Bevorzugt Gott manche Menschen?

Hei,

ich verstehe was du meinst und dein Beispiel traf genau meine
Vorstellung von dem wie du es empfindest bzw. wie es dir
ergeht. Die Frage nur warum du es ergründen möchtest hängt
glaube ich schon ein bisschen mit deinem Supermannkostüm
zusammen was du dir über die Jahre zugelegt (eingeredet hast).
Bestimmt hat schon einer meine Vorredner den Spruch gebracht
„Der Glaube versetzt Berge“ und in deinem Fall ist da auch
etwas Wahres dran.

glaube, das hat bisher keiner geschrieben, zumindest nicht wörtlich. :smile: Stimmt aber sicherlich, immer, wenn ich das Gefühl habe, dass es dieses Mal dann doch „schief geht“ und ich anfange, daran zu zweifeln, kommt mir früher oder später (eher früher *g*) der Gedanke, dass es ja doch wieder irgendwie gut gehen wird.

Es ist gut das du es so siehst wie du es
siehst und es auch geniessen kannst aber hast du dir schon mal
Gedanken darüber gemacht das es auch eines Tages vorbei sein
kann, du es vielleicht aus dieser „Angst“ heraus ergründen
möchtest ?

Nein, Angst ist es definitiv nicht - hehe, das würde nicht passen, ich WEISS ja, dass immer was Gutes bei rumkommt… habe bissl drüber nachgedacht, also über das mit der Angst, aber die habe ich tatsächlich nicht. Ich meine, ich habe Angst vor vielem, aber nicht davor, dass sich mein Leben ins Negative ändern könnte. Es ist einfach nur dieses Unverständnis meinerseits, warum gerade ich es so gut habe. Nicht, dass ich denke, dass ich es schlechter haben sollte, nein, aber ich würde es halt gerne verstehen.

Ich meine, ich bin Schütze und Drache, und beiden Sternzeichen wird nachgesagt, dass sie ein „von den Sternen bevorzugtes“ Leben haben oder so ähnlich, vielleicht liegts ja tatsächlich daran - das wäre aber wohl eher etwas fürs Eso-Brett. :wink:

Der Film ist nicht so überragend und auch schon ein paar
Tage alt, aber er zweigt sehr gut wie es auf das äussere
Umfeld ankommen kann :wink:in der Videothek musst du wohl schon
ganz viel suchen um ihn noch zu finden *fg*

Ja, irgendwann Mitte der Achtziger oder so, nicht wahr? Mit Gene Hackman? Der läuft ja auch immer mal wieder im Fernsehen, falls ich ihn nicht finde. :smile:

Grüßlis
Natascha

Hallo, Natatza,
ich wollte es nicht so in den Betreff schreiben aber:

„Mit den Dummen ist Gott“ sagt der Volksmund, „Das Glück ist mit den Doofen“ und auch „Die dümmsten Bauern haben die dicksten Kartoffeln“.
Das zeigt ganz klar, dass auch andere diese Beobachtung gemacht haben. Und selbst Mt 5,3 sagt: „Selig sind, die da geistlich arm sind;“

Hintergrund dafür ist wohl, dass tatsächlich eher mit Erfolg zu rechnen ist, wenn ein Mensch unbefangen an eine Sache herangeht. Derjenige, der sich erst mal grübelnd Gedanken macht, gerät eher in Gefahr, die Sache zu verkorksen.

Frage mal einen beliebigen Fahrlehrer: Diejenigen, die die Fahrprüfung beim ersten Anlauf schaffen, sind eher jene, die ohne viel Skrupel und Überlegung an diese Aufgabe herangehen und viele von denen tun das eben, weil ihre Intelligenz soche Überlegungen gar nicht zuläßt.

Wenn Du also viel „Glück“ hast, muss das nicht unbedingt mit deiner Dummheit zu tun zu haben, es scheint mir in deinem Fall eher darauf zurückzuführen zu sein, dass du deinem „Bauchgefühl“ vertraust, statt lange Überlegungen anzustellen. Also einer gewissen Unverbildetheit, Natürlichkeit und Naivität.

Inwieweit das mit Religion zu tun hat? Nun, wenn man glaubt, dass es einen Gott gibt, der seine schützende Hand über einen hält, dann schreibt man ihm natürlich alles zu, was einem so widerfährt.

Grüße
Eckard

Hei,

ich wollte es nicht so in den Betreff schreiben aber:

hehe, danke dafür. :wink:

Hintergrund dafür ist wohl, dass tatsächlich eher mit Erfolg
zu rechnen ist, wenn ein Mensch unbefangen an eine Sache
herangeht. Derjenige, der sich erst mal grübelnd Gedanken
macht, gerät eher in Gefahr, die Sache zu verkorksen.

Ja, das stimmt.

Frage mal einen beliebigen Fahrlehrer: Diejenigen, die die
Fahrprüfung beim ersten Anlauf schaffen, sind eher jene, die
ohne viel Skrupel und Überlegung an diese Aufgabe herangehen
und viele von denen tun das eben, weil ihre Intelligenz soche
Überlegungen gar nicht zuläßt.

