Hallo,
hat jemand Erfahrung mit der Verarbeitung vom Holz eines Blockbohlenhaus.
Da alle Bretter natürlich unbehandelt sind, ist jetzt meine Frage wie man das Holz am besten behandelt?
Reicht eine einfache farblose Holzlasur aus?
Hallo,
hat jemand Erfahrung mit der Verarbeitung vom Holz eines Blockbohlenhaus.
Da alle Bretter natürlich unbehandelt sind, ist jetzt meine Frage wie man das Holz am besten behandelt?
Reicht eine einfache farblose Holzlasur aus?
Hallo Karsten,
erste Frage, auch wenn es unhöflich ist: Außen und innen?
Außen gehört auf das Holz in jedem Falle ein Bläuesperrgrund drauf, der holzzerstörende Pilze, Bläue und Feuchtigkeit daran hindert, ins Holz einzudringen und es zu zerstören.
Farblose Lasuren sind für den Außenbereich nicht geeignet, da sie nicht uv-beständig sind.
Der hellste Farbton, der bereits einen gewissen UV-Schutz bringt, ist Kiefer. Mind. 2, besser drei Aufträge an Lasur sollten es sein.
Wichtig ist, um die Schichtstärke gering zu halten und das Risiko der Rissbildung zu verringern ist, die ersten Anstriche mit einer Dünnschichtlasur/Imprägnierlasur auszuführen. Für maßhaltiges Holz ist als abschließender Anstrich in jedem Falle eine Dickschichtlasur empfehlenswert.
Pi mal Daumen gilt: Je heller der Lasurfarbton, desdo geringer ist der UV-Schutz und umso kürzer ist der Renovierungsintervall, natürlich auch in Abhängigkeit von der verarbeiteten Holzsorte und der Bewitterung. Je dunkler der Farbton, umso größer ist jedoch die thermische Aufheizung und die Gefahr der Rissbildung speziell auf der Sonnenseite.
Wichtig wäre noch zu erwähnen, alle Bauteile jeweils komplett zu streichen. Holzbauteile, die nur einseitig behandelt sind, haben aufgrund der unterschiedlichen Feuchtigkeitsaufnahme ein unterschiedliches Dehnungsverhalten, was speziell im Außenbereich (immer wieder zu beobachten bei Verschalungen) mit Rißbildung des Anstriches endet und Folgearbeiten nach sich zieht.
Im Innenbereich solltest Du auf eine wasserverdünnbare Lasur achten, dort kann auch mit farblosen Lasuren gearbeitet werden, um den Naturton zu erhalten. Achtung: Speziell im Fensterbereich kann es dann jedoch zu unterschiedlichen Nachdunkelungen kommen, da - wie eingangs genannt - kein UV-Schutz vorhanden ist.
Viel Spaß und gutes Gelingen wünscht BM
Hallo Bommelmops,
Außen gehört auf das Holz in jedem Falle ein Bläuesperrgrund
drauf, der holzzerstörende Pilze, Bläue und Feuchtigkeit daran
hindert, ins Holz einzudringen und es zu zerstören.
D´accord.
Farblose Lasuren sind für den Außenbereich nicht geeignet, da
sie nicht uv-beständig sind.
Der hellste Farbton, der bereits einen gewissen UV-Schutz
bringt, ist Kiefer. Mind. 2, besser drei Aufträge an Lasur
sollten es sein.
Einspruch, Euer Ehren. Ich bitte, das geneigte Auge auf die Nano-Titandioxide zu richten.
Wichtig ist, um die Schichtstärke gering zu halten und das
Risiko der Rissbildung zu verringern ist, die ersten Anstriche
mit einer Dünnschichtlasur/Imprägnierlasur auszuführen. Für
maßhaltiges Holz ist als abschließender Anstrich in jedem
Falle eine Dickschichtlasur empfehlenswert.
Jepp.
Pi mal Daumen gilt: Je heller der Lasurfarbton, desdo geringer
ist der UV-Schutz und umso kürzer ist der
Renovierungsintervall, natürlich auch in Abhängigkeit von der
verarbeiteten Holzsorte und der Bewitterung. Je dunkler der
Farbton, umso größer ist jedoch die thermische Aufheizung und
die Gefahr der Rissbildung speziell auf der Sonnenseite.
Jein, siehe nano-TiO2.
Ich habe bei meinem Gartenhaus zuerst natürlich Bläueschutz, danach eine sehr helle Farbe dünn aufgetragen. Diese Farbe enthält Fe-Oxide, die immer einen leichten Gelbstich haben. Das ist die Basis des UV-Schutzes. Da ich aber nicht die schöne Holzoptik zukleistern wollte hat´s danach eine transparente Dickschichtlasur gegeben, der namhafte Hersteller sagt 7 Jahre UV-Schutz zu, was mit den billigen Eisenoxiden nicht mehr geht, hier braucht´s ein Rutil in hochwetterfestem Bindemittel. Natürlich sind wir dann nicht mehr im Billigsegment, da kostet der Anstrich eines 6*4 m Blockhauses schon mal 100 Euro. Ist gerechnet auf den Hauspreis und die Nutzungsdauer aner sehr, sehr preiswert…
Wichtig wäre noch zu erwähnen, alle Bauteile jeweils komplett
zu streichen. Holzbauteile, die nur einseitig behandelt sind,
haben aufgrund der unterschiedlichen Feuchtigkeitsaufnahme ein
unterschiedliches Dehnungsverhalten, was speziell im
Außenbereich (immer wieder zu beobachten bei Verschalungen)
mit Rißbildung des Anstriches endet und Folgearbeiten nach
sich zieht.
