Eure Armut kotzt mich an

Der rechnet so: Die Arbeit, die von 100 Leuten gemacht wird,
kann man auch von 200 Leuten machen lassen, wenn man die
Arbeitszeit halbiert. So falsch ist das ja nicht. Das Problem
ist die Lohnhöhe. Der sagt, die Unternehmen könnten das
zahlen, wenn sie nur wollten. Du sagst, sie wollen, können
aber nicht. :wink:

Hallo Rainer,

jetzt mal konkret: Es gibt das Unternehmen „Gummi Becker GmbH“. Man stellt Gummidichtungen her. Man hat 110 Beschäftigte (80 in der Produktion, 30 in der Verwaltung) und macht einen Jahresumsatz von € 20 Mio. Die Dichtungen werden überwiegend an heimische Baumärkte und Großhändler verkauft. Die Preise wurden von den Einkäufern (Kunden) im laufenden Geschäftsjahr weiter gesenkt. Im Jahre 2003 wird das Betriebsergebins knapp negativ sein. Die Geschäftsführung hat in Absprache mit dem Betriebsrat auf Entlassungen verzichtet. Für 2004 soll man Maßnahmen ergreifen, die einen Gewinn ermöglichen. Was schlägst du konkret vor? Würde der Gewinn größer, wenn man weniger arbeitet? Welche Auswirkungen hätte eine Arbeistzeitverkürzung für die Gummi Becker GmbH?

PS: Die Firma Gummi Becker gibt es nicht. Es soll ein Beispiel aus der Praxis sein. Ich sehe, dass es vielen Unternehmen derzeit so ergeht. Daher die Gummi Becker GmbH beispielhaft.

Gruss,
Klaus

Der rechnet so: Die Arbeit, die von 100 Leuten gemacht wird,
kann man auch von 200 Leuten machen lassen, wenn man die
Arbeitszeit halbiert. So falsch ist das ja nicht. Das Problem
ist die Lohnhöhe. Der sagt, die Unternehmen könnten das
zahlen, wenn sie nur wollten. Du sagst, sie wollen, können
aber nicht. :wink:

Hallo Rainer,

jetzt mal konkret: Es gibt das Unternehmen „Gummi Becker
GmbH“. Man stellt Gummidichtungen her. Man hat 110
Beschäftigte (80 in der Produktion, 30 in der Verwaltung) und
macht einen Jahresumsatz von € 20 Mio. Die Dichtungen werden
überwiegend an heimische Baumärkte und Großhändler verkauft.
Die Preise wurden von den Einkäufern (Kunden) im laufenden
Geschäftsjahr weiter gesenkt. Im Jahre 2003 wird das
Betriebsergebins knapp negativ sein. Die Geschäftsführung hat
in Absprache mit dem Betriebsrat auf Entlassungen verzichtet.
Für 2004 soll man Maßnahmen ergreifen, die einen Gewinn
ermöglichen. Was schlägst du konkret vor? Würde der Gewinn
größer, wenn man weniger arbeitet? Welche Auswirkungen hätte
eine Arbeistzeitverkürzung für die Gummi Becker GmbH?

PS: Die Firma Gummi Becker gibt es nicht. Es soll ein Beispiel
aus der Praxis sein. Ich sehe, dass es vielen Unternehmen
derzeit so ergeht. Daher die Gummi Becker GmbH beispielhaft.

Hallo Klaus,
ich habe Dich schon richtig verstanden. Sieh noch mal oben nach, da steht DER RECHNET SO… Ich hab ja nicht gesagt, daß er Recht hat. :wink:
Daß viele Unternehmen kaum oder keinen Gewinn machen und auf bessere Zeiten hoffen ist schon klar und Du hast es auch schon erwähnt.

Ich komme diesmal auch mit keinem ‚aber‘. :wink:

cu Rainer

Hallo

  1. Dieser Personenkreis wird auch nicht nennenswert mehr Geld
    ausgeben, wenn es denn da wäre. An 100 Euro mehr oder weniger
    im Monat für Lebensmittel krankt unsere Wirtschaft nicht,
    sondern daran, daß sich „keiner“ mehr Klamotten, Möbel,
    Kühlschranke, Autos oder Häuser kauft.

Na ja, diese Leute handeln doch richtig.
In einer Zeit, wo Arbeitslosigkeit JEDEN treffen kann und ausserdem die staatliche Absicherung abgesenkt wird, müssen die Leute selbst vorsorgen, sprich Geld auf die hohe Kante legen.
Das steht dann halt für Konsum nicht mehr zur Verfügung, logisch.

Ratz

Hallo,

  1. Dieser Personenkreis wird auch nicht nennenswert mehr Geld
    ausgeben, wenn es denn da wäre. An 100 Euro mehr oder weniger
    im Monat für Lebensmittel krankt unsere Wirtschaft nicht,
    sondern daran, daß sich „keiner“ mehr Klamotten, Möbel,
    Kühlschranke, Autos oder Häuser kauft.

Na ja, diese Leute handeln doch richtig.
In einer Zeit, wo Arbeitslosigkeit JEDEN treffen kann und
ausserdem die staatliche Absicherung abgesenkt wird, müssen
die Leute selbst vorsorgen, sprich Geld auf die hohe Kante
legen.
Das steht dann halt für Konsum nicht mehr zur Verfügung,
logisch.

ich habe das weder bestritten noch kritisiert. Das war lediglich die wertungsfreie Charakterisierung eines Verhaltens, das Grund für die derzeitige Konjunkturverfassung ist.

Gruß,
Christian

Hallo Christian,

Nur weil bei Dir am
Monatsende kein Geld mehr in der Kasse ist, heißt das nicht
daß der Arbeitgeber bei sich ähnliche Preisentwicklungen
feststellt, wie Du bei Dir.

Das kann ich bestätigen.

Nur die Zahlen ändern sich. Steigen die Löhne nicht mit, ist
das praktisch eine Lohnkürzung.

Zugegeben, aber er kann nichts dafür. Du schreibst ja auch
nicht die Stadtwerke an, daß Du weniger für Strom bezahlen
willst, weil die Milch teurer geworden ist. Zwischen Deinem
Gehalt und Deinen Ausgaben gibt es keinen Zusammenhang, außer
daß langfristig das Gehalt für die Ausgaben reichen sollte.
:wink:

Ich arbeite daran. :wink: Bis zur Rente sollte mein Haus bezahlt sein.

Daß Du mehr Geld bekommst, wenn die Preise steigen, ist
zwar wünschenswert aber kein Automatismus und Du hast
dahingehend keinerlei Anspruch, weder rechtlich noch
moralisch.

Anders formuliert: Den letzten beißen die Hunde.

Deshalb ja die Gewerkschaften, sonst würden die Hunde zu heftig zubeißen. :wink:

Nein, die Zahl der Köpfe kann eben nicht reduziert werden.
Höchstens mal wieder durch einen Krieg.

Ich denke, Du hast verstanden, was ich meine.

Klar, entschuldige den Scherz, ich konnte da einfach nicht anders. :wink:

Problematischer sind die Leute, die schon alles haben, deren
Einkommen steigt und die mit dem Geld nichts besseres
anzufangen wissen, als es zu parken. Da gäbe es bessere
Verwendung.

„Parken“ kann vielerlei bedeuten, z.B. Altersvorsorge. Wer
soll sich anmaßen zu beurteilen, wofür man Geld, Wertpapiere
usw. halten darf? Aber eine Vermögensteuerdebatte führe ich
nicht noch mal.

Nein, mußt Du auch nicht.

Der Mann hat nichts begriffen und ignoriert, daß weder die 38,
noch die 37,5 noch die 35 Stunden-Woche irgendeinen
Arbeitsplatz geschaffen hat.

Der rechnet so: Die Arbeit, die von 100 Leuten gemacht wird,
kann man auch von 200 Leuten machen lassen, wenn man die
Arbeitszeit halbiert. So falsch ist das ja nicht.

