Euro-amerikanische Kreuzzüge

ich freue mich auf den tag, an dem der iran bekannt gibt, dass
er atomwaffen besitzt. denn dies ist die einzige möglichkeit
für einen staat, sich gegen den westen durchzusetzen.
wahrscheinlich werdet ihr mich jetzt als dumm und wahnsinnig
oder terroristen hinstellen, aber das ist ja normal. man
braucht halt einen gegner.

Sag mir nur Eines: Wie willst Du Dich jemals bei den Opfern
entschuldigen, wenn diese Waffe dann durch die (im
Staatshaushalt des Iran ganz offiziell aufgeführten
Hisbollah-Gruppen) gegen Isreal oder Amerika eingesetzt wird.
Nicht gegen Deutschland. Keiner nimmt Deutschland wichtig
genug um da eine Atombombe reinzuwerfen. Aber zum Beispiel
Israel, dessen Ausradierung ja schon lange lautstark von den
Mullahs gefordert wird, über deren Atomwaffenbesitz Du Dich so
freuen willst. Oder willst Du dann einfach wegschauen?

ab dann würde ich nicht mehr wegschauen wollen. aber ich kann
nicht wegen jeder vermutung oder drohung einen krieg starten
und ein politisch intaktes land wie den iran oder china
angreifen wollen. wir können nicht wegen spekulationen und
worten kriege führen. wenn wir das tun, ist das ein zeichen
von fehlendem intellekt.
wenn wir alleine so simple sachen wie das kopftuch nicht
verstehen, wie wollen wir dann politik betreiben - außer mit
der waffe.

Aha, also wenn die Bombe erstmal explodiert ist, würdest Du
nicht mehr wegschauen wollen … und einen halben Satz weiter
bezeichnest Du den Gedanken, das vielleicht im Vorfeld zu
verhindern als „fehlenden Intellekt“?

richtig. als jemandem mit fehlendem intellekt(anwesende ausgeschlossen) bezeichne ich jemanden, der den krankenwagen ruft, bevor er über die straße geht, weil die wahrscheinlich, dass er von einem auto überfahren wird, besteht. (ganz nebenbei - diese wahrscheinlichkeit ist übrigens sehr hoch im gegensatz zum abwurf einer atombombe.)

die letzten berichte der syrischen atombombenherstellungsanlage, die in den medien bei pressekonferenzen in den usa probagiert wurde, war wieder mal der lacher schlecht hin.

ich hatte zuerst noch mehr geschrieben, aber das ufert ja
immer so sehr aus…

Es geht darum, einen weiteren Krieg zu verhindern.

mich würde eigentlich nur interessieren, welchen krieg du
verhindern willst?

Zum Beispiel den nächsten. Denn irgendwann muss man sich ja
mal mit Ahminedschad und seinem Atomprogramm
auseinandersetzen.

KONKRETE Ideen?

dürfte ich putin mal ins spiel bringen?

ist der dumm/naiv oder wahnsinnig/ein judenhasser?

oder aber stimmt etwas nicht mit unserem bild?

Hallo,

Putin war Präsident eines Landes, das a.) durchaus verzweifelt
versucht, eine Position als Supermacht zu halten, der es nicht
mehr gerecht werden kann

du meinst, weil es nicht so „hyperaktiv“ ist? kann man nur froh sein…noch mehr solche chaoten und die erde wäre nicht mehr rund.

und b.) eines Landes, das jedes
Geschäft braucht um wirtschaftlich wieder auf die Beine zu
kommen.

klingt fast wie ein vorwurf…

willst du nicht noch auf die menschenrechtsverletzungen und die fehlende medienfreiheit oder die unterdrückung der schwulen eingehen? würde grad passen:wink:

Erstens war meine Vermutung deutlich durch ein „vielleicht“ gekennzeichnet und zweitens, ich befürchte, man wird wird es wirklich vielleicht die Zeit der Wegseher nennen. Oder, falls genügend Leute wegsehen wird man es vielleicht auch irgendwann den Anfang vom Ende der westlichen Kultur nennen. Eines der Kennzeichen einer aus Altersgründen sterbenden Kultur war ja immer schon Uneinigkeit und Desinteresse. Aber das ist ja nur einer von etwa fünfzig Punkten auf der Kultur-Lebenszyklusliste, also keine Sorge.

Gruß
Peter B.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

amerika kann sich nur selbst helfen.

Das Problem mit Amerika ist, dass die einfach nicht wegschauen
können. Vielleicht ein bißchen hyperaktiv.

sagst du mir noch, warum?
und welche schlussfolgerung ziehst du für deutschland daraus,
also was bringt die verniedlicht ausgedrückte hyperaktivität
der welt?

Dazu müsstest du zunächst einmal unterschiedliche kulturelle Parameter betrachten. Für Deutsche ist Demokratie eine Regierungsform und eine Verfassung im Prinzip ein Stück Papier, auf das jemand mal geschrieben hat, was für Deutschland grundsätzlich richtig oder falsch sein soll. Die meisten Deutschen wissen nichts über ihre Verfassung oder woher sie stammt (was ja auch der poltischen Kaste heftigstes Mogeln ermöglicht hat).
Amerikaner wissen erheblich mehr über ihre Verfassung und die dazugehörigen Zusätze. Die Wahlbeteiligungen liegen hier selbst bei Kommunalwahlen normalerweise über neunzig Prozent. Und Demokratie und die Constitution haben über den reinen Wortlaut und die unbestreitbare Tatsache dass natürlich auch die amerikanische Verfassung auf Papier geschrieben wurde hinaus eine beinahe sakrosankte Bedeutung. Das wird mit Klauen und Zähnen verteidigt.
Ein anderer signifikanter Unterschied ist, dass die meisten Amerikaner durchaus stolz darauf sind, Amerikaner zu sein. Die Leute haben ein Gefühl dafür frei zu sein und achten sehr darauf, es zu bleiben. Das führt bisweilen zu Effekten über die man in Europa lächelt, wenn z.B. der Gemüsehändler Smith eine Verfassungklage gegen den Präsidenten einreichen kann, die auch noch wirklich verhandelt wird und der kleine Mann, sollte sich das als begründet erweisen auch damit durchkommt. Ein Deutscher würde normalerweise nicht einmal gegen die örtliche Polizeidienststelle klagen, weil er weiß, dass er damit nicht durchkommt, egal ob er im Recht ist und gleichgültig, was im Gesetz steht.
Wenn Deutsche von einer amerikanisierten Welt reden, dann meinen sie oft Coca Cola. Es gab ja diesen Slogan schon mal, kein Blut für Coca Cola. Während man in Amerika fleißig alles Mögliche aus Europa übernimmt. Allgemein sind die Amerikaner in dieser Hinsicht recht offen. Da regt sich keiner darüber auf, dass ein Haufen gerade deutscher Worte sich in die Sprache einschleicht, dass in etlichen Städten Bratwurstbuden statt Hotdog-Ständen aus dem Boden sprießen oder auch, dass in Teilen des Südens bereits eine fast ausschließlich mexikanische Restaurantkultur blüht. Es gibt immer wieder mal Probleme, schließlich ist die Einwanderungsrate auf die Bevölkerung umgerechnet beinahe zwanzig Mal so hoch wie in Deutschland. Aber irgendwie kriegen die das hin und nehmen immer noch Leute mit offenen Armen auf. Weil, und das weiß ein jeder Amerikaner aus der Verfassung, alle Menschen gleich und mit gottgegebenen Rechten ausgestattet ist. Und wenn diese Menschen nun auch noch Teile ihrer Kultur mitbringen, dann sind die Amerikaner eher neugierig als ablehnend. Jedenfalls die, die ich so treffe.
Was ist die Kehrseite der Medaille. Der Lebensstandard ist niedriger als in Deutschland. Viele Leute haben zwei Jobs oder schaffen Überstunden. Trotzdem ist die Stimmung besser. Und die Leute haben diese absolut durchgeknallte Idee, dass, wenn es Ihnen in Freiheit gut geht, dass Freiheit vielleicht auch keine schlechte Idee für andere Leute ist. Nennen wir es einfach mal fehlendes Verständnis für Leute, die sich in Unfreiheit ergeben oder, was aus diesem Blickwinkel sicher noch verwerflicher ist, die sagen, sie haben Freiheit, der Rest der Welt soll mir den Buckeln runterrutschen. Eben weil ihre Freiheit, die ganze Demokratie, so sakrosankt ist. Und weil Amerika noch eine durchaus junge Nation ist, die ständig dadurch, dass die Macher aus aller Welt zuströmen noch mehr Power erhält, mischt sich das Ganze zu der erwähnten Hyperaktivität. Ein Massenmörder ist ein Massenmörder, da wird nicht hundert Jahre drüber diskutiert.

Das stört doch die ganze deutsche
Bequemlichkeit, die wir und erst sechzig Jahre vorher mit
amerikanischer Hilfe aufgebaut haben.

richtig. aber deutschland ist kein rezept für die ganze welt.

