Der Auftritt des Hernn Erdogan

Hallo

Schreiben. Ein sicheres Fundament in der
Muttersprache gilt als Voraussetzung für das Erlernen weiterer
Sprachen.
"

Also zuerst die andere Sprache meiden und dann versuchen, es
als Fremdsprache dazuzulernen. Praxisfremder Bullshit!

Von „meiden“ ist da nicht die Rede.

Wenn man eine Sache richtig lernt, heißt das nicht, dass man alles andere meiden soll.

Gruß Simsy

warum sollte ein türkischer Mitbürger, der in Deutschland
seine Steuern zahlt, seine Kinder in die Türkei schicken - von
der praktischen Unmöglichkeit einmal abgesehen - um die
Vorraussetzungen dafür zu schaffen, dass seine Kinder deutsch
lernen?

Weil er selbst es offenbar versäumt, diese Voraussetzungen zu schaffen oder zu ermöglichen.

Wohin würdest du denn einen behinderten Mitbürger schicken?

Je nach Schwere der Behinderung auf eine Sonderschule oder in eine Pflegeanstalt.

Grüße
Ostlandreiter

Dass der Vorschlag nicht praktikabel ist, dürfte ja wohl klar
sein. Wer ist denn „man“?

Die Erziehungsberechtigten, und wenn diese der Aufgabe nicht nachkommen, der Staat.

Und wie willst du

dafür sorgen? Alle türkischen Babys ausweisen, bis sie 6 sind?

Das wäre eine Möglichkeit, die aber natürlich so von der Politik kaum umgesetzt würde.

Oder einen mehrjährigen Türkeiaufenthalt für alle jungen
Mütter finanzieren?

Das darf die Türkei übernehmen - der Präsident hat ja soeben seine tiefe Verbundenheit mit den Auslandstürken und der Pflege des Türkentums auch in Deutschland bekundet.

  • Oder ist „man“ die türkischen Eltern,

und die gehen von sich aus mal kurz in die Türkei, um ihren
Kindern das Lesen beibringen zu lassen?

Freiwillig sicher nicht.

Daß dies stattdessen hier atattfindet und womöglich noch von
Deutschland bezahlt wird, sehe ich jedenfalls nicht ein, und
zum Glück auch sonst fast niemand.

Es hat doch keinen Sinn so zu tun, als würden die hier
lebenden Türken irgendwann wieder verschwinden,

Das hat die deutsche Politik allerdings versemmelt.

Die sind halt hier,
und eine Menge gut ausgebildeter Türken in Deutschland sind
auf jeden Fall besser für uns als eine
Menge schlecht ausgebildeter Türken Deutschland,

Und allenfals eben solche gut ausgebildeten Türken hätten von Deutschland aus angeworben werden sollen - jetzt ist es natürlich zu spät.

und deswegen
sollte da auch was für getan werden. #

Darum dreht sich der gesamte Thread hier. Die unklärbar schwierige Frage scheint nur die der Art und Weise zu sein.

Dieser Nationalismus ist völlig unzeitgemäß, und ich finde ihn
auch ziemlich kindisch. Bei einem typischen Unterschichtler,
wie er im Buche steht (Kindheit vor dem Fernseher verbracht,
keine Aussicht auf Lehrstelle), kann ich den bis zu einem
gewissen Alter noch akzeptieren, aber bei anderen Leuten finde
ich ihn seltsam.

Du weißt ja gar nicht, welcher Herkunft ich bin.

b) Man sorgt dafür, daß in Deutschland lebende Türken auch die
deutsche Sprache als eine Art Muttersprache erlernen, …

Das ist Quatsch. Die Muttersprache lernt man insbesondere im
ersten und zweiten, und auch noch im dritten Lebensjahr.

Im Kindergarten im Kontakt mit deutschsprachigen Kindern und Betreuern lernt man es zumindest noch eher ähnlich einer Muttersprache, als wenn man es später im Unterricht als Fremdsprache lernt.

