Bibel und wissenschaftlicher Kentnisstand

wissenschaftliche Aussagen
Hi,

Unbenommen
der Frage, ob hier nun eine Scheibenerde vorausgesetzt wird
oder nicht - was sagt das dann aus?

Frage: Welche andere dreidimensionale, geometrische Form
kannst Du mir nennen auf die die Beschreibung zutreffen würde.

Da du selbst die Voraussetzung machst, daß die Rede „die Bibel ist Gottes Wort“ und die Konsequenz „… und ist daher wortwörtlich zu lesen und als Wahrheit zu nehmen“ eine sinnleere Rede sei, also einen nicht-religionsimmanenten Standpunkt einnimmst, setzt du selbst voraus, daß es sich nicht um naturwissenschaftlich (und historisch usw.) korrekte Aussagen handeln muß. Nicht mal um solche, die dem zeitgenössischen Wissen entspricht.

Wenn du das nicht konsequent beibehältst, verknotest du dich selbst in deiner Argumentation.

Dem, der sich entschieden hat, die Sätze religionsimmanent zu lesen, d.h. mit der ebenso ausschließlich religionsimmanent sinnbehafteten Voraussetzung „ist Gottes Wort“, der hat sich damit auch entschieden, die Aussagen nicht als naturwissenschaftlich (und historisch usw.) korrekte Aussagen zu lesen. M.a.W. es ist ihm wurscht, ob sie naturwissenachaftlich korrekt sind, weil für ihn"Gottes Wort" ganz andere Intentionen hat.

Der würde sich wiederume ebenso kognitiv verknoten, wenn er diese Aussagen dann zugleich auch als naturwissenschaftlich (und historisch usw.) korrekt nehmen wollte.

Wenn du aber an solche Sätze wissenschaftlich herangehen möchtest, dann mußt du auch wissenschaftliche Kenntnisse haben - in diesem Fall religions- und mythenhistorische, religionsphilosophische, ritualtheoretische, askese-, trance- und meditationstechnische und … und …

Und vor diesem Hintergrund kannst du dann an allerlei Einzelaussagen herangehen und dann enddecken, daß (fast) alle Aussagen aufschlüsselbar sind.

Dein oben angegebener Link ist nichts anderes, als eine fleißige Liste aller Stellen im Tanach und NT, die solche Aufgabenstellungen angeben, die religionswissenschaftlich kaum irgendwo heute noch ein Problem darstellen. Sofern sich die page aber als Kritik verstehen möchte, ist sie sinnleer, da von allen o.g. wissenschaftlichen Kenntnissen absolut unbeleckt.

Zu deinem o.g. Zitat Mat. 4.8. mußt man wissen, was askesetechnisch mit „in die Wüste gehen“ gemeint ist und was trance- und meditationstechnisch, sowie religionssprachlich ganz generell unter „auf einen Berg versetzt sein“ zu verstehen ist, oder, wie man es in buddhistischen, hinduistischen, schamanistischen Denkweisen vorfindet, unter „auf der Spitze des Berges stehen“ oder „das andere Ufer erreichen“ usw.

Dann siehst du, daß das alles sogar wissenschaftlich korrekt geschrieben ist …

Gruß

Metapher

7 „Gefällt mir“

So 'n Quatsch!

Ich frage mich, sind die Kreationisten Spinner oder die
Spinner Kreationisten?

Muss ich mich jetzt persönlich angegriffen fühlen? Wer hier die Spinner sind, wird sich auf jeden Fall noch zeigen - früher oder später.

Liza

Ich frage mich, sind die Kreationisten Spinner oder die
Spinner Kreationisten?

Muss ich mich jetzt persönlich angegriffen fühlen? Wer hier
die Spinner sind, wird sich auf jeden Fall noch zeigen -
früher oder später.

Ich vermute mal nicht
Es hängt vermutlich von dem ab, wie Du für dich selbst „Kreationismus“ definierst.

  • Glaubst Du, dass die Bibel wortwörlich recht hat?
    kein Problem damit.
    Die dem Weltbild zugrundegelegte Axiomatik ist dann eben unterscheidet sichb dann fundamental von der eines naturwissenschaftlichen Weltbildes.

