Das Beste für's Kind

Hallo!

Eine Frage drängt sich mir in letzter Zeit auf:

Wissen alle Eltern, was das Beste für Ihr Kind ist? Oder glauben sie, es zu wissen? Ich habe manchmal den Eindruck, fast alle Eltern sind sich da sehr sicher. Beneidenswert.

Ob es die Entscheidung über die Schullaufbahn ist, die Frage ob geimpft wird oder nicht, Einlagen, Zahnspangen, Frisuren, Ernährung, Sportarten…
Da wird gerechtfertigt, geschulmeistert, begründet bis zum Anschlag. Ist sich keiner unsicher? Oder gibt das nur keiner zu?

Wer Unsicherheit zugibt, ist in der Defensive? Zu so vielen Punkten gibt es komplett gegensätzliche Standpunkte - Woran richtet man seine Entscheidung aus? Für einen selber ist das ja ok, man badet ja die Folgen selber aus. Aber für die Kinder? Wenn man sich das genau überlegt, ist die Verantwortung doch fast untragbar.

Nachdenkliche Grüße
Ohne Frage, aber dankbar für Eure Gedanken zum Thema
kernig

Hallo kernig,

da dies Thema zu komplex ist, möchte ich Dir nur mit zwei Sprichwörten antworten:

„Wenn wir auf dies Welt kommen, sind wir perfekt für diese ausgestattet.
Wir haben nur ein Problem, wir haben Eltern die uns ne andere Welt zeigen!“

„Was nutz der Baum der Erkenntnis, wenn das Blatt der Erfahrung fehlt!“

VG René

Wissen alle Eltern, was das Beste für Ihr Kind ist? Oder
glauben sie, es zu wissen? Ich habe manchmal den Eindruck,
fast alle Eltern sind sich da sehr sicher. Beneidenswert.

Ich mir nicht, undich habe auch schon oft Entscheidungen revidiert, und finde, das man das immer vom Kind abhängig machen sollte.

Da wird gerechtfertigt, geschulmeistert, begründet bis zum
Anschlag. Ist sich keiner unsicher? Oder gibt das nur keiner
zu?

Wer Unsicherheit zugibt, ist in der Defensive? Zu so vielen
Punkten gibt es komplett gegensätzliche Standpunkte - Woran
richtet man seine Entscheidung aus? Für einen selber ist das
ja ok, man badet ja die Folgen selber aus. Aber für die
Kinder? Wenn man sich das genau überlegt, ist die
Verantwortung doch fast untragbar.

Kinder sind die neuen Statussymbole. Alles ist immer toll, man weiß alles und kann alles. Das ist das Bild der „guten Eltern“ das so kursiert. Geht mir voll auf den Nerv. Denn die Faktoren ändern sich für Entscheidungen immer mal wieder. Ich mache Entscheidungen davon abhängig, was mein Gefühl mir sagt. Und ich rede mit anderen , die ähnliche entscheidungen treffen mussten. was hatten die für Beweggründe, welche Gedanken, Gefühle dabei? Und manchmal muss man auch zugeben, das man fehler macht. Natürlich ist das manchmal eine riesenverantwortung, aber nur wenn man davon ausgeht, das jede entscheidung gleich zu einem Trauma , Schaden oder ähnlichem führt. Gundlegende dinge sind doch wohl klar (man verletzt das kind nicht, man überfordert es nicht, und mal liebt es jederzeit!)… und dann muss man halt sich gedankenmachen. und auch zu fehlern stehen und daraus lernen, und probleme als familie lösen.

Problem ist doch : gibst du als mutter heutzztage zu, das du unsicher bist, oder hast du verständnis für andere standpunkte, bist du unsicher,m schwach und damit eine schlechte mutter.

Liebe Grßüe

Brenna

Guten Morgen,

Ich stimme dir zu, dass Kinder teils als Statussymbole gesehen werden: muss man haben.

Alles ist immer toll, man weiß alles und kann alles. Das ist das Bild der „guten Eltern“ das so kursiert:

Hier habe ich ein anderes GEfühl, nämlich das, dass Eltern immer unsicherer werden: es gibt tausende Erziehungsratgeber über jeden Pups. Und dafür ist ja auch ein Markt da.
Es gibt zig Eltern-Kreise (das neueste, was ich gehört habe war, dass es regelmäßige Erziehungs-Elternabende für einen Spielkreis gibt, der einmal wöchentlich für Kinder von 6 Monaten bis 2 Jahren stattfindet.

