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übrigens bin ich, als tochter nicht-christlicher eltern, auf vorschlag (nicht
wunsch oder forderung!) meiner nicht-christlichen mutter die meiste zeit der
schule in den religionsunterricht gegangen (ohne noten zu bekommen)… meine
mutter meinte, ich solle den glauben doch ruhig auch mal kennenlernen und es
war auch ganz interessant… und trotzdem (oder gerade deshalb? :wink: ) bin ich
bis heute fest davon überzeugt, nie christin sein zu wollen… allerdings war
ich wohl hin und wieder ein kleiner störfaktor in dem unterricht, weil ich
immer wieder unbequeme fragen gestellt habe *grins

mfg
jj

hallo

Jetzt der Vergleich: Dürfen Muslime in Deutschland zum Gebet
ausrufen? Dürfen sie religionsgerechte Kleidung tragen (s.
Kopftuch)?

deutschland ist nun mal das land der fachwerkhäuser und nicht der moscheen, der
kirchenglocken und nicht der gebetsausrufer usw… genauso schlimm finde ich
es, wenn deutsche urlauber in anderen ländern deutsches essen, deutsche sprache
und auch alles ander in „deutsch“ erwarten!
wenn das so weitergeht ist es irgendwann egal, ob ich in hamburg, istanbul oder
tokyo bin :frowning:
wobei ich nichts gegen restaurants mit ausländischen speisen habe (mjammi), und
mich nicht dazu zwingen lasse bayerische trachtenkleider zu tragen :wink:

mfg
jj

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Hi jjl,

wieso sollten
nicht auch menschen anderer religionen einen so schönen brauch
akzeptieren,
wenn sie schon in einem solchen land leben? lasst doch die
kinder in der schule
einen hauch davon mitbekommen…

Hier moechte ich nur meine gelebten Erfahrungen einbringen.
Als wir in Zimbabwe lebten, besuchten meine Kinder
eine Hinduschule. Es wurden - logischerweise - alle
Hindufeiertage in der Schule erklaert; gefeiert wurde
dann jeweils nachmittags oder abends mit Einladung an alle
Kinder und alle Eltern. Die christlichen und moslemischen
Feiertage wurden erklaert. Und - da Zimbabwe ein ueberwiegend
christliches Land ist - die grossen christlichen Feste wurden
auch in der Schule begangen. Ich erinnere mich an eine wunder-
volle Weihnachtsfeier. Es wurden christliche Weihnachts-
lieder gesungen und eher weltliche. Es gab ein paar Ansprachen
vom Rektor und von ein paar Schuelern, in denen auf verschiedene
Aspekte (eben: Fest der Liebe) eingegangen wurde.
Es war fuer unseren Geschmack recht kitschig geschmueckt:
viel Glitter und Glitzer und Sterne und Monde (inzwischen
weiss ich, dass sie wohl die meiste Dekoration aus Ramadan-
bestaenden geholt hatten). Im Auditorium sassen die Eltern:
junge, westlich gekleidete Inder (Zimbabwer indischer Herkunft),
die Omas waren meistens in traditioneller Kleidung (Sari) gekleidet,
es gab afrikanische Eltern, zum Teil westlich, zum Teil afrikanisch
bunt gekleidet, und ein kleines Haeufchen weisser Eltern (ich
weiss nicht mehr, was wir anhatten, jedenfalls keine Saris).
Irgendwann kam der Weihnachtsmann. Er kam zufaellig gerade,
als man von der nahegelegenen Moschee den Muezzin hoerte.
Irgendwie hatte die Schule keinen geeigneten dicken Mann mit
Bart gefunden, weshalb unser (Hindu)Rektor den Rektor der
moslemischen Schule (dick+Bart) um Amtshilfe gebeten hatte.

Zum Abschied sangen alle Schueler „Stille Nacht“ auf Gujarati.

Es ist eine der schoensten Weihnachtserinnerungen,
die wir als Familie haben.

Gruesse
Elke

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Und zudem alle menschenverachtenden Ideologien stammen von
Europa: Nationalismus, Rassismus, Kolonialismus,
Imperialismus…

Ist dies ein Zufall?? Es gibt so viele Menschen auf der Erde
aber ihr schafft es immer wieder irgendwie die schlimmsten
Ideologien zu erfinden und einzusetzen.

hilfe! und gleich schnallst du dir den bomben-gürtel um und löscht ein paar von
den teuflischen europäern aus???
tickt ihr alle nicht mehr richtig? „achse des bösen“ gegen „kontinent des
bösen“??

fassungslos
jj

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Merkst du was?

du merkst gar nicht, wie gefährlich das ist, was du da redest! mir läuft es
eiskalt den rücken runter! *traurig den kopf schüttel*

die schilderung von heinrich ist doch in anderen ländern schon realität
(gewesen)…

aber so wie du redest, scheinst du den alten afghanischen staat wieder zu
wünschen!

dass du wirklich befürwortest, dass islamische kinder sich keine freie kunst
anschauen dürfen, dass sie keine freie literatur lesen dürfen! das zieht mir
das herz zusammen!

wenn das islam bedeutet, dann muss ich einfach dagegen sein! dann will ich
keinen islam in meiner nähe! aber wenn der islam das ist, was doch viele
moslems vertreten, tolerant, liebevoll und weltoffen, dann hat er seinen platz
in unserer mitte verdient!

aber dass der islam zu solchen hasserfüllten meinungen wie deiner oder das
christentum zu sachen wie der hexenverfolgung geführt hat, macht für mich
deutlich, wie gefährlich religion ist! wie viele milliarden menschen wurden
schon für die verschiedensten religionen ermordet!

wieso kann der mensch nicht endlich seinen geltungswunsch abschütteln, sich
nicht als krone der schöpfung ansehn, keinen gott vor sich stellen und
aufhören, mit dieser einstellung die welt zu grunde zu richten? der mensch
steht nicht höher als der rest der natur! und kein religiöser mensch steht über
den anderen! und kein mensch hat das recht im namen seiner religion anderen
menschen zu schaden!

und seinen kindern nicht die freiheit zu geben, die ganze welt kennen zu lernen
und sich an ihrer vielfalt zu erfreuen, das ist schon eine erniedrigung, die
man keinem menschen antun sollte!

in trauer über diese verblendung,
jj

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wunderschön :smile: *seufz*
seltsam, aber das berührt mich wirklich bis ins innerste… das ist frieden und
glück! wenn ich die geschichte lese, dann fühle ich fast genau das gleiche, wie
wenn ich meine rennmäuse mit voller liebe und bewunderung für ihr leben
anschaue… es gibt doch noch gutes auf der welt :smile:
mfg
jj

offtopic
Hallo jj,

ich freu mich, dass dich das freut —
aber muss ich mir nun ueberlegen, warum ich
die gleiche Gefuehle wie eine Rennmaus ausloese??

Schoene Gruesse
Elke

PS: diese Posting muss nicht beantwortet werden,
ich will erstmal drueber schlafen

Hallo jj,

Natürlich sind wir uns einig, dass Kinder nicht nach dem
ersten Lebensjahr auf die Strasse gesetz werden nach dem Motto
sie sollen ihren eigenen Weg suchen, und wir sind uns einig,
dass sie nicht bis sie 25 Jahre alt sind zuhause hocken sollte
und den Weisungen ihrer Eltern zuhören sollten. Aber wo genau
die tatsächliche Grenze gesetzt wird, da sind wir uns nicht
einig (das ist übrigens in den meisten Diskussionen das
Problem!).

hey, wieso gehst du sofort davon aus, dass wir nicht die
gleichen oder ähnliche
grenzen setzen? solltest dir vielleicht erstmal die meinung
deiner diskussionspartnerin anhören :wink:

schiess los. Es ist zumindest sehr wahrscheinlich, dass wir nicht genau einer Meinung sind - das ist nur menschlich; und genau so meinte ich das auch.