Man sollte aber dringend dafür werben, dass die türkischen
Eltern - im Interesse ihrer Kinder - mit selbigen schon sehr
früh regelmäßig deutsch sprechen,

Mit Werben ist bei diesen Holzköpfen nichts zu holen, wie sich immer aufs Neue zeigt.

und auch mal öfters Deutsche
mit ihnen reden lassen, wenn es geht, auch schon mit den
Babys.

Das meinte ich mit den privaten Betreuern.

  • Das könnte ja mit den Imams besprochen werden, dass

die das befürworten, oder wer immer da einflussreich ist.

Es ist nicht unsere Aufgabe, Generationen von Zuwanderern den Arsch hinterherzutragen. Wenn der Staat von einem Deutschen (deutscher Abstammung, um alle Unstimmigkeiten zu vermeiden) etwas haben will, nimmt er es sich für gewöhnlich auch ohne langes Fragen und Bitten.

Grüße
Ostlandreiter

Oder einen mehrjährigen Türkeiaufenthalt für alle jungen
Mütter finanzieren?

Das darf die Türkei übernehmen - …

  • Oder ist „man“ die türkischen Eltern,

und die gehen von sich aus mal kurz in die Türkei, um ihren
Kindern das Lesen beibringen zu lassen?

Freiwillig sicher nicht.

Wie denn jetzt genau?

Du weißt ja gar nicht, welcher Herkunft ich bin.

Scheinst dich aber ziemlich preussisch zu fühlen …

Im Kindergarten im Kontakt mit deutschsprachigen Kindern und
Betreuern lernt man es zumindest noch eher ähnlich einer
Muttersprache, als wenn man es später im Unterricht als
Fremdsprache lernt.

Ich verstehe es (dass die Kinder zunächst ihre Muttersprache richtig lernen sollen) nicht so, dass Kinder nicht schon früh auch deutsch sprechen sollen. Ich verstehe es nur so, dass sie zunächst türkisch schreiben und lesen, sowie ein bisschen Grammatik lernen. Dem steht doch nicht entgegen, dass sie außerdem zusätzlich die ganze Zeit Deutsch sprechen und verstehen lernen.

Man sollte aber dringend dafür werben, dass die türkischen
Eltern - im Interesse ihrer Kinder - mit selbigen schon sehr
früh regelmäßig deutsch sprechen,

Mit Werben ist bei diesen Holzköpfen nichts zu holen, wie sich
immer aufs Neue zeigt.

Ist das denn schon versucht worden?

und auch mal öfters Deutsche
mit ihnen reden lassen, wenn es geht, auch schon mit den
Babys.

Das meinte ich mit den privaten Betreuern.

Ja, ok, aber wie soll das praktisch gehen?
Mein Vorschlag war ja, dafür zu werben bzw. die einflussreichen Türken dazu zu bringen, dafür zu werben bei den Türkischstämmigen.

Wenn der Staat von einem Deutschen
(deutscher Abstammung, um alle Unstimmigkeiten zu vermeiden)
etwas haben will, nimmt er es sich für gewöhnlich auch ohne
langes Fragen und Bitten.

Das ist allerdings wahr.

Trotzdem sollte es einem bewusst sein, dass die letzte (oder eine) PISA-Studie ergeben hat, dass bildungsferne türkische Zuwandererfamilien von Generation zu Generation bildungsferner werden, je länger sie sich in Deutschland aufhalten.
In anderen Ländern passiert das Gegenteil.

Es liegt schon auch am deutschen Bildungssystem.
Darunter leiden nicht nur kleine bildungsferne Türken, sondern auch kleine hochbegabte Deutsche (aber natürlich auch hochbegabte Türken und bildungsferne Deutsche).

Und es hilft nicht, das immer wieder umzukrempeln und die Lehrer immer wieder durch Neuerungen in Atem und von ihrer eigentlichen Arbeit ab- zu halten. Es muss einfach besser und damit wohl auch teurer werden. Also vor allen Dingen kleinere Klassen und Supervision für die Lehrer.

Viele Grüße
Simsy

Wie denn jetzt genau?