Du, das hab ich doch vor kurzem erst selbst von einem gesagt bekommen. :wink:)

Wenn Du also viel „Glück“ hast, muss das nicht unbedingt mit
deiner Dummheit zu tun zu haben, es scheint mir in deinem Fall
eher darauf zurückzuführen zu sein, dass du deinem
„Bauchgefühl“ vertraust, statt lange Überlegungen anzustellen.
Also einer gewissen Unverbildetheit, Natürlichkeit und
Naivität.

Hehe, danke, dass Du mich nicht für dumm hältst. Bissl naiv lasse ich tatsächlich gelten, das fällt mir im Nachhinein auch ab und an mal auf… Und dass ich auf meinen Bauch höre, ist eh bekannt, das bringt die Kopfmenschen in meiner Umgebung immer wieder zur schieren Verzweiflung. *g*

Hm, vielleicht ist es ja das - die Kehrseite meines Lebens ist, dass ich ständig unter dem Druck stehe, mein Tun vor anderen rechtfertigen zu müssen. Und nicht allzu sehr mit der Genugtuung „anzugeben“, wenn sich mal wieder alles positiv entwickelt… Das kann beides ziemlich anstrengend sein! :smile:

Inwieweit das mit Religion zu tun hat? Nun, wenn man glaubt,
dass es einen Gott gibt, der seine schützende Hand über einen
hält, dann schreibt man ihm natürlich alles zu, was einem so
widerfährt.

Okay - aber dann wäre meine Frage wieder: Warum gerade ich, wenn das alles von Gott gesteuert wird?

Grüßlis
Natascha

Hei Natatza

Alles sind Geschöpfe Gottes, weshalb e niemanden bevorzugt.
Nicht alle wollen aber Kinder Gottes werden, weshalb
diejenigen die sich Gott anvertrauen, es oft auch besser geht.
Ein Kind, welches sich seinen guten eltern anvertraut, geht es
ja meist auch besser, als wenn es dies nicht macht.

da kenne ich aber auch komplett andere Beispiele. Ein guter
Freund ist sehr gläubig - und hat Depressionen. Ein Bekannter
ist ebenfalls gläubig - und hat irgendeine unidentifizierbare
Magen-Darm-Krankheit, die ihm immer wieder extreme Schmerzen
bereitet und regelmäßig ins Krankenhaus bringt. Nur zwei
Beispiele.

Wie Du oben lesen kannst, habe ich geschrieben „OFT auch besser geht“ habe nicht geschrieben immer.

Sind das dann diejenigen, die „auf die Probe“
gestellt werden???

Möglich, aber denke nicht. Leute die zu schnell fahren, verunfallen häüfiger als andere. Aber manchmal trifft es bei den Unfällen auch andere, unschuldige. Anders gesagt, das Böse trifft nicht immer den Bösen. Wenn Du jemanden erschiesst, warst Du böse, aber Tod ist der Andere, als Bsp.
Manchmal nimmt man die Verheissung auch nicht in Anspruch 2in Seinen QWundfen seid Ihr geheilt" oder geht nicht zu den Gemeindeältesten und lässt für sich beten, wie es die Bibel sagt. Vieleicht ist der Prozess am Schluss vorteilhaft für die Person oder für andere Personen.Es kann viele gründe haben, ich habe nur einige aufgezählt.
Da ich mich etwas mit Depressionen und mit Darmstörungen auskennen, gib Ihnen doch mal meine mail an, vieleicht kann ich Ihnen helfen (siehe unten, meine Tochter leidet und litt (Zufall?) auch unter ähnlichem.

Sind beides unheimlich nette Menschen -
also warum die und nicht ich?

Das könnte ich mich bei unserer Tochter auch Fragen. Es geht Ihr zwar auch dank Gottes Hilfe schon viel besser, aber gesund ist sie noch lange nicht

Dein gut gehen, kann von Deinem optimismus kommen, denn
erstens beeinflusst unsere Haltung unser tun, dies schlägt
sich positiv zurück. Andererseits als optimist sieht man das
glas halbvoll und die Reaktion ist darauf positiv, weas auch
wieder zurückschlägt.

Ja, das wäre eine komplett nicht-religiöse Erklärung. Und
wahrscheinlich auch die einfachste. :wink:)

Die einfachste kann, aber muss nicht die richtige sein.

Möglich ist abr er auch, dass Gott Dir helfen will IHN zu
finden, an IHN zu glauben und deshalb es Dir gut geht. Er
weiss vieleicht schon, dass Du ihn suchst und möchte Dir
danbei helfen,.

Aber wäre das nicht einfacher, wenn es mir schlecht ginge? Gab
es tatsächlich mal eine ganze Weile, da hing ich in einem
richtigen Loch. Das war die Zeit, in der ich mich wieder mit
Gott beschäftigt habe.

Da hast du recht, ist eine gute Frage. Denke zumindest ist es eher so wie Du sagst. Vieleicht bist aber du damals Gott nicht nahe genug getreten und möglicherweise tust Du es jetzt, weil es dir gut geht.