Und… wieviele Foren gibt es eigentlich, in denen Eltern fragen? Ich habe gerade spaßeshalber eins davon angeklickt. Da stehen Fragen wie „ab wann kann ich meinem Kind Gute-Nacht-Geschichten vorlesen. Es ist ein Jahr alt und hört mir noch gar nicht zu, wenn ich eine vorlesen will“ oder: „mein Kind träumt beim essen“… oder "mein Kind ist ein Angsthase (mit 2)
Also wenn man danach geht, sind Eltern viel viel unsicherer, als ich es von „meiner“ Zeit kenne (sprich vor 15 Jahren ca.). Das erlebe ich auch so bei unserer Enkeltochter bzw., wenn unsere Tochter so von Elterngruppen erzählt.

Zu Erziehung gehört ja ein bestimmtes Maß an Unsicherheit. Man möchte ja das beste für das Kind. Und niemand ist ohne Erziehungsfehler, davon bin ich überzeugt. Aber ein Kind ist auch ein Individuum, man muss auch mal seinen Instinkt für sich arbeiten lassen.
Ansonsten ist Erziehung ja die Weitergabe seiner eigenen Werte. Da kann einem keiner helfen.
Also ich empfinde es eher so, dass viel zu viel reglementiert wird, bzw. dass man Kinder oft in ein starres „Korsett“ packt. (also da heißt es, so und so muss es laufen, dann machen wir das auch so).

Problem ist doch : gibst du als mutter heutzztage zu, das du unsicher bist, oder hast du verständnis für andere standpunkte, bist du unsicher,m schwach und damit eine schlechte mutter.:

Ich glaube, wer heute nicht nach allem möglichen andere fragt, der gilt nicht als unsicher, sondern als schlecht, weil andere denken, er habe kein eingehendes Interesse an der Kindererziehung.

Greets

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Hallo,

Woran
richtet man seine Entscheidung aus? Für einen selber ist das
ja ok, man badet ja die Folgen selber aus. Aber für die
Kinder? Wenn man sich das genau überlegt, ist die
Verantwortung doch fast untragbar.

Das sehe icch ein wenig anders.
Die Wahrheit liegt ja wie so oft auch bei der Sache mit der Verantwortung in der Mitte. Wie die REltern mit dem Kind umgehen, ist eine Sache, aber die andere ist (wie auch bei allen Neurosen und Persönlichkeitsstörungen) ein Stück weit konstitutionell bedingt. Ich kenne ganz wunderbare Eltern, die mit einem üblen Balg geschlagen sind. Der Michael Mittermeier ist schon ein bißchen im Recht wenn er sagt, man könne auf den ersten Blick sehen, ob es ein „Arschloch-Kind“ wird. Manche Kinder sind unerträglich und soäter als Teenager und Erwachsene genauso unerträglich. Die sind halt einfach so. Da sollte man sich nicht zu viel Verantwortung asufladen, meine ich.
Auf der anderen Seite nerven auch die Eltern, die in einem Forum wie dem hier schreiben, sie müssten ja so viel VErantwortung übernehemen mit ihrem lernbehinderten oder verhaltensauffälligen oder hyperaktiven Kind. Wenn man denen dann antwortet, da gäbe es schjon einen Zusammenhang zwischen ihrer eigenen Persönlichkeit und dem Verhalten des Kindes, dann reagieren sie erbost, und eiene ganze Meute von Unverständigen fällt über einen her, wie man so was doch einer leidgeplagten Mutter mitteilen könne :wink:
Gruss,
Medizinmann

Hallo silex

„Wenn wir auf dies Welt kommen, sind wir perfekt für diese
ausgestattet.
Wir haben nur ein Problem, wir haben Eltern die uns ne andere
Welt zeigen!“

Eine perfekte Antwort. Sie deckt diesen ganzen Themenbereich ab.
Mich würde interessieren, von wem dieses Zitat stammt.

Gruss
pue

Hallo

Perfekte Eltern habe sehr unglückliche Kinder. Eltern die immer alles besser wissen beschränken die Entwicklung des Kindes dermaßen, daß es zu einer Selbstzerstörung kommen kann. Die Kinder bekommen dann Autoimmunkrankheiten oder auch Leukämie.
Manchmal sind die Kinder schon erwachsen und krank, aber die Eltern wollen immer noch bestimmen, wie sie zu leben haben und setzen sie unter Druck. Das ist alles andere als förderlich für eine Heilung.
Leider haben die Eltern oft keine Einsicht in ihr falsches Verhalten.