Wenn es notwendig sein wollte, daß Kinder von hier lebenden Türken erst richtig türkisch auch in Sprache und Schrift lernen, um dann deutsch lernen zu können, würde ich es für das Beste halten, wenn dies in der Türkei stattfände.
Weil jedoch die Erziehungsberechtiten dazu freiwillig kaum bereit wären und Zwangsmaßnahmen ausscheiden dürften, sehe ich so eine Art Förderschule in Deutschland als möglichen Weg, die von denen, die sie in Anspruch nehmen, selbst finanziert wird.

Du weißt ja gar nicht, welcher Herkunft ich bin.

Scheinst dich aber ziemlich preussisch zu fühlen …

DAs ist in diesem Zusammenhang nicht von Bedeutung.

Ich verstehe es (dass die Kinder zunächst ihre Muttersprache
richtig lernen sollen) nicht so, dass Kinder nicht schon früh
auch deutsch sprechen sollen. Ich verstehe es nur so, dass sie
zunächst türkisch schreiben und lesen, sowie ein bisschen
Grammatik lernen. Dem steht doch nicht entgegen, dass sie
außerdem zusätzlich die ganze Zeit Deutsch sprechen und
verstehen lernen.

Es ist aber nicht einzusehen, daß die Grundschule auf Kosten der Allgemeinheit die Versäumnisse der Familien ausglätten soll und dadurch zusätzlich zum gewöhnlichen Unterricht noch Grundkenntnisse der deutschen Sprache vermitteln oder Schreiben und Lesen in Türkisch unterrichten muß.

Man sollte aber dringend dafür werben, dass die türkischen
Eltern - im Interesse ihrer Kinder - mit selbigen schon sehr
früh regelmäßig deutsch sprechen,

Mit Werben ist bei diesen Holzköpfen nichts zu holen, wie sich
immer aufs Neue zeigt.

Ist das denn schon versucht worden?

Es wird immer wieder betont, daß die Türken heute schon in 3. Genertation hier leben, einige Kinder möglciherweise schon in der 4.
Genertation. Das Interesse, sich in Deutsch verständigen zu können, scheint nicht allzu ausgeprägt zu sein, wenn es selbst bei diesen noch an den Grundlagen mangelt.

und auch mal öfters Deutsche
mit ihnen reden lassen, wenn es geht, auch schon mit den
Babys.

Das meinte ich mit den privaten Betreuern.

Ja, ok, aber wie soll das praktisch gehen?
Mein Vorschlag war ja, dafür zu werben bzw. die
einflussreichen Türken dazu zu bringen, dafür zu werben bei
den Türkischstämmigen.

Solange der Staat sich als Bittsteller versteht, wird nicht viel erreicht werden.

Es liegt schon auch am deutschen Bildungssystem.
Darunter leiden nicht nur kleine bildungsferne Türken, sondern
auch kleine hochbegabte Deutsche (aber natürlich auch
hochbegabte Türken und bildungsferne Deutsche).

Und es hilft nicht, das immer wieder umzukrempeln und die
Lehrer immer wieder durch Neuerungen in Atem und von ihrer
eigentlichen Arbeit ab- zu halten.

Genau das wäre doch in verstärktem Maß der Fall, wenn sie ganz offiziell Kindern ohne deutsche Sprachkenntnisse diese beizubringen oder Lesen und Schreiben in türkischer Sprache zu unterrichten hätten.

Grüße
Ostlandreiter

Hallo,
die einzig richtige Antwort an Herrn Erdogan wäre die aktive Unterstützung der kurdischen Unabhängigkeitsbestrebungen in der Türkei.
Gruß
Peter

Hallo Thea,

Ich verstehe es (dass die Kinder zunächst ihre Muttersprache
richtig lernen sollen) nicht so, dass Kinder nicht schon früh
auch deutsch sprechen sollen. Ich verstehe es nur so, dass sie
zunächst türkisch schreiben und lesen, sowie ein bisschen
Grammatik lernen. Dem steht doch nicht entgegen, dass sie
außerdem zusätzlich die ganze Zeit Deutsch sprechen und
verstehen lernen.