Um ein wenig auf das Grundthema Religion und Ethik
zurückzukommen, so wird den Muslimen eine Überlieferung des
Propheten mit an die Hand gegeben, die besagt, dass man mit
seinen Kindern sieben Jahre lang spielen soll, dann soll man
sie sieben Jahre lang erziehen und schliesslich soll man
sieben Jahre ihr Freund sein.

das hört sich tendeziell doch ganz gut an… davon abgesehen,
dass die kinder
auch bzw besonders schon in den ersten 7 jahren erzogen werden
sollten… „was
hänschen nicht lernt, lernt hans nimmermehr“ oder wie heißt
dieser depperte
spruch? wer sieben jahre lang bestimmte regeln nicht hatte,
wird danach nicht
einsehen, wieso es sie nun plötzlich geben soll…

Es war nicht die Rede davon, die Kinder machen zu lassen, was sie wollen, vielmehr geht es darum, dass sie spielerisch erzogen werden sollen, in den danach folgenden schon eher in der traditionellen Rolle der Eltern, danach als Freund - das ist aber inzwischen meine Auslegung.

außerdem steht da noch die frage im raum, was man als moslem
als autoritär
versteht…
denkst du etwa, das kopftuch, kein schwimmunterricht mit
jungen usw die
erziehungslösungen für alle probleme sind?

Wer hat das gesagt? Warum legst du mir Worte in den Mund? Ein Kopftuch ist keine Erziehungsmassnahme, sondern ein religiöses Gebot - zumindest im Islam.

auch ohne kopftuch bin ich eine
„ehrbare“ frau

jaund? Wie bringt uns das weiter in der Erziehungsfrage?

, die übrigens nur mit männern aus äh

„südlichen“ ländern die erfahrung gemacht hat, von solchen männern in
nüchternem zustand, am hellichten
tag und mitten auf der straße blöde angemacht zu werden!
selbst bauarbeiter
sind mir noch nicht so bescheuert begegnet :wink: da brauchen
nicht frauen
kopftücher, sondern die männer besseres benehmen!

Du weichst auf ein vollkommen anderes Thema aus. Ich kann deine Aussagen im Thema nicht unterbringen!

wobei ich noch mal einwerfen will, dass der anteil an moslems
meines wissens
nach auf hauptschulen wesentlich höher ist, als auf
gymnasien… und das
hauptschüler im allgemeinen (kenne selber hervorragende
ausnahmen) schlechteres
soziales verhalten an den tag legen ist wohl auch bekannt…
also irgendwie
scheint auch das wieder gegen einen zusammenhang zwischen
islam und guter
erziehung zu sprechen…

Oha! Jetzt geht es mit der Zahlenjogglerei los! Ich versuche deine Argumentation nachzuvollziehen:

  1. Muslime (in Deutschland) sind stärker auf Hauptschulen repäsentiert als andere Bevölkerungsgruppen (allein diese Aussage kann ich nicht unbedingt stehen lassen, aber es wird besser).
  2. Schüler von Hauptschulen benehmen sich tendenziell schlechter.
  3. Der Islam (oder Muslime) steht im Zusammenhang mit schlechter Erziehung.

Das ist typisch vorurteilhafter Blick auf eine vollkommen unabhängige Situation.

Genauso könnte ich argumentieren:

  1. Muslime in Deutschland sind gegenüber anderen Muslimen auf der Welt schlechter gebildet. (Selbst der Vergleich mit arabischen Ländern würde im Schnitt meist für die arabischen Länder entschieden werden, aber wenn man britische Muslime mit deutschen Muslimen vergleicht (oder Indonesier, USAler, Kanadier) dann wird es ganz eindeutig zugunsten der nichtdeutschen ausfallen.
  2. Jetzt verbinde ich diese Tatsache mit der PISA-Studie und komme zum Ergebnis, dass es eigentlich an Deutschland liegt, nicht an den Muslimen.

Also: Wenn du von Muslimen sprechen willst, solltest du auch tatsächlich alle Muslime und nicht nur die nach Deutschland zumeist zugewanderten Muslime nehmen. Wenn man aber die Flüchtlinge und ehemaligen Gastarbeiter aus der Gleichung herausnimmt, dann siehts schon anders aus!

und was du da gegen die schulen hast, und auf welche
erfahrungen du dich da
beziehst, versteh ich nicht… es gibt beschissene lehrer,
aber dann soll man
die halt ausm dienst schmeißen anstatt die ganzen schule oder
das schulsystem
anzuprangern… womit ich nicht sagen will, dass ich das
momentane schulsystem
wirklich überzeugend finde… aber das problem sind da
bestimmt nicht ausflüge
oder schwimmunterricht :stuck_out_tongue_winking_eye:

Meiner Meinung nach wird zuviel Energie auf Klassenfahrten und ähnliche meist sinnlose Unternehmen verschwendet, die eher in der eigentlichen Wissensvermittlung gebraucht würde. Energie und meist sogar Geld!

und wenn du deinem kind erfolgreich beigebracht hast, dass
drogen scheiße sind,

Ich denke die meisten Eltern in Deutschland wollen nicht, dass ihre Kinder Drogen einnehmen, oder? Trotzdem gibt es einen florierenden Drogenkonsum, der sich speziell um Schulen herum entwickelt - da guckt man nur leider weg! Es ist also nicht einfach das „Überzeugen“, obwohl das natürlich auch eine grosse Rolle spielt.

und ja: ich habe nichts gegen Schulen, ich glaube nur, dass sie in Deutschland z.Zt. nicht effizient arbeiten. Ausserdem bin ich nicht der Meinung, dass der Staat erzieherisch eingreifen sollte - bis auf extreme Situationen.

Gruss, Omar Abo-Namous

*lach*
es geht um das freudig bewegende gefühl, dass ein bewusst lebender mensch auch
bei besonders duftendem wind oder durch schnee hell strahlender nacht empfinden
kann :smile: oder wenn man ganz intensiv empfindet und dem gefühl nachforscht, wie
schön es ist, wenn man ohne schmerzen, mit freier nase, wohlig warm in seinem
kuschligen bett sitzt, ein wunderbares buch in den händen und herrlich
duftenden tee und kuchen genießt… (nein, ich hatte keine grippe oder sonstige
krankheiten :wink: )
es geht um das bewusste erleben der schönen dinge des lebens oder besser um das
bewusste wahrnehmen und genießen der tatsache, dass man in so vielen dingen so
viel schönheit entdecken kann, wenn man nur mal einen augenblick innehält und
es auf sich wirken lässt… es ist kein jauchzendes glück, sondern tief
empfundene liebe und zufriedenheit, die einen zutiefst glücklich lächeln und
vollkommen entspannen lässt… ein innerer friede mit sich selbst und der
welt…
wahrscheinlich ist es auch das gleiche gefühl, wenn man sein friedlich
schlafendes neugeborenes anschaut… aber davon hab ich keine ahnung, bin keine
mutter :wink:
und nu genug davon :smile:
mfg
jj

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Hallo,

Jetzt der Vergleich: Dürfen Muslime in Deutschland zum Gebet
ausrufen? Dürfen sie religionsgerechte Kleidung tragen (s.
Kopftuch)?

deutschland ist nun mal das land der fachwerkhäuser und nicht
der moscheen, der
kirchenglocken und nicht der gebetsausrufer usw…

jj, bitte schau dir die Ausgangsfrage vorher an:
Heinrich :
Wie wär’s mit „Bau einer Kirche in einem islamischen Staat“? Oder „Öffentliches Praktizieren eines christlichen Festes wie z.B. Weihnachten in einem islamischen Staat“? Oder simples „Glockengeläut, das Christen zum Gottesdienst ruft - in einem islamischen Staat“?

