Hallo Roby,
wenn Du den Wert ohne Material meinst, dann ist das für ein
Industrieunternehmen eher die untere Grenze (abhängig vom
Produkt, der Fertigungstiefe usw.).Kennst du den Durchschnitt?
Wir rechnen so mit ca. 150.000 Euro / MA inkl. Material (Anteil ca. 50 - 60% am Umsatz), also ca. 75.000 Euro / MA ohne Material.
Ist es eigentlich so, dass je grösser das Unternehmen ist,
desto mehr der Mitarbeiter für die gleiche Arbeit bekommt?
Generell meine ich. Siehe z.B. DaimlerChrysler, wieso können
die besser bezahlen als alle anderen?
Ja, da grössere Firmen oftmals mehr Geld je MA zur Verfügung haben. Ein Grund dafür könnte auch im Automatisierungsgrad liegen. Wenn ich, bezogen auf den Umsatz nur einen geringeren Anteil MA habe, dann kann ich diese auch besser bezahlen.
Dann wird eine Firma den Mitarbeiter echt nur durchs
Pleitegehen los, oder garnicht? Jedenfalls nicht ohne
erheblichen Schaden.
Richtig, ausser man hat weniger als 5 Mitarbeiter im Betrieb.
Betriebsbedingt kann man doch viel erfinden.
Wie in einem Posting weiter oben geschrieben, wird der Grund überprüft (ähnlich wie beim Eigenbedarf einer vermieteten Immobilie).
Und klagen tun
doch die mit den Rechtschutzversicherungen, die können sich
das leisten. Und das sind nicht die meisten.
Nicht unbedingt, ich kenne auch solche ohne RS, die schon geklagt haben.
Bei der Teamarbeit tut man also gutes dran, sich dem Tempo der
Kollegen anzupassen?
Wäre empfehlenswert, da sonst die Teammitglieder sauer sind, wenn man langsamer arbeitet. Leider sind sie auch sauer, wenn man schneller arbeitet und somit auffällt, dass die anderen langsam sind (ist das übliche Problem bei motivierten Ferienjobbern, die aufgrund ihrer Motivation zeigen, wie man innerhalb kürzester Einlernzeit auf hohe Stückzahlen kommen kann).
Klingt nach einem Wachstum der Arbeitslosenzahlen…
Man merkts daran, dass die Anzahl der Beschäftigten im Handwerk rückläufig sind. Ursachen sind weniger MA / Betrieb und weniger Betriebe (schau Dir mal die Anzahl der Betriebsschliessungen an). Der Konkurrenzkampf zwischen den Betrieben wird weniger werden, da viele Betriebsinhaber mangels Nachfolger den Betrieb schliessen müssen. Allerdings wird die Konkurrenz durch die grossen Baumärkte bestehen bleiben und für die Mitarbeiter heisst es weniger potentielle AG.
Ausserdem ist den meisten Handwerkern ihre fachliche Arbeit
wichtiger als der „Papierkrieg“, mit dem viele nicht umgehen
können (wie auch, wenn sie’s nicht gelernt haben ?)Man sollte meinen diese sei auch „solider“
Nach meinem Ausflug ins Handwerk (siehe VIKA) bin ich von der fachlichen Ausführung vieler handwerklicher Arbeiten nicht mehr so überzeugt.
Wenn ich Dir neben einem PC mit Intel P4 / AMD Athlon XP einen
alten C64 hinstelle, dann ist die Entwicklungsleistung für den
Kunden sehr schnell greifbar.Fast schon erschreckend, moderne PCs können ja mehr als sie
sollen. Ist die Rechenleistung nicht mittlerweile überall
genug? dann vergleiche mal den P4 von jetzt mit dem P8 in ein
paar Jahren.
Nun, das Problem ist, dass die Softwareentwickler weniger Zeit mit der Ablaufoptimierung ihrer Programme verbringen, da Leistung schon vorhanden ist, wodurch die Leistung auch ausgeschöpft wird… Ausserdem werden die Anforderungen immer höher (Video-Clips usw.). Habe als Diplomarbeit selbst ein Programm zur Verwaltung mehrerer Paternoster-Lager geschrieben (Quellcode = 110 DIN A4 Seiten), das Programm sollte auf einem 8088er Rechner mit 640k RAM und 20MB Festplatte laufen. Habe 25% meiner Gesamtzeit (= 2 von 8 Wochen) damit verbracht, das Programm darauf lauffähig zu machen (habe zu Hause auf 486er mit 8MB RAM und 170MB-Platte programmiert).
Manchmal würde ich mir aber schon wünschen, dass die Entwickler beim MS & Co wieder mehr Wert auf Programmoptimierung (weniger Fehler, bessere Details, schnellerer Ablauf) legen würden, als auf irgendwelche XP-Gimmicks, die keiner braucht.
Nicht nur Risikofreude, sondern auch Handlungsfähigkeit /
Entscheidungsfähigkeit, sowie Durchsetzungsfähigkeit und
soziale Kompetenz.Also lieber probieren, auch wenns schiefgehen kann? Diese
Einstellung in etwa?
Also grundsätzlich ist jede Existenzgründung ein Risiko. Man sagt übrigens, dass 5 Jahre Berufserfahrung im Bereich der geplanten Existenzgründung für die fachliche Seite vollkommen ausreichen (Meister sind fachlich in der Praxis übrigens kaum besser), vielen Existenzgründern empfehle ich jedoch den Besuch eines kaufmännischen Kurses, da die betriebswirtschaftlichen Voraussetzungen oftmals katastrophal sind.
Grüsse
Sven