das ist doch aber Quatsch. Wann sollen sie das denn alles lernen? Mit 6, wenn deutsche Kinder schon in die normale Grundschule gehen, sollen die türkischen Kinder erstmal, statt Deutsch, Türkisch lernen, oder wie?
Meiner Nichte (jetzt 7) fällt es leichter, Deutsch zu sprechen als Russisch, obwohl zu Hause nur Russisch gesprochen wird. Für sie ist dennoch Deutsch die Muttersprache. Sowas passiert automatisch, wenn das Kind früh genug in den KiGa kommt. Wir hatten durchaus die Überlegung und starteten auch den Versuch, ihr vor der Schule das Lesen und Schreiben in Russisch beizubringen. Manchen Kindern fällt das ja sehr leicht, da wäre das vielleicht kein Problem. Sie tat sich damit aber sehr schwer, sodass wir davon absahen und jetzt abwarten, bis sie ordentlich Deutsch lesen und schreiben kann, bis wir es noch einmal versuchen. Es verwirrt doch die Kinder, wenn man ihnen gleichzeitig mehrere Sprachen beizubringen versucht. Selbst was den Englischunterricht angeht (den gibt es in ihrer Schule spielerisch ab der 1. Klasse), wurde in der Schule klipp und klar gesagt, die Eltern sollten den Kindern keine englisch geschriebenen Wörter zeigen, weil die Kids das mit Deutsch durcheinanderbringen. Für normal begabte Kinder geht dein Konzept nicht auf, und überdurchschnittlich begabte Kids werden eine ordentliche Schullaufbahn auch ohne diese Extras hinbekommen.

Gruß
Anja

Hallo Anja

das ist doch aber Quatsch. Wann sollen sie das denn alles
lernen?

Sprechen lernt man, indem man spricht. Im Kindergarten, draußen beim Spielen, im Hort …

Mit 6, wenn deutsche Kinder schon in die normale
Grundschule gehen, sollen die türkischen Kinder erstmal, statt
Deutsch, Türkisch lernen, oder wie?

Ich dachte, es ginge dabei nicht darum, eine Sprache zu erlernen, sondern die Sprache, die man spricht, richtig begreifen zu lernen, indem man sie schreibt und die dazugehörige Grammatik lernt.

Es verwirrt doch die Kinder, wenn man ihnen
gleichzeitig mehrere Sprachen beizubringen versucht.

Es geht ja hier weniger um „beizubringen versuchen“, sondern um einfach sprechen (Deutsch).

Das Problem besteht ja wohl bei Kindern, die einfach kein richtiges Deutsch können, aber dies als erste Schriftsprache erlernen.

VG Simsy

PS: OT: Ich hab so ein kleines Buch von Langenscheidt, mit dem ich immer, wenn ich Zeit habe, ein bisschen Russisch lerne. Immerhin kann ich schon alle Buchstaben, und guten Tag, danke und Hallo schreiben (sagen? weiß nicht genau ob’s richtig ist). :smile:

Hallo Simsy,

das ist doch aber Quatsch. Wann sollen sie das denn alles
lernen?

Sprechen lernt man, indem man spricht. Im Kindergarten,
draußen beim Spielen, im Hort …

richtig, in deinem Beitrag ging es doch aber nicht nur um sprechen, sondern um schreiben und lesen in Türkisch. In welchem Alter sollen die Kinder das lernen? Vor der Schule? In der ersten Klasse gleichzeitig zum Deutschunterricht?

Mit 6, wenn deutsche Kinder schon in die normale
Grundschule gehen, sollen die türkischen Kinder erstmal, statt
Deutsch, Türkisch lernen, oder wie?

Ich dachte, es ginge dabei nicht darum, eine Sprache zu
erlernen, sondern die Sprache, die man spricht, richtig
begreifen zu lernen, indem man sie schreibt und die
dazugehörige Grammatik lernt.

Grammatik lernen 6-Jährige doch erst recht nicht. Kinder lernen Sprachen „automatisch“. Nur wir Erwachsenen sind dazu verdammt, uns durch diese ellenlangen Grammatikbücher hindurchzuquälen. :wink:
Und zum Schreiben: Wie gesagt, wann sollen sie das denn lernen?