Tja, dann finde mal 200 Leute, die bereit sind, für ein halbes
Gehalt zu arbeiten.

… oder das können. Das würde teilweise nicht für die Miete reichen.

Aber um noch mal auf die 35 Stunden-Woche
zurürkzukommen: Ein Betrieb beschäftigt 20 Mitarbeiter, von
denen jeweils 5 die gleiche Tätigkeit ausüben; die
Beschäftigung liegt ein Drittel des Jahres bei 125% (also
Überstunden), ein Drittel bei 80% und ein Drittel bei 100%.
Nun soll die Arbeitszeit von 40 auf 35 Stunden reduziert
werden.

Erstes Drittel: 50 Stunden * 5 = 250 Stunden je Woche, geteilt
durch 35 = 7,14, theoretisch also zwei Leute mehr.
Zweites Drittel: 32 Stunden * 5 = 160 Stunden geteilt durch 35
= 4,57, 5 wäre alsi die richtige Mitarbeiterzahl für dieses
Szenario
Drittes Drittel: 40 * 5 = 200 geteilt durch 35 = 5,71, uups.

Alles klar? Bei minimalen Schritten wie 40-> 39 -> 38 -
> 37,5 braucht man sogar nur einen kleineren Bruchteil
mehr. Neueinstellungen Fehlanzeige.

Ich weiß. Ich habe die 35 Stunden-Woche, außer mehr Arbeit hat’s nichts gebracht.

Das Problem
ist die Lohnhöhe. Der sagt, die Unternehmen könnten das
zahlen, wenn sie nur wollten. Du sagst, sie wollen, können
aber nicht. :wink:
Du siehst in Deinem Job die Zahlen und kannst das beurteilen.

Man muß sicherlich unterscheiden: Mittelständler kämpfen
normalerweise um jeden Mitarbeiter,

Ich muß wirklich die falschen Leute kennen. :wink:
Geht der Betrieb hier (65 Nasen) als Mittelstand durch? Da bekommt schon mal jemand gesagt: ‚Wenn Du nicht willst wie wir, macht Deinen Job bald ein anderer, es gibt genug Arbeitslose.‘ Tatsächlich gab es aber in den letzten zehn Jahren nur eine Entlassung und die wegen zu oft zu viel Alkohol. :wink:

Großunternehmen nicht
unbedingt und auch unreflektierte Entlassungswellen kommen
vor. Aber sehr schnell wird dann auch dort gemerkt, daß die
Mitarbeiterzahl für das Geschäft nicht ausreicht und es wird
kurz danach wieder eingestellt (wie bei uns z.B.).

Generell ist es aber so, daß die Margen im Mittelstand derzeit
so minimal sind, daß schon Erhöhungen von wenigen
Prozentpunkten zum Ruin führen können.

Das ist ja auch alles klar. Gearbeitet wird aber doch und Geld wird sicher auch verdient. Wo bleibt das? Nun sag nicht, da sind die fünf Millionen Arbeitslosen Schuld, die hätten keine Lust. Das geht nur, wenn Du wenigstens zwei Millionen leere Stellen vorweisen kannst, die auch ordenlichen Lohn versprechen und die gibt es eben nicht.
Wer also hat das Geld, das verdient wird? Die AN nicht, die Mittelständler nicht …

cu Rainer

Hallo Rainer,

Das ist ja auch alles klar. Gearbeitet wird aber doch und Geld
wird sicher auch verdient. Wo bleibt das? Nun sag nicht, da
sind die fünf Millionen Arbeitslosen Schuld, die hätten keine
Lust. Das geht nur, wenn Du wenigstens zwei Millionen leere
Stellen vorweisen kannst, die auch ordenlichen Lohn
versprechen und die gibt es eben nicht.
Wer also hat das Geld, das verdient wird? Die AN nicht, die
Mittelständler nicht …

Ich verstehe nicht so recht, worauf du hinaus willst. Was du als AN monatlich erhälst, steht auf deinem Gehaltszettel. Ein viel zu hoher Teil geht ab für Lohnsteuer, Kirchensteuer, SoliZ, Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegheversicherung. Was du mit dem Rest machst, bleibt dir überlassen. Als Familienvater mit eigenem Haus, brauchst du diesbezüglich vermutlich nicht einmal besonders kreativ zu sein.

Was ein Unternehmen am Jahresende erhält, steht in der Bilanz. Wenn du dich dafür interessierst, kannst du die einzelnen Unternehmen abfragen. Mit etwas Glück findest du welche, deren Jahresumsatz die Kosten übersteigt. Dieser Gewinn wird üblicherweise investiert. Unternehmen, die das nicht machen, gibt es auf Dauer nicht mehr.

Die Einnahmen und Ausgaben des Bundes, der Länder und der Gemeinden kannst du in den entsprechenden Haushalten nachlesen.

Damit ist geklärt, wer das Geld hat, was verdient wird. Sicher weisst du das alles selbst. Also bleibt die Frage, was du mit deiner Frage aussagen willst. Du implizierst, dass es Menschen gibt, die trotz aller wirtschaftlichen Probleme noch immer genug haben. So zB Manager und Privatunternehmer. Liege ich damit richtig? Dann können wir hier weitermachen!

Gruss,
Klaus

Hallo Klaus,

Du implizierst, dass es Menschen
gibt, die trotz aller wirtschaftlichen Probleme noch immer
genug haben. So zB Manager und Privatunternehmer. Liege ich
damit richtig? Dann können wir hier weitermachen!

Nimm bei Privatunternehmer mal den Mittelstand und die Zulieferindustrie raus, dann sind wir auf der Ebene, wo ich Deine Frage mit ‚ja‘ beantworte. Genug darfst Du dann ruhig durch ‚mehr als genug‘ ersetzen. Füge noch Großaktionäre hinzu und wir haben mal wieder ein Thema. :wink: Es geht also um die Millionengehälter/ Millioneneinkommen.

Wie Du weißt, kenne ich da die Statistiken nicht. Bevor ich stundenlang suche, Du hast die doch sicher griffbereit. …

Wie hoch ist in etwa die Summe, die da unvernünftig viel ‚verdient‘ wird? Würde in der Wirtschaft nicht mehr verdient, als in der Politik, (Ministergehälter) wie hoch wäre der ‚Überschuß‘? :wink:

cu Rainer

Hallo Rainer,

Nimm bei Privatunternehmer mal den Mittelstand und die
Zulieferindustrie raus, dann sind wir auf der Ebene, wo ich
Deine Frage mit ‚ja‘ beantworte. Genug darfst Du dann ruhig
durch ‚mehr als genug‘ ersetzen. Füge noch Großaktionäre hinzu
und wir haben mal wieder ein Thema. :wink: Es geht also um die
Millionengehälter/ Millioneneinkommen.

Gut, das dachte ich mir bereits. Reden wir über Millionäre.

Wie Du weißt, kenne ich da die Statistiken nicht. Bevor ich
stundenlang suche, Du hast die doch sicher griffbereit. …

Nein, habe ich nicht. Ich bin selbst kein Millionär und kenne auch persönlich keine Unternehmer oder Manager mit einem solchen Einkommen. Spontan fallen mir nur einige Ausnahme-Sportler ein. Auch bei Vorstandsmitglieder in der Wirtschaft sind Jahreseinkommen von über einer Million € die Ausnahme. Verteilt man diese Top-Einkommen in der Summe auf alle Deutschen, können wir damit alle einmal zum Griechen essen gehen? Ich bezweifle das! Selbst wenn, wird die Welt dadurch besser? Gehen wir mal davon aus, dass die Top-Verdiener auch eine Top-Leistung bringen. Wird die Volkswirtschaft einen Nutzen haben, wenn es diese Top-Leistungen nicht mehr gibt? Was macht ein Mensch, der mit einer Top-Idee ein Top-Unternehmen gründet und Millionen verdient, falsch? Hat die Möglichkeit, Millionär zu werden, nicht eher einen größeren volkswirtschaftlichen Nutzen, als einen Schaden?