Kinder sollten von den Eltern auch lernen, daß man Fehler machen kann und davon die Welt nicht gleich untergeht.

MfG

Kerstin

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Hallo!

Alles ist immer toll, man weiß alles und kann alles. Das ist das Bild der „guten Eltern“ das so kursiert:

Hier habe ich ein anderes GEfühl, nämlich das, dass Eltern
immer unsicherer werden: es gibt tausende Erziehungsratgeber
über jeden Pups.

Ich denke sogar, ihr habt beide Recht btw. meint beide das gleiche:
Eben weil heute der implizite Anspruch besteht, daß Eltern alles wissen sollen und alles richtig machen müssen, besteht eine immer größere Unsicherheit, was den richtig ist.

Da stehen Fragen wie „ab wann kann ich meinem Kind
Gute-Nacht-Geschichten vorlesen. Es ist ein Jahr alt und hört
mir noch gar nicht zu, wenn ich eine vorlesen will“ oder:
„mein Kind träumt beim essen“… oder "mein Kind ist ein
Angsthase (mit 2)

Ja, aber diese Unsicherheit ensteht auch erst durch den Wunsch bzw. den Zwang, alles richtig amchen zu wollen. Unsere Eltern hätten sich darüber keine Gedanken genacht. Die heutigen Eltern wollen unbedingt „gute Eltern“ sein. Sicher auch aus Sorge um das Kind, aber auch, weil die „guten Eltern“ halt zum Weltbild und Statusbild der modernen jungen Familie gehören wie das Biofleisch und der Kaffee aus kontrolliertem Anbau. :smile:

Gruß,
Max

Moin,

Wissen alle Eltern, was das Beste für Ihr Kind ist?

ich weiß es nicht wirklich/wirklich nicht.

Oder
glauben sie, es zu wissen?

Je nuh, ich bemühe mich, meine Aufgabe als Vater so gut wie ich es in der Lage bin zu erfüllen.
Dabei hab ich sicher schon so manchen Fehler begangen, so wie meine Eltern auch bei mir Fehler begangen haben.
Solange das mit guter Absicht passierte, bin ich ihnen auch nicht böse, auch wenn ich einige dieser Entscheidungen im Nachhinein ziemlich daneben finde.
Meine Jungs werden mir vielleicht demnächst auch einiges präsentieren, was sie an meinen Entscheidungen zu bemängeln haben und werden in vielen Fällen subjektiv betrachtet sicher recht haben, aber ein objektives Kriterium wird es wohl nie geben.

Die Erziehung ist nun mal eine Ansammlung von zum Teil falschen Entscheidungen. Dumm nur, daß man erst später erkennt, ob sie falsch waren. Noch dümmer ist aber, daß man nicht sagen kann, ob andere Entscheidungen besser oder noch falscher gewesen wären.

Gandalf

Nonsense
Hallo,

Perfekte Eltern habe sehr unglückliche Kinder.

??? Dann wären sie auf keinen Fall perfekt,oder!

Eltern die immer alles besser wissen beschränken die Entwicklung des
Kindes dermaßen, daß es zu einer Selbstzerstörung kommen kann.
Die Kinder bekommen dann Autoimmunkrankheiten oder auch Leukämie.

Dass Kinder durch repressive Erziehung psychische Störungen erleiden
können, ist wohl eine Bauernweisheit.
Dass eine überbehütete Kindheit zu Unselbstständigkeit oder auch
Ausbrechen aus gelebten Normen führt, ist auch nicht neu.

Dass aber Autoimmunerkrankungen und Leukämie die Folge von falscher
Erziehung sein sollen, scheint mir stupider esoterischer Humbug zu sein!

Manchmal sind die Kinder schon erwachsen und krank,

Aha, „erwachsen und krank“ ? Was hat das miteinander zu tun und was
hat welche Krankheit mit Erziehung zu tun?

aber die Eltern wollen immer noch bestimmen, wie sie zu leben haben
und setzen sie unter Druck.

Und was hat jetzt Einflussnahme der Eltern mit Krankheit zu tun?
Um welche Krankheit geht es überhaupt?

Das ist alles andere als förderlich für eine Heilung.

Was für Heilung?
Ich dachte, es geht um richtige Erziehung.

Klar, Kinder, die systematisch mit esoterischem und homöopathischem
Geschwurbel berieselt werden, können dadurch schon mal einen Knacks
für Leben bekommen.

Leider haben die Eltern oft keine Einsicht in ihr falsches
Verhalten.

Leider wissen die Esoteriker alles besser, obwohl sie wie die
Blinden vom Licht reden.