Empfehle dir dazu ein Alpha Live Kurs. google oder höre Dich
um, den gibt es überall, vieleicht egrade nächstens

Was ist das?

Das ist ein kostenloser christlicher Glaubenskurs in eine Gruppe, an ein paar Abenden, bei dem der ganze christliche Glaube etc dargelegt wird und wie man Gott begegnen kann, etc etc. Er wird von verschiedenen Kirchen und Gemeinden angeboten, da es da um Gott und nicht um eine Kirche geht.Interessant ist auch, dass man da alle Fragen stellen kann, auch solche, auf die sonst niemend eine Antwort weiss. Ist eine gute Informationsgrundlage und mehr, so dass man sich dann für mehr Infos oder eben nicht entscheiden kann.
Wenn Du mir schreibst, aus welchem Teil (Stadt oder so) Du kommst, kann ich Dir eventuell sagen, wann und wo so ein Kurs stattfindet bzw wo Du Dich informieren kannst

Grüßli
Beat

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Hallo, Natatza,
danke erstmal dafür, dass du mein Posting nicht in den falschen Hals bekommen hast, denn es war tatsächlich so gemeint, wie du es aufgefasst hast.

Warum es gerade dich so trifft, wird man eben deinem Naturell zuschreiben müssen. So wie du bist, bist du eben und positive Erfahrungen bestärken dich in deinem Verhalten.

Vielleicht ist es eine Art Naturgesetz, zumindest aber eine seit Alters gemachte Erfahrung, wie sich ja aus den vielen Sprichwörtern, Sentenzen und Lebensweisheiten nachvollziehen läßt.

Die alten Römer drückten es so aus: „Fortes fortuna adjuvat.“ - „Den Glücklichen hilft das Schicksal.“

Lieben Gruß
Eckard
PS: Man sollte tatsächlich eine Sammlung dieser Sprüche anlegen - eben fällt mir noch einer ein: „Der Teufel sch… immer auf den größten Haufen!“ :smile:

Hei Natascha,

okay, das ist auch eine nicht-religiöse Antwort, also hat es
vielleicht doch etwas mit meiner Einstellung zu tun?

da bin ich mir ziemlich sicher.
Es gibt positive Spiralen und negative.
Wenn Du eine positive Rückkopplung hast und sie so wahrnimmst (auch unbewust) steigst Du weiter.
Wenn Du (nur )auf negative Rückkopplung reagierst dito, nur eben anders herum.

Sei froh, daß Du positiv reagierst.

Aber ich
wüsste ja gerne, wie die Religionen dazu stehen. Nach denen
hätte es ja nichts damit zu tun, ob ich optimistisch bin oder
nicht…

Das ist mir soooo was von egal!
Hauptsache glücklich, solange es nicht auf kosten anderer geht.

Gandalf

Hallo

Alles sind Geschöpfe Gottes, weshalb e niemanden bevorzugt.
Nicht alle wollen aber Kinder Gottes werden, weshalb
diejenigen die sich Gott anvertrauen, es oft auch besser geht.
Ein Kind, welches sich seinen guten eltern anvertraut, geht es
ja meist auch besser, als wenn es dies nicht macht.

Ironie: Kinder sind von Natur aus weder folgsam noch unfolgsam, ihr Vertrauen zu den Eltern hängt überwiegend von den Eltern selbst und deren Verhalten und Erziehung ab. Im Lichte Deiner Anmerkung finde ich das doch recht bemerkenswert.

Gruss

Wiesel

Moin,

aus buddhistischer Sicht laufe ich also ziemlich verblendet
durchs Leben, weil ich das Gefühl habe, ständig Glück zu
haben?

Jein.
Buddhisten haben eine andere Vorstellung von Glück. „Glück“ kann nach buddhistischem Verständnis nur etwas Dauerhaftes sein. Alles was vergeht und in seiner Bedingtheit dem Wechsel unterworfen wird, fällt unter die Kategorie „Leid“.

Das was du als „Glück“ bezeichnest, ist im Grunde nur in seiner Verbindung mit Leid als Glück zu bezeichnen und kann sehr schnell umkippen, wenn sich die Bedingungen ändern. Du hast ja weiter unten im Thread einige Beispiele genannt. Ein ganz einfaches Beispiel wäre: Wenn dir jemand einen Teller Suppe hinstellt und sagt „iss“, dann kann dies ein Glück sein, wenn du gerade hungrig bist. Es kann aber in Leid umschlagen, wenn auch noch dem 8. Teller noch ein weiterer Teller hingestellt wird, und du dich genötigt siehst, auch diesen noch zu leeren, obwohl du längst satt bist.

„Gück“ in dem Sinne ist somit also keine Eigenschaft „an sich“, sondern immer bedingt. Jemand der in allem nur das Gute sieht wäre aus buddhistischer Sicht somit nicht anders zu bewerten als jemand, der in allem nur das Schlechte sieht. Beides verstellt nach buddhistischer Anschauung den Blick auf das Wesentliche, nämlich das, was keiner Veränderung und keiner Bedingtheit unterliegt.