Lernen ist zunächst einmal schauen, was funktioniert hat und
was nicht, nicht wahr?

ich muss jetzt noch mal fragen: du vergleichst deutschland mit
afghanistan oder dem irak oder dem sudan usw.?

Da mischst du wieder fleißig. Aber ja, ich vergleiche und halte den Vergleich für zulässig. Fangen wir mit Afghanistan an. Das Land stand unter einer Gewaltherrschaft (wie Deutschland seinerzeit auch) die auf einer religiös-ideologischen Basis begründet wurde. Diese Gewaltherrschaft schlug nach außen, wenn auch mangels Mitteln nicht in dem Maße wie es in Deutschland geschah. Die Gewaltherrschaft wurde durch militärische Mittel von außen beseitigt. Es wurde eine ganze Weile geschimpft (z.B. der Begriff der Siegerjustiz), aber das Land wurde mit Care-Paketen erstmal wieder auf eine Ernährungsbasis gestellt (es ist sogar die gleiche Organisation, die das tut). Die lokale Verteilung durch zivile Stellen funktioniert mehr schlecht als Recht (Adenauer wurde ja vom britischen Militägouverneur als Bürgermeister von Köln abgesägt, weil er das auch nicht hinbrachte) aber es geht voran.
So, jetzt kann ich Dir die gleiche Liste für den Irak aufzählen. Da ist die Ähnlichkeit durch den ehemaligen Führer mit Personenkult sogar noch frappierender.
Der Sudan, den Du immer so gerne mit reinmischst, ist eine andere Geschichte. Im Sudan gibt es einen Bürgerkrieg, in dem die Regierung Nomaden, die bereits im vorigen Bürgerkrieg ihre Verbündeten waren, die Opposition in den Provinzen auf bestialischste Weise abschlachten läßt. Es wäre ein Problem, dass sich wiederum nur durch einen militärischen Einsatz von außen lösen lassen würde, aber die Amerikaner, die als einzige bereit wären, einm solchen UNO-Mandat zu folgen, sind bereits an zu vielen Stellen verwickelt und europa erweist sich mal wieder als unfähig. Also geht das Morden weiter.

wenn du arzt wärst, würdest du versuchen eine grippe mit
chemotherapie zu heilen, wenn du den virus nicht isolieren
könntest, weil die chemotherapie beim krebs funktioniert hat?

Nein, aber was hat das mit diesem Fall zu tun? Würdest Du einen Beinbruch mit Homöopathie heilen?

Denk mal drüber nach, dass gerade Deutschland ein Beispiel
ist, dass diese Ideen schon sehr lange existieren und durchaus
auch funktioniert haben, wenn man ihnen Zeit genug gab.

deutschland ist ein bsp.für ein volk, welches seit fast 140
jahren vereint ist und dies auch immer wieder anstrebt wie
frankreich oder amerika. aber das ist nunmal nicht überall so.
doch so lange man das dem fußvolk vormacht, wird das auch
daran glauben.
ich hoffe, du glaubst nicht irklich, dass demokratie das
vorrangige ziel amerikas ist.

Erzähl mal, was glaubst du denn ist das vorrangige Ziel. du
scheinst das ja zu wissen? Vielleicht kennst du ja auch die
Amerikaner besser als ich, ich lebe ja nur unter ihnen.

das vorangige ziel ist macht, bodenschätze, zu verhindern,
dass das millitär abgebaut wird. nichts wäre katastrophaler
für amerika als eine senkung des millitäretats aufgrund
schwindender kosten wegen fehlender kriegseinsätze.

Oh Mann, was liest Du? Also Bodenschätze? Die gibt es in Afghanistan nicht, gibt es im Kossowo nicht, gibt es in Vietnam nahezu nicht und die paar die es gab wurden zwar von den Amerikaner gesichert, aber blieben im Besitz der Südvietnamesen. In Korea gab es keine und im Irak verfügt die gewählte irakische Regierung über das Öl und das Geld daraus. Für die Amerikaner blieben immer nur die Kosten.
Macht ist ein sehr abstrakter Begriff. Macht ist, was man tun kann, nicht, wie viel Macht man dadurch verliert, dass man sie an allen Enden der Welt verschleißt. Amerika ist sicher militärisch mächtiger, wenn es über freie Truppen verfügt, als wenn diese Truppen überall gebunden sind. Jede Streitmacht ist das.
Und Wehretats? Das ist lachhaft. In absoluten Zahlen, da gebe ich Dir Recht, ist das eine enorme Summe. In Prozent des Bruttosozialprodukts (oder auch einfach im Vergleich mit den gesamten Steuereinnahmen) ist es immer noch weniger, als in den meisten anderen Ländern der Welt, inklusive Deutschland. Das passt jetzt vielleicht nicht in Dein Weltbild, aber so ist es nun einmal.

da du mir aber nicht glaubst, erkläre mir bitte, wenn
demokratie ein ziel ist, wie stellen sich die usa eine
demokratie mit den stämmen afghanistans vor? wenn demokratie
wirklich das ziel ist, diese aber mit gewalt erreicht werden
muss, wie sieht deiner meinung nach der plan für diese
demokratie aus?
so viel ich weiß, geht der russe nicht mal ohne plan aufs klo,
also was hat der ami für einen?

Die Amerikaner haben einen Spruch „Flying by ear“. Die gehen auch ohne Plan aufs Klo. Und was die Vorstellung von Demokratie angeht, so ist diese Recht einfach: Ein Bürger, eine Stimme, am Ende zählen und der, der die meisten Stimmen hat wird Boss für die nächsten x Jahre. Und wenn er sich nicht an die Gesetze hält, dann kann man ihn auch vor der Zeit rausschmeißen.
Und was das Gewaltargument angeht, ist dir vielleicht beim Studium der Geschichtsbücher, so Du das denn betreibst, aufgefallen, dass keine Demokratie der Welt ohne Gewalt entstanden ist? Die Amerikaner haben erstmal die Engländer rausschmeißen müssen und nebenher ja auch noch eine Rolle in England gegen Frankreich gespielt. Die Franzosen sind im ersten Versuch (nach der franz. Revolution) eingelaufen und mussten das nach monatelangen Kommunenkämpfen in Paris gleich zweimal durchziehen. Deutschland hat den 1.Weltkrieg verloren, es versemmelt und musste es erst nach dem wiederum verlorenen 2.Weltkrieg aufoptruiert bekommen, usw, usw. Nun ist auch der Irak in der Liste. Dort gibt es zum ersten Mal seit Jahrzehnten eine gewählte Regierung. aber statt diesen Prozess zu unterstützen ist ja jeder dagegen weil die bösen Amis ja nur das Öl wollen. Ach ja, Afghanistan hat zum ersten Mal seit 1978 auch eine gewählte Regierung. Davor gab es 5 Jahre Republik, 43 Jahre konstitutionelles Königreich und davor die britische Kolonialherrschaft. Man sollte vielleicht diesen ersten Gehversuchen auch hier eher Hilfe angedeihen lassen statt ihnen den Teppich unter den Füßen wegzuziehen.

Gruß
Peter B.

ich freue mich auf den tag, an dem der iran bekannt gibt, dass
er atomwaffen besitzt. denn dies ist die einzige möglichkeit
für einen staat, sich gegen den westen durchzusetzen.
wahrscheinlich werdet ihr mich jetzt als dumm und wahnsinnig
oder terroristen hinstellen, aber das ist ja normal. man
braucht halt einen gegner.

Sag mir nur Eines: Wie willst Du Dich jemals bei den Opfern
entschuldigen, wenn diese Waffe dann durch die (im
Staatshaushalt des Iran ganz offiziell aufgeführten
Hisbollah-Gruppen) gegen Isreal oder Amerika eingesetzt wird.
Nicht gegen Deutschland. Keiner nimmt Deutschland wichtig
genug um da eine Atombombe reinzuwerfen. Aber zum Beispiel
Israel, dessen Ausradierung ja schon lange lautstark von den
Mullahs gefordert wird, über deren Atomwaffenbesitz Du Dich so
freuen willst. Oder willst Du dann einfach wegschauen?

ab dann würde ich nicht mehr wegschauen wollen. aber ich kann
nicht wegen jeder vermutung oder drohung einen krieg starten
und ein politisch intaktes land wie den iran oder china
angreifen wollen. wir können nicht wegen spekulationen und
worten kriege führen. wenn wir das tun, ist das ein zeichen
von fehlendem intellekt.
wenn wir alleine so simple sachen wie das kopftuch nicht
verstehen, wie wollen wir dann politik betreiben - außer mit
der waffe.

Aha, also wenn die Bombe erstmal explodiert ist, würdest Du
nicht mehr wegschauen wollen … und einen halben Satz weiter
bezeichnest Du den Gedanken, das vielleicht im Vorfeld zu
verhindern als „fehlenden Intellekt“?

richtig. als jemandem mit fehlendem intellekt(anwesende
ausgeschlossen) bezeichne ich jemanden, der den krankenwagen
ruft, bevor er über die straße geht, weil die wahrscheinlich,
dass er von einem auto überfahren wird, besteht. (ganz
nebenbei - diese wahrscheinlichkeit ist übrigens sehr hoch im
gegensatz zum abwurf einer atombombe.)

