Hallo Igel,
Worauf ich aber eigentlich antworten will, ist dieser Satz:
‚Glauben heißt - nicht wissen‘
Das, was ich unter Glauben - religiösem Glauben - verstehe,
ist die definitive Sicherheit, daß Gott (welcher auch immer)
existiert.
ich erweitere den oben gesagen Satz damit ich ihn unterstützen kann.
ist meine persönliche definitive Sicherheit, daß…
Ich sehe hier einen wichtigen Unterschied zum
umgangssprachlichen Gebrauch des Wortes. Wenn ich
glaube, daß ich ein Beispiel richtig gelöst habe, dann
vermute ich es, bin mir mehr oder weniger sicher, aber nicht
vollständig. Ansonsten würde ich sagen „ich bin mir
sicher, daß es stimmt“.
Soweit klar
Glauben im religiösen Sinn bedeutet dagegen eine Sicherheit,
wie ich selbst sie nur gegenüber wissenschaftlich erwiesenen
Dingen habe.
da taucht das wichtige Wort ich selbst auf. so meine ich das auch. Du hast diese Sicherheit subjektiv, aber objektiv kannst Du sie nicht haben, sonst wäre es kein Gleuben, sondern Wissen.
In diesem religiösen Sinn glaube ich fest
daran, daß Moleküle aus Atomen bestehen und diese wiederum aus
Protonen, Elektronen und Neutronen,… Ich habe noch nie ein
Elektron gesehen oder ein einzelnes Proton als solches
wahrgenommen, aber ich glaube fest an ihre Existenz.
Es gibt aber reproduzierbare Experimente, die mit dem Modell(!) Atom Molekül … gut in Einklang zu bringen sind. Eine absolute Gewissheit gibt es auch in den Naturwissenschaften nicht, aber es gibt Modelle, die Sachverhalte recht gut beschreiben. Insofern ist das mehr als ein subjektiver Glaube.
Ich
kann weder seine Existenz noch sein Nichtvorhandensein
beweisen.
Das wissen wir seit Kants ‚Kritik der reinen Vernunft‘
Dort wollte Kant einen hieb- und stichfesten Gottesbeweis liefern und mußte zu seinem eigenen Erstaunen feststellen, daß die Situation indifferent ist. Die Existenz Gottes läßt sich mit formalen logischen Mittel weder belegen, noch wiederlegen.
Daher schließe ich weder das Eine noch das andere
von vornherein aus. Ich versuche ein Leben im Sinn des
Christentums zu führen, weil es mir persönlich gut tut und
auch den Menschen rund um mich herum.
Das möchte ich Dir nicht nehmen (und das ist keine Ironie!!!)
Wie sagte schon der alte Fritz (oder wars der große Kurfürst?)
Jeder nach seiner Facon
Gandalf