Kinder sollten von den Eltern auch lernen, daß man Fehler
machen kann und davon die Welt nicht gleich untergeht.

Aha,
z.B. dass von falscher Erziehung die Welt nicht untergeht?
Ist ja in den letzten 5000 Jahren in Realität auch nicht passiert.
Gruß Uwi

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Wenn man sich das genau überlegt, ist die Verantwortung doch fast untragbar.

Da hast Du recht, vor allem wenn man bedenkt, dass die Gesetze der artgerechten Kinderhaltung noch wesentlich weniger als für Haustiere bekannt sind, es auch bleiben sollen…

Gibt übrigens ein Buch zu dem Thema* aus der Evolutionstheorie, das zwecks Klärung der Volksgesundheitsfaktoren vom britischen Kriegsministerium angeregt wurde - es bricht an der entschiedenden Stelle ab, weil „psychische“ Gesundheit unvereinbar ist mit dem Bedarf, den unser Gesellschaftssystem hat.

/* „Der Leopard der seine Flecken verliert“
ist der vielsagende Titel. Von Brian Goodwin

Hallo Kerstin!

willst Du jetzt allen ernstes den Eltern auch noch die Schuld dafür einreden, dass ihre Kinder im Erwachsenenalter an Autoimmunkrankheiten und Leukämie erkranken? Das ist schon eine recht gewagte These, die Du da aufstellst, findest Du nicht?

Es gibt überhaupt keine perfekten Eltern. Nur Eltern, die meinen, sie müssten perfekt sein, weil mit sie mit solchen Aussagen wie der Deinen noch mehr verunsichert werden. Erziehung aus dem Bauchgefühl ist gar nicht mehr möglich, weil Eltern ständig mit solchen Weisheiten bombardiert werden.

*kopfschüttel*
Inge

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Hallo

„willst Du jetzt allen ernstes den Eltern auch noch die Schuld dafür einreden, dass ihre Kinder im Erwachsenenalter an Autoimmunkrankheiten und Leukämie erkranken? Das ist schon eine recht gewagte These, die Du da aufstellst, findest Du nicht?“

Nein finde ich nicht. Ich kenne mehrere solcher Fälle, auf die das zutrifft. Dann brauchen Kind und Eltern eine Therapie.
Psyschische Störungen können sehr wohl körperliche Erkrankungen auslösen und das nicht nur bei Kindern.

Mfg

Kerstin

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Hallo,

Wissen alle Eltern, was das Beste für Ihr Kind ist? Oder
glauben sie, es zu wissen? Ich habe manchmal den Eindruck,
fast alle Eltern sind sich da sehr sicher. Beneidenswert.

Mein Eindruck ist, daß diese Eltern ihre eigenen und nicht erfüllten Wünsche auf das Kind/die Kinder übertragen.

Wer Unsicherheit zugibt, ist in der Defensive?

Klar, „man“ hat ja kompetent und perfekt zu sein. Und da alles „zum Besten des Kindes“ ist, ist irgendwelcher Widerspruch von vorn herein ausgeschlossen.

Gruß
Jörg Zabel

Hallo Max,

ja, ich stimme deinem Artikel, besonders diesem Teil

Die heutigen Eltern wollen unbedingt „gute Eltern“ sein. Sicher auch aus Sorge um das Kind, aber auch, weil die „guten Eltern“ halt zum Weltbild und Statusbild der modernen jungen Familie gehören wie das Biofleisch und der Kaffee aus kontrolliertem Anbau. :smile: :

absolut zu.
Habe ja mit Erschrecken erfahren, dass das ganze „Zeugs“, dass ich meinen Kindern so gekocht habe, als sie ihre erste feste Nahrung zu sich nehmen konnten, völlig unangemessen und ungesund war… trotz Bio.
Das merkt man wohl erst, wenn man Groß-Mutter/Vater wird :smile:

Gruß
Shannon

Moin,

Nein finde ich nicht. Ich kenne mehrere solcher Fälle, auf die das zutrifft.:

du kennst mehrere Fälle, in denen Erwachsene/ Kinder/ Jugendliche Leukämie bekamen, weil sie „falsch“ erzogen wurden??

Allein der Nachweis, dass dem in dir bekannten Fällen so ist, dürfte doch sehr schwer zu erbringen sein.

Entschuldigung, aber diese These halte ich für mehr als gewagt und stimme Inge2 und Uwi in vollem Umfang zu: die armen Eltern, die sich diesen Schuh anziehen (müssen).