Es gibt einen Unterschied: Eine Atombobme ist eine Waffe. Sie ist weniger dazu konzipiert über die Straße zu gehen.
Was Deine Wahrscheinlichkeitstheorie angeht, so muss ich die jetzt leider auch wieder zerreißen. Im Laufe der letzten vierzig Jahre wurden mehrfach Atombomben einsatzbereit gemacht und es war nur eine Frage von Stunden und reines Glück, dass die Einsatzbefehle zurückgezogen wurden. Israel unter Golda Meir hatte seine Bomben scharf als es damals zuerst so aussah, als würde Israel überrolt werden (nachdem die Araber heftig verloren, war der Einsatz nicht mehr notwendig). Indien und Pakistan waren bereits zweimal so weit, beide Male konnte allerdings noch von Diplomaten vermittelt werden. Sogar Frankreich hat im Indochina-Konflikt Bomben auf die Absprungbasen verlegt. Bisher war es einfach nur Glück, aber nur ein sehr verzweifelter Spieler würde sich darauf verlassen, immer Glück zu haben.

die letzten berichte der syrischen
atombombenherstellungsanlage, die in den medien bei
pressekonferenzen in den usa probagiert wurde, war wieder mal
der lacher schlecht hin.

Du bist echt der König der Propagandamixer, was? Also: Die Aussage war eine Atomanlage, die möglicherweise zur Anreicherung geeignet sien könnte. Syrien hat diese Anlage ja auch bisher soweit ich weiß nicht von der Internationalen Atombehörde überprüfen lassen. Was also ist daran lachhaft?

ich hatte zuerst noch mehr geschrieben, aber das ufert ja
immer so sehr aus…

Es geht darum, einen weiteren Krieg zu verhindern.

mich würde eigentlich nur interessieren, welchen krieg du
verhindern willst?

Zum Beispiel den nächsten. Denn irgendwann muss man sich ja
mal mit Ahminedschad und seinem Atomprogramm
auseinandersetzen.

KONKRETE Ideen?

dürfte ich putin mal ins spiel bringen?

ist der dumm/naiv oder wahnsinnig/ein judenhasser?

oder aber stimmt etwas nicht mit unserem bild?

Hallo,

Putin war Präsident eines Landes, das a.) durchaus verzweifelt
versucht, eine Position als Supermacht zu halten, der es nicht
mehr gerecht werden kann

du meinst, weil es nicht so „hyperaktiv“ ist? kann man nur
froh sein…noch mehr solche chaoten und die erde wäre nicht
mehr rund.

Och, eigentlich sind die ziemlich aktiv. Die Whiskey-U-Boote des Iran haben sie gerade aufgefrischt weil man die ja eventuell gegen die Amis brauchen könnte. Dann haben sie ja noch die Verträge in Lybien zu erfüllen, haben den Chinesen mit den 9-3 und 9-4 Booten geholfen, verhandeln gerade mit Nordkorea über mehr Trägersysteme und so weiter. Und außerdem versuchen sie ja noch, ein halb fertiges Akula zu verscheurn. Der Atommarkt läuft auch nicht schlecht, die liefern in alle Welt.

und b.) eines Landes, das jedes
Geschäft braucht um wirtschaftlich wieder auf die Beine zu
kommen.

klingt fast wie ein vorwurf…

Es gibt Grenzen, wem man welche Technologie in die Hand geben sollte. Aber diese Grenzen werden in Russland offensichtlich anders gesehen. Da verdient man das Geld mit der Technologielieferung an den Iran und sieht danach fleißig weg. Denn was der Iran damit macht, ist ja ein internes Problem des Iran, nicht wahr?

willst du nicht noch auf die menschenrechtsverletzungen und
die fehlende medienfreiheit oder die unterdrückung der
schwulen eingehen? würde grad passen:wink:

Menschenrechtsverletzungen und die Medienproblematik hast du schon erwähnt und von Schwulen verstehe ich ehrlich gesagt nicht genug, um mitzureden. Mir fehlt da irgendwie der Antrieb.

Gruß
Peter B.

ich befürchte, man wird wird es
wirklich vielleicht die Zeit der Wegseher nennen.

lol…vielleicht…ok…
ich nehme an, su möchtest unser militärisches „engagement“ erhöhen. dann wird man in zukunft nicht mehr schlecht über die vergangenheit reden so wie man es heute über die vergangenheit tut.
ich meine, schließlich kann man 3000 jahre zurückschauen und sagt immer: nur gut, dass die damals nicht weggeschaut haben.

Oder, falls
genügend Leute wegsehen wird man es vielleicht auch irgendwann
den Anfang vom Ende der westlichen Kultur nennen.

keine sorge, das schaffen wir auch ohne wegzusehn. imperien fallen nicht, weil sie pazifistisch werden, sondern weil sie zu viel geld für kriege ausgeben und das volk dafür zahlt.

Und was das Gewaltargument angeht, ist dir vielleicht beim
Studium der Geschichtsbücher, so Du das denn betreibst,
aufgefallen, dass keine Demokratie der Welt ohne Gewalt
entstanden ist?

gab es denn in irgendeiner demokratie stämme? gab es irgend eine demokratie, von oben herab demokratisiert wurde und jetzt eine demokratie ist?

du sagst, das ziel sei, eine demokratie zu schaffen zwischen dem iran, und pakistan? …quasi der platz an der sonne…

du willst eine demokratie in einem land schaffen, welches uneinig ist? ich gebe dir recht. das geht. schließlich gelang dies bismarck auch.
schau doch noch mal bitte nach, wie lange deutschland von der kleinstaaterei bis zur vereinigung 1871 gebraucht hat.
und wenn du das weißt, dann sag mir noch schnell, gegen welche länder du dann kämpfen willst, um diese freiheit des jahres 1871 bzw. 1776. pakistan oder iran oder gegen wen?
die gleiche frage gilt für amerika, welches gegen england und frankreich kämpfte.

und bitte sag nicht, ich mische, denn du selbst sagst, demokratie braucht gewalt zum enstehen.
was du nicht sagst, ist, dass demokratie bürger braucht - und zwar nicht nur in der hauptstadt.

die letzten berichte der syrischen
atombombenherstellungsanlage, die in den medien bei
pressekonferenzen in den usa probagiert wurde, war wieder mal
der lacher schlecht hin.

Du bist echt der König der Propagandamixer, was? Also: Die
Aussage war eine Atomanlage, die möglicherweise zur
Anreicherung geeignet sien könnte. Syrien hat diese Anlage ja
auch bisher soweit ich weiß nicht von der Internationalen
Atombehörde überprüfen lassen. Was also ist daran lachhaft?

nein, es geht um das bild. du stimmst mir sicher zu, dass das militär in der lage ist, ein haar auf dem fussboden zu zeigen. und stattdessen zeigt man eine kaputte halle in schlechterer qualität als in google earth.

bei der pressekonferenz hätte man genauso sagen könne, dass es eine geplante schokoladenfabrik gewesen sei, denn mehr als eine halle war nicht zu sehen.

du weißt doch selbst, dass nie mehr gelogen wird als im krieg, um menschen zu überzeugen, die entscheidungen treffen oder aber entscheidungsträger wählen.
wie sollte in einer demokratie sonst ein krieg egrechtfertigt werden…

dazu wird es nicht kommen, auch wenn der iran atomwaffen
besitzt. du kannst das glauben oder nicht. aber ich vertraue
putin.

Putin ist Geschichte, mach dich mal über die aktuelle
Entwicklung schlau. Und selbst wenn, welchen Einfluß hat er
denn darauf? Mal wieder völlig Glaube an der Realität vorbei.

und du möchtest mir etwas über russland erklären? …lächerlich:smile:

Alles für Deutschland, lass den Rest der Welt verrecken.
Bravo!

womit willst du die welt retten? mit den 10mio euro an nahrungsmittel für die welthungerhilfe oder den streubomben, die wir nach neuseeland liefern?

p.s.: es sind übrigens nicht soldaten, die ich nicht schätze,
sondern politiker, die meinen, sie müssten deutschland an die
spitze der weltpolizei bringen. berühmtheiten stehe immer im
fadenkreuz. man sollte daran denken.

Wir leben in einer globalisierten Welt. Ich habe also
ernsthaft meine Zweifel, dass man sich immer wird raushalten
können. Und die internationalen Verflechtungen und
Abhängigkeiten sind so stark, dass man sich nicht einmal den
Gesichtsverlust immer leisten kann. Selbst wenn Deutsche über
Begriffe wie Ehre und Stolz überheblich lächeln, es gibt
andere Teile der Welt (tatsächlich sehr große Teile) in denen
auch das Beweggründe sind. Deutschland sollte, auch wenn es
keine Ehre und keinen Stolz hat, zumindest versuchen, das
insoweit zu begreifen, dass es diese Parameter versteht und
wieder ins Kalkül zieht.

das ist der erste absatz von dir, den ich verstehe und den ich nachvollziehen kann.

ich hoffe, du versuchst zu verstehen, dass „gesichtswahrung“ nichts mit dem angriff auf den irak zu tun hat.

für mich persönlich hätten sie amerikaner am meisten gesicht gewahrt, wenn sie nach dem 11. september nicht mit krieg geantwortet hätten.

dank der ehm…wem eigentlich(???)…konnte man ja innerhalb von tagen sagen, dass afghanistan das übel allen ursprungs ist. faszinierend.

ich befürchte, man wird wird es
wirklich vielleicht die Zeit der Wegseher nennen.

lol…vielleicht…ok…
ich nehme an, su möchtest unser militärisches „engagement“
erhöhen. dann wird man in zukunft nicht mehr schlecht über die
vergangenheit reden so wie man es heute über die vergangenheit
tut.
ich meine, schließlich kann man 3000 jahre zurückschauen und
sagt immer: nur gut, dass die damals nicht weggeschaut haben.