Gruß
Marion

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Allerdings
würde ich das eher in den Bereich „Esoterik“ stecken, da die
obigen Vorstellungen mit denen der etablierten Religionen, die
sich mit Wiedergeburt auseinandersetzen (z.B. dem Hinduismus)
wenig gemein haben (und mit Buddhismus schon mal gar nichts,
falls jemand auf die Idee kommen sollte :smile:)

da bin ich voll bei dir. wenn immer von „reinkarnation“ die rede ist - vor allem in diesen violett/türkisfarbenen büchern mit den besonders hohen auflagen - dann ist es zu 99% esoterischer kram, der mit fernöstlicher religion(swissenschaft) nichts zu tun hat.

wäre toll, wenn du als expertin was dazu sagen könntest?

gruß
dataf0x

Hallo Wiesel

Alles sind Geschöpfe Gottes, weshalb e niemanden bevorzugt.
Nicht alle wollen aber Kinder Gottes werden, weshalb
diejenigen die sich Gott anvertrauen, es oft auch besser geht.
Ein Kind, welches sich seinen guten eltern anvertraut, geht es
ja meist auch besser, als wenn es dies nicht macht.

Ironie: Kinder sind von Natur aus weder folgsam noch
unfolgsam,

Das ist eine reine Behauptung. Es gibt nicht ein einziges Kind welches unter irgend einer Erziehung völlig folgsam ist. Kinder haben wie Menschen auch, von Natur aus auch schlechtes und unfolgsames in sich, so wie wir uns auch immer wieder ertappen, das wir scchlechte Gedanken haben. Und manchmal bleibt es leider nicht nur bbei den Gedanken.

ihr Vertrauen zu den Eltern hängt überwiegend von
den Eltern selbst und deren Verhalten und Erziehung ab.

Das stimmt völlig, ist auch kein Widerspruch zum obigen

Im
Lichte Deiner Anmerkung finde ich das doch recht
bemerkenswert.

Kinder Gottes werden ist eine Stellung die man durch eine Entscheidung bekommt. Man kann Kinder gottes nicht erarbeiten, mit Leistungen „erkaufen“. Es ist wie bei einer Adoption eines Kindes. Die Eltern müssen die Adoption wollen (Gott will alle Menschen als seine Kinder „apotieren“) und das Kind, bzw auf der Welt die Vertretung des Kindes, muss die Eltern annhemen, so wie wir eben auch ja sagen müssen zu Gott (Da wir ja alt genug sind, gibt es keine Vertretung die dies für uns entscheiden kann).

Gruss
beat

Gruss

Wiesel

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Karma und Wiedergeburt im Buddhismus
Moin,

wäre toll, wenn du als expertin was dazu sagen könntest?

Ich könnte höchstens etwas zu Karma und Wiedergeburt im Buddhismus sagen.

In der buddhistischen Vorstellung ist unsere Welt voller Bedingtheiten. Nichts existiert unabhängig, alles ist in irgend einer Weise durch etwas anderes bedingt. Das betrifft die materielle Welt, aber auch unseren Geist, unsere Gefühlswelt, unsere Wahrnehmung und alles andere. Alles ist eingebettet in ein Geflecht aus Ursachen und wirkungen. Somit gibt es auch kein isoliertes Wirken. Jedes Wirken ist bedingt und bedingt wiederum.

Unter Karma versteht man nun jedes sich durch Wollen äußernde Wirken, wobei das Wollen hier im Vordergrund steht, also nicht unbedingt das Handeln. Zudem muss dieses Wollen/Wirken eine „moralische“ Komponente haben, also heilsam oder unheilsam sein. Aus heilsamem Wollen/Wirken bedingt sich nun heilsames Karma und aus unheilsamem Wollen/Wirken bedingt sich unheilsames Karma. Dieses Karma wird quasi in einen unendlichen „Prozess“ aus Ursache und Wirkung eingespeichert.

Wenn also ein Apfel vom Baum fällt, dann ist das kein karmisches Wirken, weil hier die Komponente des „Wollens“ fehlt, selbst wenn der Apfel jemanden am Kopf trifft. Wenn ich auf einem Apfelbaum sitze und absichtlich einen Apfel hinunterwerfe ist dies hingegen karmisches Handeln. Werfe ich ihn absichtlich so herunter, dass er jemanden treffen soll, ist dies unheilsames karmisches Handeln, auch wenn der Wurf daneben geht und niemand zu Schaden kommt.

Andererseits unterliegt der Mensch auch „Karma“ quasi als Objekt dieser Wirkungen. Aber nicht alles, was uns wiederfäht ist Folge von Karma. Der Buddhismus kennt 8 Ursachen für das Entstehen von Schmerzen, durch die Wesen Leid erfahren. Die da wären: ein Übermaß an Blähungen, an Gallenfluss, an Schleim, das Zusammenwirken dieser Säfte, Schwankungen der Temperatur, eine ungeregelte Lebensweise, äußere Einwirkungen und eben Karma. Wenn dir also der aus dem obigen Beispiel von alleine vom Baum fallende Apfel an den Kopf knallt, ist das keine Folge karmischen Handelns, wenn dir jemanden den Apfel an den Kopf wirft, hingegen schon.

