Der Auftritt des Hernn Erdogan

Ne, Karin,

daneben gegriffen: Schwedisch und Finnsich sind beides die Amtssprachen Finnlands…

gruss
wl

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Hallo, winnie

daneben gegriffen: Schwedisch und Finnsich sind beides die
Amtssprachen Finnlands…

was ändert Das an der Aussage:
" Ein sicheres Fundament in der Muttersprache gilt als Voraussetzung für das Erlernen weiterer Sprachen."

Gruß
karin

Hallo,

daneben gegriffen: Schwedisch und Finnsich sind beides die
Amtssprachen Finnlands…

Kannst du mit wenigen Worten erklären, wo Karin daneben gegriffen haben soll?
Ich habe ihren Text unten mal stehen gelassen.

Amy

„n den ersten 2 Schuljahren lernen die Kinder die Anfänge der
Mathematik und ihre Muttersprache (Finnisch
oder Schwedisch), das heißt Lesen und
Schreiben. Ein sicheres Fundament in der
Muttersprache gilt als Voraussetzung für das Erlernen weiterer
Sprachen.

Hi

Ach Gottchen :wink:

@Ein sicheres Fundament in der Muttersprache gilt als Voraussetzung für das Erlernen weiterer Sprache

weiterer SpracheN

Als ich mit 6 Jahren nach Deutschland importiert wurde, fragte kein Mensch danach, es gab weder seichtes Multikultigesäusel noch engagierte (68er) Sozialpädagogen…

Es fragte auch keiner danach ob klein Siân’s sicheres Fundament in der Walisischen Sprache oder der Englischen lag.

Klein Siân verlangte auch keine Walischen/ Britischen Feiertage hier einzuführen.

Klein Siân benötigte weder Walisische noch Britische Schulen/Unis hier.

Meine Eltern waren aber Akademiker, keine Analphabeten, das hat sich sicherlich auf meine Kindheit ausgewirkt.

Gruß

Schreiben. Ein sicheres Fundament in der
Muttersprache gilt als Voraussetzung für das Erlernen weiterer
Sprachen.
"

Also zuerst die andere Sprache meiden und dann versuchen, es als Fremdsprache dazuzulernen. Praxisfremder Bullshit!

Gruß

Docco

Hallo Marion,

Alles was es dazu bräucht, wäre ein paar mehr entsprechend
ausgebildete Lehrkräfte an deutschen Grundschulen.

Grundsätzlich gebe ich dir Recht, auch bei deiner übrigen Kritik am deutschen Schulsystem.
Allerdings ist es wohl leider nicht nur mit mehr Lehrern getan, sondern man muss weiter ‚oben‘ anfangen: der politische Wille muss her. Den sehe ich aber nirgendwo. Nach wie vor kocht jedes Bundesland sein eigenes Süppchen, die KMK ist ein Haufen von unfähigen Schwätzern und allgemein fehlt der Wille, mehr Geld in die Bildung zu investieren.
Das gesamte ‚System‘ als solches ist ein schlechter Witz und mMn kaum noch reformierbar, schon gar nicht bei diesen Strukturen.
Selbst sehr engagierte Lehrerinnen und Lehrer fangen allmählich an zu resignieren.
Es muss mMn also auf ganzer Linie etwas geschehen, aber leider ist niemand in Sicht, der das umsetzen könnte geschweige denn wollte.

cu Amy

Hallo, Siân

Es fragte auch keiner danach ob klein Siân’s sicheres
Fundament in der Walisischen Sprache oder der Englischen lag.
Klein Siân benötigte weder Walisische noch Britische
Schulen/Unis hier.
Meine Eltern waren aber Akademiker, keine Analphabeten, das
hat sich sicherlich auf meine Kindheit ausgewirkt.

sei doch froh, dass:

  1. Deine Eltern Akademiker waren
  2. Die englische/ walisische Sprache anscheinend der deutschen Sprache näher ist, als die türkische Sprache.

Wo ist das Problem, den türkischen Schülern einen genauso leichten Schuleinstieg, wie er dir anscheinend vergönnt war, zu ermöglichen?

Gruß
karin

Schreiben. Ein sicheres Fundament in der
Muttersprache gilt als Voraussetzung für das Erlernen weiterer
Sprachen.
"

Also zuerst die andere Sprache meiden und dann versuchen, es
als Fremdsprache dazuzulernen. Praxisfremder Bullshit!

