Hallo,
Komisch, mir fallen da die Spitzensportler meist nicht ein,
sondern eher Namen wie Hundt, Henkel, Stihl …
Gut, wir erteilen Hundt, Henkel und Stihl ein Rede- und
Arbeistverbot. Jetzt sind wir diese Schweine los. Wie positiv
verändert sich unsere Volkswirtschaft jetzt?
Darauf soll ich doch nicht wirklich eingehen? 
Auch bei Vorstandsmitglieder in der
Wirtschaft sind Jahreseinkommen von über einer Million € die
Ausnahme. Verteilt man diese Top-Einkommen in der Summe auf
alle Deutschen, können wir damit alle einmal zum Griechen
essen gehen?
Nach verteilen hatte ich aber nicht gefragt!
Die Manager-Gehälter sind dir zu hoch. Wenn wir sie senken auf
das Niveau eines Sachbearbeiters, weiter annehmen, sie würden
den Job aus Idealismus für dieses Gehalt machen, welchen
volkswirtschaftlichen Nutzen hättest dann du und ich?
Das war ja die Frage. Die Antwort habe ich nict, sonst hätte ich doch nicht gefragt.
Oder hast Du die Frage polemisch verstanden und als Provokation aufgefasst?
Ich bezweifle das! Selbst wenn, wird die Welt
dadurch besser? Gehen wir mal davon aus, dass die
Top-Verdiener auch eine Top-Leistung bringen.
Eine Leistung, die ein hundertfaches der leistung eines
Arbeiters entspricht? Dann ist da der Bewertungsmaßstab
falsch.
Ich wiederhole die Frage von weiter oben. Wir senken die
Top-Gehälter auf ein Niveau von € 100.000,–
Wie bitte? Du wiederholst die Frage, was passiert, wenn die Verbandspräsidenten ein Sachbearbeitergehalt bekommen und schreibst dabei 100.000 Euro? Tippfehler? Den Sachbearbeiter zeig mir mal!
Hier bekommt das ein Sachbearbeiter in drei Jahren nicht!
, einverstanden?
Welche sinnvollen volkswirtschaftlichen Nutzen hätte dies?
Darüber kann man nachdenken, wenn man die Zahl kennt.
Wird die
Volkswirtschaft einen Nutzen haben, wenn es diese
Top-Leistungen nicht mehr gibt?
Die dürfen ruhig weiter arbeiten.
Aber wie wär’s z.B.:
wenn sie wie AN behandelt werden? Wenn ich hier groben Unfug
machen würde, würde ich mit drei Monatsgehältern in regress
genommen. Tut das ein Top-Manager z.B.: bei der Telekom,
bekommt er einige Millionen und die Zeit, die auszugeben. 
Du sprichst von Ron Sommer, oder?
Ja, ich bin nur einfach nicht auf den Namen gekommen. 
Nun beweise mir mal, welchen groben Unfug er gemacht hat?
Frag die, die ihn gefeuert haben.
War er nicht eher der
braungebrannte Sonnyboy, der es zusammen mit Manfred Krug
geschafft hat, Abermillionen durch den Börsengang zu
kapitalisieren?
Was hat denn nun der Krug wieder damit zu tun? Kocht Frau Feldbusch Spinat?
Diese ganze Börsen-Euphorie, als der „Kleine
Mann“ in ungeahnter Gier Aktien gezeichnet hat, um an die
schnelle Mark zu kommen, war doch mehr als grotesk.
Nein, grotesk nicht. Da ist wieder Geld weg. … Nein, weg ist es ja nicht, es gehört nun nur anderen.
Wieder denen, bei denen auch die Subventionen für den Osten sind.
Wenn niemand Geld hat, wo sind die Milliarden dann gebleiben? Hat die wer verbrannt? 
Diese Zeit
hat die seltsamsten Blüten getrieben und viele Manager kamen
ins Rampenlicht der Medien. Im Mannesmann-Vodaphone-Deal
wurden irrwitzige Millionen an Geldern für die scheidenden
Vorstände gezahlt. Hättest du die Zahlungen für deine Familie
und dich abgelehnt, wenn du in der Position gewesen wärest?
Natürlich nicht!
Nochmal zurück zum Brett „Inlandspolitik allgemein“: Welchen
volkswirtschaftlichen Nutzen hätte eine Politik, die den
Top-Managern geringere Entgelte vorschreiben würde?