Richtig, hier haben wir eine Lasur verwendet, die auf Bienenwachsen basiert.
Im Innenbereich solltest Du auf eine wasserverdünnbare Lasur
achten, dort kann auch mit farblosen Lasuren gearbeitet
werden, um den Naturton zu erhalten. Achtung: Speziell im
Fensterbereich kann es dann jedoch zu unterschiedlichen
Nachdunkelungen kommen, da - wie eingangs genannt - kein
UV-Schutz vorhanden ist.
Uff, gewagte Aussage. Wenn das Fenster zu ist, ist der UV-Eintrag eher gering!
Viel Spaß und gutes Gelingen wünscht BM
Dito
BeLa
Achtung: Speziell im
Fensterbereich kann es dann jedoch zu unterschiedlichen
Nachdunkelungen kommen, da - wie eingangs genannt - kein
UV-Schutz vorhanden ist.Uff, gewagte Aussage. Wenn das Fenster zu ist, ist der
UV-Eintrag eher gering!Viel Spaß und gutes Gelingen wünscht BM
Dito
BeLa
Hallo BeLa,
die gewagte Aussage beruht auf eigener Erfahrung. Altberliner Zimmer mit Fenster zum Innenhof, nicht mal Vollsonne zum Mittag, in der gesamten Wohnung neue Kieferndielung verlegt, die Farbunterschiede zwischen dem Bereich, wo der Teppich lag, dem hinteren dunklen Zimmerbereich und dem unmittelbaren Fensterbereich waren nach 2 Jahren bereits optisch überdeutlich. Und das Ganze ohne tägliche Besonnung durch das geöffnete Fenster.
Mag sein, dass die verwendete Holzsorte (Kieferndielung) stärker zum Nachdunkeln neigt, aber die großen Farbschattierungen waren für mich in der kurzen Zeit doch sehr überraschend.
MfG BM
Aber Danke, dass Du mit den meisten fachlichen Aussagen mitgehst. Bezüglich der Nano-Anstriche sind leider noch keine umfassend verlässlichen Aussagen/Erfahrungen verfügbar. Ich teile Deine Auffassung bezüglich der höherwertigen Bindemittel und Farbpigmente voll und ganz, nur die wenigsten Verkäufer kennen überhaupt die Unterschiede, und von denen können noch weniger diese Unterschiede dem Kunden sowohl verbal als auch preislich vermitteln. Leider.
BM
Hallo Bommelmops,
die gewagte Aussage beruht auf eigener Erfahrung. Altberliner
Zimmer mit Fenster zum Innenhof, nicht mal Vollsonne zum
Mittag, in der gesamten Wohnung neue Kieferndielung verlegt,
die Farbunterschiede zwischen dem Bereich, wo der Teppich lag,
dem hinteren dunklen Zimmerbereich und dem unmittelbaren
Fensterbereich waren nach 2 Jahren bereits optisch
überdeutlich. Und das Ganze ohne tägliche Besonnung durch das
geöffnete Fenster.
Mag sein, dass die verwendete Holzsorte (Kieferndielung)
stärker zum Nachdunkeln neigt, aber die großen
Farbschattierungen waren für mich in der kurzen Zeit doch sehr
überraschend.
Genau da liegt die Ursache: Kiefer elend vergilbt wesentlich schneller als andere Hölzer. Was da gelb wird ist im wesentliche das Lignin.
Oder wars gar ein Billiglaminat ??
Aber Danke, dass Du mit den meisten fachlichen Aussagen
mitgehst. Bezüglich der Nano-Anstriche sind leider noch keine
umfassend verlässlichen Aussagen/Erfahrungen verfügbar.
Auch hier: Einspruch. Ich erlaube mir zu verweisen:
http://www.sachtleben.de/publications/0160e072.pdf
http://www.sachtleben.de/publications/0153e072.pdf
Ich teile Deine Auffassung bezüglich der höherwertigen Bindemittel
und Farbpigmente voll und ganz, nur die wenigsten Verkäufer
kennen überhaupt die Unterschiede, und von denen können noch
weniger diese Unterschiede dem Kunden sowohl verbal als auch
preislich vermitteln. Leider.
Solange Geiz geiler ist als Geist werden auch nur wenige Kunden nachfragen…
Gruß
BeLa
Eine normale Holzschutzlasur reicht aus. Den Anstrich beim Ersten Mal zwei mal (also in zwei Schichten) auftragen. Nach einem Jahr den Anstrich mit einer Schicht erneuern. Danach genügt es alle zwei Jahre noch mal zu lasieren.
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