Das war meine Antwort darauf: Es gibt Kirchen in den meisten vorwiegend islamischen Ländern und sie dürfen auch ihre Glocken läuten. Aus dieser Grundlage: warum dürfen Moscheen in Deutschland nicht zum Gebet aufrufen?

Und dass Deutschland das Land der Fachwerkhäuser und Kirchenglocken ist, ist mir neu. Eigentlich sollte es ein Staat sein, der keine Staatsreligion hat und Religionsfreiheit (müsste eigentlich heissen, dass keine Religion bevorzugt wird). Aber widerum: soweit gehen Muslime in Deutschland nur selten (den Gebetsruf zu verlangen). Aber selbst der Bau einer Moschee wird politisiert, das Freinehmen der Muslime zur Verrichtung von Gebeten oder zur Anwesenheit bei Feiern funltioniert noch nicht systematisch usw…

genauso
schlimm finde ich
es, wenn deutsche urlauber in anderen ländern deutsches essen,
deutsche sprache
und auch alles ander in „deutsch“ erwarten!

Muslime in Deutschland sind keine Urlauber; was für komische Vergleiche führst du an?

wenn das so weitergeht ist es irgendwann egal, ob ich in
hamburg, istanbul oder
tokyo bin :frowning:

Das stimmt nicht! Können 300 Tausend Muslime denn wirklich genausoviele Moscheen bauen, wie Kirchen existieren? Nein, das werden sie ja auch nicht. Es wird im grossen und ganzen darauf hinauslaufen, dass eine ausreichende Zahl an Moscheen neben einer sehr hohen Zahl an Kirchen gebaut würden. Die Flut an Moscheen wird schon nicht kommen!

Gruss, Omar Abo-Namous

Hallo jj,

lieber omar, und sorry an alle christen… aber das
weihnachtsfest muss doch
nich immer als das gesehen werden, woraus es entstanden ist…
für mich ist es
einfach ein jährliches fest in christlich geprägten regionen,
zu dem man seine
familie trifft und sich gegenseitig beschenkt… nennt man
doch auch „fest der
liebe“, oder irre ich mich? und das haus schön zu dekorieren,
es nach plätzchen
und zimt duften zu lassen, sich mit der ganzen familie zu
treffen und die
anderen zu beschenken, das kann doch nicht verwerflich sein…

Das tun Muslime doch auch - zu ner anderen Zeit.

wieso sollten
nicht auch menschen anderer religionen einen so schönen brauch
akzeptieren,
wenn sie schon in einem solchen land leben? lasst doch die
kinder in der schule
einen hauch davon mitbekommen…

Dagegen habe ich nichts. Aber tatsächlich findet eine digmatische verchristlichung der Feste statt: kurz vor weihnachten bringen alle Kerzen mit, es werden biblische Geschichten vorgelesen usw… Ich habe bereits mehreren Lehrern vorgeschlagen, doch auch zu einem islamischen Fest ein wenig darüber zu erzählen, dadurch würde die Normalität des Andersseins gefestigt. Aber an der Diskussion um islamische Feiertage kann man die Reaktion meist erblicken. Ist es da nicht normal, dass muslimische Eltern verlangen, dass ihre Kinder auch nicht zu christlichen (kannst du sehen wie du willst, aber es sind eigentlich christliche) Events gehen.

wobei ich keinen moslem dazu zwingen wollte, christliche
weihnachtslieder zu
singen

Es wird getan!

es fordert ja keiner, dass moslems das auch zu
hause feiern…

kommt bestimmt noch. Die Frage wäre eigentlich eher, warum es gefeiert werden muss - und warum man darauf besteht, dass auch Muslime mitfeiern?

aber ein wenig gemeinschaft in der schule is doch positiv zu
werten…

Wie gesagt, das kann erreicht werden, indem man sie im Geschehen mit einbezieht und bspw. muslimische Feste zumindest gesondert erwähnt - müssen ja nicht gefeiert werden.

es geht
doch eher darum, dass moslems nicht von dieser gemeinschaft
ausgeschlossen sein
sollten, wie sie es werden, wenn sie ständig von ihren eltern
überall nicht
hingelassen werden…

Du meinst, wenn ihre Eltern ihnen beibringen, keine Mitläufer zu sein…

ach und omar… wieso denkst du eigentlich immer, dass der
allgemeine deutsche
seine kinder alle drogen mal probieren lassen will?

So habe ich das nicht gesagt. Im Gegenteil, in einem anderen Beitrag gehe ich davon aus, dass der durchschnittliche Deutsche seinen Kindern keine Drogeneinnahme wünscht, aber im Allgemeinen funktioniert das einfach „tu’s nicht“ nicht. Deshalb werden immer noch Drogen von Schulkindern gekauft.

Meine, und die vieler „verdorbener“ Westler ist es nicht
gewesen. Immerhin besteht diese unsere Gesellschaft nicht aus
einem Haufen sexsüchtiger Drogenabhängiger

Aber es gibt sie!Ist es wirklich so schlimm, wenn ein Muslim
seine Kinder davor bewahren möchte? Schliesslich sind sie für
ihn nicht eine Zahl in einer Statistik, sondern seine Kinder,
die er nach bestem Wissen und Gewissen erziehen möchte und sie
möglcihst von solchen Dingen fernhalten möchte.

denkst du etwa, dass es deutschen, christlichen oder überhaupt
irgendwelchen
eltern da anders ergeht? selbst den meisten junkie-eltern mit
rest-hirn geht es
wohl nicht anders…

und? was bringt uns das weiter?

Das Problem ist z.Zt., dass du mich ständig aufklären möchtest, dass ich meine sog. Vorurteile Deutschen gegenüber lassen sollte, wobei ich in Deutschland seit längerem lebe und somit durchaus in der Lage bin, mir ein Urteil zu bilden. Stattdessen solltest du mit mir diskutieren…

Gruss, Omar Abo-Namous

hallo

hey, wieso gehst du sofort davon aus, dass wir nicht die
gleichen oder ähnliche
grenzen setzen? solltest dir vielleicht erstmal die meinung
deiner diskussionspartnerin anhören :wink:

schiess los. Es ist zumindest sehr wahrscheinlich, dass wir
nicht genau einer Meinung sind - das ist nur menschlich; und
genau so meinte ich das auch.

ganz exakt einer meinung sicher nicht, aber es geht wohl mehr um grundsätze…
nun, triple p (oder wie das heißt) finde ich zb ziemlich gut, jugendliche
besäufnisse scheiße, sex mit unter 14 scheiße, mitläufer grausig,
freundschaftliche beziehung zwischen eltern und kindern bedingt gut (kann in
manchen fällen und ausprägungen auch zu respektlosigkeit gegenüber den eltern
oder zu verschiebung von verantwortung von eltern zu den kindern führen usw),
benehmen am esstisch wichtig (mit unterschiedlichen äh härtegraden je nach
alter und umgebung), höflichkeit wichtig, körperliche und psychische gewalt
schlimm, usw usf… die liste kann man wohl ewig weiterführen… und wie siehts
da bei dir aus? um mal ein wenig vergleichen zu können :wink:

Es war nicht die Rede davon, die Kinder machen zu lassen, was
sie wollen, vielmehr geht es darum, dass sie spielerisch
erzogen werden sollen, in den danach folgenden schon eher in
der traditionellen Rolle der Eltern, danach als Freund - das
ist aber inzwischen meine Auslegung.

hee, so hab ichs auch nicht gemeint, mehr als ergänzung oder genauere
definition… deine auslegung find ich gut, auch wenn man natürlich genauer
definieren müsste, was unter „spielerisch“ oder „in der traditionellen rolle
der eltern“ zu verstehen ist… was jetzt aber keine aufforderung ist, ich denk
das können wir gut so stehnlassen…

außerdem steht da noch die frage im raum, was man als moslem
als autoritär
versteht…
denkst du etwa, das kopftuch, kein schwimmunterricht mit
jungen usw die
erziehungslösungen für alle probleme sind?