  • Bist Du der Ansicht, dass es intersubjektiv nachvollziehbare Beweise (bzw starke Hinweise) dafür gibt, dass das Grundaxiom der Naturwissenschaften falsch ist? (Das Grundaxiom der Nawis lautet salopp gesagt „Gott bescheisst nicht“)
    Dann werden wir wohl ein Problem bekommen :smile:

  • Bist Du der Ansicht, dass es einen durch das naturwissenschaftliche Weltbild nicht beschreibbaren „Sinn des Lebens“ oder ähnliches gibt?
    Eine derartige Ansicht kollidiert in keiner Weise mit dem naturwissenschaftlichen Weltbild.

Gruß
Mike

Sei herzlich begrüsst Liza

Dieser Link sei dir zu angelegentlichem Studium empfohlen:
http://www.waschke.de/twaschke/gedank/diskuss/miz.htm
Ich glaube, dass sich nachher und bei Ehrlichkeit deinerseits, die Diskussion betr. Spinner von selbst erledigt. Können Kreationistinnen in sich gehen?

Und nun seist du im Guten und mit den besten Wünschen verabschiedet
von Peter, der hofft mit Schwülstigkeiten deine Unterlassungen wieder gut gemacht zu haben…

Ein aufgeklärter Mensch kann sehr wohl Christ sein.

Hallo Andreas, was verstehst Du denn unter einem aufgeklärten Menschen ?

Es dürfte auch unumstritten sein, dass ohne Christentum keine
Aufklärung möglich war. Jedenfalls lässt sich das empirisch
beweisen.

Na dann leg mal los mit den empirischen Beweisen. Zumindest der Herr hier, scheint völlig anderer Ansicht zu sein.

http://www.schulfach-ethik.de/ethik/Stichwort/aufkla…

Gruss Jacobias

Natürlich gibt es Glaubensrichtungen, die noch heute gerne
Weltentstehungstheorien hineininterpretieren. Auch der Glaube
läßt nun mal eine Pluralität von Meinungen zu.

Nur, wenn jeder Christ glauben kann was er will, weil in der Bibel sowieso nur unglaubwürdiger Blödsinn steht … kann man das ganze Christentum doch eigentlich gleich beerdigen.

Gruss Jacobias.

Hallo Metapher,

Dem, der sich entschieden hat, die Sätze religionsimmanent zu
lesen, d.h. mit der ebenso ausschließlich religionsimmanent
sinnbehafteten Voraussetzung „ist Gottes Wort“, der hat sich
damit auch entschieden, die Aussagen nicht als
naturwissenschaftlich (und historisch usw.) korrekte Aussagen
zu lesen.

Sondern als ?

Wenn du aber an solche Sätze wissenschaftlich herangehen
möchtest, dann mußt du auch wissenschaftliche Kenntnisse haben

  • in diesem Fall religions- und mythenhistorische,
    religionsphilosophische, ritualtheoretische, askese-, trance-
    und meditationstechnische und … und …

Warum das ? Willst Du ernsthaft behaupten die Bibel sei nur für studierte Leute, Professoren und Schamanen geschrieben worden ?

Zu deinem o.g. Zitat Mat. 4.8. mußt man wissen, was
askesetechnisch mit „in die Wüste gehen“ gemeint ist und was
trance- und meditationstechnisch, sowie religionssprachlich
ganz generell unter „auf einen Berg versetzt sein“ zu
verstehen ist, oder, wie man es in buddhistischen,
hinduistischen, schamanistischen Denkweisen vorfindet, unter
„auf der Spitze des Berges stehen“ oder „das andere Ufer
erreichen“ usw.

Dann siehst du, daß das alles sogar wissenschaftlich korrekt
geschrieben ist …

Von Anwars Zitat mal abgesehen … die Reden, die Jesu direkt an die einfachen Leute hielt … waren auch die in weiser Vorraussicht so gehalten, dass sie nur von den Professoren 20 Jahrhunderts, die auch die schamanistische Denkweise beherrschen, verstanden werden können ?