Oft genug ja, oft genug nein. Ich propagiere gar nicht den Krieg als Mittel zur Lösung aller Konflikte. Wie mehrfach, auch in den anderen Threads erwähnt, ist es a.) eine Frage der Verhältnismäßigkeit und b.) der Optionen. Nur Ignoranz ist keine Option.

Oder, falls
genügend Leute wegsehen wird man es vielleicht auch irgendwann
den Anfang vom Ende der westlichen Kultur nennen.

keine sorge, das schaffen wir auch ohne wegzusehn. imperien
fallen nicht, weil sie pazifistisch werden, sondern weil sie
zu viel geld für kriege ausgeben und das volk dafür zahlt.

Ach ja? Erlaube mir, Dein Geschichtswissen etwas aufzuhellen. Das altsumerische Reich endete mit der Eroberung durch die Gudäer. Eine der Hauptursachen dieser Niederlage war, dass sich die innerhalb des sumerischen Reiches vereinten Stadtstaaten eben nicht einig waren. Ein paar kämpften gegen den Angreifer, der Rest sah weg weil man sich doch wegen der Entfernung recht sicher glaubte. Das Ende sah für alle gleich aus und sowohl die Städte der Verteidiger als auch der Wegseher sind heute Ruinenfelder mit wunderbaren Ausgrabungsmöglichkeiten.
Das Neusumerische Reich, das sich zweigundert Jahre später noch einmal erhob (nachdem die Gudäer aus Uneinigkeit schwach wurden), endete dann durch Einfall der Gudäer, weil es die Sumerer wieder fertig brachten, sich nicht zu verteidigen.
Das zweite Babylonische Reich fiel durch Verrat. Mit anderen Worten, da hatte sich die politische Uneinigkeit soweit fortgesetzt, dass die Perser von einer erbosten Priesterschaft in die Stadt gelassen wurden. Erst mit der Eroberung Alexanders wurde Babylon wieder frei (jedenfalls empfanden das wohl die Babylonier so, denn de facto gehörten sie jetzt einfach zu Alexanders Reich). Unter den Seleukiden verlor die Stadt sukzessive an Bedeutung und wurde irgendwann verlassen. Das Ende kam also nicht durch Krieg sondern einfach dadurch, dass Babylon den Anschluß verpasst hatte und aus dem Dämmerschlaf nicht mehr erwachte.
Ägypten ist ein weiteres nettes Beispiel. Ägypten war unter Tutmosis I zum Neuen Reich erwacht und hat erstmal eine Blütezeit produziert, die in erster Linie durch kulturelle Errungenschaften und erst in zweiter Linie durch militärischer Macht glänzete. Obwohl die Ägypter auch auf diesem Gebiet erfolgreich waren. Aber ab der zweiten Hälfte der Regierungszeit Amenophis III begann sich bereits eine Politik des Friedens um jeden Preis durchzusetzen (vergl. u.a. den Fridenshymnus und den Sonnenhymnus). Das Ganze kulminierte unter Amenophis IV, besser bekannt als Echnaton. Der führte keine Kriege, der kümmerte sich nicht um Wirtschaft, der war eigentlich nur an Religion interessiert. Tut-Ench-Amun und Eje waren dann das Ende der echten 18.Dynastie. Haremhab zählte sich zar dazu, aber das war ungerechtfertigt. Er war in Teilen erfolgreich (sinnigerweise durchaus auch militärisch), zeigte aber auch durch seine Haltung, traditionelle Verbündete im Gefahrenfall im Stich zu lassen an, dass man nicht mehr mit Ägypten rechnen musste. Es ging weiter in den Keller. Erst unter Ramses II gab es noch einmal eine kurze Blüte, aber ab da ging es, ab Ramses III ständig weiter bergab. Die Verwaltung funktionierte, ein Militär existierte nur noch rudimentär. 525 wurde Ägypten, dessen Militär inzwischen nahezu nicht existent war und das seit zwei Jahrhunderten überhaupt keinen Krieg mehr geführt hatte, von den Persern überrollt und Provinz.
Die griechischen Stadtstaaten. Wenn es ein Beispiel dafür gibt, wie sich Uneinigkeit auswirkt, dann wohl Griechenland. Man kämpfte untereinander, man kämpfte mit und gegen Makedonien und oftmals (mit Ausnahme Spartas, das aber in der Endphase keine Rolle mehr spielte) kämpfte man auch gar nicht. Man widmete sich der Philosophie, kümmerte sich um seinen eigenen Kram und vergaß´eigentlich völlig, dass alle Griechen waren. Man war so auf sich selbst konzentriert, dass die Expansion des römischen Reiches gar nicht ins Bewußtsein drang. 200 v.Chr. standen die Römer dann vor der makedonischen Haustür und wurde nach drei Jahren Krieg geschlagen. Trotzdem, es gab an dieser Front noch erheblichen Widerstand und die Römer bekamen das Land bei Weitem nicht unter Kontrolle. Andererseits rief Makedonien vergeblich um griechische Hilfe. Es hielt sich alleine bis 168, als es so vernichtend geschlagen wurde, dass damit die makedonische Geschichte einfach endete. Die anderen griechischen Stadtstaaten, die sich die Militärausgaben gespart hatten und so fleißig weggesehen hatten, wurden danach bis 147 mehr oder weniger widerstandslos in das römische Reich eingegliedert. Weswegen wir 147 v. Chr. als das Ende des Hellenismus in den Geschichtsbüchern finden.
Rom, da wir gerade dabei sind. Mit Marcus Aurelius gab es einen Kaiser, dem es nach einem längeren Frieden und Reduzierung des Militärs in dieser Zeit trotzdem noch gelang, sich Feinden an mehreren Fronten zu erwehren. Das römische Militär hatte zwar an Größe verloren, jedenfalls gegenüber früheren Zeiten, aber es hatte immer noch einen hohen Qualitätsstandard. Vor allem war sich Marcus Aurelius der Tatsache bewußt, dass man im Krieg die Dinge ganz oder besser gar nicht macht. Mit Commodus jedoch begann der Niedergang. Wieder haben wir das Bild einer funktionierenden Verwaltung, eines Innenfokus und eines zerfallenden Militärs (Commodus finanzierte u.a. seine Brot und Spiele Porpaganda mit Kürzungen beim Militär und Besteuerung der Senatorenklasse. Das Militär wurde einfach nur schlechter, die Politiker haben ihn dafür dann später umgelegt). Pertinax tat gar nichts, Didius Julianus spielte Planspiele als der Bürgerkrieg ausbrach. Erst mit Severinus kam wieder ein starker Mann an die Macht. Dessen militärische Basis bestand aber aus Ostlegionen, war also schon gar nicht mehr so richtig an Rom gebunden sondern an die Person des Severinus. Die Bürger in Rom, die seit Commodus schon weggesehen hatten und sich an Brot und Spielen erfreut hatten, mussten feststellen, dass die Republik zu einer Diktatur geworden war. Dennoch, keine vollständige Diktatur, es gelang nie ganz, den Senat zu entmachten. Aber die Senatoren arbeiteten ja auch nicht für Rom sondern für die eigenen Tasche. Es folgen Caracalla, Geta, Macrinus (der Caracalla umlegte und später seine Herrschaft verlor, als er sich als unfähiger Militärführer erwies), Marcus Aurelius Antoninus (auch Elagabel, der Rom zu seiner Partyhauptstadt machte, bemerkenswert durch abosluten Innenfokus und ein paar neue Details in den von ihm geplanten Orgien. Er war es auch, der den syrischen Sonnengott Elagabal zu Sol Invictus latinisierte und so für später schon einmal eine wichtige Grundvoraussetzung für das Chrisntentum schuf - freilich ohne es zu wissen). Mit Severus Alexander wird es richtig putzig, aber der hatte immerhin das Glück gepachtet. Er wagte zwar nicht, seiner Mutter zu widersprechen, aber seine Regierungszeit war weitgehend von Frieden, Verzicht auf Expansion und durchaus auch Verzicht auf jede Einmischung anderswo gekennzeichnet. Das er schwach und ein Muttersöhnchen war, führte zwar dazu, dass sich ein Gegenkaiser (Taurinus) ausrufen ließ, aber der ertrank dann auch prompt beim Beden in einem Fluß. Und als die Perser einfielen, schlugen die Armeen tagelang aufeinander ein, bis so viele Soldaten auf beiden Seiten gefallen waren, dass weder Perser noch Römer sich danach noch offensiv bewegen konnten. In Germanien allerdings, wo er versuchte, die Soldaten gleichzeitig schlecht zu bezahlen, die Ausrüstung zu kürzen und sie in den Kampf zu schicken, weil die Germanen sich angewöhnt hatten, römische Provisnz zu plündern, erwischte es ihn dann. Das Muttersöhnchen hatte sich trotzdem vielleicht noch als der Beste bisher erwiesen weil er nur einfach dumm und rückgratlos war, aber zumindest nicht egoistisch.
Es folgen die Soldatenkaiser, die es schaffen, das Reich noch für einen Weile zu sichern. Aber kulturell ist es zu diesem Zeitpunkt schon tot. Auch wenn es gerade die zum Teil durchaus nicht hoch gebildeten Soldatenkaiser waren, die versuchten, Rom wiederzubeleben, es interessierte sich einfach kein Römer mehr für Rom. Jeder interessierte sich genau nur für sienen eigenen Kram. Mit Philippus Arabs saß zum ersten Mal ein arabisch stämmiger Kaiser auf dem Thron, mit Valerian kam noch mal ein Kaiser an die Macht, der den Zerfall eine Weile aufhalten konnte, aber umkehren konnte er auch nichts mehr. Spätestens ab Aurelian wurden nur noch reine Verteiudigungskriege an den eigenen Grenzen geführt. Diokletian schlug nochmal Wellen, aber das war bereits der letzte Kampf gegen das Christentum, dass danach seine Unausrottbarkeit endgültig unter Beweis gestellt hatte. Konstnatin der Große kämpfte vor allem im Inneren darum, das Reich wieder stark zu machen. Seine Verschmelzung des Christentums mit dem Sol Invictus Kult kann als eine Meisterleistung eines Herrschers gelten, der zwar durchaus die Macht hatte, aber auf einem hohlen Staatswesen saß. Schon Konstnatin II verlagerte die Hauptstadt in den Osten nach Konstnatinopel und die Rolle Roms war zweitrangig geworden. Mit Julian Apostata scheitert nicht nur der letzte Versuch die expandierenden Perser zu stoppen, sondern auch der letzte Versuch, das Christentum zurückzudrängen. Mit Theodosius I war die Macht der Kaiser bereits soweit durch das Christentum eingeschränkt, dass ihn Ambrosius, der Bischof von Mailand zu einem öffentlichen Bußakt zwingen konnte. Bemerkenswert ist hier, dass das Militär seit dieser Zeit weitgehend aus Hilfstruppen bestand, die nur noch teilweise von Rom bezahlt wurden. Das war Folge davon, dass einerseits Römer nur noch spärlich in den Militärdienst gingen, andererseits, dass diese Truppen billiger waren. Sie waren aber auch nicht so diszipliniert und neigten schon mal zu dem einen oder anderen spontanen Blutbad. Mit Theodosius I endet die Einheit Roms. Auf dem Papier bestand das Imperium weiter, aber es gab einen Kaiser in Rom und einen in Konstantinopel. Konstantinopel hielt sich noch lange an der Macht, Rom versank mehr und mehr im Durcheinander, auch wenn es oft genug noch von dem militärisch stärkeren Bruder im Osten verteidigt wurde. Rom war nicht durch seine Kriege gestorben, es starb einen langsamen Tod dadurch, dass über eine sehr lange Zeit hinweg Egoismus und Wegsehen bei Problemen eine Lösung verhinderte. Es starb auch daran, dass es nicht mehr fähig war (eben weil jeder wegsah und sich nur um seinen eigenen Kram kümmerte) eigene Macht zu entwickeln und immer mehr in Abhängigkeit zu Hilfstruppen, wie z.B. Goten geriet, die sich auf römischem Gebiet ansiedelten.

