wenn ich nicht an G’tt glauben würde, wäre ich auch kritischer gegenüber brit milot - ähnlich wie Nicole.
Ich wäre auch total geschockt. Hinsehen könnte ich da sicher
nicht (ich muss schon weggucken, wenn mir Blut abgenommen
wird). Für mich ist der Gedanke, dabei zugucken zu müssen, wie
an meinem neugeborenen Baby ohne Betäubung herumgeschnippelt
wird, vergleichbar mit Folter. Oder ist man als Vater da
„härter im Nehmen“?
Das Problem hierbei ist mehr die innere Einstellung, welche ja indirekt dafür verantwortlich ist, worüber wie geschockt oder geekelt sind. Bei frommen Müttern habe ich bisher nicht festgestellt, dass diese besonders geschockt sind. Aber wer sieht schon gerne Blut fliessen? Und passieren kann dabei ja auch immer etwas.
Tja, das weiß ich natürlich nicht. Aber in dem Artikel gibt es
schon einige Hinweise darauf. Und ein Trauma kann sich ja auf
viele verschiedene Arten manifestieren, nicht wahr?
Ja, aber der Aritkel zeigt für mich auch den Zusammenhang zu den Einstellungen der Eltern auf. Fast möchte ich schreiben: Sind die Eltern geschockt, ist das Kind traumatisiert.
Schalom,
Eli