Davon abgesehen: Manager-Gehälter sind entgegen den Gehältern von Arbeitnehmern und Arbeitern in den letzten Jahren deutlich gesunken. Top-Manager im operativen Bereich (nicht AG-Vorstände) in der Industrie, üblicherweise Geschäftsführer (seltener aber auch möglich: Vertriebsleiter, IT-Leiter) erhalten heute Verträge zwischen T€ 75 und 150. Hier spielt aber auch Angebot und Nachfrage eine Rolle. Welche Kunststücke soll ein überragender Vertriebsleiter anstellen, wenn die Nachfrage nach den entsprechenden Produkten nicht da ist? Aus welchem Grund sollte man einem guten Manager mehr zahlen, wenn es Leute gibt, die Gleiches für weniger Kohle machen? Gehälter, die über den Tarif hinausgehen, unterliegen viel stärker dem Wettbewerb. Daher können sich diese in guten Zeiten auch sehr deutlich von den allgemeinen Tarifen entfernen. Allerdings ist dieser Personenkreis schneller auf der Strasse, als man denken kann, sie kämen weder mit 35, noch mit 45 Arbeitsstunden pro Woche aus. Letztlich steht jedem Arbeitnehmer frei, selbst in das Management zu wechseln. Das erfordert allerdings viel Initiative und eine sehr hohe Organisation auch des privaten Umfelds. Nicht viele Ehepartner machen das mit und die Kinder danken es zu recht nicht. Es bleiben die höheren Monatseinkommen. Ein insgesamt eher schwacher Trost. Sei lieber froh, dass es Leute gibt, die diesen Job für dich machen und unterstütze sie, wo du nur kannst!

Wie hoch ist in etwa die Summe, die da unvernünftig viel
‚verdient‘ wird? Würde in der Wirtschaft nicht mehr verdient,
als in der Politik, (Ministergehälter) wie hoch wäre der
‚Überschuß‘? :wink:

Ich denke, du gehst von falschen Voraussetzungen aus. Es gibt Ausnahmen, die solche Top-Einkünfte haben. Im Schnitt verdienen Geschäftsführer etwa T€ 120 - 150. „Im Schnitt“ heisst, dass auch viele GF darunter verdienen. Du kannst das hier einmal nachlesen:
http://www.manager-magazin.de/koepfe/artikel/0,2828,…

Fazit: Von den Managergehältern können wir die Volkswirtschaft nicht berreichern weil 1) es gibt nicht soviele davon 2) sie sind viel niedriger, als du vermutlich glaubst und 3) der betriebswirtschaftliche Nutzen durch die Leistungsanreize ist höher, als die Kosten, die solche Gehälter verurschaen. Diese Nutzen kann man auf die Volkswirtschaft übertragen.

Gruss,
Klaus

Hallo Klaus,

Gut, das dachte ich mir bereits.

Schön, daß ich Dich nicht enttäuscht habe. :wink:

Reden wir über Millionäre.

Wie Du weißt, kenne ich da die Statistiken nicht. Bevor ich
stundenlang suche, Du hast die doch sicher griffbereit. …

Nein, habe ich nicht.

Schade. ;-(

Ich bin selbst kein Millionär

Auch schade. So 'n einzelnes Milliönchen hätte ich Dir schon gegönnt. :wink:

und kenne
auch persönlich keine Unternehmer oder Manager mit einem
solchen Einkommen. Spontan fallen mir nur einige
Ausnahme-Sportler ein.

Komisch, mir fallen da die Spitzensportler meist nicht ein, sondern eher Namen wie Hundt, Henkel, Stihl …

Auch bei Vorstandsmitglieder in der
Wirtschaft sind Jahreseinkommen von über einer Million € die
Ausnahme. Verteilt man diese Top-Einkommen in der Summe auf
alle Deutschen, können wir damit alle einmal zum Griechen
essen gehen?

Nach verteilen hatte ich aber nicht gefragt!

Ich bezweifle das! Selbst wenn, wird die Welt
dadurch besser? Gehen wir mal davon aus, dass die
Top-Verdiener auch eine Top-Leistung bringen.

Eine Leistung, die ein hundertfaches der leistung eines Arbeiters entspricht? Dann ist da der Bewertungsmaßstab falsch.

Wird die
Volkswirtschaft einen Nutzen haben, wenn es diese
Top-Leistungen nicht mehr gibt?

Die dürfen ruhig weiter arbeiten. :wink: Aber wie wär’s z.B.: wenn sie wie AN behandelt werden? Wenn ich hier groben Unfug machen würde, würde ich mit drei Monatsgehältern in regress genommen. Tut das ein Top-Manager z.B.: bei der Telekom, bekommt er einige Millionen und die Zeit, die auszugeben. :wink:

Was macht ein Mensch, der mit
einer Top-Idee ein Top-Unternehmen gründet und Millionen
verdient, falsch? Hat die Möglichkeit, Millionär zu werden,
nicht eher einen größeren volkswirtschaftlichen Nutzen, als
einen Schaden?

Da stimme ich dir uneingeschränkt zu! Da sehe ich auch den Motor des Fortschritts. Genau das war ja das Problem des Sozialismus. Es gab kein Motiv und keine Möglichkeit, etwas anderes zu tun, als nur seinen Job.

Davon abgesehen: Manager-Gehälter sind entgegen den Gehältern
von Arbeitnehmern und Arbeitern in den letzten Jahren deutlich
gesunken.

Habe ich nicht kürzlich das Gegenteil gehört oder gelesen?

Top-Manager im operativen Bereich (nicht
AG-Vorstände) in der Industrie, üblicherweise Geschäftsführer
(seltener aber auch möglich: Vertriebsleiter, IT-Leiter)
erhalten heute Verträge zwischen T€ 75 und 150. Hier spielt
aber auch Angebot und Nachfrage eine Rolle. Welche Kunststücke
soll ein überragender Vertriebsleiter anstellen, wenn die
Nachfrage nach den entsprechenden Produkten nicht da ist? Aus
welchem Grund sollte man einem guten Manager mehr zahlen, wenn
es Leute gibt, die Gleiches für weniger Kohle machen?
Gehälter, die über den Tarif hinausgehen, unterliegen viel
stärker dem Wettbewerb. Daher können sich diese in guten
Zeiten auch sehr deutlich von den allgemeinen Tarifen
entfernen. Allerdings ist dieser Personenkreis schneller auf
der Strasse, als man denken kann, sie kämen weder mit 35, noch
mit 45 Arbeitsstunden pro Woche aus. Letztlich steht jedem
Arbeitnehmer frei, selbst in das Management zu wechseln.

Das ist recht schwierig. Ohne Diplom oder Dr. bekommt niemand die Chance, seine Eignung nachzuweisen. Und nicht jeder ist in der lage, einen Titel zu erwerben.

Wie hoch ist in etwa die Summe, die da unvernünftig viel
‚verdient‘ wird? Würde in der Wirtschaft nicht mehr verdient,
als in der Politik, (Ministergehälter) wie hoch wäre der
‚Überschuß‘? :wink:

Ich denke, du gehst von falschen Voraussetzungen aus. Es gibt
Ausnahmen, die solche Top-Einkünfte haben. Im Schnitt
verdienen Geschäftsführer etwa T€ 120 - 150. „Im Schnitt“
heisst, dass auch viele GF darunter verdienen. Du kannst das
hier einmal nachlesen:
http://www.manager-magazin.de/koepfe/artikel/0,2828,…

Fazit: Von den Managergehältern können wir die Volkswirtschaft
nicht berreichern weil 1) es gibt nicht soviele davon 2) sie
sind viel niedriger, als du vermutlich glaubst und 3) der
betriebswirtschaftliche Nutzen durch die Leistungsanreize ist
höher, als die Kosten, die solche Gehälter verurschaen. Diese
Nutzen kann man auf die Volkswirtschaft übertragen.