Unterstellst Du mir schon wieder etwas?
Oder reden
wir hier über Moral und Ethik? Falls ja, verwechselst du das
nicht mit Neid?
Du kannst Neid nennen was Du willst.
Davon abgesehen: Manager-Gehälter sind entgegen den Gehältern
von Arbeitnehmern und Arbeitern in den letzten Jahren deutlich
gesunken.
Habe ich nicht kürzlich das Gegenteil gehört oder gelesen?
Ich habe dir einen Link dazu geschickt. Hast du den gelesen?
Ja.
Weisst du jetzt, was Geschäftsführer in der Industrie
durchschnittlich erhalten? War das für dich überraschend?
Nein, das war keine Überraschung. Diese zahlen hatte ich etwa vermutet.
Das ist recht schwierig. Ohne Diplom oder Dr. bekommt niemand
die Chance, seine Eignung nachzuweisen. Und nicht jeder ist in
der lage, einen Titel zu erwerben.
Das ist doch logisch. Die Ausbildung gehört doch zum
Ausleseverfahren für die wenigen Positionen im Management. Es
gibt genügend Beispiele von Menschen, die auf dem 2.
Bildungsweg in Top-Positionen gekommen sind. Aber sicher ist
der Weg nach oben schwierig und steil. Aber was willst du
sagen? Es hat nicht jeder die Chance dazu?
Das wäre wieder ein anderes Thema. Ich will sagen, daß die kleinen Einkommen zu niedrig sind.
Wie hoch ist in etwa die Summe, die da unvernünftig viel
‚verdient‘ wird? Würde in der Wirtschaft nicht mehr verdient,
als in der Politik, (Ministergehälter) wie hoch wäre der
‚Überschuß‘? 
Ich denke, du gehst von falschen Voraussetzungen aus. Es gibt
Ausnahmen, die solche Top-Einkünfte haben. Im Schnitt
verdienen Geschäftsführer etwa T€ 120 - 150. „Im Schnitt“
heisst, dass auch viele GF darunter verdienen. Du kannst das
hier einmal nachlesen:
http://www.manager-magazin.de/koepfe/artikel/0,2828,…
Fazit: Von den Managergehältern können wir die Volkswirtschaft
nicht berreichern weil 1) es gibt nicht soviele davon 2) sie
sind viel niedriger, als du vermutlich glaubst und 3) der
betriebswirtschaftliche Nutzen durch die Leistungsanreize ist
höher, als die Kosten, die solche Gehälter verurschaen. Diese
Nutzen kann man auf die Volkswirtschaft übertragen.
Dann werde ich mal sehen, ob ich genau dazu Zahlen finde.
Gut, aber was bringen diese Zahlen? Ich habe immer den
Eindruck, als wenn Du einen ganz persönlichen Frust hast.
Das kommt darauf an, was Du damit meinst.
Wenn Du meinst, ich beschwere mich dauernd, daß ich weniger arbeiten will, aber dafür das doppelte Gehalt fordere, irrst Du Dich.
Wenn Du meinst, daß ich mich ärgere, wenn meinen Bekannter, der arbeitslos ist und als Diplomvolkswirt mit 55 einfach keinen Job mehr findet, als fauler Schmarotzer bezeichnet wird, dann hast Du Recht.
Dann
sucht man gerne nach einer Person oder einen Personenkreis,
den man für seinen persönlichen Frust verantwortlich machen
möchte. Aber ungeachtet davon, möchte ich dich einmal bitten,
doch ganz persönliche Vorschläge zu machen, welche politischen
Massnahmen geeignet sind, die Volkswirtschaft zu gesunden.
Wenn ich dazu konkrete, praktikable Vorschläge hätte und einiges mehr an Wissen über die Zusammenhänge und Hintergründe, würde ich eine Partei gründen und etwas ändern.
Meine Positionen sollten zwischenzeitlich bekannt sein. Wir
wollen doch am Ende dasselbe: Sichere Arbeitsplätze und mehr
netto in der Tasche, oder nicht?
So weit sind wir und einig. Ich würde dann noch die Untergrenze etwas nach oben verschieben wollen. 
Aktuell geht es in der Politik aber um Reformen, die genau auf das Gegenteil ausgerichtet sind. Das ist mein Thema.
Bevor Du darüber nachdenkst, inwieweit ich persönlich betroffen bin.: Vermutlich werde ich selbst sogar von den Reformen profitieren. 
cu Rainer