Gruss Jacobias

Hallo Wissende,

angeregt duch die Diskussion weiter unten möchte ich etwas
genauer nachfragen. (…)

Ich hätte Dir solch kluge Frage gar nicht zugetraut Marion.

Und noch erstaunlicher finde ich , dass ich, soweit ich denn die Intension Deiner Frage richtig verstanden habe, diese voll und ganz teile. Nämlich (und natürlich überspitzt) :

Die frühen Christen (Gläubigen) wären heute die totalen Antichristen.
(der neuen Erkentnisse wegen)

Gruss Jacobias

Hallo Marion,

Kann ich davon ausgehen, dass die Bibel zur Zeit ihrer
Entstehung nicht mit dem damaligen wissenschaftlichen
Kentnisstand z.B. über Astronomie, Geschichte, Biologie etc.
kollidierte ? Falls doch, hätte dies doch sicher auch schon
zur Zeit der Bibel Kontroversen ausgelöst, oder nicht ?

Genauso ist es. State of the art waren zur damaligen Zeit die verschiedenen griechichen Philosophieschulen. Die Christen waren in ihren Augen ein Haufen von ungebildeten Spinnern (Kolosser 2:8, 1.Korinther 19-20, 27)

Und weiterhin, falls dies ebenfalls so war, wann begann diese
Schere (tatsächliche vs. religiöse Inhalte)
auseinanderzuklaffen und welche Auswirkungen hatte das auf die
Gläubigen ?

Diese Schere entstand erst dann, als man Anfing die damaligen wissenschaftlichen Vorstellungen mit der Bibel begründen zu wollen.
Ein schönes Beispiel war die Vorstellung der Erde als Scheibe, wobei die wirkliche Grundlage dafür das Weltbild gemäß Aristoteles war.

Die Divergenz zwischen religiösen Vorstellungen und naturwissenschaftlichen Erkenntnisse ist relativ gering, wenn man nicht gerade davon ausgeht, dass die Erde knapp 6000 Jahre alt ist.

Last but not leas, ähnelt der Gläubige „damals“ in seinem
Weltbild und seinen Anschauungen dann überhaupt noch dem
Gläubigen heute ?

Ja und Nein, das hängt davon ab, welche Art von heutigen Gläubigen du im Sinn hast.

Gruß
Carlos

Texte lesen und verstehen
Hallo Anwar,

Es ist jawohl so, dass die Bibel Gottes Wort sein soll. Wenn
ICH also die Erde geschaffen hätte, genau wüsste, dass sie
eine Kugel ist und dann zu meinen unwissenden Kreaturen
sprechen würde, auch im Rahmen eines Gleichnisses über
Versuchungen, dann würde ICH mich nicht so unklar bezüglich
der Form und der Eigenschaften der Welt ausdrücken. Und ich
würde es auch weder für wünschwenswert noch sinnvoll erachten,
wenn es jemand täte.

Hiob 26:4
7 Er spannt den Norden aus über dem leeren Raum,
Hängt die Erde auf an nichts;
Du würdest als Gott also einem Hirtenvolk erstmal naturwissenschaftliche Grundbegriffe, die sie nicht brauchen, beibringen, um ihnen die Welt zu erklären.

Hier wird davon ausgegangen, dass homosexuelle Menschen ein
ganz klares psychologisches Profil ausweisen, man könnte sagen
es sind Psychopathen.

Aaaargh! Es geht hier um Römer Kapitel 1. Hier wird beginnend mit Vers 18 eine Auflistung von Eigenschaften und Taten gottloser Menschen Menschen im allgemeinen gemacht. Deine Schlußfolgerung, dass sich diese Aufzählung explizit auf homosexuelle Menschen bezieht und dass sie alle aufgeführten Eigenschaften haben ist hirnrissig (Sorry, aber wie soll man die Vergewaltigung aller Logik und des gesunden Menschenverstands sonst nennen.)
Man vergleiche auch hier 2.Timotheus 3:2-7.