Die spannende Frage ist nun natürlich, kann ich durch mein eigenes heilsames oder unheilsames Wollen/Wirken das Karma beeinflussen, dessen Objekt ich werde ? Die Antwort muss lauten: Jein. Ja, weil mein ganzes karmisches Wirken/Wollen letztendlich natürlich auch wieder einen Einfluss auf mich hat (da ich ja untrennbarer Bestandteil dieses Ursache-Wirkung-Geflechtes bin), Nein, weil wir als normale Menschen die Mechanismen dieses Systems nicht durchschauen können. Ich möchte in diesem Zusammenhang gerne H. Bhattacharyya zitieren:

„Sicher ist hiernach die Ernte unseres Wirkens; unsicher aber für die allermeisten Menschen wegen seiner äußersten Kompliziertheit der Verlauf des Karma-Gesetzes im einzelnen, eine Kompliziertheit, die so groß ist, dass „die Frucht der Taten“ eben insofern ein weiteres der vier „unfassbaren Dinge“ bildet, über die man nicht nachzudenken hat, es sei denn, dass man, indem man darüber nachdenkt, dem Wahn oder der Verstörung anheimfällt“ (aus Georg Grimm, „Die Lehren des Buddho“).

Wenn wir also nicht in der Lage sind, die karmischen Gesetze zu durchschauen, wie können wir sie dann trotzdem beeinflussen ? Ganz einfach, durch heilsame Taten vermehren wir heilsames Karma. Und je mehr heilsames Karma in der Gegend rumschwirrt, desto größer ist hoffentlich unsere Chance, ebenfalls irgendwann welches abzukriegen :smile: (stark vereinfacht ausgedrückt).

Was hat nun Karma mit Wiedergeburt zutun ? Laut buddhistischer Vorstellung besteht der Mensch aus Fünf Daseinsfaktoren (Körper, Empfindung, Wahrnehmung, Geistesregungen und Bewusstsein), die ihrerseits wiederum karmischen Wirkungen unterliegen und als Prozess verstanden werden. Zwar reden wir von der Summe dieser fünf Faktoren als „ich“, aber die Vorstellung, dass diese etwas isoliertes, in sich abgeschlossenes oder gar dauerhaftes bilden (z.B. ein „ich“, dass den Tod überdauert) wird im Buddhismus als Illusion angesehen. Geburt und Tod sind nur Bestandteile dieses endlos währenden Prozesses. Somit ist auch die Vorstellung, dass „jemand“ handelt oder „jemand“ stirbt nur ein Konstrukt. Statt dessen gibt es nur eine endlose Abfolge von Handlungen, Entstehen, Vergehen etc.

Schließen möchte ich wiederum mit einem Zitat aus der Visuddhi-Magga:

„Nicht findet man der Taten „Täter“,
Kein „Wesen“, das die Wirkung trifft;
Nur leere Dinge zieh’n vorüber;
Wer so erkannt, hat rechten Blick.“
„Und während so die Tat und Wirkung
Im Gange sind wurzelbedingt,
Kann, wie beim Samen und beim Baume,
Man keinen Anfang je erspäh’n.“
„Da gibt es weder Gott noch Brahma,
Der dieses Daseinsrad erschuf:
Nur leere Dinge zieh’n vorüber,
Durch viele Ursachen bedingt“
.

Gruß
Marion

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Hallo Natascha,

hast Du inzwischen schon die Geschichte von Hiob gelesen?

Hiob wird ja gerne als Beispiel gebracht, dass es einem gläubigen Menschen auch schlecht gehen kann.

Meist wird dabei übersehen, dass es Hiob zuvor eigentlich recht gut ging.
Haben wir Gutes empfangen von Gott und sollten das Böse nicht auch annehmen?“ (Hiob 2,10)

Glück oder Unglück hat nicht primär etwas mit Bevorzugung zu tun.
Es liegt sicher auch an der Einstellung des Menschen.
In Deinem Fall denke ich, dass Deine positive Einstellung einen Grossteil zu Deinem Glück beiträgt.

Persönlich finde ich es beeindruckend, dass Dich Dein Glück zur Frage nach Gott gebracht hat. Also ein klein wenig Dankbarkeit ist ja sicher nicht verkehrt. *g*

Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat“ (Psalm 103,2)

Gruss Harald

Hallo Natascha,

Empfehle dir dazu ein Alpha Live Kurs. google oder höre Dich
um, den gibt es überall, vieleicht egrade nächstens

Was ist das?

guck mal:
http://www.alphakurs.de/

oder
http://www.alpha-kurs.no/
*gg*

Gruss Harald

Hei,

Gott (Seine herrliche Erhabenheit!) genügend dankbar zu sein,
kann man gar nicht, aber irgendwie erkenntlich zeigen sollte
man sich schon. Lobpreisung, Gebet, Spenden an Bedürftige, es
gibt viele Formen der Dankbarkeit. Jede Art von Dankbarkeit,
die die Stufe aufrichtigen Gottesdiensts nicht erreicht, ist
aber Undank.

was meinst Du mit „aufrichtiger Gottesdienst“? Dass es
wirklich von Herzen kommt?

