hallo
hey, wieso gehst du sofort davon aus, dass wir nicht die
gleichen oder ähnliche
grenzen setzen? solltest dir vielleicht erstmal die meinung
deiner diskussionspartnerin anhören 
schiess los. Es ist zumindest sehr wahrscheinlich, dass wir
nicht genau einer Meinung sind - das ist nur menschlich; und
genau so meinte ich das auch.
ganz exakt einer meinung sicher nicht, aber es geht wohl mehr um grundsätze…
nun, triple p (oder wie das heißt) finde ich zb ziemlich gut, jugendliche
besäufnisse scheiße, sex mit unter 14 scheiße, mitläufer grausig,
freundschaftliche beziehung zwischen eltern und kindern bedingt gut (kann in
manchen fällen und ausprägungen auch zu respektlosigkeit gegenüber den eltern
oder zu verschiebung von verantwortung von eltern zu den kindern führen usw),
benehmen am esstisch wichtig (mit unterschiedlichen äh härtegraden je nach
alter und umgebung), höflichkeit wichtig, körperliche und psychische gewalt
schlimm, usw usf… die liste kann man wohl ewig weiterführen… und wie siehts
da bei dir aus? um mal ein wenig vergleichen zu können 
Es war nicht die Rede davon, die Kinder machen zu lassen, was
sie wollen, vielmehr geht es darum, dass sie spielerisch
erzogen werden sollen, in den danach folgenden schon eher in
der traditionellen Rolle der Eltern, danach als Freund - das
ist aber inzwischen meine Auslegung.
hee, so hab ichs auch nicht gemeint, mehr als ergänzung oder genauere
definition… deine auslegung find ich gut, auch wenn man natürlich genauer
definieren müsste, was unter „spielerisch“ oder „in der traditionellen rolle
der eltern“ zu verstehen ist… was jetzt aber keine aufforderung ist, ich denk
das können wir gut so stehnlassen…
außerdem steht da noch die frage im raum, was man als moslem
als autoritär
versteht…
denkst du etwa, das kopftuch, kein schwimmunterricht mit
jungen usw die
erziehungslösungen für alle probleme sind?
Wer hat das gesagt? Warum legst du mir Worte in den Mund? Ein
Kopftuch ist keine Erziehungsmassnahme, sondern ein religiöses
Gebot - zumindest im Islam.
na darum ging es doch, oder…? im thread angesprochene moslems wollen
scheinbar diese regeln, und darauf folgte die begründung, die deutschen seien
so kaputt, man müsse sich davor schützen… zumindest hab ich den thread im
groben so verstanden… und da du dich meinem empfinden nach auf diese seite
gestellt hast, habe ich die frage (!) gestellt, ob du diese maßnahmen als
lösungen ansiehst… also „wehr“ dich nicht, sondern antworte einfach… und
sorry, wenn ich manchmal die positionen zu sehr vereinfache…
und was das kopftuch als religiöses gebot angeht… es wird doch immer wieder
behauptet, dass es das gar nicht sei, oder zumindest keine vorschrift (weiß ja
nicht, wie du gebot interpretierst)… ebenso wie sich moslems nicht einig
sind, ob im koran nun die erlaubnis zum schlagen der frau steht, oder ob das so
ja doch gar nicht zu interpretieren ist…
auch ohne kopftuch bin ich eine
„ehrbare“ frau
jaund? Wie bringt uns das weiter in der Erziehungsfrage?
wird frauen im islam nicht beigebracht (ja, es gibt auch einige ohne kopftuch,
ich weiß, und freue mich sehr darüber), dass sie nur mit kopftuch ehrbar sind
und vor übergriffen durch männer geschützt? oder hab ich da was falsch
mitgekriegt? wenn dem so wäre, dann hieße das, nicht der vergewaltigende/
übergriffige mann ist schuld, sondern die frau, die sich falsch verhalten
hat… und in diesem abstrusen glauben möchte ich kein kind erziehen…
, die übrigens nur mit männern aus äh
„südlichen“ ländern die erfahrung gemacht hat, von solchen männern in
nüchternem zustand, am hellichten
tag und mitten auf der straße blöde angemacht zu werden!
selbst bauarbeiter
sind mir noch nicht so bescheuert begegnet
da brauchen
nicht frauen
kopftücher, sondern die männer besseres benehmen!