Gruß
Carlos

Hi Jacobias

Dem, der sich entschieden hat, die Sätze religionsimmanent zu
lesen, d.h. mit der ebenso ausschließlich religionsimmanent
sinnbehafteten Voraussetzung „ist Gottes Wort“, der hat sich
damit auch entschieden, die Aussagen nicht als
naturwissenschaftlich (und historisch usw.) korrekte Aussagen
zu lesen.

Sondern als ?

Na das liegt doch auf der Hand: Als Inhalte, die für sein Leben als Glaubender relevant sind.

Und das sind Inhalte, die den Nichtglaubenden in der Regel nicht interessieren. Sie sind für ihn logischerweise auch kaum nachvollziehbar, weil es ja auch gar nicht in seiner Absicht liegt.

Warum das ? Willst Du ernsthaft behaupten die Bibel sei nur
für studierte Leute, Professoren und Schamanen geschrieben
worden ?

Wieso das nun wieder? Natürlich sind solche Texte für die Glaubenden geschrieben.

Hier war aber in einem Nebenthread nach der wissenschaftlichen Relevanz bestimmter Aussagen gefragt. Und wenn man danach fragt, sollte man doch die Grundlagen der relevanten Wissenschaften kennen?

Denn mit naturwissenschaftlichen Interessen sind diese Texte nicht verfaßt worden. Aber es gibt sehr wohl religionswissenschftlich bedeutsame Inhalte darin. Vor allem, wenn man diese im Vergleich zu recht ähnlichen Inhalten anderer zeitgenössischer Religionen untersucht. Diese Inhalte sind aber ebenfalls für den Glaubenden offenbar (wie sich auch hier immer wieder zeigt) nicht unbedingt relevant (was ich aber persönlich nie begreifen werde).

Wenn man aber - als Nichtglaubender - kein religionswissenschaftliches Interesse an den Texten hat, wonach wird dann hier eigentlich gefragt?

Von Anwars Zitat mal abgesehen … die Reden, die Jesu direkt
an die einfachen Leute hielt …

Das ist dann aber wieder eine neues Thema, nicht wahr?

waren auch die in weiser
Vorraussicht so gehalten, dass sie nur von den Professoren 20
Jahrhunderts, die auch die schamanistische Denkweise
beherrschen, verstanden werden können ?

Nein, ganz sicher nicht. Sagt das irgendjemand?
Aber für die, die diese Texte geschrieben und gelesen haben, waren manche Inhalte selbstverständlich (z.B. was eine 40-tägige Solo-Wüstenaskese so alles mit sich bringen kann) und manche Inhalte wurden eben NICHT nach biologischen und anderen naturwissenschaftlichen Gesichtpunkten beurteilt, sondern nach ihren religiösen Inhalten. Dazu braucht man kein religionswissenschaftliches Wissen. Und die religiösen Inhalte waren zudem ja auch durchaus Streitpunkte.

Das sieht man sowohl innerhalb ebendieser Texte, als auch in Diskussionen außerhalb, auf die in einem Beispiel ja Taju schon hinwies.

Gruß

Metapher

2 „Gefällt mir“

Moin pen,

jetzt willste es aber wirklich wissen, was? :wink:))))

Beste Gruesse Dir und ein schoenes WE wuenscht…

tigah

Moin,

Die frühen Christen (Gläubigen) wären heute die totalen
Antichristen. (der neuen Erkentnisse wegen)

moechtest Du vielleicht mitteilen, worauf diese These fusst? Momentan betrachte ich sie als in sich widerspruechlich. Christen koennen grundsaetzlich keine Antichristen sein, und daran aendert auch ihr fruehes Dasein nichts. Plus ist ja auch nicht Minus - egal, wie spaet es ist.

Gruss
tigger

Hallo,

Es gibt dutzende (hunderte?) von Stellen die mit unserem
modernen, wissenschaftlichen Weltbild nicht vereinbar sind.

Selbst wenn dem so waere, so wird dies lediglich durch den Unterschied zwischen Glaube und Wissenschaft begruendet. Ein Basisunterschied zwischen richtig und falsch laesst sich daraus jedoch keinesfalls ableiten.