Ja, das heißt ungeheuchelt, nicht für andere Menschen, sondern nur für Gott.

Dass es der „falsche“ Gott ist, dem
gedankt wird? Dass nicht genug gedankt wird?

Wie bereits gesagt, kann man Gott nicht genug dankbar sein. Dazu müssten wir uns unser ganzes Leben lang in Gebet und Prosternation befinden.

Darum gibt es bei uns Muslimen das Bekenntnis zu
Gott als alleiniger Gottheit und zur Gesandtschaft Muhammads
und der Gesandten vor ihm, das fünfmalige Gebet, die
Läuterungsabgabe an Arme und Bedürftige, das jährliche
einmonatige Fasten und die Pilgerfahrt.

Hm, mal rein aus meiner Sicht gesprochen - das wäre mir zu
viel.

Es ist weniger, als Gott {s.w.t.} verdient hat, und dennoch ausreichend, um die Hauptpflichten gesichert zu haben, da Gott auf Vieles verzichtet. Aber das da oben ist Mindestmaß.

Ich möchte mich nicht unter Druck setzen lassen. Von
keinem Gott.

Ich bin mir sicher, dass Du das nicht ganz so ernst gemeint hast. Denn wenn irgendjemand göttlich ist, unterwirft man sich ihm aus ganzem Herzen. Das tun doch die Menschen für alles andere, für den Beruf, für den Ehepartner, für Geld, für Triebe - warum nicht für den Schöpfer all dieser Dinge???

Ich glaube, mit diesen vielen vorgeschriebenen
(?) Dingen wäre ich überfordert.

Klar, wer nicht dazu bereit ist, wird überfordert sein. Voraussetzung ist schon, den Angebeteten als konkurrenzlose Gottheit anzuerkennen. Dann macht man automatisch noch viel mehr als das da oben.

Was passiert, wenn ich
einfach mal keine Zeit habe, die Pilgerfahrt zu machen?

Nur ein Mal im Leben ist die Pilgerfahrt vorgeschrieben, das wird doch wohl noch gehen. Viele Muslime machen die Pilgerfahrt drei oder vier Mal, weil es so herrlich ist.

Oder
wenn ich bewusstlos auf der Intensivstation liege und
anders-religiöse Menschen mich während der Fastenzeit falsch
ernähren?

Der Muslim denkt nicht so schlecht von seinem barmherzigen Herrn, dass er hier ernsthafte Befürchtungen hegt. Ein Blick in den Koran: Gott fordert von niemandem mehr, als er kann. Und: Er möchte das Leichte für seine Knechte, nicht das Schwere. Beides steht in der ersten Sure nach der Eröffnungssure.

Ich kann mir nicht vorstellen, an eine bestimmte
„Danke“-Anzahl gebunden zu sein, sondern ich möchte frei
entscheiden können, wem ich wann, wie und wo danke sage.

Kannst Du doch. Bis zu Deinem Tode hast Du die Freiheit, überhaupt niemandem zu danken.

Egal,
ob es sich um Gott handelt oder einen Menschen. :wink: Zwänge
bringen mich dazu, nicht mehr von Herzen zu handeln, und dann
habe ich ein schlechtes Gewissen, weil ich es nicht so meine,
wie ich es sage…

Niemand zwingt Dich, in die Ergebung für Gott einzutreten. Du entscheidest selbst, ob Du Ihn als ewige Gottheit anerkennst oder nicht. Diese Freiheit ist allerdings nicht kostenlos.

Viele Grüße,

Mohamed.

Hei,

Ja, das heißt ungeheuchelt, nicht für andere Menschen, sondern
nur für Gott.

alles andere bringt ja auch nichts. :smile:

Wie bereits gesagt, kann man Gott nicht genug dankbar sein.
Dazu müssten wir uns unser ganzes Leben lang in Gebet und
Prosternation befinden.

Es ist weniger, als Gott {s.w.t.} verdient hat, und dennoch
ausreichend, um die Hauptpflichten gesichert zu haben, da Gott
auf Vieles verzichtet. Aber das da oben ist Mindestmaß.

Okay, das akzeptiere ich so - man kann nicht genug danken, wenn man gläubig ist. Aber für den einen ist es schon ein riesengroßer Schritt, überhaupt danke zu sagen, anderen fällt es leicht und sie bedanken sich am laufenden Band. Sollte das nicht auch berücksichtigt werden?

Ich bin mir sicher, dass Du das nicht ganz so ernst gemeint
hast. Denn wenn irgendjemand göttlich ist, unterwirft man sich
ihm aus ganzem Herzen. Das tun doch die Menschen für alles
andere, für den Beruf, für den Ehepartner, für Geld, für
Triebe - warum nicht für den Schöpfer all dieser Dinge???