Wer hat das gesagt? Warum legst du mir Worte in den Mund? Ein
Kopftuch ist keine Erziehungsmassnahme, sondern ein religiöses
Gebot - zumindest im Islam.

na darum ging es doch, oder…? im thread angesprochene moslems wollen
scheinbar diese regeln, und darauf folgte die begründung, die deutschen seien
so kaputt, man müsse sich davor schützen… zumindest hab ich den thread im
groben so verstanden… und da du dich meinem empfinden nach auf diese seite
gestellt hast, habe ich die frage (!) gestellt, ob du diese maßnahmen als
lösungen ansiehst… also „wehr“ dich nicht, sondern antworte einfach… und
sorry, wenn ich manchmal die positionen zu sehr vereinfache…

und was das kopftuch als religiöses gebot angeht… es wird doch immer wieder
behauptet, dass es das gar nicht sei, oder zumindest keine vorschrift (weiß ja
nicht, wie du gebot interpretierst)… ebenso wie sich moslems nicht einig
sind, ob im koran nun die erlaubnis zum schlagen der frau steht, oder ob das so
ja doch gar nicht zu interpretieren ist…

auch ohne kopftuch bin ich eine
„ehrbare“ frau

jaund? Wie bringt uns das weiter in der Erziehungsfrage?

wird frauen im islam nicht beigebracht (ja, es gibt auch einige ohne kopftuch,
ich weiß, und freue mich sehr darüber), dass sie nur mit kopftuch ehrbar sind
und vor übergriffen durch männer geschützt? oder hab ich da was falsch
mitgekriegt? wenn dem so wäre, dann hieße das, nicht der vergewaltigende/
übergriffige mann ist schuld, sondern die frau, die sich falsch verhalten
hat… und in diesem abstrusen glauben möchte ich kein kind erziehen…

, die übrigens nur mit männern aus äh

„südlichen“ ländern die erfahrung gemacht hat, von solchen männern in
nüchternem zustand, am hellichten
tag und mitten auf der straße blöde angemacht zu werden!
selbst bauarbeiter
sind mir noch nicht so bescheuert begegnet :wink: da brauchen
nicht frauen
kopftücher, sondern die männer besseres benehmen!

Du weichst auf ein vollkommen anderes Thema aus. Ich kann
deine Aussagen im Thema nicht unterbringen!

ich finde nicht, dass ich ausweiche… in religionen gehören derartige bräuche
mit zur erziehung, deshalb tragen ja die einen muslima (is das jetzt die
richtige version? ich steig bei moslem, muslim, islamist usw nicht mehr
durch…) ein kopftuch, die anderen trauen sich nicht ohne komplette vermummung
auf die straße und die nächsten laufen sog. „westlich“ herum…
und mit diesen verschiedenen kleidungen gehen auch verschiedene einstellungen
zur weiblichkeit einher, was wieder teil der erziehung ist… ebenso wie ein äh
„hurenartiges aufdonnern“ oder dicke „schlabberpullis“…

und um da jetzt mal klarheit zu erlangen: was ist deine einstellung zu kopftuch
& co?

scheint auch das wieder gegen einen zusammenhang zwischen
islam und guter
erziehung zu sprechen…

Oha! Jetzt geht es mit der Zahlenjogglerei los! Ich versuche
deine Argumentation nachzuvollziehen:

  1. Muslime (in Deutschland) sind stärker auf Hauptschulen
    repäsentiert als andere Bevölkerungsgruppen (allein diese
    Aussage kann ich nicht unbedingt stehen lassen, aber es wird
    besser).
  2. Schüler von Hauptschulen benehmen sich tendenziell
    schlechter.
  3. Der Islam (oder Muslime) steht im Zusammenhang mit
    schlechter Erziehung.

hehe, wieso immer so aggressiv? ich habe gesagt „gegen einen zusammenhang
zwischen islam und (guter oder schlechter is egal) erziehung“… du vertrittst,
so weit ich das mit jetzt einordnen würde, die einstellung, dass der islam gut
für die erziehung ist, oder er gute erziehungsregeln hat, oder wie auch
immer… ich finde aber, dass die von mir beobachtete anhäufung von moslems an
hauptschulen, neben die ganzen verdummenden „deutschen“ pisa-deppen gestellt,
keinen vorteil zeigt… egal wie scheiße anscheinend mittlerweile so einige
„deutsche“ ihre kinder erziehen…

aber vielleicht sollte man aus der ganzen schulsituation besser allgemein keine
rückschlüsse auf die erziehung daheim ziehen… keine ahnung… lassen wir den
punkt…

Genauso könnte ich argumentieren:

  1. Muslime in Deutschland sind gegenüber anderen Muslimen auf
    der Welt schlechter gebildet. (Selbst der Vergleich mit
    arabischen Ländern würde im Schnitt meist für die arabischen
    Länder entschieden werden, aber wenn man britische Muslime mit
    deutschen Muslimen vergleicht (oder Indonesier, USAler,
    Kanadier) dann wird es ganz eindeutig zugunsten der
    nichtdeutschen ausfallen.

oha? ich dachte, die USamis wären so ungebildet… (von wegen kaum ahnung vom
rest der welt, weil so arg auf das eigene land konzentriert, kenne da ein paar
seltsame beispiele…) aber das führt nun wirklich vom thema weg…

Also: Wenn du von Muslimen sprechen willst, solltest du auch
tatsächlich alle Muslime und nicht nur die nach Deutschland
zumeist zugewanderten Muslime nehmen. Wenn man aber die
Flüchtlinge und ehemaligen Gastarbeiter aus der Gleichung
herausnimmt, dann siehts schon anders aus!

hm, also erstmal kann ich da nicht mehr ganz folgen (gastarbeiter ungebildeter,
oder wie is das gemeint?) und zum anderen kann ich wohl schlecht über moslems
in zb indonesien reden… ich erinnere nur eine aussage, dass man in der türkei
in schulen auch kein kopftuch tragen darf und ein imam meinte - meinem
empfinden nach - hämisch, dass man in deutschland den islam wesentlich extremer
ausleben könne als in der türkei oder iran…

und was du da gegen die schulen hast, und auf welche
erfahrungen du dich da
beziehst, versteh ich nicht… es gibt beschissene lehrer,
aber dann soll man
die halt ausm dienst schmeißen anstatt die ganzen schule oder
das schulsystem
anzuprangern… womit ich nicht sagen will, dass ich das
momentane schulsystem
wirklich überzeugend finde… aber das problem sind da
bestimmt nicht ausflüge
oder schwimmunterricht :stuck_out_tongue_winking_eye:

Meiner Meinung nach wird zuviel Energie auf Klassenfahrten und
ähnliche meist sinnlose Unternehmen verschwendet, die eher in
der eigentlichen Wissensvermittlung gebraucht würde. Energie
und meist sogar Geld!

na aber das is ja wie wenn man dem kind nur schulbücher, aber keine spielsachen
kauft… schulen nur als wissenseintrichter find ich nich gut… die energie
und das geld können in ausflügen gut angelegt sein, wenn sie zum vermitteln von
werten, wissen oder gemeinschaft genutzt werden… vielleicht wird das noch
nicht optimal gemacht, aber dann sollten klassenfahrten nicht gestrichen
sondern verbessert werden…
übrigens fand ich das verhalten eines lehrers auf meiner abifahrt auch total
daneben, als er mit einigen schülern hanf gepflückt hat (wahrscheinlich
thc-loses zeug an einem feldrand im ausland)… den mumpitz hätt er besser
gelassen bzw einen rüffel dafür verdient… aber hat es mich oder wen anders
der stufe dazu gebracht, das zeug deshalb besser zu finden? nope! und nur wegen
sonem kleinen fehltritt die ganze fahrt verbieten??