Es verwirrt doch die Kinder, wenn man ihnen
gleichzeitig mehrere Sprachen beizubringen versucht.

Es geht ja hier weniger um „beizubringen versuchen“, sondern
um einfach sprechen (Deutsch).

Das Problem besteht ja wohl bei Kindern, die einfach kein
richtiges Deutsch können, aber dies als erste Schriftsprache
erlernen.

Bei diesen Kindern muss man aber nicht beim Erlernen der türkischen Schrift, sondern schnellstmöglich beim mündlichen Erlernen von richtigem Deutsch ansetzen. Je früher man’s lernt, desto besser ist es. Das Erlernen der Umgangssprache kommt im Übrigen automatisch, wenn die Kids früh genug in den (deutschen) KiGa gehen. Imho sollte man genau hier ansetzen, statt die türkischen von deutschen Kindern in Spezialschulen abzuschotten.

PS: OT: Ich hab so ein kleines Buch von Langenscheidt, mit dem
ich immer, wenn ich Zeit habe, ein bisschen Russisch lerne.
Immerhin kann ich schon alle Buchstaben, und guten Tag, danke
und Hallo schreiben (sagen? weiß nicht genau ob’s richtig
ist). :smile:

Na, ist doch schon mal ein Fortschritt. :wink: Warum gerade Russisch?

Viele Grüße
Anja

Hallo Anja

Sprechen lernt man, indem man spricht. Im Kindergarten,
draußen beim Spielen, im Hort …

richtig, in deinem Beitrag ging es doch aber nicht nur um
sprechen, sondern um schreiben und lesen in Türkisch.

Da meinte ich jetzt aber Deutsch.

In
welchem Alter sollen die Kinder das lernen? Vor der Schule? In
der ersten Klasse gleichzeitig zum Deutschunterricht?

Keine Ahnung, im Moment kann ich hierüber nicht mehr weiterdiskutieren, weil mir da etwas die Spezialkenntnisse fehlen. Ich denk nur wirklich, dass es wichtig ist, wenigstens eine Sprache richtig zu verstehen. Also besser eine Sprache richtig lernen als zwei Sprachen so halb.

Grammatik lernen 6-Jährige doch erst recht nicht.

Na ja doch, irgendwie schon. Ob man dann der, die oder das sagt, oder dass mit 2 ss schreibt, ob groß oder klein geschrieben wird …
Wird natürlich da noch nicht doll begründet, aber so ein bisschen schon. Ob das wirklich schon in der 2. Klasse kommt, weiß ich jetzt nicht, aber Schriftsprache hat auch irgendwie immer was mit Grammatik zu tun, sonst schreibt man doch immer falsch.

Kinder
lernen Sprachen „automatisch“.

Ja, aber auch sie verstehen entweder die Grammatik intuitiv oder auch nicht. Wenn ja, dann geht es hinterher mit dem Grammatik-lernen, und sie können auch einigermaßen richtig schreiben. Wenn nicht, dann ist es schwierig.

Bei diesen Kindern muss man aber nicht beim Erlernen der
türkischen Schrift, sondern schnellstmöglich beim mündlichen
Erlernen von richtigem Deutsch ansetzen.

Na ja, gut, aber gehen wir doch davon aus, dass es Kinder gibt, die es im Grundschulalter eben nicht gelernt haben.

Imho sollte man genau hier ansetzen,
statt die türkischen von deutschen Kindern in Spezialschulen
abzuschotten.

Ne, abschotten würde ich die gar nicht.

Ich bin auch nicht für Türkisch-Sprachige Schulen oder Unis hier. Aber ich bin auch nicht dafür, einfach immer nur zu sagen: Es liegt an den Eltern, und fertig. Aber wie genau im Einzelnen, wie gesagt, da fehlen mir die Spezialkenntnisse.