Finnland hat in der Pisa-Studie 2003 am Besten abgeschlossen.
Also nix praxisfremd.

Gruß
karin

Hallo, Katrin,

das ist doch aus dem Zusammenhang geholt. Sonst haette sie einen Literaturnachweis gebracht. Sie meinte das so, als ob ich sagen würde: „Unsere Schüler lernen erstmal richtig Ihre Muttersprache Deutsch schreiben und lesen, dadurch haben sie einen richtige Grundlage für weitere Sprachen.“ Ist im Prinzip OK, aber das die Frau den Umkehrschluss (den Du herleitest) unterschreiben würde, das dann Ausländer erst mal IHRE Sprache lernen sollen, wage ich zu bezweifeln.

Man muss doch die Gesamtsituation betrachten: Die Lernfähigkeit im Kindesalter ist unglaublich hoch, und Kinder haben auf der einen Seite ihre Eltern (Muttersprache) und auf der anderen Seite alle anderen Einflüsse, Freunde, Fernsehen, Kindergarten etc. (im Normalfall, der bei Türken in Deutschland nicht der Normalfall ist).

Die Kinder lernen das dann spielend, so etwa die Rosetta-Stone-Methode, lernen durch gucken und nachplappern, ohne lange Diskussionen über Fälle, Satzkostruktionen und Pronomen. Also ganz natürlich, ebenso wie ihre Muttersprache. Das ist drin, ohne das sie dir erklären können, was jetzt Subjekt und pädikat ist, und sie wissen auch nicht, was ein infinitiv mit zu ist, aber sie können ihn bilden.

Bringst Du es Ihnen später bei, also mit 8-10 Jahren, dann muss es schematisch erlernt werden. Mit allem drum und dran wie Vokabellernen, Grammatikpauken und mühsam die Strukturen einhämmern. Das Gehirn ist dann weiter, sowas wie zweisprachige Erziehung ist dann im „spielerischen Sinne“ nicht mehr möglich.

Darum mein Statement.

gruss
wl

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Finnland hat in der Pisa-Studie 2003 am Besten abgeschlossen.
Also nix praxisfremd.

Wie hoch ist in Finnland der Anteil von Ausländern, die von Haus aus weder Finnisch noch Schwedisch sprechen?

"n den ersten 2 Schuljahren lernen die Kinder die Anfänge der
Mathematik und ihre Muttersprache (Finnisch
oder Schwedisch), das heißt Lesen und
Schreiben.

Das entspricht bei uns dem Lesen- und Schreibenlernen in Deutsch.

Ein sicheres Fundament in der

Muttersprache gilt als Voraussetzung für das Erlernen weiterer
Sprachen."

Da gibt es wohl nur folgende Lösungen:

a) Man sorgt dafür, daß in Deutschland lebende Türken erst einmal Türkisch lesen und schreiben lernen, bevor sie dann später Deutsch lernen können. Für diesen Zweck wäre es wohl das beste, wenn sie in die Türkei gingen, wo die Voraussetzungen dafür besser nicht sein könnten.
Daß dies stattdessen hier atattfindet und womöglich noch von Deutschland bezahlt wird, sehe ich jedenfalls nicht ein, und zum Glück auch sonst fast niemand.

b) Man sorgt dafür, daß in Deutschland lebende Türken auch die deutsche Sprache als eine Art Muttersprache erlernen, sei es im Kindergarten, sei es durch Betreuer(innen), und dann in der 1. und 2. Klasse in Lesen und Schreiben in deutscher Sprache unterrichtet werden können.

Grüße
Ostlandreiter

Hallo,

Wieso betrifft das nahezu ausschließlich Türken und Araber?

Dem ist durchaus nicht so - es gibt eine ‚bildungstechnisch‘ deutlich problematischere, wenngleich ungemein unauffälligere Bevölkerungsgruppe:

http://www.zeit.de/2008/07/B-Italiener

Gruß

=^…^=
Katze

Hallo,

Zumindest wurden wir zu einer Tochter
angesprochen, da sie Probleme mit dem „s“ hatte. Wir haben
dann entsprechend gegengelenkt.

Und das hast Du als ‚pflichtbewusstes‘ Elternteil nicht selbst gemerkt und entsprechend gehandelt?

Genauso, wie es bildungsferne, eventuell selbst nur gebrochen Deutsch sprechende Migranteneltern nach überwiegender Ansicht in dieser Diskussion tun sollten…

Gruß

=^…^=
Katze

Hi!