und wenn du deinem kind erfolgreich beigebracht hast, dass
drogen scheiße sind,

Ich denke die meisten Eltern in Deutschland wollen nicht, dass
ihre Kinder Drogen einnehmen, oder? Trotzdem gibt es einen
florierenden Drogenkonsum, der sich speziell um Schulen herum
entwickelt - da guckt man nur leider weg! Es ist also nicht
einfach das „Überzeugen“, obwohl das natürlich auch eine
grosse Rolle spielt.

leider ist dem wohl so… und von „überzeugen“ sollte wohl nicht die rede
sein… genauer gesagt geht es wohl um aufklärung, aufzeigen von alternativen,
rückhalt usw… drogen nicht zu wollen oder zu verbieten reicht halt nicht, die
prävention muss wesentlich ganzheitlicher geschehn… und scheinbar ist es ein
problem der jetzigen gesellschaft, sich nicht derart um die kinder zu
kümmern… es gibt wohl einige faktoren, die kinder in den drogenkonsum
treiben, von leistungsdruck bis lebensangst gibt es da wohl ne ganze menge…
und einiges könnte man mit einer besseren erziehung (einem besseren umgang in
der familie) verhindern… nicht aber dadurch, dass man die kinder, arg
verschärft gesagt, in ihr zimmer einschließt, damit sie von der bösen welt
draußen nichts mitkriegen…

und ja: ich habe nichts gegen Schulen, ich glaube nur, dass
sie in Deutschland z.Zt. nicht effizient arbeiten.

da stimme ich dir absolut zu

Ausserdem
bin ich nicht der Meinung, dass der Staat erzieherisch
eingreifen sollte - bis auf extreme Situationen.

fragt sich bloß, was „extrem“ ist, und ob man es erst „extrem“ werden lassen
muss… manchmal ist es besser, einzugreifen, bevor es zum äußersten kommt…

mit wirklich freundlichen grüßen :smile:
jj

hallo

für mich ist es
einfach ein jährliches fest in christlich geprägten regionen,
zu dem man seine
familie trifft und sich gegenseitig beschenkt… nennt man
doch auch „fest der
liebe“, oder irre ich mich? und das haus schön zu dekorieren,
es nach plätzchen
und zimt duften zu lassen, sich mit der ganzen familie zu
treffen und die
anderen zu beschenken, das kann doch nicht verwerflich sein…

Das tun Muslime doch auch - zu ner anderen Zeit.

schön :smile:

Dagegen habe ich nichts. Aber tatsächlich findet eine
digmatische verchristlichung der Feste statt: kurz vor
weihnachten bringen alle Kerzen mit, es werden biblische
Geschichten vorgelesen usw… Ich habe bereits mehreren Lehrern
vorgeschlagen, doch auch zu einem islamischen Fest ein wenig
darüber zu erzählen, dadurch würde die Normalität des
Andersseins gefestigt. Aber an der Diskussion um islamische
Feiertage kann man die Reaktion meist erblicken. Ist es da
nicht normal, dass muslimische Eltern verlangen, dass ihre
Kinder auch nicht zu christlichen (kannst du sehen wie du
willst, aber es sind eigentlich christliche) Events gehen.

hmm das mit der „verchristlichung“ finde ich schwer zu beurteilen… mir ist zu
viel christentum auch unangenehm, aber andererseits hat es mir nie geschadet
solche feiern mitzubekommen und einige bräuche find ich einfach nett und
gemütlich, wie die erwähnten kerzen… das abzuschaffen fänd ich schade… ein
gemäßigtes weihnachten fänd ich gut…
und gemäßigte islamische feste fänd ich auch schön… allgemein ablehnende
haltungen finde ich da schade…
aber die haltung „wenn wir unsere feste nicht kriegen, dann gehen wir auch
nicht zu euren“ find ich doch etwas kindisch… wenn die „deutschen“ kinder die
möglichkeit gemäßigter islamischer feiern verpassen, dann setzt sie doch nicht
in das gleiche boot und lasst sie auch was verpassen… „wenn ihr so doof seid,
dann bin ich es auch“? ich glaub nicht, dass du das wirklich gut findest…
außerdem verhärtet sowas die fronten nur…

wobei ich keinen moslem dazu zwingen wollte, christliche
weihnachtslieder zu
singen

Es wird getan!

das tut mir leid, wenn es denn wirklich um „zwang“ geht… wenn es nur darum
geht, dass ein kind im kindergarten ein christliches weihnachtslied mitlernt,
dann find ich das ebenso in ordnung oder gut, wie wenn lieder anderer sprachen
oder religionen im musikunterricht gesungen werden… musik anderer kulturen
und religionen mal kennen zu lernen ist doch gut…
wobei mir persönlich mehr der zwang zum singen im allgemeinen, als der zwang zu
bestimmten liedern geschadet hat :wink:

es fordert ja keiner, dass moslems das auch zu
hause feiern…

kommt bestimmt noch. Die Frage wäre eigentlich eher, warum es
gefeiert werden muss - und warum man darauf besteht, dass auch
Muslime mitfeiern?

genau, deutsche werden moslems zu weihnachtsfeiern zwingen und moslems die
deutschen zu kopftüchern :wink:
es MUSS ja nicht gefeiert werden (meiner meinung nach), aber feiern sind nun
mal was schönes, fördern die gemeinschaft, stimmen fröhlicher usw… das trifft
aber nicht nur auf weihnachten zu, sondern auch auf betriebsfeiern usw :wink: man
braucht halt anlässe und weihnachten find ich ganz gut vor den schulferien und
am ende des jahres…

aber ein wenig gemeinschaft in der schule is doch positiv zu
werten…

Wie gesagt, das kann erreicht werden, indem man sie im
Geschehen mit einbezieht und bspw. muslimische Feste zumindest
gesondert erwähnt - müssen ja nicht gefeiert werden.

jup, kinder können ja mal erzählen, wie sie mit ihrer familie muslimische feste
feiern… is für mich zwar zu spät, aber fänd ich interessant, hab nämlich
keine ahnung davon :smile: dann kann man auch gleich feste anderer religionen oder
kulturen besprechen und vielleicht wen dazu einladen…

es geht
doch eher darum, dass moslems nicht von dieser gemeinschaft
ausgeschlossen sein
sollten, wie sie es werden, wenn sie ständig von ihren eltern
überall nicht
hingelassen werden…

Du meinst, wenn ihre Eltern ihnen beibringen, keine Mitläufer
zu sein…

hmm nee… ich bin auch kein mitläufer (es gibt so einige menschen, die doch
sehr verwirrt wären, wenn man mich als mitläufer bezeichnen würde :wink: ) und bin
trotzdem immer wieder mit zum religionsunterricht gelaufen, mit in einige
gottesdienste, hab mit christen diskutiert und bin auch mit auf ausflüge
gefahren usw… allein durch kontakt wird man kein „mitläufer“… mitläufer
wird man, wenn man keine eigene starke persönlichkeit hat, wenn man halt und
anerkennung sucht usw… wenn man das im elternhaus bekommt oder in einem
positiven freundeskreis, dann lässt man sich weder von ner komischen religion,
noch von rassismus oder drogen mitreissen…

ich habe das christentum in verschiedenen varianten nah miterlebt und mich
bewusst dagegen entschieden, von ganz allein, ohne dass mich jemand bequatscht
hätte (nun, die christen haben mich immer mal wieder arg bequatscht, aber wie
gesagt ohne erfolg)…
nur weil man was vor die nase gehalten bekommt, muss man nicht gleich
zugreifen… weder bei religionen, noch bei drogen oder sonstwas… es gibt
also keinen grund, christen von moslems oder moslems von christen
fernzuhalten…

ach und omar… wieso denkst du eigentlich immer, dass der
allgemeine deutsche
seine kinder alle drogen mal probieren lassen will?