So, das war jetzt sehr lang, aber es zeigt eines. Weltreiche, Kulturen, nicht einmal einzelne Staaten, die sich für wichtig halten, sterben an den Kriegen die sie führen. Nicht einmal an denen, die sie verlieren. Deutschland hat die beiden verheerensten Kriege der Menschheitsgeschichte verloren, aber kulturell entstand nahezu kein Bruch. Den gab es erst, als es politisch unkorrekt wurde, zu sagen, dass man Deutscher ist und dazu zu stehen. Als man, weil es angeblich so unmodern und nationalistisch-revanchistisch war, auf sein eigenes Land stolz zu sein. In der Zwischenzeit ist der Zerfall an vielen Punkten dann so groß geworden, dass es schwer fällt, etwas zu finden, worauf man stolz sein könnte. Ich habs aufgegeben und bin ausgewandert. Deutschland zeigte zu viele Parameter, die wir von anderen sterbenden Kulturen kennen. Überbürokratisierung, Innenfokus Auflösung der Identifikation und eine furchtbar weise Haltung, die alles als böse verurteilt, was der eigenen Bequemlichkeit schaden könnte.

Gruß
Peter B.

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Und was das Gewaltargument angeht, ist dir vielleicht beim
Studium der Geschichtsbücher, so Du das denn betreibst,
aufgefallen, dass keine Demokratie der Welt ohne Gewalt
entstanden ist?

gab es denn in irgendeiner demokratie stämme? gab es irgend
eine demokratie, von oben herab demokratisiert wurde und jetzt
eine demokratie ist?

a.) Demokratien auf der Basis ursprünglicher Stammesgesellschaften
a1.) historisch:

  • die Wahlverfahren der meisten Germanischen Stämme wenn es darum ging einen Häuptling zu bestimmen.
  • die Kaiserwahlen des Mittelalters haben zumindest schon einen Wahlcharakter, auch wenn die Wahlmänner Kurfürsten waren. Die allerdings widerum vertraten mehr oder weniger die Stämme (auch wenn das Wort da schon unmodern geworden war).
  • bei den slawischen Stämmen wurde der Großhäuptling in freier, gleicher allerdings nicht geheimer Wahl von allen Kriegen aller Stämme gewählt.

a2.) Gegenwärtig

  • Südafrika
  • Zaire
  • Kenia
  • Simbabwe
    Anmerkung, ich habe da die Asiaten jetzt nicht aufgeführt, obwahl das eigentlich auch Stammesgesellschaften waren, aber der Begriff Stamm dort aus irgendwelchen Gründen nicht gebraucht wurde und Volk gesagt wurde.
  • Türkei
  • Pakistan
  • Philippinen (hier kommen auch erschwerend die Religionsgruppen hinzu)

b.) Demokratien, die von oben herab demokratisiert wurden.
b1.) historisch

  • Grenada (zählt ja inzwischen zur Geschichte)
  • Haiti
  • Die Rerepublikanisierung eines Marc Aurel (das scheiterte allerdings an dessen Tod)
  • Polen und Ungarn, für die mit dem Einfall der Goldenen Horde auch das Wahlverfahren für Anführer verbindlich wurde.

b2.) aktuell

  • etliche Staten der USA mussten das erst lernen bevor sie in die Union kamen. Texas hat bisweilen immer noch Probleme, ist aber durch die Verfassung gezwungen, sich an die Spielregeln zu halten.
  • Deutschland.
  • Russland, wo Gorbatschov ja Glasnost und Perestroika von ganz oben anordnen musste. Noch nicht alles golden da, aber die dinge brauchen eben Zeit. Gleiches für etliche andere Staaten der ehemaligen Sowjetunion.
  • Italien, wo nach dem Sturz von Mussolini zuerst Badoglio und dann, nach der Rückkehr aus dem Exil Bonomi die Demokratisierung einletete (wieder unter dem Waffenschutz der Amerikaner).

Schon die Liste, die mir ohne Recherche einfällt, ist so lang, dass ich sie der Übersichtlichkeit halber unterteilen musste.

du sagst, das ziel sei, eine demokratie zu schaffen zwischen
dem iran, und pakistan? …quasi der platz an der sonne…

Du bist ein Spötter, der einfach nur seine moralische Inkompetenz zu verbergen sucht. Bewerte Afghanistan und den Irak doch mal nach den Fakten. Beide Länder haben in der Zwischenzeit Regierungen die in freier gleicher und geheimer Wahl gewählt wurden. Diese Regierungen sind nicht stabil und der Prozess ist sicherlich noch weit von einer Unumkehrbarkeit entfernt, aber, wie Mukdar el Sadr es ausdrückte. „Offensichtlich hat Allah gewollt, dass wir mit den Sunniten in einem Parlament sitzen“. Es wird Zeit brauchen, bis sich die Beteiligten daran gewöhnt haben, nicht gleich bei einer Meinungsverschiedenheit die Waffen auszupacken, aber im Irak gibt es immerhin das positive Zeichen, dass sich vor allem die nomadisierenden Stämme ziemlich willig eingeordnet haben. Die Schamar wussten zwar zuerst nicht, dass sie ein Wahlkreis sind, weil es ihnen niemand gesagt hatte, aber dann haben sie das System ziemlich gut verstanden. Kein Wunder die wählen schon seit dem 4. Jahrhundert ihre Sheiks selbst.

du willst eine demokratie in einem land schaffen, welches
uneinig ist? ich gebe dir recht. das geht. schließlich gelang
dies bismarck auch.