Dann werde ich mal sehen, ob ich genau dazu Zahlen finde.

cu Rainer

Hallo Rainer,

Nimm bei Privatunternehmer mal den Mittelstand und die
Zulieferindustrie raus, dann sind wir auf der Ebene, wo ich
Deine Frage mit ‚ja‘ beantworte. Genug darfst Du dann ruhig
durch ‚mehr als genug‘ ersetzen. Füge noch Großaktionäre hinzu
und wir haben mal wieder ein Thema. :wink: Es geht also um die
Millionengehälter/ Millioneneinkommen.
Würde in der Wirtschaft nicht mehr verdient,
als in der Politik, (Ministergehälter) wie hoch wäre der
‚Überschuß‘? :wink:

ich habe einfach mal spaßeshalber die Allianz genommen, bei anderen Großkonzernen sehen die Verhältnisse auch nicht viel anders aus. Der Vorstand strich in 2002 17 Mio. Euro ein. Die Allianz Gruppe beschäftigt rd. 182.000 Mitarbeiter weltweit, laß es inzwischen 180.000 sein. Damit machen die Vorstandsbezüge nicht einmal 100 Euro je Mitarbeiter im Jahr aus.

Gruß,
Christian

Hallo Christian,

Nimm bei Privatunternehmer mal den Mittelstand und die
Zulieferindustrie raus, dann sind wir auf der Ebene, wo ich
Deine Frage mit ‚ja‘ beantworte. Genug darfst Du dann ruhig
durch ‚mehr als genug‘ ersetzen. Füge noch Großaktionäre hinzu
und wir haben mal wieder ein Thema. :wink: Es geht also um die
Millionengehälter/ Millioneneinkommen.
Würde in der Wirtschaft nicht mehr verdient,
als in der Politik, (Ministergehälter) wie hoch wäre der
‚Überschuß‘? :wink:

ich habe einfach mal spaßeshalber die Allianz genommen, bei
anderen Großkonzernen sehen die Verhältnisse auch nicht viel
anders aus. Der Vorstand strich in 2002 17 Mio. Euro ein. Die
Allianz Gruppe beschäftigt rd. 182.000 Mitarbeiter weltweit,
laß es inzwischen 180.000 sein. Damit machen die
Vorstandsbezüge nicht einmal 100 Euro je Mitarbeiter im
Jahr
aus.

Danke für die Zahlen!
Hätte ich schätzen sollen, wäre gerade bei diesem Unternehmen meine persönliche Schätzung erheblich höher ausgefallen. :wink:

cu Rainer

Hi,

Komisch, mir fallen da die Spitzensportler meist nicht ein,
sondern eher Namen wie Hundt, Henkel, Stihl …

Gut, wir erteilen Hundt, Henkel und Stihl ein Rede- und Arbeistverbot. Jetzt sind wir diese Schweine los. Wie positiv verändert sich unsere Volkswirtschaft jetzt?

Auch bei Vorstandsmitglieder in der
Wirtschaft sind Jahreseinkommen von über einer Million € die
Ausnahme. Verteilt man diese Top-Einkommen in der Summe auf
alle Deutschen, können wir damit alle einmal zum Griechen
essen gehen?

Nach verteilen hatte ich aber nicht gefragt!

Die Manager-Gehälter sind dir zu hoch. Wenn wir sie senken auf das Niveau eines Sachbearbeiters, weiter annehmen, sie würden den Job aus Idealismus für dieses Gehalt machen, welchen volkswirtschaftlichen Nutzen hättest dann du und ich?

Ich bezweifle das! Selbst wenn, wird die Welt
dadurch besser? Gehen wir mal davon aus, dass die
Top-Verdiener auch eine Top-Leistung bringen.

Eine Leistung, die ein hundertfaches der leistung eines
Arbeiters entspricht? Dann ist da der Bewertungsmaßstab
falsch.

Ich wiederhole die Frage von weiter oben. Wir senken die Top-Gehälter auf ein Niveau von € 100.000,–, einverstanden? Welche sinnvollen volkswirtschaftlichen Nutzen hätte dies?

Wird die
Volkswirtschaft einen Nutzen haben, wenn es diese
Top-Leistungen nicht mehr gibt?

Die dürfen ruhig weiter arbeiten. :wink: Aber wie wär’s z.B.:
wenn sie wie AN behandelt werden? Wenn ich hier groben Unfug
machen würde, würde ich mit drei Monatsgehältern in regress
genommen. Tut das ein Top-Manager z.B.: bei der Telekom,
bekommt er einige Millionen und die Zeit, die auszugeben. :wink:

Du sprichst von Ron Sommer, oder? Nun beweise mir mal, welchen groben Unfug er gemacht hat? War er nicht eher der braungebrannte Sonnyboy, der es zusammen mit Manfred Krug geschafft hat, Abermillionen durch den Börsengang zu kapitalisieren? Diese ganze Börsen-Euphorie, als der „Kleine Mann“ in ungeahnter Gier Aktien gezeichnet hat, um an die schnelle Mark zu kommen, war doch mehr als grotesk. Diese Zeit hat die seltsamsten Blüten getrieben und viele Manager kamen ins Rampenlicht der Medien. Im Mannesmann-Vodaphone-Deal wurden irrwitzige Millionen an Geldern für die scheidenden Vorstände gezahlt. Hättest du die Zahlungen für deine Familie und dich abgelehnt, wenn du in der Position gewesen wärest? Nochmal zurück zum Brett „Inlandspolitik allgemein“: Welchen volkswirtschaftlichen Nutzen hätte eine Politik, die den Top-Managern geringere Entgelte vorschreiben würde? Oder reden wir hier über Moral und Ethik? Falls ja, verwechselst du das nicht mit Neid?

Davon abgesehen: Manager-Gehälter sind entgegen den Gehältern
von Arbeitnehmern und Arbeitern in den letzten Jahren deutlich
gesunken.

Habe ich nicht kürzlich das Gegenteil gehört oder gelesen?

Ich habe dir einen Link dazu geschickt. Hast du den gelesen? Weisst du jetzt, was Geschäftsführer in der Industrie durchschnittlich erhalten? War das für dich überraschend?

Das ist recht schwierig. Ohne Diplom oder Dr. bekommt niemand
die Chance, seine Eignung nachzuweisen. Und nicht jeder ist in
der lage, einen Titel zu erwerben.

Das ist doch logisch. Die Ausbildung gehört doch zum Ausleseverfahren für die wenigen Positionen im Management. Es gibt genügend Beispiele von Menschen, die auf dem 2. Bildungsweg in Top-Positionen gekommen sind. Aber sicher ist der Weg nach oben schwierig und steil. Aber was willst du sagen? Es hat nicht jeder die Chance dazu?

Wie hoch ist in etwa die Summe, die da unvernünftig viel
‚verdient‘ wird? Würde in der Wirtschaft nicht mehr verdient,
als in der Politik, (Ministergehälter) wie hoch wäre der
‚Überschuß‘? :wink:

Ich denke, du gehst von falschen Voraussetzungen aus. Es gibt
Ausnahmen, die solche Top-Einkünfte haben. Im Schnitt
verdienen Geschäftsführer etwa T€ 120 - 150. „Im Schnitt“
heisst, dass auch viele GF darunter verdienen. Du kannst das
hier einmal nachlesen:
http://www.manager-magazin.de/koepfe/artikel/0,2828,…

Fazit: Von den Managergehältern können wir die Volkswirtschaft
nicht berreichern weil 1) es gibt nicht soviele davon 2) sie
sind viel niedriger, als du vermutlich glaubst und 3) der
betriebswirtschaftliche Nutzen durch die Leistungsanreize ist
höher, als die Kosten, die solche Gehälter verurschaen. Diese
Nutzen kann man auf die Volkswirtschaft übertragen.

