Hallo!
Ist schonmal jemandem Ähnliches passiert?
Ich bin vor ca. 2 Monaten zum Psychologen gegangen. Der Grund dafür war, dass ich mich seit Anfang des Jahres nicht gut fühle. Das heißt ich bin ständig müde, habe immer Hunger, mehr Lust auf Sex und ständig wechselnde Erkrankungen/Symptome für die in der Regel keine Ursachen gefunden werden konnten. Ich bin zwar immer noch davon überzeugt, dass dies von einer organischen Krankheit kommt, aber da eben keiner meiner 17 Ärzte aus 15 verschiedenen Fachrichtungen, welche ich insgeasamt 31 mal in den letzten Monaten aufgesucht habe, etwas finden konnte habe ich doch irgendwann den Rat meiner Ärzte angenommen und bin zum Psychologen gegangen, da es mir zwischenzeitlich sehr schlecht ging hatte ich auch das Bedürfnis da mal mit jemandem drüber zu reden, da ich doch das Gefühl hatte, das keinem Arzt das Ausmaß meiner Müdigkeit, Esssucht und nymphomanischem Verhalten klar war.
Jedenfalls war ich mehrmals bei dem Psychologen, endlich hat mal jemand verstanden wie schlecht es mir geht. Er meinte es klingt schon irgendwie depressiv, aber sehr untypisch und er wusste einfach nicht ob ich Depressionen habe oder nicht, er war irgendwann überfragt, meinte es könnte auch eine latente Infektion sein. Aus diesem Grund hat er mich zum Psychiater geschickt. Ich habe mir bei 2 Psychiatern einen Termin geholt, einmal bei dem zu dem ich wollte und bei dem zu dem mich mein Psychologe geschickt hat.
Erst war ich bei dem Psychiater, welcher mir vom Psychologen empholen wurde. Dieser kam zu dem Entschluss, dass ich eine untypische Depression habe (hat das nicht jeder, der keine typische Depression hat?) und hat mir ein Antidepressiva verschrieben. Er hat mich aber zusätzlich zum Somnologen geschickt, wo ich nochmal auf den Kopf gestellt werden soll und ich soll noch zu meinem Hausarzt zum Blutabnehmen.
Naja im Grunde genommen, war ich mit dem Psychiater ganz zufrieden, er war recht nett und ich konnte mich entspannt mit ihm unterhalten, aber teilweise fand er Dinge sehr ungewöhnlich die ich normal fand oder ich konnte seine Aussagen nicht nachvollziehen und umgekehrt. Ansonsten konnte ich nicht nachvollziehen wie er darauf kommt, dass ich eine Depression haben soll.
Am folgenden Tag war ich beim zweiten Psychiater den ich mir ausgesucht hatte. Diesen fand ich dann aber doch extrem unsympatisch, obwohl er sehr gut sein soll, in seinem Konzept wich er aber stark von den anderen beiden Ärzten ab. Jedenfalls kam dieser zu dem Entschluss, dass er eine Depression eindeutig ausschließen konnte, andere Auffälligkeiten konnte er auch nicht finden und er denkt, dass meine Probleme von einer körperlichen Erkrankung kommen.
Tja und da stehe ich nun mit meinem Antidepressiva und einem hochmotivierten Psychiater, der mir eine Depression einreden will. Vielleicht habe ich auch eine, das würde ich grundsätzlich nicht ausschließen, ich bin ja kein Experte, aber wenn ein Arzt ja sagt, einer nein und einer enthält sich und mein Hausarzt ist auch nicht überzeugt, dann ist das doch alles sehr vage.
Also was tun? Was macht man als Patient in solch einer Situation? Ehrlich gesagt bin ich jetzt nicht schlauer als vorher, komme mir dafür aber ziemlich doof und hilflos vor.
Ging es jemandem schonmal ähnlich? Wie habt ihr das Problem gelöst?
Grüsse Ali