Du weichst auf ein vollkommen anderes Thema aus. Ich kann
deine Aussagen im Thema nicht unterbringen!
ich finde nicht, dass ich ausweiche… in religionen gehören derartige bräuche
mit zur erziehung, deshalb tragen ja die einen muslima (is das jetzt die
richtige version? ich steig bei moslem, muslim, islamist usw nicht mehr
durch…) ein kopftuch, die anderen trauen sich nicht ohne komplette vermummung
auf die straße und die nächsten laufen sog. „westlich“ herum…
und mit diesen verschiedenen kleidungen gehen auch verschiedene einstellungen
zur weiblichkeit einher, was wieder teil der erziehung ist… ebenso wie ein äh
„hurenartiges aufdonnern“ oder dicke „schlabberpullis“…
und um da jetzt mal klarheit zu erlangen: was ist deine einstellung zu kopftuch
& co?
scheint auch das wieder gegen einen zusammenhang zwischen
islam und guter
erziehung zu sprechen…
Oha! Jetzt geht es mit der Zahlenjogglerei los! Ich versuche
deine Argumentation nachzuvollziehen:
- Muslime (in Deutschland) sind stärker auf Hauptschulen
repäsentiert als andere Bevölkerungsgruppen (allein diese
Aussage kann ich nicht unbedingt stehen lassen, aber es wird
besser).
- Schüler von Hauptschulen benehmen sich tendenziell
schlechter.
- Der Islam (oder Muslime) steht im Zusammenhang mit
schlechter Erziehung.
hehe, wieso immer so aggressiv? ich habe gesagt „gegen einen zusammenhang
zwischen islam und (guter oder schlechter is egal) erziehung“… du vertrittst,
so weit ich das mit jetzt einordnen würde, die einstellung, dass der islam gut
für die erziehung ist, oder er gute erziehungsregeln hat, oder wie auch
immer… ich finde aber, dass die von mir beobachtete anhäufung von moslems an
hauptschulen, neben die ganzen verdummenden „deutschen“ pisa-deppen gestellt,
keinen vorteil zeigt… egal wie scheiße anscheinend mittlerweile so einige
„deutsche“ ihre kinder erziehen…
aber vielleicht sollte man aus der ganzen schulsituation besser allgemein keine
rückschlüsse auf die erziehung daheim ziehen… keine ahnung… lassen wir den
punkt…
Genauso könnte ich argumentieren:
- Muslime in Deutschland sind gegenüber anderen Muslimen auf
der Welt schlechter gebildet. (Selbst der Vergleich mit
arabischen Ländern würde im Schnitt meist für die arabischen
Länder entschieden werden, aber wenn man britische Muslime mit
deutschen Muslimen vergleicht (oder Indonesier, USAler,
Kanadier) dann wird es ganz eindeutig zugunsten der
nichtdeutschen ausfallen.
oha? ich dachte, die USamis wären so ungebildet… (von wegen kaum ahnung vom
rest der welt, weil so arg auf das eigene land konzentriert, kenne da ein paar
seltsame beispiele…) aber das führt nun wirklich vom thema weg…
Also: Wenn du von Muslimen sprechen willst, solltest du auch
tatsächlich alle Muslime und nicht nur die nach Deutschland
zumeist zugewanderten Muslime nehmen. Wenn man aber die
Flüchtlinge und ehemaligen Gastarbeiter aus der Gleichung
herausnimmt, dann siehts schon anders aus!