Bismarcks Ziel war nicht, eine Demokratie zu schaffen. Vielleicht solltest Du gelegentlich mal ein Geschichtsbuch lesen?

schau doch noch mal bitte nach, wie lange deutschland von der
kleinstaaterei bis zur vereinigung 1871 gebraucht hat.

Im Grunde ging das 1862 los, als er Ministerpräsident in Preussen wurde. Also ein ziemlich langer Prozess.

und wenn du das weißt, dann sag mir noch schnell, gegen welche
länder du dann kämpfen willst, um diese freiheit des jahres
1871 bzw. 1776. pakistan oder iran oder gegen wen?
die gleiche frage gilt für amerika, welches gegen england und
frankreich kämpfte.

Du versuchst hier schon wieder Nebelwände zu ziehen. Afghanistan hat mehr als genug Krieg gehabt. Es ist auch nicht notwendig einen Krieg zu führen um Einigkeit zu erzielen. Der Krieg war zunächst einmal notwendig um die alte Diktatur zu entfernen. Und da Afghanistan und Irak ja durchaus Fortschritte erzielen, wenn auch langsam, besteht kein Grund für einen weiteren Krieg. Kritisch üwrde es allerdings werden, wenn der Iran Dir eine Freude macht, die Atombombe hat und unter diesem Schutz dann seine Anstrengungen auf dem Gebiet der Infiltration weiter verstärkt.

und bitte sag nicht, ich mische, denn du selbst sagst,
demokratie braucht gewalt zum enstehen.

Ich sagte, die meisten Demokratien sind nicht gewaltfrei entstanden. Du mischst nicht nur, Du versuchst auch ziemlich verzweifelt, mir das Wort im Mund herumzudrehen.

was du nicht sagst, ist, dass demokratie bürger braucht - und
zwar nicht nur in der hauptstadt.

Wie oben ausgeführt, ist der Prozess gerade im Irak schon weiter als Du offensichtlich annimmst. Einen Teil der Bürger muss man da zwar immer erst finden weil die so fleißig herumziehen (sind ja auch Nomaden), aber geben tut es sie. Genau wie in Afghanistan, aber da ist natürlich verglichen mit dem Irak schon das Infrastrukturproblem erheblich größer.

Chat, gestatte mir eine Bemerkung. Seit zwei Wochen wiederholst Du als ständiges Mantra „wegsehen wegsehen wegsehen“, Du argumentierst ohne die geringste Kenntnis der Länder, um die es geht. Du hast offensichtlich schon sehr lange kein Geschichtsbuch mehr gesehne geschweige denn gelsen … wollen wir diese Diskussion nicht besser aufgeben? Es beginnt nämlich wirklich zu langweilen.

Gruß
Peter B.

die letzten berichte der syrischen
atombombenherstellungsanlage, die in den medien bei
pressekonferenzen in den usa probagiert wurde, war wieder mal
der lacher schlecht hin.

Du bist echt der König der Propagandamixer, was? Also: Die
Aussage war eine Atomanlage, die möglicherweise zur
Anreicherung geeignet sien könnte. Syrien hat diese Anlage ja
auch bisher soweit ich weiß nicht von der Internationalen
Atombehörde überprüfen lassen. Was also ist daran lachhaft?

nein, es geht um das bild. du stimmst mir sicher zu, dass das
militär in der lage ist, ein haar auf dem fussboden zu zeigen.
und stattdessen zeigt man eine kaputte halle in schlechterer
qualität als in google earth.

Also, nachdem ich mich hier um Dein Geschichtswissen und um Dein Geografiewissen bemüht habe, jetzt also etwas Raumfahrttechnik. Bitte schön.
Grundsätzlich bewegen sich Satelliten auf elliptischen Bahnen um die Erde. Diese Bahnen liegen meist, aus Gründen der benötigten energie beim Start in einer Äquatorialbahn. Syrien liegt leider ein paar Tausend Kilometer vom Äquator entfernt, also ist der Winkel einer solchen Aufnahme relativ flach. Jeder Lichtstrahl legt also Tausende von Kilometern durch die Atmossphäre zurück, die ihrerseits ja auch nicht homogen ist. Vielleicht erinnerst Du dich noch an Deine Schulzeit und was mit einem Bild geschieht, dessen Lichtstrahlen unterwegs diffus gebrochen werden?
Aber weiter. Es gibt natürlich auch andere Satelliten. Diese laufen auf „gekippten“ Bahnen. Der Vorteil ist, dass sie Ziele, die weiter vom Äquator entfernt liegen, in einem günstigeren Winkel überfliegen. Allerdings, und da liegt das nächste Problem, muss man natürlich genau zu richtigen Zeit über dem Ziel sein. Sonst ist da wohlmöglich gerade zufällig Nacht, oder in einen Wüstenland Vormittag (die Aufheizungsphase der Luft). Alles also nicht so einfach. Man kann mit einem Keyhole ein Nummernschild lesen - wenn die Bedingungen stimmen, sonst kannst Du es Dir löten.
Zweitens, und das ist wirklich ein amerikanischer Fehler (eigentlich ein Fehler aller, die Spionagesatelliten besitzen), ist es ziemlich geheim, wie gut die Dinger wirklich sind. Deswegen sind die Bilder für die Presse meistens nachbearbeitet und zwar hin zu einer durchaus schlechteren Qualität. Was die Presse natürlich nicht bekommt, sind die sogenannten Multilayers in der vollen Auflösung.

bei der pressekonferenz hätte man genauso sagen könne, dass es
eine geplante schokoladenfabrik gewesen sei, denn mehr als
eine halle war nicht zu sehen.

Du bist der absolute Experte, was? Was meinst du denn, wie man in eine Halle reinschaut? Mit einem Satelliten, meine ich? Normalerweise mit Infrarot, nicht wahr? Und auf der Pressekonferenz waren keine Infrarotbilder, richtig? Weil man damit a.) zeigen würde wie gut oder schlecht die Satelliten sind, was wiederum erlauben würde, geeignete Tarnmaßnahmen zu entwickeln und b.) diese Bilder mit großer Wahrscheinlichkait auch noch ein paar Informationen über andere Leute enthalten, die man aus politischen Gründen besser nicht zu sehr an die Wand drückt. Denn es ist ja relativ einfach, solche anlagen zu erkennen. Kühlmitteltemperaturen, Kerntemperaturen, eventuell sogar spezifische Auslegungen des Kühlsystems. Da könnte man dann auf die Idee kommen, dass das Land X Reaktoren so baut. Nur mit dem Land X verhandelt man gerade hinter den Kulissen weil die auch noch woanders hin liefern und man sie gerne davon abbringen möchte. Dann ist das genau der richtige Zeitpunkt, die Jungs echt suaer zu machen indem man sie international mit an den Pranger stellt, richtig?
Es gibt eine dritte Möglichkeit, nämlich, wenn es z.B wegen eines Vormittagsüberfluges (Du erinnerst dich an die Aufheizphase der Luft) nicht gelungen ist, Multilayers zu schießen. Wenn die Informationen, was da vorgeht aus einer anderen Quelle stammen, wohlmöglich guter altmodischer HUMINT. Natürlich würde man seine eigenen Agenten jederzeit und sofort enttarnen, nur um Leute wie Dich zufrieden zu stellen. Die werden in Syrien zwar heute noch aufgehängt, aber ist es das nicht wert?
Natürlich ist es das nicht wert. Bei dieser Pressekonferenz geht es nicht um die Presse, es geht nicht um Leute wie Dich. Der wesentliche Effekt ist doch, dass diese Nachricht sich sehr schnell auch nach Syrien und vor allem dorthin bewegen wird, wo das Zeug herstammt. Nun können die sich überlegen, was sie tun. Auch ein Teil der Welt, den Du offensichtlich nicht verstehst. Wenn man einen Verdacht in einer Pressekonferenz äußert, dann gibt man dem anderen die Möglichkeit einen Rückzieher zu machen ohne diplomatisch das Gesicht zu verlieren. Schickt man einen Sonderbotschaft und die Geschichte kippt auf, dann ist das diplomatische klima auf Jahre versaut.
Also schön, weider was von dem Du offensichtlich keine Ahnung hast.

du weißt doch selbst, dass nie mehr gelogen wird als im krieg,
um menschen zu überzeugen, die entscheidungen treffen oder
aber entscheidungsträger wählen.
wie sollte in einer demokratie sonst ein krieg egrechtfertigt
werden…