So habe ich das nicht gesagt. Im Gegenteil, in einem anderen
Beitrag gehe ich davon aus, dass der durchschnittliche
Deutsche seinen Kindern keine Drogeneinnahme wünscht, aber im
Allgemeinen funktioniert das einfach „tu’s nicht“ nicht.
Deshalb werden immer noch Drogen von Schulkindern gekauft.

ja, „tu’s nicht“ funktioniert nicht… aber grenz dich doch nicht so ab mit
„moslems wollen ihre kinder davor bewahren“ (wegen dieser abgrenzung nahm ich
an, dass du meinst, deutsche sähen das anders; steht für mich recht deutlich im
nächsten absatz)… ein „eltern wollen ihre kinder davor bewahren“ reicht doch,
und dann können moslems, christen, hinduisten oder wer auch immer zusammen
gegen drogen arbeiten…

Meine, und die vieler „verdorbener“ Westler ist es nicht
gewesen. Immerhin besteht diese unsere Gesellschaft nicht aus
einem Haufen sexsüchtiger Drogenabhängiger

Aber es gibt sie!Ist es wirklich so schlimm, wenn ein Muslim
seine Kinder davor bewahren möchte? Schliesslich sind sie für
ihn nicht eine Zahl in einer Statistik, sondern seine Kinder,
die er nach bestem Wissen und Gewissen erziehen möchte und sie
möglcihst von solchen Dingen fernhalten möchte.

denkst du etwa, dass es deutschen, christlichen oder überhaupt
irgendwelchen
eltern da anders ergeht? selbst den meisten junkie-eltern mit
rest-hirn geht es
wohl nicht anders…

und? was bringt uns das weiter?

s.o.

Das Problem ist z.Zt., dass du mich ständig aufklären
möchtest, dass ich meine sog. Vorurteile Deutschen gegenüber
lassen sollte, wobei ich in Deutschland seit längerem lebe und
somit durchaus in der Lage bin, mir ein Urteil zu bilden.
Stattdessen solltest du mit mir diskutieren…

hey, ich mache mir nur ein bild durch das, was du sagst… mal abgesehen von
deinem namen könntest du für mich auch ein blondgelockter jüngling deutschen
ursprungs sein :wink: aber du versuchst hier meinem empfinden nach sehr stark den
islam oder so zu verteidigen (was keinerlei schlüsse auf deine herkunft ziehen
lässt, auch wenn du mir das scheinbar vorwirfst), wobei ich den angriff
meinerseits gar nicht so sehe… ob islam, christentum, judentum, buddhismus
oder sonstwas, positives nehme ich liebend gerne an… aber die haltung „ihr
deutschen geht den bach runter, wir moslems müssen unsere kinder vor euch
schützen“ geht mir gegen den strich! und diesen „schutz“ dann auch noch in
kopftuch, fernhalten von weihnachtsfesten, gemeinsamen schwimmen usw zu suchen
find ich erst recht falsch…

und ich diskutiere mit dir… nur halt nicht fronten verhärtend, sondern ich
versuche beide seiten zu verstehen… aufklärerisch nur in der hinsicht, dass
du dich meiner meinung nach zu sehr als moslem verstehst und gegenüber
„deutschen“ abschottest, anstatt zu sehen, dass es bei erziehung um „eltern“
geht, nicht um „moslems“ oder „christen“ oder was auch immer…

ich gehe einfach mal davon aus, dass die durchschnitts-eltern egal welcher
religion oder kultur das beste für ihre kinder wollen… die gewählten wege
dazu sind unterschiedlich und in manchen teilen auch das ziel… dass das ziel
mancher eine unterwürfige frau ist (nein, ich meine damit jetzt nicht den
islam, sondern nehme den umstand rein für sich), das kann ich nicht
akzeptieren, wie auch manche andere erziehungsziele… aber in den punkten, in
denen man das gleiche ziel hat, kann man doch auch gemeinsame wege gehen… die
richtigen wege sind auszusieben und kultur- und religionsübergreifend
anzuwenden… ein kind moslemischer eltern tickt auch nicht anders als eines
christlicher eltern, sie reagieren auf die gleichen erziehungsmethoden auf die
gleiche art…

und über erziehungsmethoden gibt es jede menge studien…

aber ich glaub, jetzt vermengen sich die beiden threads etwas zu sehr… ich
schreib mal in dem anderen weiter :wink:

mfg
jj

Übertriebener gings wohl nicht!

du merkst gar nicht, wie gefährlich das ist, was du da redest!
mir läuft es
eiskalt den rücken runter! *traurig den kopf schüttel*

Wusste gar nicht dass die Freistellung vom Unteericht so gefährlich ist.

die schilderung von heinrich ist doch in anderen ländern schon
realität
(gewesen)…

Und?

aber so wie du redest, scheinst du den alten afghanischen
staat wieder zu
wünschen!
=)
dass du wirklich befürwortest, dass islamische kinder sich
keine freie kunst
anschauen dürfen, dass sie keine freie literatur lesen dürfen!
das zieht mir
das herz zusammen!

U auf den Punkt zu kommen. Das hat dich nicht zu interessieren. Welche Bücher moslemische Kinder lesen bestimmne die Moslems und nicht DU.

wenn das islam bedeutet, dann muss ich einfach dagegen sein!

OK. Davon wird die WELT nicht untergehen.

dann will ich
keinen islam in meiner nähe!

Das liegt nicht in deiner ENtscheidungsmacht.
aber wenn der islam das ist, was

doch viele
moslems vertreten, tolerant, liebevoll und weltoffen, dann hat
er seinen platz
in unserer mitte verdient!

Wieder: Es liegt nicht in deiner ENtscheidungsmacht was in der Mitte der Gesellschaft sein soll und was außen.

aber dass der islam zu solchen hasserfüllten meinungen wie
deiner oder das
christentum zu sachen wie der hexenverfolgung geführt hat,
macht für mich
deutlich, wie gefährlich religion ist! wie viele milliarden
menschen wurden
schon für die verschiedensten religionen ermordet!

wieso kann der mensch nicht endlich seinen geltungswunsch
abschütteln, sich
nicht als krone der schöpfung ansehn, keinen gott vor sich
stellen und
aufhören, mit dieser einstellung die welt zu grunde zu
richten? der mensch
steht nicht höher als der rest der natur! und kein religiöser
mensch steht über
den anderen! und kein mensch hat das recht im namen seiner
religion anderen
menschen zu schaden!

Soviel Gerede nur weil unsere Kinder getrennt schwimmen wollen und Weichnacten nicht feiern.

und seinen kindern nicht die freiheit zu geben, die ganze welt
kennen zu lernen
und sich an ihrer vielfalt zu erfreuen, das ist schon eine
erniedrigung, die
man keinem menschen antun sollte!

Nochmal: DIe Erziehung der Kinder ist immernoch ne Sache von den ELtern.

in trauer über diese verblendung,

In Erstaunen über diese Intoleranz!

hilfe! und gleich schnallst du dir den bomben-gürtel um und
löscht ein paar von
den teuflischen europäern aus???

Ja.