PS: OT: Ich hab so ein kleines Buch von Langenscheidt, mit dem
ich immer, wenn ich Zeit habe, ein bisschen Russisch lerne.
Immerhin kann ich schon alle Buchstaben, und guten Tag, danke
und Hallo schreiben (sagen? weiß nicht genau ob’s richtig
ist). :smile:

Na, ist doch schon mal ein Fortschritt. :wink:

Ja nicht wahr, großartige Leistung :smile:
Ich kann auch schon einen Plural bilden, und mehrere Fremdwörter wie z. B. Dokument, Traktorfahrer, Studenten und Butterbrot.

Warum gerade
Russisch?

Das hat vor allem 3 Gründe:

  1. habe ich dieses Buch sehr preiswert auf dem Flohmarkt bekommen, sonst hätte mich noch Italienisch, Rumänisch oder Schwedisch interessiert.
  2. Meine Vorfahren mütterlicherseits haben zum großen Teil da gewohnt, allerdings eher in Lettland, manche aber auch in Russland. Das waren aber keine Russen, die Familie kam eher aus Ostpreußen oder so.
  3. habe ich im letzten Jahr öfters mal bei uns im örtlichen LIDL Russen zugehört, wie sie sich unterhalten haben (die sahen übrigens alle aus wie Putin, nur netter), und ich fand, dass ich noch nie vorher eine Sprache gehört habe, die so schön klingt.

Viele Grüße
Simsy

Hallo,

???

mir ging es darum, darauf hinzuweisen, dass mitunter von bildungsfernen (ob mit Migrationshintergrund oder auch nicht) Elternhäusern Dinge erwartet werden, deren Bedeutung sie in ihrer Tragweite gar nicht abschätzen können bzw. welche auch von ‚normalen‘ Eltern nicht immer geleistet werden; der Blick von außen ist eben immer ein ganz anderer…

Vielleicht liegt es daran, dass ich in einer Arbeiterstadt mit
hohem Ausländeranteil lebe und nicht fern ab der Zivilisation
und somit von diesen Problemen nicht aus der Zeitung sondern
aus dem Leben erfahre.

Ach weißt Du, auch in Freiburg gibt es Stadtteile, in denen Menschen aus über 60 Nationen leben…und mein Leben hat mich auch schon gründlich durch die Welt getrieben!

Beste Grüße

=^…^=
Katze

Hallo Siân,

andererseits ist das Einzige, auf das Klein-Siân bis heute stolz zu sein scheint, die Tatsache, dass sie ihre Muttersprache beherrscht… ;o)

Beste Grüße

=^…^=
Katze

Hallo,

Kindern aus „bildungsfernen“ also
wohl türkischen Elternhäusern in Deutschland

na, wie gut, dass Du keine Vorurteile hast!

Irgendwo muss der Gedanke einsetzen: bildungsfern ist
bildungsfern, was wollt ihr eigentlich?

Dumm bleibt dumm, was willst Du eigentlich?!?

Gruß

=^…^=
Katze

Saludo, ich nochmal

Alan posner (der bekannte linksradikale Gutmensch) schreibt heute in dem bekannten Multikultiblatt „Welt“, dass Erdogan gar nicht so unrecht hat und die Aufregung der deutschen Politiker etwas daneben sei

http://www.welt.de/meinung/article1667712/Regt_euch_…

Zitat:
„Gäbe es eine große deutsche Minderheit in der Türkei, würde man es allerdings für das Selbstverständlichste der Welt halten, wenn deutsche Politiker beim Staatsbesuch die Landsleute zur Pflege ihrer kulturellen Traditionen ermutigen würden.“
" Aber kein Staat der Erde hat das Recht, von seinen Bürgern die Aufgabe ihrer kulturellen und religiösen Identität zu verlangen. Dass Minderheiten auf ihre Eigenheiten bestehen, einschließlich der engen Verbindung zur Heimat, ja auch des Nationalstolzes, ist ihr Menschenrecht."

Noch was: Diejenigen, die sich jetzt so sehr gegen Erdogan ereifern, schicken „eigene“ Volkstumsgruppen nach Übersee…
http://www.hans-raidel.de/html/17_03_2006.html

Aber DAS ist natürlich wieder was ganz anderes…

Gruß
Mike

Melkkuh
Wenn ein Herr Erdogan daherkommt, und türkische Schulen in Deutschland von Deutschen für Türken finanziert fordert, dann wird *ernsthaft* darüber diskutiert!

