'endlich' auch bei uns

hallo Diana,

…Das Phänomen der öffentlichen
Zurschaustellung von Gewalt wie in diesen Gameshows hat es in
den meisten, wenn nicht allen Gesellschaften gegeben. Es
liegt, wie Metapher schon dargelegt hat, an bestimmten
menschlichen Grundmustern, sich an Brutalität zu ergötzen.
Allein das Deckmäntelchen hat sich nur im Laufe der
Menschheitsgeschichte verändert.

Muss man das aber akzeptieren und gewähren lassen? Oder sollte man es bekämpfen? Auch an sich selbst?
Muss man Hobbes Recht geben (homo domini lupus)?
Oder hat Rousseau Recht (der Mensch ist von Natur aus gut)?
Ich bin Rousseaus´ Meinung. Der Mensch wird nicht als Wolf geboren. Er ist noch „neutral“. „Gut“ wäre schon wieder die falsche Behauptung. Was macht ein Kleinkind, wenn es schreckliche Ereignisse sieht? Es drückt seinen Kopf in Mamma´s Schoß und weint. Was macht der Erwachsene? Er bekomnmt große Augen und „erfreut“ sich am Anblick. Kann man aus diesem Unterschied herauslesen, dass der Mensch erst durch Erziehung zum Wolf wird?
Ich glaube schon.
Grüße
Raimund

…in welche Richtung die Reise gehen soll, darauf kann man
durchaus Einfluss nehmen.

Nicht nur „kann“, sondern „muss“!

hallo uschi

es ist mir schon aufgefallen dass du ständig auf die leute los gehst. du bist so scharf darauf den anderen ihre fehler vorzuhalten. ich kann da nicht verstehen.

servus
hansi

Doch was Neues
Hallo Metapher,
und auch Diana

Außerdem zerfielen fast alle Reiche von innen heraus. Außer
denen, die von außen zerfallen wurden - durch Eroberungszüge
von Nationen, die ausgeprägte Brot- & Spiele-Kultur hatten.

Ich glaub ihr irrt euch, wenn ihr „Brot & Spiele“ Szenarien und das"Ergötzen von Gewalt" wie beispielsweise als Zuschauer in der Arena etc. mit solchen Gameshows gleichsetzt.

Ich will hier auch mal aus meiner persönlichen Erfahrung berichten. Bei mir war es bislang nur die Teilnahme an „American Football“ und Fußball-Spielen. Insbesondere das letzte Ereignis dieser Art hab ich noch gut in Erinnerung (Werder Bremen - FC Parma, 4:1). Eingepfercht in einem Publikum, dass zu 80% aus Männer und da wiederum zu 99% aus Werder-Fans bestand in voll ausverkauftem Weserstadion wurde gejohlt, getobt, geflucht, aus vollem Hals geschrien, von den Bänken gesprungen etc. Nach dem Spiel fühlte ich mich wunderbar ausgepowert.

Ich denke, ähnliches geschieht mit Leuten, die sich zum Beispiel Boxkämpfe life anschauen, oder eben der besagte Zuschauer in der römischen Arena. Er geht im günstigsten Falls ausgepowert heim, hat Spannungen abgebaut ect. Dass dieses Auspowern nicht für jeden ausreicht, sieht man an immer wieder vorkommenden gewalttätigen Auseinandersetzungen nach Fußballspielen. Da hat zwar ein Auf- aber noch kein (ausreichendes ?) Entladen stattgefunden.

Bei Fernsehshows findet nun überhaupt kein Entladen statt. Wer sitzt schon schreiend, gröhlend, Gegenstände werfenden, auf und ab- springend vorm Fernseher ? (wohl die wenigsten). Durch das Fernsehen werden Leute „aufgeladen“ aber es bietet keine Möglichkeit der Entladung. DAS ist meiner Meinung nach ein ganz wichtiger Unterschied zwischen diesen Fernsehshows und Kämpfen in der Arena.