Bitte sag mir nicht, was ich Deiner Meinung nach selbst wissen soll. vor allem nicht, wenn Deine Annahme falsch ist. Zunächst einmal ist, wenn ein Krieg erstmal ausgebrochen ist, die Anzahl der Optionen deutlich geringer. Vorher kann man immer irgendwas zusammenlügen, dass man da hin muss weil, oder dass man auf keinen Fall dahin darf weil. Das gesellt sich dann nahtlos zu den restlichen Lügen wie „Es gibt keine schwarzen Koffer“ oder „Der Verkauf an Elf Aquitaine war völlig ok“ oder auch „Wir können aus rechtlichen Gründen keine Volksabstimmung über eine neue Verfassung zulassen“.
Wenn der Krieg erst einmal ausgebrochen ist, dann ist der Bart ab. Dann gibt es kein ja oder nein mehr weil man schon da ist. Dann wird bei den Verlustzahlen gelogen, dann werden vielleicht taktische Manöver beschönigend formuliert, aber im Grunde ist bei weitem nicht mehr so viel Spielraum zum Lügen vorhanden wie vorher.
Wie sollte in einer Demokratie ein Krieg gerechtfertigt werden? Wenn ein Krieg notwendig ist, könnte man ihn mit moralischer Kompetenz begründen. Man kann ihn mit Bündnistreue begründen. Man könnte ihn sogar mit dem eigenen greifbaren Vorteil begründen (immerhin will Deutschland ja seinen Teil am wirtschaftlichen Kuchen im Irak abhaben. Die Aufträge für den Aufbau hätte man ja schon gerne, bezahlt vom bösen Ami, versteht sich). Man kann auch seine Nichtteilnahme begründen. Mit „geht mich nichts an“, mit „Ich habe Angst“ (denn das ist ja, was hinter der wiederholten Aussage steckt, die mißglückten Bombenattentate kamen ja erst als unsere Soldaten da hin zogen. Man kann es begründen mit „Zu wenig für mich persönlich drin“. Es gibt da viele Möglichkeiten. Und wenn die Sache zu peinlich wird, dann kann man irgendwelche obskuren Zahlen hochziehen um zu belegen, dass man Recht hatte oder einfach kenntnisfrei immer den gleichen Salmon wiederholen. Das Mantra „wegsehen wegsehen wegsehen“ Wiederholung wirkt ja in Demokratien auch gut, nicht wahr?

Gruß
Peter B.

dazu wird es nicht kommen, auch wenn der iran atomwaffen
besitzt. du kannst das glauben oder nicht. aber ich vertraue
putin.

Putin ist Geschichte, mach dich mal über die aktuelle
Entwicklung schlau. Und selbst wenn, welchen Einfluß hat er
denn darauf? Mal wieder völlig Glaube an der Realität vorbei.

und du möchtest mir etwas über russland erklären?
…lächerlich:smile:

Also, nur so zu Deiner Information, Putin ist nicht mehr Präsident dort. Aber davon mal abgesehen hat Russland etliche Probleme mit den eigenen (hausgemachten) Terroristen aus Tschtschenien. Und die wiederum sind Moslems. Die Stellung eines jeden russischen Präsidenten gegenüber gerade Teheran ist also nur deswegen stark, weil Teheran russische Technologie braucht. Also, wie stark wird diese Stellung sein, nachdem man die Technologie hat? Vertraue ruhig Putin, auch wenn der schon seint Januar nicht mehr an der Macht ist. Fragt sich, was da lächerlich ist? Dass Du auf einen Präsidenten im Ruhestand hoffst?

Alles für Deutschland, lass den Rest der Welt verrecken.
Bravo!

womit willst du die welt retten? mit den 10mio euro an
nahrungsmittel für die welthungerhilfe oder den streubomben,
die wir nach neuseeland liefern?

Das kommt sher darauf an, auf wen die Streubomben geworfen werden und wie viel von den zenh Mio in form von Nahrungsmitteln bei Hungernden ankommt. Sollte es sich um Hungernde in der Darfurkrise handeln, dann hätte man besser die Streubomben auf die Stammeskrieger geworfen, weil man damit im Endeffekt mehr Leben retten würde. Abgesehen davon, dass 10 Mio Euro wahrscheinlich nicht einmal ausreichen würden die Mengen zu bezahlen, die die bösen Amis jeden Monat nach Afghanistan schaffen.

p.s.: es sind übrigens nicht soldaten, die ich nicht schätze,
sondern politiker, die meinen, sie müssten deutschland an die
spitze der weltpolizei bringen. berühmtheiten stehe immer im
fadenkreuz. man sollte daran denken.

Wir leben in einer globalisierten Welt. Ich habe also
ernsthaft meine Zweifel, dass man sich immer wird raushalten
können. Und die internationalen Verflechtungen und
Abhängigkeiten sind so stark, dass man sich nicht einmal den
Gesichtsverlust immer leisten kann. Selbst wenn Deutsche über
Begriffe wie Ehre und Stolz überheblich lächeln, es gibt
andere Teile der Welt (tatsächlich sehr große Teile) in denen
auch das Beweggründe sind. Deutschland sollte, auch wenn es
keine Ehre und keinen Stolz hat, zumindest versuchen, das
insoweit zu begreifen, dass es diese Parameter versteht und
wieder ins Kalkül zieht.

das ist der erste absatz von dir, den ich verstehe und den ich
nachvollziehen kann.

Daran habe ich ehrlich gesagt, Zweifel …

ich hoffe, du versuchst zu verstehen, dass „gesichtswahrung“
nichts mit dem angriff auf den irak zu tun hat.

Deutschland hat zumindest gegenüber einigen seiner wichtigsten internationalen Partner das Gesicht verloren und es wird lange dauern, bis dieses Land sowohl in militärischer als auch in diplomatischer Hinsicht wieder einen Ruf als zuverlässiger Partner hat. Was allerdings den Gesichtsverlust noch beträchtlich verstärkt, ist, dass gerade die Deutschen, die nicht da sind, alles besser wissen und gleichzeitig vehement einen Anteil am Geschäft verlangen (natürlich ohne sich an den Kosten zu beteiligen, ist doch klar).

für mich persönlich hätten sie amerikaner am meisten gesicht
gewahrt, wenn sie nach dem 11. september nicht mit krieg
geantwortet hätten.

Halte die andere Wange hin, vor allem wenn es nicht die eigene ist? Die USA sind angegriffen worden. Von Terroristen, die ihre Ausbildung in Afghanistan erhielten und einer Organisation angehörten, die von Afghanistan aus mit aktiver Unterstützung der herrschenden Taliban operierte. Das nennet man in Fachkreisen einen kriegerischen Akt.

dank der ehm…wem eigentlich(???)…konnte man ja innerhalb
von tagen sagen, dass afghanistan das übel allen ursprungs
ist. faszinierend.

Ja, wenn man keine Ahnung hat, dann kommt einem die Welt richtig magisch vor, nicht wahr? Dass es diese Camps gab, dass Osama bin Laden Schwiegervater eines Talibanführers ist, dass dort Terrorsiten für Anschläge gegen amerikanische Ziele ausgebildet wurden, das war lange bekannt. Die Anschläge auf die Cole, die Bombenattentate von Zharan, Nairobi, Daressalam und der erste Anschlag auf das WTC von dort organisiert. Es handelte sich also um acht Jahre und nicht, wie Du es darstellst, wenige Tage.
Und die Verbindungen waren ja relativ einfach herzustellen. Atta und
Alsehhi sprachen ja noch über Funk, diese Gespräche wurden aufgezeichnet. Auch wenn die Inhalte eher der Ablenkung dienten, hatte man also Stimmenproben. Dazu kam, dass aus mindestens zwei der Flugzeuge Flugbegleiter noch telefonierten, also zumindest bekannt war, welche Passagiere betieligt waren. Der Ablgeich mit den Passagierlisten dürfte nicht länger als ein paar Minuten in Anspruch genommen haben. Zumal ja Atta und Alsehhi ihre echten Pässe verwendet hatten. Da beide auch gültige visa besaßen, ist der Rest der Geschichte sehr schnell gegangen. Wenn im Rahmen des Visa-Verfahrens auch der Pass kopiert wurde, dann war es eine Frage von Stunden, diese Akten zu finden und darin auch den Einreisestempel nach Afghanistan zu finden. Also eher verblüffend, dass es so lange gedauert hat.

Aber lassen wir das, es wird wirklich langweilig.

Gruß
Peter B.

keine sorge, das schaffen wir auch ohne wegzusehn. imperien
fallen nicht, weil sie pazifistisch werden, sondern weil sie
zu viel geld für kriege ausgeben und das volk dafür zahlt.

Ach ja? Erlaube mir, Dein Geschichtswissen etwas aufzuhellen.
Das altsumerische Reich endete mit der Eroberung durch die
Gudäer. Eine der Hauptursachen dieser Niederlage war, dass
sich die innerhalb des sumerischen Reiches vereinten
Stadtstaaten eben nicht einig waren.

möchtest du darauf hinaus, dass europa und amerika durch den irak, afghanistan, vietnam oder den sudan erobert wird?