Unter anderem die Vorstellung, die Welt sei eine Scheibe (oder
zumindest flach), die z.B. (eine von vielen Stellen) hier
angesprochen wird:

Wiederum führete ihn der Teufel mit sich auf einen sehr hohen
Berg und zeigete ihm alle Reiche der Welt und ihre
Herrlichkeit

(Matthäus 4:8)

Da die Erde eine Kugel ist, wird das wohl schwerlich möglich
sein. Egal wie hoch der Berg ist, man wird nie die andere
Seite der Erde sehen.

Das waere der naturwissenschaftlichen Lehre folgend sicherlich richtig. Da in dieser jedoch auch kein Teufel vorkommt, muesste Deine Frage sich wohl zunaechst auf das Erscheinen selbigens beziehen. Allerdings vernachlaessigt Dein Posting das metaphorische Moment dieses Verses in vollem Umfang. Der Vers spricht von Satan und Jesus (Gott) - sicherlich ist ihnen einen andere Draufsicht auf die Dinge moeglich. Otto-Normalverbraucher eben nicht. Nur aber, weil es uns nicht moeglich ist, muss es nicht gleich unwahr sein.

In der Bibel befindet sich m. W. kein einziger Hinweise darauf, dass die Erde eine Scheibe waere.

Ansonsten empfehle ich gerne zur weiteren Lektüre:
http://www.skepticsannotatedbible.com/index.html

Ja, schoen bunt. Vom theologischen noch historischen Inhalt her jedoch eher anspruchslos: Quellen, die Bibelstellen als „langweilig“ bezeichnen, deuten nicht gerade auf einen wissenschaftlich motivierten Urheber.

Gruss
tigger

Dem, der sich entschieden hat, die Sätze religionsimmanent zu
lesen, d.h. mit der ebenso ausschließlich religionsimmanent
sinnbehafteten Voraussetzung „ist Gottes Wort“, der hat sich
damit auch entschieden, die Aussagen nicht als
naturwissenschaftlich (und historisch usw.) korrekte Aussagen
zu lesen. M.a.W. es ist ihm wurscht, ob sie
naturwissenachaftlich korrekt sind, weil für ihn
„Gottes Wort“ ganz andere Intentionen hat.

Ganz so einfach ist das wohl nicht, wie der immer stärker werdende evangelikale Fundamentalismus beweist. Dessen Anhänger verstehen Bibeltexte nun mal wortgetreu - und nicht nur als Ausdruck von „Intentionen“.

Der würde sich wiederume ebenso kognitiv verknoten, wenn er
diese Aussagen dann zugleich auch als naturwissenschaftlich
(und historisch usw.) korrekt nehmen wollte.

Nun, das geht. Siehe hier:

http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,3463…

Messalina

Wissenschaft, Schamanen und bunte Smarties
Hallo Metapher,

Dem, der sich entschieden hat, die Sätze religionsimmanent zu
lesen, d.h. mit der ebenso ausschließlich religionsimmanent
sinnbehafteten Voraussetzung „ist Gottes Wort“, der hat sich
damit auch entschieden, die Aussagen nicht als
naturwissenschaftlich (und historisch usw.) korrekte Aussagen
zu lesen.

Sondern als ?

Na das liegt doch auf der Hand: Als Inhalte, die für sein
Leben als Glaubender relevant sind.

Die Bibel wird ja nun schon etwas länger gelesen, als nur die letzten 100 Jahre. Hast Du wirklich Zweifel darin, dass in früheren Jahrhunderten die Texte der Bibel als tatsächliche Beschreibung der Wirklichkeit galten. Wenn ja, wie kommst Du darauf? Nach allem was ich bisher gelesen wurde die Bibel in der Tat wörtlich genommen und wird bis zum heutigen Tage auch von vielen wörtlich genommen.

Othodoxe Juden sind davon überzeugt, dass die Sauerierknochen durch Gott in die Erde verbracht wurden.