Die Sache mit den Armeniern spielt im 1. Weltkrieg. Wir sprechen von einer Zeit wo ein Land von 5 verschiedenen Ländern besetzt wurde OHNE GRUND. Russen Franzosen Engländer Griechen sogar das ferne Australien kam um zu besetzen. Die Armenier haben in französischen Uniformen! und die Griechen in griechischen Uniformen die türkisch- oslemische Bevölkerung massakriert, und das nur weil sie die Existenz von Türken im osten und im Westen der TÜRKEI auslöschen wollten. damit sie dort einen rein armenische bzw. griechisches Land errichten konnten. Und die Türken haben sich gewehrt gegen 6 Nationen. Der Krieg wurde von denen angefangen nicht von den Türken. Die Agressoren waren wiedermal die Christen nicht die Moslems. Und aufgrund des Krieges, der grundlos- und deshalb sinnlos war gabs bis jetzt keine Anteilnahme an den millionen Toten Türken. Wieso auch das sind ja Moslems. Das ist typisch Christen. Wenn auch nur ein Christ stirbt dann ist es egal wieso warum sofort die bösen Moslems. AUf der anderen Seite sterben grundlos zig Millionen von Moslems. Es ineterssiert nicht.

Ich könnt jetzt auch ein paar Links geben aber habe keine Lust mich rechtfertigen zu müssen für Sachen die offensichtlich eine Verleumdungskampagne sind und mit Leuten zu diskutieren, die nur allzudeutlich ihre Türkenfeindlichkeit hier zu beweis stellen. Das sieht man schon allein daran dass man sich schon aufgrund einer harmlose Forderung der Freistellung vom Unterricht als TERRORIST, MASSENMÖRDER etc. beschimpfen lassen muss. Danke ich habe keine Lust mehr auf sonem Niveau irgendwelche sachlichen Argumente aufzuführen.

Ich werde - eurem Diskussionsniveau entsprechend- nur noch eins sagen:
Wir sind Türken und werden nicht die Juden von Morgen sein. Nicht dass es zu einem Völkermord kommen könnte. Bei dem geringsten Fehler -und das kann ich versichern- würde euch die Türkei plattbomben.
Aber die Juden haben bis zum 2.Weltkrieg alles brav mitgemacht. keine Forderungen gestellt sich weitgehend „eingefügt“. Das meiste worauf Deutschland stolz sein konnte war jüdisch: Schriftsteller, Wissenschaftler etc. Aber trotzdem wurden sie gehasst und als Mindermensch dargestellt.
So wir sind zwar auf diesem Gebiet nicht begabt, aber auch wir haben unseren Beitrag geleistet für diese Gesellschaft. Und wir werden nicht die Fehler von den Juden machen. Wir werden unsere Fordeurngen stellen und auch bekommen. Früher oder später.
Obwohl anfänglich haben wir disen Fehler auc gemacht: Meine Eltern haben mich z.B. in den SChwimmunetrricht etc. geschickt weil sie keine Probleme wollten. Sie haben auch wie andere Türken ganz brav EURE Wiedervereinigung finanziert. Als Dank dafür wurden erstmal ein paar Türkenhäuser abgrebrannt.
Wir die 2 und 3 Generation werden diese Fehler nicht mehr machen. Ja wir sind hier. Wir haben Forderungen. Keiner kann sie uns nehmen. Und keiner soll glauben dass wir uns mit dem Vorwurf des Radikalismus den Mund verbieten lassen geschweige denn die Forderungen runterschrauben.

Hi!

Wenn man so will, so kann man diesen Zustand immer noch sehen.

Na ja, erzähl das mal einem Einwohner Bayerns, dass er trotz einheitlicher Schrift- und mündlicher Hochsprache nicht in der Lage sein soll, einen Nordseeküstenbewohner mit gleicher Schrift- und Hochsprache zu verstehen.

Richtig, schauen wir uns diese Staaten genauer an. Die
Revolutionen wurden ausgelöst durch politische oder
wirtschaftliche Mißstände. Das Volk meutert gegen die
jeweiligen Herrschaftssysteme. Das sagt aber nichts darüber
aus, wie es mit ethnischen Minderheiten umging.

Du siehst aber zumindest: Bürgerkriege können aus vollkommen
unterschiedlichen Gründen entstehen.

Was ändert das an der Argumentation, dass ein Staat mit einer Vielvölkerkultur anfällig ist für gewalttätige Auseinandersetzungen?

Nenn mir doch mal ein paar „Vielvölkerstaaten“, wo kulturelle
und ethnische Unterschiede bestehen und wo es nicht zu
Konflikten kommt. China vielleicht? Oder Indien? Die Meldungen
aus diesen Ländern sagen was anderen.

Das ist wieder typisch! In China leben mehr als 1 Milliarde
Menschen; die Meldungen betreffen einige Tausend Menschen, wo
es noch nicht einmal um ethnische Unterschiede geht. Trotzdem
reduzierst du China auf die Konflikte.

Es ist mir neu, dass das Volk der Uiguren nur aus „ein paar Tausend Menschen“ besteht (laut Volkszählungsdaten von 1990 soll es mehr als 7 Millionen geben - für dich also eine zu vernachlässigende Größenordnung, und das, wo es sich doch um sunnitische Muslime handelt).
Es ist mir auch neu, dass die Volksgruppe der Tibeter nur aus „ein paar Tausend Menschen“ bestehen (hier sind es ja auch „nur“ 6 Millionen, außerdem lamaistische Buddhisten, die sind ja schon ihres Glaubens wegen mnderwertig, was zählt da die Zahl der Köpfe).

Die USA etwa? Wie sind denn dort die Verhältnisse? Auf der
einen Seite die WASPs, auf der anderen die Afro-Amerikaner,
und dann noch die Latinos. Vor ein paar Jahren erst hat es
bürgerkriegsähnliche Zustände in Los Angeles gegeben, und die
Bandenkriege in den Großstädten sind doch nichts anderes als
Krieg im kleinen Umfang.

Bandenkrieg in Grossstädten sind nun für dich
bürgerkriegsähnliche Zustände? Ich bitte dich, wenn ein paar
aufgebrachte Jugendliche sich gegenseitig mit zuhauf
verfügbaren Kleinwaffen gegenseitig umnieten, reduzierst du
die Gründe auf die ethnischen Unterschiede? Da fragt man sich
natürlich, warum nicht dasselbe in Kanada passiert…

Vielleicht liegt es daran, dass die ethnischen Strukturen in den USA anders sind als in Kanada. In den USA gibt es 4% Asiaten, 13% Afro-Amerikaner und 13% Latinos, wobei letztere ein stark wachsende Bevölkerungsgruppe darstellt. Je größer eine ethnische Gruppe ist, desto stärker ihre Forderung. Und bei Nichtbeachtung ihrer Forderung desto größer das Gewaltpotential.
Wie groß sind die ethnischen Gruppen in Kanada?
2,2% Asiaten, 1,7% Inuit. Im Verhältnis zu den USA relativ kleine ethnische Gruppen, ausgenommen - und da gibt es bereits Bedenken -, ausgenommen die starke ethnische Gruppe der französisch sprechenden Bevölkerung. Und will die nicht eine Autonomie? Sogar ein unabhängiges Quebec?

Grüße
Heinrich

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Hi!

Das Problem ist nicht die Freistellung. Das Problem ist die
Forderung, im Unterricht dürfe nicht gelehrt werden, was die
moralischen oder sittlichen Gefühle einer Minderheit berührt.

was steht der gründung von privatschulen entgegen? die eltern
müssen selber wissen, was sie für ihre kinder wollen: eine
sittlich anerkannte erziehung oder doch lieber eine ausbildung
für die zukunft?

Dürfen Privatschulen unterrichten, was sie wollen?
Wenn ja, dann brauchen wir keine staatliche Kontrolle der Moscheen in Deutschland, um zu prüfen, ob dort das Wort gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung geführt wird.
Dann müssen wir auch Privatschulen im Sinne der Napola wieder zulassen. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass du so etwas möchtest.