Dann werde ich mal sehen, ob ich genau dazu Zahlen finde.

Gut, aber was bringen diese Zahlen? Ich habe immer den Eindruck, als wenn du einen ganz persönlichen Frust hast. Dann sucht man gerne nach einer Person oder einen Personenkreis, den man für seinen persönlichen Frust verantwortlich machen möchte. Aber ungeachtet davon, möchte ich dich einmal bitten, doch ganz persönliche Vorschläge zu machen, welche politischen Massnahmen geeignet sind, die Volkswirtschaft zu gesunden. Meine Positionen sollten zwischenzeitlich bekannt sein. Wir wollen doch am Ende dasselbe: Sichere Arbeitsplätze und mehr netto in der Tasche, oder nicht?

Gruss,
Klaus

Hallo Klaus,

Für 2004 soll man Maßnahmen ergreifen, die einen Gewinn
ermöglichen. Was schlägst du konkret vor? Würde der Gewinn
größer, wenn man weniger arbeitet? Welche Auswirkungen hätte
eine Arbeistzeitverkürzung für die Gummi Becker GmbH?

wenn wir mal wieder dahin zurückfinden könnten, ohne gegenseitige Verunglimpfungen zu duiskutieren, würde ich das ganz gernwe fortsetzen. Die Problematik ist doch etwas komplizierter, als mir einfach nur Wunsch nach Kommunismus zu unterstellen.
Hast du erstmal soweit meine Wertkritik verstanden? Genau darin liegt doch das Problem und das ist nicht gering. Mit den günstigsten Ressourcen werden große Vermögen geschaffen, die letztlich tatsächlich nur den Sinn haben, unterhalten werden zu müssen. Ich sehe hier in diesem Land ausser einer Wand zum dagegenfahren tatsächlich keine Lösung.
Der große Witz ist noch, dass jetzt auch noch aufgrund der Zustände, an gesamtgesellschaftlicher Arbeitszeit gespart wird, um die tatsächlichen Verfallskosten des Kapitals zu sparen. Unterm Strich ist es eine Geldentwertung.
Beispiel dazu: wem nützen die vielen sanierten Altbauwohnungen in Leipzig, die leer stehen? Ich kann auch noch 50 Mio Wohnungen in Sachsen bauen, es bringt einfach keinen Sinn. Aber unterhalten werden soll das ganze. Das zieht sich wie ein roter Faden quer durchs Land.

Gruß
Frank

Hallo,

Komisch, mir fallen da die Spitzensportler meist nicht ein,
sondern eher Namen wie Hundt, Henkel, Stihl …

Gut, wir erteilen Hundt, Henkel und Stihl ein Rede- und
Arbeistverbot. Jetzt sind wir diese Schweine los. Wie positiv
verändert sich unsere Volkswirtschaft jetzt?

Darauf soll ich doch nicht wirklich eingehen? :wink:

Auch bei Vorstandsmitglieder in der
Wirtschaft sind Jahreseinkommen von über einer Million € die
Ausnahme. Verteilt man diese Top-Einkommen in der Summe auf
alle Deutschen, können wir damit alle einmal zum Griechen
essen gehen?

Nach verteilen hatte ich aber nicht gefragt!

Die Manager-Gehälter sind dir zu hoch. Wenn wir sie senken auf
das Niveau eines Sachbearbeiters, weiter annehmen, sie würden
den Job aus Idealismus für dieses Gehalt machen, welchen
volkswirtschaftlichen Nutzen hättest dann du und ich?

Das war ja die Frage. Die Antwort habe ich nict, sonst hätte ich doch nicht gefragt. :wink: Oder hast Du die Frage polemisch verstanden und als Provokation aufgefasst?

Ich bezweifle das! Selbst wenn, wird die Welt
dadurch besser? Gehen wir mal davon aus, dass die
Top-Verdiener auch eine Top-Leistung bringen.

Eine Leistung, die ein hundertfaches der leistung eines
Arbeiters entspricht? Dann ist da der Bewertungsmaßstab
falsch.

Ich wiederhole die Frage von weiter oben. Wir senken die
Top-Gehälter auf ein Niveau von € 100.000,–

Wie bitte? Du wiederholst die Frage, was passiert, wenn die Verbandspräsidenten ein Sachbearbeitergehalt bekommen und schreibst dabei 100.000 Euro? Tippfehler? Den Sachbearbeiter zeig mir mal!
Hier bekommt das ein Sachbearbeiter in drei Jahren nicht!

, einverstanden?
Welche sinnvollen volkswirtschaftlichen Nutzen hätte dies?

Darüber kann man nachdenken, wenn man die Zahl kennt.

Wird die
Volkswirtschaft einen Nutzen haben, wenn es diese
Top-Leistungen nicht mehr gibt?

Die dürfen ruhig weiter arbeiten. :wink: Aber wie wär’s z.B.:
wenn sie wie AN behandelt werden? Wenn ich hier groben Unfug
machen würde, würde ich mit drei Monatsgehältern in regress
genommen. Tut das ein Top-Manager z.B.: bei der Telekom,
bekommt er einige Millionen und die Zeit, die auszugeben. :wink:

Du sprichst von Ron Sommer, oder?

Ja, ich bin nur einfach nicht auf den Namen gekommen. :wink:

Nun beweise mir mal, welchen groben Unfug er gemacht hat?

Frag die, die ihn gefeuert haben.

War er nicht eher der
braungebrannte Sonnyboy, der es zusammen mit Manfred Krug
geschafft hat, Abermillionen durch den Börsengang zu
kapitalisieren?

Was hat denn nun der Krug wieder damit zu tun? Kocht Frau Feldbusch Spinat?

Diese ganze Börsen-Euphorie, als der „Kleine
Mann“ in ungeahnter Gier Aktien gezeichnet hat, um an die
schnelle Mark zu kommen, war doch mehr als grotesk.

Nein, grotesk nicht. Da ist wieder Geld weg. … Nein, weg ist es ja nicht, es gehört nun nur anderen. :wink: Wieder denen, bei denen auch die Subventionen für den Osten sind.

Wenn niemand Geld hat, wo sind die Milliarden dann gebleiben? Hat die wer verbrannt? :wink:

Diese Zeit
hat die seltsamsten Blüten getrieben und viele Manager kamen
ins Rampenlicht der Medien. Im Mannesmann-Vodaphone-Deal
wurden irrwitzige Millionen an Geldern für die scheidenden
Vorstände gezahlt. Hättest du die Zahlungen für deine Familie
und dich abgelehnt, wenn du in der Position gewesen wärest?

Natürlich nicht!

Nochmal zurück zum Brett „Inlandspolitik allgemein“: Welchen
volkswirtschaftlichen Nutzen hätte eine Politik, die den
Top-Managern geringere Entgelte vorschreiben würde?

Unterstellst Du mir schon wieder etwas?

Oder reden
wir hier über Moral und Ethik? Falls ja, verwechselst du das
nicht mit Neid?

Du kannst Neid nennen was Du willst.

Davon abgesehen: Manager-Gehälter sind entgegen den Gehältern
von Arbeitnehmern und Arbeitern in den letzten Jahren deutlich
gesunken.

Habe ich nicht kürzlich das Gegenteil gehört oder gelesen?

Ich habe dir einen Link dazu geschickt. Hast du den gelesen?

Ja.

Weisst du jetzt, was Geschäftsführer in der Industrie
durchschnittlich erhalten? War das für dich überraschend?

Nein, das war keine Überraschung. Diese zahlen hatte ich etwa vermutet.

Das ist recht schwierig. Ohne Diplom oder Dr. bekommt niemand
die Chance, seine Eignung nachzuweisen. Und nicht jeder ist in
der lage, einen Titel zu erwerben.