Chat, gestatte mir eine Bemerkung. Seit zwei Wochen
wiederholst Du als ständiges Mantra „wegsehen wegsehen
wegsehen“, Du argumentierst ohne die geringste Kenntnis der
Länder, um die es geht. Du hast offensichtlich schon sehr
lange kein Geschichtsbuch mehr gesehne geschweige denn gelsen
… wollen wir diese Diskussion nicht besser aufgeben? Es
beginnt nämlich wirklich zu langweilen.

ich denke, das ist besser. mir fehlt die zeit für deine ausgiebigen antworten.
ich freue mich schon auf den tag, an dem der irak und afghanistan in demokratie existieren und die leute glücklich abend zu bett gehen können. ich hoffe, wir erleben diesen tag noch. amerika und europa haben jahrhunderte dafür benötigt. hoffen wir auch, dass diese jahrhunderte nicht für umsonst waren, wenn es so waffenmissionarisch weitergeht.

Es gibt Grenzen, wem man welche Technologie in die Hand geben
sollte. Aber diese Grenzen werden in Russland offensichtlich
anders gesehen.

das gleiche könnte man über alle sagen, denn jeder sieht es anders.

Da verdient man das Geld mit der
Technologielieferung an den Iran und sieht danach fleißig weg.

nur gut, dass wir das nicht machen:wink:

Ja, wenn man keine Ahnung hat, dann kommt einem die Welt
richtig magisch vor, nicht wahr? Dass es diese Camps gab, dass
Osama bin Laden Schwiegervater eines Talibanführers ist, dass
dort Terrorsiten für Anschläge gegen amerikanische Ziele
ausgebildet wurden, das war lange bekannt. Die Anschläge auf
die Cole, die Bombenattentate von Zharan, Nairobi, Daressalam
und der erste Anschlag auf das WTC von dort organisiert. Es
handelte sich also um acht Jahre und nicht, wie Du es
darstellst, wenige Tage.
Und die Verbindungen waren ja relativ einfach herzustellen.
Atta und
Alsehhi sprachen ja noch über Funk, diese Gespräche wurden
aufgezeichnet. Auch wenn die Inhalte eher der Ablenkung
dienten, hatte man also Stimmenproben. Dazu kam, dass aus
mindestens zwei der Flugzeuge Flugbegleiter noch
telefonierten, also zumindest bekannt war, welche Passagiere
betieligt waren. Der Ablgeich mit den Passagierlisten dürfte
nicht länger als ein paar Minuten in Anspruch genommen haben.
Zumal ja Atta und Alsehhi ihre echten Pässe verwendet hatten.
Da beide auch gültige visa besaßen, ist der Rest der
Geschichte sehr schnell gegangen. Wenn im Rahmen des
Visa-Verfahrens auch der Pass kopiert wurde, dann war es eine
Frage von Stunden, diese Akten zu finden und darin auch den
Einreisestempel nach Afghanistan zu finden. Also eher
verblüffend, dass es so lange gedauert hat.

na das nennt man mal ahnung. ok. ich möchte nicht auf alle eine antwort geben. schließlich hast du da alle informationen aus geheimdienstlicher erster hand.

noch etwas zu den millitäreinsätzen. ich schätze dein vorhaben, die welt zu demokratisieren. das würde auch ich gern.
es ist jedoch eine ethikfrage, ob man den patient töten soll, um nach ihm 100e von menschen mit dieser erkenntnis zu helfen. diese frage wird derzeit kurz und pregnant beantwortet mit: ja.

So einfach sind die Dinge nicht, waren sie nie. Kulturen sind selten durch Eroberung untergegangen (es gab auch das, aber es war der seltenere Fall). Ägypten zum Beispiel musste dreimal durch diese Tretmühle. Man kämpfte unterianander und mit größtenteils politischen Mitteln, die Hyksos sammelten die Trümmer ein. Man kickte lange Zeit später die Hyksos raus und begründete das neue Reich. Das hielt eine Weile, dann vergaß man wieder, was Ägypten stark gemacht hatte. Am Ende fiel es mehr oder weniger kampflos an die Perser, von dort aus an die Makedonier und am Ende, eigentlich mehr als Folge der inneren Zustände, an die Römer.
Auch Rom zerfiel von innen, die letztendliche Eroberung war nicht Ursache sondern Symptom. Die Weichen waren (vergl. mein früheres Posting) bereits viel früher gestellt worden.
Es ist für den Untergang einer Kultur ja nicht notwendig, dass sie erobert wird. Eroberung ist die Konsequenz, in der einen oder anderen Form. Als die Assyrer die Reste des summerischen Reiches aufsammelten, da waren es wirklich nur die Reste. Denn die summerischen Stadtstaaten hatten vergessen, dass sie einzeln nur Opfer waren, hatten vergessen innerhalb der eigenen Kultur zueinander zu stehen.
Ceram hatte dazu bereits ein paar gute Gedanken. Kulturen unterliegen einem Lebenszyklus. Der kann zwar unterschiedlich lang sein, aber er folgt ähnlichen Parametern. Es sind Versuche gemacht worden, anhand der Beispiele vergangener Kulturen sozusagen Punktelisten zu erstellen. Netürlich konnte man keine letztendliche Einigung erzielen, welche Punkte im Einzelnen auf die Liste gehören, welche nicht. Die Punkte, die allerdings in allen Vorschlägen drinnen waren (Überbürokratisierung, Innenfokus, Individualfokus, soziales Desinteresse, erlahmendes künstlerisches Schaffen, Identifikationsverlust, selbstverursachte wirtschaftliche Schweirigkeiten …) werden gerade von Deutschland in einem hohen Maße erfüllt. Man kann jetzt darüber diskutieren, was geschehen wird, schließlich gibt es keine direkten Nachbarn, die einen Eroberungskrieg führen werden. Es findet auch (im Augenblick) keine Völkerwanderung statt. Vielleicht wirds nur einfach ein kulturell und wirtschaftliches schwarzes Loch mitten in Europa. Und um Dich zu beruhigen, die meisten alten Kulturen haben mit dem Niedergang die letzten Jahrhunderte zugebracht. Auch für Deutschland, selbst wenn es eine beeindruckende Geschwindigkeit an den Tag legt, werden die Dinge nicht von heute auf morgen passieren.

Gruß
Peter B.

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Ja, wenn man keine Ahnung hat, dann kommt einem die Welt
richtig magisch vor, nicht wahr? Dass es diese Camps gab, dass
Osama bin Laden Schwiegervater eines Talibanführers ist, dass
dort Terrorsiten für Anschläge gegen amerikanische Ziele
ausgebildet wurden, das war lange bekannt. Die Anschläge auf
die Cole, die Bombenattentate von Zharan, Nairobi, Daressalam
und der erste Anschlag auf das WTC von dort organisiert. Es
handelte sich also um acht Jahre und nicht, wie Du es
darstellst, wenige Tage.
Und die Verbindungen waren ja relativ einfach herzustellen.
Atta und
Alsehhi sprachen ja noch über Funk, diese Gespräche wurden
aufgezeichnet. Auch wenn die Inhalte eher der Ablenkung
dienten, hatte man also Stimmenproben. Dazu kam, dass aus
mindestens zwei der Flugzeuge Flugbegleiter noch
telefonierten, also zumindest bekannt war, welche Passagiere
betieligt waren. Der Ablgeich mit den Passagierlisten dürfte
nicht länger als ein paar Minuten in Anspruch genommen haben.
Zumal ja Atta und Alsehhi ihre echten Pässe verwendet hatten.
Da beide auch gültige visa besaßen, ist der Rest der
Geschichte sehr schnell gegangen. Wenn im Rahmen des
Visa-Verfahrens auch der Pass kopiert wurde, dann war es eine
Frage von Stunden, diese Akten zu finden und darin auch den
Einreisestempel nach Afghanistan zu finden. Also eher
verblüffend, dass es so lange gedauert hat.

na das nennt man mal ahnung. ok. ich möchte nicht auf alle
eine antwort geben. schließlich hast du da alle informationen
aus geheimdienstlicher erster hand.

Es wäre alles viel spaßiger, wenn Du mal nachdenkst. Um dieser Fährte nachzugehen brauchst Du nicht einmal Geheimdienstexperte sein. Das ist eine reine Frage der Logik. Ich dachte, Logik sei Dein Beruf, Du erwähntest so etwas?

noch etwas zu den millitäreinsätzen. ich schätze dein
vorhaben, die welt zu demokratisieren. das würde auch ich
gern.
es ist jedoch eine ethikfrage, ob man den patient töten soll,
um nach ihm 100e von menschen mit dieser erkenntnis zu helfen.
diese frage wird derzeit kurz und pregnant beantwortet mit:
ja.

Wenn Du schon rethorische Tricks versuchst, kannst Du es dann geschickter tun? So sieht jeder sofort, dass Du einfach nur versuchst, einen Deckel draufzumachen ohne ein Argument zu haben.
Wer ist denn der Patient? Al-Queida oder eher die normalen Menschen? Der Haßprediger el Sadr oder der Gemüsehändler in Bagdad? Die Frage ist auch, kann eine Stabilisierung der Zustände ohne die Mithilfe anderer Länder erreicht werden? Denn etliche Andere Länder schauen ja weg. Sie helfen nicht nur nicht, sie schieben sogar oft genug noch einen Riegel in die Entwicklung.

Gruß
Peter B.