Su schreibest es doch selbst. Es existeren entsprechende
Einrichtungen und Menschen aus den verscheidensten
Kulturkreisen machen auch gebrach davon. Aber warum zum
Beispiel gehen nur sehr wenige Kinder aus türkischen Familien
in den Kindergarten? Hier bietet der Staat, die Gemeinden, die
Kirchen eine Plattform, auf der in einem frühen Stadium
eingriffen werden kann.

Zustimmung.

Wenn ich dann aber mitbekomme, dass
beispielsweise Kinder morgens von der Mutter mit Türkisch in
die Schule gebracht werden und Mittags in türkisch wieder
begrüßt werden

Hier verstehe ich die Aufregung nicht. Meinst du, es wäre besser, wenn diese türkische Mutter mit dem Kind in gebrochenem Deutsch sprechen würde?
Meine Nichte wächst fremdsprachig auf: Zu Hause wird nur Russisch gesprochen. ABER: Sie kam mit einem Jahr und ein paar Monaten ganztags in den KiGa, besuchte und besucht Sportverein, Musikschule usw. (natürlich alles auf Deutsch) und hat jetzt (2. Klasse) einen schönen badischen Dialekt. :smile: Und sie ist zweisprachig. Hätten die Eltern in ihrem, durchaus guten, aber eben nicht zu 100% richtigen und stark akzentgefärbten, Deutsch mit ihr zu Hause gesprochen, hätte sie weder korrektes Deutsch erlernt noch würde sie Russischkenntnisse haben. Das erschiene mir nicht sinnvoll.

Ein Problem habe ich aber mit ihrer Grundschule. Die Erstklässler wurden auf drei Klassen aufgeteilt. In Klasse A sind NUR Deutsche ohne Migrationshintergrund. Dies ist die einzige Klasse, in der jahrgangsübergreifend mit 2. Schuljahr gearbeitet wird und die Kinder also die Möglichkeit haben, ein Schuljahr zu überspringen.
In Klasse B sind von 30 Schülern vielleicht 1 oder 2 Deutsche ohne Migrationshintergrund, alle anderen sind Kinder mit mindestens einem ausländischen Elternteil, aber alle diese Kinder sprechen sehr gut Deutsch. Unter anderem ist in dieser Klasse ein Junge, der schon längst vor der Einschulung sehr gut Deutsch lesen konnte (sein Vater ist „Urdeutscher“), auch im Rechnen den Mitschülern weit voraus war und die englische Sprache dank seiner Mutter sehr gut beherrscht. Da jedoch seine Mutter nicht aus Deutschland stammt, wurde er nicht in Klasse A eingeschult. Er wäre ein hervorragender „Kandidat“ fürs Überspringen gewesen, mit seinen Mitschülern langweilt er sich nur… In Klasse C sind ausschließlich Migrantenkinder, die gar nicht oder nur schlecht Deutsch sprechen. Angeblich sei das so, weil für diese Kinder zusätzliche Sprachkurse angeboten werden. Doch imho lernt ein 6-jähriges Kind Deutsch am besten von seinen Mitschülern und nicht durch einen Sprachkurs zusammen mit anderen Migranten.
Aus all diesen Gründen zusammen halte ich die Klassenaufteilung, so, wie sie erfolgt ist, für rassistisch. Kindern mit Migrationshintergrund wurden Entwicklungschancen vorenthalten, die „urdeutschen“ Kindern automatisch allein aufgrund ihrer Abstammung gewährt wurden. Zusätzlich wurden Kinder, die kein Deutsch sprechen, gleich bei der Einschulung in eine Ecke gedrängt, aus der sie wahrscheinlich nie wieder herauskommen werden.

um sie dann vielleicht in eine Koranschule zu
bringen, nenenene.

Na ja, meine Nichte besuchte für eine Weile einen russischen Kulturverein für Kinder, wo u.a. russische Gedichte gelernt wurden und auch sonst alles auf Russisch ablief. Ich finde, die Balance macht es. Allerdings ist ein Kulturverein natürlich etwas anderes als eine religiöse Schule. Und Priorität hatte bei der Erziehung meiner Nichte immer, dass sie sich von Anfang an gut integriert. Hätte die Russischförderung ihrer deutschen Sprachentwicklung geschadet, wäre sie dort nicht hingegangen.