Das ist doch logisch. Die Ausbildung gehört doch zum
Ausleseverfahren für die wenigen Positionen im Management. Es
gibt genügend Beispiele von Menschen, die auf dem 2.
Bildungsweg in Top-Positionen gekommen sind. Aber sicher ist
der Weg nach oben schwierig und steil. Aber was willst du
sagen? Es hat nicht jeder die Chance dazu?

Das wäre wieder ein anderes Thema. Ich will sagen, daß die kleinen Einkommen zu niedrig sind.

Wie hoch ist in etwa die Summe, die da unvernünftig viel
‚verdient‘ wird? Würde in der Wirtschaft nicht mehr verdient,
als in der Politik, (Ministergehälter) wie hoch wäre der
‚Überschuß‘? :wink:

Ich denke, du gehst von falschen Voraussetzungen aus. Es gibt
Ausnahmen, die solche Top-Einkünfte haben. Im Schnitt
verdienen Geschäftsführer etwa T€ 120 - 150. „Im Schnitt“
heisst, dass auch viele GF darunter verdienen. Du kannst das
hier einmal nachlesen:
http://www.manager-magazin.de/koepfe/artikel/0,2828,…

Fazit: Von den Managergehältern können wir die Volkswirtschaft
nicht berreichern weil 1) es gibt nicht soviele davon 2) sie
sind viel niedriger, als du vermutlich glaubst und 3) der
betriebswirtschaftliche Nutzen durch die Leistungsanreize ist
höher, als die Kosten, die solche Gehälter verurschaen. Diese
Nutzen kann man auf die Volkswirtschaft übertragen.

Dann werde ich mal sehen, ob ich genau dazu Zahlen finde.

Gut, aber was bringen diese Zahlen? Ich habe immer den
Eindruck, als wenn Du einen ganz persönlichen Frust hast.

Das kommt darauf an, was Du damit meinst.
Wenn Du meinst, ich beschwere mich dauernd, daß ich weniger arbeiten will, aber dafür das doppelte Gehalt fordere, irrst Du Dich.
Wenn Du meinst, daß ich mich ärgere, wenn meinen Bekannter, der arbeitslos ist und als Diplomvolkswirt mit 55 einfach keinen Job mehr findet, als fauler Schmarotzer bezeichnet wird, dann hast Du Recht.

Dann
sucht man gerne nach einer Person oder einen Personenkreis,
den man für seinen persönlichen Frust verantwortlich machen
möchte. Aber ungeachtet davon, möchte ich dich einmal bitten,
doch ganz persönliche Vorschläge zu machen, welche politischen
Massnahmen geeignet sind, die Volkswirtschaft zu gesunden.

Wenn ich dazu konkrete, praktikable Vorschläge hätte und einiges mehr an Wissen über die Zusammenhänge und Hintergründe, würde ich eine Partei gründen und etwas ändern.

Meine Positionen sollten zwischenzeitlich bekannt sein. Wir
wollen doch am Ende dasselbe: Sichere Arbeitsplätze und mehr
netto in der Tasche, oder nicht?

So weit sind wir und einig. Ich würde dann noch die Untergrenze etwas nach oben verschieben wollen. :wink:

Aktuell geht es in der Politik aber um Reformen, die genau auf das Gegenteil ausgerichtet sind. Das ist mein Thema.
Bevor Du darüber nachdenkst, inwieweit ich persönlich betroffen bin.: Vermutlich werde ich selbst sogar von den Reformen profitieren. :wink:

cu Rainer

Synthese!
Hallo,

Die Manager-Gehälter sind dir zu hoch. Wenn wir sie senken auf
das Niveau eines Sachbearbeiters, weiter annehmen, sie würden
den Job aus Idealismus für dieses Gehalt machen, welchen
volkswirtschaftlichen Nutzen hättest dann du und ich?

Das war ja die Frage. Die Antwort habe ich nict, sonst hätte
ich doch nicht gefragt. :wink: Oder hast Du die Frage polemisch
verstanden und als Provokation aufgefasst?

Nein, ich will einfach nur die volkswirtschaftlichen Effekte diskutieren, die entstehen, wenn man Managergehälter senken würde. Ich sage dir, eine solche Massnahme hätte keinen positiven Effekt. Etwas genauer siehe weiter unten.

Ich wiederhole die Frage von weiter oben. Wir senken die
Top-Gehälter auf ein Niveau von € 100.000,–

Wie bitte? Du wiederholst die Frage, was passiert, wenn die
Verbandspräsidenten ein Sachbearbeitergehalt bekommen und
schreibst dabei 100.000 Euro? Tippfehler? Den Sachbearbeiter
zeig mir mal! Hier bekommt das ein Sachbearbeiter in drei Jahren nicht!

Richtig. Weil es aber Unterschiede geben muss, damit jemand wesentlich mehr arbeitet, soll das Gehalt im nächsten Gedankenmodell dann höher sein. Das mit dem Sachberabitergehalt wäre illusorisch. Darüber sind wir uns doch einig. Du hast dich beklagt über die Höhe mancher solcher Gehälter. Ich schlug also gedanklich vor, jene auf € 100.000,-- zu begrenzen. Christian hat am Beispiel Allianz (Vorstandgehälter verteilt an Mitarbeiter = € 100 pro Nase und Jahr) und ich an meinem Beispiel (Verteilung aller Millioneinkünfte = jeder Deutsche kann einmal pro Jahr zum Griechen essen gehen) gezeigt, dass wir uns von diesen Gruppen nichts holen können.

Darüber kann man nachdenken, wenn man die Zahl kennt.

Also glaubst du, sie wäre höher und wir können häufiger zum Griechen gehen?

Nun beweise mir mal, welchen groben Unfug er gemacht hat?

Frag die, die ihn gefeuert haben.

Bauernopfer auf hohem Niveau. That´s it!

War er nicht eher der
braungebrannte Sonnyboy, der es zusammen mit Manfred Krug
geschafft hat, Abermillionen durch den Börsengang zu
kapitalisieren?

Was hat denn nun der Krug wieder damit zu tun? Kocht Frau
Feldbusch Spinat?

Krug war der Werbeträger für den Börsengang der Telekom. Sommer hat das als Top-Manager zu verantworten. Die Werbemassnahmen waren mehr als erfolgreich. Später gab es Panikverkäufe und der Kurs fiel ins Bodenlose. Einer musste gehen. Das war Sommer. Aber war er ein schlechter Manager? Schuld daran sind doch die Deppen, die eine schnelle Mark machen wollten. Die Börse ist aber als Glücksspiel ungeeignet. Vorsichtige Aktienkäufe und langes Halten hätte aber Sinn gemacht.

Nein, grotesk nicht. Da ist wieder Geld weg. … Nein, weg ist
es ja nicht, es gehört nun nur anderen. :wink: Wieder denen, bei
denen auch die Subventionen für den Osten sind.

Das Geld ist zuerst für jene weg, die Aktien zu hohen Kursen kaufen und zu niedrigen wieder verkaufen. Entweder mal lässt die Fingern davon, hat Kapital zum Nachkauf oder hält die Aktien, um Vermögen aufzubauen.

Wenn niemand Geld hat, wo sind die Milliarden dann gebleiben?
Hat die wer verbrannt? :wink:

Welche Milliarden? Wovon sprichst du eigentlich? Aktien sind Anteilsscheine an einem Unternehmen. Die haben immer einen bestimmten Zeitwert. Den liest du im Börsenteil deiner Zeitung nach. Wenn du schlecht spekulierst, verlierst du Geld an die, die besser spekulieren. Wenn du die Anteile hälst, hast du vielleicht vorübergehend einen schlechten Deoptwert. Wenn du den auf Dauer hast, hast du auf die falschen Unternehmen gesetzt. Vielleicht waren die Manager dort schlecht motiviert? :wink:

Das wäre wieder ein anderes Thema. Ich will sagen, daß die
kleinen Einkommen zu niedrig sind.