hm, also erstmal kann ich da nicht mehr ganz folgen (gastarbeiter ungebildeter,
oder wie is das gemeint?) und zum anderen kann ich wohl schlecht über moslems
in zb indonesien reden… ich erinnere nur eine aussage, dass man in der türkei
in schulen auch kein kopftuch tragen darf und ein imam meinte - meinem
empfinden nach - hämisch, dass man in deutschland den islam wesentlich extremer
ausleben könne als in der türkei oder iran…
und was du da gegen die schulen hast, und auf welche
erfahrungen du dich da
beziehst, versteh ich nicht… es gibt beschissene lehrer,
aber dann soll man
die halt ausm dienst schmeißen anstatt die ganzen schule oder
das schulsystem
anzuprangern… womit ich nicht sagen will, dass ich das
momentane schulsystem
wirklich überzeugend finde… aber das problem sind da
bestimmt nicht ausflüge
oder schwimmunterricht 
Meiner Meinung nach wird zuviel Energie auf Klassenfahrten und
ähnliche meist sinnlose Unternehmen verschwendet, die eher in
der eigentlichen Wissensvermittlung gebraucht würde. Energie
und meist sogar Geld!
na aber das is ja wie wenn man dem kind nur schulbücher, aber keine spielsachen
kauft… schulen nur als wissenseintrichter find ich nich gut… die energie
und das geld können in ausflügen gut angelegt sein, wenn sie zum vermitteln von
werten, wissen oder gemeinschaft genutzt werden… vielleicht wird das noch
nicht optimal gemacht, aber dann sollten klassenfahrten nicht gestrichen
sondern verbessert werden…
übrigens fand ich das verhalten eines lehrers auf meiner abifahrt auch total
daneben, als er mit einigen schülern hanf gepflückt hat (wahrscheinlich
thc-loses zeug an einem feldrand im ausland)… den mumpitz hätt er besser
gelassen bzw einen rüffel dafür verdient… aber hat es mich oder wen anders
der stufe dazu gebracht, das zeug deshalb besser zu finden? nope! und nur wegen
sonem kleinen fehltritt die ganze fahrt verbieten??
und wenn du deinem kind erfolgreich beigebracht hast, dass
drogen scheiße sind,
Ich denke die meisten Eltern in Deutschland wollen nicht, dass
ihre Kinder Drogen einnehmen, oder? Trotzdem gibt es einen
florierenden Drogenkonsum, der sich speziell um Schulen herum
entwickelt - da guckt man nur leider weg! Es ist also nicht
einfach das „Überzeugen“, obwohl das natürlich auch eine
grosse Rolle spielt.
leider ist dem wohl so… und von „überzeugen“ sollte wohl nicht die rede
sein… genauer gesagt geht es wohl um aufklärung, aufzeigen von alternativen,
rückhalt usw… drogen nicht zu wollen oder zu verbieten reicht halt nicht, die
prävention muss wesentlich ganzheitlicher geschehn… und scheinbar ist es ein
problem der jetzigen gesellschaft, sich nicht derart um die kinder zu
kümmern… es gibt wohl einige faktoren, die kinder in den drogenkonsum
treiben, von leistungsdruck bis lebensangst gibt es da wohl ne ganze menge…
und einiges könnte man mit einer besseren erziehung (einem besseren umgang in
der familie) verhindern… nicht aber dadurch, dass man die kinder, arg
verschärft gesagt, in ihr zimmer einschließt, damit sie von der bösen welt
draußen nichts mitkriegen…
und ja: ich habe nichts gegen Schulen, ich glaube nur, dass
sie in Deutschland z.Zt. nicht effizient arbeiten.
da stimme ich dir absolut zu
Ausserdem
bin ich nicht der Meinung, dass der Staat erzieherisch
eingreifen sollte - bis auf extreme Situationen.
fragt sich bloß, was „extrem“ ist, und ob man es erst „extrem“ werden lassen
muss… manchmal ist es besser, einzugreifen, bevor es zum äußersten kommt…
mit wirklich freundlichen grüßen 
jj