MfG
Shannon

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Hi,

„Wenn wir auf dies Welt kommen, sind wir perfekt für diese
ausgestattet.
Wir haben nur ein Problem, wir haben Eltern die uns ne andere
Welt zeigen!“

das sehe ich anders. Z.B. die armen Menschen, die behindert geboren werden oder mit teils schweren Schäden, würde ich nicht als „perfekt ausgestattet“ betrachten.
Grüße,
JPL

Hallo

„willst Du jetzt allen ernstes den Eltern auch noch die Schuld
dafür einreden, dass ihre Kinder im Erwachsenenalter an
Autoimmunkrankheiten und Leukämie erkranken? Das ist schon
eine recht gewagte These, die Du da aufstellst, findest Du
nicht?“

Nein finde ich nicht. Ich kenne mehrere solcher Fälle, auf die
das zutrifft.

ok, Du kennst also mehrere Fälle, bei denen Leukämie, von Ärzten bestätigt, durch eine falsche Erziehung ausgelöst wurde? Kein Arzt der Welt wird Dir das bestätigen (können).
Dann müssten in früheren Generationen, in denen nicht gerade zimperlich mit Kindern umgegangen wurde und Kinder in Kriegszeiten Todesängste und Hunger miterlebt haben, Krankheiten dieser Art weit verbreiteter gewesen sein. Dem ist aber nicht so.
Das Problem heute ist, dass die Kinder „perfekt“ sein müssen, damit die Eltern nicht als schlechte Eltern dastehen. Wenn die Nachbarskinder auf das Gymnasium gehen, fällt es vielen Eltern schwer, ihr Kind auf die Hauptschule zu schicken, auch wenn das die passende Schule wäre. Da wird Kind dann lieber durch die Realschule „geprügelt“, koste es was es wolle.

Psyschische Störungen können sehr wohl körperliche
Erkrankungen auslösen und das nicht nur bei Kindern.

Du willst doch aber nicht jede Krankheit auf eine Psychische Störung zurückführen! Ich leide seit Jahren unter (bislang) „unerklärlichen“ Schmerzen. Ich war bei zig Ärzten. Ein finales Schulterzucken und der Spruch, meine „Schmerzen seien psychosomatisch“ mit Weiterleitung zum Neuro-/Psychologen inkl. Verschreibung von Psychopharmaka/Antidepressiva war in den letzten 5 Jahren immer wieder die Reaktion der Ärzte. Und das trotz meiner Beteuerungen, dass ich keine psychischen Probleme hätte, weder jetzt - noch in der Kindheit!
Nach vielen Jahren hat man jetzt - nach einem wiederholten MRT und weiteren Untersuchungen - einen Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule diagnostiziert. Und das, nachdem ich jahrelang in die Schublade „psychische Störung“ gepackt wurde.
Du siehst also, wie leicht mit solchen Diagnosen um sich geschmissen wird.

Gruß Inge

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Hallo kernig,

also ich bin bei allem unsicher und normalerweise treffe ich nur Mütter, die sich genauso unsicher sind.

Es ist nunmal so, daß man entscheiden MUSS.
Man kann nicht mehr als abwägen und aus seiner Erfahrung schöpfen und danach wird sich auch die Entscheidung richten.
Tatsache ist ja- man kann bei allem in zig Richtungen argumentieren und das kann einen als Mutter echt kirre machen!

Ich hab keine Ahnung, was nun RICHTIG ist- ich kann nur versuchen die Umstände und mein Kind in jede Entscheidung mit einzubeziehen und hoffen, daß es passend war.

Ein wichtiger Aspekt bleibt halt auch- trifft man eine Entscheidung, die sich später als weniger gut herausstellt, ist man als Mutter ja auch am Pranger „wie konnte man so entscheiden??“(ganz unabhängig, daß man sich doch als Mutter schon Vorwürfe machen würde).

Ich hab jedenfalls noch keine Mutter erlebt, die ohne Abzuwägen, Hinterfragen und Überlegen Entscheidungen getroffen hat.
Das man vielleicht das nicht immer zugibt- ist gut möglich…oft ist der Weg bis zu einer Entscheidung dann schon so oft diskutiert worden (FAmilie, Freunde), daß man keine Lust mehr hat sich nochmals zu rechtfertigen ( und glaub mir- es gibt immer Menschen,die dann was dagegenzusetzen haben!)-- also „ist es so- und fertig“

kitty

Hallo pue,

keine Ahnung wer das war, ist schon lange her gewesen diese Lesung.
Allerdings war es sehr merk-würdig!:wink:

VG René