Die Einkommen sollten also anders verteilt werden? Ja, gefällt mir. Die Löhne können schlecht erhöht werden, wenn die Unternehmen Gewinne machen sollen, wachsen und damit mehr Beschäftigung bedingen sollen. Bleiben also die Abgaben. Das ist mein Thema. Also 1) Steuern: Was hälst du vom Merz-Modell? Eine Familie mit 4 Personen bleibt bis zu € 32.000 steuerfrei. Das würde kleinere Einkommen deutlich entlasten. 2) Sozialabgaben: Was hälst du davon, wenn Sozialabgaben gekürzt werden, Transferzahlungen niedriger werden und mehr Eigenverantwortung abverlangt wird. Die Nettoeinkünfte würden höher und prozentual würden kleinere Einkommen profitieren. Hier ist der richtige Ansatz.

Wenn Du meinst, daß ich mich ärgere, wenn meinen Bekannter,
der arbeitslos ist und als Diplomvolkswirt mit 55 einfach
keinen Job mehr findet, als fauler Schmarotzer bezeichnet
wird, dann hast Du Recht.

Na prima, darüber ärgere ich mich auch. Sind wir auf einer Linie. Also brauchen wir mehr Beschäftigung. Soviel Beschäftigung, dass dein Bekannter wieder gebraucht wird. Genau das will ich auch. M.E. wichtige Instrumente dafür habe ich genannt.

Wenn ich dazu konkrete, praktikable Vorschläge hätte und
einiges mehr an Wissen über die Zusammenhänge und
Hintergründe, würde ich eine Partei gründen und etwas ändern.

Brauchst du nicht. Die Politik schaut dem Volk aufs Maul. Ändert sich die Einstellung in den Köpfen, wird die Politik nachziehen. Derzeit wird sie von den Umverteilungstheoretikern bestimmt. Diese sind auch in den Köpfen der Bevölkerung fest verkrustet. Hier müssen wir alle ansetzen. Der Parteitag der CDU war sicher ein Erfolg. Dort sind die richtigen Dinge angekommen. Wenn das die Menschen begreifen, können wir hier wieder enorme Leistungen vollbringen.

So weit sind wir und einig. Ich würde dann noch die
Untergrenze etwas nach oben verschieben wollen. :wink:

Ja, durch mehr Eigenverantwortung, ein gerechteres Steuersystem ohne Schlupflöcher für Vermögende und mehr Arbeistleistung von uns allen. Können wir alles schaffen.

Aktuell geht es in der Politik aber um Reformen, die genau auf
das Gegenteil ausgerichtet sind. Das ist mein Thema.
Bevor Du darüber nachdenkst, inwieweit ich persönlich
betroffen bin.: Vermutlich werde ich selbst sogar von den
Reformen profitieren. :wink:

Ja, das hat Christian auch schon richtig erkannt. Er hat ganz persönlich als Single mit überdurchschnittlichem Einkommen von der rot-grünen Politik profitiert. Wir wollen aber eine allgemeine volkswirtschaftliche Gesundung und mehr Beschäftigung für alle, die arbeiten wollen und können. So, wie dein Bekannter! Er wird es dir danken.

Gruss,
Klaus

Hallo,

Das mit dem
Sachberabitergehalt wäre illusorisch. Darüber sind wir uns
doch einig.

Ja.

Darüber kann man nachdenken, wenn man die Zahl kennt.

Also glaubst du, sie wäre höher und wir können häufiger zum
Griechen gehen?

Ich hab mir mal 'n paar Zahlen besorgt. Wenn ich richtig gerechnet habe, ergibt sich bei den Einkommen, die nicht auf AN.Einkommen zurückzuführen sind ein Durchschnitt von 45.000 Euro/Jahr. Wie Du sagst, da gibts nicht wirklich was zum wegholen. (Quelle: Statistisches Bundesamt)

Was hat denn nun der Krug wieder damit zu tun? Kocht Frau
Feldbusch Spinat?

Krug war der Werbeträger für den Börsengang der Telekom.

… und hat seinen Job als Schauspieler gemacht. Und nicht mal schlecht. :wink:

Das wäre wieder ein anderes Thema. Ich will sagen, daß die
kleinen Einkommen zu niedrig sind.

Die Einkommen sollten also anders verteilt werden? Ja, gefällt
mir. Die Löhne können schlecht erhöht werden, wenn die
Unternehmen Gewinne machen sollen, wachsen und damit mehr
Beschäftigung bedingen sollen. Bleiben also die Abgaben. Das
ist mein Thema. Also 1) Steuern: Was hälst du vom Merz-Modell?
Eine Familie mit 4 Personen bleibt bis zu € 32.000 steuerfrei.
Das würde kleinere Einkommen deutlich entlasten.

Bist du sicher, daß Herr Merz da richtig gerechnet hat? In dem Fall würde ich gar keine Steuern mehr zahlen! Zwei drittel der Belegschaft hier im Betrieb würden keine Steuern mehr zahlen. Wo will Herr Merz dann Geld her nehmen?

  1. Sozialabgaben: Was hälst du davon, wenn Sozialabgaben gekürzt
    werden, Transferzahlungen niedriger werden und mehr
    Eigenverantwortung abverlangt wird.

Wenig. Das trifft die Schwächsten. Beispiel:
Ein Freund von mir in Berlin sieht sehr schlecht. So schlecht, daß er einen Blindenausweis hat. Die letzten Jahre hatte er einen Job, weil das Arbeitsamt die technische Ausrüstung bezahlt hat, damit er trotzdem als Sachbearbeiter arbeiten konnte. Die Firma ist nun pleite und er findet nichts neues. Wird wohl auch schwer werden.
Kein Kapital, kein Job, mach mal einen Vorschlag, wie bei dem die Eigenverantwortung aussehen soll? Oder ist der einfach ‚übrig‘ und wir machen uns keine Gedanken mehr darum? … ich hab schon komische Freunde, stimmt’s? :wink:

Die Nettoeinkünfte würden
höher und prozentual würden kleinere Einkommen profitieren.
Hier ist der richtige Ansatz.

Wenn Du meinst, daß ich mich ärgere, wenn meinen Bekannter,
der arbeitslos ist und als Diplomvolkswirt mit 55 einfach
keinen Job mehr findet, als fauler Schmarotzer bezeichnet
wird, dann hast Du Recht.

Na prima, darüber ärgere ich mich auch. Sind wir auf einer
Linie. Also brauchen wir mehr Beschäftigung. Soviel
Beschäftigung, dass dein Bekannter wieder gebraucht wird.
Genau das will ich auch. M.E. wichtige Instrumente dafür habe
ich genannt.

Wenn ich dazu konkrete, praktikable Vorschläge hätte und
einiges mehr an Wissen über die Zusammenhänge und
Hintergründe, würde ich eine Partei gründen und etwas ändern.

Brauchst du nicht. Die Politik schaut dem Volk aufs Maul.
Ändert sich die Einstellung in den Köpfen, wird die Politik
nachziehen. Derzeit wird sie von den Umverteilungstheoretikern
bestimmt. Diese sind auch in den Köpfen der Bevölkerung fest
verkrustet. Hier müssen wir alle ansetzen. Der Parteitag der
CDU war sicher ein Erfolg. Dort sind die richtigen Dinge
angekommen. Wenn das die Menschen begreifen, können wir hier
wieder enorme Leistungen vollbringen.

So weit sind wir uns einig. Ich würde dann noch die
Untergrenze etwas nach oben verschieben wollen. :wink:

Ja, durch mehr Eigenverantwortung, ein gerechteres
Steuersystem ohne Schlupflöcher für Vermögende und mehr
Arbeistleistung von uns allen. Können wir alles schaffen.