Das solche Mechanismen funktionieren sieht man auch immer wieder, wenn Truppen, Soldaten oder Mannschaften vor einem Ereignis „heiss“ gemacht werden. Hier wird diese Aufladung auf ein bestimmtes Ziel gerichtet Kanalisiert. Aber was ist mit dem Fernsehzuschauer ? Wo „entläd“ der sich ?

Gruss
Marion

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Danke
Hallo Raimund,

mit dieser Antwort bestätigst du meine Einschätzung.

Gruß
Uschi

PS: Schau doch mal nach, was „Flagellantismus“ eigentlich bedeutet.

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Hallo Diana,

Ohne Kontext nicht, völlig richtig, mein Fehler, ich habe
gedanklich einen Schritt übersprungen: Ich hatte es als zwei
Extreme dargestellt, weil Kant mit seinem Diktum sicher nicht
das Prinzip des Alten Testaments zum KI erheben wollte :wink:

Wieso bist du dir da so sicher ? *schmunzel* Aber nun gut, das ist vermutlich eine andere Diskussion.

Zumindest sind Fernsehshows ein Indikator für Art der
jeweiligen Zivilisation. Sie spiegeln einen gewissen
Mainstream wieder, der sich durchaus auch im Alltagsleben
zeigt. Ich behaupte mal, wenn das literarische Quartett
soviele Zuschauer hätte, wie dies Gameshows, sähe auch unsere
Gesellschaft anders aus.

Was für ein Ideal soll das widerspiegeln?

Keines, ich sagte nur anders. Ich sagte nicht „besser“ oder „schlechter“.

Eine Gesellschaft,

die mehr liest etc. ist weniger gewaltbereit?!?

Prinzipiell würde ich das nicht behaupten. Nur die Form der Gewalt kann anders sein. Eine Gesellschaft, wo Lesen und intellektuelle Fähigkeiten einen hohen Stellenwert haben, kann zum Beispiel sehr viel psychische Gewalt auf Leute ausgeübt werden, die weniger „intellektuell“ sind. Dennoch würde diese Gesellschaft ein ganz anderes Erscheinungsbild haben, als eine Gesellschaft, in der das Faustrecht regiert.

Ich würde mal sagen, auf jeden Fall ein Niedergang an
Fähigkeiten. In der Entwicklung von Zivilisation baut
normalerweise eins auf das andere auf. Fähigkeiten gehen nicht
verloren, sondern werden weiterentwickelt. Hier gibt es schon
den ersten Bruch in unserer Zeit. Viele handwerkliche Arbeiten
wären zum Beispiel heutzutage gar nicht mehr ausführbar, weil
es niemanden mehr gibt, der sie beherrscht. Insgesamt
betrachtet ist der Mensch ein Wesen mit vielen Fähigkeiten und
Anlagen. Diese zu fördern sollte das Ansinnen einer
Zivilisation sein, um sich weiterzuentwickeln.

Sprechen wir von den Folgen der Verrohung oder den Folgen der
fortschreitenden Technisierung? Oder bedingt eins das andere?

Es geht nicht um fortschreitende Technisierung an sich sondern um z.B. Gleichmacherei durch technologische Standardisierung. Handwerksstücke waren immer auch Unikat. Massenproduktion hingegen nicht. Je größer der Einfluß von Gleichmacherei in einer Gesellschaft, desto stärker wächst der Druck auf „Randgruppen“. In diesem Zusammenhang meine ich mit Massenproduktion auch durchaus die Medien. Globalisierung führt eben nicht „nur“ zu größeren Horizonten, sondern auch dazu, dass von Chicago bis Katmandu die gleichen Jeansmarken getragen werden.

Wenn solche Gameshows ein Spiegel der Verrohung unserer
Zivilisation sind, dann kann es nur bedeuten, dass Gewalt als
Mittel der Durchsetzung wieder gesellschaftsfähig wird. Also
Pech für die kleinen Dünnen mit viel Grips.