Ich unterwerfe mich im alltäglichen Leben nichts und niemandem. Was Gott angeht, wie gesagt, da bin ich noch am Schwanken, aber ich meinte es ernst - unter Druck wende ich mich eher ab, als dass ich mich in Seine Richtung bewege, dann habe ich nicht mehr das Gefühl, es freiwillig zu tun, und dann bringt es ja wiederum nichts…

Klar, wer nicht dazu bereit ist, wird überfordert sein.
Voraussetzung ist schon, den Angebeteten als konkurrenzlose
Gottheit anzuerkennen. Dann macht man automatisch noch viel
mehr als das da oben.

Gut möglich.

Nur ein Mal im Leben ist die Pilgerfahrt vorgeschrieben, das
wird doch wohl noch gehen. Viele Muslime machen die
Pilgerfahrt drei oder vier Mal, weil es so herrlich ist.

Okay, ich dachte das müsste jedes Jahr oder so sein.

Kannst Du doch. Bis zu Deinem Tode hast Du die Freiheit,
überhaupt niemandem zu danken.

Ach was, ich kann mich, während ich sterbe, noch Gott zuwenden? Auch wenn ich mein ganzes Leben lang nicht an ihn geglaubt habe?

Niemand zwingt Dich, in die Ergebung für Gott einzutreten. Du
entscheidest selbst, ob Du Ihn als ewige Gottheit anerkennst
oder nicht. Diese Freiheit ist allerdings nicht kostenlos.

Gekaufte Freiheit?

Grüße
Natascha

Hei,

guck mal:
http://www.alphakurs.de/

oder
http://www.alpha-kurs.no/
*gg*

meine Entschuldigung für die offensichtliche Unfähigkeit, momentan selbst im Internet zu suchen: Liege mit ner fetten Erkältung daheim, hab nen dicken Kopf und kann nicht richtig denken… *rausred*

Danke. :wink:

Grüße
Natascha

Hei,

Jein.
Buddhisten haben eine andere Vorstellung von Glück. „Glück“
kann nach buddhistischem Verständnis nur etwas Dauerhaftes
sein. Alles was vergeht und in seiner Bedingtheit dem Wechsel
unterworfen wird, fällt unter die Kategorie „Leid“.

okay, aber wenn ich doch ständig weiß, dass es, egal wie schlecht es mir gerade geht, auch wieder gut wird, zählt das dann als „dauerhaft“ und somit „Glück“ oder doch als „Leid“?

Das was du als „Glück“ bezeichnest, ist im Grunde nur in
seiner Verbindung mit Leid als Glück zu bezeichnen und kann
sehr schnell umkippen, wenn sich die Bedingungen ändern. Du
hast ja weiter unten im Thread einige Beispiele genannt. Ein
ganz einfaches Beispiel wäre: Wenn dir jemand einen Teller
Suppe hinstellt und sagt „iss“, dann kann dies ein Glück sein,
wenn du gerade hungrig bist. Es kann aber in Leid umschlagen,
wenn auch noch dem 8. Teller noch ein weiterer Teller
hingestellt wird, und du dich genötigt siehst, auch diesen
noch zu leeren, obwohl du längst satt bist.

Akzeptiert. Nur in meinem Fall wäre es dann wohl so, dass ich durch das ganze Essen Magenkrämpfe bekäme und dadurch nicht in dem verunglückenden Zug säße, weil ich eben daheim im Bett läge und nen Tag lang nicht zur Arbeit gehen könnte… Ist das dann nicht doch dauerhaft Glück?

„Gück“ in dem Sinne ist somit also keine Eigenschaft „an
sich“, sondern immer bedingt. Jemand der in allem nur das Gute
sieht wäre aus buddhistischer Sicht somit nicht anders zu
bewerten als jemand, der in allem nur das Schlechte sieht.
Beides verstellt nach buddhistischer Anschauung den Blick auf
das Wesentliche, nämlich das, was keiner Veränderung und
keiner Bedingtheit unterliegt.

Okay, darüber denke ich jetzt erst nochmal nach…

Grüße
Natascha

Hei,

hast Du inzwischen schon die Geschichte von Hiob gelesen?

nein, aber ich habe sie mir erzählen lassen. :smile:

Glück oder Unglück hat nicht primär etwas mit Bevorzugung zu
tun.
Es liegt sicher auch an der Einstellung des Menschen.
In Deinem Fall denke ich, dass Deine positive Einstellung
einen Grossteil zu Deinem Glück beiträgt.

Okay, um es direkt auf Gott zu beziehen, der ja die Menschen zu sich bringen will - je nach Einstellung des Einzelnen zeigt sich Gott entsprechend „positiv“ oder „negativ“? Verstehe ich das richtig? Wenn ich also immer nur negativ denken würde, käme ich eher zu Gott, indem es mir mal so richtig mies ginge und ich in dieser Situation anfinge, mich mit Gott zu beschäftigen?