Was ich letzten Endes damit sagen möchte: Ich finde es nicht grundsätzlich falsch, Kindern eine zweisprachige und -kulturelle Erziehung zukommen zu lassen. Jedoch sollten Sprache und Kultur des Landes, in dem das Kind dauerhaft lebt, Vorrang haben. Und das Kind muss genug Möglichkeiten haben, nicht nur die Sprache zu lernen, sondern auch Kontakte zu deutschsprachigen Gleichaltrigen zu knüpfen (KiGa, Vereine). Da ich vermute, dass dies bei türkischen Schulen zu kurz kommen würde und viele türkische Kinder sowieso schon von Haus aus sehr in Richtung türkische Sprache und Kultur gedrängt werden, halte ich türkische Schulen für kontraproduktiv. Der Sinn türkischer Universitäten erschließt sich mir gar nicht erst.

Gruß
Anja

Hallo Karin,

sei doch froh, dass:

  1. Deine Eltern Akademiker waren

ja, das ist ein Vorteil.

  1. Die englische/ walisische Sprache anscheinend der deutschen
    Sprache näher ist, als die türkische Sprache.

Das ist aber nicht von Bedeutung. Jedenfalls nicht für Vorschulkinder. Ich bin mit 10 Jahren hergekommen (deutlich älter also als die Erstklässler, über die wir hier reden), meine Muttersprache ist Russisch (also auch nicht gerade nah an der deutschen Sprache dran), ich lebte das erste Jahr in einem Aufnahmeheim zusammen mit anderen Russischsprachigen und schrieb dennoch nach einem halben Jahr schon Zweien in Diktaten. Später im Gymnasium stieg ich zur Klassenbesten in Deutsch auf.
Ein Vorschulkind lernt Deutsch erst recht ohne jegliche Probleme, wenn man ihm den Kontakt zu deutschen Muttersprachlern nicht verwehrt.

Wo ist das Problem, den türkischen Schülern einen genauso
leichten Schuleinstieg, wie er dir anscheinend vergönnt war,
zu ermöglichen?

Ich kann nicht für Sian sprechen, sondern nur für mich: ICH hätte eine Sonderbehandlung bei der Eingliederung in die Schulklasse weder gebraucht noch gewünscht. Ein vollständiges Eintauchen in die „Fremdsprache“ (es ist schon traurig, dass für in Deutschland geborene Kinder Deutsch Fremdsprache sein kann) ist vollkommen ausreichend.

Um dennoch auf deine Frage nach dem Problem zurückzukommen: Das Problem ist, dass es nichts bringt. Wenn die Eltern sich keine Integration des Kindes wünschen, werden noch so viele Wattebäuschchen nicht zum Ziel führen. Entweder die Eltern fördern die Integration, dann braucht das Kind keine Extrawürste. Oder die Eltern stemmen sich dagegen, dann kann kein Sprachexperte der Welt etwas an den fehlenden Deutschkenntnissen des Kindes ändern.
Eine türkische Schule würde das Gegenteil zum Eintauchen in die deutsche Umgebung schaffen: Eine weitere Abschottung von der deutschen Gesellschaft hin zur türkischen Subkultur. Das ist keine Erleichterung der Integration, sondern ein todsicherer Weg, diese zu verhindern. Glaub mir, ich weiß aus eigener Erfahrung, wovon ich spreche.

Gruß
Anja

Hallo, Anja

sind deine Vorfahren Russlanddeutsche gewesen?
http://de.wikipedia.org/wiki/Russlanddeutsche

Gruß
karin

Hallo Karin

sind deine Vorfahren Russlanddeutsche gewesen?

Nein.

Gruß
Anja

Da gibt es wohl nur folgende Lösungen:
a) Man sorgt dafür, daß in Deutschland lebende Türken erst
einmal Türkisch lesen und schreiben lernen, bevor sie dann
später Deutsch lernen können. Für diesen Zweck wäre es wohl
das beste, wenn sie in die Türkei gingen, wo die
Voraussetzungen dafür besser nicht sein könnten.
Daß dies stattdessen hier atattfindet und womöglich noch von
Deutschland bezahlt wird, sehe ich jedenfalls nicht ein, und
zum Glück auch sonst fast niemand.

warum sollte ein türkischer Mitbürger, der in Deutschland seine Steuern zahlt, seine Kinder in die Türkei schicken - von der praktischen Unmöglichkeit einmal abgesehen - um die Vorraussetzungen dafür zu schaffen, dass seine Kinder deutsch lernen?

Wohin würdest du denn einen behinderten Mitbürger schicken?