Du unterschätzt die Schreibtischtäter, Marion :wink: Wer ist
gefährlicher, der türkische Häuser anzündende Neonazi oder der
rechtsradikale Intellektuelle, der das passende
Theoriengebäude entwirft? Wie sagte mal einer dieser Herren
seinerzeit in einem Gespräch? „Diese Ausschreitungen waren zu
diesem Zeitpunkt höchst unpassend. Sie haben unserer Sache nur
geschadet.“

Ich versteh schon deinen Punkt, aber ich meinte was anderes. Wenn du auf offener Straße von drei Männern vergewaltigt wirst, und die Leute stehen drum herum und johlen, weil sie sich wie das Publikum in einer Gameshow vorkommen, dann weisst du, unsere Gesellschaft hat sich verändert.

Nur hat Gewalt selten etwas aufgebaut, manchmal etwas
erhalten können, meistens nur zerstört.

Und wie definiert sich Gewalt? Allein in der Form von Krieg,
Brandschatzung und Totschlag?

Gewalt ist immer mit Ausübung von Macht verbunden, in welcher Form auch immer. In dem Moment, wo diese Macht nicht (mehr) einvernehmlich ausgeübt wird, wird sie zum Problem.

Nochmal zum Ausgangspunkt: Das Phänomen der öffentlichen
Zurschaustellung von Gewalt wie in diesen Gameshows hat es in
den meisten, wenn nicht allen Gesellschaften gegeben. Es
liegt, wie Metapher schon dargelegt hat, an bestimmten
menschlichen Grundmustern, sich an Brutalität zu ergötzen.
Allein das Deckmäntelchen hat sich nur im Laufe der
Menschheitsgeschichte verändert.

Siehe meine Antwort oben an Metapher. Ich denke, hier irrt ihr beide. Dies kann man eben NICHT unbedingt miteinander vergleichen.

…in welche Richtung die Reise gehen soll, darauf kann man
durchaus Einfluss nehmen.

Unverbesserliche Idealistin :wink:

*lach* nein, das war einmal. Jedoch entwickelt sich nichts „von alleine“. Es gibt immer Faktoren, die zu einer Entwicklung beitragen, sei es nun in der eigenen Biographie, einer Beziehung oder auch der Entwicklung einer Gesellschaft. Der letzte große Einfluß waren hier IMHO der Computer und die Massenmedien. Der nächste wird die Biotechnologie sein. Und wir täten gut daran, beizeiten die Weichen zu stellen.

Gruss
Marion

PS: Schau doch mal nach, was „Flagellantismus“ eigentlich
bedeutet.

Dazu brauche ich kein Lexikon: Selbstgeißelung. Und das betreibst Du in einem Deiner Saätze. Das und nichts anderes war gemeint.
Denn für mich ist D im Gegensatz zu den USA immer noch ein Kulturland. Auch wenn es deutliche Zeichen des Abstiegs zeigt.
Grüße
Raimund

Erziehung
Hallo Raimund,

Der Mensch wird nicht als Wolf geboren.
Er ist noch „neutral“. „Gut“ wäre schon wieder die
falsche Behauptung. Was macht ein Kleinkind, wenn es
schreckliche Ereignisse sieht? Es drückt seinen Kopf in
Mamma´s Schoß und weint. Was macht der Erwachsene? Er bekomnmt
große Augen und „erfreut“ sich am Anblick. Kann man aus diesem
Unterschied herauslesen, dass der Mensch erst durch Erziehung
zum Wolf wird?

das hast Du sehr gut beobachtet und beschrieben.

Der Mensch beginnt bei Null.
Und je nach Einfluss seiner Umgebung entwickelt er sich in positiver oder negativer Richtung.

