Deutsche Wissenschaftler nach dem 2. Weltkrieg

Hallo WWW-lers,

ich lese gerade einen Roman. Und dort ist es u.a. zu lesen, daß nach dem 2. WK die deutsche Wissenschaftler die besseren im weltweiten Vergleich waren. Unabhängig davon, ob sie direkt an Naziverbrechen beteiligt gewesen waren oder nicht, haben die US-Amerikanern ohne weiteres, sie im Auftrag genommen und zu sich in die Staaten mitgenommen. Oft nicht einmal mit Gerichtsverhandlung. Als Begründung -so kann man es lesen- werden hauptsächlich zwei angegeben, nämlich:

  1. (Und wohl wichtigsten, lt. Verfasser) Damit die Russen sie nicht bekommen könnten (Hint: Die McCarthy-Ära, wo alles was nach Kommunismus „roch“ verdächtig und regelrecht gefährlich war)

  2. Sie selber von diesen ausgezeichneten Kenntnisstand profitieren könnten.

Meine frage ist: Stimmt das? Ist es so?

Über Kommentare und Gedanken darüber würde ich mich freuen!

Schöne Grüße,
Helena

die US-Amerikanern ohne weiteres, sie im Auftrag genommen und
zu sich in die Staaten mitgenommen.

Die Sowjets ebenso.
Z.B. wurde die erste MIG (Made In Germany) von deutschen Ingenieuren entwickelt und gebaut. In der UdSSR.
Wir hatten an der Ing.schule Hamburg mehrere E-Dozenten, die da mitmachten.

So richtig freiwillig war keiner mitgegangen. In die UdSSR nicht und in die USA nicht. Es war aber für alle die beste Lösung.

mfgConrad

Hallo,

Es war aber für alle die beste Lösung.

wie meinst Du das denn?
Gruß
loderunner

Hallo

Ja das stimmt so, aber die meisten sind unfreiwillig dazu genötig worden mitzugehen.

Ohne Wernher von Braun wären die Amerikaner wohl bis heute nicht in der Lage eine Rakete ins All zu schießen und ohne Karl Maybach hätten die Franzosen vermutlich auch heute noch keinen einsatzfähigen Panzer in ihrer Armee… Auch der Hubschrauber, das Düsentriebwerk, oder der Schleudersitz sind deutsche Erfindungen.

Das zieht sich durch alle Technikbereiche hindurch, unabhängig von Rüstung oder nicht.

Horst

Hallo,

Auch der Hubschrauber,

Nö: http://de.wikipedia.org/wiki/Hubschrauber#Entwicklun…
da waren schon noch ein paar mehr Leute beteiligt. Ich werfe da einfach mal ‚Sikorski‘ in den Ring.
Gruß
loderunner

Hallo

Ja das stimmt so, aber die meisten sind unfreiwillig dazu
genötig worden mitzugehen.

War aber zu der Zeit das Beste, was ihnen passieren konnte. Deutschland brauchte keine Flugzeuge.

mfg Conrad

Hallo,

klingt gut - stimmt aber nicht.
Die MIG 1 flog schon 1941 und ohne deutsche Hilfe, da war die deutsche Armee auf dem Vormarsch und kein deutscher Ingeneur in der UdSSR. Und die Bezeichnung steht für Mikojan-Gurewitsch, das sind die Namen der russischen Entwickler - so wie das überall in der Welt üblich ist.
Eine Lüge wird halt nicht besser, wenn man sie nur oft genug erzählt…

Natürlich haben sowohl Amerikaner als auch Russen nach dem Krieg deutsche Erkenntnisse genutzt. Unter anderem auch was die Raketentechnik betraf.
Aber auch das ist relativ. Feststoffraketen kannten schließlich auch die Russen schon vorher - die legändären Katjuscha des 2. Weltkrieges waren ja nichts anderes. Und Ziolkowsky und andere beschäftigten sich auch schon in den 30er Jahren theoretisch mit der Raumfahrt.
Man sollte auch nicht so tun, als ob die Atombombe nur von deutschen gebaut worden wäre - nur ein winziger Bruchteil der Tausenden von Leuten, die da in den USA tätig waren dafür, waren Deutsche.

Abgesehen davon betraf das alles nur ausgewählte technische Gebiete, vorwiegend Dinge, die mit Rüstung zu tun hatten. Das lag daran, daß in Deutschland in den letzten Kriegsjahren praktische Forschung auf anderen Gebieten eigentlich so gut wie nicht mehr möglich war aus Kapazitätsgründen. Und viele Dinge, die in den 30er Jahren noch echt Spitze waren, stellten sich inzwischen als überholt heraus. Da war eine ganze Menge Vorsprung auch einfach weg.

Gernot Geyer

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Hallo Helena,

ich lese gerade einen Roman. Und dort ist es u.a. zu lesen,
daß nach dem 2. WK die deutsche Wissenschaftler die besseren
im weltweiten Vergleich waren.

ich vermute mal, daß Du Raketentechniker und -wissenschaftler meinst.
Denn allgemein für Naturwissenschaften galt das nicht.
Da ist ein Gutteil der Elite schon in den 30ern ausgewandert.

Gandalf

War aber zu der Zeit das Beste, was ihnen passieren konnte.
Deutschland brauchte keine Flugzeuge.

Angesichts der Alternativen, war die Auswahl recht eng.

da waren schon noch ein paar mehr Leute beteiligt. Ich werfe
da einfach mal ‚Sikorski‘ in den Ring.

Sikorski war zweifelsohne ein Pionier auf dem Gebiet der Hubschrauberentwicklung. Der erste praxistaugliche Hubschrauber war aber eine deutsche Entwicklung von Heinrich Focke und flog schon ein paar Jahre vor dem ersten Sikorski.

Hallo Gandalf,

ich vermute mal, daß Du Raketentechniker und -wissenschaftler
meinst.

Auch aber gewiß nicht nur! Leider im Fall der „Gentechnik“ und „Biologie“ geht es auch im Buch…

Denn allgemein für Naturwissenschaften galt das nicht.

??? Echt?

Da ist ein Gutteil der Elite schon in den 30ern ausgewandert.

Ja aber in diesem Buch steht (vielleicht ist es ja nur erfunden), daß die Amis an die „Erbgut-Experimente“ (und ich entschuldige mich sofort und ausdrücklich an dieser Stelle für dieses schreckliche Wort), die manche Nazis in KZs in diesen unsäglichen Jahren gemacht haben, Interesse gehabt haben könnten…

Schöne Grüße,
Helena

Die MIG 1 flog schon 1941 und ohne deutsche Hilfe,

Das ist so natürlich auch nicht richtig. In die Entwicklung der Mig-1, genauso wie in die Entwicklung der Jak-3 gingen unmittelbar die Erkenntnisse ein, die die Russen aus dem deutsch-russischen Luftrüstungsprogramm zu Zeiten des 100.00-Mann Heeres zogen. Namentlich griffen sie insbesondere auf die Planungen der Me 109 und Fw 190 zurück und entwickelten sie weiter.
Ohne das deutsch-russische Luftrüstungsprogramm hätten die russischen Flugzeugkonstukteure mutmaßlich bis zum Ende des zweiten Weltkrieges nicht einen ernstzunehmenden Jagdeinsitzer hinbekommen.

Gruß Andreas

Hallo Gandalf,

ich vermute mal, daß Du Raketentechniker und -wissenschaftler
meinst.

Auch aber gewiß nicht nur! Leider im Fall der „Gentechnik“ und
„Biologie“ geht es auch im Buch…

Hallo ich bin nicht sicher wie ich das „Leider“ hier interpretieren soll, aber ich tipp wohl richtig, dass es im Buch auch um Genetik, Bio (evtl nicht nur Erbbio?) und Medizin geht. Du also das „Leider“ nicht im Sinne von „den unschönen Kapiteln der Wissenschaft“ meinst sondern eher „leider geht es grad nicht um Raketen“ sondern um Biologie. Lieg ich da richtig?

Denn allgemein für Naturwissenschaften galt das nicht.

??? Echt?

Also für Medizin kann ich sagen, dass auch da die deutschen Weltklasse waren, Deutsch war in der Medizin und vermutlich auch in der Biologie, zumindest in der Genetik Wissenschaftssprache, sprich viele aus anderen Ländern haben zugesehen ,dass sie ihre Arbeiten auf Deutsch veröffentlichten, damit sie gelesen werden. Und zwar bereits ab 1860 rum bis eben zum 2. Wk (ok, der erste Wk hat auch schon einige Sympathiepunkte gekostet, aber noch nicht soo doll)

Da ist ein Gutteil der Elite schon in den 30ern ausgewandert.

Und das von dir Gandalf… Ja einige der Elite mussten zusehen, dass sie ihre Haut retten, aber das Vorurteil, dass die wirklich prominenten / wissenschaftlich hochkarätigen Stellen alle von Juden „Besetzt“ waren, war und ist Schwachsinn. Es gab einige (durchaus eine MEnge) wirklich gute Wissenschaftler, die Jüdisch, homosexuell, Kommunisten oder sonstwie gefährdet waren und auswanderten oder abserviert wurden, aber genausogut gab es Wissenschaftler die unbehelligt weitermachen konnten, da sie eben arisch und/oder sonstwie genehm waren.
Und nicht die gesamte Medizin bestand aus der „Ausmerzung lebensunwerten Lebens“, sondern durchaus auch noch aus anderen Bereichen, die jedoch bisher erst wenig Beachtung fanden in der Medizingeschichtsschreibung.

Ich hab da grad so einen Chirurgen am Wickel, der durchaus eine Musterkarriere hinlegte, immer schön mitlief, ab und an mal aufmuckte und dafür Ärger kassierte, aber seine Forschung nicht weiter riskierte, und heute wird seine Kriegsbedingte Forschung sogar im damaligen Feindesland hochgelobt. (ich bin noch dran, aber eine Arbeitshypothese derzeit ist, dass seine Methode, die er in Finnland erforschen durfte, aus damaliger Sicht durchaus als ebenso grenzwertig anzusehen ist, wie Versuche mit irgendwelchen Kampfstoffen auf künstlich zugefügten Wunden, nur dass seine Methode dann doch besser war als die bisherigen, was ihm den Ruhm einbrachte, sogar von seinen Versuchskaninchen, darunter einige US-Kriegsgefangene; jepp und die USA wollten hinterher ihn auch gerne haben, angeblich…)

Sprich die Wissenschaftsgeschichte guckt natürlich intensiv auf jene die vertrieben wurden und schaut verächtlich darauf, was einige an Experimenten getan haben, aber andere fallen einfach durchs Raster, da sie weder Buhmann noch Opfer waren und damit erstmal uninteressant erscheinen. Dass manch einer durch die Vertreibung der „Kollegen“ natürlich auch Karrierevorteile erlangte, wird meist eher unpersönlich abgehandelt, sprich es wurde nach dem Krieg gerne auch mal unter den Tisch gekehrt.

Ok, kommen wir zurück zum Thema, Genetik hat eher Buhmann-Qualitäten…

Ja aber in diesem Buch steht (vielleicht ist es ja nur
erfunden), daß die Amis an die „Erbgut-Experimente“ (und ich
entschuldige mich sofort und ausdrücklich an dieser Stelle für
dieses schreckliche Wort), die manche Nazis in KZs in diesen
unsäglichen Jahren gemacht haben, Interesse gehabt haben
könnten…

ja das kann ich mir durchaus vorstellen. Zu jener Zeit war Genetik noch in den Kinderschuhen.
Erst kurz vorm Krieg kam man drauf, WIE Mutationen entstehen. Und was da eigentlich anders ist zwischen Gesund und Krank (eben die Gene) und dass womöglich alle Krankheiten sich irgendwie in den Genen niederschlagen (vorher galt noch die Zelllehre von Virchow als Hipp, dass Krankheiten primär aus veränderten Zellen kommen, nun konnte man ja annehmen, dass es eine Stufe kleiner ähnlich ist).
Dadurch kam man zT erst auf die Idee Mutationen verhindern zu wollen, hat dann allerdings nicht weit genug geguckt, bzw. die falschen Schlüsse gezogen. Und hinsichtlich zB. schwerst Geistig Behinderten unterschieden sich die Ansichten der einzelnen Nationen nicht wirklich.
Ein Beispiel, was nach dem Krieg passieren konnte http://www.uni-kiel.de/ns-zeit/allgemein/catel-werne…
Und in manchen Bereichen scheint man selbst heute nicht weiter zu sein (Abtreibungen wegen erhöhtem Trisomie 21 Risiko, was nicht unbedingt heissen muss, dass das Kind am Ende wirklich Down hat).

Auf der anderen Seite gabs ja auch die ZWillingsstudien, die bei GEnetikern heute noch beliebt sind, denn da hat man 2 vollkommen identische MEnschen, die man unterschiedlichen Bedingungen aussetzen kann und dann schauen kann ob etwas genetisch ist (bei beiden sich ändert) oder doch Umweltbedingt (nur bei einem ne Veränderung)ist.
Wenn du das mit 2 unterschiedlichen MEnschen (selbst bei Geschwistern) versuchst, hats du immer irgendwelche Störvariablen dabei, die du irgendwie wegdiskutieren musst.

Und ja, die Experimente in den KZs und sonstigen Stellen wurden ja nicht nur gemacht, weil man Spass daran hatte, Menschen zu quälen, sondern weil man sich da wirklich Erkenntnisse draus erhoffte.
Es fällt manchmal schwer das im Hinterkopf zu behalten, insbesondere wenn man vom heutigen Standpunkt aus auf diese Versuche guckt, wo uns heute viele davon unsinnig erscheinen.
Allerdings wurde dort vieles untersucht, was auch andere Nationen interessierte, die nur nicht die Möglichkeiten hatten oder schaffen konnten (achtung das folgende hört sich sarkastisch an, ist es aber eigentlich nicht) große Versuchspersonengruppen unter Kontrollierten Bedingungen von hochspezialisierten Expertenteams (das Team dahinter wird auch gern übersehen) zu Einzelfragen (ohne Störvariablen durch weitere Versuche zu anderen Themen) zu erforschen.
Sprich nüchtern betrachtet waren es einfach ideale Studienbedingungen, die sich so schnell nicht wieder finden liessen.
Aus der Sicht der USA oder sonstiger Siegermächte, weshalb sollte man sich solche Erkenntnisse entgehen lassen, was andere erforschten, muss man dann selbst nicht mehr tun.

Gruß Susanne

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Hallo,

die hätten - keine Angst.
Erstens klingt es mehr als unwahrscheinlich, daß Die Deutschen den Russen wirklich alle Tricks verraten haben. So blöd waren die denn doch wieder nicht, dem potentiellen Gegner alles zu sagen. Zumindest nach 1933 nicht mehr - aber genau dann begann ja eigentlich erst richtig die Entwicklung der deutschen Luftwaffe. Im 100.000 Mann Heer durfte Deutschland ja keine haben und zu dieser Zeit flogen auch die erwähnten Jäger noch nicht.
Zum anderen hatten gerade die Russen ja auch einige Erfahrungen im Leochtbau. Die berühmt gewordene Antonow war ein Eigenprodukt und bestand praktisch aus Sperrholz und Stoff. Und bezeichnenderweise war auch die Jak3 ein ziemlicher Leichtbau mit viel Holz. Halt billige und einfache Prosuktionsweise, die eine Massenproduktion ermöglichte. Wirkungsvoll war sie trotzdem.

Klar haben die Russen internationale Erfahrungen ausgewertet, wo immer sie sie bekommen konnten. Das haben ja alle getan. Und klar haben die auch ihre Schlußfolgerungen gezogen aus dem Spanienkrieg, dem Krieg gegen Japan und dem Finnlandfeldzug. Blöderweise war nur 41 vieles noch nicht produktionsreif bzw. in ausreichender Menge vorhanden. Deshalb hatte ja Stalin auf Zeit gespielt und gehofft, die Auseinandersetzung noch ein paar Jahre verschieben zu können. 1941 war aus deutscher Sicht der letztmögliche Termin - schon ein Jahr später wäre vieles so nicht mehr gegangen. Dann wäre z.B. der Blitzkrieg wahrscheinlich im Feuer der mit T34 ausgerüsteten Panzereinheiten stecken geblieben. Aber 41 waren die noch in der Aufstellung und hatten auch fast alle die neuen Panzer noch nicht.

Gernot Geyer

Hallo,

ein Gutteil der Eilite???
Die Juden machten etwa 1 % der deutschen Bevölkerung aus. Und die waren nicht alle Wissenschaftler und sind auch nicht alle ausgewandert - ein ganzer Teil wurde ja später ermordet.
Die Masse der Wissenschaftler waren Deutsche. Und dazu kam, daß es ja auch keine rein jüdischen oder rein deutschen Laborbesetzungen gab oder so - der Weggang eines Teiles der Wissenschaftler führte in der Regel nur dazu, daß andere die Arbeit weiterführten.
Natürlich profitierte das Ausland teilweise von dem enormen Wissenszuwachs der Emigrierten. Aber das traf nur auf einige Spitzenleute zu, die auch schon international einen gewissen Ruf hatten - viele mit unbekanntem Namen hatten sogar massive probleme, überhaupt Arbeit zu finden. Flüchtlinge sind nicht immer hochwillkommen - damals wie heute nicht.

Vom wissenschaftlichen Grundwissen her hätten auch die Deutschen durchaus die Atombombe entwickeln können. Aber die Führung war nicht Willens und wohl auch materiell nicht in der Lage, eine solch gigantische Forschung aus dem Boden zu stampfen wie die USA - das Problem wurde unterschätzt. Also werkelten die mit unzureichenden Mitteln rum, bis die Forschungen generell eingestellt wurden, als sichtbar war, daß die Wafe nicht in absehbarer Zeit einsatzreif wird. Das war ein rein praktisches Problem, kein wissensmäßiges.

Erst der Krieg hat wirklich dann große Rückschläge gebracht durch Zerstörung der Forschungs- und Lehreinrichtungen, durch Bombenopfer unter den Wissenschaftlern, durch den zunehmenden Fronteinsatz aller nicht in der Rüstung tätigen und am Ende auch durch das Stillegen der Studieneinrichtungen.

Gernot Geyer

1941 war aus deutscher Sicht
der letztmögliche Termin - schon ein Jahr später wäre vieles
so nicht mehr gegangen. Dann wäre z.B. der Blitzkrieg
wahrscheinlich im Feuer der mit T34 ausgerüsteten
Panzereinheiten stecken geblieben.

Es sei denn, man hätte noch etwas länger gewartet und die T34- ausgerüsteten Einheiten wären von Ar 234 Geschwadern oder weiß der Kuckuck was aufgerieben worden. Solche Spekulationen gehen immer ins Endlose.
Feststoffraketen kannte man übrigens im Mittelalter schon.

Grüße,
Ostlandreiter

Hallo Gernot,
Vielen herzlichen Dank für Deinen sehr interessanten Beitrag.
Allerdings, das

ein Gutteil der Eilite???

habe ich nicht gesagt.
Wollte das nur am Rande anmerken.
Schöne Grüße,
Helena

Hallo Susanne,
Auch Dir danke für Deinen sehr ausschlußreichen Artikel! :o))

Auch aber gewiß nicht nur! Leider im Fall der „Gentechnik“ und
„Biologie“ geht es auch im Buch…

ich bin nicht sicher wie ich das „Leider“ hier
interpretieren soll, aber ich tipp wohl richtig, dass es im
Buch auch um Genetik, Bio (evtl nicht nur Erbbio?) und Medizin
geht. Du also das „Leider“ nicht im Sinne von „den unschönen
Kapiteln der Wissenschaft“ meinst sondern eher „leider geht es
grad nicht um Raketen“ sondern um Biologie. Lieg ich da
richtig?

Entschuldige das Mißverständnis.
Also dieses „leider“ bezog sich auf der Tatsache, daß es furchterliche, äußerst grausame und schreckliche Experimente mit dem Erbgut der Menschen gerieben wurde und diese auf gar keinen Fall und unter keinen Umständen hätten stattfinden sollen, nicht einmal bzw. erst recht nicht im Name der Wissenschaft werden sie gerechtfertigt. Sie können nicht und für nichts gerechtfetigt werden. Leider gab es sie doch. Und ich glaube da sind wir uns einig, oder?
Im Buch geht es nur am Rande über Raketen und Technologie.

Also für Medizin kann ich sagen, dass auch da die deutschen
Weltklasse waren,

So kenne ich das.

aber genausogut gab es Wissenschaftler die unbehelligt
weitermachen konnten, da sie eben arisch und/oder sonstwie
genehm waren.

Genau. Und darum ging es mir in der Frage: Die deutsche Wissenschaftler, die einiges an Infos und Wissen weiter vermitteln könnten, würden in die USA gebracht, damit sie auch dort weiter arbeiten könnten. Und das ohne Gerichtsverhandlung. Ganz salopp ausgedrückt: Ich vergesse alles was Du jemals Böses gemacht hast und ich biete Dir dafür ein neues Leben und eine straffreie Zukunft.
Das war meine Ursprungsfrage, um die es mir ging. Also ob das so war oder nur vom Verfasser des Romans so fabuliert wurde.

Ein Beispiel, was nach dem Krieg passieren konnte
http://www.uni-kiel.de/ns-zeit/allgemein/catel-werne…
Und in manchen Bereichen scheint man selbst heute nicht weiter
zu sein (Abtreibungen wegen erhöhtem Trisomie 21 Risiko, was
nicht unbedingt heissen muss, dass das Kind am Ende wirklich
Down hat).

Ich möchte auf das Thema „Abtreibung vs. Trisomie 21“ jetzt nicht eingehen. Aber diesen link beantwortet ja so ziemlich auf meine Frage:
Sogar in Deutschland wurden Wissenschaftler weiter beschäftigt und sogar geehrt, trotz ihrer aktive Teilnahme an diese Experimente.
Und bzgl den Link:
Ich war im Psychiatrie- Einsatz 3 Monate während meiner Krankenschwester-Ausbildung. Ich war eingesetzt im Kreiskrankenhaus Haar. Ich weiß nicht mehr wieviele Betten dort gibt, aber jetzt schätze ich diese Zahl auf 3.000 oder mehr. Wie dem auch sei, mußte ich mal zur Verwaltung und dort warten. Um die Zeit zu vertreiben, habe ich mir Bilder an der Wand angeschaut. Es gab viele (bestimmt über 20) und es waren die Porträts der KKHs Direktoren. Alle Rahmen waren gleich groß, gleiche Farbe und selbe Bauweise. Unter dem Bild, an der Wand stand der jeweilige Name, Geburts- und Todesjahr und nochmals darunter wann dieser Mann Direktor wurde (Amtszeit). Also z.B. (ich erfinde) Johannes Steinmüller (1842 - 1915) und dann 1873 bis 1879. Doch in 3 oder 4 davon standen tatsächlich all diese Angaben, aber das Foto fehlte und war durch eine schwarze Querstreife ersetzt. Auffällig war, daß diese Männern alle in die Nazi-Zeiten das Krankenhaus geleitet hatten. Die Rückschlüsse kann jeder für sich ziehen.

Auf der anderen Seite gabs ja auch die ZWillingsstudien, die
bei GEnetikern heute noch beliebt sind, denn da hat man 2
vollkommen identische MEnschen, die man unterschiedlichen
Bedingungen aussetzen kann und dann schauen kann ob etwas
genetisch ist (bei beiden sich ändert) oder doch Umweltbedingt
(nur bei einem ne Veränderung)ist.
Wenn du das mit 2 unterschiedlichen MEnschen (selbst bei
Geschwistern) versuchst, hats du immer irgendwelche
Störvariablen dabei, die du irgendwie wegdiskutieren musst.

Ich verstehe schon was du meinst. Allerdings weiß ich nicht, trotz aller Belibheit, in wie fern dürften wir uns an die Ergebnissen von solchen ungeheuerlichen Studien bereichern.
Für diese Nazis, ist es wohl offensichtlich, das Ziel rechtfertigt das Medium. Aber heutzutage sollten wir etwas daraus gelernt haben, oder?

Und ja, die Experimente in den KZs und sonstigen Stellen
wurden ja nicht nur gemacht, weil man Spass daran hatte,
Menschen zu quälen, sondern weil man sich da wirklich
Erkenntnisse draus erhoffte.

s.o.

Also, nochmals vielen Dank und einen schönen Gruß,
Helena

Hallo,
es gibt Hinweise (ob seriös - stelle ich mal dahin) daß D die Atombombe 1945 schon hatte (Jonastal), zumindest die schmutzige Variante.
http://de.wikinews.org/wiki/Deutsche_Atombombe:_Zwei…
http://www.tu-harburg.de/b/hapke/atombomb.html
http://www.geschichte.aero/geschichte/militaerische_…
http://de.wikipedia.org/wiki/Bachem_Ba_349
http://www.schatzsucher.de/Foren/archive/index.php?t…

Allgemein kann man sagen, daß D 1945 dem Rest der Welt wissenschaftlich/ technologisch wohl 10-15 Jahre voraus war.
Walther, Natter, Lenkwaffen, Raketentechnik, Marschflugkörper, Flugzeugtechnik usw. Daher auch Operation Paperclip. Und Japan wurde von den USA erst nach Erbeutung der dt. Atomunterlagen kriegsverbrecherisch mit 2 Atombomben genozidiert.
mfg O

1 „Gefällt mir“

Hallo, Helena

lies mal das:

Operation Artischocke
http://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Artischocke
->
MKULTRA
http://de.wikipedia.org/wiki/MKULTRA

Gruß
karin