Hallo Diphda,
… Wäre es nicht doch
vielleicht sinnvoller, manche Menschen einfach machen zu
lassen, statt Druck zu machen.
Definitiv wäre es sinnvoller. Es sollte m. E. ohnehin auch nur sinnvolle Arbeit verrichtet werden. Prozentual kann ich es schwer einschätzen, aber ein enorm großer Anteil aller Jobs wäre nicht nur verzichtbar, sondern die Erde samt Menschheit wäre deutlich besser dran, wenn diese Leute zu Hause blieben und sich um ihre Familien kümmerten.
Welches Leid haben Banker und sonstige Anlageberater über den Globus gebracht, indem sie sich täglich von früh bis spät Finanzprodukte ausgedacht und an ahnungslose Lemminge verkauft haben, die nun alsbald um ihre Ersparnisse erleichtert sein werden? Sollte man für so einen Job morgens früh aufstehen, seine Kinder fremdbetreuen lassen, ständig neue Anzüge, Schuhe und Autos kaufen (weil der Job es erfordert), die Autobahn verstopfen, die Umwelt belasten …?
Vor allem wenn es sich um Fälle wie diese handelt, wo die
Leute sich ja engagieren und auch glücklich, gesund und
zufrieden sind.
Man sollte, im Gegenteil, Leute, die nicht dermaßen kosmisch verbunden und geleitet sind, auf diesen Weg aufmerksam machen, damit sie nicht mit Bier, Chips und Zigaretten vor der Glotze dahinvegetieren und darüber klagen, dass sie als Hartzer keine Designerklamotten für sich und ihre Kids kaufen können. Das ist aber politisch unerwünscht, denn das Wirtschaftssystem braucht nun mal gierige Konsumenten, da Zins und Zinseszins ihren Tribut zollen.
In der jetzigen Arbeitsmarktsituation ist ja eigentlich gar
nicht schlecht, dass da einige vom Arbeitsmarkt wegfallen.
Diese dann aber noch zu plagen, kann krank machen und
letztlich teurer werden.
Krank ist zwar a priori unschön, ein gesunder Sklave ist dem System lieber, aber ein Kranker wird ja über kurz oder lang von Medizin und Pharma (die meisten dort Berufstätigen sind gutgläubig, unwissend, gedankenlos) 2 Meter tiefergelegt, nachdem er bzw. die Solidargemeinschaft zuvor nochmal richtig was in die Kasse spülen durfte.
Tja und die Duckmäuser muss man halt irgendwie mit
durchschleppen.
Wenn man Menschen das Gefühl vermittelt, gebraucht zu werden, packen sie an, sofern sie irgendwie können. Eine menschenwürdige Bezahlung gehört m. E. dazu und menschenwürdig bedeutet, dass man davon sorglos und schön leben kann, wie Gott es für all seine Kinder gewollt hat.
Wenn nur wirklich benötige Jobs getan werden, ist jeder Job gleichwertig, ob Kanalarbeiter, LKW/Bus/Taxi-Fahrer, Friseur, Lehrer, Richter, Arzt oder Kloputzer. Alles muss getan werden und verdient entwprechende Wertschätzung, auch monetär, solange dieses System eben so angelegt ist.
Vielleicht lieber sie sinnlos vergeudeten Gelder der JC in
Kontrollen gegen Schwarzarbeiter und Steuerhinterzieher
stecken.
Nein, das fände ich auch schlecht. Welche Seele sollte denn an so einem Job wachsen? Man muss den Hebel m. E. auf der anderen Seite ansetzen. Man kann Moral/Tugend/Ethik auch nicht gesetzlich erzwingen. Man muss die Menschen in ihrem inneren erreichen, wenn sie es denn nicht schon wissen.
Das würde die Kosten für die Duckmäuser und Faulen
sicherlich locker aufwiegen.
In meiner Weltsicht gibt es diese Leute eigentlich gar nicht. Sie wurden nur vom System zum Außenseiter gestempelt, weil sie nicht durch das kleine, wirtschaftsorientierte Raster passen wollten.
LG
sine
P.S.: Großes Thema, was du hier angestoßen hast 