Deshalb halte ich solche Fernsehsendungen auch für schädlich.
Natürlich wird nicht jeder Zuschauer sofort zum Sadisten. Aber jener Anteil, der psychisch labil ist, wird sicher davon negativ beeinflusst.

Man kann es an den Kindern leicht beobachten. Die Schimpfwörter lernen sie am schnellsten ;-((

Um sich positiv enwickeln zu können, brauchen Kinder auch positive Vorbilder. Da sind wir Eltern gefordert. Bücher über positive Menschen sind auch hilfreich. Im FS gibt es in dieser Richtung leider wenig.

Gruss Harald

Was das ganze im Religionsbrett verloren hat, frag ich mich
allerdings schon. Es gäbe hier auch ein Brett „Kultur
allgemein“. Aber der Brettname klingt vielleicht zu
abschreckend. Wir haben Kultur, wir müssen das nicht
diskutieren. Wir zerreißen uns lieber das Maul über andere
barbarische Völker, nicht wahr?

Vielleicht, weil das Brett hier AUCH Ethik heißt…und dafür finde ich das Thema sogar außerordentlich passend.

Raimunds Posting war sicher ein wenig locker und salopp formuliert, aber das Kernthema…welche ethische Grenzen kann man dem Fernsehen abverlangen und wie sich die Moral einer ganzen Gesellschaft in solchen Sendungen widerspiegelt, ist durchaus bedenkenswert.

Gruß Heike

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Weisst Du, dafür könnte man ohne Probleme ebensogut auch alle
anderen Länder der Erde anführen.

Kann man sicher…aber zur Zeit ist nun mal ziemlich offensichtlich Amerika das Land aus dem so gut wie jeder ‚Zeitgeist‘ nach Deutschland schwappt. Was dort passiert ist ein Zeiger für unsere künftige Entwicklung (ohne den Amis die ‚Schuld‘ geben zu wollen!!!). Einen Vorteil hat das natürlich…wir könnten mancher Entwicklung rechtzeitig entgegenwirken.

Waren es nicht „Die Prinzen“ die mit Ihrem Lied „Deutschland“
unsere Moral und Scheinheiligkeit beim Namen nannten?
Sollte man sich mal anhören, denn SO sind wir Deutschen! Wir,
die mit dem Finger auf andere Länder/Menschen zeigen.

Ich glaube kaum, daß Krumbiegel und Co. einen Widerspruch zwischen ihrem Lied und Raimunds Posting sehen würden :wink:) und gerade sie nehmen ja mit lockeren respektlosen Provokationen kein Blatt vor den Mund. Trotzdem würde sie keiner wegen Diskriminierung von Gabi und Klaus denunzieren :wink:).

Gruß Maid

Hallo Harald,
genau das meine ich: wir sind gefordert (und verpflichtet) den Nachkommenden die Welt möglichst friedlich und zukunftsträchtig zu gestalten. Dazu gehört nun mal Erziehung. Dieses Wort Erziehung hat rein gar nichts mit Rohrstock und Meinungsmanipulation zu tun. Auch nicht mit Zensur.Es ist Vorleben, an sich selbst arbeiten und die Aufgaben der Medien richtig zu gestalten. Diese Gameshows wären ein hervorragendes Instrument dazu… wenn sie nicht genau in die falsche Richtung lenken würden. Warum muss ein Spiel immer gegeneinander sein? Kann so etwas nicht auch spannend gestaltet werden, wenn der rote Faden ein Miteinander bedeutet? Mein Beispiel weiter oben (Insel): könnte es nicht ein Konkurrenzspiel sein, nach dem Muster: 2-3 Gruppen auf einer Insel. Diejenigen, die am besten harmonieren gewinnen. Wie wäre es in der Realität? Genau das gleiche: alleine und gegeneinander wäre so eine Gruppe dem Untergang geweiht. Hilft einer dem anderen, handeln alle wie ein Körper, dann sind die Überlebenschancen gut.
Shows nach diesem Strickmuster wären bestimmt sehr interessant und zugleich erziehend zum positiven. Im Berufsleben werden ausdrücklich teamfähige Arbeitnehmer gesucht. Im Fernsehen wird zum krassem Gegenteil erzogen.
Grüße
Raimund

