wissenschaftliche Aussagen
Hi,
Unbenommen
der Frage, ob hier nun eine Scheibenerde vorausgesetzt wird
oder nicht - was sagt das dann aus?Frage: Welche andere dreidimensionale, geometrische Form
kannst Du mir nennen auf die die Beschreibung zutreffen würde.
Da du selbst die Voraussetzung machst, daß die Rede „die Bibel ist Gottes Wort“ und die Konsequenz „… und ist daher wortwörtlich zu lesen und als Wahrheit zu nehmen“ eine sinnleere Rede sei, also einen nicht-religionsimmanenten Standpunkt einnimmst, setzt du selbst voraus, daß es sich nicht um naturwissenschaftlich (und historisch usw.) korrekte Aussagen handeln muß. Nicht mal um solche, die dem zeitgenössischen Wissen entspricht.
Wenn du das nicht konsequent beibehältst, verknotest du dich selbst in deiner Argumentation.
Dem, der sich entschieden hat, die Sätze religionsimmanent zu lesen, d.h. mit der ebenso ausschließlich religionsimmanent sinnbehafteten Voraussetzung „ist Gottes Wort“, der hat sich damit auch entschieden, die Aussagen nicht als naturwissenschaftlich (und historisch usw.) korrekte Aussagen zu lesen. M.a.W. es ist ihm wurscht, ob sie naturwissenachaftlich korrekt sind, weil für ihn"Gottes Wort" ganz andere Intentionen hat.
Der würde sich wiederume ebenso kognitiv verknoten, wenn er diese Aussagen dann zugleich auch als naturwissenschaftlich (und historisch usw.) korrekt nehmen wollte.
Wenn du aber an solche Sätze wissenschaftlich herangehen möchtest, dann mußt du auch wissenschaftliche Kenntnisse haben - in diesem Fall religions- und mythenhistorische, religionsphilosophische, ritualtheoretische, askese-, trance- und meditationstechnische und … und …
Und vor diesem Hintergrund kannst du dann an allerlei Einzelaussagen herangehen und dann enddecken, daß (fast) alle Aussagen aufschlüsselbar sind.
Dein oben angegebener Link ist nichts anderes, als eine fleißige Liste aller Stellen im Tanach und NT, die solche Aufgabenstellungen angeben, die religionswissenschaftlich kaum irgendwo heute noch ein Problem darstellen. Sofern sich die page aber als Kritik verstehen möchte, ist sie sinnleer, da von allen o.g. wissenschaftlichen Kenntnissen absolut unbeleckt.
Zu deinem o.g. Zitat Mat. 4.8. mußt man wissen, was askesetechnisch mit „in die Wüste gehen“ gemeint ist und was trance- und meditationstechnisch, sowie religionssprachlich ganz generell unter „auf einen Berg versetzt sein“ zu verstehen ist, oder, wie man es in buddhistischen, hinduistischen, schamanistischen Denkweisen vorfindet, unter „auf der Spitze des Berges stehen“ oder „das andere Ufer erreichen“ usw.
Dann siehst du, daß das alles sogar wissenschaftlich korrekt geschrieben ist …
Gruß
Metapher

))))