Rest; …_ Otze Überreste vom Essen oder Trinken, Speisereste
… e Ötzje, e klee Ötzje ein bisschen, eine Winzigkeit
…
aber leider keinen Hinweis auf die Etymologie.
Ich weiß nicht, ob mein Fund im SCHMELLER was beiträgt:
Der kennt ein Verb „etzen“ (Bd. 1/1 Sp.180 f) und erklärt „Das letzte Gras der Wiesen, das nemlich, welches nach dem Grumet wächst, dient gewöhnlich, das Vieh darauf zu etzen“ (=weiden).
Spekulation: Dann könnte ja Etz/niederdt Ötz irgendeinen Rest bedeuten, der noch jemandem zugute kommen kann.
???
Schönen Gruß!
Hannes
P.Wehle („Sprechen Sie Wienerisch“) leitet ihn ab:
von althochdt. atzel = Bröcklein,
oder von mittelhochdt. älzelîn = Kleinigkeit, vierter Teil
eines Lots
Da war er mal wieder sehr kreativ, der Gaudibursch
Bei Köbler sucht man ein ahd. atzel ebenso vergeblich wie ein älzelîn in Wörterbüchern des Mittelhochdeutschen.
Bezeichnenderweise führt die Google-Suche nach beiden Begriffen ausschließlich zu dieser dubiosen Wehle-Behauptung.
Da erscheint mir ja diese Etymologie noch stichhaltiger
(Hier wird ein Zusammenhang zu „Alz“ (Lederstück) hergestellt - wie auch im OEWB zu „Alzerl“:
_Alzerl [Vkl. von Alz = Lederauflage auf den Schuhleisten, kleines Stück .)
In (Ober-)Bayern und Schwaben ist mir übrigens bisher kein Pendant für „Alzerl“/„Eizerl“/„Auzerl“/„Ötzje“ etc. begegnet.
danke für den Link - die Herleitung von uraszen bringt Licht ins Dunkel
Eine Verwandtschaft mit dem österreichischen „Alzerl“ (das ja auch allgemein für „bisschen“ gebraucht wird und nicht speziell für Essens- oder Getränkereste) besteht also offenbar tatsächlich nicht.
„Uaraßn“ ist auch in SchmellersBayerischem Wörterbuch zu finden:
Etwas Eßbares mißbrauchen, nur die besten Stückchen heraussuchen, auch ohne Hunger essen.
In der erweiterten/übertragenen Bedeutung verschwenden, verprassen existiert das Wort auch noch im Österreichischen.