Wenn es Dir lieber ist, dann behaupte ich: die US-Bürger sind
das reinste und beste was es auf der Welt gibt. Es sind
Vorbilder in allem: Kultur, Denkweise, Tolleranz, …

hallo raimund!

es ist auch eine form der toleranz, den allgemeinen perversen schwachsinn zuzulassen, denn die kandidaten gehen freiwillig auf diesen stuhl. ich habe auch von diesen shows gehört. dann gibt es da noch diese talkshows mit themen wie „meine frau schläft mit dem hund“, und die scheidungsshow und big brother…

aber zum glück hat gott den abschaltknopf geschaffen!

liebe grüße und
lehitraot :smile:

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da müssen schon die Aufnahmen ganz ungewöhnlich
grausam sein: ein Auge, das mit einer Rasierklinge
zerschnitten wird (Nahaufnahme), ein Gesicht, das vor der
Kamera so lange zerschlagen wird, bis nur noch eine rohe
Fleischmasse übrig ist…

na und das ist alles hollywood-ketchup-blut! wozu da aufregen?? solche dinge werden auch in real life GETAN, darüber sollte man sich aufregen. wenn du schon auf die usa schimpfst, dann schau dir einmal den afghanischen strafvollzug an. dagegen ist ein splatterfilm ja harmlos.

oder den israelischen…:smile:)) o.w.T.
.

hallo lehitraot,
das ist doch das Problem, dass es zu viele Menschen gibt, deren Hirn nicht mehr richtig funktioniert. Die sich an solchen Sachen aufgeilen, die sogar aktiv daran teilnehmen. Es gibt nichts, was der Mensch nicht machen würde… und wäre es die perverseste Abartigkeit. Gerade die ist interessant.
Das Problem ist nicht der Abschaltknopf. Das Problem ist die immer abartigert werdende Gesellschaft. Die die Hemmschwelle der Gewalt immer weiter absinkern läßt.
Um es auf die Spitze zu treiben: Computerspiele sind eine Vorstufe der Massenvernichtung. Beweise? OK. Solange Du Deinem Gegenüber ins Gesicht sehen kannst, ist es für die meisten Menschen ein unüberwindliches Problem, den zu töten. Doch das bewusste Knöpfchen zu drücken, um Millionen auf einen Schlag zu vernichten, ist wesentlich einfacher. Um aber diese Hemmschwelle noch weiter zu senken, dafür trainiert so ein Programm ganz hervorragend. Es ist ja nur ein Copmuterspiel. So wie damals im Irak-Krieg, als die Amis ganz stolz die Wirkung einer Lasergesteuerten Bombe zeigten, die einen Bunker sprengte. Dass in diesem Bunker gar keine Soldaten waren, sondern nur Frauen, Kinder und Alte, das war nebensächlich. Stell Dir aber vor, dieser Bombenwerfer hätte in den Bunker gehen müssen und jeden einzelnen mit dem Messer abstechen sollen…
Grüße
Raimund

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den was? strafvollzug? ist relativ normal. zumindest weniger arg als im EU-beitrittskandidaten türkei.

Die die Hemmschwelle
der Gewalt immer weiter absinkern läßt.

das klingt für mich wie ein zukunftspessimistisches weltbild. ich glaube gar nicht, daß die menschheit immer brutaler und bösartiger wird. bis auf einige derbe ausrutscher hat sich die ethische lage eher verbessert, wenn man zb. bedenkt wie vor 3000 jahren noch kriege geführt worden sind. heute sind völkermord, massenvergewaltigungen und greueltaten zumindest als verbrechen anerkannt, auch wenn sie nach wie vor getan werden.