Und das sind Inhalte, die den Nichtglaubenden in der Regel
nicht interessieren. Sie sind für ihn logischerweise auch kaum
nachvollziehbar, weil es ja auch gar nicht in seiner Absicht
liegt.

Wieso diese Inhalte für den Nichtglaubenden nicht nachvollziehbar sein sollten ist mir ein Rätsel. Die Position eines orthodoxen Juden kann ich durchaus nachvollziehen.

Schwierigkeit im Nachvollziehen habe ich lediglich bei dem ‚modernen, aufgeklärten Christen‘, der meint die Bibel werde ihm nur verständlich, wenn er zuvor jahrelang Theologie studiert und anschließend noch bei einem sibirischen Schamanen in die Lehre geht … um dann großartig zu verkünden, die Bibel habe mit der Realität überhaupt nichts zu tun … es gäbe vielmehr zwei Realitäten, die wirkliche Realität und die Glaubensrealität … sorry, aber in meinen Augen der pure Blödsinn.

Warum das ? Willst Du ernsthaft behaupten die Bibel sei nur
für studierte Leute, Professoren und Schamanen geschrieben
worden ?

Wieso das nun wieder?

Weil sich Deine Antwort an Anwar so angehört hat.

Natürlich sind solche Texte für die
Glaubenden geschrieben.

Hier war aber in einem Nebenthread nach der
wissenschaftlichen Relevanz bestimmter Aussagen
gefragt. Und wenn man danach fragt, sollte man doch die
Grundlagen der relevanten Wissenschaften kennen?

Das Anwar ein schlechtes Beispiel gewählt hat (weil ich die Sache mit dem Berg natürlich auch für eine Metapher halte) steht auf einem anderen Blatt Papier.

Jedoch ergibt sich aus der Bibel doch beispielsweise eindeutig, dass Adam und Eva die ersten Menschen waren. Das Gott den Menschen geschaffen hat und er nicht etwa aus dem Affen entstanden ist. Weiterhin ergibt sich aus den Angaben zur Geschlechterfolge, daß Gott die Welt (zumindest aber den Menschen) vor nicht mehr als 10.000 Jahren erschaffen hat … er mithin also die ganzen Saurierknochen (zumindest aber Knochen von Menschen die älter als 10.000 Jahre sind) in der Erde vergraben haben muß.

Warum auch nicht ? Gibt es den in der Bibel beschrieben Allmächtigen tatsächlich (und wenn es ihn gibt, gibt es ihn natürlich in der Realität … und nicht nur in einer völlig diffusen Glaubensrealität) … ist es ihm natürlich kein Problem in der Erde alte Knochen zu vergraben. Und seine Wege sind ja nun bekanntlich eh unergründlich.

Denn mit naturwissenschaftlichen Interessen sind diese
Texte nicht verfaßt worden.

Woher weißt Du so genau ?

Von Anwars Zitat mal abgesehen … die Reden, die Jesu direkt
an die einfachen Leute hielt …

Das ist dann aber wieder eine neues Thema, nicht wahr?

Es geht andererseits immer noch darum, inwieweit die Bibel wörtlich zu nehmen ist, inwieweit die Bibel auch von einfachen Leuten verstanden werden kann, denn die haben ja meistens keine Verwandten in Sibirien die dann auch noch Schamanen sind.

waren auch die in weiser
Vorraussicht so gehalten, dass sie nur von den Professoren 20
Jahrhunderts, die auch die schamanistische Denkweise
beherrschen, verstanden werden können ?

Nein, ganz sicher nicht. Sagt das irgendjemand?

Ja, in Bezug auf die Mission sagte Jesu:

‚ich bin nicht gekommen den Frieden zu bringen, sondern das Schwert‘

Moderne aufgeklärte Christen, die, nachdem sie jahrelang Theologie studierten sich auch noch von sibirischen Schamanen in vergleichender Religionswissenschaft unterrichten liesen, behaupten inzwischen, der Satz sei in Wirklichkeit so gemeint:

‚ich bin nicht gekommen den Unfrieden zu bringen, sondern lauter bunte Smarties‘

Gruss, Jacobias

Moin,

Die frühen Christen (Gläubigen) wären heute die totalen
Antichristen. (der neuen Erkentnisse wegen)

moechtest Du vielleicht mitteilen, worauf diese These fusst?
Momentan betrachte ich sie als in sich widerspruechlich.
Christen koennen grundsaetzlich keine Antichristen sein, und
daran aendert auch ihr fruehes Dasein nichts. Plus ist ja auch
nicht Minus - egal, wie spaet es ist.