Persönlich finde ich es beeindruckend, dass Dich Dein Glück
zur Frage nach Gott gebracht hat. Also ein klein wenig
Dankbarkeit ist ja sicher nicht verkehrt. *g*

Dieses Mal ist es das Glück, stimmt, aber zum ersten Mal seit Jahren hatte ich mich während meiner depressiven Phase vorletztes Jahr mit Gott beschäftigt… :smile:

Grüßlis
Natascha

Moin,

okay, aber wenn ich doch ständig weiß, dass es, egal wie
schlecht es mir gerade geht, auch wieder gut wird, zählt das
dann als „dauerhaft“ und somit „Glück“ oder doch als „Leid“?

Nun ja, entweder geht es dir gerade schlecht oder nicht. Wenn es dir schlecht geht, dann bezeichnet man das als „Leid“ (auch wenn du weißt, dass dieses Leid irgendwann vorübergehen wird, genau wie du weißt, dass wenn es dir gut geht, es dir irgendwann mal wieder schlecht gehen wird). Diese Zustände (schlecht gehen „Leid“, gut gehen „Glück“, sind also beide nichts beständiges).

Das was du als „Glück“ bezeichnest, ist im Grunde nur in
seiner Verbindung mit Leid als Glück zu bezeichnen

Akzeptiert. Nur in meinem Fall wäre es dann wohl so, dass ich
durch das ganze Essen Magenkrämpfe bekäme und dadurch nicht in
dem verunglückenden Zug säße, weil ich eben daheim im Bett
läge und nen Tag lang nicht zur Arbeit gehen könnte… Ist das
dann nicht doch dauerhaft Glück?

Nein, zu „Glück“ in deinem Sinne wird es ja erst durch die Verknüpfung mit etwas leidvollem. Mal angenommen du würdest sagen: „Was für ein Glück, ich habe Magenkrämpfe (Leid)“, so würde dich jeder für verrückt halten, denn allgemein gilt, dass keine Magenkrämpfe zu haben besser ist als Magenkrämpfe zu haben. Wenn du aber die Magenkrämpfe in Relation zu einem noch größeren Leid setzte (Zugunglück), dann wurde dir quasi das kleinere Leid beschert. Diese Relation kannst du immer herstellen, es gibt immer etwas, was im Vergleich mit der leidvollen Situation, in der du dich befindest, noch leidvoller wäre. Somit ist das, was du als „Glück“ bezeichnest, nichts Dauerhaftes sonder hochgradig relativ, da es zwangsläufig mit einer Veränderung (morgen geht es mir besser) oder einem noch größeren Leid (aber dadurch hab ich das Zugunglück verpasst) verbunden werden muss (Bedingtheit).

Und somit sind folgende Kriterien

das Wesentliche, nämlich das, was keiner Veränderung und
keiner Bedingtheit unterliegt.

nicht erfüllt.

Gruß
Marion

Hallo Natatza,

Okay, das akzeptiere ich so - man kann nicht genug danken,
wenn man gläubig ist. Aber für den einen ist es schon ein
riesengroßer Schritt, überhaupt danke zu sagen, anderen fällt
es leicht und sie bedanken sich am laufenden Band. Sollte das
nicht auch berücksichtigt werden?

Gott lässt nichts Relevantes unberücksichtigt. „Wie“ Er es berücksichtigt, wissen wir nicht. Nur, dass keinem Unrecht geschehen wird. Aber jemand, der sich zu schade ist, Seinem Wohltäter und Schöpfer jemals zu danken: na ja…

Ich bin mir sicher, dass Du das nicht ganz so ernst gemeint
hast. Denn wenn irgendjemand göttlich ist, unterwirft man sich
ihm aus ganzem Herzen. Das tun doch die Menschen für alles
andere, für den Beruf, für den Ehepartner, für Geld, für
Triebe - warum nicht für den Schöpfer all dieser Dinge???

Ich unterwerfe mich im alltäglichen Leben nichts und
niemandem.

Ich kenne Dich nicht. Aber es gibt Viele da draußen, die denken, sie seien die freiesten Menschen und sind doch Sklaven.

Was Gott angeht, wie gesagt, da bin ich noch am
Schwanken, aber ich meinte es ernst - unter Druck wende ich
mich eher ab, als dass ich mich in Seine Richtung bewege, dann
habe ich nicht mehr das Gefühl, es freiwillig zu tun, und dann
bringt es ja wiederum nichts…

Wo ist denn der Druck, der ausgeübt wird?

Nur ein Mal im Leben ist die Pilgerfahrt vorgeschrieben, das
wird doch wohl noch gehen. Viele Muslime machen die
Pilgerfahrt drei oder vier Mal, weil es so herrlich ist.

Okay, ich dachte das müsste jedes Jahr oder so sein.

Kannst Du doch. Bis zu Deinem Tode hast Du die Freiheit,
überhaupt niemandem zu danken.

Ach was, ich kann mich, während ich sterbe, noch Gott
zuwenden? Auch wenn ich mein ganzes Leben lang nicht an ihn
geglaubt habe?

Während des Sterbens, wenn die Geistseele bereits die Kehle erreicht hat, nicht. Aber vor dem Sterben, wenn man es schafft.

Wir können über dieses Thema gerne weitermailen: Siehe meine ViKa.

Viele Grüße,

Mohamed.