Als nächstes dürfte dann wohl zu überlegen sein, ob solche
Bilder und Bühnenstücke überhaupt in der Öffentlichkeit
präsentiert werden dürfen, denn was Kinder in der Schule
verderben könnte, kann Kinder auch in der Freizeit verderben.

definiere „öffentlichkeit“. ein theater oder kino ist keine
„öffentlichkeit“ sondern ein gebäude, in das eintritt bezahlt
werden muß.

Oh, ganz einfach:
Ich gehe ein Straße entlang und komme dabei an einer Plakatwand vorbei. Das steht dann in großen Lettern „Ab 12.März 2005 im Staatstheater: Romeo und Julia“. Oder: „Im Landesmuseum die große Bilderausstellung flämischer Meister“, daneben ein Bild mit einer nackten Frau. Das ist Öffentlichkeit. Wie lange wird es dauern, bis einer sagt: Solche Werbung ist eine Gefahr für die sittliche Moral meiner Kinder - und verlangt die Entfernung solcher Plakate?

Wie lange wird es dann noch dauern, bis der moralische
Zeigefinger in Zeitschriften und Fernsehprogrammen zu spüren
ist?

auch zeitschriften und fernsehprogramme sind nicht öffentlich
(zumindest die moderneren technologien nicht), sodaß sich
jeder kunde aussuchen kann, was er und seine kinder zu sehen
und zu hören bekommen. wo ist das problem?

Am Kiosk z.B., wo Zeitschriften mit kritischen Artikeln zu Religionsfragen offen aushängen
Auf Plakaten an den Wänden.
In den Schaufenstern von TV-Geschäften, wo die Fernseher flimmern.

Grüße
Heinrich

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Hi!

Wer seine Kinder aus diesem Unterricht herausholt,
bekommt Ärger mit den Behörden - bis hin zur polizeilichen
Vorführung des Kindes in den Unterricht.

Jetzt machst du mir aber Angst. Die FReistellung der Kinder
wurde bis jetzt und es wird auch weiterhin so laufen
gerichtlich eingeklagt. Die Polizei hat da 0 zu sagen.

Oh, da hat die Frau Schuldirektorin in der Sendung Cosmo-TV aber was ganz anderes gesagt. Da ging es um ein Ehepaar einer Freikirche, die ihre Kinder aus der Schule nahmen, weil der Unterricht nicht ihren sittlich-moralischen Vorstellungen entsprach. Die Schuldirektorin hat daraufhin das Gespräch mit den Eltern gesucht, ohne Erfolg. Es gab gerichtliche Aufforderungen, die Kinder wieder zur Schule zu schicken. Ohne Erfolg. Der nächste Schritt wäre, so die Schuldirektorin, die Kinder von der Polizei abholen und in die Schule bringen zu lassen.

Und sei mir nicht böse, aber ich glaube, die Schuldirektorin hat vom deutschen Schulrecht mehr Ahnung als wir beide zusammen.

Als Beispiel nehme ich die Besprechung des Thomas-Mann-Romans
„Die Buddenbrooks“. In diesem Roman wird die Weihnachtsfeier
der Familie beschrieben.
Der Kontakt mit andersreligiösen Riten gefährdet das
Seelenheil bestimmter Teile der Schülerschaft. Soll nicht
gegen das Schulpflichtgesetz verstoßen werden, ist der Roman
„Die Buddenbrooks“ aus dem Unterrichtsstoff zu entfernen.

Nein. NOCHMAL so eine Forderung gibts nicht! Die deutschen
Kinder können alles lesen was sie wollen. Das Curriculum kann
bestehen bleiben. Die moslemischen Kinder werden jeweils
freigestellt.

Das geht nicht.
Im Januar 2004 hat das Verwaltungsgericht Hamburg entschieden, dass (in diesem Falle) ein streng muslimische Erziehung kein Grund dafür ist, vom Sexualkundeunterricht befreit zu werden. Die Richter urteilten, dass das Schulgesetz ausnahmslos alle Schüler zur Teilnahme am Biologieunterricht verpflichte, auch wenn Sexualkunde auf dem Stundenplan stehe. Eltern können darüber nicht frei entscheiden, da in diesem Fall der Erziehungsauftrag des Staates dem Erziehungsrecht der Eltern gleichgestellt sei (Aktenzeichen 15 VG 5827/2003)

Wenn die Befreiung schon bei einem delikaten Thema wie Sexualkunde scheitert, wie sieht das dann erst bei einem „unkrititschen“ Fach wie Deutsch aus?

Wenn also die Pflichtteilnahme nicht gekippt werden kann, dann geht der Weg doch nur noch über Einflussnahme auf die Inhalte.

Dazu sage ich nur: In der Demokratie ist jede
Gruppe frei mit seinen Argumenten für seine Vorstellungen zu
werben und Mehrheiten zu bilden um deren Durchsetzung zu
erreichen. Dieses Recht gilt auch für die Moslems. Wenn du
meinst du kannst dem etwas entgegensetzen dann tu es ! Aber
auf demokratischem Wege, nicht durch Verbote und Zwänge.

Da lach ich mich doch tot! Keine Verbote und Zwänge?

Was sind denn die derzeit in der Politik diskutierten Themen?

  • „Verbot der NPD wegen Verfassungsfeindlichkeit“
  • „Verschärfung des Demonstrationsrechts im Umfeld parlamentarischer Gebäude und Mahnmale des Holocausts bis hin zum Demonstrationsverbotes“
  • „verschärfte Überwachung der Predigten in Moscheen auf mögliche Hetzreden, bis hin zu Ausweisung der betroffenen Personen“

Auch eine Demokratie benutzt Verbote und Zwänge. Sie muss nämlich wehrhaft bleiben.

Grüße
Heinrich

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Hi!

Also von Tötung der Armenier kann nicht gesprochen werden und
schon gar nicht millionenfach!

Was geschah denn in den Jahren gegen Ende des Ersten Weltkrieges an der armenisch-türkischen Grenze? Gab es da keinen Völkermord durch die Türkei?
Und nicht millionenfach? Neutrale Stellen schätzen die Zahl der getöteten Armenier auf etwa 1,5 Millionen.

Zu der kämpferischen Auseinandersetzung zwischen den
armenischen Terroristen und der türkischen Armee JA die gabs.
Ja die wurden getötet!

Ich weiß. Sechs Monate alte Babys galten als hochgradig kollaborationsverdächtig.

Und zudem alle menschenverachtenden Ideologien stammen von
Europa: Nationalismus, Rassismus, Kolonialismus,
Imperialismus…

Ist dies ein Zufall?? Es gibt so viele Menschen auf der Erde
aber ihr schafft es immer wieder irgendwie die schlimmsten
Ideologien zu erfinden und einzusetzen.

Aber trotzdem lebst du hier gerne. Seltsam, nicht wahr?

Noch eine kleine Randnotiz zu der von dir gepredigten Liberalität des Islam:
Nur ein paar Kilometer von meinem Wohnhaus entfernt tagen ein paar einflußreiche Menschen, um einer jungen Frau ein elendes Schicksal zu ersparen. Da geht es nämlich um eine 25jährige Iranerin, die in ihr Heimatland ausgewiesen werden soll. Das Blöde ist, dass die Frau in der Zwischenzeit von einer Muslimin zu einer Christin konvertierte. Nun frage ich mich, wenn der Islam so tolerant ist, warum befürchtet die Frau, daheim im Iran von gläubigen Muslimen gesteinigt zu werden?

Aber wenn es ums Reden geht gibts es keine besseren Menschen
als Euch…
Die Denkweise hat sich also kein bißchen geändert.

Deutschland hat sich seit 1945 zu seinen Greueln bekannt. Deutsche haben Massaker und Völkermord begangen und die deutsche Öffentlichkeit steht zu diesen Untaten. Immerhin ein kleiner Unterschied zu der Denkweise, die du uns hier vorwirfst.

Grüße
Heinrich

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