Aktuell geht es in der Politik aber um Reformen, die genau auf
das Gegenteil ausgerichtet sind. Das ist mein Thema.
Bevor Du darüber nachdenkst, inwieweit ich persönlich
betroffen bin.: Vermutlich werde ich selbst sogar von den
Reformen profitieren. :wink:

Ja, das hat Christian auch schon richtig erkannt. Er hat ganz
persönlich als Single mit überdurchschnittlichem Einkommen von
der rot-grünen Politik profitiert. Wir wollen aber eine
allgemeine volkswirtschaftliche Gesundung und mehr
Beschäftigung für alle, die arbeiten wollen und können. So,
wie dein Bekannter! Er wird es dir danken.

Ich sehe, wir sind einer Meinung in unseren Zielen. Nur bei den Wegen scheinen wir leicht unterschiedlicher Meinung zu sein, weil wir die Wirkung verschiedener Maßnahmen unteschiedlich einschätzen.

cu Rainer

Hallo!

Bist du sicher, daß Herr Merz da richtig gerechnet hat? In dem
Fall würde ich gar keine Steuern mehr zahlen! Zwei drittel der
Belegschaft hier im Betrieb würden keine Steuern mehr zahlen.
Wo will Herr Merz dann Geld her nehmen?

Ja, das ist richtig. Pro Familienmitglied sollen € 8.000,-- steuerfrei sein. Bei einem 4-Personen-Haushalt sind das dann € 32.000,–. Die Gegenfinazierung entsteht durch einen gesenkten Spitzensteuersatz auf 36 % und eben keine sonstigen Steuerentlastungen mehr. Also lieber 36 %, die dann auch gezahlt werden, als 42 %, die faktisch nicht gezahlt werden, weil es findige Steuerberater gibt, die die abenteuerlichsten Schlupflöcher finden (Filmfonds, Schiffsbau, leerstehende Bürokomplexe in Ostdeutschalnd, etc.)

Wenig. Das trifft die Schwächsten. Beispiel:
Ein Freund von mir in Berlin sieht sehr schlecht. So schlecht,
daß er einen Blindenausweis hat. Die letzten Jahre hatte er
einen Job, weil das Arbeitsamt die technische Ausrüstung
bezahlt hat, damit er trotzdem als Sachbearbeiter arbeiten
konnte. Die Firma ist nun pleite und er findet nichts neues.
Wird wohl auch schwer werden.
Kein Kapital, kein Job, mach mal einen Vorschlag, wie bei dem
die Eigenverantwortung aussehen soll? Oder ist der einfach
‚übrig‘ und wir machen uns keine Gedanken mehr darum? … ich
hab schon komische Freunde, stimmt’s? :wink:

Nein, die Eigenverantwortung haben alle. Es trifft auch alle gleichermassen. Und wer nichts leisten kann, wird noch immer von der Gemeinschaft versorgt. Wenn der sehbehinderte Freund arbeiten kann und möchte, dann sind technische Hilfsmittel für seinen Arbeitsplatz eine Förderung, die volkswirtschaftlich sehr sinnvoll sind. Es soll eben niemand übrig bleiben, nach meinen Vorstellungen. Stell dir einfach 2 Millionen mehr Beschäftigte vor, die statt Arbeitsersatzzahlungen zu erhalten, plötzlich Steuern und Abgaben leisten! Das ist alles möglich, wir brauchen aber jetzt diese Impulse. Das Ergebnis ist eine bessere Versorgung für alle.

Ich sehe, wir sind einer Meinung in unseren Zielen. Nur bei
den Wegen scheinen wir leicht unterschiedlicher Meinung zu
sein, weil wir die Wirkung verschiedener Maßnahmen
unteschiedlich einschätzen.

Dann lass uns demnächst über die einzelnen Massnahmen und deren Wirkung sprechen. Nicht mehr hier, in einem neuen Thread dann. Ich habe eine gewisse Hoffnung, dass wir in Zukunft wieder zu einer vernünftigen Diskussionkultur zurückkehren können. Die Polemik, auch meine eigene, hilft tatsächlich niemanden.

Gruss,
Klaus

Hallo,

OK, warten wir ab, wann Herr Merz das vor machen kann. :wink:

Nein, die Eigenverantwortung haben alle. Es trifft auch alle
gleichermassen. Und wer nichts leisten kann, wird noch immer
von der Gemeinschaft versorgt. Wenn der sehbehinderte Freund
arbeiten kann und möchte,

Natürlich will der, hat er ja auch bisher. So komisch sind meine Freunde nun auch wieder nicht. :wink:

dann sind technische Hilfsmittel für
seinen Arbeitsplatz eine Förderung, die volkswirtschaftlich
sehr sinnvoll sind. Es soll eben niemand übrig bleiben, nach
meinen Vorstellungen. Stell dir einfach 2 Millionen mehr
Beschäftigte vor, die statt Arbeitsersatzzahlungen zu
erhalten, plötzlich Steuern und Abgaben leisten!

Das kann ich mir gut vorstellen. :wink:

Das ist alles
möglich, wir brauchen aber jetzt diese Impulse. Das Ergebnis
ist eine bessere Versorgung für alle.

Ich sehe, wir sind einer Meinung in unseren Zielen. Nur bei
den Wegen scheinen wir leicht unterschiedlicher Meinung zu
sein, weil wir die Wirkung verschiedener Maßnahmen
unteschiedlich einschätzen.

Dann lass uns demnächst über die einzelnen Massnahmen und
deren Wirkung sprechen. Nicht mehr hier, in einem neuen Thread
dann.

Ja, der hier ist lang genug.

Ich habe eine gewisse Hoffnung, dass wir in Zukunft
wieder zu einer vernünftigen Diskussionkultur zurückkehren
können. Die Polemik, auch meine eigene, hilft tatsächlich
niemanden.

Ich bemühe mich. Auf provokationen reagieren wir u.U. alle etaws zu ‚trollig‘. :wink:

cu Rainer

Hallo exc,

Also nochmal die Alternativen: Hier High Tech-Werke mit
Minimalbesatzung und Hardcore-Förderung, dort reichlich
Arbeitsplätze praktisch ohne Subventionen. Das ist die
Konkurrenz der Volkswirtschaften, von der ich die ganze Zeit
rede. Solange wir hier nicht grundlegend etwas ändern, müssen
wir uns eine Handvoll Arbeitsplätze mit Mördersummen erkaufen,

um ein Gleichgewicht herzustellen kann man grundsätzlich zwei Möglichkeiten in Erwägung ziehen:

A) ich nehme links was weg (bei uns) bis wir (kostenseitig oder sozial) so leicht sind wie die Rumänen oder sonstwer
B) ich lege rechts (Rumänien oder sonstwo) so lange was drauf, bis sie genauso schwer sind wie wir!

bislang wird nur über wegnehmen bei uns gesprochen!
und zwar gezielt! (Desinformation)
Ich rege an über Variante B zu sprechen!

Gruß Torsten

Also Exc,

Der Mann hat nichts begriffen

sei doch kein Wadenbeisser, bleib doch sachlich und werd nicht persönlich, tun wir doch auch nicht, ausserdem verhinderst DU mit persönlichen Anfeindungen eine Disk. mit mehreren gegenteiligen Meinung ausser Deiner, denn die lassen das schreiben lieber sein, als sich der Gefahr einer derartigen Pöpelei auszusetzen,
aber mehr Meinungen bereichern die Disk.!..nur mal nebenbei

und ignoriert, daß weder die 38,
noch die 37,5 noch die 35 Stunden-Woche irgendeinen
Arbeitsplatz geschaffen hat.

doch!, vielleicht nicht zwingend geschaffen aber den Bestand gesichert, das geht sogar noch weiter bis zur 30 Std. Woche bei VW und OPEL.

Kannst Du doch nicht vergessen haben, oder?

Gruß Torsten