Hallo tigger,

die These fusst auf der Annahme, dass die ersten religiösen Schriften tatsächlich die Welt beschreiben/erklären sollten.

Fusst also auf der Annahme, dass Religion ursprünglich eine ‚naturwissenschaftliche Intension‘ zugrunde liegt.

Ist dem so, wären die Religionsstifter heute antireligiös, denn, vom Urknall und ‚der Zeit‘ davor mal abgesehen, gibt es einfachere Wege die Welt und ihren Wandel zu beschreiben, als einen Gott anzunehmen, der, zu unserer Verwirrung und vielleicht Glaubensprüfung, überall alte Saurierknochen vergraben hat.

Das dies in Bezug auf die Christen so nicht stimmt (ich schrieb ja extra dabei, die Aussage sei überspitzt) ist sicher richtig, denn das Christentum fußte ja auf der schon seit jahrtausenden (?) bestehenden jüdischen Religion.

Hallo,

Du würdest als Gott also einem Hirtenvolk erstmal
naturwissenschaftliche Grundbegriffe, die sie nicht brauchen,
beibringen, um ihnen die Welt zu erklären.

Eigentlich hätte ich ihnen als Gott diese Grundkenntnisse schon in die Wiege gelegt. :smile:

Aaaargh! Es geht hier um Römer Kapitel 1.

Oh ja, sorry. Habe ich vergessen zu schreiben, danke für den Hinweis.

Hier wird beginnend
mit Vers 18 eine Auflistung von Eigenschaften und Taten
gottloser Menschen Menschen im allgemeinen gemacht.

Zu denen, nach diesem Text, auch die Homosexuellen gehören.

Deine
Schlußfolgerung, dass sich diese Aufzählung explizit auf
homosexuelle Menschen bezieht und dass sie alle aufgeführten
Eigenschaften haben ist hirnrissig (Sorry, aber wie soll man
die Vergewaltigung aller Logik und des gesunden
Menschenverstands sonst nennen.)

Häh? Lies mal bitte den Text, da steht es doch E X P L I Z I T drin!!

Man vergleiche auch hier 2.Timotheus 3:2-7.

Ein unpassender Vergleich. Timotheus spricht über irgendwelche Menschen in den letzten Tagen, Paulus in der (seiner) Gegenwart.

Grüße,

Anwar

Hallo Anwar,

Hier wird beginnend
mit Vers 18 eine Auflistung von Eigenschaften und Taten
gottloser Menschen Menschen im allgemeinen gemacht.

Zu denen, nach diesem Text, auch die Homosexuellen gehören.

Ein unpassender Vergleich. Timotheus spricht über irgendwelche
Menschen in den letzten Tagen, Paulus in der (seiner)
Gegenwart.

Genau, und Paulus spricht in Römer Kapitel 1 von irgendwelchen Menschen seiner Zeit. Er listet hier Kennzeichen von gottlosen Menschen auf, darunter auch Homosexualität.

Wenn man deine Logik zugrunde legt, dann sind alle Menschen, die Gott nicht verherrlichen auch homosexuell,
denn Vers 21 kommt ja vor Vers 26. - Unsinn.

Logisches Beispiel zum Verständnis:
Wenn Katzen Säugetiere sind, ein Fell haben und Raubtiere sind, heißt das nicht, dass jedes Säugetier auch ein Raubtier ist.

Gruß
Carlos

Nachtrag Römer 1:21:
21 denn obwohl sie Gott kannten, verherrlichten sie ihn nicht als Gott, noch dankten sie ihm, sondern sie wurden hohlköpfig in ihren Überlegungen, und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert.