Huhu,
Es ist schon erstaunlich wie sehr Du meine eigentliche Frage
umschiffst.
Nochmal: Ist für Dich der aktuelle Zustand z.B. in Deutschland
ein Optimum, das
Ziel Deiner Träume oder nicht. Es geht hier doch letztlich
darum welche Visionen
unterschiedliche Menschen von dem Staat haben in dem sie leben
wollen.
Diese Frage hattest du gestellt? Muss ich übersehen haben. Natürlich ist dieses Land für mich nicht das Ziel meiner Träume, da ich die hohen Abgaben als ungerecht empfinde. Ich bevorzuge ein System, wo ich mehr Nettogehalt für meine Leistung erhalte und mehr über mein Leben bestimmen darf. So wird mir z.B. verweigert, dass ich aus der gesetzlichen Rentenversicherung austreten kann.
Eben! Das waren keine sozialistischen Länder sondern
Diktaturen. Ebenso könntest
Komisch. Eigentlich sind sich die meisten einig, dass dies sozialistische Länder waren.
wie wirklich sozialistisch. Sie war eben eine piefige, kleine
Spießerdiktatur.
Die DDR wurde aber vom Sozialismus geprägt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Demokratische_…
„…und dem damit einhergehenden Ende des Sozialismus in der DDR…“
Ich erwähnte es bereits. konfrontiert man die Sozialisten mit dem Realsozialismus, wird alles abgestritten und behauptet, dass das gar kein Sozialismus sei. Wahrscheinlich bevorzugen die Sozialisten eine dynamische Definition.
basiert. Was ist so verkehrt sich in diese Richtung entwickeln
zu wollen.
Du musst den Menschen diesen Weg diktieren. Du plädierst die ganze Zeit dafür, dass sich der Sozialismus die Menschen aussuchen muss. Reale Menschen verhalten sich eben anders.
Nein, verdammt. Mit Einsicht! Mit dem Erkennen der
offensichtlichen Tatsache,
daß es so wie jetzt nicht weitergehen kann.
Es gibt aber Menschen, die sind anderer Meinung und lassen sich nicht überzeugen. Was machst du mit denen?
Das tue ich gar nicht. Nur ständig Wikipedia als einzige
Quelle zu zitieren
zeugt von einer gewissen Einseitigkeit der
Informationsbeschaffung.
Man könnte dir hunderte Bücher über den Sozialismus präsentieren, die alle zum gleichen Schluss kommen. Du würdest das genauso leugnen.
Stelle dir selber die Frage, warum es bis heute keinen funktionierenden sozialistischen Staat gibt.
Doch, nicht de jure aber de facto.
Die soziale Selektivtät unseres Systems wurde beginnend mit
PISA in so ziemlich
jeder Studie bestätigt.
Das hat aber nichts damit zu tun, dass jemanden etwas verwehrt wird.
Häh? Meine Antwort wäre das konservative Beharren auf ein
undurchlässiges
dreigliedriges Schulsystem und der Festlegung auf einen
Schultypen bereits nach
4 Jahren.
Das alles ist nach deiner Ansicht Staatsangelegenheit und hat nichts mit einem Wirtschaftssystem zu tun.
Natürlich nicht! Es bedeutet, daß der Staat das Potential der
Kinder aus
bildungsfernen Schichten brachliegen lässt. Aber dies ist ein
anderes Thema.
Was soll denn der Staat machen? Dazu müsste man erst einmal sondieren, was denn an Potenzial vorhanden ist. Und hier siehst du auch deine Argumentation. Der Staat muss… Der Staat hat… Der Staat sollte. Warum muss der Staat alles machen? Das war auch in der DDR so. Da kam die Arbeit zum Arbeiter.
Das aktuelle System macht aber für immer weniger Menschen
Sinn.
Weil sie nicht daran teilhaben. Wäre es denn gerecht, wenn ein Arbeitsloser sich Yachten und Weltreisen kaufen könnte? Wer bezahlt das denn? Wenn ich plane, ein neues Auto zu kaufen, dann rufe ich nicht bei Frau Merkel an, sondern versuche durch Fleiß mir diesen Wunsch zu erfüllen. Aber ich werde wohl nicht in der Lage sein, mir ein Privatflugzeug leisten zu können. Und das sehe ich nicht als Nachteil an.
Ich sagte bereits, daß es Staaten gelingt mit einem an
Gehirnwäsche grenzenden
Patriotismus die Massen so zu erziehen, daß sie die Schnauze
halten.
Das hat nichts mit Gehirnwäsche zu tun, sondern damit, dass es manche als beschämend ansehen, anderen zur last zu fallen. In Deutschland sehen das viele nicht so, einige aber doch.
Natürlich gibt es überflüssige Menschen.
Was heißt das jetzt? Das Menschen die keine Arbeit finden
unnütz sind, oder was.
Für das Unternehmen sind sie nicht von Nutzen. Wenn keiner diese Arbeitskraft benötigt, wie nennt man das wohl? ABM?
Tickst Du tatsächlich so, daß Du den Wert eines Menschen über
seine Leistung am
Arbeitsmarkt definierst?
Ein Beispiel: Welchen Wert hat ein nationalistisch veranlagter arbeitsloser Mensch für die Gesellschaft? Welchen Wert hat ein Serienmörder? Welchen Wert hat ein Chirurg für ein Unternehmen, das Möbel herstellt.
Harter Tobak, Alter. Ich leite in meinem Berufsleben
internationale
Multimillionen-Projekte. Und das mit ziemlichen Erfolg. Und
Schwer vorzustellen. Dann müsstest du ja dafür einstehen, alle Arbeitssuchenden zu beschäftigen, da sie ja nicht wertlos oder unnütz für euch sind.
gerade weil ich sehe
wie es auf der Welt zugeht und wie die Menschen in den
„entwickelten“ Länder
ticken, gerade aus diesem Grund finde ich das System zum
Komischerweise stellst du sich dann so hin, dass diese Menschen alle falsch liegen. Du stellst dich gegen die Natur des Menschen und leugnest diese sogar.
Warum sind es dann gerade die Unternehmer die stets ihre
Verantwortung betonen?
Du musst zuhören, wem sie Verantwortung gegenüber haben.
Doch! Glaubst Du ernsthaft, daß ein 50jähriger Schlosser oder
Laborant noch
einen Job bekommt? Dann schaue Dir mal die Statistiken zu den
Wenn er nicht unnütz ist, dann kann er das leicht erreichen. nach deinen Worten ist er ja für niemanden unnütz. Ist es besser zu warten, bis die Arbeit kommt?
des Sozialismus von blauäugigen Phantasten. Nur kann es
unmöglich Staatsziel
sein Massenarbeitslosigkeit zu erzeugen. Und die haben wir
Es kann nicht Staatsziel sein, für Beschäftigung zu sorgen, denn das würde bedeuten, dass man wie in der DDR an einen Arbeitsplatz zwei Leute stellt, wo nur einer beschäftigt werden muss.
Eine gesunde Arbeitslosigkeit liegt bei 3-5% und die gibt es tatsächlich in einigen Gegenden von Deutschland. Vollbeschäftigung ist ein unmöglicher und unsinniger Traum.
seit beinahe 20
Jahren. Offensichtlich läuft doch irgendwas vollkommen falsch.
Daran ist der Staat nicht Schuld. Wenn es keinen Wind gibt, rudere.
Wieder nur in der Theorie. Praktisch hat ein 50jähriger nicht
einfach die
Möglichkeit in die Schweiz oder nach Norwegen zu gehen. Die
Niemand hindert ihn daran.
bürokratischen
Hürden in einem Fall und die sprachlichen im anderen machen es
ihm unmöglich.
Ach und das kann der Staat beheben. Sorry, da rollen sich einem die Fußnägel auf. Wie wäre es denn, wenn man endlich mal den Arsch hebt und etwas tut? Niemand verweigert ihm eine Weiterbildung, niemand verweigert ihm eine Sprachbildung.
Du hast noch nie mit einem Menschen zu tu gehabt, der nach
seinem Schulabschluß
150 Bewerbungen geschrieben hat und 150 Absagen kassiert hat.
Ich habe es mit Menschen zu tun gehabt, die laufen saumäßige, grammatikalisch vollkommen falsche und von Rechtschreibfehlern strotzenden Bewerbungen losgeschickt haben. Alle gatten gemeinsam, dass sie Werbung feindlich gegenüberstanden und darauf beharrten, dass das Unternehmen sie so einstellen sollte, wie sie sind. Das sind Personen, die unfähig sin, eigene Bewerbungen zu schreiben und aus ihren Fehlern zu lernen und sich generell weigern, mit kapitalistisch eingenommenen Geld professionelle Hilfe zu suchen.
Ich hatte den Link schon mal vorgeschlagen, er steht auch in der FAQ drin:
http://jova-nova.de/
Wohin sie wollen. Wer hindert sie daran?
Das Geld. Die sozialen Bindungen. Auch wenn es für Dich schwer
zu begreifen ist:
Das Geld hindert sie daran, Geld zu verdienen? Von sozialen Bindungen ist noch keiner satt geworden.
Das wäre Deine Interpretation von Sozialismus. Staatliche
Ich habe keine Interpretation vom Sozialismus. ich gehe so darauf ein, wie er definiert ist und hinterfrage das.
Das ist totaler Quatsch. Der Gleichheitsgrundsatz des
Sozialismus bezieht sich
zunächst einmal auf die Abschaffung der Privilegien und der
Statussymbole der
Upper-Class. Langfristig strebt er eine ökonomische Gleichheit
an, daß ist
Was sind den Statussymbole? Die stören doch niemanden.
Abgaben zu entrichten? Das würde zur vollständigen Explosion
der Lohnnebenkosten
führen und die Wirtschaft in Deutschland zugrunde richten.
Wo siehst du eine Widerspruch zum kapitalistischen System? Das existiert sogar in weniger sozialen Marktwirtschaften.
Das glaub ich mal gar nicht. Wenn Du nicht in der Lage bist
interdisziplinär zu
denken und tatsächlich wirtschaftliche und soziale Fragen
Nochmals, du vermischt wirtschaftliche mit sozialen Aspekten.
Aha! Aber warum privatisieren wir die Sicherheitsdienste dann
nicht einfach? Der
Tun wir doch, Noch nie was von Wach- und Schließgesellschaften gehört?
Bußgeldkatalog wird so angepaßt, daß sie kostendeckend
arbeiten können. Warum
Du vermischt gesellschaftliche, also soziale Themen mit wirtschaftlichen. Man könnte auch die Frage stellen, warum in den Firmen als Pförtner keine Beamten arbeiten.
ist das keine Option für Dich? Oder anders herum: Warum soll
Sicherheit
staatliche Aufgabe sein und ÖPNV private? Wo ziehst Du die
Grenzen? Letztlich
willkürlich, oder etwas nicht?
Weil das eine soziale Aspekte sind, das andere wirtschaftliche.
fest. Kein privates Kapital. Alles staatlich.
Stimmt. Das erklärt auch die Wirtschftlichkeit:
„Subvention für Betrieb, Substanzerhaltung und Bauinvestitionen (2007–2010): 5,88 Milliarden Franken“
Um das ganze mal abzuschließen, würde ich einfach mal folgende
Punkte geklärt haben:
- Wie soll de Sozialismus aussehen
Warum fragst Du mich das? Ich sagte bereits mehrmals, daß ich
keinen Sozialismus
wünsche.
Du argumentierst immer, als wüsstest du es, wie der Sozialismus aussehen könnte. Du leugnest den Realsozialismus. Also musst du eine eigene Definition dafür haben.
- Was passiert mit den Menschen, die diese Wirtschaftsform
nicht akzeptieren
Die können doch gehen. Sie sind frei sich Länder mit
Wirtschaftsformen zu suchen
die ihnen entsprechen. Genau wie von Dir für die arbeitslosen
Arbeiter
gefordert.
Das Land würde intellektuell ausbluten. Wer macht dann die Arbeit? Ein Unternehmer schaut auf dem globalen Markt und holt sich die Leute mit ungerecht empfundenen bezahltem Geld. Der Staat tut sich da sehr schwer.
- Wie kann sich ein mensch im Sozialismus frei entfalten
Das ist ganz einfach. Ich empfehle Dir wirklich Bakunin als
Quelle, da steht
alles drin.
Aus der Lügenquelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Bakunin#Kritik_an_Bakunin
„Dennoch sah er in der Gewalt das einzige Mittel zur sozialen Revolution…“
- Wie kann ein Mensch im Sozialismus sich Luxusgpüter, z.B.
eine Yacht, leisten?
Gar nicht, und das finde ich keineswegs schade.
Das würde aber nicht die Bedürfnisse aller Menschen befriedigen. Es liegt in der Natur des Menschen, sich von anderen abzuheben. Diese aufgezwungene Gleichschalterei/Gleichmacherei funktioniert nicht. Und es muss nicht bei diesen teuren Luxusgütern bleiben. Dann beschränkt man sich nämlich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner. Und überlege mal, was das bedeutet.