Die ganze Welt hält Deutschland für eine Kuh die man melken muss.

Und… ich glaubs auch bald.

Nick

Aber DAS ist natürlich wieder was ganz anderes…

Ja, das ist etwas völlig anderes! Ich stimme dir sehr wohl zu, dass Deutsche im Ausland wie auch Ausländer in Deutschland Ihre kulturellen Wurzeln nicht verleugnen sollten! Eine Pflege der Traditionen ist gut und tut auch der Menschheit gut, ein völliges Isolieren und Ablehnen fremder Kultureinflüsse ist mit Sicherheit kein richtiger Weg. Es ist gut, dass wir zum Griechen um die Ecke essen gehen können, unsere Gemüse beim Türken um die Ecke erstehen, in bald jeder größeren Stadt eine Moschee steht und auch dass es Trachtengruppen in Amerika gibt. Aber darüber diskutieren wir hier nicht. Hier geht es darum, dass in der Hauptsache türkische Bevölkerungsgruppen es ablehnen, sich auf Deutschland ein zu lassen! Kinder, die mitlerweile in der 3. Generation in Deutschland leben, werden gezielt „türkisiert“, kommen mit einer vollkommen unzureichenden Basisbildung in die Schule, sie sind schon von Beginn dazu verurteilt zu scheitern. Und dann kommt ein Herr Erdogan und spricht sich für eine weitere Konzentration auf tprkische Werte aus. Kann das sein? Ich vermute, diese Rede wurde ihm von seiner Frau geschrieben:wink:
Grüße von Mike an Mike

Gruß
Mike

Ist was VÖLLIG anderes
Hi!

Ist ja auch völlig abwegig, dass es so etwas hier
http://www.newinthecity.de/content/view/156/166/
auch in türkisch gibt!

Gruß
Guido

hi

mir ging es darum, darauf hinzuweisen, dass mitunter von
bildungsfernen (ob mit Migrationshintergrund oder auch nicht)
Elternhäusern Dinge erwartet werden, deren Bedeutung sie in
ihrer Tragweite gar nicht abschätzen können bzw. welche auch
von ‚normalen‘ Eltern nicht immer geleistet werden; der Blick
von außen ist eben immer ein ganz anderer…

Das ist doch bekannt. Über nichts anderes wird doch hier gesprochen. Die Frage ist nur: Was dagegen tun? Entweder man führt Pflichtsprachkurse (für alle Altersgruppen) ein, dann heißt es aber gleich „Zwangsgermanisierung“. Man kann auch lieb „bitte bitte“ sagen und auf die schöne Idee (Was es zweifellos ist) des „MultiKulti“ hinweisen, dass funktioniert aber nicht, wie uns die Geschichte gezeigt hat. Eltern entmündigen? ist auch nicht so dolle…
Also, was schlägst du vor? Es ist leicht, immer nach dem Staat zu schreien, aber was kann der Staat in der Situation machen, wenn die Eltern sich weigern mitzuarbeiten?

gruß

Dem ist durchaus nicht so - es gibt eine ‚bildungstechnisch‘
deutlich problematischere, wenngleich ungemein unauffälligere
Bevölkerungsgruppe:

http://www.zeit.de/2008/07/B-Italiener

Das zeigt aber auch, daß eine mangelnde Bildung nicht zwingend ein kriminelles Verhalten bedingt, wie es so oft unterstellt wird.

Grüße
Ostlandreiter

Dann stelle ich persönlich mir doch die Frage, warum Herr Erdogan ausdrücklich bedauert hat, dass die in Deutschland lebenden Türken eben NICHT Deutsch können und dass die Integration irgendwie nicht klappt…

Es geht ja im Ausgangsartikel um die Rede von Erdogan und nicht um das Verhalten von Teilen der türkischen Minderheit in Deutschland.

Gruß
Mike