Um es auf die Spitze zu treiben: Computerspiele sind eine
Vorstufe der Massenvernichtung.

hmm dann müßte ich moorhuhn aufhören zu spielen, sonst werde ich noch zum jäger :wink:

nein ehrlich gesagt glaube ich das gar nicht. beweis? die rohesten verbrechen, greueltaten, attentate usw. werden von leuten durchgeführt, die nichtmal einen computer bedienen können.

außerdem gab es immer derartige spiele. denke an schach - krieg vom feinsten!

Stell Dir aber vor, dieser Bombenwerfer hätte in den Bunker
gehen müssen und jeden einzelnen mit dem Messer abstechen
sollen…

aber diese greueltaten werden trotzdem immer wieder getan, weil der mensch eben eine bestie ist. das glaube ich einfach: in jedem von uns steckt ein monster. es braucht nur das passende legitimierende system um aus jedem einen mörder zu machen. das wird sich nie ändern.

schönen gruß und
lehitraot.

ps: gestern hat sich eine 20jährige studentin in jerusalem in die luft gesprengt. SOWAS regt mich auf, nicht computerspiele. was sind da für monster hinter diesem system, die jetzt schon frauen in den tod treiben, als lebende bomben?? und was machen die fetten politiker? reden schwingen.

hallo Lehitraot,

…heute sind
völkermord, … und greueltaten zumindest
als verbrechen anerkannt, auch wenn sie nach wie vor getan
werden.

So wie in bekannten Staaten??? (Zaunpfahl:smile:))

Um es auf die Spitze zu treiben: Computerspiele sind eine
Vorstufe der Massenvernichtung.

hmm dann müßte ich moorhuhn aufhören zu spielen, sonst werde
ich noch zum jäger :wink:

nein ehrlich gesagt glaube ich das gar nicht. beweis? die
rohesten verbrechen, greueltaten, attentate usw. werden von
leuten durchgeführt, die nicht mal einen computer bedienen
können.

Die These stammt nicht von mir. Ich finde sie nur logisch.

außerdem gab es immer derartige spiele. denke an schach -
krieg vom feinsten!

Na, ja, also Schach mit einem „Doom“ zu vergleichen??? Oder Falkenstein? :smile:)

Stell Dir aber vor, dieser Bombenwerfer hätte in den Bunker
gehen müssen und jeden einzelnen mit dem Messer abstechen
sollen…

aber diese greueltaten werden trotzdem immer wieder getan,
weil der mensch eben eine bestie ist.

Nein, er ist keine Bestie: er wird dazu gemacht. Sieh Dir die US-Marines an. Früher (bevor sie marines wurden) waren sie ganz normale Bürger. Was sind sie jetzt? Schlächter, denen es ganz leicht fällt, dem gegner die Kehle durchzuschneiden.

das glaube ich einfach:
in jedem von uns steckt ein monster. es braucht nur das
passende legitimierende system um aus jedem einen mörder zu
machen. das wird sich nie ändern.

Wie gesagt: der mensch wird dazu gemacht.

schönen gruß und
lehitraot.

ps: gestern hat sich eine 20jährige studentin in jerusalem in
die luft gesprengt. SOWAS regt mich auf, nicht computerspiele.
was sind da für monster hinter diesem system, die jetzt schon
frauen in den tod treiben,

wo ist der Unterschied zwischen Frauen und Männern? Tut die Bombe bei Frauen weniger weh?

als lebende bomben?? und was machen
die fetten politiker? reden schwingen.