Gruß
karin

Hallo,

Zumindest wurden wir zu einer Tochter
angesprochen, da sie Probleme mit dem „s“ hatte. Wir haben
dann entsprechend gegengelenkt.

Und das hast Du als ‚pflichtbewusstes‘ Elternteil nicht selbst
gemerkt und entsprechend gehandelt?

Davon war hier nicht die Rede. Natürlich war uns das Problem bekannt, nur bei einem 3jährigen Kind in logopädische Behandlung zu beginnen wurde uns bereits vor dem Hinweis der Erzieherin durch eine uns bekannte Logopädin nicht empfohlen.

Genauso, wie es bildungsferne, eventuell selbst nur gebrochen
Deutsch sprechende Migranteneltern nach überwiegender Ansicht
in dieser Diskussion tun sollten…

???
Wenn ich die Dikussion hier richtig verfolgt habe, geht es nicht um Kinder von gerade mal migrierten Familien, sondern um Kinder, die bereits in der dritten Generation in Deutschland leben!

Vielleicht liegt es daran, dass ich in einer Arbeiterstadt mit hohem Ausländeranteil lebe und nicht fern ab der Zivilisation und somit von diesen Problemen nicht aus der Zeitung sondern aus dem Leben erfahre.

Gruß

=^…^=
Katze

Auch Grüße an Dich!
Mike

Muttersprache im Kindergarten lernen
Hallo

a) Man sorgt dafür, daß in Deutschland lebende Türken erst
einmal Türkisch lesen und schreiben lernen, bevor sie dann
später Deutsch lernen können. Für diesen Zweck wäre es wohl
das beste, wenn sie in die Türkei gingen, wo die
Voraussetzungen dafür besser nicht sein könnten.

Dass der Vorschlag nicht praktikabel ist, dürfte ja wohl klar sein. Wer ist denn „man“? Und wie willst du dafür sorgen? Alle türkischen Babys ausweisen, bis sie 6 sind? Oder einen mehrjährigen Türkeiaufenthalt für alle jungen Mütter finanzieren? - Oder ist „man“ die türkischen Eltern, und die gehen von sich aus mal kurz in die Türkei, um ihren Kindern das Lesen beibringen zu lassen?

Daß dies stattdessen hier atattfindet und womöglich noch von
Deutschland bezahlt wird, sehe ich jedenfalls nicht ein, und
zum Glück auch sonst fast niemand.

Es hat doch keinen Sinn so zu tun, als würden die hier lebenden Türken irgendwann wieder verschwinden, oder man könnte die rumschieben wie Schachfiguren. Die sind halt hier, und eine Menge gut ausgebildeter Türken in Deutschland sind auf jeden Fall besser für uns als eine Menge schlecht ausgebildeter Türken Deutschland, und deswegen sollte da auch was für getan werden. -

Dieser Nationalismus ist völlig unzeitgemäß, und ich finde ihn auch ziemlich kindisch. Bei einem typischen Unterschichtler, wie er im Buche steht (Kindheit vor dem Fernseher verbracht, keine Aussicht auf Lehrstelle), kann ich den bis zu einem gewissen Alter noch akzeptieren, aber bei anderen Leuten finde ich ihn seltsam.

b) Man sorgt dafür, daß in Deutschland lebende Türken auch die
deutsche Sprache als eine Art Muttersprache erlernen, …

Das ist Quatsch. Die Muttersprache lernt man insbesondere im ersten und zweiten, und auch noch im dritten Lebensjahr.

Man sollte aber dringend dafür werben, dass die türkischen Eltern - im Interesse ihrer Kinder - mit selbigen schon sehr früh regelmäßig deutsch sprechen, und auch mal öfters Deutsche mit ihnen reden lassen, wenn es geht, auch schon mit den Babys. - Das könnte ja mit den Imams besprochen werden, dass die das befürworten, oder wer immer da einflussreich ist. Es könnten rein theoretisch auch aktuelle Erkenntnisse aus der Entwicklungspsychologie, mal dort zur Kenntnisnahme nahegelegt werden.

Allerdings spielen diese Erkenntnisse merkwürdigerweise in den deutschen Bildungseinrichtungen und Jugendämtern nach meiner Erfahrung bisher so gut wie gar keine Rolle, und auch dort könnten sie mal ein wenig mehr berücksichtigt werden. Ich weiß eigentlich gar nicht, wieso es dafür einen Lehrstuhl gibt, wenn es so niemanden interessiert, was da erforscht wird.

Viele Grüße
Simsy