Auf beiden Seiten! Du must bedenken, ein Genertal ist zu wertvoll um geopfert zu werden.
Übrigends habe ich bei dem Attentat an Dich gedacht. Und war (unlogisch, ich weiß) froh, dass es in Jerusalem war und nicht bei Dir. Es ist immer ein Tiefschlag, wenn es Verwandte, Bekannte oder Freunde trifft. Fremde sind Zahlen, Freunde Gesichter.
Pass´ mir auf, Du hast eine Verantwortung Deinen Eltern gegenüber! Nicht schrecklicheres, als das eigene kind zu Grabe zu tragen!
Shalom und Salam (vielleicht mal der Gruß in einem zukünftigem Staat?)
Raimund

hallo Lehitraot,
na, da habe ich so manche Feinheiten gehört! Gefangene in glühender israelischer Hitze ohne Wasser braten zu lassen. Ohne Schatten, versteht sich! Da wird die Zunge schnell dick wie ein Fußball. Da kocht das Gehirn!
Aber Du hast Recht: der Zustand in der Türkei ist eine Katastrophe.
Grüße
Raimund

hallo raimund!

So wie in bekannten Staaten??? (Zaunpfahl:smile:))

in vielen teilen der welt. dazu braucht man nicht extra mit dem finger auf gewisse länder zu zeigen.

Na, ja, also Schach mit einem „Doom“ zu vergleichen??? Oder
Falkenstein? :smile:)

du meinst wolfenstein, oder? das zensiert wurde, weil man hakenkreuze sieht, obwohl in diesem stupiden spiel mit schlechter grafik die nazis die feinde sind… naja, die jungen doomspieler, die ich kenne, wissen genau zwischen realität und pixeln zu unterscheiden. kann mir nicht vorstellen, daß einer wegen so einem spiel zum mörder wird. ebenso beim fernsehen. extrem geschmacklos finde ich eher sowas wie carmageddon, wo man fürs überfahren von fußgängern punkte kriegt. trotzdem - auch dieses spiel ist als schwarzer humor zu verstehen. auch ich spiel es sehr gerne, habe aber noch nie wen überfahren :smile:))

Nein, er ist keine Bestie: er wird dazu gemacht.

gehört ins psychologiebrett :smile: ich bin der meinung, daß aggression und der schaurige spaß an gespieltem horror, blut usw. etwas menschliches ist.

Sieh Dir die
US-Marines an. Früher (bevor sie marines wurden) waren sie
ganz normale Bürger. Was sind sie jetzt? Schlächter, denen es
ganz leicht fällt, dem gegner die Kehle durchzuschneiden.

soldaten eben. mit demselben argumenten kannst du aber auch „beweisen“, daß das bootcamp aus jungen menschen mörder macht. nunja klar wird der wille dort gebrochen, gleichschaltung, anbrüllen, sinnlose strafen, entmenschung, haare abrasieren (wie im gefängnis eben), plus gehirnwäsche, daß eine ehre ist für das land zu sterben etc etc etc… wissen wir ja eh alles. aber ein land braucht nunmal ein militär. und sensibelchen die über alles nachdenken sind nunmal schlechte soldaten… traurig aber realität.

wo ist der Unterschied zwischen Frauen und Männern? Tut die
Bombe bei Frauen weniger weh?

nein… bisher dachte ich immer, sowas machen nur männer, die auf die 72 jungfrauen scharf sind. durch weibliche selbstmordattentäter kriegt das eine neue qualität.

Shalom und Salam (vielleicht mal der Gruß in einem zukünftigem
Staat?)

ja dafür bete ich jeden tag, wirklich…

schone grüße und…
lehitraot :smile:

Bücher über
positive Menschen sind auch hilfreich. Im FS gibt es in dieser
Richtung leider wenig.

ich finde so realitätsferne kitschserien wie die waltons um einiges schädlicher als ein ordentlicher krimi. das meine ich ganz im ernst. denn das leben ist grausam, ungerecht und häßlich. durch solchen kitsch kriegen die kinder nur komplexe, weil sie nicht so moralisch perfekt wie john boy sind, und ihre familien keine insel der seligen sind, sondern die eltern sich vielleicht scheiden lassen haben.

provozierende grüße :smile:

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